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Was nun? 30 | 661 Aufrufe | 06.12.2017, 11:39

  • Eine Geschichte, wie sie leider nicht selten so geschieht:

     


    Was nun?

    "Mein Gott, das geschieht dir recht," sagte sie zu sich selber, " du wolltest ihn ja unbedingt haben. Warum hast du nicht auf die winzig kleine Stimme in deinem Innern gehört? Warum hast du sie einfach überhört? "
    Ja, es stimmte:Sie hatte die Warnung nicht hören wollen. Ganz totschweigen ließ sie sich nicht, aber fast.

    Er war der tollste Mann gewesen, den sie je getroffen hatte.. Er schien alles, aber auch alles zu haben: Intelligenz, Kultur, Humor und auch Vermögen. Und nicht zuletzt sah er auch noch verdammt gut aus.
    Das Schönste aber war, er wollte sie, die kleine Angestellte, die doch erst vor kurzem dem Elend einer langjährigen Ehe entronnen war.
    Ohne viel Überlegung verliebte sie sich Hals über Kopf in ihn. Schien er nicht auch zugleich ihr Retter zu sein? Und war es nicht auch so, dass für sie das Märchen vom weißen Pferd mit dem Prinzen darauf wahr geworden zu sein schien?

    Armer Dummkopf, der sie war, so etwas glaubte sie doch tatsächlich.

    Und ja, zunächst schien auch alles bestens zu sein. Innerhalb kürzester Zeit hatte sie ihn bekommen, hatte eine schöne Hochzeit gehabt, nicht in Weiß, da es ja immerhin ihre und auch seine zweite Hochzeit gewesen war, aber ansonsten sehr prachtvoll. Im Beisein seiner und ihrer Freunde und der Kinder, zwei von ihr und drei schon erwachsene von ihm, hatte sie stattgefunden.
    "Wir machen einen eigenen Verein auf," hatte er gesagt, und sie, die dumme Pute, hatte gestrahlt.

    Hätte sie gewusst, was da auf sie zukommen würde, sie hätte die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und wäre schreiend davongerannt, so weit, wie sie nur gekonnt hätte..
    Doch sie wusste es nicht. Nein halt, aus bestimmten Anspielungen seiner Kinder hätte sie es schon wissen können, aber sie wollte es eben nicht, hatte alles Beunruhigende einfach von sich geschoben.
    Und so stolperte sie lachend und strahlend in ihr Unglück. Alle gratulierten ihr, wünschten ihr Glück, denn die konnten es nicht wissen. Doch so ganz stimmte das wiederum auch nicht. Seine Kinder wussten es, wiesen sie aber  nicht nochmals darauf hin. Meinten sie, sie hätte das, was schon bald auf sie zukommen würde, verdient?

    Zwei Monate des Glücks folgten, dann aber später Honey Moon in Paris, der Stadt der Liebe, wie es so schön heißt. Und dort, lernte unsere liebe Unschuld vom Lande  ihn von einer ganz anderen Seite kennen.
    Er wurde nervös, leicht reizbar und nörgelte ständig an ihr herum. Er, der bisher jeglichen Alkohol verschmäht hatte, trank. Sie trank mit.
    Doch sehr bald merkte sie, dass es für ihn kein Aufhören gab. Er trank alles, was er kriegen konnte, und verlangte nach mehr. Sie beschaffte es, wurde zu seiner Alkoholbeschafferin, denn sie hatte Angst.
    Doch egal, wie sie sich verhielt, egal, was sie tat, es war nicht zu verhindern: Bald schlug er sie, schlug auf sie ein, bis sie am ganzen Körper blau gezeichnet war.

    Irgendwie gelang ihr die Flucht, irgendwie konnte sie im gleichen Hotel ein Zimmerchen unter dem Dach buchen.
    Doch noch bevor sie sich dorhin retten konnte, hatte er sie erwischt. Sie fühlte sich in Sicherheit, gab ihm Widerworte, denn sie dachte, hier unten im Foyer wäre sie sicher, hier könnte er ihr nichts tun.
    Doch weit gefehlt, sie hatte nicht mit seiner Hemmungslosigkeit gerechnet. Es war, als ob bei ihm sämtliche Gefühlsschleusen geöffnet worden wären.
    Voller Wut ließ er seine mit einem Siegelring bewehrte Faust in ihr Gesicht krachen. Hatte er ihr das linke Jochbein zertrümmert?
    Jedenfalls fühlte es sich so an. Vor Schmerz heulte sie auf, starrte ihn an, sah in diese zornigen schwarzen Augen, die jeglichen menschlichen Glanz verloren hatten.

    Für einen atemlosen Augenblick lang schien die Welt still zu stehen, doch dann drehte sie sich um und sprang in den zufällig bereit stehenden Fahrstuhl, fuhr nach oben, suchte Zuflucht in ihrem Zimmer.

    Erst als sie von der Concierge angerufen wurde, dass ihr Mann abgereist war, erwachte sie aus ihrer Betäubung.

    Nun stand sie vor den Scherben einer erst vor kurzem mit so viel Hoffnung begonnenen Beziehung und fragte sich, was werden sollte.

    Ja, was nun?


    Kategorie: Allgemein | 78 Kommentar(e)


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