. : Service und Hilfe

Beitragvon My__Way » 07.09.2011, 14:24

@ Glücksbärchen

Ich gehe zu einer Allanongruppe, dort fühle ich mich wohl, weil dort Menschen sitzen die ein ähnliches Schicksal haben wie ich, ich kann frei sprechen. Jedoch sind sie nicht tiefgründig, so wie hier im Forum. Ich habe hier mehr erfahren und gelesen als in der Gruppe.


Jede Gruppe ist nur so gut, wie das einzelne Mitglied selber. Wieso fragst Du dort nicht einfach, wenn Du etwas nicht verstehst? Auch hast du die Möglichkeiten, Dir andere Gruppen (Freundeskreise, Guttempler, Blaues Kreuz, Caritas etc.) anzuschauen - wer oder was hält Dich ab? Z. B. gibt es bei der Diakonie oder Caritas auch Therapeuten, die sich genaustens mit Deinem Krankheitsbild auskennen - da brauchst nur anrufen und hast schnell einen Termin. Genau das ist Deine Verantwortung - Dich um Dich und Deine Seele selber zu kümmern - Dir einen Therapeuten zu suchen, der zu Dir passt und Dich ernst nimmt. Vom Jammern nur alleine ist noch niemand von seiner Sucht/Abhänngigkeit weg gekommen.

In den sechs Jahren wo ich alleine lebe muß ich die Verantwortung für mich alleine tragen und ich schaffe es irgendwo und weiter.


Ich denke, da verwechselst Du ein bißchen was. Verantwortung für sich selber tragen bedeutet in diesem Falle eher, dass Du Dich um Dich kümmerst (z. B. eine Therapie machst, Dir Hilfe holst). Damit ist nicht das normale stemmen der Alltagstätigkeiten gemeint. Wenn Du Dir ein Bein brichst, kann auch kein anderer für Dich zum Arzt gehen oder Dir erklären, wie Du es selber schienst, damit es heilt - dafür braucht man nun einmal kompetente fachliche Hilfe.
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Beitragvon Gluecksbaerchen » 07.09.2011, 19:49

:wink: Hallo, ein nettes Hallo an Euch, ich werde Eure Ratschläge befolgen. Danke nocheinmal, ich stelle immer wieder fest, daß wenn man Menschen gegenüber sitzt kann man sich doch ganz anders mit ihnen unterhalten und äußern als hier im Forum, aber ich denke ich habe Euch verstanden. Glücksbärchen
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Beitragvon froggybln » 09.09.2011, 14:04

10 000 Kinder durch Alkoholgenuss ( Missbrauch) behindert.


http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1203125
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Beitragvon My__Way » 09.09.2011, 16:25

Hallo Froggy,

aber nicht nur Kinder von alkoholkranken Müttern tragen Schäden davon, sondern auch Kinder von alkoholkranken Vätern....

Wie wirkt sich Alkohol auf Männer aus?

Übermäßiger Alkoholkonsum kann die Sperma-Qualität beeinträchtigen. Der Anteil der fehlgebildeten Samenfäden steigt, die Samendichte wird reduziert. Somit sollten Männer mit Kinderwunsch auf übermäßigen Alkoholgenuss verzichten - die Zeugungsfähigkeit steht auf dem Spiel. Außerdem wird durch ausgeprägten längerfristigen Alkoholkonsum die sexuelle Lust herabgesetzt. Während das FAS als Konsequenz mütterlichen Missbrauchs beobachtet wird, zeigen Kinder von trinkenden Vätern häufiger Hyperaktivität und beeinträchtigte intellektuelle Fähigkeiten.
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Beitragvon froggybln » 09.09.2011, 16:35

na sicher.
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Beitragvon froggybln » 16.09.2011, 23:03

Selbsthilfegruppen

Der offensichtlich erfolgversprechendste Weg ist die Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe, aber es ist ein Weg unter vielen. Wir haben alle unterschiedlich getrunken, demzufolge gibt es auch unterschiedliche Wege aus der Sucht.
Für die Gruppen spricht, dass sich Menschen treffen, die dasselbe Problem haben und es gemeinsam bewältigen wollen (Gruppendynamik). Wie heißt es so schön: In der Therapie wird das Gesellenstück angefertigt, die Meisterprüfung muss allein abgelegt werden. Das bedeutet, den Weg aus der Abhängigkeit kann nur jeder selbst für sich finden, aber gemeinsam geht es besser. Und jeder bringt in eine Gruppe seine individuellen Erkenntnisse und Erfahrungen ein, kann anderen mit Rat – nicht mit Vorschriften – zur Seite stehen bzw. von jedem Gruppenmitglied lernen.
Egal, wie man trocken geworden ist oder in welcher Phase man sich befindet, die Gruppe gibt Geborgenheit und Unterstützung, aber auch das Gefühl des Gebrauchtwerdens, und fordert Mitarbeit.
Und ganz wichtig für „Neulinge“: das Urteil über eine Gruppe sollte nicht beim ersten Besuch gefällt werden. In der Regel gelingt der erste Kontakt nach dem dritten oder vierten Besuch, und frühestens nach dem zehnten Mal kannst du dir ein Urteil bilden. Was übrigens nicht dagegen spricht, sich „seine“ Gruppe zu suchen, nicht für jeden stimmt gleich die Chemie.
Erstaunlich ist die geringe Zahl von Frauen und jungen Menschen in SHG. Der Altersdurchschnitt liegt oft jenseits der 50; offensichtlich fällt es jüngeren Menschen (wie auch vielen von uns in früheren Jahren) schwer, sich ihre Suchterkrankung einzugestehen und die Schwierigkeit, es ohne Hilfe von außen zu schaffen.
In einer SHG ist sozusagen jeder ein Experte aufgrund der eigenen Betroffenheit und damit auch Vorbild bei der Bewältigung der Krankheit für andere. Dadurch hilft die SHG dem Einzelnen aus der Isolierung und unterstützt ihn bei der Entwicklung einer neuen Lebensperspektive. Dr. Hansjürgen Keller, Chefarzt der Klinik für Suchterkrankungen am DRK-Klinikum Drontheimer Straße, hat das folgendermaßen formuliert: „Richtig helfen können eigentlich nur die Profis, weniger wir Weißkittel. Und die Profis, das sind die trockenen Alkoholiker vor allem in den Gruppen.“

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Beitragvon glaskugel » 19.09.2011, 20:59

Hallo, ich habe da auch ein problem. Tochter ist alpha trinkerin, wird dann schrecklich agressiev wirft alle aus der wohnung auch die kinder und partner. Nächsten Tag tut ihr alles leid. Ich fühle mich dabei noch schrecklich schlecht, weil ich der meinung bin, daß man den kindern helfen müßte. Dann heißt es ich will die kinder weg nehmen und bin dann die böse mit der man dann tagelang nicht spricht. Meine eine Enkeltochter ist bereits 13 Jahre und auch sie hält an dieser scheinbaren heilen welt fest, obwohl ich ihr meine hilfe immer wieder anbiete und natürlich immer da bin. Was soll ich tun. Augen zu und durch ist doch keine Lösung
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Beitragvon froggybln » 19.09.2011, 21:07

Glaskugel

lese dich bitte durch die beiden Alkoholforen, vielleicht findest du dort schon Antworten
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Beitragvon froggybln » 18.10.2011, 19:42

Ich trank vor Glück
- und wurde unglücklich.

Ich trank vor Freude
- und fühlte mich miserabel.

Ich trank aus Geselligkeit
- und bekam Streit.

Ich trank aus Freundschaft
- und schuf mir Feinde.

Ich trank um schlafen zu können
- und wachte übernächtigt auf.

Ich trank um leichter sprechen zu können
- und stammelte nur.

Ich trank um mich himmlisch zu fühlen
- und hatte die Hölle.

Ich trank um zu vergessen
- aber die Gedanken holten mich ein.

Ich trank um frei zu werden
- und wurde abhängig.

Ich trank um Probleme zu lösen
- aber Sie wurden immer mehr.

Ich trank um mit dem Leben fertig zu werden
- und lud den Tod ein.


der Autor ist mir nicht bekannt.
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Beitragvon Sigrit2011 » 21.10.2011, 14:19

Am letzten Sonntag gab es eine sehr interessante Sendung zum Thema Alkohol, in der sich ein Politiker öffentlich zu seiner Alkoholkrankheit bekannt hat.

LG

http://daserste.ndr.de/guentherjauch/ak ... ng113.html

Sendung vom 16. Oktober 2011
Die Trinker-Republik - Unterschätzen wir die Volksdroge Alkohol?
Bildunterschrift: Hier ein Glas, da ein Drink - Deutsche trinken fleißig Alkohol.]
"Darauf stoßen wir an!" Der Genuss alkoholischer Getränke gehört in Deutschland zum Alltag wie Fußball und die Tagesschau. Durchschnittlich zehn Liter reinen Alkohol lassen sich die Bundesbürger pro Jahr durch die Kehle fließen. Das sind umgerechnet knapp 110 Liter Bier, 20 Liter Wein, vier Liter Schaumwein und knapp 5,5 Liter Spirituosen.

Doch so selbstverständlich hierzulande Alkohol konsumiert wird, so gefährlich kann er auch sein. Zehn Millionen Menschen trinken in "gesundheitlich riskanter Form" viel, etwa 1,3 Millionen gelten sogar als alkoholabhängig, so der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schäden durch Alkoholmissbrauch sind immens. Viele Menschen merken gar nicht, wie aus dem Gläschen am Abend schleichend eine Sucht wird. Auf einmal muss es schon morgens ein Schluck sein, um gut in den Tag zu kommen. Und oft merken Freunde, Verwandte oder der Betroffene selbst erst viel zu spät, dass die Sucht das Kommando übernommen hat.

Politiker bekennt sich zu Alkoholsucht

Umso überraschender ist das Geständnis des CDU-Politikers und Bundestagsabgeordneten Andreas Schockenhoff. Als erster Politiker bekennt er öffentlich seine Alkoholsucht. "Mir ist bewusst, dass ich alkoholkrank bin".

Das Geständnis sorgte nicht nur im politischen Berlin für Aufsehen. Denn: Für viele Menschen ist das Geständnis einer Sucht zugleich ein Eingeständnis von Schwäche. Wer das Trinken nicht im Griff hat, der kann auch sonst nichts leisten.
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Beitragvon froggybln » 21.10.2011, 14:24

Sigrit

böse Zungen behaupten ein Drittel der Bundestagsabgeordneten haben ein Alkoholproblem.
Ich will nicht wiedersprechen.



Wer das Trinken nicht im Griff hat, der kann auch sonst nichts leisten.

totaler Schwachsinn! Aber das ist leider die vorherrschende Meinung von Leuten die Ignoranten sind.
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Beitragvon Sigrit2011 » 21.10.2011, 15:45

froggybln hat geschrieben:Sigrit

böse Zungen behaupten ein Drittel der Bundestagsabgeordneten haben ein Alkoholproblem.
Ich will nicht wiedersprechen.



Wer das Trinken nicht im Griff hat, der kann auch sonst nichts leisten.

totaler Schwachsinn! Aber das ist leider die vorherrschende Meinung von Leuten die Ignoranten sind.



Die Sendung kann man sich noch in der Mediathek ansehen.

LG

http://mediathek.daserste.de/
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Beitragvon froggybln » 21.10.2011, 16:01

ich habe sie gesehen., auch weil ich Salloch -Vogel persönlich kennen gelernt hatte.,
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Beitragvon AnneKlatsche » 30.10.2011, 21:30

glaskugel hat geschrieben:Hallo, ich habe da auch ein problem. Tochter ist alpha trinkerin, wird dann schrecklich agressiev wirft alle aus der wohnung auch die kinder und partner. Nächsten Tag tut ihr alles leid. Ich fühle mich dabei noch schrecklich schlecht, weil ich der meinung bin, daß man den kindern helfen müßte. Dann heißt es ich will die kinder weg nehmen und bin dann die böse mit der man dann tagelang nicht spricht. Meine eine Enkeltochter ist bereits 13 Jahre und auch sie hält an dieser scheinbaren heilen welt fest, obwohl ich ihr meine hilfe immer wieder anbiete und natürlich immer da bin. Was soll ich tun. Augen zu und durch ist doch keine Lösung


Hallo Glaskugel,

Du hast völlig recht damit, dass Augen zu und durch keine Lösung ist. Ganz besonders dann nicht, wenn Kinder im Spiel sind. Wenn Deine 13-jährige Enkeltochter an dieser Scheinwelt fest hält, so ist sie bereits sehr geprägt von dieser ganzen Lebenssituation, was sich natürlich auch auf ihr späteres Leben auswirken wird.

Es gibt Bücher und auch Einrichtungen und Foren, die sich mit dieser Problematik beschäftigen. Als Suchbegriff könntest Du bei einer Suchmaschine "Kinder von Alkoholikern" eingehen. Dort wirst Du fündig. Du kannst mich auch gerne anschreiben.

LG :-)
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Beitragvon sarajane1 » 19.11.2011, 20:24

Es ist schlimm, wenn Leute dem Alkohol verfallen sind, aber das Kinder ebenso, das ist das allerschlimmste.
Da muß tatsächlich Hilfe angeboten und angenommen werden.
Gruß Sarajane
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