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"TRINKER-Typen"

4 Beiträge
Forum der Themengruppe Sucht

moderator: froggybln

Beitragvon froggybln » 07.12.2017, 16:40

Es gibt fünf unterschiedliche „Trinker-Typen“:

Alpha-Typ (Konflikttrinker):

Psychische Abhängigkeit ohne Kontrollverlust. (Kontrollverlust = unfähig aufzuhören)

Beta-Typ (Gelegenheitstrinker)

ohne Abhängigkeit und ohne Kontrollverlust


Gamma-Typ (süchtiger Trinker)

zunehmend psychische und physische Abhängigkeit. Kontrollverlust. Befristete Fähigkeit zur Abstinenz.


Delta-Typ (Spiegeltrinker)

: körperlich ausgeprägt abhängig, unfähig zur Abstinenz. Ohne Kontrollverlust, auch bei großen Mengen


Ypsilon Typ (Quartalstrinker)
: psychisch abhängig, Kontrollverlust


Wirkung:


Das zentrale Nervensystem ist besonders betroffen. Der Alkoholkonsum bewirkt eine fröhliche Stimmung, Hemmungen fallen, die Betroffenen werden redselig und neigen zur Selbstüberschätzung, was besonders im Straßenverkehr fatale Folgen haben kann. Ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille kommt es zu Gangstörungen, ab 0,4 Promille ist das Gesichtsfeld eingeschränkt. Koordinationsstörungen, Sprachstörungen, Verlängerung der Reaktionszeit, Störungen in der optischen und akustischen Wahrnehmung treten im Rauschzustand auf. Ab 2,0 Promille kommt es zu Einschränkungen des Erinnerungsvermögens und ab 5,0 Promille kann der Alkoholkonsum sogar zum Tode durch Koma führen.Auch die Niere wird nach dem Konsum von Alkohol stärker durchblutet. Alkohol bewirkt eine verstärkte Harnbildung mit erhöhtem Harndrang . Zwar fördert der Alkohol das sexuelle Verlangen , aber gleichzeitig wird beim Mann die Erektionsfähigkeit veringert.Alkohol regt die Durchblutung an. Er wärmt damit den Körper, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass auch vermehrt Wärme abgegeben wird. Es kommt zu einer Verstärkung der Atmung, was manchmal zu lautem Schnarchen im betrunkenen Schlaf führen kann. Bei einer Alkoholvergiftung kann aber auch eine zentrale Atemlähmung zum Tode führen


Risiken:


Regelmäßiger Alkoholkonsum verursacht also schwere körperliche und seelische Schäden: In der Leber kommt es zur Überlastung des Leberstoffwechsels und durch die hohe Alkoholkonzentration auch zur Zellschädigung. Dies führt anfangs zur Leberzellverfettung, später dann zur Fettleber-Hepatitis und in der Folge zur Leberzirrhose. Aber auch Bluthochdruck, Krebs der Mundhöhle, Gastritis, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und der Magenschleimhaut, Potenzschwierigkeiten, Übergewicht, Erhöhung des Sachlaganfallrisikos sind körperliche Folgeerscheinungen. Zusätzlich treten Entzugssymptome wie Zittern, Herzrasen, starkes Schwitzen oder Unruhe auf.Häufig leiden Betroffene unter Antriebslosigkeit. Der Job und soziale Kontakte werden vernachlässigt und Alkoholkranke isolieren sich. Auf der anderen Seite zeigen alkoholkranke Menschen eine erhöhte Gewaltbereitschaft, Aggressionen unterliegen einer geringeren Hemmschwelle, so dass Betroffene sich selbst und andere gefährden. Dies gilt auch für das Risiko von schweren Verkehrsunfällen, wenn unter Alkoholeinfluss ein Fahrzeug geführt wird.
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Beitragvon himbeerlady » 07.12.2017, 18:37

Ich habe Fragen....wer kann mir sie beantworten?
Wenn jemand am Tag über lange Zeit 3-4 Bier plus 1-3 Gläser Wein plus mehrmals wöchentlich Hochprozentiges trinkt....aber ohne Kontollverlust und voll arbeitsfähig....zu welcher Gruppe der Trinker würde er gehören oder zu gar keiner?
LG Himbeerlady
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Beitragvon agapos » 07.12.2017, 18:48

Siehe oben.
Ich würde diese Person als Delta-Trinker, oder Spiegeltrinker einordnen.
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Beitragvon froggybln » 07.12.2017, 20:37

sehe ich auch so aber der Weg zum Gamma-Typen ist vorprogrammiert.
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