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Beitragvon nettestierfrau » 06.12.2011, 0:02

Schon wieder ist das Jahr bald um. alle freuen sich hoffentlich aus die kommenden Weihnachtstage.
Ich selbst bin wieder häufig unterwegs und versuche meinen Lieben wie jedes Jahr einen unvergesslichen Weihnachtsabend zu bescheren.
Sicher werden etliche Leute sagen, dass man Anerkennung oder Liebe nicht mit Geschenken erwerben kann, aber das ist dabei gar nicht mein Ziel.
Für mich sind Geschenke auch ein Ausdruck, Freude zu bereiten, sich mit Wünschen oder Bedürfnissen meiner Familie und Freunden auseinander zu setzen.

Meine Frage an alle: Wie seht Ihr das ?
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Beitragvon Nachteule1956 » 06.12.2011, 0:13

Weihnachten war für mich in früher Jugendzeit das zusammensein mit meinen Großeltern, da war Familie, Herzlichkeit und viel Liebe.
Seit meine Großeltern verstorben sind ist auch Weihnachten für mich vorbei gewesen.
Seitdem sind es nur ein paar freie Tage extra wenn es im Kalender gut steht.......

Aber seit etlichen Jahren haben wir mit den Kindern, Enkelkindern und wirklich guten freunden unser Weihnachtsfrühstück.
Ein gemütliches Frühstück im größeren Kreis ohne Zeitlimit, Heiligabend geht es morgens los und dauert eben oft bis zum Nachmittag.
Geschenke gibt es nur für die Kleinen, das ist eigentlich der größte Spaß.

Dekoration und Weihnachtsschmuck haben immer unsere Töchter bestimmt, mal war es kunterbunt, mal ein Riesenbaum in der Stube und auch mal ganz schlicht nur ein Gesteck.....

Und irgendwie bekommt jeder das was er sich unter Weihnachten vorstellt.......sogar ich..... :D .

lG Hannes
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Nachteule1956
 
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Beitragvon Nordmann58 » 06.12.2011, 10:27

Hallo, bei uns war Weihnachten solange unsere Kinder klein waren und wir sie beschenkt haben richtig stressig. Die richtigen Geschenke zu finden und am Heiligabend aufzupassen, daß nicht
alles gleich in den ersten 5 Minuten kaputt ging, hat mich immer total fertig gemacht.
Dann kamen die Jahre in denen die Kinder groß geworden sind und wir uns nichts mehr geschenkt haben, waren ruhig und entspannt.
Nun gibt es aber Enkelkinder und es ist richtig schön etwas auszusuchen zum Verschenken und zu erleben wie aufgeregt kleine Kinder sind und sich freuen können.
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Nordmann58
 

Beitragvon cajun_forever » 06.12.2011, 13:03

Weihnachten und die Adventszeit sind und waren immer etwas ganz Besonderes. Ich liebe es, das Haus und den Garten zu dekorieren, Wärme, Licht und Gemütlichkeit zu verbreiten. Ein schöner Kontrast, wenn es draußen kalt ist und noch schöner, wenn es draußen schneit. ;-)

Bis vor ein paar Jahren habe ich alten Weihnachtsschmuck und alles, was sonst noch zur Weihnachtszeit gehört, gesammelt, beginnend zu einer Zeit (80er Jahre), in der es in Deutschland nur ganz, ganz wenige Sammler dafür gab. Dementsprechend groß und ausgefallen war meine Sammlung. Schön anzusehen, denn in früheren Zeiten hat man sich noch viel mehr Mühe bei der Produktion gegeben, hatte meiner Meinung nach auch viel mehr Ideen. Und alles wirkte insgesamt natürlicher.

Jedes Jahr saß ich dann im Dezember wie ein kleines Kind mit strahlenden Augen unter dem Weihnachtsbaum vor einer Unmenge von Kisten und Kästen, aus denen wieder mal die ganzen Schätze zum Vorschein kamen ;-).

Tja.. und irgendwann dann.. habe ich spontan den ganzen Bettel verkauft! Verstehen muss das ein Außenstehender nicht, *lol*, aber für mich machte es einen Sinn.

Dafür bin ich heute erneut auf der Jagd nach ausgefallenem neuen Weihnachtsschmuck )ich kann's nicht lassen ;-)), was ungleich schwerer ist, kaum zu glauben, was da so alles an Häßlichem und Kitsch produziert wird.

Und es bereitet mir Freude, mir Gedanken darüber zu machen, mit welchem Geschenk ich anderen eine Freude bereiten kann, und dieses dann mit Liebe und neuen Ideen schön zu verpacken.

Es ist durchaus auch schon vorgekommen, dass ich mitten im Sommer ein Weihnachtsgeschenk gekauft habe, weil es sich gerade anbot oder ich mitbekommen habe, dass sich jemand darüber freuen würde. Ebenso habe ich stets eine Liste parat, auf der das ganze Jahr über l Wünsche und Ideen auf notiert werden, somit ist es eigentlich nie ein Ptroblem, bei Bedarf ein Geschenk für jemanden anderen zu finden.

Witzig kann das Ganze werden, wenn man z.B. ein längst gekauftes und gut verstecktes Geschenk über die Monate hinweg einfach mal vergessen hat So kam schon auch mal zu Ostern die Spieldose mit Weihnachtsmelodie überraschend aus der Ecke eines Schrankes hervor.. *lol*. Ich dachte, egal, das Kind ist noch klein, dann versteckt die eben der Osterhase, sonst vergisst du sie womöglich noch einmal. Nun ja.. Kinder sind manchmal schlauer, als man denkt, und so wurde ich mit der spontanen neugierigen Frage konfrontiert, warum denn der Osterhase die Geschenke vom Weihnachtsmann versteckt.. :shock: Hhmm.. ?? --> Muttern ratlos..

Bis vor ein paar Jahren habe ich die Tradition gepflegt, immer am 1. Weihnachtstag viele Freunde zu einem mehrgängigen Weihnachtsmenue einzuladen. Wir waren dann meisten so 8 - 12 Personen, von denen dann in der Regel auch ein paar bei mir übernachteten. Dabei habe ich immer Wert auf einen besonders schön gedeckten Tisch gelegt, so mit allem Pipapoo, mit vielen Kerzenleuchtern, ein großes Tafeltuch mit schön gefalteten Stoffservietten, schönen alten Gläsern und Porzellan, Silberbesteck etc. etc.. Das ganze Zimmer weihnachtlich dekoriert.. Das hatte schon was.. ;-)

Truthahn war Pflicht, kurioserweise scheinen viele Männer so etwas zuhause nicht zu bekommen, auf jeden Fall waren sie immer ganz scharf darauf, *lach*, und wenn ich am nächsten Morgen schlaftrunken und nach einer Tasse Kaffee japsend ins Esszimmer kam, sassen die meist schon wieder über den übriggebliebenen Resten desselben, kalt natürlich! Mit kalter Portweinsauce.. --> *iihhh* *schüttel* Die hatten bei meinem erschütterten Anblick jedes mal 'ne Riesengaudi.. *g* Und mir dann den Teller unter die Nase heben und fragen: Willst auch was? Booaahh..

War immer ein toller Abend und hat auch Spaß gemacht. Doch irgendwann habe ich diese Tradition beendet. Der Zeitaufwand für die Vorbereitungen incl. anderer vorweihnachtlicher Vorbereitungen wurde mir irgendwann zu groß. Zwei Läden, Heiligabend natürlich geöffnet, ansonsten 6-7 Tage Woche, Messen und Märkte in der Weihnachtszeit, Familie, Haus, Hund, Katze.. *lol*.. Das muss man erst mal alles stemmen und ab einem gewissen Zeitpunkt zog ich dann doch etwas mehr Ruhe vor.

Doch inzwischen stelle ich fest, mir fehlt etwas ein bisschen an Weihnachten, und es ist eben dieser eine traditionelle Abend mit Freunden. Oder es hängt eben, nüchtern betrachtet, allein mit der Tatsache zusammen, dass der Mensch ein gewisses Gewohnheitstier ist. ;-)

Man wird sehen, vielleicht lass ich es wieder aufleben..

So long
cajun
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Beitragvon pippi_01 » 06.12.2011, 13:25

Weihnachten war früher meist stressig, nun ist die familie so klein geworden, dass ich mit wehmut an die vielbeschäftigten tage zurückdenke. aber ich habe gelernt, die adventzeit und weihnachten wieder zu genießen, die räume schön zu schmücken, bing crosby und frank sinatra zu hören. Christbaum hab ich auch schon, und am 24. werd ich nach alter tradition aufkochen. Fischbeuschlsuppe, Karpfen gebacken mit kartoffelsalat und zellersalat.
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Beitragvon Ufftes » 06.12.2011, 13:25

nettestierfrau hat geschrieben:Für mich sind Geschenke auch ein Ausdruck, Freude zu bereiten, sich mit Wünschen oder Bedürfnissen meiner Familie und Freunden auseinander zu setzen.


Das hast Du aber schön gesagt Nettestierfrau :)
ich habe mich in den letzten beiden Wochen intesnsivst mit der Materie Geschenke auseinandergesetzt :wink:
Da ich leidenschaftlicher Hobbyfotograf bin habe ich mich mal an meinen PC gesetzt und versucht einen Fotokalender zu erstellen. Ist mir glaube ich auch ganz gut gelungen. Den hatte ich bei der Marke CEWE bestellt (http://www.cewe.de). War eigentlich ganz einfach. Leider habe ich erst beim ersten Ansehen des Kalenders festgestellt, dass ich zwei Rechtschreibfehler übersehen habe :cry:
Naja ansonsten ist er jedoch recht schön geworden. Bei einem Betrag von etwa 30€ auch nicht zu viel denke ich. Mit entsetzen habe ich jedoch vorgestern festgestellt, dass es gibt im Moment einen kostenlosen Fotokalender auf der Homepage http://www.fotokalender.org gibt.
Und ja ihr habt richtig gelesen. KOSTENLOS :cry:
Jedoch weiß ich jetzt bei diesem Angebot auch nicht wie teuer da die Lieferbedingungen sind. 30€ aber wohl nicht :) Vielleicht hilft mein Tipp ja hier noch jemandem weiter. Würde mich freuen
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Beitragvon Snoopy_ » 06.12.2011, 13:39

also ich geniesse ja die Weihnachtszeit auch, wie ich eben alle Zeiten geniesse -
aber wirklich Zeit für Weihnachtsgeschenke habe ich deshalb nicht ...
meine Kinder + Enkel bekommen etwas Geld, weil die Jugend immer Geld braucht :P
und für meine Freunde gibt es spontan ab und an etwas, wenn ich das Bedürfnis habe,
ihnen was zu schenken und mir grad was in die Hände gerät was ihnen gefallen
könnte
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Beitragvon pinoggel » 07.12.2011, 8:58

Ich schenke lieber als bekommen :D :D :D
Es macht mir spass einkaufen zu gehen. Natürlich alleine, denn dann kann ich mir zeit nehmen. :D
Ich notiere unter dem jahr was so in meiner familie gesagt wird und wenn ich dazu komme kaufe ich es, nehme es in mein büro und an weihnachten muss ich nur noch kleinigkeiten kaufen.
meine schwiegertochter hat mal geschumpfen weil ihre kamera bald auseinander falle. jetzt bekommt sie eine :D :D :D :D natürlich habe ich es meinem sohn gesagt, sonst bekommt sie zwei :D :shock:
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Beitragvon lottesprotte » 07.12.2011, 12:54

Ich oute mich jetzt mal: ich bin seit jeher ein Weihnachtsmuffel, bei mir bekommt man gar nicht mit, daß Advent oder Weihnachten ist.
Seit ich verwitwet bin, ist es noch schlimmer: ich habe üble Erinnerungen an vergangene Weihnachts"feste" und will nun gar nichts mehr davon wissen. Auch diesbezügliche Einladungen habe ich bisher immer erfolgreich abgewehrt.
Letztes Jahr war mein Bruder bei mir, wir haben zusammen gekocht, das war ganz schön, dieses Jahr werde ich wohl wieder alleine bleiben.
Geschenke gibt es nur fürs Patenkind, bestelle ich im Internet.
Hört sich aber trostloser an als es ist, ich mach es mir halt vor dem Fernseher gemütlich oder gehe - wie letztes Jahr- durch meterhohen Schnee spazieren.
Es sind halt Tage wie andere auch, nicht mehr und nicht weniger.
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Beitragvon gelika57 » 07.12.2011, 17:48

lottesprotte hat geschrieben:Ich oute mich jetzt mal: ich bin seit jeher ein Weihnachtsmuffel, bei mir bekommt man gar nicht mit, daß Advent oder Weihnachten ist.
Seit ich verwitwet bin, ist es noch schlimmer: ich habe üble Erinnerungen an vergangene Weihnachts"feste" und will nun gar nichts mehr davon wissen. Auch diesbezügliche Einladungen habe ich bisher immer erfolgreich abgewehrt.
Letztes Jahr war mein Bruder bei mir, wir haben zusammen gekocht, das war ganz schön, dieses Jahr werde ich wohl wieder alleine bleiben.
Geschenke gibt es nur fürs Patenkind, bestelle ich im Internet.
Hört sich aber trostloser an als es ist, ich mach es mir halt vor dem Fernseher gemütlich oder gehe - wie letztes Jahr- durch meterhohen Schnee spazieren.
Es sind halt Tage wie andere auch, nicht mehr und nicht weniger.



@ seit dem Tode meines Mannes..gehts mir genauso.....zumal der 23.12. sein Todestag ist.
Seitdem verreise ich in die Sonne ..es hat mir voriges Jahr super gefallen, ich hoffe dieses
Jahr ist es auch wieder so.....und von Weihnachten kriegt man bei den Temp. nix mit...und das
ist für mich gut so!
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Beitragvon gelika57 » 07.12.2011, 17:49

lottesprotte hat geschrieben:Ich oute mich jetzt mal: ich bin seit jeher ein Weihnachtsmuffel, bei mir bekommt man gar nicht mit, daß Advent oder Weihnachten ist.
Seit ich verwitwet bin, ist es noch schlimmer: ich habe üble Erinnerungen an vergangene Weihnachts"feste" und will nun gar nichts mehr davon wissen. Auch diesbezügliche Einladungen habe ich bisher immer erfolgreich abgewehrt.
Letztes Jahr war mein Bruder bei mir, wir haben zusammen gekocht, das war ganz schön, dieses Jahr werde ich wohl wieder alleine bleiben.
Geschenke gibt es nur fürs Patenkind, bestelle ich im Internet.
Hört sich aber trostloser an als es ist, ich mach es mir halt vor dem Fernseher gemütlich oder gehe - wie letztes Jahr- durch meterhohen Schnee spazieren.
Es sind halt Tage wie andere auch, nicht mehr und nicht weniger.



@ seit dem Tode meines Mannes..gehts mir genauso.....zumal der 23.12. sein Todestag ist.
Seitdem verreise ich in die Sonne ..es hat mir voriges Jahr super gefallen, ich hoffe dieses
Jahr ist es auch wieder so.....und von Weihnachten kriegt man bei den Temp. nix mit...und das
ist für mich gut so!
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Beitragvon sitta_muc » 07.12.2011, 18:24

Ein schönes Thema,finde ich,und viele schöne,ehrliche und offene Beiträge!
Mit Ü50 ist vieles nicht mehr so wie es früher war:
Kinder erwachsen, Partner gestorben oder weg, neuer Partner, Familie (Eltern gestorben),
vielleicht zerstritten und und und
Ich habe noch lange nicht alle Geschenke für Freund, Eltern, Kinder,Geschwister und Anhänge beisammen.
Aber es gibt ja auch nur Kleinigkeiten, für meine Kinder auch ein bisserl Geld!
Egal,wie man Weihnachten verbringt: Alleine,in der Familie, im Ausland,Hauptsache für den Einzelnen ist es stimmig!
Ich bin sehr neugierig: In diesem Jahr bin ich seit 28 Jahren das erste Mal ohne Kinder am Heiligabend! (die sind beim EX)
Bei mir ist mein Freund,aber ich denke,auch wenn ich alleine wäre,könnte ich persönlich damit zurecht kommen!
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Beitragvon Partnerin » 14.12.2011, 21:14

B e s i n n l i c h k e i t

Ja, wir alle sind im Advent,
zur Weihnachtszeit
und zum Jahreswechsel in einer immer wieder besonderen Stimmung.


Für moderne Menschen ist es einfach insgesamt eine anstrengende Zeit.
Der Stress durch die eingebildeten oder tatsächlichen Erwartungshaltungen
rund um ritualisiertes Schenken,
die Spannungsbögen zwischen Betulichkeit, Worthülsen, Konsumrausch, Spendenmarathons,
aufrichtiger Liebe für unsere Nächsten, für Menschen allgemein,
das Bedürfnis Gutes tun zu wollen,
der Anspruch authentisch und ehrlich zu sein, unsere Sehnsucht nach Frieden,
das Wissen um das unendliche Leid in der Welt,
unsere Ängste vor der Zukunft und vor dem Alleinsein -
all das scheint uns in der Weihnachtszeit stärker als sonst zu berühren.
Ungeliebte soziale Verpflichtungen mag sich kaum einer
aus wohl verstandenem Harmoniebedürfnis widersetzen.
Allgegenwärtige Festmenüs und Keksberge verstellen uns zu oft den Weg zu innerer Achtsamkeit uns selbst gegenüber und unserem Respekt zu unseren Mitmenschen.

Auch der Lichtmangel in dieser dunklen Jahreszeit tut sein Übriges.
Wie wohltuend empfinden wir natürliche Kerzen, die uns zu zuwinken scheinen.


Vergessen wir nicht, dass für viele von uns die Weihnachtszeit schon in der Kindheit begleitet war vom Stress der Eltern,
und somit auf tiefer Ebene verknüpft ist damit,
dass gerade dieses ungute Gefühl absolut dazugehört.
Wenn ich in mein Herz höre,
möchte ich über die Bedeutung einer lebendigen Beziehung zu Gott,
über meinen Schmerz, über mein eigenes als auch das menschliche Verirren allgemein
und die damit verbundenen Leiden, über die Achtsamkeit und die Enthaltsamkeit als Werkzeug zur Ausrichtung auf Wesentliches schreiben.


Aber wie könnte ich das?

In meiner Kindheit war die Adventszeit noch Fastenzeit, Kekse wurden selbst gebacken, versteckt, und es gab sie erst ab Weihnachten und nicht davor.
Moos für die Krippe wurde auch unter Schnee gefunden und vorsichtig nach Hause gebracht.
Mein Vater weckte den Flügel und ließ ihn in seiner ganzen Größe erklingen,
ehe er wieder für ein weiteres Jahr fast verstummen musste.
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Beitragvon Sepia56 » 15.12.2011, 19:23

Seit dem Tod menes Mannes, mit dem ich wundervolle Weihnachten zu zweit verlebt habe, haben die Festtage von ihrem Glanz verloren. Ich habe nur wenig Adventsdeko im Haus, es wären zu viele schmerzhafte Erinnerungen damit verbunden.

Zum Glück gibt es in meiner Familie seit Jahren die Vereinbarung, sich keine Geschenke zu machen, die Kinder natürlich ausgenommen. Seither ist die Adventszeit für uns alle viel entspannter, stressfreier. Wir hatten das als Experiment begonnen und wollten ausprobieren, ob es uns gut gefällt. Seitdem sind wir dabei geblieben. Es gibt wirklich nichts - auch nicht die berühmten "Kleinigkeiten".

Wir sind gemütlich zusammen, es gibt herrliches Essen, wir haben Spaß, es wird gesungen und musiziert und niemand vermisst die Geschenke unterm Baum. Wir freuen uns mit den Kindern über deren Weihnachtsfreude - das genügt allen vollkommen.

Ich habe kürzlich ein neues Hobby entdeckt und koche mit Begeisterung raffinierte Marmeladen und Gelee's. Freunde, Bekannte und Nachbarn bekommen nett dekorierte Gläser mit meinem Glühwein-Punsch-Gelee. Da die Nachrage riesig ist, muss ich wohl noch mal eine Portion nachkochen... Mehr Geschenke müssen nicht sein, jedenfalls nicht für mich.
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Beitragvon medianne » 15.12.2011, 23:39

Für mich sind Geschenke auch ein Ausdruck, Freude zu bereiten, sich mit Wünschen oder Bedürfnissen meiner Familie und Freunden auseinander zu setzen.

Das sehe ich auch so und für fast alle meine Kinder und Enkel (nun schon 6) finde ich das ganze Jahr über Geschenke. Wenn ich dann Bilanz ziehe, kommt es allerdings schon vor, daß für einige genug Päckchen gepackt werden können, für den einen oder anderen aber noch was fehlt. Streß wegen Weihnachten kenne ich schon lange nicht mehr.
(Ich hab dann aber auch schon mal Geschenke Ostern zufällig wiedergefunden) :lol: :lol: :lol:
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