Sag mal Lente ...

Was ist eigentlich Dein Problem mit Obdachlosen/Bettlern? Es ist mir schon einige Male aufgefallen, dass Du bei dem Thema fast schon überreagierst.

Was genau stört Dich?

AK
Liebe AK,

garnichts stört mich an Obdachlosen und Bettlern, die beleben ja die Innenstädte und das Strassenbild! Die verpieseln die Fussgängerunterführungen und verkacken ohne Kacktüte die Freiflächen! Das ist super , findest Du nicht?

Was ich einfach Scheisse finde: Denen wird zu wenig gespendet! Sei doch mal grosszügig und gib die von mir vorgeschlagenen 200 Euro! Also Du!
ich glaub, nem Obdachlosen ist es egal, von Wem er 200 Euro bekommt
.......kannst ruhig schon mal damit anfangen @translation
Aber dann bitte noch 1200 Euro an die Krankenkasse spenden....
...wenn der Rettungswagen kommen muß
wegen Alkoholvergiftung
oder dem finalen Schuss......
Bei mir in München- Nymphenburg müssen die armen Bettler ständig Coffe-to-go trinken und vegane Bio-Hörnchen essen! Dass die dann irgendwann einen Notarzt brauchen sollte doch klar sein!
Lente ...

Natürlich ist es nicht schön, wenn Flächen so versaut werden.

Nur ich persönlich mache das nicht nur an Obdachlosen fest. Schau doch mal, was los ist, wenn die Wiesn ist. Alles was es so an Körperflüssigkeiten oder auch fester gibt, kannst Du überall finden. Oder letztes Jahr im Sommer, als sich die Yuppies gern am Gärtnerplatz zum Feiern getroffen und dort alles versaut haben, was es nur zu versauen gab.

Nun könnte man sagen: "Die sind alle gleich". Aber nein, das ist eben nicht so. Denn die einen - also die mit Wohnung, Haus, Hotel oder was auch immer, hätten ja ein Klo und müssten nicht mal so in der Gegend rumsauen, während die Obdachlosen nix haben, jetzt sowieso, weil so viel zu ist.

Ich meine, was würdest denn Du machen Lente? Warten bis es dich zerreißt? Und selbst da ...

Vor Jahren war ich mal auf einer Raststätte Richtung Italien und musste dort aufs Klo. So was hatte ich noch nie gesehen. Eine Damentoilette, in der kein einziger Zentimeter mehr frei war von Dreck aller möglichen Coleur. Und das ist keine Seltenheit.

Fazit: Schweinderl gibts in jeder Schicht.

AK
translation hat geschrieben: Bei mir in München- Nymphenburg müssen die armen Bettler ständig Coffe-to-go trinken und vegane Bio-Hörnchen essen! Dass die dann irgendwann einen Notarzt brauchen sollte doch klar sein!



Das ist Quälerei. :roll:
Kaffee und BioHörnchen und dann noch vegan und dauernd.
Dazu reicht leider meine Rente nicht.
... um die 200 € abzugeben.

Mich erschüttern diverse Beiträge hier mehr als das Betteln. Es sollte doch ernsthaft bedacht werden, dass das Bild politisch gewollt ist, sonst wäre es ja leicht, es zu verändern, jedenfalls in Deutschland.
Ich habe lange für NGOs gearbeitet, sehe hier jedoch inzwischen die gleiche Not und verzichte dann auf die Flüge und die Abgabe an die Parlamentarier anderer Staaten.
Nur Direkthilfe kommt zu 100 % an, die Auslandshilfe in allen Ehren. Berichte von Entwicklungshilfe können gerne eingesehen werden.

Aber hier geht es ja lediglich um die Frage nach dem Betteln, also nur um die direkte Hilfe.
Bewegte hat geschrieben: .

"...Aber hier geht es ja lediglich um die Frage nach dem Betteln, also nur um die direkte Hilfe."




Das sehe ich ähnlich – ursprünglich wollte ich mit diesem Thread ja auch die unmittelbare „Direkthilfe“ thematisieren.

„Bettelei“ stellt allerdings ein weites Feld dar und tangiert natürlich andere Bereiche, so dass es nicht ganz unproblematisch ist, beim Ursprungsthema zu bleiben.

Gerade in den vergangenen sehr kalten Tagen sind ja die Möglichkeiten einer direkten Unterstützung (auch durch Corona-bedingte Maßnahmen) sehr beschränkt gewesen, obwohl jetzt vielleicht die Not am größten gewesen sein könnte.

Wie ich schon einmal angesprochen habe, fokussiere ich mich auf die Unterstützung von Personen, die in meinem Alter oder noch älter sind.

Hier kann ich mich am ehesten in deren Situation versetzen, soweit das überhaupt irgendwie möglich ist….

Wenig Verständnis bzw. Akzeptanz habe ich allerdings für Betteln, bei dem körperliche Behinderungen oder soziale Notlagen nur vorgetäuscht erscheinen.

Aggressives Betteln ist normalerweise ein totales No-Go, allerdings habe ich da auch schon einmal einen Fall erlebt, der dieses Verhalten nachvollziehbar gemacht hat. Aber das war die ganz große Ausnahme…
Patriarch hat geschrieben: Wie ich schon einmal angesprochen habe, fokussiere ich mich auf die Unterstützung von Personen, die in meinem Alter oder noch älter sind.


Was machst Du da, um bedürftigen Menschen Deines Alters oder noch älter zu helfen? Hier in meiner Gegend sitzen keine 70-80-90plusler zum Betteln herum. Wo findet man die denn, so man ihnen helfen möchte?
translation hat geschrieben:
Patriarch hat geschrieben: Wie ich schon einmal angesprochen habe, fokussiere ich mich auf die Unterstützung von Personen, die in meinem Alter oder noch älter sind.


Was machst Du da, um bedürftigen Menschen Deines Alters oder noch älter zu helfen? Hier in meiner Gegend sitzen keine 70-80-90plusler zum Betteln herum. Wo findet man die denn, so man ihnen helfen möchte?




Hallo @Translation,

Auch in meinem erreichbaren Umfeld „sitzen keine Bettler herum“, wie Du es formulierst.

Insofern sind meine Kontakte bzw. die Möglichkeiten direkt zu helfen derzeit auf die wenigen Situationen beschränkt, wenn ich mich doch einmal in den Regionen aufhalte, in denen erfahrungsgemäß „stille Bettelei“ zu finden ist.


In der jetzigen, durch die Corona-bedingten Einschränkungen geprägte Zeit, ist allerdings auch mein Aktionsradius recht gering – da gibt es schlichtweg kaum Chancen, jemanden unmittelbar helfen zu können.

Das ist ja das eigentliche Problem – jetzt, wo das soziale Netz doch einige Löcher hat und direkte Hilfe wertvoller denn je sein könnte, ist auch diese Möglichkeit weitgehend weggebrochen…..


P.S.:
Ich habe zwar geschrieben, dass ich mich auf die Unterstützung von Bettlern in meiner Altersklasse fokussiere – weshalb führst Du denn da die 90plusler an….. Muss ich mir jetzt ernsthaft Gedanken machen? :wink:
Ich hoffe nicht, dass "Patriarch" S t e r b e h i l f e meint! Aber sicher bin ich mir da nicht. Auch wenn ich es nicht unbedingt gut finde, künstlich am Leben erhalten zu werden, bin ich dennoch kein Freund von Sterbehilfe. Den Widerspruch sehe ich gar wohl, aber diesbezüglich bin ich ratlos. Möge mir ein solches Los erspart bleiben - und auch den meistern derjenigen, die sich hier am Forum beteiligen.
Hauke57 hat geschrieben: Ich hoffe nicht, dass "Patriarch" S t e r b e h i l f e meint! Aber sicher bin ich mir da nicht. Auch wenn ich es nicht unbedingt gut finde, künstlich am Leben erhalten zu werden, bin ich dennoch kein Freund von Sterbehilfe. Den Widerspruch sehe ich gar wohl, aber diesbezüglich bin ich ratlos. Möge mir ein solches Los erspart bleiben - und auch den meistern derjenigen, die sich hier am Forum beteiligen.



Hallo @Hauke57,

Ich rede hier ausschließlich von den allgemein üblichen kleineren finanziellen Zuwendungen an diejenigen, denen es eben offenbar/offensichtlich ganz mies geht – gelegentlich kennt man sich ja auch vom Sehen.

Etwa eine ältere Dame, die Abfallbehälter nach leeren Pfandflaschen durchsucht oder jemand, der sein Nachtlager mit seinem gesamten Hab und Gut in einem Hauseingang aufgebaut hat.

Ab und zu kommt zwar mal ein Gespräch zu Stande, aber das ist dann situationsbedingt und jetzt nicht unbedingt von mir beabsichtigt.

Mein Ansatz ist eher sehr pragmatisch – da ist jemand, dem ich mit einem kleinen Beitrag vielleicht etwas Gutes tun kann, also versuche ich es einfach – ohne irgendeine Erwartungshaltung....
Wie du, lieber Patriarch, war auch ich einmal ganz tief unten. Irgendwie hatte ich mich meinem Schicksal ergeben. Doch dann "zwingte" mich eine, wie ich es heute einsehen muss, fürsorgliche Dame, mich zusammenzureißen, aufzustehen, und mich der Gesellschaft wieder als nützliches Wesen anzudienen. Das habe ich, wie du, geschafft.
Heute glaube ich, dass jeder Mensch, der einen "Penner" oder Nichtsesshaften mit Geld als Almosen unterstützt, nur Beihilfe zur dessen Lethargie leistet und somit dessen Leid verlängert. Nein, den Nichtsesshaften und sich sozial aufgegebenen Menschen gehört, im übertragenen Sinne, kräftig in den Hintern getreten, so wie es mir geschehen ist. Nur so werden auch sie aufspringen und zur Einsicht gelangen, dass sie bereit sein müssen, die vielfältigen Angebote anderer bzw. der sozialen Institutionen in Anspruch nehmen, wobei sie aber nicht nur empfangen dürfen, sondern auch mitarbeiten müssen. Hilfe zur Selbsthilfe ist der einzige Weg, aus dem Schlamassel zu gelangen.
Auch heute bin ich wieder aus gesundheitlichen Gründen auf die Hilfe anderer angewiesen. Zum Glück gibt es immer noch genügend Menschen, die nicht nur aus eigennützigen Gründen bereit sind, anderen - und auch mir - zu helfen. Dafür bin ich dankbar. Leider weiss ich nicht, wie ich diesen Dank "zurückzahlen" kann. Vielleicht nur mit Respekt und Anerkennung dem Pflegepersonal gegenüber?