In der Straßenbahn fingerte sie ihren Fahrschein in den Schlitz des Entwertungsautomaten. Ich stand unvermittelt an ihrer Seite, als der Automat mit einem "Ping" seine Quittung kundtat und sie mich mit ihrem legendären Augenaufschlag zur Kenntnis nahm. Die Halteschlaufen im Rohrgestänge der Bahn bewirkten, daß meine weichen Knie unbemerkt blieben.
"Hallo!" :hauchte sie herüber.
"Hallo, wie geht`s?" erweiterte ich das Gespräch.
"Och,und du?" -- "Ja, auch so." lautete der knappe Dialog.
"Du steigst mit ihr aus!" Sagte mir mein erwachender Jagdtrieb. Obwohl ich noch eine Zahlzone weitergefahren wäre, bemühte ich mich ohne Hektik beim Aussteigen ihr nahe zu sein.
"Du hast dich kaum verändert." -- "Du bist noch schöner geworden." .turtelten wir eine Weile, bis mir mein Vorschlag als gereift erschien, sie zum Cappuccino einzuladen. Gott sei Dank war der Nachmittag schon fortgeschritten, sonst hätte sie womöglich wieder ein nettes Restaurant gefunden, wo wenig auf dem Teller aber viel auf der Rechnung gewesen wäre.Auch erinnerte ich mich an unsere nächtelangen Diskussionen über unsere Gefühle füreinander und gegeneinander.
Anyway, der Cappuccino dampfte und unsere Hände berührten sich elektrisierend.
Um der Langeweile vorzubeugen. Die Begnung setzte sich fort, wo Menschen landen, die mit entgegengesetzter Polarität aufgeladen und nicht mehr im Vollbesitz ihrer intellektuellen Fähigkeiten sind.
Zum unvermeidlichen Abschied und um den Peinlichkeiten vorzubeugen, wollte ich noch einen coolen Kuß auf ihre Wange drücken, als sie sich auf die Zehenspitzen stellte, die Hand an mein Ohr hielt und flüsterte: "Aber dein Schwänzchen mag mich immer noch!"













