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Die Eitelkeit
37 | 519 Aufrufe | 12.04.2018, 09:45

Ich schlafe schlecht, das ist ja nichts Ungewöhnliches und geht fast jedem Zweiten so. Aber nach einer unruhigen Nacht mit einem Hund neben meinem Bett, der schnarcht und auch noch andere undefinierbare Geräusche macht (die ich allerdings in solchen Nächten als beruhigend empfinde) morgens in den Spiegel zu schauen, das ist schon eine Mutprobe für mich. Meine Güte, wo ist die teure Nachtcreme geblieben, die doch über Nacht für das Verschwinden der Falten und Fältchen sorgen soll. Was nützt das teure Hyaluron, dass tagtäglich meine Poren verkleistert und für die Verjüngung angeschafft wurde? Nichtsdestotrotz bin ich nicht bereit, auf diese Produkte zu verzichten, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

So bleibt nur das Korrigieren und Überschminken, das Tuschen der Wimpern, die durch das neue Mascara voll und seidig werden sollen (ist mir noch nicht passiert), pudern, nachziehen von Augenbrauen, die früher auch mal schöner waren, eine sanfte Röte auf die Wangenknochen usw. Wenn alles so ist, wie es sein soll, der äußere Schein stimmt und ich zufrieden bin, schnappe ich mir meinen Hund, laufe mit ihm durch die Feldmark und irgendwie verschwindet unterwegs alles, was vorher mühsam aufgetragen wurde, zuerst der Lippenstift und dann alles andere. Aber ich gebe nicht auf mit den Korrekturen an meinem Gesicht und auch sonst, denn bei meinem Glück treffe ich genau dann den netten Hundebesitzer, der morgens wie ich seinen Hund spazieren führt, wenn ich völlig ungeschminkt unterwegs bin und dann würde ich aussehen wie sein Mops, mit Fältchen und mit ganz kleinen Äuglein

 

Kategorie: Allgemein | 35 Kommentar(e)

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