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von Vor-und Nachfahren

25 Beiträge

Beitragvon Kristall » 05.01.2012, 18:13

Nah.. du hast aber schnell ausgeblödelt... :?: :!: :idea:

Zur Klärung:
Der liebe Sokrates war am Weg nach Hause... und als er da so in der prallen, heißen Mittagssonne durch griechische Olivenhaine ging, soll er mal ( und dies ist ein nicht wirklich bestätigtes Zitat) folgendes geäußert haben:

"Die Jugend liebt heute den Luxus, sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und plaudert, wo sie arbeiten sollte. Sie verschlingt die Speisen, legt die Beine übereinander und tyrannisiert die Eltern/Lehrer."
Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr.,

:wink: .... das fiel mir halt spontan ein, als du von "Scheiß-Musik" der heutigen Jugend berichtet hattest...

... meine Zeilen sind nun bestimmt nicht belehrend gemeint... - also lass dich durch das Philo-Forum nicht verunsichern - ich mag deine Beiträge und diskutiere hier als "Normalo" ohne Anspruch auf Wissen oder Wahrheit... :wink:
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Beitragvon parove » 07.01.2012, 22:35

@hansolafpaul - Hallo mein Lieber, Philosophie ist auch, die persönliche Art und Weise, das Leben und die Dinge zu betrachten. Also, m.E. machst Du Dich hier, mit dem was ich bis jetzt von Dir gelesen habe, mit Sicherheit nicht lächerlich.

Das Lesen zwischen den Zeilen kostet auch mir zeitweise viel Kraft, doch habe ich
immer mal wieder die Feststellung gemacht, machen müssen, dass es lohnend sein kann.

"Da Nachfahren immer auch zu
Vorfahren werden können…"


Ich denke nicht, dass es hierbei auf eine besondere Intelligenz ankommt, sondern um gesunden
Menschenverstand, den die meisten unter uns, durch Lebenserfahrung in sich tragen. Mir geht es einzig und allein um einen kollektiven Lernprozess der bis heute, in aller Konsequenz nicht statt gefunden hat. Wir sind, von Generation zu Generation, bis heute, nicht in der Lage gewesen
bestimmte Dinge, bestimmte Verhaltensweisen, Gebärden…) als nicht erstrebenswert, negativ, als für das menschliche Zusammenleben im extreme Maße unbrauchbar, zu selektieren.
Diese „Kette“ sollte irgendwann unterbrochen werden, der Knoten sich lösen, um die Weitergabe zu verhindern. Zitat: Und nu? Zitat Ende - Wie das letztendlich gehen soll ist noch zu erarbeiten, herauszufinden. Also fangen wir, jeder für sich und so gut er kann, endlich damit an…

lg, Roland
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Beitragvon kundgeba » 07.01.2012, 22:52

    Wir selbst sind doch nur für 2 Generationen wirklich relevant. Man erinnert sich vielleicht noch an die Worte die, die Großmutter sagte und auch ich selbst bin relevant für meine Kinder, meine Enkel - für die Urenkel spiele ich schon keine wirkliche Rolle mehr.
    Ich glaube wichtig ist es doch, dass man auch die Erziehung abgelegt hat - sich selbst über vieles Gedanken macht und nicht nur übernimmt und im gleichen Sinne weiterführt.
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Beitragvon hansolafpaul » 07.01.2012, 23:29

parove hat geschrieben:@hansolafpaul - Hallo mein Lieber, Philosophie ist auch, die persönliche Art und Weise, das Leben und die Dinge zu betrachten. Also, m.E. machst Du Dich hier, mit dem was ich bis jetzt von Dir gelesen habe, mit Sicherheit nicht lächerlich.

Das Lesen zwischen den Zeilen kostet auch mir zeitweise viel Kraft, doch habe ich
immer mal wieder die Feststellung gemacht, machen müssen, dass es lohnend sein kann.

"Da Nachfahren immer auch zu
Vorfahren werden können…"


Ich denke nicht, dass es hierbei auf eine besondere Intelligenz ankommt, sondern um gesunden
Menschenverstand, den die meisten unter uns, durch Lebenserfahrung in sich tragen. Mir geht es einzig und allein um einen kollektiven Lernprozess der bis heute, in aller Konsequenz nicht statt gefunden hat. Wir sind, von Generation zu Generation, bis heute, nicht in der Lage gewesen
bestimmte Dinge, bestimmte Verhaltensweisen, Gebärden…) als nicht erstrebenswert, negativ, als für das menschliche Zusammenleben im extreme Maße unbrauchbar, zu selektieren.
Diese „Kette“ sollte irgendwann unterbrochen werden, der Knoten sich lösen, um die Weitergabe zu verhindern. Zitat: Und nu? Zitat Ende - Wie das letztendlich gehen soll ist noch zu erarbeiten, herauszufinden. Also fangen wir, jeder für sich und so gut er kann, endlich damit an…

lg, Roland


Da kann ich nur sagen "Unterschrift" :wink: mit Durchschlag wenn du willst.
Aber wie @Kundgeba geschrieben hat, die Fehler die wir jetzt machen interessieren spätestens die übernächste Generation schon nicht mehr, bzw. sind vergessen.

Das Wissen der Menschheit, die Geschichte der Menschheit, die Weisheit der Menschheit ... tonnenweise irgendwo gespeichert. Abgelegt und archiviert. Neuerdings auch digital. Aber macht sich irgendjemand, von einigen Wenigen mal abgesehen, die Mühe das durchzuarbeiten und daraus zu lernen? NEIN!
Im Prinzip fängt doch jede Generation wieder von vorne an.

Und, und das meine ich jetzt ironisch oder wie auch immer, muß ja auch Geld verdient werden und der Umsatz und die Rendite muß stimmen. Da kann schon mal einen Fehler machen. Ganz bewußt sogar.

Sicher ist dein Ansatz, dein Ansinnen lobenswert. Aber bis die Menschen als durchgeistige Wesen durch die Gegend schweben und nur noch lieb und nett zueinander sind - bis dahin ist es noch ein langer Weg.
Leider.

Ansonsten, wie bereits gesagt ... Unterschrift.
Lg, HOP
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Beitragvon Arive05 » 07.01.2012, 23:47

kundgeba hat geschrieben:
    Wir selbst sind doch nur für 2 Generationen wirklich relevant. Man erinnert sich vielleicht noch an die Worte die, die Großmutter sagte und auch ich selbst bin relevant für meine Kinder, meine Enkel - für die Urenkel spiele ich schon keine wirkliche Rolle mehr.
    Ich glaube wichtig ist es doch, dass man auch die Erziehung abgelegt hat - sich selbst über vieles Gedanken macht und nicht nur übernimmt und im gleichen Sinne weiterführt.


das kommt immer darauf an, wie schnell die nachfolgegeneration ins leben kommt.

ich kann mich noch an meine urgroßmutter väterlicherseits, meinen urgroßvater mütterlichseits und eine urgroßtante mütterlichseits erinnern.
bei meinem nachwuchs ist das schon ganz anders, die tochter kennt zwar ihre urgroßmutter sehr gut, da sie von ihr verhätschelt wurde, deren zweiten mann ebenfalls. doch meine söhne kennen sie nicht mehr, da sie damals viel zu jung waren.
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Beitragvon hansolafpaul » 08.01.2012, 0:19

Und auch für das Philosphie-Forum ist jetzt die Zeit gekommen, die Zeit für die Wahrheit, die absolute Wahrheit, nichts als die Wahrheit. Und seien wir mal ehrlich: Die Wahrheit kann so einfach sein.

Zwei Filosofen der ersten Stunde.

Fedder und Reichel
http://www.youtube.com/watch?v=yZmKGXmX_3o

:mrgreen:
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Beitragvon rheinnixe » 08.01.2012, 1:17

parove hat geschrieben:Da Nachfahren immer auch zu
Vorfahren werden können,

tun sie gut daran, einiges von
dem ihnen „Vorgefahrenem“
denen zu ersparen die
ihnen „nachfahren“.

Ich, als Nachfahre, habe mit einer "Familientradition" der Vorfahren gebrochen, oder besser noch, eine Kette durchbrochen. Somit ersparte ich meinen Nachfahren eine "Bürde" meiner Vorfahren.
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Beitragvon FagusW » 08.01.2012, 13:43

Es ist sinnlos, Kinder erziehen zu wollen: sie machen einem ja eh alles nach.

Wenn denn nun einer, in seiner Funktion als Vorfahre für seine Nachfahrenbrut, den Kantschen Imperativ ständig und erfolgreich in die Tat umsetzen tun täte, dann wäre ja alles paletti, weil die kleinen Äffchen ja alles nachäffen ...

Was mich persönlich betrifft: ich habe keine Kette durchbrochen.
Weil ich einige Vorbilder als offensichtlich nicht nachahmenswert eben NICHT übernommen habe.
I did it my way, und hab meine eigenen Fehler gemacht.
Aus denen habe ich gelernt - das war hoch wirksam.

parove hat geschrieben:Mir geht es einzig und allein um einen kollektiven Lernprozess der bis heute, in aller Konsequenz nicht statt gefunden hat. Wir sind, von Generation zu Generation, bis heute, nicht in der Lage gewesen
bestimmte Dinge, bestimmte Verhaltensweisen, Gebärden…) als nicht erstrebenswert, negativ, als für das menschliche Zusammenleben im extreme Maße unbrauchbar, zu selektieren.

Welche "bestimmten Dinge, bestimmten Verhaltensweisen, Gebärden" hast Du denn für DICH als "im extreme Maße unbrauchbar" selektiert?
Konntest Du es Deinen Nachfahren glaubhaft vermitteln, was Du da und warum Du es getan hast?

Kannst Du guten Gewissens davon ausgehen, eine Kette durchbrochen zu haben?
Dass die Selektion auch bis zu den Nachfahren Deiner Nachfahren wirkt?

Ich glaub es nicht.
Ende Geblubber.
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Beitragvon NeuRose » 08.01.2012, 14:43

Ich muss schmunzeln… da schreibt einer von „Nachfahren“ und hat angeblich keine.. :wink:

Ohne Nachfahren lässt sich gut darüber philosophieren und glauben, dass man Kinder in eine, wunschgemässe, Richtung biegen könne.

Fagus hat, meiner Meinung nach (mit Einschränkung), Recht. In den ersten, für die Entwicklung wesentlichen Lebensjahren, lernen die Kinder durch nachahmen, später mit einem erweiterten Umfeld, lernt dann das Kind auch von Anderen, kommt vielleicht mit 4 Jahren aus der Kita und nennt den Papa, mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht, einen Wichser… :mrgreen: (und das ist erst der Anfang) :mrgreen: :mrgreen:

Ganz oft beeinflussen uns auch unbewusst übernommene Verhaltensweisen von Familienmitgliedern… da wundert sich dann die Mutter, wenn die Tochter die gleichen Gesten, Formulierungen, Sichtweisen an den Tag legt, wie die Oma oder die verhasste Tante Else… :roll:

Zwischen den Zeilen liest aber eigentlich Jeder, nämlich, indem jede Aussage, beim lesen oder hören, subjektiv bewertet wird.

Ich lese zwischen Deinen Zeilen z.b., dass du dir, jetzt im Alter, Zeit nimmst über die Bedeutung, die deine Familie für dich hat, nachzudenken. (nur so ein Gefühl oder eine Projektion? :? )

…übrigens können „Ketten“ unterbrochen werden wenn man die Ursachen aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein holt (das geht) und anschaut…(manchmal nur schwer auszuhalten)… :cry:
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Beitragvon parove » 22.01.2012, 13:16

Hallo FagusW!
Zitat: „Welche "bestimmten Dinge, bestimmten Verhaltensweisen, Gebärden"
hast Du denn für DICH als "im extreme Maße unbrauchbar" selektiert?“

a.) Verstärkt Äußeres vor Innerem zu sehen und zu beurteilen

b.) Etwas an einem Anderen zu kritisieren, ohne vorher darüber
nachzudenken, ob ich es nicht selbst bin den ich kritisieren sollte.

c.) Immer und überall mit der Mehrheit in die gerade
angesagte Richtung schwimmen.

d.) Egoistisches Gebären

e.) Unbelehrbares Verhalten

Zitat: „Konntest Du es Deinen Nachfahren glaubhaft vermitteln,
was Du da und warum Du es getan hast?“


Ich habe keine direkten Nachfahren und von daher „beschränkt“ sich mein
Vermitteln auf mein näheres und weiteres Umfeld, dem ich allein durchs
Vorleben versuche, das Was und das Warum, glaubhaft rüberzubringen.

Zitat: „Kannst Du guten Gewissens davon ausgehen, eine Kette
durchbrochen zu haben? Dass die Selektion auch bis zu den Nachfahren
Deiner Nachfahren wirkt?“


Als meine Nachfahren, sehe ich, die mir nachfolgen Generationen, für die
ich, wie jeder andere Vorfahre auch, eine gewisse Verantwortung trage.
Die Ketten, von der hier die Rede, sind Alte, in sich verhärtete, stark
angerostete und können – wenn überhaupt – nur durch gemeinsame
Anstrengungen durchbrochen werden.

Also, je mehr Menschen in der Lage sind ihr Vorleben zu
reflektieren, wenn nötig zu korrigieren, wird durch höhere Masse an Kraft,
so manche dieser kleinen und großen Ketten unterbrochen. Wir alle, die dazu
in der Lage sind, können somit und davon bin ich fest überzeugt, besseren,
vielleicht sogar guten Gewissens sein.


Anmerkung:
Einige der von mir o.g. Verhaltensweisen habe ich
für mich persönlich bereits selektiert. An einigen
aber, arbeite ich noch und versuche das, möglichst
öffentlich, für mein Umfeld wahrnehmbar zu tun.

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