Warten hat bei mir fast immer etwas mit Abschiedsgefühlen zu tun

https://www.youtube.com/watch?v=MBuFflkAdso
Mein Herz ist müde,
was hat es müde gemacht?
War es das Warten
allein in der Stille der Nacht?
adimus hat geschrieben: ...doch andererseits:

wer Geduld hat und kann Warten dem blühen die Rosen im Garten


Doch wie singt Bill Withers in seinem Song 'just the two of us' so treffend:

''good things might come to those who wait, not to those who wait to late''


wobei gerade die Rosen kein "Warten" vertragen.....
andauernd müssen sie gepflegt, gestutzt und gespritzt werden....

inzwischen bin ich soweit, dass ich die Pflanzen, die sich selber aussäen und im nächsten Jahr um einen Blüh-Platz kämpfen - bewundere....
Müssen sie wirklich? Warum wachsen und blühen sie bei mir trotzdem so herrlich, obwohl sie bei mir nicht dauern gepflegt, gestutzt und aus Überzeugung schon gar NICHT gespritzt werden??
Timarisu hat geschrieben: Ja "warten" ist eine passive Haltung, ebenso wie "erwarten" und "zurückhalten". So what?


für mich ist "warten" überhaupt keine passive Haltung
.......wenn's mal nötig ist, muß ich mich jeden Tag auf's neue dazu zwingen :?

das ist ganz schön Arbeit!
ich habe damals meine Blockhauswiese vom Vorbesitzer übernommen - da waren auch Rosen dabei .....
hab mich gefreut - sie jedoch nicht gepflegt - irgendwann waren sie verschwunden....während die Wicken den Zaun zugewuchert hatten....
waren das die Wühlmäuse vom Feld nebendran ?

wahrscheinlch ist jetzt mein Balkon das Problem - die Rosen brauchen nicht nur Sonne sondern auch Luft und den richtigen Boden - außerdem sind sie Tiefwurzler - vielleicht genügen da auch meine hohen Kübel nicht .....

deshalb setze ich die Rosen nach unten in unsere Wohnanlage - doch auch da überleben sie nur knapp - obwohl ich sie in diesem Jahr - wir hatten von April bis Oktober so gut wie kein Regen - immer wieder mal gegossen habe.......

wahrscheinlich muss ich auch da im Frühjahr - bevor die Knospen aufbrechen - ein Aufbauspritzmittel verwenden, damit sie nicht alle Blätter an den Rosenrost verlieren....

sorry - bin inzwischen etwas "rosenmüde"..... :?
Wenn ich auf etwas warte, hat es nur insofern mit Abschiedsgefühlen zu tun, als ich letztlich nur vom Warten "Abschied nehme", wenn das Erwartete eingetreten ist.
das hat was @Valentin..... :wink:
Warten mit der Gewissheit, dass kommenden Zeiten besser werden, kann sehr schön sein.
Warten mit Bangen dagegen sehr zermürbend, es droht die Hoffnungslosigkeit.
Bitte nicht vergessen - mit Warten wird man alt...
Wolf Biermann -

Warte nicht auf bessre Zeiten

https://www.youtube.com/watch?v=GSw5H4tY29A
Mit Abschied hat mein Warten nur wenig zu tun.
Am Wochenende wartete ich auf den Linienbus.
Doch während des Wartens war ich so in ein Gespräch vertieft, dass ich das Vor- und Abfahren des Busses total verpasste.

Will sagen, warten wird manchmal gar nicht als warten empfunden.
Zugleich wohnt dem Warten ein Hauch von Ungewissheit inne. Es ist immer auch ein Hoffen auf etwas Zukünftiges. Deshalb wissen wir nicht immer genau, worauf wir eigentlich warten.

Alles kommt zu dem von selbst, der warten kann.
Shekinah hat geschrieben: Bitte nicht vergessen - mit Warten wird man alt...


und ohne warten ebenfalls..... :wink:
Sumsum hat geschrieben: Zugleich wohnt dem Warten ein Hauch von Ungewissheit inne. Es ist immer auch ein Hoffen auf etwas Zukünftiges. Deshalb wissen wir nicht immer genau, worauf wir eigentlich warten.

Alles kommt zu dem von selbst, der warten kann.


nicht alles - aber manches ?...... :wink:
cron