Sunnie hat geschrieben: Wirkliche Bankberatung könnt ihr echt vergessen, auch ich hab da so meine Erfahrungen. Als dazumal Siemens Infineon ausgliederte und an die Börse bringen wollte, hatte ich Siemens-Aktien gekauft, weil die aus diesem Grund auch steigen sollten. (Dazumal hatte ich meine Aktien noch über meine Bank gehandelt.) Als ich diese dann verkaufen wollte, kam mir mein Berater bis in die Schalterhalle nachgelaufen und wollte mich überzeugen, dies nicht zu tun. es hatte sich erwiesen, dass ich richtig gehandelt hatte. Ein zweites Beispiel: Ich wollte BMW-Aktien kaufen (auch das ist viele Jahre her), mein Bankberater hatte mir abgeraten. Binnen kurzer Zeit stiegen die BMW-Aktien um 60%. Danach hatte ich mir geschworen, nie wieder auf "Berater" zu hören, sondern mich auf mich selbst zu verlassen. Natürlich muss man sich kümmern, das ist klar. Aber es ist wie immer: Ohne Fleiß kein Preis.

Viele Grüße
Sunnie


Für meine Aktiendepot`s habe ich schon seit es Direktbanken gibt. keinen "Berater" mehr bemüht und bin damit gut gefahren. Was Banken an Geld verbrannt haben und für nichts haften, sondern im Gegenteil auch bei Verlusten immer noch munter kassieren ist schon ein unsägliches Kapitel.
Aber "Mutter Staat" hält ja schützend die Hand über diese, oft skrupellosen, Methoden und bis ins mafiöse reichenden Strukturen.
ok ......ich hab auch mein Lehrgeld bezahlt......
vor einiger Zeit hatte ich hier geschrieben, dass wir damals eine Sammelklage eingereicht hatten gegen eine Bausparkasse, die uns einen geschlossenen Immobilienfonds empfohlen hat......
die Klage ist nicht durchgekommen....

anfangs habe ich mich geärgert ....heute sage ich mir:
das hast du unter Lehrgeld bezahlen abzuhaken.....

später hatte ich eine kleine Sparkassen-Zweigstelle - nur 150 m von meiner Arbeitsstelle entfernt......
da habe ich mit dem Zweigstellenleiter - einem Inder - tolle Börsendiskussionen geführt....
diesen Zeiten trauere ich heute nach ......
Beratung brauche ich nicht und hab das auch unterschrieben - leider ist der Service an der Hauptstelle inzwischen mäßig bis ......und morgen gibts richtig dudu !!!
ich bezahle mehr für den Service - und dann möchte ich ihn auch bekommen !

trotzdem muss man sagen, dass sich die Banken - nach dem Bank-Desaster - mit der Beratung wieder mehr Mühe geben.....
ja ich weiss nicht was du unter Beratung verstehst? und mit wieviel Banken arbeitest du denn?
Banken wollen nach wie vor ihre eigenen "Produkte" an den Kunden bringen.
Unter Beratung verstehe ich das mir ein Finanzprodukt vorgeschlagen wird, das mir nicht mein Geld aus der Tasche zieht und nur der Bank einen Gewinn einbringt. Das ist einfach nicht der Fall und beim derzeitigen Zinsniveau auch garnicht mehr möglich.
Immer noch werden Bankeigene Produkte verhökert die nach jahrelanger Laufzeit kaum eine Rendite abwerfen. Beliebt ist dann noch die Variante, das Kapital zu verrenten, wobei über fiktive Zahlenspiele eine Summe X erwirtschaftet wird wenn man sein Kapital nach Jahrzehnten als Rente zurückbekommen hat. Mir wurde z. B. vorgeschlagen meine Kapitalsumme 7 Jahre fest stehen zu lassen. Nach sieben Jahren werden Zinsen X und Kapital zusammengelegt und es wird eine monatliche Rente ausbezahlt.
Das Nettokapital hätte ich dann im Alter von 95 zurückerhalten Die unbestimmte Zinssumme wäre dann anschliessend auch als Rente gezahlt worden. Wobei die Zinsen erfolgsabhängig anfallen.
Zinssatz könnte so oder auch anders ausfallen, da legt man sich nicht fest. Die Bank streicht für ihre °Beratung" aber erst mal 5% an Beratungshonorar ein. Gehen sofort vom Kapital ab
Soll ich das als solide, seriöse Beratung werten?
wie ich bereits sagte, habe ich keine Bankberatung .....
allerdings habe ich mit dem Filialleiter einer Bank tolle Börsendiskussionen geführt....

vor zig Jahren wurde ein Bausparvertrag von mir zuteilungsreif - die Bausparkasse rief mich an, ob ich bauen wollte - ich sagte - nein, denn ich hatte ja mein Single App. und mehr wollte ich nicht.....
da haben die mir diesen geschlossenen Immobilienfons empfohlen.....
(wie ich bereits schrieb, ist die Sammelklage der Anleger gegen die Bank nicht durchgekommen)....

seitdem habe ich keine Bankberatung mehr in Anspruch genommen und diesen Fonds als "bezahltes Lehrgeld" abgehakt..... :wink:
[quote="Gundulabella"
trotzdem muss man sagen, dass sich die Banken - nach dem Bank-Desaster - mit der Beratung wieder mehr Mühe geben.....[/quote]

deine Aussage ist aber das sich die Banken wieder Mühe geben. Woher also diese Weisheit?
Das sie sich nach einem freundlichen Gespräch ihre "Beratung" unterschreiben lassen und dies mit einer fadenscheinigen Begründung erklären, weil der Kunde garnichts für eine Beratung unterschreiben muss.
Also beruht deine Aussage auf einem blossen wohlwollenden Bauchgefühl.
Fakt ist: den Bankennonsens Bankberatung zu titulieren ist ein Hohn.
Der Staubsaugervertreter an der Tür ist auch ein Berater. Jedenfalls nennt er sich auch so.
Beides das gleiche Prinzip.
weil ich kein Schwarzweiß-Denker bin....
weil ich eine Bank von der anderen Bank unterscheiden kann....
weil ich regelmäßig die Wirtschaftsberichte lese - d.h. auch die Berichte und Beurteilungen über die verschiedenen Banken - incl. ihres Services !.... :roll: :roll: :roll: :roll: :roll:
dann sind das also nicht deine Erkenntnisse die du hier preisgibst.
Hast was aufgeschnappt und gibst das bedenkenlos weiter.
Ist also schon etwas unsinnig mit dir einen Diskurs führen zu wollen.
das geb ich jetzt lockerflockig zurück an Dich....... :P
mit wie vielen Banken hast du persönliche Erfahrungen gemacht ?
ich habe mit 4 Banken persönliche Erfahrungen gemacht (wenn ich eine Filiale dazurechne, sind es 5).....
Banken mit Massengirogeschäft verdienen ihr Geld über Konto- und Depotgebühren, aus dem Handelsgeschäft (Ordergebühren und Provisionen) und aus der Zinsmarge (eingenommene Zinsen/ausgezahlte Zinsen). In Zeiten des "Nullzinses" hat die Bank ein Problem: Der maßgebliche Deckungsbeitrag aus der Zinsmarge schmilzt wie Butter in der Sonne.

Was macht die Bank also? Sie senkt die Zinszahlungen und erhöht als erstes alle möglichen Gebühren und versucht die Einnahmen aus Ordergebühren und Provisionen zu steigern. Das geht aber nur, wenn man den Kunden dazu bringt, seine Spargröschelchen auch in irgendetwas anzulegen und möglichst oft umzuschichten. Das dabei die Produkte angeboten werden, an denen die Bank das meiste an Provision verdient, dürfte eigentlich jedem einleuchten. Wobei das noch nicht einmal "hauseigene" Produkte sein müssen.

Kein bei so einer Bank angestellter Berater kann heute einem i.d.R. risikoscheuen Kunden ein Produkt mit einer nachhaltig vernünftigen Rendite anbieten, vernünftig heißt in dem Fall auf Dauer inflationsgesichert. Diese Produkte gibt es eben nicht. Also wird alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest ist, in der Regel Fondsanteile unter Verweis auf die Erfolge des Fonds in der Vergangenheit. Das bringt den höchsten Ertrag für die Bank, in Form des Ausgabeaufschlags und einer Fondsprovision. Falls der Berater laufzeitgebundene Versicherungsprodukte mit Kapitalbildung anbieten sollte, empfiehlt sich die Androhung von Strafanzeige oder Schlägen.

Der Ausweg aus der Misere? Es gibt keinen "sicheren".

Aber Alternativen: Weg vom Bankberater hin zum von Banken und Fonds unabhängigen Vermögensberater. Das rentiert sich eigentlich nur, wenn auch ein nennenswertes liquides Vermögen anzulegen ist. Darunter verstehe ich min. sechsstellig. Vor dem Komma.

Wer sich im fünfstelligen Bereich bewegt, sollte sich aus Kostengründen auch mal über die neuen Online Vermögensberater schlau machen.

Und wenn es nur als Grundlage für das nächste Gespräch mit dem Bankberater dient …
:wink:
notleidende Banken, das organisierte Elend.
nach einer Erhöhung der monatlichen Pauschale für mein online Girokonto von 0 auf 9,90 € habe ich
diese Bank entlastet und mein Konto liquidiert. Es war nicht mehr mit anzusehen wie man sich für mich täglich aufgeopfert hat nur um bummelige 30.000,00 Euro für mich zum 0 Zins zu hüten.
Warum die mich gerne als Kunden behalten wollten, ist mir allerdings unklar.
War sicher eine reine Höflichkeitsphrase.

OLDENBURG (dpa-AFX) - Die Oldenburgische Landesbank (OLB) präsentiert am Freitag (11.00 Uhr) ihre Bilanz für 2016. Die vorläufigen Zahlen sind bereits seit Januar bekannt. Danach konnte die zum Allianz-Konzern gehörende Bank im Vorjahr ihren Gewinn nach Steuern von 18,3 Millionen (2015) auf 35,2 Millionen Euro nahezu verdoppeln. Grund waren unter anderem Sondererträge aus Beteiligungen und Entlastungen bei den Pensionsrückstellungen.

btw Die Postbank hat ihren Service gebührenfrei grosszügig ausgeweitet gegen monatlichen Geldeingang von 3.000,00 € Wie das procedere abläuft darüber, schrob ich ja schon im letzten Jahr und alles ist schön.
Was hat dein teilweise bei finanzen.net abgeschriebener Beitrag mit Bankberatung zu tun?
geht doch aus dem Kontext hervor.
ja stimmt ich hätte "dpa" dazuschreiben müssen.
Aber danke für deinen konstruktiven Hinweis.
Kontext? Na ja, Hauptsache, du hast was geschrieben. Alles wird gut.

:wink:
Zurück zum eigentlichen Thema:

Ab Januar 2018 stellen die Berater von Banken, Sparkassen und zum Vertrieb von Finanzprodukten zugelassener Firmen keine "Beratungsprotokolle" mehr nach einem Kundenberatungsgespräch aus (was sie hoffentlich bisher getan haben oder bis dahin tun werden).

Stattdessen gibt es dann zwingend vorgeschrieben eine schriftliche Geeignetheitserklärung des Beraters als Ergebnisprotokoll. Der wesentliche Unterschied zum Beratungsprotokoll ist, dass anstelle des protokollierten Ablauf der Beratung nunmehr der Berater schriftlich darlegen muss, warum ein vom ihm empfohlenes Produkt oder eine Strategie für den Anleger geeignet sein soll.

Eine Normierung resp. Standardisierung dieser Geeignetheitserklärung gibt es allerdings noch nicht. Zumindest die Fälle, in denen 50+ Klientel Finanzprodukte mit 30jähriger Bindung o.ä. aufgeschwatzt wurden, dürften dann erledigt sein. Ansonsten bleibt der Fortschritt abzuwarten.

Grundlage der Änderung ist eine entsprechende Bestimmung der europäischen Finanzmarktrichtliinie "Mifid II", die auch in nationales Recht umzusetzen war.
Der wesentliche Unterschied zum Beratungsprotokoll ist, dass anstelle des protokollierten Ablauf der Beratung nunmehr der Berater schriftlich darlegen muss, warum ein vom ihm empfohlenes Produkt oder eine Strategie für den Anleger geeignet sein soll.

das ist verd. gefährlich für den Berater, denn niemand kann in die Zukunft schauen und sagen:
so wird sich die Wirtschaft entwickeln - so wird sich die politische Situation entwickeln und so werden sich die verschiedenen Firmen entwickeln....

ich bin zwar kein Berater - gebe aber aus diesem Grund niemals Empfehlungen.....
sage nur:
macht euch selber schlau - lest die Wirtschaftsnachrichten - lest über Vermögensanlage......