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Anonymous


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:05    Titel:

Zitat:
Da ich diese Zeit bereits ab 1933 voll bewußt miterlebt habe, kann ich nur
sagen, daß tatsächlich in den ersten Jahren nach 1933 viele Deutsche Hitler und
den Faschismus unterschätzt haben. Man sah den Autobahnbau und die
angekurbelte (Kriegs-)Wirtschaft als Erleicherung der Arbeitslosenkriese der Ende 20er und Anfang 30er Jahre.


Wer es wollte, konnte sich informieren. Es stand alles Wesentliche drin, in "Mein Kampf". Die Nürnberger Gesetze gabs auch schon 1935. Und vieles andere mehr. Da ist es wenig überzeugend, sich nachher darauf berufen zu wollen, man habe den Herrn Hitler angeblich unterschätzt. Ein sehr großer Teil des Volkes war Mitglied in der NSDAP und vielen anderen verbrecherischen Organisationen. Ohne Unterstützung weiter Teile der Bevölkerung wäre das fabrikmäßige Abschlachten von Millionen von Menschen nicht möglich gewesen. Auch nicht in den besetzten Gebieten. Ohne Unterstützung der dort ansässigen Deutschen wärs nicht gegangen.

Dass hinterher keiner etwas gewusst haben will und fast alle ihre Hände in Unschuld waschen wollten, das finde ich besonders übel. Das angeblich unschuldige, verführte Volk und ein paar einzelne böse Nazischergen als Verführer.

JanisJoplin
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Anonymous


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:13    Titel:

Zitat:
Nicht einverstanden bin ich mit Deiner Meinung, daß Du so gut wie vertrieben
bist, Dich so fühlst, weil Du wegen des Arbeitsplatzes von einem Bundesland
zum anderen gezogen bist.
Schließlich bist Du ja freiwillig weitergezogen. Und schließlich geht es leider
Millionen im Land so, daß sie ihren Arbeitsplatz verloren haben. Damit muß aber
nicht die Heimat verloren gegangen sein. Ist nur dort meine Heimat, wo auch
mein Arbeitsplatz ist?
Deinen letzten Satz:
Zitat:
Ist das nicht auch eine perfide Form der Vertreibung, und für die gibts
keine Entschädigung und keine Vertriebenenverbände, da biste alleine
gekniffen, obwophl´s Millionen so geht!

empfinde ich deshalb als eine Provokation.

Auch wenn man das eine nicht mit dem anderen vergleichen kann, als Provokation empfinde ich diesen Satz keinesfalls. Wer seine Heimat verlässt, weil es dort keine Arbeit gibt, geht nicht freiwillig. Dahinter stehen finanzielle Zwänge. Das ist sehr wohl eine Art Vertreibung. Und dass es Millionen so geht, ist ja gerade das Schlimme. Ist eine Vertreibung etwa deshalb weniger schlimm, weil sie Millionen betrifft?
JanisJoplin
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seniorin80
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Beiträge: 1213


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:28    Titel:

janisjoplin schreibt:
Zitat:
Wer es wollte, konnte sich informieren. Es stand alles Wesentliche drin, in "Mein Kampf". Die Nürnberger Gesetze gabs auch schon 1935. Und vieles andere mehr. Da ist es wenig überzeugend, sich nachher darauf berufen zu wollen, man habe den Herrn Hitler angeblich unterschätzt.

Eine solche Aussage ist typisch für jemand, der diese Zeit selbst nicht erlebt hat und nicht in der Lage ist, sachlich zu denken!!!

Zitat:
Wer seine Heimat verlässt, weil es dort keine Arbeit gibt, geht nicht freiwillig. Dahinter stehen finanzielle Zwänge. Das ist sehr wohl eine Art Vertreibung. Und dass es Millionen so geht, ist ja gerade das Schlimme. Ist eine Vertreibung etwa deshalb weniger schlimm, weil sie Millionen betrifft?

Hattest Du nicht gesagt, daß Du "in hoher staatlicher Anstellung" tätig bist?
Solche Angestellte mit solch einer Meinung kann unsere BRD aber nicht gebrauchen!°
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Rodolpho
offline

Beiträge: 1629


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:34    Titel:

janisjoplin hat Folgendes geschrieben:
[Provokation empfinde ich diesen Satz keinesfalls. Wer seine Heimat verlässt, weil es dort keine Arbeit gibt, geht nicht freiwillig. Dahinter stehen finanzielle Zwänge. Das ist sehr wohl eine Art Vertreibung. Und dass es Millionen so geht, ist ja gerade das Schlimme. Ist eine Vertreibung etwa deshalb weniger schlimm, weil sie Millionen betrifft?
JanisJoplin



Was ist das jetzt wieder für eine verquere und absurde Vertriebenen-Argumentation? Nur, wenn man weiss, aus welcher Ecke dieser Unsinn kommt, wirds ein wenig erträglich.

Tatsache ist doch, dass uns heute leider viele bestens qualifizierte Menschen verlassen, weil ihnen die sozialen Abgaben und Steuersätze im Vergleich zum Ausland zu hoch sind. Und warum sind denn diese Sozialabgaben und Steuersätze für diese Leistungsträger zu hoch? Weil wir einen übergroßen Sozialetat zu finanzieren haben.

Und der Grund hierfür liegt eben einerseits sowohl an einer alternden Gesamtbevölkerung und andereseits in einer verfehlten Gesellschafts- und Zuwanderungspolitik. Letztere hat leider (ja dies ist Wiederholung wie das andere linksextreme Umverteiler-Gewäsch das hier immer wieder eingegeben wird) eine vornehmliche Einwanderung in unsere Sozialsysteme zur Folge gehabt.

Dass uns als Hochtechnologieland die globale Wirtschafts- und Finanzkrise besonders hart getroffen hat, kommt noch als ein Übriges hinzu.

Alles wird gut.
Rodolpho
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Anonymous


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:42    Titel:

[
Zitat:
quote="seniorin80"]
Eine solche Aussage ist typisch für jemand, der diese Zeit selbst nicht erlebt hat und nicht in der Lage ist, sachlich zu denken!!!

Eine solche Aussage ist beleidigend.

Zitat:
Hattest Du nicht gesagt, daß Du "in hoher staatlicher Anstellung" tätig bist?
Solche Angestellte mit solch einer Meinung kann unsere BRD aber nicht gebrauchen!°
[/quote]

Du wirst ziemlich persönlich, Seniorin. Unangenehm. Das ist nicht mein Stil des Diskussion, persönliche Angriffe.

JanisJoplin
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Visurgis
Visurgis
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Beiträge: 893


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 17:11    Titel:

Es bleibt aber eine Tatsache, dass sehr viele Ingenieure im Ausland ihren Dienst verrichten müssen, um einen Arbeitsplatz zu behalten, da muß dann die eigene Familie zurückstecken und es akzeptieren, das sie den Vater dann nur sehr selten sehen, weil er wenn der Job in einem Land erledigt ist schon den nächsten Auftrag in einem anderen Land hat.

Der Arbeitsplatz ist jeweils in einem anderen Land, wenn er bei der Firma bleibt, es können nicht alle Ingenieure Manager werden, sondern nur sehr wenige, weil es die fachlich guten Ingenieure die ihren Job sehr gut machen grundsätzlich braucht, um Anlagen zu planen, zu erreichten und schließlich inbetriebzunehmen. Gerade das ist immer noch die Stärke Deutschlands die Lieferung von komplexen Anlagen mit allem Service bis hin zur Übergabe an die einheimischen Maschinenfahrer und der technischen Mannschaft.
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wolfhart
wolfhart
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Beiträge: 2279


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 17:27    Titel:

janisjoplin hat Folgendes geschrieben:
[
Zitat:
quote="seniorin80"]
Eine solche Aussage ist typisch für jemand, der diese Zeit selbst nicht erlebt hat und nicht in der Lage ist, sachlich zu denken!!!

Eine solche Aussage ist beleidigend.

Zitat:
Hattest Du nicht gesagt, daß Du "in hoher staatlicher Anstellung" tätig bist?
Solche Angestellte mit solch einer Meinung kann unsere BRD aber nicht gebrauchen!°


Du wirst ziemlich persönlich, Seniorin. Unangenehm. Das ist nicht mein Stil des Diskussion, persönliche Angriffe.

JanisJoplin[/quote]
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mache mal einen Punkt Janis, wenn Seniorin Dir mit gleicher Münze heimzahlen wollte, müßte sie noch ganz andere Geschütze auffahren.
Ich weiß ja, Du tust nur Deinen Job massiv zu indoktrinieren.
Aber das wird langsam unerträglich.
Es ist nicht Deine andere Meinung die uns stört.Wir wollen ja diskutieren.. Es sind Deine verletzenden Denunziationen der Diskussionsteilnehmer. Wunderst Du Dich dann eigentlich,wenn zurückgekeilt wird? Oder bist Du gar masochistisch angelegt?

wolfhart
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Anonymous


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 17:46    Titel:

Zitat:
Mache mal einen Punkt Janis, wenn Seniorin Dir mit gleicher Münze heimzahlen wollte, müßte sie noch ganz andere Geschütze auffahren.
Ich weiß ja, Du tust nur Deinen Job massiv zu indoktrinieren.
Aber das wird langsam unerträglich.
Es ist nicht Deine andere Meinung die uns stört.Wir wollen ja diskutieren.. Es sind Deine verletzenden Denunziationen der Diskussionsteilnehmer. Wunderst Du Dich dann eigentlich,wenn zurückgekeilt wird? Oder bist Du gar masochistisch angelegt?


Ich, denunzieren? Wo denn, Herr Wolfhart? Wer hier dauernd denunziert, bist Du. Dass ich hier bezahlt würde und eingschleußt wurde, hast Du geschrieben, Frauenaufseherin im KZ`, schon vergessen? Du bist in meinen Augen ein ganz übler Denunziant.

Wenn die Seniorin auf einen sachlichen Beitrag meinerseits schreibt, ich sei nicht in der Lage, sachlich zu denken, ist das eine Beleidigung. Und persönlich ist sie auch geworden. Und das finde ich einen schlechten Diskussionsstil. Und diese Aussage ist vollumfänglich von der Meinungsfreiheit gedeckt. Im Gegensatz zu der Seniorin habe ich nicht geschrieben, dass sie dumm sei.
JanisJoplin
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Visurgis
Visurgis
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Beiträge: 893


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 18:11    Titel:

Manches hier ist auch schon sehr satireverdächtig und wird nicht so erkannt !
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seniorin80
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Beiträge: 1213


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 19:39    Titel:

@ janisjoplin,
Es ist schon interessant, daß Du zwei Sätze aus meinem längeren Beitrag
herausgreifst, aber in keiner Weise auf die anderen Sätze meines Beitrages
eingehst.
Dabei übersiehst Du vollkommen, daß 1935 der allergrößte Teil der
Bevölkerung nicht mit dem Wissensstand von heute zu vergleichen ist und
deshalb auch nicht "Mein Kampf" gelesen hat und sich auch nicht mit den
Nürnberger Gesetzen beschäftigt hat. Damals konnten die Menschen nicht das
Internet nutzen, wie Du heute! Selbst Radio gab es nur in wenigen Haushalten.
Als Informationsmittel stand allenfalls die Zeitung zur Verfügung - und die war
entsprechend propagandamäßig ausgestattet.
Wenn Du als intelligenter Mensch das nicht erkennst, ist für mich Deine
Aussage "unsachlich", aber nicht beleidigend.

Und daß ein Mensch in einer "hohen staatlichen Anstellung" in der BRD die
Meinung vertreten kann, daß Arbeitspendler oder gar wegen der Arbeit
Verzogene den "vertriebenen" fast gleich sind, ist für mich unverständlich, zumal Du sonst immer darauf bedacht bist, daß man die Dinge beim Namen nennt.
Deshalb ist meine Feststellung nachvollziehbar und kein persönlicher Angriff.
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Tarantel60
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Beiträge: 6337


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 20:23    Titel:

Machen wir uns nichts vor.
Auch heute sind Menschen in großen Maßen manipulierbar,
genau so wie früher.
Aber ich denke, uns der nachfolge Generation steht es
einfach nicht zu, die Bevölkerung von 1930 bis 1945
zu verurteilen. Nicht wahr.
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wolfhart
wolfhart
offline

Beiträge: 2279


BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 20:57    Titel:

Anonymous hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Mache mal einen Punkt Janis, wenn Seniorin Dir mit gleicher Münze heimzahlen wollte, müßte sie noch ganz andere Geschütze auffahren.
Ich weiß ja, Du tust nur Deinen Job massiv zu indoktrinieren.
Aber das wird langsam unerträglich.
Es ist nicht Deine andere Meinung die uns stört.Wir wollen ja diskutieren.. Es sind Deine verletzenden Denunziationen der Diskussionsteilnehmer. Wunderst Du Dich dann eigentlich,wenn zurückgekeilt wird? Oder bist Du gar masochistisch angelegt?


Ich, denunzieren? Wo denn, Herr Wolfhart? Wer hier dauernd denunziert, bist Du. Dass ich hier bezahlt würde und eingschleußt wurde, hast Du geschrieben, Frauenaufseherin im KZ`, schon vergessen? Du bist in meinen Augen ein ganz übler Denunziant.

Wenn die Seniorin auf einen sachlichen Beitrag meinerseits schreibt, ich sei nicht in der Lage, sachlich zu denken, ist das eine Beleidigung. Und persönlich ist sie auch geworden. Und das finde ich einen schlechten Diskussionsstil. Und diese Aussage ist vollumfänglich von der Meinungsfreiheit gedeckt. Im Gegensatz zu der Seniorin habe ich nicht geschrieben, dass sie dumm sei.
JanisJoplin


Mal abgesehen, daß man nachlesen kann,was ich wirklich geschrieben habe....
bestätigt sich nun wirklich, daß die Erfahrungen mit den Genossen von der Partei und deren verlängertem Arm weder umsonst noch ganz vergeblich waren.

Wie steht schon im Buche des weisen Sun Tsu "Die Kunst des Krieges"?
"Bewegen sich Bäume eines Waldes, so ist das ein Zeichen für das Näherrücken des Feindes"...Mit bewegen ist aber nicht das Spiel des Windes in den Zweigen gemeint...

Aber prosaisch deutsch ausgedrückt: Wenn man auf den Busch klopft,fliegen die Spatzen...

wolfhart

Nicks sind doch eine feine Sache! Schatz unter welchem willst Du uns wiedererstehen. Du hältst es doch garnicht ohne uns aus.
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cherrycon
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Beiträge: 220


BeitragVerfasst am: 09.02.2010, 0:12    Titel:

@tarantel....Aber ich denke, uns der nachfolge Generation steht es
einfach nicht zu, die Bevölkerung von 1930 bis 1945
zu verurteilen. Nicht wahr.

Vom sichern Port lässt sich gemächlich raten..... so ließ Schiller seinen Tell sagen. In meinen jungen Jahren .............................. war ich zum Einen informiert!!! ... und habe ich Wasserwerfer, Gummiknüppel und .... vielleicht 2 Tage Arrestzelle riskiert.

Ich glaube nicht, dass ich A) wirklich in der damaligen Zeit alles gewusst (und geglaubt) hätte und (ehrlich gesagt) B) soviel Arsch in der Hose gehabt hätte, unter den seinerzeit obwaltenden Umständen dagegen anzugehen.
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wolfhart
wolfhart
offline

Beiträge: 2279


BeitragVerfasst am: 09.02.2010, 2:04    Titel:

Anonymous hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Da ich diese Zeit bereits ab 1933 voll bewußt miterlebt habe, kann ich nur
sagen, daß tatsächlich in den ersten Jahren nach 1933 viele Deutsche Hitler und
den Faschismus unterschätzt haben. Man sah den Autobahnbau und die
angekurbelte (Kriegs-)Wirtschaft als Erleicherung der Arbeitslosenkriese der Ende 20er und Anfang 30er Jahre.


Wer es wollte, konnte sich informieren. Es stand alles Wesentliche drin, in "Mein Kampf". Die Nürnberger Gesetze gabs auch schon 1935. Und vieles andere mehr. Da ist es wenig überzeugend, sich nachher darauf berufen zu wollen, man habe den Herrn Hitler angeblich unterschätzt. Ein sehr großer Teil des Volkes war Mitglied in der NSDAP und vielen anderen verbrecherischen Organisationen. Ohne Unterstützung weiter Teile der Bevölkerung wäre das fabrikmäßige Abschlachten von Millionen von Menschen nicht möglich gewesen. Auch nicht in den besetzten Gebieten. Ohne Unterstützung der dort ansässigen Deutschen wärs nicht gegangen.

Dass hinterher keiner etwas gewusst haben will und fast alle ihre Hände in Unschuld waschen wollten, das finde ich besonders übel. Das angeblich unschuldige, verführte Volk und ein paar einzelne böse Nazischergen als Verführer.

JanisJoplin


Na wer Lenins und Stalins "Werke" gelesen hat oder die Mao-bibel kennt, konnte auch wissen wohin es gehen sollte...
Und trotzdem....wer konnte sich derartiges in seiner ganzen Grausamkeit vorstellen?
Laßt den Menschen von damals Gerechtigkeit zukommen, wie Ihr auch permanent Gerechtigkeit für Euch fordert....und damit mitunter einfach nur meint, man solle Eure Schuld übersehen...weil die damals ja noch viel schlimmere Verbrecher gewesen seien..

Tote sind tot..und sie bleiben auch dann tot, ob sie nun dieser oder jener Diktatur - oder Verbrecherbande zum Opfer gefallen sind...

wolfhart
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seniorin80
offline

Beiträge: 1213


BeitragVerfasst am: 09.02.2010, 11:52    Titel:

cherrycon schreibt:
Zitat:
Ich glaube nicht, dass ich A) wirklich in der damaligen Zeit alles gewusst (und geglaubt) hätte und (ehrlich gesagt) B) soviel Arsch in der Hose gehabt hätte, unter den seinerzeit obwaltenden Umständen dagegen anzugehen.

Da kann ich Dir nur mit den von Dir zitierten Worten von Schiller antworten:
"Vom sichern Port lässt sich gemächlich raten..... "
Meine Eltern waren 1933 sehr gut informiert über das, was sich da abspielte,
weil selbst in gewisser Weise betroffen. So wurde auch ich als 6-Jährige
geprägt.
Deshalb spielte in unserer Familie sehr wohl eine Rolle, wie dagegen
anzugehen sei. Aber die "obwaltenden Umstände" waren eben schon 1933 so,
daß Du mit allzuviel "Arsch in der Hose" dem sicheren Tod entgegen gegangen wärest.
Meine Ausführungen vom 8.2.10 , 12:34 Uhr bezogen sich auf die Bevölkerung im Allgemeinen, die aus der Inflationszeit kommend endlich wieder Hoffnung auf
Arbeit und ein besseres Leben hatten, politisch aber nicht so informiert waren.
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