von frzvassisi » 25.05.2011, 18:43
Der Ballade nach saß eine Nixe, Loreley genannt, auf dem gleichnamigen Felsen und lockte mit ihrer Stimme die Rheinschiffer an, die wegen ihres schönen Gesangs die gefährliche Strömung und die Felsenriffe nicht beachteten und mit ihren Schifferbooten zerschellten. Ihr langes blondes Haar kämmte sie mit einem goldenen Kamm.
Clemens Brentano schrieb 1801 in der Ballade Zu Bacharach am Rheine … (ursprünglich Teil der fragmentarischen Fortsetzung des Romans Godwi oder Das steinerne Bild der Mutter) von einer Zauberin, die auf Grund ihrer Schönheit allen Männern den Verstand raubt und ihnen schließlich stets den Tod bringt. Deshalb soll sie als Hexe von geistlicher Gewalt zum Tode verurteilt werden. Die Lore Lay ist sich ihrer Wirkung bewusst und dieses Umstands müde – seit ihr Liebster sie betrogen hat und sie in ihrem „Zauberkreis“ verderben muss, wünscht sie sich, zu sterben. Der Bischof bringt jedoch aufgrund Lore Lays Schönheit ein Todesurteil nicht über die Lippen und schickt sie stattdessen in ein Kloster. Auf der Reise dorthin, begleitet von drei Rittern, bittet die Lore Lay an einem großen Felsen, diesen erklimmen und noch einmal von oben den Rhein betrachten zu dürfen. Sie besteigt den Felsen und stürzt sich hinab.
Was für eine tolle Ballade über diese Nixe, nicht schlecht für den Anfang, die Bildokumentation des Ausflugs, weiter so, frzvassisi.