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Ein lege-frisches Bio-Ei auf mein Gewissen.
68 | 756 Aufrufe | 09.07.2018, 14:11


Es geht um Ernte-Sklaven und Arbeits-Strich - wer sich keinesfalls an der eigenen Nase fassen möchte, bitte weiterklicken. 

Es gibt also einen Arbeits-Strich, die Prostitution derjenigen, die nichts haben und hier ist mit nichts auch nichts gemeint. 

Ja Maci, das ist nicht so ganz neu! Ich weiß. Nur wenn diese Produkte wie z.B. Tomaten, Gurken, Paprika... und, und, und - ja wenn durch die durch Lohn- und Arbeitsprostituition die Ernteprodukte in unsere Regale bei Aldanien und Lidliland und noch so viele gelangen, sind wir dann beim Einkauf nicht automatisch die Zuhälter? 

Ohhh - Verzeihung, ich vergaß nicht die wirklich Bedürftigen in unserem Land, die darauf angewiesen sind, eine Salatgurke für weniger als -,50 € zu erhaschen. Nein, diese Produkte sollte die Gesellschaft vernünftig erwerben und diesen bedürftigen Menschen dann einfach geben. 

Doch bin ich es leid, dies als Generalentschuldigung für die ruinöse Preisgestaltung auf allen Ebenen und in allen Produktbereichen hinzunehmen. Es wäre also, wie vorher gesagt viel direkter, diese Menschen zu unterstützen, bevor wir den gesamten Weltmarkt nur für diese Prozentual wirklich wenigen Menschen auf Geiz ist Geil einzustellen - das ist eine riesige Täuschung und wir gehen ihr auf den Leim, ja, das tun wir. 

Nun kommt der Verzweiflungsschrei - ja, er kommt auch völlig zu Recht. Was können wir denn tun. Bringt doch eh nix, wenn wir.... ja was weiß ich machen. 
Es gibt schon mal Pseudo-Lösungen. Ich miete mir ein Huhn, ein glückliches Huhn natürlich, denn es gehört doch zu mir. Und diese Huhn legt nun seine Eier, Eier nur für mich, die ich nur bedingt zum Frühstück oder backen brauche. Wozu denn dann? Also ich schlage dieses Ei über mein Gewissen, das nagt schon eine Weile an mir, aber dieser Dotter deckt gut zu und aus dem Eiweiß lässt sich ein guter Schutzrand bilden, damit mir mein Gewissen nicht überbordend "ausläuft". 

Dann gründe ich in der Nachbarschaft eine kleine Clique und wir leasen uns gemeinsam eine Kuh, mein Gott ist das edel, die Milch irrsinnig frisch und die Seele bekommt ihre so ihre Reinigungslotion. 

Nein, ich bin nicht böse, das ist schon ok so, nur können wir mit dieser Methode nicht einmal 1 Menschen von 1000 ernähren. 

In Ungarn, bin viel hier, gibt es ausgezeichnete Imker und super guten Honig, z. B. der aus Akazien. Hier ein Beispiel, 1 KG Honig für umgerechnet 4,50 € - und jetzt beiben sie auf diesem herrlichen, flüssigen Gold immer mehr sitzen, weil über Serbien asiatischer Honig eingeschmuggelt wird, dann umetikettiert und als ungarischer Honig wesentlich billiger angeboten wird - und das Zeug ist ziemlich belastet. 

Im letzten Jahr gerieten das ungarische Ministerium mit den Discountern wegen der Melonen in schweren Konflikt. Man nannte es den Dinnye Háború - übersetzt, den Melonenkrieg. Es wurden im ganzen Land in den Märkten die Melonen zu einem Kilo-Preis angeboten, der die Herstellungskosten der ungarischen Bauern deutlich unterschritt. 

Was tun? Preisbindung? Hatten wir schon mal, und die Lobbyisten würden zu Mördern werden. Ich bin mit euch verzweifelt, weil ich auch nur anprangern kann. Vielleicht doch mal das eine oder andere Angebot welches "unterirdisch" ist, liegen lassen? Probieren könnten wir ja diesen Kampf der kleinen Nadelstiche schon mal, oder? 

Aber dann haben diese Erntesklaven ja nicht einmal mehr einen Arbeiterstrich - höre diesen Aufschrei schon. 

Schicken wir unsere Beziehungspartner auch in den Puff, weil die "armen Dirnen" ja auch leben müssen? 
Ach ja, der prostituierte Lohn - Anteil einer Gurke lässt sich nicht einfach abschälen!
Schaut mal unter dem Titel: "Europas dreckige Ernte".
Heute im      Das Erste um 22:35 Uhr  

 

Kategorie: Allgemein | 58 Kommentar(e)

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