von wildcat53 » 25.02.2012, 13:42
Susannes „Reisebeichte“ vom Urlaub 17.-27. Januar 2012 Scharm El Sheikh.
Ich bin gut erholt und gesund aus meinem Urlaub zurück.
Das beste Hotel, was ich bisher in Ägypten hatte. Leider auch der
komischste Strand. War da nicht im Meer baden.
Das Wasser war bis auf zweihundert Meter wadenflach, mit vielen Seeigeln.
Egal, das Wetter war gut, das Essen auch, was will man mehr.
Die russischen und englischen Familien waren in der Überzahl.
Habe ein Paar aus Hannover (70Jahre) und eine Familie aus Halle (30 Jahre mit Jungen) kennengelernt.
Allerdings erst in der zweiten Woche.
Ich muss unbedingt englisch lernen.
Mit einem David aus England habe ich einige Abende verbracht. Er quatschte in seiner
Sprache, ich in meiner. Immerhin konnte ich etwas verstehen und ein klein wenig
auch antworten.
An einem Abend haben wir herumgeknutscht.
Das war mir peinlich. Ich habe sofort meinen Cola-Rum Verzehr eingeschränkt.
Aber schön war es doch. Man(n) konnte der gut küssen.
Ich muss mich doch mal wieder um einen Freund bemühen. Hihi.
Diesmal habe ich meine Scheckkarten vergessen und musste haushalten.
Aber bei Al inclusiv ist das ja gut möglich.
Für Trinkgelder tausche ich immer Dollars und die hatte ich ja mit.
Trotzdem konnte ich mir einen Ausflug nach Jerusalem/Bethlehem leisten.
Das waren zwei verrückte Nächte (An-und Abreise mit Bus) und ein sehr schöner Tag in Jerusalem und am Toten Meer.
Weil ich am Morgen, als wir da an einem Strandabschnitt frühstückten, zu ningelig war und noch nicht ins Wasser wollte, hatte ich dann die A-Karte gezogen.
Der Badetermin am Nachmittag auf dem Rückweg viel aus.
Der Heimweg war so sehr verregnet, dass wir einen letzten Stopp auf der Straße
von fünf Stunden hatten, weil solche Wassermassen und Geröll über zweihundert Meter breit die Straße unpassierbar machten.
Wir mussten den Bus anders platzieren, weil die Straße unter uns riss.
Der Reiseleiter meinte, den Knall, den wir vor Stunden hörten, war kein Gewitter,
sondern ein kleines Erdbeben gewesen.
Außer dass wir erst am morgens sieben Uhr zurück waren, ist nichts passiert. Es war
niemand in Gefahr. Nur ein brenzliges Gefühl hatte wohl jeder in der Magengegend.
Wieder in Ägypten eingereist, hatte man uns vier Uhr morgens in einer Raststätte ein Essen gereicht. Da waren (glaube ich) alle wieder beruhigt und zufrieden.
Der Eindruck von Jerusalem, der Ausblick vom Olivenberg bleibt mir unvergesslich.
Ebenfalls das Erlebnis, einen Wunschzettel in die Klagemauer gesteckt zu haben.
In Bethlehem, in der Geburtskirche, die über der vermuteten Geburtsstätte Jesu Christi errichtet wurde habe ich in der Grotte dann Kerzen angezündet und Gesundheit für meine Familie
und Freunde gewünscht.
(Bin ja gar nicht gläubig, aber wenn man das alles sieht, davor steht, erwischt es einen
und ich war eben auch verfallen, Kerzen zu kaufen, sie anzuzünden um Wünsche zu äußern).
Ein komisches Gefühl hatte ich bei der „Einfahrt“ nach Bethlehem.
Es ist ja eine 8 Meter hohe Mauer mit Checkpoints und sehr bewaffneten jungen Frauen und Männer. Erinnerungen werden wach!
Ich werde mir jetzt Literatur besorgen um mehr von dieser „Geschichte“ nachzulesen.
Jetzt schaue ich aus dem Fenster und sehe es schneien.
Kaum zu glauben, dass ich gestern um die gleiche Zeit, 12 Uhr, an der Pool bar saß um meine Pizza zu essen.
Einen so knappen „Abgang“ hatte ich noch nie.
Abholzeit 12:20.....
bin barfuß mit Bikini und Tshirt in den Bus.
Habe über mich lachen müssen.
Heimflug war auch ohne Probleme.
Die Jule hat mich abgeholt.
Zu Hause die Sissi... geht mir nicht von der Pelle.
Meine „Pudeldame“, die sie füttert hat mir ein schlechtes Gewissen gemacht.
Sie ist wieder heiser, so hat sie rumgemietzt.
Hat sich streicheln lassen und mit der Pudeldame gespielt und sich kämmen und streicheln lassen.
Sie möchte nicht allein sein, sagt sie. Du fehlst.
Auweia, und der nächste Urlaub ist schon bald.
Da muss sie halt durch. Sissi ist zwar einsam, aber gut versorgt.
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