von Masliebchen » 09.05.2011, 18:53
ob Trost oder zur Info :
habe vor 15 Jahren meinen Ehemann verloren, meine "einzelne" Freundin vor fast 8 Jahren und nun vor 3 Monaten meinen (für fast 10 Jahre ) besten Freund, Reisepartner, Antrieb für viele Freizeitaktivitäten aber vor allem meinen Vertrauten verloren. Alle 3 hat der Wegbegleiter KREBS geholt und es ist die Fassungslosigkeit - zwangsläufig die Akzeptanz gegenüber der Endlichkeit und das unbeantwortete WARUM was wir als "Hinterbliebene" ins richtige Verhältnis für das Herz und die Seele nehmen müssen.
Sich voller Bewustsein in die Trauerarbeit zu begeben ist wichtig - auch in der Öffentlichkeit ist es o.k. bei spontanen Gefühlen zu weinen - muß sein, ganz falsch ist es, Gefühle zu unterdrücken, aber man muß diese Trauer"arbeit" fühlen, wo es am meisten traurig macht : Das man nun alleine ist, das der Kranke lange leiden mußte, oder dass man sich irgendetwas nicht mehr sagen konnte, oder das man mit dem nun so "veränderten" Leben nicht mehr zurecht kommt. Das sind wichtige Eckpunkte die jeder Betroffene aber nur mit seinem Herzen beurteilen kann.
Es gibt "öffentliche" Trauergruppen oder Gespräche mit Betroffenen, mit denen man sich austauschen kann oder einfach nur in den Arm nehmen kann. (einfach mal anklicken in unserem weltumspannenden Internet).
Ich wünsche von Herzen jedem, der mit der Begegnung "Tod holte mir das Liebste bzw. Wichtigste", das er es gestärkt mit Hilfe von Mitmenschen und/oder seinem christlichen Verständnis in einen Gleichklang bringt, und der im Herzen "nur" noch das große Glück erkennt, das man sich kennenlernen durfte.....(manche Mitmenschen hatten nie solch ein Glück....)
Ich grüße in Verbundenheit - Euer Masliebchen