. : Service und Hilfe

Beitragvon signature » 08.11.2011, 11:16

:lol: Ja Foxifix, so isses....ganz Deiner Meinung.

Tag der Putzfrau ? :lol: Lustig ! :lol: Verneige mich mit Hochachtung. Habe es nämlich gerne sauber, bin selber nur unfroh beim Putzen. Wer es gerne macht hat Glück, der kennt nicht die Qual, die ich erleide wenn wenigstens das Nötigste mal von mir geputzt werden muß.

Auch wenn es widersprüchlich klingt...wenn ich jemanden kennen lernen will, schaue ich mir gerne die Wohnung des/derjenigen an. Die muß aber nicht picobello sein. Eine WG sagt viel über den Charakter aus. Also welche Farben werden bevorzugt, Stilrichtung, Geschmack uvm. erzählen mir etwas über die Person. Gibt es Bücher usw. ? Tierfreunde bevorzuge ich sowieso :lol: Klar, dann bin ich auch ein "Leute" und sage etwas zu der jeweiligen Wohnung (still für mich), bewerte aber nicht.
Hier geht es ja um Leute, die mit ihrem abwertenden Klatsch nur darauf abzielen, daß ja jeder auf einer Linie mitschwimmt. Gleichmacherei. Wehe, wer anders ist, der wird durch üble Nachrede ausgegrenzt. :(
Da der Mensch ein Sozialwesen ist, leiden unter Ausgrenzung besonders Menschen in kleinen Gemeinschaften, z.B. Dorf. Also passen sich alle möglichst an, um noch Kontakt zu haben.
In einem Dorf ist auffallend, daß alle andauernd vor ihrer Haustür kehren (kommt daher der Spruch?), sogar den Bürgersteig und den Bordstein :lol:
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Beitragvon ginger_55 » 08.11.2011, 14:48

Och...Ausgrenzung kann auch sehr spannend sein. Als ich neu in dieses Dorf kam, lebte ich mein Leben einfach weiter. Bemühte mich um Freundlichkeit zu jedermann, aber blieb auf Distanz. Da man von mir nicht viel wusste, musste eben was erfunden werden - also war ich mal der Teufel und mal ne Heilige, ne Hure und ein armes Hascherl, mal kaufte ich teure Pferde oder war gänzlich verschuldet...es war zum kringeln.
Jetzt, nach fast 30 Jahren bin ich immer noch die aus Frankfurt, aber man hat mich so akzeptiert, wie ich bin und respektiert mich sogar. Viele beteuern, das sie mich mögen, ja mit mir befreundet sind....doch ich weiß, dass kann morgen schon wieder ganz anders sein.
Ich bleibe weiter die Geheimnisvolle und genieße die wundervolle Lage meines Anwesens.
Aber...es gehört schon eine gewisse Stärke dazu, sich nichts aus anderer Leute Meinung zu machen.
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Beitragvon Foxifix » 08.11.2011, 15:21

Ginger, es kommt sicherlich immer sehr darauf auch an wie groß das Dorf ist, unseres hat ca. 2000 Einwohner und es wohnen auch recht viele Zugereiste aus allen möglichen Gegenden hier, einige schon seit vielen Jahren, da hält sich das "Beäugen" echt in Grenzen (und wer es tut, der hat`s umsonst *schmunzel*), zudem ist es ne Gegend wo viele gerne Urlaub machen und mit dem Rad oder wandermäßig unterwegs sind, und man begegnet also oft auch Fremden hier.
Bei uns im Ort geht es freundschaftlich-distanziert zu, insbes. mit den direkten Nachbarn, nix wäre schlimmer als gegenseitiges "in die Töpfe gucken". I.W. interessiert es den Einen nicht was der Andere tut - aber man ist füreinander da, und das ist gut so, für Alle die hier leben. :wink:
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Beitragvon Lesezeichen » 08.11.2011, 16:27

Mein ausgewählter Lebensort ist ein kleiner Ortsteil mit 1700 Einwohnern.
Dieser Ort ist dennoch ziemlich groß und besitzt 6 Ortseingangschilder weil er
ziemlich verwinkelt ist.
Hier auf meiner Ecke ist viel Wald, Feld und der Sportplatz.
Nur wenige unmittelbare Nachbarn.
Alle kennen sich sehr gut und viele sind freundschaftlich verbandelt.
Hier gibt es sowohl Topfguckerei als auch die Distanz, eben alles zu seiner Zeit :D
Es gibt/gab in den vergangenen 5 Jahren in denen ich schon hier lebe noch nix zu
spüren von Ausgrenzungen oder Gerede der Leute.
Hier darf jeder sein wie er will, die Leute haben nix am Hut mit Streit und Gehässigkeiten.
Jeder hier kehrt wirklich vor seiner eigenen Tür.
Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein, ich glaub ich wohn im Paradies :mrgreen:
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Beitragvon signature » 08.11.2011, 16:50

@ginger, foxifix, lesezeichen
Ihr liebt das Landleben ! Ja und es ist herrlich in guter Luft mitten in der Natur zu leben.
Habe leider selber als Stadtmensch recht spät erst die Vorteile entdeckt. :oops:
Was sind da schon Dorfklatsch und dummes Gerede :?
Bin hier im Ausland und habe noch zusätzlich das Problem "Die Deutsche" zu sein. Ausgegrenzt auf jeden Fall, da hier noch von Nazis usw. gesprochen wird. Was soll ich schon dagegen sagen? :?
Aber es gibt auch sehr nette Nachbarn, die mir körbeweise Früchte/Blumen schenken oder mich beim Kalben ihrer Kühe zusehen lassen. Und mit den Hunden über die Wiesen und Felder zu stromern ist unbezahlbar. Sollte ich noch einmal wiedergeboren werden, möchte ich direkt auf einem Bauernhof landen. Aber bitte nicht als Fliege.... :lol:
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Beitragvon Oase100 » 08.11.2011, 17:47

Lesezeichen hat geschrieben:Mein ausgewählter Lebensort ist ein kleiner Ortsteil mit 1700 Einwohnern.
Dieser Ort ist dennoch ziemlich groß und besitzt 6 Ortseingangschilder weil er
ziemlich verwinkelt ist.
Hier auf meiner Ecke ist viel Wald, Feld und der Sportplatz.
Nur wenige unmittelbare Nachbarn.
Alle kennen sich sehr gut und viele sind freundschaftlich verbandelt.
Hier gibt es sowohl Topfguckerei als auch die Distanz, eben alles zu seiner Zeit :D
Es gibt/gab in den vergangenen 5 Jahren in denen ich schon hier lebe noch nix zu
spüren von Ausgrenzungen oder Gerede der Leute.
Hier darf jeder sein wie er will, die Leute haben nix am Hut mit Streit und Gehässigkeiten.
Jeder hier kehrt wirklich vor seiner eigenen Tür.
Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein, ich glaub ich wohn im Paradies :mrgreen:



Das ist wirklich sch :) ön!
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Beitragvon gelika57 » 08.11.2011, 17:56

Da sind Eure Dörfer ja riesig...ich wohne in einem Dorf mit 600 EW.... und finde es auch total
schön... auch das ich jeden kenne finde ich schön,ich bin hier zuhause und fühle mich wohl,
zumal es auch eine landschaftlich schöne Gegend ist, zu uns kommen die Leute zum Urlaubmachen.
Zugegeben im Winter wenn die Urlauber weg sind ist es manchmal sehr einsam, wir haben
10 Gaststätten mit Zimmern im Ort :wink: :wink: :wink:
aber manchmal möchte ich in der Stadt wohnen...der Nachteil zum Bahnhof 25 km drum fahre
ich immer Auto - 25 km zum nächsten Kino und in die nächst größere Stadt das ist bei mir
N-ER-BA-BT habe ich ja je 45km...also wenn mal was nettes kulturelles angesagt ist immer
90 km fahren. Aber im Großen und Ganzen finde ich es gut so wie es ist - die Vorteile überwiegen,
hier könnte keiner tagelang tot im Haus liegen. Wenn mal einer nicht zu sehen ist kümmert sich
schon die Nachbarschaft.Wenn einer stirbt trauert und hilft das ganze Dorf mit - andersrum
bei freudigen Ereignissen ebenso.. und ich kann trotzdem tun und lassen was ich will :wink: :wink: :wink:
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Beitragvon ginger_55 » 08.11.2011, 20:38

gelika hier sind es auch ca. 600 Einwohner. Urlauber eher nicht, nur ein Gasthof, eine Metzgerei und das wars dann. Wer nicht hier geboren ist, bleibt ewig Außenseiter - geht zurück bis zu den Vertriebenen nach dem Krieg. In der Kirche sitzen Männer auf der Empore und die Frauen unten (wie im Mittelalter). Die Männer gehen zum Stammtisch und die Frauen backen Kuchen. Irgendwie ist hier die Zeit stehengeblieben.

Aber ich schätze die Vorteile - direkt am Autobahnzubringer, in den Norden soweit wie in den Süden. Schöne Landschaft und sehr ruhig. Man muss so etwas mögen, sonst ginge man hier ein. Früher wohnte ich direkt in Ffm. mitten in der Stadt und hatte da auch mein Geschäft - das reicht mir für den Rest meines Lebens, ehrlich. Ich mag diese Einsamkeit, denn sie gibt mir die Zeit für mein Leben, die ich früher nie hatte.
Bekomme ich mal den Koller, na dann geht es nach Hamburg. Da tobe ich mich für einige Tage aus, bade in Kultur, treffe mich mit netten Leuten...und dann freu ich mich einfach wieder auf daheim.

Ich glaube, wir haben es alle so getroffen, wie wir es mögen, oder?
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Beitragvon tigi9909 » 08.11.2011, 20:50

ginger_55 hat geschrieben:......................................
......................................

Ich glaube, wir haben es alle so getroffen, wie wir es mögen, oder?


Ginger, das ist ein wichtiger Satz. Das kann ich für mich jedenfalls unterschreiben, und so sollte es m.E. auch sein in unserem Alter. Ich habe immer stadtnah gewohnt und jeweils in ruhigen Gegenden. Als Kind fussnah zur Schule, und später nicht zu weit vom Arbeitsplatz entfernt. Es waren maximal 20 Autominuten.

Allzu ländlich wäre nichts für mich. Ständige Kontrolle von engstirnigen Nachbarn könnte ich nicht ertragen. Jeder so wie er mag und wie er es sich einrichten kann.
Man sollte sich einfach wohlfühlen :wink:
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Beitragvon gelika57 » 08.11.2011, 20:52

ginger_55 hat geschrieben:gelika hier sind es auch ca. 600 Einwohner. Urlauber eher nicht, nur ein Gasthof, eine Metzgerei und das wars dann. Wer nicht hier geboren ist, bleibt ewig Außenseiter - geht zurück bis zu den Vertriebenen nach dem Krieg. In der Kirche sitzen Männer auf der Empore und die Frauen unten (wie im Mittelalter). Die Männer gehen zum Stammtisch und die Frauen backen Kuchen. Irgendwie ist hier die Zeit stehengeblieben.

Aber ich schätze die Vorteile - direkt am Autobahnzubringer, in den Norden soweit wie in den Süden. Schöne Landschaft und sehr ruhig. Man muss so etwas mögen, sonst ginge man hier ein. Früher wohnte ich direkt in Ffm. mitten in der Stadt und hatte da auch mein Geschäft - das reicht mir für den Rest meines Lebens, ehrlich. Ich mag diese Einsamkeit, denn sie gibt mir die Zeit für mein Leben, die ich früher nie hatte.
Bekomme ich mal den Koller, na dann geht es nach Hamburg. Da tobe ich mich für einige Tage aus, bade in Kultur, treffe mich mit netten Leuten...und dann freu ich mich einfach wieder auf daheim.

Ich glaube, wir haben es alle so getroffen, wie wir es mögen, oder?


@stimmt...Du das mit der Kirche ist bei uns auch so ist mir aber wurscht -weil ich nie hingehe....
und es gibt einige nette Frauen die mehr machen als Kuchenbacken..die sehr aufgeschlossen und
gar nicht "dörflich" sind... aber mir gefällt es so wie es ist -im Moment noch :D :D :D
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Beitragvon Solist3 » 10.11.2011, 18:07

tigi9909 hat geschrieben:

Ständige Kontrolle von engstirnigen Nachbarn könnte ich nicht ertragen. Jeder so wie er mag und wie er es sich einrichten kann.
(...)


Betreffend Obigem:
Man sagt bei uns im Dialekt: "Niamand gschiedr wia d' Lüt" (Niemand gescheiter als die Leute!)
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Beitragvon u_michael » 11.11.2011, 0:36

Was die Leute sagen könnten, interessiert mich nicht und hat es auch noch nie.
Falls ich mal hören sollte, das über mich getratscht wird, dann handele ich nach dem Leitspruch "mit jdem Tag den ich älter werde erhöht sich die Anzahl derer die mich am Götz von Berlichingen können"
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Beitragvon SugarM » 11.11.2011, 15:07

FagusW hat geschrieben:Ich hätte es ja verstanden, wenn, sagen wir mal: am Dienstag die Putzfrau kommt, und am Samstag wird noch einmal durchgewischt.
Aber nein - es geschieht am hellichten selben Tag.

Weil: was könnten die Leute reden?
:? :? :?

walter :D
das sind wahrscheinlich die gleichen probleme die jemand hat der sich morgens die zähne putzt ....
obwohl er am nachmittag einen termin zur zahnreinigung hat :)
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Beitragvon freisein » 12.11.2011, 1:14

Habe jetzt alles gelesen, was über Putzen, Landleben und "was die Leut reden" geschrieben wurde, habe noch nie darüber nachgedacht, jetzt schon...grins.
Ich habe immer in einer kleineren Großstadt (200.000 EW) gelebt, bin vor 4 Jahren umgezogen in zentralen Teil der Stadt, wo ich evtl. auch noch mit dem Rollator einkaufen könnte..lach.
Also Geschäfte, Ärzte und Tramhaltestellen um die Ecke, sogar Kino, Kneipen, Restaurants und sogar ein Theater, alles nur ca. 5-10 Min zu Fuß. Auch hier gibts "Leute", die als selbsternannte Hauswächter Hausordnungserfüllung und Mülltrennung kontrollieren. Kann ich mit leben..
Putzen in der Wohnung mache ich dann, wenn mich was stört. In Küche und Bad muss das Klebrige gleich weg, Staubwischen und Saugen nur dann, wenn ich sehe, da muss was weg, was mich stört. und fürs Aufräumen bin ich viel zu faul. Habe eine andere Strategie: - möglichst wenig Unordnung machen und wenn Unordnung gemacht, dann so eben mal zwischendurch aufräumen, wenn ich ohnehin zwischen den Zimmern unterwegs bin. Immer nur so, dass ich mich wohlfühle. Mein Arbeitszimmer räume ich auf, wenn ich Übernachtungsgäste erwarte, weil das auch Gästezimmer ist. Meine Gäste sollen Platz für ihre Sachen haben, aber ich putze nie die ganze Wohnung, wenn Gäste kommen. Meine Gäste sind Freunde, die für ein paar Tage bei mir und mit mir leben, sich in meinen Haushalt so einpassen, wie ich es bei ihnen auch tue.
Ich besuche auch Freunde, die niedrigere Schmutzschwellen haben als ich, das fand ich früher, als ich noch jünger war, manchmal eklig. Inzwischen akzeptiere ich, dass manche Freunde ganz anders leben als ich, und wenn mir ein Mensch wichtig ist, kann ich auch in seiner Wohnung sein, auch wenn ich dort nie leben wollte.
Sorry für die lange Ausführung...
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Beitragvon Cosmea52 » 13.11.2011, 8:12

@freisein, putzen tut man erst dann, wenn man auf den möbeln "ich liebe dich schreiben kann."

nein spass beiseite. ich denke du bist wirklich frei, frei von der meinung der anderen und das ist wirkliche freiheit.
ein dame sagte mir mal:
scher dich nicht um das geschwätz der nachbarn:
wenn es dir gut geht sind sie es dir neidig
und wenn es dir schlecht geht, sagen sie selber schuld.
also es ist eh egal was du tust oder lässt, es ist immer verkehrt
oder besser positiv formuliert, es ist immer richtig was du tust.

liebe und tu was du willst!
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