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Traum- Tagebuch 9 | 545 Aufrufe | 10.10.2017, 05:25

  • Es war ein nasskalter, verregneter Samstagnachmittag und das letzte Wochenende von unseren Herbstferien. Meine Busenfreundin Emma hatte bei mir übernachtet, wir langweilten uns! Ich sagte:  „ Emma heute lese ich dir eine Traumgeschichte vor!"  Wir wickelten uns in unsere rote kuschlige Wolldecke ein und setzten uns damit auf mein Bett. In der Hand hielt ich den goldenen Schlüssel, mit dem ich das Tagebuch aufschloss. Seite für Seite blätterte ich vorsichtig das von mir beschriebene Pergamentpapier in meinem Tagebuch um. Emma verfolgte mein Blättern bis zur Traumgeschichte nach alter Familientradition. Bevor ich mit dem vorlesen begann, setzte ich mich noch bequemer hin.
     

    Nach alter Familientradition, welche meine Eltern aus Kindertagen von ihren Vorfahren mit auf ihren weiteren Lebensweg nahmen, wie z. B. christliche Tage, Geburtstage oder außergewöhnliche Ereignisse, die einen Anlass zu einer festlichen Feier voraussetzten, gehörte dieser Brauch noch der ganzen Familie. Die Mahlzeiten wurden an diesen Tagen ausgiebig genossen und während des Frühstückes unterhielten wir uns darüber, was wir unter der Woche interessantes erlebt hatten.
     

    Meine Schwester, das erstgeborenen Kind meiner Eltern, arbeitete in einer Firma für Modeartikel, ergriff zuerst das Wort und mit einem erhobenen Ton berichtete sie über die gehobene Gesellschaft. Mutter, mit ihrem rätselhaften Gesichtsausdruck, hörte aufmerksam den Zitierungen und Erlebnissen, die Töchterchen gedanklich aus ihrem Berufsleben mit nach Hause genommen hatte und im Kreise der Familie mit voller Begeisterung uns erzählte, zu. Ich hatte das Gefühl, sie sprach Mutter aus der Seele.
     

    Meine jüngere Schwester Heidi, die ihren Tisch-platz rechts neben Vaters Seite hatte und mir gegenüber sitzt, das Grinsen und die Grübchen in ihren beiden Gesichts backen verrieten, dass sich hinter ihrer Aura schelmische Gedanken verbargen. Das Läuten an der Haustürklingel ließ uns für Sekunden in Schweigen versinken. Heidi, sie ist noch im Grundschulalter, sprang erregt von ihrem Stuhl auf, sodass er auf dem Boden fiel, und rief mit erregter Stimme, das sind die Königskinder vom Schützenverein." Sie wollte gerade die Terrasse verlassen, da rief Mutter mit einem scharfen Ton: , Komm sofort zurück, stelle den Stuhl wieder auf und setze dich wieder  hin. Eilig, kehrte sie auf dem gepflasterten Terrassenboden zum Tisch zurück.
     

    Meine Eltern erheben sich gleichzeitig aus ihrem Stuhl, rhythmisch entfernten sie sich wie ein eingespieltes Team, dass ein trainiertes Studium voraussetzte, vom Tisch. Hastig zupfte Mutter an Ihrer Kleidung, das Kopfnicken vom Vater gab Ihr zu verstehen, dass er eine elegante gut aussehende Frau geehelicht hat. Flüsternd kommentierte Heidi: , immer diese Komplimente. Hand in Hand verließen beide  die Terrasse und gingen ins Haus, wir lauschten, das Trippeln der Schritte, die durchs Wohnzimmer zur Haustür führten, das Öffnen der Tür nach. 

    Die herzliche Begrüßung, bestätigte den Ausruf von Heidi, dass es die Königskinder von unserem  Schützenverein sind. Kurz darauf kamen die zwei Königskinder zu uns auf die Terrasse, mit der Begrüßung ein frohes Pfingstfest 1965 in plattdeutschen Dialekt. Mutter bot den zwei Teenies einen Tischplatz an. Sie setzen sich zu uns an den gedeckten Frühstückstisch, tranken eine Tasse Kakao und aßen ein halbes Brötchen.

    Plötzlich kam starker Sturm auf und eine pechschwarze Wolke verdunkelte den Himmel, Geschrei von Möwen in der Luft war zu hören, und es hagelte mitten im Frühling bei 25 Grad Wärme. Ich saß erstarrt auf dem Stuhl mochte mich nicht bewegen. Der Angstschweiß lief als Tropfen von meiner Stirn an meine Wangen runter und tropfte auf meine Hände. Nach einigen Minuten hat es aufgehört zu hageln, es war   kein Möwen  Geschrei  mehr zu hören und wie ein Zauberschlag wurde es wieder Tag hell. 

    Ich saß wie erstarrt auf meinem Stuhl  plötzlich kam  ein schwarzer großer Vogel vom Himmel in einen Sturzflug auf meinen Schoß  geflogen. Der pickte mit seinem schwarzen Schnabel nach dem Schweiß auf meine Hände, als habe er Durst. Dann sprach  er zu mir: „ Lore habe doch keine Angst,  ich bin ein verzauberter Hühnerhahn und habe mich verflogen durch das Unwetter. Ich fliege gleich von deinem Schoß aus  in den bayrischen Wald zu meiner Auerhahn  Frau und meinen Sohn.  Mit seinem Schnabel pickte er an meine linke Wange und verabschiedete sich von mir mit einem Kikeriki und flog davon.   

    Da war der Traum zu Ende.


    Kategorie: Allgemein | 20 Kommentar(e)


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