. : Service und Hilfe

Forum der Regionalgruppe Zürich

Moderator: Joker_

Beitragvon bobwillie » 24.03.2010, 23:42

MITTWOCH, 25. MÄRZ 1992

Erika:
Heute morgen haben wir bereits gearbeitet. Wir haben unsere Finanzen angeschaut, wieviel wir bereits ausgegeben haben und wieviel wir noch ausgeben können. Bis jetzt haben wir CHF 23‘000 verbraucht, wobei die gebuchte Kreuzfahrt, die Hotels in Fiji und Raratonga, sowie die 2 Delta-Flugpässe in den USA bereits inbegriffen sind. Mit den Flugtickets von der Schweiz sind das ca. CHF 30‘000.-. Die teuren Länder haben wir aber noch vor uns, wobei wir in Amerika schauen werden, dass wir die teuren italienischen und die "steinteuren" französischen Restaurants öfter auslassen werden.

Nun sind wir daran, Fotos anzuschauen, die wir am Freitag in einem Paket nach Hause schicken möchten.
Das ist alles für den Moment.

Willi:
Ratet einmal, wer auf dem Platz neben uns wohnt. Es ist Felix Locher von der SKA. Wir haben ihn und seine Frau auf einem SKA Tennisball kennen gelernt, wo wir am gleichen Tisch sassen. Später haben wir sie an Clubmeisterschaften oder einfach sonst in der Tennisanlage immer wieder getroffen. Zuerst bin ich seiner Frau begegnet und hatte eigentlich gleich das Gefühl, dass ich sie kennen würde, wusste aber nicht, wer es war (man rechnet ja nicht damit, dass man in Neuseeland jemanden trifft, den man kennt). Wahrscheinlich hat sie ihrem Mann gesagt, dass ich ihr bekannt vorkomme und dann ist er gekommen und ihn habe ich sofort gekannt. Das war natürlich ein grossen "Hallo" (war ganz lustig). Sie reisen zusammen mit dem Vater von Felix und sind ca. 6 Wochen unterwegs. Sie sind von der Schweiz direkt nach Neuseeland gereist, gehen nun nach Sydney und dann über Bangkok zurück nach Hause.

Gute Nacht.
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Beitragvon bobwillie » 25.03.2010, 20:08

DONNERSTAG, 26. MÄRZ 1992

Erika:
Es ist wieder super schönes Wetter. Am Morgen sind wir um 08.30 Uhr aufgestanden und fahren nun zu einem Einkaufszentrum, um ein bisschen zu "lädele". Das machen wir gerne und haben es in den letzten Wochen ein bisschen vermisst.

Wir haben einiges eingekauft und sind dann zum Campingplatz zurück gefahren, haben "g‘hackets und Hörnli" gekocht und haben uns voll gefressen. Danach hat uns noch eine Katze besucht und am Schluss ist sie zwischen uns auf der Bettdecke eingeschlafen.

Wir haben s‘Mueti angerufen und sie war froh, dass wir uns gemeldet haben, da sie uns über eine freiwerdende Wohnung berichten wollte. Danach sind wir noch etwas spazieren gegangen und haben ein Lokal gefunden, in dem es einige Leute hatte. Es war eine Art Pub mit einheimischen Maoris. Wir haben uns an einen freien Tisch gesetzt, aber sie haben uns dann zu ihnen an den Tisch gebeten. Wie haben ihnen gesagt, dass wir Ihre Sprache nicht sprechen, aber das machte ihnen nichts aus. Er hat uns die Hand geschüttelt, gefragt von wo wir kommen, und hat uns seine Familie vorgestellt. Wir haben ein bisschen erzählt und wir waren natürlich die Attraktion. Besonders haben sie sich gefreut, dass uns Neuseeland gut gefällt. Die einen hatten schon fast keine Zähne mehr, aber gelacht haben sie, wie eine Sonne. Er hat dann erzählt, dass er Gitarre spiele und singe und Willi hat ihm gesagt, dass er mitsingen würde. Er hat ein bisschen gelächelt und Willi hat ihm dann gesagt, dass er auch Gitarre spiele und singe. Sie haben uns dann gesagt, dass wir morgen, übermorgen und am Sonntag wieder vorbei kommen müssen (am Montag reisen wir dann ab). Wir haben für morgen abgemacht und gesagt, dass Willi die Gitarre mitbringen werde. Eigentlich wollten wir um Uhr 21.00 abmachen, sie haben uns aber schon auf Uhr 20.00 bestellt. Mal schauen, ob wir auch wirklich so früh gehen werden, das wird ein sehr langer Abend. Die trinken so viel Bier, da komme ich nicht mit. Es war ein schöner Abend und es ist uns aufgefallen, wie herzlich diese Leute sind. Sie hatten schon ziemlich getrunken, aber die Stimmung war sehr gut.
http://www.youtube.com/watch?v=uoPPUjzO ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=5ZjX7WJ5 ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=cfyIG8cy ... re=related
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Beitragvon bobwillie » 26.03.2010, 22:55

FREITAG, 27. MÄRZ 1992

Erika:
Heute morgen haben wir wieder einmal ausgeschlafen. Es steht ein Muttertags-Ausflug auf dem Programm. Wir haben Richtung Papakura einen Hügel gesehen, von dem man eine schöne Aussicht über Auckland zu haben scheint.
Die Aussicht war dann wirklich super schön. Man hat die Küste mit den vielen kleinen Inseln gesehen, schnelle Motorboot und auch eine Segelregatta.

Bild

Wir sind dann durch Auckland zur Küste gefahren und sind eine ca. 10km lange, wunderschöne Strecke der Küste entlang gefahren. Es hatte einen Sandstrand und sogar Leute, die gebadet haben. Unter einem Baum haben wir parkiert, haben uns eine Suppe gekocht und gegessen.
http://www.youtube.com/watch?v=Mxy0NHYV ... re=related
Zurück beim Campingplatz haben wir uns vor dem Bus etwas hingelegt und schon ist ein Österreicher zu uns gekommen und hat gefragt, ob wir am Abend zu einem Bier kommen möchten. Wir haben jedoch bereits mit den Maoris abgemacht.

Wir hatten dann aber kein gutes Gefühl und so sind wir schlussendlich doch nicht gegangen und haben "gekniffen". Am Abend haben wir eine Polizei-Sirene gehört und waren dann froh, dass wir nicht gegangen sind (wir haben ihnen einfach nicht ganz getraut).
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Beitragvon bobwillie » 28.03.2010, 1:46

SAMSTAG, 28. MÄRZ 1992

Erika:
Heute sind wir nach Takapuna zu einem Markt gefahren. Der Markt war jedoch anders, als wir uns vorgestellt haben und da es mir nicht so gut ging (ich habe eine schlechte Nacht hinter mir), sind wir schon bald wieder nach Hause gegangen.
http://www.youtube.com/watch?v=G_eLqoF2TZM

Ich habe noch Wäsche gewaschen, Willi hat Spagetti gekocht und nun machen wir wieder eine Siesta. Mal schauen, ob wir am Abend noch einmal ausgehen werden.

Wir sind dann wirklich noch einmal ausgegangen, um das Nachtleben von Auckland zu erleben. Am Samstag muss einfach etwas los sein. Um 20.00 Uhr sind wir in die Stadt gefahren und haben direkt vor einem "Puff" parkiert. Wir sind in die Strasse gegangen, wo sich die Backpacker-Szene trifft, aber es war wieder "tote Hose" (genau wie am Montag). Wir sind dann zur Hauptstrasse, zur Queen Street, gelaufen und dort hatte es schon etwas mehr Leute. In einem Lokal im 5. Stück haben wir etwas getrunken. Die WC waren nicht mit "women and men" angeschrieben, sondern mit "girls and boys", und dementsprechend waren auch die Gäste. Im Karaoke Lokal war auch nicht viel los und da man Eintritt bezahlen musste, sind wir weiter gegangen. Wir haben einfach nichts gefunden und wollten eigentlich bereits wieder nach Hause gehen, als wir plötzlich eine "Beiz" gefunden haben, die "pumps voll" war. In diesem Lokal gab es super Musik (im Stil von Dirthy Dancing") und wir waren überrascht, als wir sahen, dass es eine Live-Band war (ich dachte, es sei ein Video Clip). Wir haben uns ein Bier bestellt und uns einen Platz gesucht. Als wir uns setzten wollten, haben sie uns gesagt, das wir uns hier nicht hinsetzten können, dass sei die Bühne und wir haben gar nicht verstanden, was sie damit meinen. Wir haben dann andere Plätze gefunden und konnten uns doch noch setzten. Auf einmal haben sie alle Leute von der Tanzfläche geschickt und wir sassen nun ganz zu vorderst. Und dann ging eine Show los! 8 Tänzer haben "Dirthy Dancing" getanzt. Sie haben zwar nicht ganz so gut getanzt wie im Film, aber es war trotzdem super gut. Es war eine super Show, mit einer super Sängerin, einem super Sänger, einer guten Band und sehr guten Tänzer. Wir haben den Abend sehr genossen (zuvorderst an der Bühne in einem vollen Lokal). Es war amüsant, die Leute zu beobachten; die Mädchen, die die Tänzer anstrahlten. Irgendwann hatten wir dann genug und sind zufrieden nach Hause gegangen.
http://www.youtube.com/watch?v=x43vK0k6A2I

Wir haben noch kurz "s‘Grossmami" angerufen und sie hat uns erzählt, dass sie Ende April auf die Frankreich-Spanien-Portugal Reise gehen werden.
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Beitragvon bobwillie » 28.03.2010, 21:56

SONNTAG, 29. MÄRZ 1992

Erika:
Heute haben wir noch einmal ausgeschlafen. Willi hat starke Migräne (man kann dem Wetter richtig ansehen, wie die Fronten aufeinander drücken).

Zwischendurch haben wir immer wieder Besuch von unserer Katze bekommen und sie hat nun noch eine zweite Katze dabei. Diese war etwas scheuer, hat uns aber gezeigt, dass sie Hunger hat. Wir haben ihr einen Teller gefüllt, haben ihn 2 Meter neben uns gestellt und da ist sie dann gekommen, hat den Teller leer gegessen und ist wieder davon gerannt. Am Schluss hatten wir sie fast so weit, dass wir sie hätten streicheln könnten, aber das hätte noch ein paar Tage mehr gebraucht.

Wir sind dann noch etwas spazieren gegangen, habe einem "Football" Spiel zugeschaut und am Abend haben wir mit Packen begonnen. Wir haben alles eingepackt, den Bus gereinigt, die restlichen Lebensmittel gegessen und uns einen gemütlichen Abend gemacht.
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Beitragvon bobwillie » 29.03.2010, 22:39

MONTAG, 30. MÄRZ 1992

Erika:
Heute sind wir schon sehr früh aufgestanden ("de Schmidli het natürlich wieder emal verschlafen"). Wir haben uns vorgenommen, um 06.00 Uhr aufzustehen, damit wir genug Zeit haben zum Duschen, frühstücken, und um alles vorzubereiten. Es hat dann stark zu Regnen begonnen. Wir sind zum Flughafen gefahren, haben unser Gepäck aufgegeben und es hat alles sehr gut geklappt.
Danach haben wir den Bus abgegeben, und auch das hat gut geklappt. Sie haben uns zum Flughafen zurück gefahren und da wir noch etwas früh waren, haben wir uns in ein Kaffee gesetzt und gewartet. Sie haben wieder einmal 2 Flüge zusammen gelegt und wir haben uns schon gefreut, dass wir nun auch noch mit Air Canada fliegen können. Es war dann aber doch ein Flugzeug der "Air New Zealand".

Mit etwas Verspätung sind wir gestartet. Das Flugzeug war ziemlich eng gestuhlt, aber dafür bekamen wir das bisher beste Essen.

SÜDSEE

FIJI

MONTAG, 30. MÄRZ 1992

Erika:
Um 14.15 Uhr sind wir in Nadi auf den Fiji Inseln gelandet. Es hat sehr stark geregnet, war aber trotzdem sehr heiss; richtig tropisch. Wir wurden am Flughafen abgeholt und zum Hotel gebracht.
Das Hotel ist sehr abgelegen und ich glaube, es hat nur gerade 9 Gäste; 3 Paare, 1 Herren-Paar und 1 alleinstehender Mann. Für uns ist das in Ordnung; wir haben nun 3 Tage Zeit, auszuspannen, und freuen uns dann riesig auf die Kreuzfahrt, die am Donnerstag beginnen wird.
Der Swimming-Pool ist sehr schön, es hat Liegestühle um den Pool herum und wahrscheinlich werden wir uns morgen hier ein bisschen verweilen.

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Es gibt sehr gute Drinks (auch ohne Alkohol), Fruchtgetränke, die frisch zubereitet werden. Die Serviertochter ist eine Einheimische. Sie ist eigentlich nicht schön, hat aber sehr viel Charme. Sie hat uns gesagt, dass dieser Drink ihre Spezialität sei und hat ihn schön mit einer Blume und mit Früchten garniert (so wie es uns gefällt).

Unterdessen ist es 21.15 Uhr und wir liegen bereits im Bett.
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Beitragvon bobwillie » 30.03.2010, 22:08

DIENSTAG, 31. MÄRZ 1992

Erika:
Wir sind schon ziemlich früh erwacht und da wir ein schönes Morgenrot gesehen haben, sind wir um 08.30 Uhr bereits hinaus gegangen.

Später haben wir uns Kaffee und Tee gekocht und haben uns über Ausflüge erkundigt. Zuerst wollten wir einen Ausflug nach Nadi machen, hatten dann aber das Gefühl, dass Lautoka wahrscheinlich grösser ist.
Wir möchten einkaufen gehen und da es mir nicht ganz wohl ist, möchte ich noch Alka-Seltzer kaufen. Wir können mit den Hotelangestellten mitfahren; um 09.30 Uhr wird es losgehen.

Willi hat draussen Gitarre gespielt und ich habe mich noch einmal hingelegt. 09.30 Uhr ist verstrichen und um 10.00 Uhr haben wir einmal nachgefragt. Sie haben die Abfahrt auf 10.30 verschoben. Um Uhr 10.45 Uhr ist dann endlich der Fahrer gekommen und hat gesagt, dass wir um 11.30 Uhr abfahren werden. Und um 11.30 Uhr konnten es dann wirklich losgehen.

Lautoka ist ziemlich gross, es hat viele Einkaufsläden und man bekommt eigentlich alles, was man braucht. Es hat einen riesigen Früchte und Gemüse Markt, an dem wir uns frische Früchte gekauft haben. Eine alte Frau hat dann gleich ausgenutzt, dass wir Touristen sind und hat uns etwas mehr verlangt, aber es war immer noch sehr preiswert.
http://www.youtube.com/watch?v=Axr7B3Nqp4M

Um 13.30 Uhr haben wir uns wieder mit unserem Fahrer verabredet und wir waren froh, dass wir mit ihm zurück fahren konnten. Es ist ziemlich weit zu unserem Hotel, wir hätten einen Bus nehmen und dann den Rest zu Fuss zurück legen müssen. Wir haben auch noch Getränke eingekauft. Willi hat zwei gute französische Weine gefunden. Es ist uns gar nicht verständlich, weshalb man diese Weine hier so preiswert kaufen kann, obwohl sie von Frankreich kommen. Wir haben auch sonst noch ein paar Lebensmittel gekauft (Suppe und Brot), damit wir uns ab und zu auch selber etwas zu essen kochen können.

Zurück im Hotel waren wir schon etwas Müde. Wir haben uns geduscht und haben bis am Abend um 18.00 Uhr geschlafen. Wir sind dann noch einmal aufgestanden und hinaus gegangen. Es hat ein schöner Platz, von dem man direkt aufs Meer sieht. Es wehte ein warmer Wind und es war eine sehr schöne Atmosphäre.

Am Morgen hat es wieder einmal sehr stark geregnet. Es sind starke kurze Regengüsse, ähnlich wie in Jamaika. Wir haben unsere Regenschütze auf den Einkaufsbummel mitgenommen, haben sie dann aber doch nicht gebraucht.

Willi hat mir später eine Suppe gekocht und Fruchtsalat gemacht und ich war froh, denn es ging mir ziemlich mies. Ich bin heute viel gelegen, haben dann etwas gegessen und ein Alka-Seltzer genommen, und nun geht es mir etwas besser (Willi musste alleine Abendessen gehen).

Nun haben wir noch ein bisschen Backgammon gespielt, haben uns gegenseitig ausgespielt (ich war ganz nass vor Aufregung) und hatten ein paar ganz spannende Spiele.

Morgen werden wir noch einmal einen ruhigen Tag machen, damit ich für die Kreuzfahrt wieder fit bin, und hoffen, dass dann auch das Wetter besser sein wird.

Als wir am Montag am Flughafen angekommen sind, hatte es dort einige Männer, die komisch gekleidet waren. Sie trugen weisse Röcken mit einem 10 cm langen Zickzack-Saum, einen roten breiten und einen schwarzen schmalen Gurt, und oben eine schwarze oder blaue Bluse. Zuerst traute ich meinen Augen nicht; das sah vielleicht aus. Wir haben unterdessen heraus gefunden, dass dies die Polizei Uniform ist.
Auch sonst sieht man viele Männer, die kurze Wickelröcke und dazu ein Hemd oder eine Bluse tragen. Sieht zum "geusse" aus. Wir werden versuchen, eine solche Uniform zu fotografieren.
http://www.youtube.com/watch?v=XgqSTQUqLJU

Heute Morgen hat Willi eine ganz junge Katze (10 bis 15 Wochen alt) entdeckt. Ich habe sie angelockt, bis ich sie "schnappen" konnten, habe sie auf den Arm genommen und mir ihr gespielt. Es ist eine richtig süsse, verspielte Katze. Manchmal hat sie ihr kleiner Kopf an mich gedrückt, ganz süss. Ich habe sie wieder runter gelassen und sie ist immer wieder gekommen. Dazwischen ist sie ins Gebüsch gerannt, hat mit den Blumen und den Ästen gespielt, ist auf einen Baum gesprungen und wieder hinunter; richtig verspielt. Als es zu regnen begann, ist sie verschwunden und kaum hat es aufgehört, war sie wieder da. Wir werden sie sicher auch morgen wieder herum tragen. Während der ganzen Reise haben wir immer wieder süsse Katzen getroffen, mit denen wir spielen konnten.
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Beitragvon bobwillie » 31.03.2010, 22:15

MITTWOCH, 1. APRIL 1992

Erika:
Das ist kein April-Scherz, es ist der 1. April. Es ist Mittwoch und ein Tag vor unserer Kreuzfahrt.

Heute morgen sind wir aufgestanden und haben gefrühstückt, aber ich habe immer noch Probleme mit meinem Magen, er ist aufgequillt und spannt.
Wir haben unsere Kinder angerufen und sie waren beide bereits im Bett (jetzt haben wir sie auch einmal beim Schlafen erwischt). Wir haben ihnen gesagt, dass sie Dr. Reich anrufen und fragen sollen, was er meint, ob wir noch weiter reisen können.
Ich habe mich dann wieder hingelegt und Willi ist ins Dorf gegangen.

Willi:
Das Dorf ist ähnlich wie die Dörfer in Jamaika. Es hat Steinhäuser (die bei uns jedoch noch im Rohbau wären), Wellblech- und Kartonhütten. Es gibt sehr grosse Unterschiede, einige Leute haben neue Möbelstücke transportiert und andere müssen auf dem Boden schlafen, aber trotzdem haben einem alle gegrüsst. Zuerst habe ich mich nicht getraut, zwischen den Hütten durch zu laufen, aber die Leute waren alle sehr herzlich, und zwischendurch hat wieder einmal jemand gefragt, von wo ich komme und wie ich heisse. Ich habe eine Frau gefragt, ob es hier auch einen Laden gebe. Sie hat mir erklärt, welches das Shopping Centre ist, und hat dabei auf eine Baracke gezeigt. Sie hat ihre Hand an ihrem Kleid abgestrichen (ich bin mir zwar nicht sicher, was sauberer war, die Hand oder das Kleid), hat mir dann die Hand hingestreckt und mir ihren Namen gesagt. Dann hat sie mir ihren Sohn vorstellt, der auf einem Baum oben sass, und rundherum waren noch ca. 20 Kinder, die mich anstaunten. Sie haben alle immer ein sehr herzliches Lachen. Auch wenn man in einer peinlichen Situation ist, lachen sie einem an (es ist nicht ein auslachen, sondern ein sehr herzliches Lachen). Ich bin dann zu einer Wellblechhütte gegangen, die ein bisschen wie ein Laden ausgeschaut hat und habe dort Sonnenöl gekauft. Sie hat mich gefragt, wieviel ich gerne hätte, für 50 Cent oder für 20 Cent. Ich habe auf eine halbe Flasche Kokosöl gezeigt (sah aus wie bei uns Sonnenblumenöl) und habe gefragt, wieviel das kostet. Sie hat kurz überlegt und sagte dann 90 Cent (hat mich jedoch ganz skeptisch angeschaut). Ich habe den Preis akzeptiert und sie hat die Welt nicht mehr verstanden. Ich habe ihr F$ 1.- gegeben und auf das Rückgeld verzichtet, und dann hat sie die Welt noch weniger verstanden. Wahrscheinlich habe ich sowieso schon den doppelten Preis bezahlt, aber das macht mir nichts aus. Sie hat mich gefragt, von wo ich komme und wo ich wohne. Ich habe ihr alles gesagt und sie antwortete, die anderen zwei von eurem Hotel sind dort vorne in dem und dem Laden. Zurück am Swimming-Pool haben mir die Deutschen erzählt, dass sie im Dorf waren und ich habe gesagt, ich hätte es gehört. Sie haben gestaunt, dass ich das bereits wusste. Sie haben erzählt, dass sie auch ganz herzliche Erlebnisse hatten. Sie wurden eingeladen, Kava zu trinken.
http://www.youtube.com/watch?v=gsULM8Cm ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=MIpvPbSR ... re=related
Es ist ein Getränk das berauscht. Es ist zwar nicht besonders gut (schmeckt vorwiegend nach Wasser), aber die Geste war sehr nett. Dazu gab es eine Zeremonie und die Kinder hätten immer wieder ihre Hände gehalten.

Erika:
Willi ist tropfnass nach Hause gekommen. Heute ist der erste richtig schöne Tag und es ist 35 Grad im Schatten (wir sind dann in die Sonne gegangen, da es uns im Schatten zu heiss war). Dazu war es sehr feucht und deshalb drückte es einem den Schweiss nur so aus dem Körper.

Am Nachmittag sind wir hinaus auf unseren schönen Platz gesessen, Willi hat Gitarre gespielt und das Personal hat sich gefreut. Plötzlich kam ein keiner Vogel vorbei. Von der Form her sah er aus wie ein kleiner Spatz, der Kopf war "knallrot", die Federn grün (wie bei einem Papagei) und der Schwanz wieder rot.

Gestern haben wir von einem Hügel ein paar Vögel zugeschaut. Es war ein steiler Hügel bei dem der Wind senkrecht hinauf blies. In diesem Sog hat es sie dann aufgestellt (manchmal sogar gekehrt) und in die Höhe "geschossen". Es waren 5 kleine Vögel und man hatte das Gefühl, dass sie richtig Freude daran hatten. Zuerst sind sie weiter hinten geschwebt, sind dann auf den Sog los geflogen, haben die Flügel eingezogen und beschleunigt. Dann hat es sie in die Höhe "geschossen", und dann mussten sie mit den Flügeln flattern, damit es sie nicht auf den Rücken kehrte. Das war ein super Schauspiel.

Später ist eine Angestellte zu uns gekommen, die in diesem Dorf wohnt, das Willi heute morgen besucht hat. Sie hat uns erzählt, dass sie 4 Kinder hat und das diese im Kirchen Chor sind. Ein anderer hat gesagt, dass Willi gut singe und auch die anderen Leute, die vorbei gelaufen sind, waren süss. Sie sind etwas scheu, aber sie lachen immer. Es ist schön, dass diese Leute so herzlich sind und versuchen, mit einem zu sprechen. Ganz anders als die Hotelbesitzer, die den ganzen Tag einen grimmigen Gesichtsausdruck haben (von der Tochter erzähle ich schon gar nicht, das ist die Schlimmste).

Heute Abend konnte ich wieder einmal mit ins Restaurant und habe eigentlich ziemlich viel gegessen (wenigstens das Gemüse und die Kartoffeln, und ein bisschen Fleisch). Die Restaurantanlage ist sehr schön. 2/3 davon ist der Speisesaal und 1/3 ein Aufenthaltsraum, mit Sofas und Tischen, und dort haben wir dann noch Backgammon gespielt. Gestern hat es uns ein bisschen gestört, dass es nur so wenig Gäste hat, aber heute haben wir es sehr genossen und hatten die Anlage fast für uns. Wir sind ab und zu ins Schwimmbad gegangen und haben Tischtennis gespielt. Ab und zu habe ich Willi geschlagen, aber er hat mir dann schon wieder gezeigt, "wo de Mostli de Bart holt" … oder vielleicht, "wo de Bartli de Most holt"? Es hat auf jeden Fall Spass gemacht.

Wir sind dann ins Zimmer zurück gegangen und sind nun bereits im Bett. Morgen werden wir noch einmal unsere Kindern anrufen, um den neuesten Bericht zu bekommen und werden dann für unsere Kreuzfahrt packen. Wir gehen auf jeden Fall auf die Kreuzfahrt, ganz gleich wie der Bericht ausfällt, aber es wäre schön, wenn wir die Reise nachher noch bis Santa Domingo weiter führen könnten.

Nach der Kreuzfahrt werden wir noch einmal 3 Tage in diesem Hotel wohnen, gehen dann wir für 9 Tage nach Raratonga (Cook Islands) und dann nach Amerika. Dort möchten wir als erstes nach Santa Domingo fliegen, um Claudia zu besuchen und erst dann, wenn es noch geht, den Rest der USA bereisen.
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Beitragvon bobwillie » 01.04.2010, 21:06

KREUZFAHRT Fiji

DONNERSTAG, 2. APRIL 1992

Erika:
Heute ist der Tag unserer Kreuzfahrt. Wir sind schon früh ausgestanden, um Pascale anzurufen. Sie konnte mir einen guten Bericht geben, nämlich, dass ich die Reise weiter führen könne. Ich habe mich sehr gefreut, denn es hat mich schon beunruhigt (obwohl mich mein Bauch immer noch etwas beunruhigt). Wir haben den Tag langsam begonnen und haben unsere Sachen gepackt.
Willi ist noch baden gegangen und hat ein bisschen mit den Deutschen "geschwatzt", und so haben wir die Zeit ganz vergessen. Plötzlich stand ein Taxifahrer vor uns. Wir haben schnell unsere Sachen zusammen gepackt und wurden dann mit einer Limousine zum Büro gefahren. Der Taxifahrer wollte noch einen Umweg machen, um uns etwas vom Land zu zeigen, aber wir haben abgelehnt (nicht das ihm in den Bergen plötzlich das Benzin ausgeht). Wir waren ziemlich lange nur 8 Gäste, aber am Schluss kamen doch noch einige dazu. Total waren wir dann ungefähr 40 bis 44 Personen. Es hatte sehr viele Australier und Amerikaner, vier Schweizer (mit uns), zwei Italiener und ein paar Neuseeländer. Wir konnten unsere Kabine beziehen und haben ein super Zimmer bekommen. Es ist ein schönes, grosses Zimmer mit einem grossen, breiten Bett. Wir sind ganz begeistert von unserem Bridge Deck (das sich "die Mutter" gewünscht hat).
Wir wurden herzlich mit einem "Bula" (dass ist das Grusswort, dass sie hier haben), feinen Früchten, kleinen Broten und verschiedenen Fruchtsäften empfangen. Wir hatten noch gar keine Lust auszupacken und sind etwas auf dem Schiff herum gelaufen.
http://www.youtube.com/watch?v=RV23Ce0CWW4
Danach haben wir 2 Liegestühle auf unserem Deck ausgebreitet und haben uns hingelegt. Das Schiff ist los gefahren und es war super schön. Wir sind nahe an einer Insel vorbei gefahren und konnten einiges sehen. Der Sonnenuntergang war nicht speziell, da die Sonne in den Wolken verschwand, aber ich glaube, dass wir während dieser Reise noch schöne Sonnenuntergänge erleben werden.
http://www.youtube.com/watch?v=i6rwGijKlzg
Um 18.00 Uhr haben wir dann geduscht und uns für das Diner bereit gemacht. Man kann sich hier ziemlich locker kleiden, einige sind sogar in T Shirt und Shorts gekommen. Das Abendessen war sehr gut und bis jetzt sind wir von dieser Reise ganz begeistert. Nach dem Essen sind wir noch mit den anderen Schweizer zusammen gesessen. Wir haben davon gesprochen, dass es auf diesem Schiff wohl kaum eine Gitarre haben werde, und schon kamen ein paar Angestellte mit 2 Gitarren aus der Küche. Uns hat es fast die Sprache verschlagen. Sie sind zusammen gesessen, haben Gitarre gespielt und Kava getrunken. Kava ist ein Getränk, das berauscht (und es hat sie auch berauscht). Es hatte ein paar Gäste, die auch davon getrunken haben, aber wir haben verzichtet. Sie waren total besoffen. Um 24.00 Uhr sind wir ins Bett gegangen, aber viele waren noch auf und haben weiter gesoffen.
http://www.youtube.com/watch?v=1NlhCUdO ... re=related
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Beitragvon bobwillie » 02.04.2010, 23:13

FREITAG, 3. APRIL 1992

Erika:
Wir sind um 06.00 Uhr aufgestanden und haben die Gegend auskundschaftet. Es war traumhaft. Um 06.30 Uhr sind wir an einem wunderschönen Sandstrand mit Palmen baden gegangen und der Kapitän hat uns erzählt, dass er auf dieser Insel ein kleines Haus besitze. Rund herum hat es noch viele andere Inseln, alle mit schönen Sandstränden.
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Gestern haben wir unterwegs Delphine gesehen, die neben dem Schiff geschwommen sind, und am Abend haben wir hier neben dem Steg grosse Fische gesehen (ca. 50 cm lang), die kleine Fische gejagt haben. Ich habe noch nie gesehen, dass sich Fische gegenseitig so bösartig jagen können. Das war wie mit der kleinen Katze auf Boracay, die immer gejagt wurde (nur werden sie hier gefressen und nicht nur "gebumst"). Es ist eindrücklich, dass man sich in dieser idyllischen Welt so jagen kann.
Im Laufe des Morgens stand Schnorcheln auf dem Programm. Das Wasser war so warm, dass man die längste Zeit im Wasser sitzen konnte, ohne kalt zu haben. Es war richtig schön. Wir hatten ein kleines Surfbrett und Paddel und sind damit herum geschwommen. Die andern sind wie gesagt Schnorcheln gegangen und Willi hat gesagt, es sei super schön. Es sei noch schöner, als das "Barrier Reef" (im "Barrier Reef" ist halt von den Touristen schon sehr viel beschädigt worden).

Willi:
Ich habe zuerst keinen Schnorchel genommen, weil mir Schnorcheln keinen Spass macht. Ich hatte früher immer einen Schnorchel und Flossen, aber vom Neuenburger- und Zürichsee war ich mir nur trübe Gewässer gewöhnt, in denen man ein paar wenige kleine Fische sehen konnte. Ich habe mir gedacht, ich bleibe lieber bei Erika, denn wenn ich Schnorcheln gehe, bin ich wieder lange weg. Daniel, der andere Schweizer, ist vom Schnorcheln zurück gekommen und hat gesagt: Das musst du einfach gesehen haben, das ist schöner als das "Barrier Reef". Ich bin dann auch noch gegangen und ich muss sagen, es war wirklich sensationell (es reut mich schon ein bisschen, dass ich keine Schnorchel-Ausrüstung genommen habe). Da hat es farbige Fische wie in einem Aquarium, wobei es in der freien Natur noch viel besser wirkt. Es hat Fische mit einer Form wie ein Eichenblatt (ganz flach) und andere mit einer breiten Schnauze (wie eine Ente). Die Korallen waren auch sensationell. Es sind weisse Korallen mit violetten oder "pink-roten" Spitzen. Dazu kommt das ganz klare Wasser. Es war ein wirklich grosses Erlebnis.
http://www.youtube.com/watch?v=ubFMgUBfAoo

Erika:
Nach dem Schnorcheln und Baden gab es dann ein Barbecue. Es gab ein Buffet, das sehr schon zubereitet war. Mit Blätter haben sie den Tisch verziert und Früchte, Gemüse und Fleisch schön zubereitet. Ich mag die Buffets nicht so gerne, weil sich alle Leute gleich darauf stürzen, aber das ist nun einmal so.
Am Nachmittag stand ein Ausflug auf dem Programm und da ich ziemlich müde war, bin ich auf dem Schiff geblieben (Willi ist mitgegangen, da ich sowieso geschlafen habe).

Willi:
Wir haben an einer super schönen Bucht angelegt und es hatte wiederum einen super schönen Sandstrand. Es hat hier noch schönere Sandstrände als in Boracay (noch grösser). Was es hier jedoch nicht hat, und uns in Boracay besonders gefallen hat, ist das Leben am Strand. Hier hat es vielleicht eine Hotelanlage, oder ein paar Anlagen von der Schiff-Gesellschaft, aber sonst ist es sehr ruhig. Von diesen ca. 300 Inseln sind nur ca. 100 Inseln bewohnt, wobei man mit bewohnt ein paar Hütten meint. Da hat es noch richtig viel Platz. Wenn jemand eine ruhige, schöne Insel sucht, kann er die hier noch finden.
Wir sind an Land gegangen und sind über die Insel auf die andere Seite gelaufen. Es sah beinahe aus wie Boracay. Die Inselform war ähnlich, der Wind, die Felsen, einfach alles. Hinter den Felsen hatte es dann ein wunderschönes Dorf mit Einheimischen. Es ist ein Dorf, das eindeutig vom Tourismus lebt. Wir wurden vom Pfarrer empfangen, der uns dann gleich in die Kirche führte und Geld sammelte. Danach haben die Frauen ihre Tücher ausgebreitet und Muscheln verkauft. Die Muscheln waren eigentlich preiswert, aber irgendwie stellt es einem ab, wenn man so in einer Gruppe kommt. In Boracay haben wir auch von einem Kind am Strand eine Muschel gekauft, aber hier in der Gruppe war es anders. Das Dorf selber war sehr schön und wir haben auch die Schule etc. gesehen.

Erika:
Als sie vom Ausflug zurück kamen, war es Zeit für das Abendessen. Wir sind dann ziemlich früh ins Bett gegangen, da wir bereits sei Uhr 06.00 auf den Beinen sind.
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Beitragvon bobwillie » 03.04.2010, 21:12

SAMSTAG, 4. APRIL 1992

Erika:
Die Zeit vergeht viel zu schnell und es ist immer etwas los. Am Morgen sind wir wieder ziemlich früh (um 07.00 Uhr) aufgestanden und haben um 08.00 Uhr gefrühstückt (ich habe meistens schon Hunger und kann es kaum erwarten, bis es endlich Frühstück gibt). Wir sind weiter gefahren und sind wieder an traumhaft schönen Inseln vorbei gefahren. Leider ist das Wetter nicht mehr ganz so schön, es ist leicht bewölkt, aber dafür ist es auch nicht so heiss (zwischendurch hat es sogar ein paar Tropfen geregnet). Bei der wunderschönen Insel, auf der unser Kapitän ein Haus hat, haben wir wieder angelegt, und dann stand wieder Schnorcheln und Baden auf dem Programm. Als Mittagessen gab es ein Buffet und am Nachmittag haben sie mit dem Glasbodenboot einen Ausflug gemacht. Dort wäre ich eigentlich gerne mitgegangen, war aber einfach zu müde. Wir sind beide auf dem Schiffe geblieben und haben uns ein bisschen hingelegt. Am Nachmittag gab es eine richtige Zeremonie, während das Abendessen vorbereitet wurde. Zuerst haben sie ein Loch in den Sand gegraben, die Esswaren hinein gefüllt, Steine darüber gelegt und dann ein Feuer gemacht. Das Essen wurde so während 2 Stunden gekocht.
http://www.youtube.com/watch?v=Jffi34DxW9w
Für den "z‘Vieri Tee" sind wir auch an Land gegangen und haben beim Volleyball zugeschaut. Das Schiff, das 7 Tage unterwegs ist, hat auch gerade angelegt und so haben sie gegeneinander einen Volleyball Match gespielt. Das war vielleicht lustig. Die Leute von der Crew haben sich totgelacht, wenn einer der Gäste wieder in die falsche Richtung gespielt hat. Wir haben zwar 0:3 aufs Dach bekommen, aber es war trotzdem sehr amüsant.
http://www.youtube.com/watch?v=K6QPPdnImEk

Wir sind aufs Schiff zurück gegangen und um 18.30 Uhr gab es dann auf dem Bridge Deck eine Champagner Party. Der Champagner wurde mit feinen Poulet-Schenkel und frischer Kokosnuss serviert (das wäre wieder einmal etwas für Pascale gewesen). Mit einer grossen Zeremonie haben sie dann das Essen ausgegraben und ausgepackt. Das Essen war nicht sehr gut, aber es war originell. Es gab verschiedenes Fleisch, Kartoffeln, Spinat und Dessert. Willi hat dann noch Gitarre gespielt und es war ein totaler Erfolg. Alle haben sich gefreut und immer hat wieder einer gesagt "Willi, one more". Die Stimmung war sehr gut, schon fast zu gut (sie waren schon langsam besoffen). Es sah ziemlich nach Regen aus und so sind wir aufs Schiff zurück gegangen. Danach kam noch das "National-Singen", bei dem jede Nation ein Lied singen musste. Die Italiener wurden in unsere Gruppe eingeteilt, weil sie nur zu zweit sind. Wir haben "I bin en Iteliano" gesungen und es wurde zu einem vollen Erfolg. Die kleine Schweiz hat den Wettbewerb gewonnen und als Preis haben wir an der Bar einen Gratis-Drink bekommen. Plötzlich hat einer das Mikrofon geholt und gesagt, los Willi, jetzt wird gespielt. Willi hat ein paar Lieder gespielt, dann haben die Fijianer gespielt und dann kam noch ein Amerikaner, der auch nicht schlecht war. Auf jeden Fall wurde es ein lustiger Abend. Einer hat ein Lied von Eric Clapton auf fijianisch gespielt, das war mal etwas Neues.

Willi:
Nein, das war etwas anders. Als wir einmal bei einem Ausflug auf dem Schiff blieben, haben ich im Aufenthaltsraum eine Gitarre genommen und gespielt. Kurze Zeit später stand die ganze Küchenmannschaft und die ganze Crew bei uns, und hat sich gefreut. Ich habe ein Lied von Bob Dylan und eines von Eric Clapton gespielt und sie hatten Freude daran. Einer der Fijianer hat das Lied jetzt nach gespielt, konnte jedoch den Text nicht, und deshalb hat es ziemlich fijianisch geklungen.
Bereits auf der Insel wollte einer mit mir die ganze Zeit "Knocking on Heavens Door" spielen, und auch, als wir von der Insel zum Schiff fuhren, musste ich es wieder spielen.

Erika:
Das habe ich noch vergessen. Als wir in dieses Boot eingestiegen sind, musste Willi Gitarre spielen. Einer, der beim Einsteigen hätte helfen sollen, ist zu uns gekommen und hat wie ein "Go-go-Girl" getanzt. Der zweite, der das Boot hätte steuern sollen, war ebenfalls bei uns und hat geklatscht und gesungen. Dann ist er an unserem Schiff vorbei gefahren und ist zum 7 tägigen Kreuzfahrtschiff hinüber gefahren, und hat immer gesagt: "sing, sing". Alle haben mitgesungen und geklatscht, wie wenn wir eine riesen Stimmung hätten. Wir sind dann um dieses Schiff herum gefahren, aber es war nur eine einzige Person auf dem Schiff. Eigentlich war es etwas gefährlich, im dunkeln um dieses Boot herum zu fahren (mit dem ganzen Kava, den sie bereits getrunken hatten), aber wir sind schlussendlich doch noch gut bei unserem Schiff angekommen.
Ich bin schon fast ein bisschen eine Aussenseiterin, weil ich mir keinen Fijianer "geschnappt" habe. Jede ist an irgend einem herum gehangen und die Fijianer mussten sich richtig wehren. Das war schon ziemlich unangenehm. Eine ist immer auf Willi losgegangen. Der Busen hing ihr fast aus dem Kleid und Willi hat ihr einmal gesagt: "Achtung, die "Schoppen" fallen heraus", und ein Anderer hat es dann noch auf englisch übersetzt.

Willi:
Heute haben wir zugeschaut, wie ein Boot bei einer Insel angelegt hat. Das Boot war total mit Schulkinder überladen, wie die Busse in Thailand. Die Schulkinder haben ihren "Schultek" an den Strand geworfen und sind dann aus dem Boot geklettert. Ein paar sind ausgestiegen und die anderen sind auf die nächste Insel weiter gefahren. Sie haben ihren Schulkameraden und der Lehrerin gewunken und alles war sehr süss und herzlich. Diese Leute strahlen wieder eine Herzlichkeit aus, wie wir sie in Asien bereits bewundert haben. "Fiji-Time" bedeutet, dass man die Zeit nicht so genau nimmt, und das triff hier schon ein bisschen zu. Wir merken das auch auf unserer Kreuzfahrt, da wird nicht stur ein Zeitplan eingehalten.
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Beitragvon bobwillie » 04.04.2010, 21:06

SONNTAG, 5. APRIL 1992

Erika:
Heute Morgen hatte es starken Seegang und es hat einem von einer Seite auf die andere geworfen. Ich glaube, ich habe noch nie einen so starken Seegang erlebt (im Bett wäre es einem schlecht geworden). Ich habe an die vielen "Rauschköpfe" gedacht, wie es wohl denen geht. Einmal wollte ich vom Zimmer aufs WC und bin dann schneller auf dem WC gegessen, als ich dachte. Beim Duschen musste man sich mit den Füssen festhalten und das Wasser ist im ganzen Badezimmer herum gelaufen.
http://www.youtube.com/watch?v=7dcHHyCpVQo
(ganz so schlimm war es bei uns nicht)

Um 08.00 Uhr haben wir gefrühstückt und anschliessend haben wir langsam unsere Sachen zusammen gepackt.
Um 10.30 Uhr gab es Tee und Kuchen, man ist herum gesessen, hat ein bisschen miteinander geplaudert, und viele haben ein Buch gekauft, dass sie von den anderen unterschreiben liessen. Dann haben wir noch unsere Trauminsel entdeckt; eine super schöne Insel. Man könnte sogar Delta- oder Gleitschirm fliegen. Ein Hügel und darunter schöne flache Sandstrände mit vielen Palmen. Super.

Das Schiff hat dann angelegt und unser Privatchauffeur hat uns wieder abgeholt. Wir haben uns von den andern Schweizer verabschiedet und sind ins Hotel gefahren. Die Hotelbesitzer waren wie immer unfreundlich, aber die Dame vom Restaurant hat sich sehr über unsere Rückkehr gefreut und es gab ein grosses "Hallo". Wir haben bei ihr noch einen Drink bestellt und da freut sie sich sowieso immer (vor allem, wenn man ihr Spezialdrink bestellt).
Jetzt gehen wir schlafen, die Taschen können wir dann morgen auspacken.
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Beitragvon bobwillie » 05.04.2010, 19:38

FIJI

Originalton
http://www.youtube.com/watch?v=8Yc6nVCntLQ

MONTAG, 6. APRIL 1992

Erika:
Wenn wir so gemütlich am Swimming-Pool sitzen, kommen mir immer wieder Erinnerungen von der Kreuzfahrt. Die Fijianer haben zuerst so getan, als könnten sie nur ein paar wenige Lieder spielen. Willi hat sie dann etwas aus der Reserve gelockt und so kamen immer wieder neue Lieder zum Vorschein (jeder wollte zeigen, was er kann). Die Gitarren waren ziemlich alt und zwischendurch haben sie sie wieder Willi zum spielen gegeben, damit sie wieder etwas gestimmt wurden. Die Leute hätten am liebsten den ganze Tag nur Musik gehört, dass war wirklich ein schönes Erlebnis.
Als Willi das erste Mal im Aufenthaltsraum gespielt hat, musste er ohne Noten spielen. Ich habe mir gedacht, schade dass er nicht wenigstens die Notenbücher mitgenommen hat. Willi hat gesagt, er habe ein Buch oben in der Kabine und ich habe mir gedacht, ah gut, dann hat er wenigstens das Kleine mitgenommen. Ich wollte es in der Kabine holen, und da waren doch tatsächlich beide Notenbücher. Ich musste schmunzeln, ganz ohne kann er doch nicht verreisen. Ich habe die Notenbücher dann hinunter gebracht, Willi hat gesungen und die ganze Küchenmannschaft war anwesend. Einer hat mit 2 Löffel "g‘löfflet" und wenn sie gefragt wurden, wann es zu essen gäbe, haben sie gesagt: "today no diner" (heute wird musiziert). Es hat dann aber doch noch etwas zu essen gegeben.
Dann habe ich noch etwas für den Scheidungsanwalt Dr. Weck. Willi war bei den Frauen sehr begehrt. Als er mit den Frauen im Sand sass hat er nicht mehr alles gemerkt und ich hätte gerne ein Foto gemacht. Leider hatten wir den Fotoapparat auf dem Schiff und deshalb muss ich es nun hier fest halten. Eine Frau ist neben ihm im Sand gesessen, hat immer das Bein in die Höhe gestreckt und die Brüste heraus lampen lassen. Die andere kam von hinten und hat ihn an der Brust gekrault. Es hat gar nicht mehr gemerkt, welche es war. Er ging schon etwas an die Grenzen, deshalb muss ich es hier festhalten.

Willi: Ich muss das noch korrigieren, Erika hat massive übertrieben.

Erika: Heute haben wir Montag, den 6. April und ich habe viel "dumm geschnurrt".

Willi: Habt ihr gehört, sie nimmt alles zurück und behauptet das Gegenteil.

Erika: Nicht ganz.

Willi: Aber fast.

Erika: OK, fast.
Wir haben heute einen super schönen Pool-Tag verbracht. Willi hat viel Gitarre gespielt und die Fijianer, die vorbei gelaufen sind, waren wieder ganz "herzig", haben geklatscht und getanzt. Wir haben Tischtennis gespielt, die kleine Katze herum "g‘schleikt" und viel gebadet. War ein sehr schöner Tag.
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Beitragvon bobwillie » 06.04.2010, 19:18

DIENSTAG, 7. APRIL 1992

Erika:
Heute haben wir wieder ein Pool-Tag. Das Wetter ist nicht mehr ganz so schön. Am Morgen war der Himmel noch blau, aber am Nachmittag wurde es dann bewölkt und die Wolken haben gekämpft (Willi hatte dementsprechend Migräne). Mein Bauch hat wieder leicht zugenommen und ich habe einfach ein ungutes Gefühl. Wir haben nachgelesen und herausgefunden, dass es in Raratonga ein Spital gibt, und wir werden dann dort vorbei gehen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es nicht mehr reicht, nach Amerika und Santa Domingo zu reisen, es ist mir einfach nicht wohl. Ich habe das Gefühl, als würde mein Bauch bald explodieren. Ich fühle mich nun schon wie im 7. Monat schwanger (ich glaube, es hat noch nie jemand eine Schwangerschaft so schnell durchgemacht).

Wir sind wieder an den Pool gegangen, haben gebadet und ein rassiges Tischtennis gespielt (wir sind schon halbe Profis). Dann ist die kleine Katze wieder gekommen. Sie war total aufgedreht und rennte einfach allem nach. Sie hat sich in meinen Sonnenhut gesetzt und ich habe sie auf meinen Schoss genommen. Das ist schon ein riesen Schatz.

Weil es so drückend schwül war, sind wir noch etwas ins Zimmer gelegen und haben geschlafen. Gegen Abend haben wir einen Spaziergang gemacht und sind dann im Restaurant essen gegangen. Unterdessen ist es Uhr 19.40 und wir liegen schon wieder im Bett.

Wir freuen uns, morgen weiter zu fliegen, es geht nämlich nach Raratonga
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Beitragvon bobwillie » 07.04.2010, 22:02

MITTWOCH, 8. APRIL 1992

ORIGINALKOMMENTAR
http://mx3.ch/playlist/player?xml=/single/listen/83200

Erika:
Ich habe wieder einmal eine mühsame Nacht hinter mir und bin schon bald froh, wenn ich zu einem Arzt gehen darf.

Wir sind am Packen und bereiten uns darauf vor, in den 7. März zu fliegen (komisch). Um 11.00 Uhr müssen wir das Zimmer abgeben und um 13.30 Uhr werden wir dann abgeholt. Wir sind gespannt auf Raratonga und freuen uns.

Die Freude dauerte nicht sehr lange, denn wir sind immer noch hier. Wir wurden mit leichter Verspätung abgeholt (es hat schon gut begonnen), haben dann eingecheckt (das hat gut geklappt) und sind ins Flugzeug eingestiegen. Der Pilot hat uns begrüsst und informiert, dass sie noch Probleme mit den Instrumenten haben. Sie hätten sie ihm gerade weg genommen und wir können deshalb noch nicht starten. In 20 Minuten werden sie uns wieder informieren. Wir haben gewartet … und gewartet … und nach 20 Minuten haben sie uns dann mitgeteilt, dass sie in Auckland Ersatzteile holen müssen (es kann also noch länger dauern). Wir sind alle ausgestiegen, haben unser Gepäck zurück bekommen und wurden in ein Hotel ganz in der Nähe des Flughafens gebracht. Es ist eine super schöne Anlage und wir haben ein sehr schönes Zimmer bekommen. Wir durften gratis "à la carte" essen und auch die alkoholfreien Getränke wurden offeriert. Ich muss sagen, dass war eine super Leistung von der Air New Zealand.

Der Abflug ist auf Morgen 06.00 Uhr geplant. Das heisst um 5.00 Uhr einchecken und um 4.00Uhr wecken.

DONNERSTAG, 9. APRIL 1992

Willi:
Das stimmt gar nicht, sie müssen uns um 4.00 Uhr gar nicht wecken. Es ist nämlich 3.10 Uhr am 8. April, und wir sind bereits wach.

Erika: Nein, es ist der 9. April.

Willi:
Nein, es ist nicht der 9. Am 7. wären wir abgeflogen, am 8. angekommen und dann wäre wieder der 7. gewesen. Moment … das stimmt nicht. Wir wären am 8. abgeflogen und am 7. angekommen, dann ist jetzt der 9. April und wenn alles klappt, werden wir am 8. April ankommen.

Ich habe aber ein ungutes Gefühl, dass wir noch ein paar Stunden am Flughafen verbringen werden … Erika meint, wegen dem Abstürzen … nein, vor dem habe ich keine Angst. Der stürzt schon nicht ab ("ebe nöd, gäll).

Erika:
Willi hatte Recht. Wir sind um 4.30 Uhr an die Rezeption gegangen und haben ein Taxi bestellt. Der Herr an der Rezeption hat mich nur gross angeschaut. Ich habe ihm gesagt, wir seien vom Air New Zealand Flug und er hat mir dann ein Plakat gezeigt, dass wir erst um 05.30 Uhr abgeholt und erst um 07.30 Uhr starten werden. Wir hatten den Zimmerschlüssel bereits abgegeben und so haben wir gewartet (das war ziemlich mühsam). Um 05.40 Uhr ging es dann aber plötzlich "rassig". Die Autos sind gekommen, wir sind eingestiegen, zum Flughafen gefahren, durch die Passkontrolle, ins Flugzeug, und um 07.00 Uhr sind wir gestartet. Der Flug dauerte 2 Stunden 45 Minuten. Ich hatte Probleme mit meinem Rücken und wusste nicht mehr, wie sitzen. Willi hat mir ein Kissen geholt und so ging es wieder ein bisschen besser, aber es war nicht mehr lustig. Ich freue mich richtig darauf, einen Arzt aufzusuchen. Bei der Landung habe ich an Uschi gedacht. Wir sind knapp über dem Meer geflogen (das Land haben wir noch gar nicht gesehen), dann ist er hin und her geschaukelt und ich konnte nicht glauben, dass er die Piste treffen wird.

Willi:
Mit einem grossen Flugzeug haben wir so etwas noch nie erlebt. Er hatte wirklich grosse Probleme. Sie haben hier nur 1 Piste und wenn es starken Seitenwind hat, können sie nicht einfach die Piste wechseln, sondern müssen trotzdem auf der gleichen Piste landen. Nach dem Meer hat es nur noch eine Strasse und 2 Meter hinter dieser Strasse ist bereits die Windfahne und der Anfang der Piste. Es hat wirklich ausgesehen, wie wenn er ins Wasser fliegen würde. Mami war schon extrem, aber das war noch viel extremer.

Erika:
Wir haben uns einfach gesagt, wir hätten "snorkling" auf dem Programm. Wenn er die Piste nicht trifft, gehen wir einfach Schnorcheln oder Schwimmen.

Willi: Oder Glasbodenfliegen.

Erika: Trotz dieser Landung herrschte eine ziemlich gute Stimmung im Flugzeug. Ich glaube der Pilot war auch froh, als er das Flugzeug am Boden hatte.


RARATONGA

MITTWOCH, 8. APRIL 1992

Erika:
Die Passkontrolle lief gut und wir wissen unterdessen, dass wir auf den Formularen einfach immer "nein … nein … nein" schreiben müssen. Und wenn er etwas fragt, auch "nein" sagen (auch wenn man es nicht versteht), so ist man am schnellsten durch.
Jeder Frau haben sie am Flughafen einen Blumenkranz um den Hals gehängt und die Blumen haben sehr gut gerochen. Das war sehr schön.

Nach einer etwas mühsamen Wartezeit wurden wir ins Hotel gebracht. Wir haben es uns zwar schon schön vorgestellt, aber ich muss sagen, es ist wunderschön. Wir haben ein sehr schönes Zimmer im ersten Stock und sehen von unserem Bett direkt ins Meer hinaus. In einem Hotel hatten wir bis jetzt noch nie eine solche Meersicht.
Die Wellen brechen an den Korallen Riffs, ca. 100 Meter vom Strand entfernt, und deshalb müssen die Surfer dorthinaus gehen.

Willi:
Nein, stimmt nicht. Beim Datum hattest du Recht, aber das stimmt nicht. Die Wellen brechen wie du gesagt hast ziemlich weit draussen, bei den Korallen Riffs. Ausserhalb dieser Riffs hat es riesige Wellen, wie wir es in Australien erlebt haben, aber hinter den Riffs ist das Wasser schön ruhig und man kann in Ruhe baden und schwimmen, und eben auch windsurfen. Wind hat es hier immer noch, einfach ohne Wellen, das ist natürlich viel schöner.

Erika:
In der Hotelanlage hat es ein Swimming-Pool und eine Bar, und es gefällt uns sehr gut. Wir haben an der Rezeption gefragt, ob sie für uns ins Spital anrufen und einen Termin vereinbaren könne. Sie hat sehr gut reagiert, hat sofort angerufen, hat uns sofort einen Termin vereinbart und uns auch gleich noch ein Taxi organisiert. Ich konnte noch ein paar Minuten heraus zögern, damit ich noch duschen konnte. Sie war sehr nett, hat ein paar Fragen gestellt, hat mich aber nicht gerade ausgefragt.

Wir sind dann zu diesem Spital gefahren. Das Spital befindet sich auf einem Hügel mit einer super Aussicht. Willi hat dem Arzt (ein Inder) gesagt, was ich habe, hat ihm den Brief gegeben und man konnte sehen, wie es ihm immer "unwohler" wurde. Er hat mir ein paar Fragen gestellt und es schien mir, als möchte er mich gar nicht untersuchen. Er wollte mir Medikamente geben, um den Magen zu reinigen, und Schlafmittel. Er hat sich kurz entschuldigt und hat dann einen anderen Arzt geholt. Wir waren sehr überrascht, denn er kam mit einem deutschen Arzt zurück. Er ist von Freiburg in Preisgau, sieht ein bisschen aus wie Dr. Reich und arbeitet hier in Raratonga. Er ist Gynäkologe und in diesem Spital der Spezialist für Krebskrankheiten. Er hat mir einige Fragen gestellt und hat mir die Medikamente erklärt (das war dann schon beruhigend für mich). Er hat gesagt, dieses Schmerzmittel sei nichts Gefährliches und ich soll es ruhig nehmen. Das Panadol kann ich nicht mehr sehen (ich habe schon beinahe eine Panadol Vergiftung und habe auch schon erbrochen). Wir haben einen Termin für den nächsten Tag vereinbart, damit wir einen Ultraschall machen und das weitere Vorgehen besprechen können.

Wir sind dann mit dem Taxi nach Hause gefahren und ich muss sagen, es ging mir schon viel besser. Wir haben ein gutes Gefühl, dass ich hier in guten Hände bin. Wenn er mir morgen mitteilen würde, dass ich nach Hause gehen muss, hätte ich das Vertrauen, ihm zu glauben. Eigentlich wollte ich auf den Fiji Inseln und in Raratonga nicht in ein Spital, weil ich Angst hatte, an einen Arzt zu gelangen, der nicht "draus kommt" und dann einfach sagt, wir sollen besser nach Hause gehen. Bei diesem Arzt habe ich nun aber das Gefühl, das er etwas davon versteht.

Zurück im Hotel haben wir uns an die Bar gesetzt und unseren Welcome Drink genossen. Willi hat eine Pizza bestellt und plötzlich waren die Schweizer wieder da, die wir auf dem Flug kennen gelernt haben. Sie haben sich zu uns gesetzt, und später haben wir noch unser traditionelles Tischtennis gespielt.
Ich wollte mich noch etwas hinlegen, damit ich am Abend wieder fit bin und bin ins Zimmer zurück gegangen. Da stand plötzlich ein "Früchtekorb" in unserem Zimmer. Die Schale ist aus Bambus geflochten und mit exotischen, aufgeschnittenen Früchten gefüllt. Super schön. Ich fand das sehr nett vom Hotel und habe mich über die Aufmerksamkeit gefreut. Ich habe mich aufs Bett gelegt und sah vor meinen Augen einen "Sekt Kübel", mit einem Champagner, 2 Gläsern und einer Karte. Das war dann doch etwas zu viel, das konnte ich fast nicht glauben. Ich habe mich wieder aus dem Bett gehoben, um die Karte zu lesen und da stand doch tatsächlich "Viele Liebe Grüsse. Pascale & Claudia" (Claudia stand nicht, aber das wurde nur von Pascale vergessen. Ich werde es dann noch ergänzen). Ich habe mich riesig gefreut, habe mich aufs Bett gelegt und geweint, wie ein Schlosshund. Ich bin dann wieder ausgestanden, das musste ich Willi erzählen. Ich bin an die Bar gegangen und habe gefragt, ob es bei ihm auch schon etwas im Zimmer hatte? Er hat verneint und ich habe gesagt: "Du musst mitkommen, das musst Du Dir anschauen." Willi hat gefragt, ob es ein Brief oder ein Fax von den Kindern sei und so habe ich es ihm dann gesagt. Er ist mit ins Zimmer gekommen und hat sich auch riesig gefreut.

Wir haben natürlich gleich angerufen (eigentlich wollten wir warten, bis wir vom Arzt mehr wissen, aber jetzt konnten wir nicht mehr warten). Wir haben eine halbe Stunde gebraucht, bis wir endlich durchkamen und haben dann Pascale erreicht. Sie hat uns erzählt, dass sie einen Fax geschickt und angerufen habe und sie wusste auch schon, dass wir einen Tag verspätet angekommen sind. Es ist wirklich super schön und wir werden noch eine Foto machen, damit wir es ihnen zeigen können. Den Champagner werden wir erst trinken, wenn ich die Untersuche hinter mir habe (das war mein Wunsch). Ich mag im Moment einfach nicht viel und ich möchte auch die Hälfte trinken.
Voller Freude habe ich dann meine Tropfen genommen und die haben so stark geholfen, dass ich den ganzen Abend aufbleiben konnte; ich war überglücklich.

Heute war ein Maori Abend mit Abendessen. Wir sind zwar keine Fans von diesen Buffets, aber wenigstens konnte ich schöpfen, was ich wollte. Ich habe sogar Dessert genommen und Kaffe getrunken (ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal einen Dessert gegessen habe). Nach dem Essen folgte die Maori-Vorführung und die war super gut. Es waren verschiedene Gruppen von verschiedenen Inseln und es hat uns viel besser gefallen, als der Maori Abend, den wir in Neuseeland gesehen haben. Hier hatte man wirklich das Gefühl, dass sie selber Freude daran hätten, in Rotorua (Neuseeland) war es mehr auf Abriss.

Willi:
Im Reiseführer habe ich gelesen, dass in Raratonga der beste Tamura getanzt wird. Es wurde empfohlen, einen solchen Abend zu besuchen und ich muss sagen, es war um Klassen besser als in Rotorua. Es war richtig schön.
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Erika:
Es hatte 4 kleine Kinder (zwischen 2 und 4 Jahre alt). Sie waren gleich gekleidet wie die Frauengruppe und haben super getanz. Die sind vielleicht beweglich. Man kann gar nicht beschreiben, wie süss das war. Sie sind voll mit der Musik mitgegangen und hatten total Freude am Tanzen. Dahinter waren die Mütter, haben gestrahlt und die Kinder motiviert.
http://www.youtube.com/watch?v=Q1BeBEg3 ... re=related
Am Schluss wurden die Gäste nach vorne geholt. Die Kleinen haben auch Gäste geholt und gestaunt, wie diese steifen Männer und Frauen getanzt haben. Dieser Abend hat sich wirklich gelohnt, es war einfach super.
Unterdessen ist es Uhr 22.30 und wir sind zurück im Zimmer. Es gibt jetzt noch Tanz, aber mit einer "schwangeren Bergente" kann man nicht tanzen. Das war ein schöner Tag (vor allem der Nachmittag), ich bin überglücklich und ich glaube, dass ich diese Nacht endlich wieder einmal schlafen kann.
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