von Annahedi » 09.02.2012, 0:43
Am 26.4.2010 erhielt ich von der Kripo die Nachricht da sich der jüngste Burder meines Mannes das Leben genommen hat mit 42 Jahren - er war 8 Jahre als ich ihn kennenlernte, wir waren wie vorm Kopf geschlagen, ich habe nur noch funktioniert - immer wieder die Frage warum - bis heute keine Antwort - jedoch Vermutungen.
In den ersten Tagen nach seinem Tod bin ich starr und dennoch mutig durch die Gegend gelaufen jedoch sehr wackelig , immer eine Flasche Wasser bei mir, immer wieder getrunken das mein Kopf klar wird, denken war nicht - immer wieder der Ohnmacht nahe, bei der Kripo dann der nächste Schock, ein Abschiedsbrief indem er jemanden dafür verantwortlich machte-Hass und Zorn kamen zu der grenzenlosen Trauer und Hilflosigkeit dazu
15 Minuten in der Trauerhalle 3 Lieder von Michael Hirte abspielen lassen, dabei Ave Maria - bevor wir rausgingen Time to say Goodbye, habe seine Urne selber begraben dürfen- keiner hat an seinem Grabe was gesagt- niemand hat Worte finden können, ich sagte Du bist es selber in Schuld nun da unten zu liegen was machst du so einen Unsinn. Habe das Grab angelegt, auf seinem Platz einen großen Engel fest platziert und weitere für mich wichtige Sachen, jeden Tag war ich bei ihm - auch bis zu zwei mal, habe zu ihm gesprochen oder einfach nur geschaut.
Es tat weh, die Trauer war nach wie vor groß, die Fragezeichen warum nur- unendlich, habe wie in Trance seinen Nachlass aufgelöst - ich war mit jedem seiner Sachen bei ihm, alles erinnerte, aber ich war stark, als dann alles beendet war wurde ich krank, habe solange funktioniert wie es zeitlich sein mußte, dann war alles erledigt und ich konnte das erstemal richtig weinen.
Kurz vor Weinachten bekam er ein Gesteck, Weihnachten selber war ich nicht dort und zu seinem Geburtstag im Februar war ich auch nicht da, kurz bevor sich das erste Todesjahr nahte habe ich das Grab neu angelegt, schön gemacht und mir gesagt am 25.4. gehe ich nicht hin. Dann habe ich mir einen Cd Player gekauft eine neue Michael Hirte CD ( die erst hatte ich vernichtet, wollte nie wieder diese Lieder hören) habe alles geommen - es war auch noch Ostern-habe mich vor dem Grab gekniet die drei Leider abgespielt, (Menschen sind an mir vorbei gegangen), die Trauer hat mich erneut eingenommen habe geweint, die drei Lieder durchgehalten, dann ausgemacht, aufgestanden, bis dann gesagt und ging.
Und es war gut, ich habe meine Trauer abschlossen, mit Hilfe dieser fast 20 Minuten Mundharmonika Musik - nur wenn ich ganz, ganz fest in mich hinein höre fühle ich etwas schmerzliches, aber die dauernde Belastung Trauer??? sind weg, ich habe es geschafft, kann damit heut zutage gut umgehen-es ist nicht mehr belastend.
Ein Jahr habe ich dafür gebraucht, ich war mehr auf dem Friedhof als zuhause.
Trauer bewätigen zu können ist schwierig - viele können es nicht, es muss ein Weg gefunden werden wie, es weis keienr, nun dann wenn es geschafft ist,.
Es ist jedem sein gutes Recht zu trauern, jedoch kann es nicht jeder, Trauer zulassen. Stolz spielt dabei eine große Rolle, andere könnten es ja mit bekommen - jeder der seine Trauer zulässt hilf sich selber.
Weis man das jemand schwer krank ist, rechnet man mit seinem Tod das ist wesentlich leichter zu ertragen, geschieht ein Unfall ist der Tod plötzlich da - überfällt es uns, die damit zurecht kommen müssen, geht jemand freiwillig von dieser Welt..............................
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Vor einigen Monaten wurde bei uns an der Autoausfahrt ein junges Ehepaar, die Frau war im achten Monat schwanger, von einem betrunkenem Autoraser dermassen angegangen das sich deren Auto überschlug und ausbrannte. Jedes Mal wenn ich an dieser Ausfahrt rausfahre und dann der Stelle vorbei kommen, von Angehörigen sehr stark gekennzeichnet, bekomme ich eine Gänsehaut.
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Zum Nikolaus gingen Eltern mit ihrem 5 jährigem Sohn über die Straße als es GRÜN war, ein junger Autofahrer raste über Rot und der Junge folg durch die Luft und starb etwas später.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Es ist schrecklich,die armen,armen Angehörigen............da fehlen einfach die Wort