. : Service und Hilfe

Forum der Regionalgruppe Zürich

Moderator: Joker_

Beitragvon bobwillie » 27.12.2009, 11:16

VORWORT WILLI

Unser lang ersehnter Wunsch einer ca. 2 jährigen Weltreise wurde kurz vor dem Start verhindert.

Nach einem Jahr mit Operation, Chemotherapie und Bestrahlung haben wir uns trotz einem sehr schlechten Bescheid von den Ärzten entschieden unsere Weltreise doch noch zu starten und erst wenn es gar nicht mehr geht, nach Hause zu kommen.

Erika hat ein Tagebuch auf Tonband gesprochen und teilweise habe ich dann noch einen Nachtrag gemacht oder wenn es der Erika schlecht ging den Tag selber besprochen.

Am 7. Juli 1999 zu meinem 50. Geburtstag, hat mir meine Tochter Pascale ein gebundenes Buch mit Bildern geschenkt. Sie hat unsere mundart Tonbandaufzeichnungen in einen Buchtext übertragen. Eine riesige Arbeit. Für die Pascale aber sicher auch eine Form um den frühen Tod ihrer Mutter zu verarbeiten.

Nach 18 Jahren, ist es mir ein Bedürfnis diese Erlebnisse weiter zu geben.
Ich werde nun jeden Tag einen Tagesbericht ins Forum stellen.

INHALTSVERZEICHNIS

VORWORT (der Autorin Pascale)

ABFLUG

THAILAND
BANGKOK
CHIANG MAI
BANGKOK

PHILIPPINEN
MANILA
BORACAY

AUSTRALIEN
BRISBANE
BRISBANE - SYDNEY
SYDNEY - MELBOURNE
MELBOURNE
MELBOURNE - ADELAIDE
ADELAIDE
SYDNEY

NEUSEELAND
NORDINSEL / AUCKLAND
NORDINSEL / NORTH LAND
NORDINSEL / EAST COAST
SÜDINSEL
NORDINSEL
NORDINSEL / AUCKLAND

SÜDSEE
FIJI
KREUZFAHRT
FIJI
RARATONGA

AMERIKA
LOS ANGELES
NACHTRAG DER AUTORIN

**************************************************************************************

VORWORT

Alles begann mit einem Traum.
Erika und Willi hatten schon sehr lange den Traum, einmal in die weite Welt zu reisen und andere Länder und andere Leute zu besuchen. Der Traum sollte Wirklichkeit werden, sobald die beiden Kinder, Claudia und Pascale, selbständig sind.
Claudia und Pascale wurden älter und der Traum wurde präsenter denn je. Ihre Beziehung hat die alltäglichen "Familien-Problemchen" erfolgreich überstanden und beide waren bereit, bereit für einen neuen Lebensabschnitt. Sie kauften sich ein Wohnmobil und begannen, Europa zu erforschen. Zusammen machten sie sich Gedanken über ihre Zukunft und träumten von neuen Zielen.
Dann kam ein grosser Tag. Sie haben beide ihre langjährige und erfolgreiche Arbeitsstelle gekündigt und waren bereit, zusammen die weite Welt zu entdecken.
Doch leider kam es anders.
Eine Arztdiagnose hat Ihr Leben von einem Tag auf den andern verändert. Es folgte ein turbulentes Jahr mit Behandlungen, Hoffnung und Niederlagen, bis sie irgendwann einsehen mussten, dass sie den Krebs nicht besiegen können.
Das Ziel war klar - der Traum. Zum Erstaunen einiger nahestehender Personen (nicht aller) packten sie ihre Sachen und starteten zu ihrer Weltreise. Wahrscheinlich eine der wichtigsten und richtigsten Entscheidungen ihres ganzen Lebens.
Es ist bemerkenswert, wie diese 2 Menschen trotz der schrecklichen Krankheit Krebs, eine so interessante, erlebnisreiche und vor allem harmonische Reise miteinander verbringen konnten.
Mit einem Tagebuch haben sie uns ermöglicht, an diesem Traum teilzuhaben.
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Beitragvon bobwillie » 28.12.2009, 11:01

SAMSTAG, 28. DEZEMBER 1991

Erika
Am 28. Dezember 1991 konnten wir unsere Weltreise endlich starten. Aufgeregt sind wir um 08.30 Uhr am Flughafen Zürich-Kloten eingetroffen. Und da waren: Willi"s Eltern, s‘Mueti, de Franz und d‘Edith, de Erich und de Franz und d‘Cesti mit Kinder. Wir waren daran uns zu verabschieden als auf einmal Harry auftauchte. Er hat uns einen Umschlag mit einem sehr netten Brief und etwas für einen Drink in die Hand gedrückt, was uns sehr gefreut hat. Um 10.00 Uhr haben wir uns dann endgültig verabschiedet und begaben uns langsam zu unserem Flugzeug. Als wir durch die Passkontrolle gingen, haben uns die Kinder noch zugewunken, Claudia natürlich mit ihren "Tränchen" in den Augen (sie hat sich jedoch tapfer gehalten). Wir haben noch ein letztes Mal gewunken und haben uns dann in unsere Lufthansa-Maschine gesetzt, die pünktlich um 10.30 Uhr gestartet ist. Der Start war "super", wir sind über Zürich geflogen, haben noch eine Kurve über dem Üetliberg gedreht und sind dann auf ca. 6700m gestiegen. Die Sicht war während dem ganzen Flug sehr schön.
In Frankfurt hatten wir einen Aufenthalt von einigen Stunden und um 15.30 Uhr sind wir dann mit einer Boeing 747 (ein riesiges Ding) von der Philippine Airline wieder gestartet. Wir erlebten eine wundervolle orangerote Abendstimmung (es schien, als würden die Berge brennen). Anschliessend wurde es dunkel und blieb dunkel, bis am nächsten Morgen um 06.00 Uhr. Um 08.00 Uhr Ortszeit (in der Schweiz war es 02.00 Uhr in der Nacht) sind wir dann in Bangkok gelandet.
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Beitragvon bobwillie » 29.12.2009, 6:02

SONNTAG, 29. DEZEMBER 1991

Erika:
Nach der Ankunft sind wir mit einem Taxi für 300 Baht (ca. Fr. 18.-) ins Hotel Asia gefahren. Nach einer Dusche haben wir uns ins Bett gelegt und konnten endlich schlafen. Am Nachmittag haben wir Claudia angerufen und sind dann auf eine erste kurze Shopping-Tour gegangen. Im ersten Geschäft haben wir bereits eine Puppe für Franz und Edith gekauft, für Willi haben wir eine Badehose gekauft und dann brauchten wir natürlich noch einen Stadtplan. Am Abend sind wir mit einem "Took-Took"
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Beitragvon bobwillie » 30.12.2009, 11:22

MONTAG, 30. DEZEMBER 1991

Erika:
Heute haben wir bereits das erste Frühstück verschlafen. Um 12.30 Uhr haben wir endlich das Zimmer verlassen und mit einer thailändischen Freundlichkeit wurde uns das Frühstück trotzdem noch serviert (und es war sehr gut). Danach ging es zu Fuss auf unsere zweite Shopping-Tour (Willi hat sich Nike Turnschuhe und ein super schönes Seidenhemd gekauft). Gegen Abend gingen wir dann zum Swimming-Pool (im 12. Stock unseres Hotels), sind ein bisschen geschwommen und haben uns entspannt. Um ca. 18.00 Uhr sind wir ins Zimmer zurück gekehrt, Willi spielt im Moment gerade Gitarre und ich sitze im Bett und schreibe.
Am Abend fuhren wir dann mit einem "Took-Took" zum "Night Bazar". Der "Night Bazar" befindet sich in der gleichen Strassen wie der Sextourismus, da ist wirklich was los. Wir hatten Mühen, durch die Menschenmenge zu kommen. An den Ständen konnte man T-Shirt, Gürtel, Schuhe und vieles mehr kaufen. Natürlich sind wir auch noch in einen solchen Sexladen gegangen. Die Mädchen standen wie Ausstellungsmodelle auf dem Laufsteg und haben getanzt. Die meisten waren ca. 16 Jahre alt, wobei es auch ein paar jüngere Mädchen hatte, welche die Männer im Club betreuen mussten. Ich würde sagen, sie waren zwischen 12 und 14 Jahre alt. Wir haben dann eine Zeit lang, das ganze Geschehen beobachtet. Es hat eine Art Mutter (Gluggere), die mit den Männern die Preise aushandelt und die jungen Mädchen betreut. Mir ist aufgefallen, dass die Mädchen alle bildhübsch sind, mit sehr schönen Gesichtern und super Figuren (da stimmt einfach alles). Wir haben sie ein bisschen beobachtet, wie sie miteinander "herumgeblödelt" und sich amüsiert haben. Eine ist mir immer fast auf die Schoss gesessen (ich kam mir vor, als sei ich ihre Mutter). Wir haben unser Bier getrunken und sind dann weitergegangen, um den restlichen Markt zu besichtigen. Ich habe eine schöne Jacke gesehen und wir haben versuchten, an den verschiedenen Ständen zu "märten", aber wir haben den Preis zu wenig tief hinunter gebracht und so habe ich den Kauf gelassen. Es hat viele Stände mit Musikkassetten und da konnte ich Willi natürlich fast nicht mehr weg bringen. So schlenderten wir langsam durch den Markt und gingen dann um Mitternacht mit einem "Took-Took" zurück zum Hotel.
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Beitragvon bobwillie » 31.12.2009, 1:24

DIENSTAG, 31. DEZEMBER 1991

Erika:
Heute haben wir bereits um 09.00 gefrühstückt Uhr. Willi wollte seine Haare schneiden lassen und so gingen wir in einen "Coiffeur-Salon", wo wir von einer jungen, netten Thailänderin bedient wurden. Wir konnten zwar nicht viel mit ihr sprechen, haben ihr aber doch irgendwie gezeigt, wie wir es gerne haben möchten und so begann sie dann, die Haare zu waschen. Sie fragte Willi, ob er noch eine Gesichtsmassage möchte - warum nicht einmal probieren. Es war ein Erlebnis zuzuschauen, wie sie mir ihren kleinen Fingern in einem Tempo um die Augen, die Nase und den Mund "gefräst"
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Beitragvon bobwillie » 01.01.2010, 6:35

MITTWOCH, 1. JANUAR 1992

Erika:
Heute sind wir verständlicherweise erst um 09.30 Uhr erwacht und da man im Hotel nur bis um 10.00 Uhr frühstücken kann, haben wir uns beeilt, um das Frühstücksbüffet noch geniessen zu können. Anschliessend haben wir unsere Koffer gepackt und beim "auschecken" hatten wir dann das erste Mal die Gelegenheit, unsere Visa Karte einzusetzen.
Mit einem "Took-Took" sind wir in die "Kaosan Strasse"
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Beitragvon bobwillie » 02.01.2010, 2:14

DONNERSTAG, 2. JANUAR 1992

Erika:
Das Frühstück hat uns jedoch überzeugt. Für Fr. 1.80 bekommt man hier Brot mit "Confi" und Butter, einen Kaffee, Ananas oder Melone und einen Fruchtsaft. Dieses "normale"
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Beitragvon bobwillie » 03.01.2010, 10:16

FREITAG, 3. JANUAR 1992

Erika:
Um 08.00 Uhr sind wir endlich in Chiang-Mai angekommen. Meine Füsse waren sehr stark angeschwollen und schmerzten auch dementsprechend. Bei einer Tankstelle wurden wir ausgeladen und da wir noch keine Unterkunft gebucht hatten, wurden wir natürlich auch nicht abgeholt. Und so standen wir halt einfach da. Es hatte noch weitere 4 Personen, die keine Unterkunft gebucht hatten und so wurde uns trotzdem ein Transport organisiert. Willi hat im Führer ein gutes "Guesthouse" gefunden, aber leider war es bereits ausgebucht. Sie rieten uns bis um 10.00Uhr zu warten, da vielleicht noch Zimmer frei würden. Wir haben erst einmal gefrühstückt und haben dann gewartet … und gewartet. Es war ein schönes "Guesthouse" und schien sauber zu sein. Um 10.00 Uhr wurde uns dann aber mitgeteilt, dass kein Zimmer mehr frei wurde. Wir waren ziemlich kaputt von der Reise und wussten im Moment gar nicht wie weiter. Sie drückten uns dann einen Prospekt mit weiteren "Guesthouses" in die Hand und schon bald fanden wir ein passendes (auch preislich). Wir fragten die Dame an der Rezeption, ob sie für uns anrufen und reservieren könne (damit wir nicht vergebens hin fahren). Wir hatten Glück! Die Dame hat uns dann auch noch ein Taxi organisiert und schon fuhren wir zu unserem Hotel. Das Zimmer war einfach, aber viel schöner als in Bangkok (war jedoch auch etwas teurer). Das Hotel hat sogar ein Swimming-Pool und ein Restaurant, in dem man sehr gut und preiswert essen kann, und da es uns so gut gefiel, haben wir uns entschlossen, gleich eine Woche zu bleiben.
Wir haben uns dann an den Swimming-Pool gelegt, um uns von der Reise zu erholen. Mit der Zeit wurde es etwas unbequem und so gingen wir ins Zimmer und sind prompt eingeschlafen. Danach waren wir jedoch wieder fit, sind in die Stadt gegangen und haben schon bald eine Pizzeria gefunden. Willi hat natürlich wieder eine Pizza gegessen und ich, wie könnte es anders sein, Spagetti Napoli. Mmh … und gut war es! Wir haben auch einen Salat bestellt, obwohl man hier eigentlich keinen Salat essen sollte. Wir haben schon viel zu oft "gesündigt"
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Beitragvon bobwillie » 04.01.2010, 8:43

SAMSTAG, 4. JANUAR 1992

Erika:
Wir sind auch mit einem ziemlich schweren Kopf erwacht. Wir verbrachten den ganzen Tag beim Swimming-Pool, haben gefaulenzt und den Tag genossen. Um Uhr 22.00 gingen wir schon wieder schlafen. Irgendwie hatten wir "Nachholbedarf".
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Beitragvon bobwillie » 05.01.2010, 8:26

SONNTAG, 5. JANUAR 1992

Erika:
Heute sind wir wieder früher erwacht. Wir haben bereits um 8.30 Uhr gefrühstückt, und wollten dann einen Töff mieten. Leider waren bereits alle ausgebucht und so reservierten wir gleich einen für den nächsten Tag (mal schauen ob das klappt). Da uns der gestrige Tag so gut gefallen hat, haben wir uns entschlossen, heute noch einmal einen "Swimming-Pool-Tag" einzulegen. Meinem Körper tut die Erholung gut, die Füsse sind nicht mehr so stark angeschwollen und auch die Schulter schmerzt nicht mehr so stark. Am Mittag haben wir uns ein feines Mittagessen gegönnt. Pascale aufpassen, es gab: "Sweet and Sour", Nudeln mit "Shrimps", Gemüse, und "Fried Rice" mit Shrimps. 4 grosse Teller köstliches Essen, ein Cola und ein Eistee für nur gerade Fr. 10.-. Und es war super gut! Danach haben wir uns wieder auf den Liegestuhl (Bridge) geworfen und den Tag weiter genossen. Willi hat zwischendurch die Filme zum entwickeln gebracht und um 16.00 Uhr konnten wir sie dann wieder abholen. Am Abend nahmen wir noch ein letztes Bad im Swimming-Pool und dann habe ich mich noch für eine Thai-Massage angemeldet (bin ja gespannt, was da heraus kommt).
am nächsten Morgen
Willi:
Es ist erst 7.45 Uhr Erika liegt neben mir im Bett und möchte noch gar nicht aufwachen. Ich habe mir das Tonband noch einmal angehört und habe noch einen Nachtrag zum gestrigen Abend, d.h. eigentlich zur Massage. Als erstes ging Erika in den Coiffeur-Salon, um sich über die Massage zu informieren. Sie hat gebucht und kam zurück, um 100 Baht für die Anzahlung zu holen. Etwas später kam sie wieder zurück um mehr Geld zu holen, da sie nun die ganze Massage im voraus bezahlen musste. (Die Massage dauert 1 Stunde und kostet ca. Fr. 12.-, das ist für uns natürlich sehr preiswert.) Als sie dann auf die Massage wartete, wurde sie ziemlich nervös. Hat sich noch geduscht und gewaschen und ging dann um 19.30 Uhr zum Coiffeur-Salon. Ich habe gesagt, dass ich im Zimmer auf Sie warten werde. Nach kurzer Zeit kam sie zurück, hinter ihr die Masseuse. Die Massagen werden hier im eigenen Zimmer gemacht (was wir natürlich nicht wussten) und so staunte die Masseuse, als ich im Bett lag. Für das Moskitonetz haben wir eine Schnur durch das Zimmer gespannt, die wir auch als Wäscheleine für die Badetücher benützen, was unser Zimmer wie ein Campingplatz aussehen liess. Die Masseuse fand das jedoch ganz in Ordnung und hat nur gelacht. Erika wollte sich ausziehen, was die Masseuse schon wieder amüsierte. Sie meinte nur, dass sie die Kleider anbehalten könne und sich aufs Bett legen soll. Aber wie? Auf den Bauch oder auf den Rücken? Die Masseuse hat wiederum nur gelacht. Erika musste sich dann auf den Rücken legen und die Massage konnte beginnen. Ich verliess das Zimmer, damit sie sich auch richtig entspannen konnte.
Ich ging dann ins Restaurant, bestellt eine Flasche Bier und merkte schon bald, dass mich die "Thai Girls" so komisch anschauten. Dann viel mir auf, dass mir die Männer nachschauten. Ich muss vielleicht noch anmerken, dass es hier viele Männer gibt, die mit ihren Familien reisen, eigentlich aber auf der Suche nach einem Mann sind. Sie sind zwar verheiratet und haben Kinder, sind aber trotzdem schwul. Für mich ist das ziemlich ungewohnt, aber anscheinend ist das hier normal. Und da ich nun alleine am Tisch sass, schien der Fall klar zu sein. Schon bald kam ein Mann zu mir und fragte, ob er sich zu mir setzen dürfe. Ich habe ihn dann zwar gelassen, habe aber nicht viel mit ihm gesprochen und ihm zu spüren gegeben, dass ich nichts von ihm möchte.
Als Erika nach 1 Stunde noch nicht ins Restaurant gekommen war, habe ich mir gedacht, dass sie bestimmt wieder eingeschlafen ist, wie damals bei der Gesichtsmassage (obwohl sie immer noch behauptet, sie sei nicht eingeschlafen). Ich ging dann zurück ins Zimmer, und die Massage war immer noch im Gange. Erika lag auf dem Bett, die Masseuse sass auf ihr und riss an ihr herum. Es war nicht ganz die Art von Massage, die sich Erika vorgestellt hatte (fein, mit Öl usw.). Es war eher eine kraftvolle Massage und tat zum Teil auch ziemlich weh. Ich muss mir erst noch überlegen, ob ich das überhaupt über mich ergehen lassen möchte. Ich bekam auch noch eine kurze Kostprobe und ich muss sagen, ich kann mich auch anders quälen. Wie Erika aber gesagt hat, tat es schlussendlich doch sehr gut. Vom Reisen und von den harten Betten hatten wir ziemliche Verspannungen und die konnten recht gut gelöst werden. Vor allem Erika"s Rückenschmerzen haben stark nachgelassen.
Heute werden wir nun den Töff mieten und einen Ausflug machen. Erika wird dann am Abend darüber berichten.
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Beitragvon bobwillie » 05.01.2010, 20:48

MONTAG, 6. JANUAR 1992

Erika:
Heute morgen fand ich es schon noch ein bisschen früh, als Willi mich geweckt hat. Eigentlich war mir bewusst ich, dass wir früh aufstehen müssen, aber ein bisschen länger im Bett zu bleiben, wäre schon schön gewesen. Ich stand dann aber doch auf, ging unter die Dusche und um 08.30 Uhr sassen wir am Frühstückstisch. Als ich noch einmal auf die Uhr schaute, merkte ich, dass es erst 07.30 Uhr war; da mussten wir natürlich lachen. Es war zwar ein Versehen, aber ich habe Willi natürlich trotzdem "hochgenommen". Um 08.30 Uhr konnten wir dann den Töff abholen (für ca. Fr. 7.- für 24 Stunden).
Wir fuhren in ein Tal, in dem es Elefanten-, Schmetterlings- und Orchideen-Farmen hat. Den Weg haben wir gut gefunden und als erstes gingen wir in die Schmetterlings- und Orchideen-Farm.
Eigentlich hatten wir vor, die Farm zu besichtigen, fanden uns dann aber in einem Verkaufsladen wieder. So etwas schönes haben wir noch gar nie gesehen. Hier werden Orchideen gepflückt, lackiert und später mit Goldplatten auf der Rückseite verziert. Dann werden sie zu Broschen, Anhänger oder Ohrringe verarbeitet. Es war faszinierend; jedes Stück sah anders aus und jedes war wunderschön.
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Wir verbrachten ziemlich viel Zeit in diesem Laden und haben für unsere Kinder eine Brosche mit Ohrringe gekauft. Für mich kauften wir eine Brosche mit Anhänger und für unsere Mütter ein Blatt, das man an eine Kette hängen kann. Wir hatten dann gar keine Lust mehr, die ganze Farm zu besichtigen und so fuhren wir weiter.
Wenig später kamen wir zu den Wasserfällen, die im Moment aber leider zu wenig Wasser haben. Wir haben uns noch ein bisschen umgeschaut und sind dann weiter gefahren.

Als nächstes kam die Elefanten Farm. Es hatte 46 Elefanten und das Jüngste war nur gerade 1 Monat alt. Wir haben den Elefanten zugeschaut, wie sie riesige Bambusrohre gegessen haben (das sei ihre Lieblingsspeise). Die Angestellten wohnen bei den Elefanten, ihre Häuser befinden sich sogar in den Gehegen. Es kam dann auch gleich einer auf einem Elefant geritten und es war amüsant zuzuschauen, wie er abgestiegen ist. Hinter dem Ohr ist er herunter gerutscht und der Elefant hat kurz den Fuss gehoben, damit er ihn als Trittbrett benutzen konnte. Das sah wirklich süss aus.
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Wir sind dann noch weiter ins Tal gefahren und kamen zu einigen sehr schönen Häusern (das seien die Ferienhäuser von reichen Leuten aus Bangkok). Auf dem Rückweg konnten wir noch einmal die schöne Landschaft geniessen. Es war schön grün, hatte viele Palmen und wunderschöne Orchideen. Wir sind dann in ein Seitental eingebogen und fuhren dort auf einer "löchrigen" Strasse ins Tal hinein. Es hat sich gelohnt. Wir kamen zu einem künstlich angelegten See mit "herzigen" Häusern.
Bild
Auf dem See hatte es kleine Boote, mit denen man Fischen konnte, und es hatte auch einen kleinen Markt (little Chiang Mai Market), den wir natürlich auch besichtigt haben. Schon bald hatten wir wieder die Hände voller Geschenke; für Franz und Edith haben wir wieder Puppen gefunden und Willi hat Fächer und Schirme gekauft. Alles sehr schöne Sachen. Wir machten noch einige Fotos und fuhren dann wieder zurück.
Bild
Wir sind wieder an der Elefantenfarm vorbei gefahren und da kamen uns auf der Strasse 2 Elefanten entgegen. Wir sind in der Strassenmitte zwischen den beiden Elefanten durchgefahren. Das war schon ein komisches Gefühl. Sie waren jedoch friedlich und haben uns gar nicht beachtet.

Am späteren Nachmittag kamen wir wieder beim Hotel an. Wir waren ziemlich kaputt und der "Hinter" schmerzte, als wenn wir reiten gegangen wären. Wir sind dann ins Zimmer getorkelt, haben die gekauften Geschenke noch einmal angeschaut und gingen dann ins Restaurant. Zum Essen haben wir ein Bier getrunken und das hat uns noch den Rest gegeben; wir brauchten erst einmal ein bisschen Schlaf.
Am Abend sind wir dann wieder aufgestanden, haben uns noch ein Bad im Swimming-Pool gegönnt, und sind dann mit dem Töff ins Dorf gefahren.
Am Mittag haben wir leider wieder einmal einen Salat gegessen, der uns nicht so gut bekommen ist und so entschlossen wir, am Abend kontinental zu essen (tut unserem Magen wahrscheinlich besser). Wir wollten wieder einmal einen "Italiener" berücksichtigt. Im Führer haben wir ein passendes Restaurant gefunden und sind mit dem Töff hingefahren. Wir haben es ohne Probleme gefunden (wir kennen uns jetzt schon recht gut aus), aber manchmal musste ich schon die Augen schliessen, damit ich nicht sehen konnte, wie gefahren wurde.
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So standen wir vor diesem Restaurant und merkten, dass es ein sehr feiner Laden war. Wir sahen uns an, Willi mit zerrissenen Jeans und ich mit meinen alten Hosen. Wir dachten, dass sie uns sagen würden, dass alles reserviert sei (in Zürich hätten sie uns bestimmt nicht herein gelassen). Sie haben uns dann aber sogar die Türe aufgehalten und willkommen geheissen, und uns einen sehr schönen Tisch gegeben. Dann haben sie uns die Serviette auf unsere kaputten Hosen gelegt und uns von allen Seiten bedient. Wir kamen uns vor wie die Fürsten. Es hatte eine Pianistin, die den ganzen Abend sehr schön gesungen hat. Wir haben die Menükarte angeschaut und obwohl es mir noch nicht ganz wohl war im Magen, dachte ich, dass es mir wahrscheinlich gut tun würde, etwas zu essen. Wir bestellten Tomatensalat mit Mozzarella und Basilikum. Der Salat war sehr schön angerichtet und wurde direkt am Tisch zubereitet, gewürzt und mit Öl und Essig begossen. Dazu tranken wir einen feinen Rosé. Danach hatte Willi Spagetti (schön garniert, mit Ananas, und einer Rose aus einem Rettich und einer Karotte geschnitzt) und ich bekam ein Teller mit 3 verschiedenen Teigwaren (mit der gleichen Garnitur). Da ich noch nicht so viel essen konnte, haben sie mich immer wieder angeschaut und gedacht, es sei vielleicht nicht gut. Ich habe dann die Hälfte stehengelassen und habe mich entschuldigt, es war mir eigentlich nicht recht. Willi bekam anschliessend noch Tintenfische. Da ich nach dem Rosé keinen Wein mehr mochte, fragten wir, ob es auch "half Bottle"
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Beitragvon bobwillie » 07.01.2010, 2:04

DIENSTAG, 7. JANUAR 1992

Erika:
Heute morgen hat Willi den Töff zurück gebracht. Da es mir nicht so gut war, dachten wir, dass es besser sei, heute nicht mit dem Töff auszufahren, sondern wieder einmal einen gemütlichen Tag zu machen. Der heutige Tag ist eigentlich kurz zu beschreiben: Wir sind den ganzen Tag am Swimming-Pool gelegen, haben uns gesonnt, gefaulenzt und gebadet. Um 17.00 Uhr unsere Zeit (11.00 Uhr in der Schweiz) haben wir Claudia und Pascale angerufen. Wir hatten wieder einmal das Bedürfnis Ihre Stimmen zu hören, zu erzählen wie es uns so geht, und zu hören wie es ihnen geht. Unterdessen ist es 17.30 Uhr und wir werden bald einmal Abendessen gehen, aber das erzähle ich später.
Am Abend sind wir noch zu einem Nachtbazar (night market) gefahren. Das war sehr eindrücklich. Er war sehr gross, sehr sauber und hatte alles, was das Herz begehrt (am liebsten hätten wir alles gekauft). Schon bald habe ich ein schönes Oberteil gesehen. Wir konnten den Preis bis auf einen Drittel "märten", und so habe ich es natürlich auch gleich gekauft. Dann sind wir weiter geschlendert und plötzlich sahen wir einen sehr schönen "Bettüberwurf" mit 2 Kissen für Pascale. Hier konnten wir leider nicht mehr gross "märten", aber da es sich um Handarbeit handelt, haben wir es trotzdem gekauft. Alles, was an diesem Mark verkauft wird, ist Handarbeit. Die Fächer und Lampen zum Beispiel werden direkt bei den Ständen bemalt. Der Bazar war so eindrücklich, dass wir uns am liebsten noch einmal hinein gestürzt hätten. Wir werden jedoch morgen einen Töff mieten und dann noch einmal hin fahren, sonst müssen wir alles zu fuss (oder mit einem "Took-Took") nach Hause tragen.
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Beitragvon bobwillie » 08.01.2010, 8:26

MITTWOCH, 8. JANUAR 1992

Erika:
Heute morgen haben wir ausgeschlafen und sind ungefähr um 10.00 Uhr frühstücken gegangen. Als ersten möchten wir heute ein Paket vorbereiten. Die ganzen Geschenke haben sich angesammelt und wir haben langsam zu viel Gepäck. Wir haben einen Brief geschrieben, alles verpackt und sind dann um 12.00 Uhr zum "Töffmensch" gegangen.
Dann haben wir einen Ausflug zu einem Tempel gemacht, der auf einem Hügel liegt, von wo man eine schöne Sicht über die ganze Stadt hat (der Üetliberg von Chiang Mai). Die Aussicht war phantastisch und der Tempel super schön (aus "Goldplaquets" gefertigt). Auch das Klima war sehr angenehm (etwas kühler als im Tal; es kam mir vor, wie wenn man von Sion zu uns nach Siviez fährt). Alles war sehr schön, ausser den vielen Kurven ("s‘Cento Valli isch grad en Dräck dägäge").
Bild
Auf dem "Üetliberg von Chiang Mai" der Doi Sutep Tempel

Danach haben wir noch einen zoologischen Garten besucht (das war mein Wunsch). Ich war zwar schon ziemlich müde, aber es war trotzdem schön. Es hatte viele Vögel, Bären, Elefanten … und vieles mehr.
Bild
Im Zoo von Chiang Mai hatte es sogar ****** Rehe ******

Dann sind wir zurück gefahren und haben für 2 Stunden geschlafen, damit wir am Abend für den Bazar und für etwas Live-Musik wieder fit sind.
Wir haben uns geduscht, angezogen und sind zum Bazar gefahren. Kaum angekommen, haben wir schon wieder eingekauft. Willi hat Kassetten gekauft (es hat riesige Stände mit mehreren hundert Kassetten). Für Claudia haben wir eine Uhr gekauft, ein schönes Halstuch, und für uns Hosen und T Shirts. Willi möchte noch ein Foto machen, wenn ich die Hose anziehe, er hat beinahe einen "Schreikrampf" bekommen, als er sie gesehen hat. Die Verkäuferin sagten, diese Hose sei für jede Figur, aber für meine ist sie nicht unbedingt.
(Nachtrag: sie ist nicht für jede Figur, es ist eine Einheitsgrösse).
Dann habe ich noch Erdbeeren gekauft, einen ganzen Sack für Fr. 0.60 (wir sind nämlich mitten in der Erdbeersaison). Sie waren so gut, dass ich einen eventuellen Durchfall in Kauf genommen habe.
Der Bazar ist so gross, dass man sich zu Tode laufen könnte (in der Grösse vielleicht vergleichbar mit dem Knabenschiessen). Wir mussten uns ein System zurecht legen, damit wir einigermassen alles sehen konnten (aber eigentlich müsste man etwa fünfmal gehen, um alles zu sehen).
Mit unserem Töff haben wir unsere sieben Sachen nach Hause gebracht und sind dann wieder ins Dorf zurück gefahren. Aus einer Pizzeria haben wir Live-Musik gehört. Der Musiker war sehr gut und hat vor allem sehr gut gesungen (von Bob Dylan, über John Lennon, Beatles, bis zu Country). Neben uns sass ein Mann mit seinen zwei Söhnen. Die Stimmung war ziemlich lau und als wir angefangen haben zu klatschen haben sie plötzlich mitgemacht. Der Mann hat eine Gitarre gepackt, ist auf die Bühne gegangen, hat ein Solo gespielt und mitgesungen. Willi wäre am liebsten auch gegangen, aber wir waren ziemlich nahe bei der Bühne und so konnte er auch vom Tisch aus mitsingen. Plötzlich kam eine riesen Stimmung auf, alle Leute haben mitgemacht und auch die Serviertöchter hatten Freude (ich glaube, das erleben sie nicht jeden Tag). Der Musiker ist richtig aus sich herausgekommen vor Freude. Um 23.00 Uhr hat der Musiker aufgehört und dann hat der Chef der Pizzeria noch weiter gespielt (die ganze Stimmung hat auch ihn angemacht). Er hat jedoch nicht so gut gesungen und so ist die Stimmung bald zusammen gebrochen. Wir haben dann langsam bezahlt und sind nach Hause gefahren.
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Beitragvon bobwillie » 09.01.2010, 2:41

FREITAG, 10. JANUAR 1992
Willi:
Da Erika müde ist und seit 2 Tagen kein Tagebuch mehr machen möchte, erzähle ich nun weiter (sonst müssen wir zu viele Nachträge machen).
Nachtrag: Am Donnerstag, 9. Januar sind wir mit dem Töff zu einem "packing service" gefahren. Erika hat alles sehr gut vorbereitet, hat die Geschenke in die Decke gewickelt und in Plastiksäcke verpackt. Im "packing service" wurde das ganze dann zu einem perfekten Paket verpackt. Wir haben uns schon auf eine längere Übung vorbereitet (Annelies hat uns prophezeit, dass wir Tausende von Formulare ausfüllen müssen, natürlich alle auf Englisch, und wir hatten schon ein bisschen "Bammel" davor). Schlussendlich war es jedoch überhaupt kein Problem. Wir mussten nur die Destination angeben und bekamen dann vorbereitete Formulare (auf Deutsch), auf welchen genau beschrieben war, was ausgefüllt werden muss. Erika hat das sehr schnell erledigt, aber noch schneller war der Mann, der das ganze eingepackt hat. Er war wirklich ein Profi, hat uns alles vorbereitet, das Paket in die Post hinüber gefahren und wir mussten nur noch bezahlen. Der "packing service" hat uns ca. Fr. 3.- gekostet, der Versand war dann etwas teurer, ca. 10-mal so viel, aber natürlich hätten wir nicht alles auf die Reise mitnehmen können.
Ansonsten haben wir nicht mehr viel unternommen. Wir gingen an den Swimming-Pool, ich habe den Töff zurück gebracht und am Abend sind wir noch ausgegangen. Eigentlich hätte Erika das Programm für den Abend wählen sollen, aber da sie im Buch nichts gefunden hat, sind wir einfach Richtung "Night Bazar" gelaufen und haben uns ein Restaurant gesucht. Mir geht es richtig gut im Magen und ich hätte Lust auf etwas Neues (Lust, "Thai Food" zu probieren). Erika hingegen würde lieber etwas europäisches essen.
Der Grund, weshalb ich nicht an einem Stand beim Markt essen möchte, ist nicht etwa die Art der Zubereitung (ich könnte stundenlang zuschauen wie sie kochen), aber daneben hat es scheussliche, schmutzige Tische, an denen es einem überhaupt nicht anmacht zu essen. Sie haben eigentlich keine Esskultur und geben keinen Wert auf das Aussehen des Gerichtes. Die Zubereitung wäre etwas für Pascale, das müsstest du einmal sehen. Wie sie das Gericht in der Pfannen zubereiten, das Gas regulieren, und würzen. Die Gewürze haben sie in kleinen Schüsseln vorbereitet und geben es dann auf eine flache "Kelle". Sojasauce haben sie in Literflaschen bereit, leeren es aber nicht einfach über das Gericht, sonder geben es wiederum auf die "Kelle". Wenn alles auf der "Kelle" vorbereitet ist, beginnen sie damit zu rühren und verteilen es so im Essen. Super zum zuschauen, und es riecht auch sehr gut (manchmal steigt eine Art Rauch oder Dampf auf, der eine Art "Hustreiz" auslöst, ähnlich wie bei uns beim grillieren). Die Leute an den Ständen sind eigentlich dauernd am Essen. Ich habe gelesen, dass sie im Normalfall fünfmal am Tag essen, aber eigentlich essen sie den ganzen Tag, dafür immer nur wenig. Wenn einer Kleider verkauft hat er irgendwo zwischen den Waren seine Schüsseln, und isst und trinkt.
Wir sind dann in ein deutsches Restaurant gegangen und Erika hat Bratkartoffeln mit Speck und Eier gegessen (und hat davon geschwärmt). Ich habe "fried-rice mit shrimps" und ein "curry" gegessen. Ich habe immer gehört, dass das "curry" grausam scharf sein soll und da ich bis jetzt immer europäisch oder chinesisch gegessen habe, wollte ich es nun einmal probieren. Es war sehr gut (scharf, aber trotzdem super gut).
Heute am Flughafen war es wieder ähnlich. Erika hat Milch, Tost und "Confibrot" gegessen (sie fühlt sich einfach nicht ganz wohl, nicht nur im Magen) und ich hatte wieder Lust auf etwas Spezielles; habe ein Chilli probiert und mich dann bis zu den roten Peperoni gewagt. Im Moment könnte ich weiss ich was essen.
Jetzt freuen wir uns auf den Flug nach Bangkok. Im Moment sitzen wir im Flughafen Restaurant und schauen noch ein bisschen dem Geschehen zu.

Erika:
Nachtrag zu Chiang Mai: Normalerweise macht Willi die Nachträge, aber da er gestern erzählt hat, mache ich ihn nun. Gestern Abend haben wir uns noch Live-Musik angehört. Es waren 2 junge Männer in einer Gartenwirtschaft, die Lieder wie "Country Road" gespielt haben. Der Sänger hatte eine sehr gute Stimme mit einem eigenen Stil und der andere hat ihn begleitet. Das war super lässig. Die Musiker hatten ebenfalls Freude, dass jemand mitmachte, klatschte und Freude an der Musik hatte (da kann man sie manchmal noch aus den Reserven holen). Es war richtig gemütlich. Wir blieben bis ca. Uhr 23.15 (bis sie mit dem Spielen aufhörten) und gingen dann nach Hause.
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bobwillie
 
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Beitragvon bobwillie » 10.01.2010, 3:26

FREITAG, 10. JANUAR 1992

BANGKOK

Erika:
Unterdessen sind wir in Bangkok angekommen. Der Flug war eigentlich schön, obwohl wir nicht viel gesehen haben, da Bangkok wieder einmal unter einer Nebeldecke (oder einer Smog-Decke) lag. Nach der Ankunft haben wir uns nach einem Hotel oder Guesthouse umgeschaut. Am Flughafen wurde uns einiges angeboten, aber da uns nichts überzeugte, haben wir alle Angebote abgelehnt. Schlussendlich haben wir ein Taxi genommen und liessen uns in ein Hotel fahren (das leider bereits voll war). Der Taxichauffeur war jedoch sehr nett und hat uns zu einem anderen (leider auch überfüllten) Hotel gefahren. Er hat uns dann noch ein weiteres vorgeschlagen, das "Golden Palace", und in dem sind wir nun. Wir bekamen ein Zimmer für eine Nacht (für Baht 400.-) und morgen müssen wir dann schauen, ob wir noch einmal 2 Nächte bleiben können, oder ob wir etwas Neues suchen müssen. Das Hotel hat ein Swimming-Pool und liegt in der "Sukhumvit Gegend", einem lebhaften Viertel (genau was uns gefällt). Im Moment ist es 18.00 Uhr, wir sitzen am Pool und warten bis wir um 19.30 Uhr unser Zimmer beziehen können.
Willi ist gerade aufgefallen, dass der Mond hier anders liegt, nämlich auf dem Rücken. Wir wissen zwar nicht, ob er zunehmend oder abnehmend ist, aber er liegt einfach auf dem Rücken. Bis später.

Unterdessen haben wir bereits zu Abend gegessen. Das hoteleigene Restaurant war zwar etwas "schmudelig" (und das Essen auch nicht speziell), aber da wir sowieso auf unser Zimmer warten mussten, haben wir uns entschlossen, hier zu bleiben. Um 19.15 Uhr sind wir dann an die Rezeption gegangen. Unser Zimmer war zwar noch nicht bereit, aber dafür konnten sie uns ein anderes offerieren. Wir mussten lachen, als wir es uns anschauten (in einem solchen Zimmer haben wir noch nie geschlafen). Es sieht aus wie ein "Puff Zimmer"; das ganze Zimmer ist voll von Spiegeln (wir haben ausgerechnet, dass man den "Schniedelwutz" 154 mal sehen kann, wenn man will), jede Lampe kann einzeln ein- und ausgeschaltet werden und dann hat es noch eine Wand mit Gucklöcher, einfach unglaublich. Dieses Zimmer müssen wir einfach nehmen, denn in einem solchen Zimmer haben wir wirklich noch nie zusammen geschlafen. Wir haben uns kurz hingelegt und sind dann noch ausgegangen.

Bild

Da wir in einer lebhaften Gegend wohnen, wollten wir natürlich sehen, was hier läuft. Wir gingen in die Sukhumvit Strasse, in der es viele verschiedene Stände hat. Nach wenigen Schritten habe ich schon wieder ein T-Shirt gesehen, das ich unbedingt haben wollte. Willi hat eine Fototasche gekauft und so kamen schon wieder neue Errungenschaften zusammen. Wir schaffen es kaum an Ständen vorbei zu gehen, ohne irgend etwas zu kaufen.
Danach sind wir noch in den Biergarten gegangen und haben uns an die Bar zwischen "Thai Girls" gesetzt. Es ist wirklich amüsant, was man hier sieht und erlebt. Männer mit einer traurigen Miene, die gerne einmal ein Girl hätten, sich jedoch nicht trauen, und anderen (ich nenne sie "Lagaffen"), die hinein kommen wie der König persönlich und das Gefühl haben, ganz Thailand hätte auf sie gewartet. Dann gehen sie wie ein Hahn um die Bar herum und glauben, dass alle "Girls" auf sie zukämen, doch am Schluss sitzen sie meistens alleine da. Wenn sie jedoch einmal eine bekommen, wissen sie gar nicht, was sie mit ihr reden sollen, kitzeln sie und albern herum (da stellt es einem wirklich ab beim zuschauen).
Wir haben dann bezahlt und sind nach Hause gegangen in unser "schönes" Zimmer (das war lustiger, als was wir in der Bar gesehen haben).
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bobwillie
 
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