was du 20:14 schreibst @translation,
gilt das auch für österreichisches Recht?
In D haben die Anwälte eine Gebührenordnung, ein guter muss nicht teurer sein als ein schlechter.

Mundpropaganda funktioniert gut. Kennt der Anwalt sich mit Scheidung aus, oder macht er das nur ab und zu nebenbei? Hat er gar schon mal einen ho0ffnungslosen Fall herausgehauen? Wie lange ist er im Geschäft, kennt er die Richter? Ich bin seinerzeit nach Empfehlung bei einem auf solche Sachen spezialierten Anwalt gelandet, dessen Kanzlei war an einer der nobelsten Adressen der Stadt. Er konnte Dinge gut auf den Punkt bringen, war bei der staatstragenden Partei, und es stellte sich heraus, dass die Anwältin der Gegenpartei mal Praktikantin bei ihm gewesen war. Er konnte mit ihr, und hat ganz viel heiße Luft aus dem Verfahren rausgelassen. Er hat keine Wunder vollbracht, aber eine arg verfahrene Situation wieder auf die Spur gesetzt und eine Lösung eingeleitet.

Ein Anwalt kostet normalerweise nur einen kleinen Teil von den Summen, um die es im Verfahren geht. Da schlägt die Ex weit mehr zu.
Ob ein Anwalt eine Professur hat oder gar Kommentare schreibt sagt noch gar nichts darüber aus, ob er gut oder schlecht ist. Erfahrung ist sicherlich von Vorteil, wichtig ist mit welchem Engagement er sich der Sache annimmt und das weiß man leider nicht immer im Voraus. Wie BB schon sagte, werden ein Anwalt nach der Brago entlohnt, durch geschicktes Splitten - besonders wenn gemeinsames Vermögen vorhanden - kann man jedoch sein Honorar im Einzelfall kräftig erhöhen. Ich spreche hier von Deutschland.
Einen wirklich guten, engagierten Anwalt zu finden, ist schwierig.
.... ist es nicht möglich eine einvernehmliche Scheidung durchzuführen?
Dann benötigt ihr nicht einmal einen Anwalt.
Bzw. wenn wirklich ein Anwalt nötig ist - reicht es, wenn ein Anwalt, dann für euch Beide - das einvernehmliche Konzept - dem Scheidungsrichter nahe bringt.
Da spreche ich aus Erfahrung.
Okay kundgeba, aber da müssen sich doch Beide einig sein, wenn einer nicht mitspielt - sowie bei Pilgrim01 - dann gehts wohl nicht.... meiner Meinung nach.
- ja natürlich Ragusa - da müßte man im Vorfeld - eben selbst zu einer Übereinstimmung kommen. Wäre auch für die Kinder sicherlich besser so.
Und wenn deine Frau sich nicht scheiden lassen will, dann kannst du ja wieder in dein Haus zurück ziehen.

Warum machst du es dir so schwer in deinem letzten Abschnitt deines Lebens?

Die Scheidung kostet nur unnötig viel Kraft und Energie.

Und damit das einigermaßen Unfallfrei über die Bühne geht, nimm dir dazu einen Ehetherapeuten.

Geh zu ihr zurück, das Theater lohnt sich nicht und im Alter alleine sein, das ist nicht toll für einen Mann...
Setz dich in den ICE
Salzburg - Hannover
6 h
35,90 Euro Spartarif,
ich habe ein großes Gästezimmer,
ich koche,
du liest mir aus dem Buch vor
WIR
spielen Schach,
betrinken uns
philosophieren über die Welt
und lassen uns einschneien
muss es dieser Scheidungs-Terror sein ?

ich weiß von Bekannten, die leben getrennt - lassen sich aber nicht scheiden, weil das für ihre Kinder/Enkelchen nicht mehr auseinanderklamüserbar ist....
Ja, und wie soll ein neuer Partner das auseinanderklamüsern ?

Wenn es Enkel gibt, müssen die Kinder ja schon erwachsen sein.

Die Gründe sind sicher vorgeschoben.
Wenn ich die Paare in meinem Freundeskreis anschaue, die mehr als 15 Jahre faktisch getrennt, aber nicht geschieden sind, so bringt das keinen Segen. Zum einen leiden die späteren PartnerInnen emotional am ungeklärten Status, zum anderen gibt es handfeste rechtliche Probleme. Eine Freundin konnte ihren Lebenspartner in der Intensivstation nicht besuchen oder gar Auskunft über seinen Gesundheitszustand erlangen, weil nicht verheiratet. Nach dieser Erfahrung wurde die Dinge mit weit über 70 endlich geklärt, einschließlich Vollmachten und Testament. Die andere soll nun - nach 12 Jahren Getrenntlebens und neuen Partnerschaften auf beiden Seiten - für ihren Ehemann aufkommen, einen sehr gut verdient habenden IT-ler mit mehrfachem Immobilienbesitz, der sich im Alter von 72 aus ungeklärten Gründen völlig ruiniert hat und nun Grundsicherung beansprucht. Das Amt versucht, die staatlichen Unterhaltsleistungen bei ihr einzutreiben. Als sie sich anwaltlich beraten ließ, wie nun endlich die Scheidung durchgeführt werden könnte, stellte sich heraus, dass sie sich eine solche nun nicht mehr 'leisten' kann, weil sie ihm die Hälfte ihrer Rentenanwartschaften (ggf. auch in einer Summe) abgeben müsste. Denn er hat als Selbständiger keine versicherungsrechtliche Altersversorgung. Sie selbst ist kurz vor der Rente. Bei der dritten hat der ebenfalls ältere Ex-Mann einen Schlaganfall erlitten, die Familie erwartet von ihr, dass sie sich um ihn kümmert, ihn 'am einfachsten' wieder bei sich wohnen lässt und pflegt. Obwohl er sich vor zwölf Jahren von ihr getrennt hat wegen einer neuen Beziehung, die allerdings längst perdue ist.
Wenn man eigentlich nicht (mehr) bereit ist, für den/die ExpartnerIn irgendeine Verantwortung weiter zu übernehmen, so sieht es ja beim TE aus, ist ein mediatorisch versierter Anwalt eine gute Investition, um die Dinge zu klären, bevor irgendeine Katastrophe eintrifft.
na ja - vielleicht kann/darf ich da nicht mitreden - hab keine Kinder und war nie verheiratet.....

wenn die - eventuellen neuen - Partner ihren eigenen Wohnraum behalten und jeder sein eigenes Konto - das wäre doch das Einfachste für eine restliche Lebenszeit zu zweit....

getrennt lebend - d.h. im Profil-Status getrennt lebend angegeben - das muss dann wirklich auch getrennt lebend sein.....
Bekannte von mir haben sich als getrennt lebend angegeben - der eine hat unten gewohnt im Haus - der andere oben.....gemeinsames Telefon.....beide waren an einer Partnerbörse angemeldet.....
das ist auch eine Art von Sport..... :lol:

mich irritiert dieses "erzähle ich dir später" ......
warum etwas später erzählen müssen.....
Status Kinder: erzähle ich dir später..... :?:

@Lionelle
oha !
habe gerade erst Deinen Beitrag gelesen..... :shock:
Gundulabella hat geschrieben: muss es dieser Scheidungs-Terror sein ?

ich weiß von Bekannten, die leben getrennt - lassen sich aber nicht scheiden, weil das für ihre Kinder/Enkelchen nicht mehr auseinanderklamüserbar ist....


Ich halte diesen Grund auch für vorgeschoben.
Die erwachsenen Kinder sollten mit einer Trennung der Eltern klarkommen.
Und Enkelkinder wachsen schnell in die neue Situation hinein, wenn man es ihnen richtig erklärt.
Meine Enkelkinder waren damals zum Glück noch sehr klein.
Sylkee hat geschrieben: ................
Geh zu ihr zurück, das Theater lohnt sich nicht und im Alter alleine sein, das ist nicht toll für einen Mann...

Na ja..., "das Theater lohnt sich nicht" ist doch mal 'ne Ansage...
Interessante Sichtweite..., hört sich allerdings sehr nach >Zopf-Zeit< an... :shock:

Der TE (@Pilgrim01) ist gerade mal 67 Jahre und kann noch gute 15-20 Jahre (und mehr) leben... Und diese - immer noch schöne - Lebenszeit soll er mit einer ungeliebten Frau vergeuden?

Warum sollte er das tun?
Er hat hier (oder auf anderen Plattformen) die Chance, ein neues Glück zu finden. Und wenn nicht, ist er alleine immer noch besser dran, als in einer ungewollten Ehe mit permanenten Querelen.

Egal, welche Probleme eine Scheidung auch bringen mag:
Da heißt es: Nägel mit Köpfen zu machen, und sich dann frei von "Altlasten" neu zu orientieren.
Rotkappe hat geschrieben:
Gundulabella hat geschrieben: muss es dieser Scheidungs-Terror sein ?

ich weiß von Bekannten, die leben getrennt - lassen sich aber nicht scheiden, weil das für ihre Kinder/Enkelchen nicht mehr auseinanderklamüserbar ist....


Ich halte diesen Grund auch für vorgeschoben.
Die erwachsenen Kinder sollten mit einer Trennung der Eltern klarkommen.
Und Enkelkinder wachsen schnell in die neue Situation hinein, wenn man es ihnen richtig erklärt.
Meine Enkelkinder waren damals zum Glück noch sehr klein.


ich hatte "auseinanderklamüsern" auf das Geld das Erbeproblem bezogen....