Mannomann, jetzt rast ihr aber voran mit den posts..
Komme gar nicht mit, nehmt Rücksicht auf ein altes Weib!
Buscador, monsieur, ich habe Sie schon vermisst..

Und so vorsichtig..
Also.. Kompetent aus rein wissenschaftlicher Sicht dürften hier die wenigsten sein, vermute ich mal. Aber nichtsdestotrotz vertrete ich die Meinung, bei vielem reicht es schon aus, in sich selbst hinein zu hören, sich und andere zu beobachten und sich so intuitiv, quasi aus dem Bauch heraus, ein eigenes Bild von den Dingen zu machen.
Und ja, es gibt einige gute Literatur zum Thema, welche die verschiedensten Sichtweisen aufzeigen, dennoch sind sie alle nur Theorie, die mir bei manchen fast schon zwanghaft erschien, ohne freien Platz für weitere Intuition.
Die Neurologie interessiert mich persönlich sehr, vor allem die neueren Entwicklungen. Und es ist schön, zu sehen, dass peu à peu Vorurteile abgelegt werden und so z.B. auch die Psychologie in ergänzender bzw. vergleichender Weise mit einbezogen wird, was wiederum interessante Einsichten verleiht.
Der freie Wille-- Hhhm, ich denke schon, dass man so einiges wirklich frei entscheiden kann. Auf der anderen Seite gibt es Dinge, da scheitert der Wille einfach. Wer einmal versucht hat, auf einem Stuhl sitzend ein Bein im Uhrzeigersinn zu drehen und dabei gleichzeitig mit der Hand eine 6 in die Luft zu malen, der wird dies selbst mit aller Willenskraft nicht hin bekommen. Somit gehe ich davon aus, dass sich auch der menschliche Wille aus vielerlei Faktoren zusammensetzt und sich dabei dann zusätzlich auch noch die Frage stellt, welche davon in der jeweiligen Situation zum Zuge kommen. Was herrscht dabei vor? Genetische Veranlagung, Prägung, welche biologischen, welche chemischen Abläufe? Fragen über Fragen..
Ja, und ich gehe sogar so weit, anzunehmen, dass es noch einige physikalische Unbekannte gibt, Größen, die wir so noch nicht kennen, die aber ebenso auf den Menschen, sein Handeln und Tun einwirken können. Wie sonst soll es z.B. möglich sein, dass Menschen sich gegeneinander anziehen können, gleich einem Magnetismus, ebenso wie sich rational noch nicht zu begründete Abneigung frei machen kann. Eigentlich bin ich recht vorsichtig mit solchen Vermutungen, doch ich weiß aus eigener Erfahrung, welch phänomenale Begebenheiten sich ereignen können.
m Gegensatz zu Kant und z.B. Leibniz postuliert Nietzsche die Tatsache, dass Werte und moralische Kategorien nicht naturgegeben, sondern menschliche Konstrukte sind.
Da wird kein Gott aus dem Zylinder gezaubert und a priori unterstellt der Mensch sei GUT
oder die Welt als solche sei die ...bestmöglichste aller Welten.....bla, bla, bla
D'accord..
Werte und Moralvorstellungen können sich, bei ein und demselben Menschen wie auch in ganzen Gesellschaften verändern. Und sie unterscheiden sich nicht selten in unterschiedlichen Kulturen. Was heute gut, kann morgen schon überholt oder gar schlecht oder böse sein. Dennoch denke ich, dass doch auch einige konstante Werte existieren, die allen menschen gemein sind.
b]@Katharina[/b]
Interessant ist das schon.Dennoch erschreckt mich der Gedanke,dass am Ende eine generelle Vergebung für alles Handeln über den Verweis auf neuronale Verknüpfungen in den Weiten des Gehirns möglich sein soll.
Ich denke nicht, dass es so weit kommen wird, denn meiner Meinung nach ist es nicht das Gehrin allein, welches alles steuert. Und die Wissenschaftler gehen wohl zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht davon aus. Und ich glaube nicht, dass man diese überdimensionale Komplexität, welche die Natur hier geschaffen hat, jemals beherrschen wird. Ebenso wenig bin ich der Meinung, dass dies Aufgabe des Menschen ist, auch wenn er gerne alles beherrschen möchte. Dazu sind wir ein viel zu kleines Sandkorn im Universum.
Vielleicht hast du schon einmal etwas vom "Darmhirn" gehört, Neurowissenschaftler sprechen auch vom Gehirn im Bauch. Unser Verdauungssystem besitzt über 100 Millionen Nervenzellen und besitzt mehr Neuronen als das Rückenmark. Man findet dort die gleiche Art von Zellen und Rezeptoren wie im Gehirn. Wissenschaftler vermuten, dass psychische Prozesse enger mit diesem 2. Gehirn verkoppelt sind, als man bisher dachte. Wer kennt es nicht, das Flattern im Bauch oder das Gefühl, wen einem etwas auf den Magen schlägt? Es würde mich nicht wundern, wenn man eines Tages feststellt, dass dieses Darmhirn an Entscheidungen mit beteiligt ist. Ich für mich weiß, dass der Bauch bei mir immer Recht hat. Und handle ich nicht nach dieser inneren Stimme, dann hört sie nicht auf, an zu klopfen. Auch dann, wenn sämtliche rationale, anscheinend logische Gedanken dagegen sprechen. Doch woher weiß er, der Bauch (das 2. Gehirn?) es?
Übrigens, die ganzen Abwehrzellen im Darm können wohl via Darmhirn, mit dem sie verbunden sind, unterscheiden, was "gut" und was "böse" ist..

Und das Darmhirn weiß das vor dem Gehirn im Kopf und es ist das Darmhirn, welches das Hirn im Oberstübchen informiert.. *lol*. Ist wohl alles ein Fass ohne Boden..

(Deswegen werde ich in meinem nächsten Leben Neurowossenschaftler, Physiker und evtl. noch forschender Psychologe, alles in einem.. *gg*.. Seh' mich dann schon im Keller sitzend, mit massenweise Kaffeepötten und überquellenden Aschern..*lol*)
Wünsche dir ebenfalls ein schönes Weihnachtsfest, Katharina!
PS: In Gedanken bin ich gerade bei den Neutrinos, die uns in jeder Sekunde milliardenfach durchströmen. Angeblich ohne Masse, für den Körper ohne Wirkung, aber wie nun fest gestellt, fähig zur Verwandlung, ein Widerspruch in sich - faszinierend! Schneller als das Licht? Und Einstein? Oder mit dem Wissen einer anderen, einer Extra-Dimension? Frag' ich mich: Hat das wirklich keine Wirkung auf uns? Und was wäre mit unserem freien Willen, wenn Zeitreisen tatsächlich möglich wären?

Vielleicht doch lieber nicht in den Keller?
