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UN-Sitten
16 | 468 Aufrufe | 14.11.2017, 15:01

Neulich fühlte ich mich unwohl, mir fielen nur noch UNwörter ein, es war richtig unangenehm. Zum Glück musste ich keine Doktorarbeit für die UNi schreiben, sie wäre ungelesen zurückgeschickt worden, unfrei natürlich. Wobei es auch UNnatürliches gibt, allen UNkereien zum Trotz.

UN verkehrt alles ins Gegenteil, Gutes in Schlechtes oder Undeutsch: Pogatives in Nesitives.
Also ungern, unanständig, unbedingt, unterallersau.
Wenn aber etwas schon ungut ist, wird es unschlecht: unmissverständlich, untadelig, unscheinheilig.

Mein Lieblingswort ist diesbezüglich *verunglimpfen*, denn verglimpfen muss etwas Angenehmes gewesen sein, was dann in UNmode kam.

Manche Dialekte scheinen mir anfälliger für die Verneinungen und betrachten die doppelte Verneinung schon als Lob, hanoi jetzetle, nix UNgereimtes bitte. So würde unwidersprochen passen, denn *wider* ist auch eine Form von dagegen.

Die Engländer haben uns das nachgemacht, sie sprechen es nur falsch aus, unbelievable! Also unfassbar.

Das Ende ist der UNanfang, der Mann die UNfrau, das Pilsner ein UNdunkel, und mein nächster Blog ist noch undenkbar, ähh unbedacht, ach nee einfach unüberlegt. Aber einfach könnte unmehrfach heißen.

Und nun etwas völlig Anderes: Ein uninteressantes Bild.

 

Kategorie: Allgemein | 12 Kommentar(e)

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