Dieser Beitrag ist allein für Kristall gedacht. Alle andern bitte ich, nur zu lesen, wenn sie mir die Bitte um Nachsicht gemäss der letzten Zeile zum Voraus gewähren.
Kristall hat geschrieben:im Übrigen....
können wir uns mal auf ein ganz kleines Detail konzentrieren?...
Nehme gerne einen Vorschlag an....
Für mich sind deine Beiträge noch immer viel zu *groß* - ich vergaloppiere mich komplett bei der Fülle...
Liebe Kristall,
zu allem anderen als dem obenerwähnten mach' ich's kurz - es scheint mir unmöglich, darauf selbst in einem langen Forumsbeitrag genug zu schreiben. Ich muss, um eine kleine Chance zu haben, etwas nahe an meinen Ideen rüberzubringen, von MEINEN Vorstellungen ausgehen, ohne sie in Details mit DEINEN in Beziehung zu setzen. Aber das machst Du ja dann selbst - oder lässt es bleiben ...
Ich bin eben ein Eso-Onkel - zwar ohne Gemeinschafts-Zugehörigkeit oder Bekenntnis zu irgendeiner speziellen Bewegung, aber etwa so, wie ich ein Mensch bin. Und als ein solcher vom Typ Eso-Onkel sehe ich in jedem Detail das ganze Universum und mehr. Ein Sandkorn herauszugreifen macht es nicht leichter, darüber etwas Sinnvolles zu sagen - es sei denn, ich will eine Sandburg bauen, was ich hier (in dieser Diskussion) nicht will.
Mir sind die materiell bezogenen Modelle zu "klein", um einen Sinn im Abgleichen zu sehen. Jemandem, der irgendwo eine Wand sieht, einreden zu wollen, er soll mit dem Kopf hindurchgehen, oder sie sei doch gar nicht da, oder man könne beweisen, dass sie da ist (wenn ihm die Beulen vom Reinrennen nicht ausreichen), oder er soll doch meine Erklärungen für die Wand oder die Beulen lernen, oder die Wandgötter würden sich teilen, wenn er die richtigen Formeln glaube und ausspreche - und gerade in diesem Jahr würden sie sich teilen, wie auch der Maurer-Kalender es voraussagt ... was soll's? (Du siehst vielleicht, ich hab eine Google-Schnellbleiche bezüglich Lichtkörper-Prozess gemacht.) Das einzige, was mir da Sinn macht, ist, die Wand mit jemand wegzuräumen, wenn sie für ihn da ist und er sie gern weghätte und ich ihm dabei helfen kann. Dazu braucht's aber in der Regel einige Zeit und den gemeinsamen Wunsch - beides nicht Teil einer Forums-Diskussion.
Ein ganz kleines Detail herausgreifen und damit ins ganz Grosse gehen, wo die Gültigkeit nicht mehr so sehr auf einen Spezialfall beschränkt ist (wie z.B. beim "Ego benutzen nur hier auf der Erde"), könnte vielleicht eine Möglichkeit eines sinnvollen Abgleichs sein. (Sinnvoll - wo man voneinander lernen kann, ohne sich auf die Zehen materiell gebundener Modelle zu treten, je mehr, je weniger man beim Austausch ein konkretes Ziel verfolgt, das die Notwendigkeit zum Abgleichen und zu Kompromissen reinbringt.)
Ich schlage das Detail "Von Gott zu sowas wie Mensch" vor. Ein Gedankenspiel. Beim Spielen treffen Willen aufeinander, und man kann sich in ihrem Verhältnis zueinander Prinzipien ansehen und austauschen, ohne sie auf materielle "Facts" zu beschränken (die m.E. immer sofort klein machen). Anderseits kann man materielle Dinge als Vorstellungshilfen benutzen, wo die abstrakte Fantasie beschränkt ist.
Ich versuche mit diesem Gedankenspiel, mein grobes Bild von Seele, Geist, Verstand, Ego, Körper in ihrem Zusammenspiel zu zeichnen. (Dass ihre Interaktionen immer auch ihre "Definition" verändern, ist schon mal etwas, das im Materiellen nicht passiert - "unesoterisch Materielles" ist fix, unveränderlich.) (Es sei denn, man geht in die Quantenphysik - aber die hat auf generelles Denken und Vorstellungen noch kaum einen Einfluss, oder dann wird es eben "esoterisch", oder Fantasy, oder Science Fiction, oder einfach gesponnen ...)
Reines Sein teilt sich in Ursache und Wirkung. Und fortan gibt es drei: Reines Sein, Ursache und Wirkung.
Wenn Ursache sich der Wirkung bewusst wird, ist sie auch Wirkung. Wenn Wirkung sich der Ursache bewusst wird, ist sie auch Ursache. Dazu hat es weitere Teilungen gebraucht - und jede Teilung ist ein Abbild des "Tuns des Reinen Seins".
Wenn Ursache und Wirkung sich als komplementäre Gegensatzpaare, als Teile vom Reinen Sein erkennen, werden sie sich als "getrennte Einheit" bewusst. Dieses Co-Bewusstsein gegen innen, Einheits-Bewusstsein gegen aussen ist ein Wesen, ein "Ich" - geteiltes reines Sein (geteilt, aber nicht getrennt), Ursache, Wirkung. Die Ursache könnte man Geist nennen. Die Wirkung könnte man Seele nennen. Auch dazu hat es weitere Teilungen gebraucht - selbst ein solches "Urwesen" "besteht" bereits aus einem komplexen Geflecht von Teilungen mehrerer "Grade".
Das Bewusstwerden als Einheit eines solchen "Urwesens" (aus hauptsächlich Geist und Seele) schafft / erlaubt / beinhaltet Wahrnehmung von anderen Urwesen. "Anderen" ist Distanz, die Mutter von Raum. Die Wahrnehmung einer ANDEREN Einheit ist ein Objekt, die Mutter sowohl von Selbst als auch von Körper.
Auch dazu hat es weitere Teilungen gebraucht, und die "Wahrnehmungsnetze" "bestehen" aus ihnen. Sie sind Gemeingut, losgelöst von der Einheit, vom Körper - die Mutter von Licht.
Der Vergleich von anderen Wesen mit sich selbst und anderen ergibt neue Spielmöglichkeiten. Dazu müssen Distanzen / Orte im Raum in Beziehung gesetzt und wiedererkannt werden. Wer mitspielen will, muss Verbindung ermöglichen ("systematisch lokalisierbar sein") - die Mutter von Zeit.
Und im Zusammenspiel dieser Dinge durch weitere Teilungen entstanden daraus in einer bestimmten Art Zeit und einem spezifischen gemeinsamen Raum materielle Körper, in denen unzählige Wesen verschiedenster Ebenen vorwiegend mehr oder weniger versklavt und als ganzer Komplex mehr oder weniger beherrscht von einem ein wenig höheren Wesen, das in der Regel mehr oder weniger den Zwängen dieser Situation unterworfen ist (ein Herrscher ist genau so in der Situation gefangen wie seine Sklaven - hat man gerade ziemlich gut bei Gadhaffi gesehen). Man kann den Herrscher in Geist und Seele und spirituellen Körper unterteilen, derer er je nachdem ein wenig bewusst ist und insofern (im beschränkten Mass) einen freien Willen ausüben kann - oder die als solche zu einem stecknadelknopfkleinen Ego verschmolzen sind, das mit Müh und Not einige Körperfunktionen beherrscht und sich als totale Einheit mit dem materiellen Körper empfindet. Entsprechend weitgehend ist das Ego den Wünschen der Wesensmassen und -hierarchien, die seinen materiellen und spirituellen Körper ausmachen, ausgeliefert.
Geist wird in solchen Umständen dann eher der Teil, der nach Freiheit strebt (Verursachen!). Seele eher der Teil, der nach Bindung strebt (die Wirkungen geniessen!).
Bezüglich freiem Willen wäre zu unterscheiden zwischen Willen und Fähigkeit zur Ausführung (leider muss man hier und jetzt vielleicht besser sagen, zur Durchsetzung). Wille ist, in diesem Modell / mit diesen Definitionen, eher Geistsache. Fähigkeit zur Ausführung eher Seelensache. (Darüber können sich die beiden aber auch uneins sein ...) Während es freien Willen bis "hinunter" zur kleinsten Weseneinheit gibt - meist da fast völlig unterdrückt, aber immer noch da, er stammt vom Reinen Sein, das immer noch präsent ist - ist die Fähigkeit zur Ausführung extrem durch seine Stellung in der Umgebung bestimmt. Die verursachten Wirkungen haben sich verdichtet. Und wem nie etwas auszuführen gelingt, der wird mit der Zeit lernen, nichts mehr zu wollen ... selbst wenn er DAS noch könnte. Er wird nahezu ganz Wirkung, seine Ursache sinkt asymptotisch gegen Null.
So, das war jetzt halt doch eine Menge subjektiver Theorie, immerhin weitgehend frei von materiellen Festlegungen, die immer nur ein Beispiel sein können und woanders oder bei anderen Wesen (die nicht "als Mensch" schon durch diese Tatsache in ähnlichen "Netzen" zappeln) nicht mal mehr theoretisch gelten. (Eine einzige kleine Falsifizierung entlarvt ja jede Festlegung als bestenfalls für viele Fälle taugliche Theorie.) Und nun kann ich was über meinen freien Willen sagen, und wie ich in empfinde - im Rahmen dieser Theorie:
Mein freier Wille ist einzig durch meine Vorstellungen begrenzt, und die sind nahezu unbegrenzt.
Meine Fähigkeit zur Ausführung ist so begrenzt wie die der meisten Menschen - die kleinen Unterschiede, die diesbezüglich unter uns Menschen bestehen, sind für mich kaum der Rede wert.
Es sei denn, man will etwas dafür tun und tut es auch, die Fähigkeit zur Ausführung zu erweitern. (Für mein Wohlwollen möglichst wenig durch Durchsetzen und möglichst viel durch Harmonisierung.) Aber das tut man ja, wie oben erwähnt, in der Regel nicht in einem Forum ... das Durchbrechen dieser Regel bitte ich mir nachzusehen.

Erereres