Weihnachten und die Adventszeit sind und waren immer etwas ganz Besonderes. Ich liebe es, das Haus und den Garten zu dekorieren, Wärme, Licht und Gemütlichkeit zu verbreiten. Ein schöner Kontrast, wenn es draußen kalt ist und noch schöner, wenn es draußen schneit.

Bis vor ein paar Jahren habe ich alten Weihnachtsschmuck und alles, was sonst noch zur Weihnachtszeit gehört, gesammelt, beginnend zu einer Zeit (80er Jahre), in der es in Deutschland nur ganz, ganz wenige Sammler dafür gab. Dementsprechend groß und ausgefallen war meine Sammlung. Schön anzusehen, denn in früheren Zeiten hat man sich noch viel mehr Mühe bei der Produktion gegeben, hatte meiner Meinung nach auch viel mehr Ideen. Und alles wirkte insgesamt natürlicher.
Jedes Jahr saß ich dann im Dezember wie ein kleines Kind mit strahlenden Augen unter dem Weihnachtsbaum vor einer Unmenge von Kisten und Kästen, aus denen wieder mal die ganzen Schätze zum Vorschein kamen

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Tja.. und irgendwann dann.. habe ich spontan den ganzen Bettel verkauft! Verstehen muss das ein Außenstehender nicht, *lol*, aber für mich machte es einen Sinn.
Dafür bin ich heute erneut auf der Jagd nach ausgefallenem neuen Weihnachtsschmuck )ich kann's nicht lassen

), was ungleich schwerer ist, kaum zu glauben, was da so alles an Häßlichem und Kitsch produziert wird.
Und es bereitet mir Freude, mir Gedanken darüber zu machen, mit welchem Geschenk ich anderen eine Freude bereiten kann, und dieses dann mit Liebe und neuen Ideen schön zu verpacken.
Es ist durchaus auch schon vorgekommen, dass ich mitten im Sommer ein Weihnachtsgeschenk gekauft habe, weil es sich gerade anbot oder ich mitbekommen habe, dass sich jemand darüber freuen würde. Ebenso habe ich stets eine Liste parat, auf der das ganze Jahr über l Wünsche und Ideen auf notiert werden, somit ist es eigentlich nie ein Ptroblem, bei Bedarf ein Geschenk für jemanden anderen zu finden.
Witzig kann das Ganze werden, wenn man z.B. ein längst gekauftes und gut verstecktes Geschenk über die Monate hinweg einfach mal vergessen hat So kam schon auch mal zu Ostern die Spieldose mit Weihnachtsmelodie überraschend aus der Ecke eines Schrankes hervor.. *lol*. Ich dachte, egal, das Kind ist noch klein, dann versteckt die eben der Osterhase, sonst vergisst du sie womöglich noch einmal. Nun ja.. Kinder sind manchmal schlauer, als man denkt, und so wurde ich mit der spontanen neugierigen Frage konfrontiert, warum denn der Osterhase die Geschenke vom Weihnachtsmann versteckt..

Hhmm.. ?? --> Muttern ratlos..
Bis vor ein paar Jahren habe ich die Tradition gepflegt, immer am 1. Weihnachtstag viele Freunde zu einem mehrgängigen Weihnachtsmenue einzuladen. Wir waren dann meisten so 8 - 12 Personen, von denen dann in der Regel auch ein paar bei mir übernachteten. Dabei habe ich immer Wert auf einen besonders schön gedeckten Tisch gelegt, so mit allem Pipapoo, mit vielen Kerzenleuchtern, ein großes Tafeltuch mit schön gefalteten Stoffservietten, schönen alten Gläsern und Porzellan, Silberbesteck etc. etc.. Das ganze Zimmer weihnachtlich dekoriert.. Das hatte schon was..

Truthahn war Pflicht, kurioserweise scheinen viele Männer so etwas zuhause nicht zu bekommen, auf jeden Fall waren sie immer ganz scharf darauf, *lach*, und wenn ich am nächsten Morgen schlaftrunken und nach einer Tasse Kaffee japsend ins Esszimmer kam, sassen die meist schon wieder über den übriggebliebenen Resten desselben, kalt natürlich! Mit kalter Portweinsauce.. --> *iihhh* *schüttel* Die hatten bei meinem erschütterten Anblick jedes mal 'ne Riesengaudi.. *g* Und mir dann den Teller unter die Nase heben und fragen: Willst auch was? Booaahh..
War immer ein toller Abend und hat auch Spaß gemacht. Doch irgendwann habe ich diese Tradition beendet. Der Zeitaufwand für die Vorbereitungen incl. anderer vorweihnachtlicher Vorbereitungen wurde mir irgendwann zu groß. Zwei Läden, Heiligabend natürlich geöffnet, ansonsten 6-7 Tage Woche, Messen und Märkte in der Weihnachtszeit, Familie, Haus, Hund, Katze.. *lol*.. Das muss man erst mal alles stemmen und ab einem gewissen Zeitpunkt zog ich dann doch etwas mehr Ruhe vor.
Doch inzwischen stelle ich fest, mir fehlt etwas ein bisschen an Weihnachten, und es ist eben dieser eine traditionelle Abend mit Freunden. Oder es hängt eben, nüchtern betrachtet, allein mit der Tatsache zusammen, dass der Mensch ein gewisses Gewohnheitstier ist.
Man wird sehen, vielleicht lass ich es wieder aufleben..
So long
cajun