In der Altenszene war ich seit 20 Jahren beruflich behaftet, sowohl im Krankenhaus als in der ambulanten und stationären Pflege von Alteneinrichtungen.
Musste einige Selbstmordversuche und einen vollzogenen Selbstmord (Sprung aus dem Fenster) mit ansehen.

Durch Gespräche und Dasein, durch Anteilnahme und Hilfestellung war es möglich, weitere Vollzüge abzuwenden.
Nicht weil ich das so wollte, sondern weil etliche Ältere alleine keinen Ausweg mehr wussten und die Hoffnung auf Hoffnung aufgegeben hatten.
Nicht alle waren totkrank und ohne Aussicht auf ein lebenswertes Dasein.

Nein, es waren Menschen dabei, die sich umbringen wollten, damit die Kinder nicht durch Heimkosten in finanzielle Schwierigkeiten kamen.
Es waren Menschen dabei, die sich in unserer Welt einsam fühlten.
Es waren Menschen dabei, die Angst vor einem Heimaufenthalt hatten.
Es waren Menschen dabei, wo die Angehörigen sich einen Dreck um ihre Eltern,
Geschwister u.ä. gekümmert haben.

Shekinah, du magst durchaus in deinem Bereich eine exellente versierte Kraft sein, erzähle mir aber nichts vom meinem Fachgebiet.

Abgesehen davon, verurteile ich niemanden, der seinem Leben ein Ende setzt.
Wie käme ich dazu.
Nur mein Part ist es nicht, aktiv dabei mitzuwirken.
Gut dass niemand weiss, dass ich vor über 40 Jahren in die Geriatrie reingerutscht bin. Medizinin und Rechtswesen sind nun mal meine beruflichen Fachgebiete, die miteinander verbunden waren. Es gibt nämlich Menschen, die einen anderen Weg einschalgen als von dem verbildeten Schulsystem vorgegeben und deshalb breitfächrig tätig sein können. Hautnah am Leben heisst mitten drin!
Prima.
Schade, dass wir uns auf der Geriatrie nie getroffen haben.
Naja, war ja auch immer in der Schweiz und nicht in der Pflege, sondern in anderen Bereichen. Vor allem mit Blick tief hinter die Kulissen.
Achtung vor dem Alter,
da fällt mir jetzt mal der Spruch ein,
"Jeder will alt werden, aber keiner will alt sein" oder so ähnlich.

Alt sein, scheint oftmals so abwegig.
Ich bin soundso alt, doch sehe ich aber jünger aus.
Ich bin soundso alt, doch fühle ich mich aber wesentlich jünger.
Ich bin soundso alt, doch mein Gehirn arbeitet noch so wie vor Jahrzehnten.
Ich bin soundso alt, doch kleide ich mich lieber jugendlich.
Ich bin soundso alt, doch mein Profilfoto ist "verschwommen".
Ich bin soundso alt, doch............................
Überall sehen wir derartige Oldie-Personenbeschreibungen.

"Ich bin alt,
sehe dementsprechend aus,
fühle mich auch so
und meine Denke wird wohl auch so sein", habe ich in meiner Profilbeschreibung auch nicht erwähnt.
Jetzt frage ich mich: " Wo ist meine Achtung vor dem Alter?" :? :oops:
wo ist das Problem ?
wir werden alle jeden Tag einen Tag älter..... :wink:
Klar, du hast recht @ Gundulabella.

Trotzdem,
den Satz "Du siehst aber alt aus" verbanne ich gerne aus meinen Ohren mindestens bis zum 95..
Danach bewerte ich mich neu. :lol:
ha - das traut sich keiner mir zu sagen....... :lol:
Wie alt muß ich eigentlich noch werden, daß Ihr endlich Respekt vor mir habt??? :wink: :wink: :wink:
In meinem Kindesalter bekam ich immer gesagt
Junge(hab Respekt vor Älteren Menschen, diese haben schon viel erlebt und von ihnen kannst du Lernen)
flesermutzel hat geschrieben: Wie alt muß ich eigentlich noch werden, daß Ihr endlich Respekt vor mir habt??? :wink: :wink: :wink:


Uralt!
schauindenspiegel hat geschrieben: In meinem Kindesalter bekam ich immer gesagt
Junge(hab Respekt vor Älteren Menschen, diese haben schon viel erlebt und von ihnen kannst du Lernen)


und jetzt ?...... :P
Achtung sollten wir vor JEDEM Mitmenschen haben, die bzw. der dieser Achtung würdig ist, unabhängig vom Alter.
Die Würde des Menschen ist unantastbar, somit hat jeder Achtung verdient.
Keine Achtung, keinen Respekt verdient allerdings jedes Verhalten, jedes Tun eines Menschen.
Achtung hat jedes Leben verdient, selbst die Schmeißfliege hat ihre Berechtigung.

Doch eine mir bekannte alte Frau, (ich hatte davon schon mal berichtet)
die von ihren Verwandten, mit ein ihren alten Möbeln in die angebaute Garage des eigenen Hauses verfrachtet wurde,
ihr das wegen der Gehbehinderung schöngequatscht wurde,
schließlich hatte man ja eine Ecke mit kleiner Dusche, Waschbecken und WC abgeteilt,
in die Hinterwand ein Fenster zum Garten eingebaut
und vorne eine eigene Eingangstür angebracht,
bleibt mir ewig in Erinnerung.

Übrigens, in der zweiten Garage nur durch eine Zwischenwand getrennt, standen ein dickes Auto und ein dickes Motorrad, gehörte aber nicht der Besagten.
Und das Haus hatte mindestens stattliche 2 1/2 Etagen mit Vorgarten.
Alles gut bürgerlich, mit feinem Anstrich.

Tja, Achtung hat offensichtlich verschiedene Facetten.
Um das Positive nicht zu vergessen, erwähne ich das Engagement etlicher junger Leute, oft Schüler, die regelmäßig etlichen Senioriinen und Senioren in Altenheimen Besuchen abstatten, ihnen zuhören, ihnen vorlesen, mit ihnen
Gesellschaftsspiele oder gar kleine Spaziergänge machen.

Das hat nichts mit Auffangen von Personalmangel zu tun sondern einfach auch mit dem Bedürfnis der jungen Leute, sich sozial einzubringen.
Bei einigen Organisationen können Interessierte einen sogenannten Sozialführerschein machen. da werden sie auf den Kontakt mit Älteren vorbereitet.

Die älteren Herrschaften haben ihren Schüler oftmals sehnsüchtig erwartet.
Ab und an konnten sie ihrerseits auch Jugendlichen offensichtlich den ein oder anderen Rat mitgeben. Wie auch immer, gerne haben die Oldies davon gesprochen.