und nur 20 % sind Wildbienen, die in den Röhren-Bienenhotels nisten....

deshalb ist es wichtig, im Garten einen Erdhaufen liegen zu lassen - möglichst geschützt und Richtung Süden ausgerichtet.....

nur Muttererde - Sand mit einem geringen Lehmanteil - keinen ! gewaschenen Sand.....

jedes Mal, wenn ich mit dem Fahrrad an den Vorgärten langfahre - sehe ich immer mehr Bienenhotels....
gleichzeitig sehe ich Kies- Steinplatten, Rasen, gefüllte Rosen und Forsythien......
wo sollen da die Wildbienen Futter finden ?

anstatt eines "gepflegten" Rasens lieber eine Wildbienenwiese anlegen....
dafür sorgen, dass die Bienen von Frühjahr bis Herbst Futter finden....
Blausterne, Krokus, Lenzrose, Frühlings Platterbse, Glockenblume, Himmels-Jakobsleiter.....die ursprüngliche Kornblume ist ein Hit und auf die Samen sind die Stieglitze ganz wild.....an die Rauke gehen die Hummeln dran....
beim Borretsch und Schnittlauch die Blüten stehen lassen.....die Rispen des Berg Bohnenkrautes werden lange besucht, weil sie zu unterschiedlicher Zeit zum blühen kommen....
Ich hatte schon mal Wildbienen im Garten, in der Erde, und auch Hornissen. Mal schaun was der nächste Sommer bringt! Im Garten hab ich nur ungefüllte Zierpflanzen, Rosen unterpflanzt mit Minze, Salbei, Boretsch, Thymian.. Obstbäume etc. Da ist echt was los! Es geht ja um ALLE Insekten/ Bestäuber.
Ich wohne nahe am Nymphenburger Park und Botanischem Garten, die Insektendichte hier ist hoch und alle privaten Gärten sind bio!
Hier ein recht interessanter Artikel zu den Insekten im Schlosspark:

https://www.abendzeitung-muenchen.de/mu ... art-560971
sei froh !
bei uns haben sie vor Jahren ringsum Wohnblocks hochgezogen.....
damals sind die Sandbienen ausgeschwärmt - waren verzweifelt, weil sie aus diesen verwilderten bald-Baugrundstücken vertrieben wurden....
und jetzt ist natürlich alles wieder eingeebnet und drumrum mit Rasen eingesät, der alle paar Wochen gemäht wird....
Die eigentliche Absicht der Naturschützer war, mit dem Aufruf zur Rettung der Bienen (Sympathieträger) die Insektenwelt insgesamt in den Fokus zu rücken, also auch die Hummeln und Wespen, Käfer, Heuschrecken, Schmetterlinge und all das Gedöns. Zumal ja die Bienen keineswegs die einzigen Bestäuber sind, die Rollen der Insekten unglaublich vielfältig.

Insektenhotel ist eine Maßnahme von vielen, Blütenwiese eine andere.

Leider ist der Begriff der "Wiese" zur Karikatur verkommen. "Bienenwiesen", die in Wahrheit Blütenäcker sind, sollen dem Betrachter "Natur" vorgaukeln. Die Kornblume (Name) ist eine Art der Getreideäcker, aber sie blüht halt nun mal so schön sternhagelblau. Wer sie mit seine Wiesenmischung aussät, stellt fest, dass sie nach 2 Jahren weg ist, weil sie der Konkurrenz der Wiesenarten nicht standhält. Biotopkonform wäre die nahe verwandte Flockenblume, aber die blüht halt nicht so blau blau blau.

In eine Wiese gehören, neben den Gräsern, Arten wie Hahnenfuß, Wiesenlabkraut, Wegerich, Klee, Margerite, Glockenblume, Bocksbart, Löwenzahn, Wicke, Schafgarbe, Storchschnabel und viele mehr Im Rasen sind sie allesamt verpönt, und der Löwenzahn gilt als ausgesprochenes Unkraut. Wiesenarten sind an die Mahd angepasst, aber man muss ihnen schon Zeit zum Blühen und zur Samenreife geben. Öfters als 2 bis 3 mal pro Jahr wird eine durchschnittliche Wiese nicht gemäht, sie hat eine völlig andere Struktur als ein Rasen, wo alle vierzehn Tage der Motormäher drüber geht.

Nichts mit Wiesen zu tun hat aber auch der Acker, der jährlich angesäht und abgeerntet wird. Wenn man Mohn, Kornblume, Calendula oder Phazelie sieht, dann ist das schön bunt für die Insekten, aber mit der traditionellen Wiese hat es nichts zu tun. Die Wiese erstrahlt nämlich im nächsten Jahr von allein im frischen Grün, während der Acker stets neu angesäht werden muss. Den Sämereienhändler freut es, und wenn der Wiesenknopf-Falter vergeblich nach seiner Futterpflanze sucht, dann hat er eben Pech gehabt. Es ging ja um Bienenfutter.

Die traditionellen Wiesen sind weitgehend verschwunden, und interessanterweise sind die Bemühungen zu ihrem Erhalt ziemlich mickrig. Der Bauer sagt "meine Kühe fressen das Zeug nicht", was ein Argument sein soll, dass er keine Mähwiesen mehr hat und auch gar nicht haben will, selbst wenn er Zuschuss kriegt. Die Wahrheit ist, dass die Kuh ihr Hochleistungseuter nicht vollkriegt, wenn sie nicht fortwährend mit Kraftfutter vollgestopft wird. Aber das ist ein anderes Thema. Der Urbannaturschützer freut sich, wenn er ein buntes Blumenbeet sieht, und geht davon ist, dass die Biene dann auch was davon hat. Und das Artensterben geht munter weiter ...
Zur Wiese:

Ich finde es am besten, garnichts zu machen und drauf zu warten, was sich von selber ansiedelt, das passt dann auch zum Standort.
In eine Wiese gehören, neben den Gräsern, Arten wie Hahnenfuß, Wiesenlabkraut, Wegerich, Klee, Margerite, Glockenblume, Bocksbart, Löwenzahn, Wicke, Schafgarbe, Storchschnabel und viele mehr Im Rasen sind sie allesamt verpönt, und der Löwenzahn gilt als ausgesprochenes Unkraut.

so ist es....
und genau das ist mit einer Wildbienenwiese gemeint.....wobei da ALLE Insekten berücksichtigt werden....auch Schmetterlinge u.a.

im Gegensatz dazu die bewirtschafteten Bauernwiesen und Rasen, der ständig gemäht wird und überhaupt nicht zum blühen kommt....

wobei ich auch den Löwenzahn in meinen Kübeln wachsen lasse obwohl wenig Platz .....
die echte Kornblume stand lange unter Naturschutz, weil die Kornfelder zu sehr gedüngt und gespritzt werden....
deshalb freut es mich, dass es meinen wilden Kornblumen so gut in meinen Kübeln gefällt - von den Bienen und Stieglitzen gar nicht zu reden.....
letztes Jahr habe ich die Balkontüre zu bestimmten Zeiten geöffnet/geschlossen wegen meinem Kätzchen und weil die Vögel ja nicht doof sind, haben die das schnell kapiert....
habe letztes Jahr in den Kübeln nachgesät - ist alles gut aufgegangen - außerdem habe ich Samen gesammelt für die Vorplätze unten....

muss morgen die WildgärtnerFreude Saatmischung oder die Syringa - Mischung 13 - bestellen (bei beiden sind auch mehrjährige dabei) - wobei mir klar ist, dass etliche Kräuter nicht kommen werden, weil nicht jedem Kraut jeder Boden gefällt .......

ps:
die Kornblume ist einjährig und obwohl die bei uns auf den Vorplätzen alles abrasiert und mit diesen Bläsern aufgesaugt haben - sind dennoch einige aufgegangen .....
inzwischen dürfen sie das nicht mehr - hab Patenschaft angemeldet....

@BilderBerger
und warum haben die Kühe so einen verschissenen Hintern ?
weil sie auf hochgedüngten Weiden fressen müssen und keine Steppenkräuter haben wie die Wildrinder....vom Kraftfutter im Winter gar nicht zu reden...
Nisthilfe für Sandbienen anlegen

https://www.mein-schoener-garten.de/lif ... ilfe-41080
hab jetzt nochmal gegoogelt:
"lehmiger Sandboden" - evtl. mit etwas Humus vermischt.....
der Boden muss locker sein und gleichzeitig fest genug, damit sie ihre Gänge graben können...

bis 60 cm Tiefe - also etwas mehr als die im Link angegebene Spatentiefe....
heute hat die große blaue Holzbiene einen Erkundigungsflug auf meinem Balkon gemacht.....
leider kann ich ihr noch keine Lippenblütler anbieten....
die Frühlings Platterbse treibt erst jetzt wieder aus - hab sie grad so über den Winter gebracht.....die Glockenblumen brauchen auch noch Zeit und das Bergbohnenkraut blüht erst im Sommer....
ps:
für die große blauschwarze Holzbiene im Garten - an einer geschützten sonnigen Lage - Totholz liegen/stehen lassen...
Was Lippenblütler betrifft, so kann Entwarnung gegeben werden.

Taubnesseln verschiedener Arten fangen derzeit mit Blühen an, und sie sind angereichert an nährstoffreichen Stellen, wo der Hund sein Geschäft verrichtet, oder blasenschwache Heimtorkelnde, soll heißen: diese Stellen sind nicht am Aussterben, im Gegentum.

Die Frühlingsplatterbse ist eine Waldart der Kalkgebiete. Für das sandige Rhein-Main-Gebiet böte sich die dort heimische Berg-Platterbse (irreführender Name) an. Heimische Kombinationen sind einfach stabiler, wenn man grad auf Tour ist und sich nicht kümmern kann.
hab nochmal gegoogelt - die Holzbiene ist nicht so wählerisch wie manche anderen Wildbienen....

und ja - die Taubnessel blüht schon....

bei mir ist das Wasser so kalkhaltig, dass manche meiner Kübelpflanzen im Sommer - wenn ich viel gießen muss - Probleme bekommen.....
hatte deshalb 3 Wasserkübel aufgestellt - die waren voll und sind kaputtgefroren - hab diesen Winter unterschätzt...

die Frühlingsplatterbse bekommt bei mir genügend Humus im Kübel und steht auf der Balkon-Westseite....
mir war wichtig Frühblüher für die Bienen anzubieten....
Ich hatte noch einen rest Honig stehen, der im Glas
kristallisiert ist, den hab ich auf den Baum-Ästen verteilt
und die Brummsumsen haben ihre Freude daran. :wink:
das kann ich mir vorstellen.... :P