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Beitragvon Bernd. » 15.01.2012, 17:28

Wir leben in einer sehr aufregenden Zeit. Es wundert mich immer wieder, wie wenig sich die Presse, egal ob Boulevard oder gut bürgerlich, für wissenschaftliche Erkenntnisse und Entdeckungen interessiert.

Über sechs Jahr lang hat ein internationales Astronomenteam mit einer neuen Methode, sie nennt sich Mikrogravitationslinseneffekt, (keine Ahnung wie das funktioniert – ich bin ja auch nur Laie) nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems gesucht. Immerhin wurden zuvor bereits über 700 Exoplaneten in der Milchstraße nachgewiesen. Es gibt aber Milliarden von Sonnen in der Milchstraße. Sind also Exoplaneten die Ausnahme?

Die Untersuchungen ergaben jetzt, dass es viel mehr Planeten als Sterne in unserer Galaxis gibt. Und das Tollste: nicht die Riesen ala Jupiter und Saturn sind in der Mehrzahl. Nein, die Größen zwischen 2 bis 10 x so groß wie unsere Erde kommen am häufigsten vor.

Daraus kann man auch den Schluss ziehen, dass wir nicht allein sind. Es gibt also da draußen nicht nur Brüder, es gibt auch Onkels, Großväter, Cousinen, Nachbarn, Bekannte – alles da – und bestimmt sogar in vielfachen Varianten. Bei ein paar Trillionen erdähnlicher Planeten sollte das schon so sein.

Heute Nacht schau ich mal hoch… vielleicht sagen die endlich mal PIEP oder blinkern uns an!

Quelle
http://www.nature.com/nature/journal/v4 ... 10684.html 
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Beitragvon Roadrunner27 » 15.01.2012, 18:24

[quote="Bernd."]
Heute Nacht schau ich mal hoch… vielleicht sagen die endlich mal PIEP oder blinkern uns an!


Wenn Du sie piepen hören willst, musst Du aber schon die Ohren von Mr. Spock haben!!

Selbst wenn es "da draußen" irgendwo Leben geben sollte, muss es nicht zwangsläufig bedeuten, das es sich um sog. "intelligentes" Leben ähnlich dem unseren handelt. Vielleicht ist Intelligenz nur die große Ausnahme in der Entwicklung von Leben, ja eventuell sogar eine Sackgasse und wird mit uns aussterben. Wenn es aber intelligente Spezies im Universum gibt, warum sollte es sich dabei um nette Onkel und Tanten handeln?
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Beitragvon Bernd. » 16.01.2012, 11:41

Weil es eben nicht nur Brüder oder Schwestern da draußen gibt, sondern viel mehr intelligentes Leben, als wir uns vorstellen können, Roadrunner27. Die Anderen bezeichne ich halt scherzhaft als die Onkels, Tanten, Neffen usw. 

Leben strebt immer zur Perfektion und passt sich an. Leben ist in permanenter Entwicklung. Von daher glaube ich, das es alle Stufen der Intelligenz da draußen gab und gibt. Wenn irgendwo Einzeller entstehen, werden daraus mit Sicherheit Mehrzeller und irgendwann kreucht und fleucht es überall rum auf diesen fremden Planeten. Auch wir Menschen entwickeln uns biologisch immer noch weiter, sofern wir uns oder unseren Planeten nicht zerstören.

p.s.
ich hab' sie übrigens nicht Piepen oder schreien gehört... nur meinen Nachbarn mit seiner Frau... er war nämlich 3 Wochen auf Dienstreise. Gegen 01 Uhr war dann Ruhe.... zwinkert

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Beitragvon Roadrunner27 » 16.01.2012, 17:15

Bernd. hat geschrieben:Leben strebt immer zur Perfektion und passt sich an.


Anpassung geschieht aber auf sehr vielfältige Weise und Perfektion muss nicht unbedingt darin bestehen, möglichst intelligente Einzelindividuen hervorzubringen. Auch Ameisen verfügen über eine sehr komplexe Organisationsstruktur ihrer Gesellschaften (Stämme), ohne das die einzelnen Angehörigen dieser Gesellschaft über eine höherentwickelte Intelligenz verfügen.
Ich fürchte aber, das wir alten Knacker nicht mehr erfahren werden, ob es nun Aliens gibt oder nicht. :(
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Beitragvon melina. » 17.01.2012, 2:11

Dass die Anzahl der Planeten in unserer Milchstraße (und überall im Universum) höher sein müsste als die Anzahl der Sonnen, war eigentlich immer schon eine logische Schlußfolgerung in der neueren Astronomie. Einfach deshalb, weil man aufgrund der Entwicklung solarer Systeme davon ausgehen kann, dass sich bei der Sternbildung aus interstellarem Staub und Gas nicht die gesamte Masse sozusagen punktörmig in einem Objekt konzentriert, sondern sich in Akkretionsscheiben um das zentrale Objekt mit der größten Masse/Gravitation verteilt.

Um diesen komplizerten Vorgang kurz zu fassen: es ist überhaupt nicht verwunderlich, dass sich um die meisten Sonnen mehrere Planeten und/oder protoplanetare Objekte gebildet haben. Wenn man mal von nur durchschnittlich drei dieser Objekte pro Sonnensystem ausgeht, dann kommen auf 100 Milliarden Sonnen allein in unserer Milchstraße schon 300 Milliarden Planeten.

Die alte Drake-Gleichung hat sich inzwischen sogar als viel zu kurz gegriffen herausgestellt, denn praktisch täglich wird ein neuer Exoplanet entdeckt. Die Bausteine für die biologische Evolution sind überall im Universum die gleichen, warum sollten sich also nicht auch ziemlich ähnliche Lebensformen dort entwickeln, wo die Bedingungen günstig sind, also in der habitablen Zone um eine Sonne auf einem Planeten, der nicht wesentlich größer oder kleiner ist als die Erde?

Angesichts dieser neuesten Forschungen zeigt sich aber auch einer anderer, interessanter Aspekt: Mittelmäßigkeit scheint die Entwicklung von Leben zu begünstigen. Unsere schöne blaue Kugel ist - so gesehen - ziemlich mittelmäßig und unsere Brüder und Schwestern in der habitablen Zone werden es dann wohl auch sein. :lol:  

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