Lidl steigt voll in den Bio Markt ein und verkauft Produkte von Bio-Land

Wird dadurch die Bio Palette und Produktion kaputt gemacht?
Es gibt nicht so viel BIO im Land, wie diese Discounter Ketten benötigen, also muss importiert werden.......doch wer kontrolliert das?

Die strengen Regeln für den Bio-Anbau und die Tierhaltung, werden sie damit ausgehebelt?

Und die kleinen Bio-Läden, werden sie verschwinden, so wie einst unsere Tante Emma Läden?
Es wird doch niemand gezwungen, bei L. einzukaufen.
Längst nicht immer ist Bio drin wo Bio draufsteht, auch bei den kleinen Bio-Läden. Regen und Wind erkennen nun mal nicht die Grenzen der unterschiedlichen Anbauflächen und vieles was als Bio deklariert ist, ist alles andere als Bio. Fliegt aber nur auf, wenn Stichproben genommen werden. Auf die schädlichen Zusatzstoffe bei Bio-Fertigprodukten weise ich jetzt lieber nicht auch noch hin.

Also mir kann es ja egal sein, wo ich die Bio-Produkte nicht kaufe...
Das BIO-Zertifikat und ein erfundenes Logo kann sich eine landwirtschaftliche Genossenschaft für 15,-- Euro kaufen, ohne dass das Produkt untersucht wird.
War vor Kurzem bei den Lebensmittel-Testern im deutschen Kabel-TV zu hören. :?
Hauptsache, die Verbraucher glauben jeden Mumpitz, der so verbreitet wird. Im Label-Dschungel herrscht ein unüberblickbares Chaos und diese Verwirrung ist beabsichtigt.
Na klar ist alles BIO.
Alles, was wächst, ist biologisch.
Ergo: darf alles, was verkauft wird, den Aufdruck "Bio" tragen. Ungestraft.

Wenn Du sicher sein willst, kauf "Demeter"-Produkte
Leider, leider, ist es so, dass dies mittlerweile der einzige vertrauenswürdige Verbund ist, mit den schärfsten Bedingungen.

Danach kommt "Bioland", der jedoch seit einigen Jahres vieles lockerer sieht.

Und dann kaufe Obst, Gemüse etc. von Bio-Bauern (Demeter/Bioland) aus Deiner Nähe. Meistens sind die auf den Wochenmärkten vertreten oder man kann direkt auf dem Hof einkaufen.
Wenn beides nicht möglich, ruf einfach mal auf den Höfen an, wo Du ihre Produkte kaufen kannst.

Aber lass die Finger von Supermärkten, die sich an "Bio" hängen, keine Ahnung davon haben und auf dem gleichen Regalbrett schlimmste Chemiekeulen anpreisen.

Nur scheinbar profieren Verbraucher von diesem neuen Trend der Supermarktketten. Über derzeitige "günstige" Preise werden Käufer geködert.
In einigen Jahren werden alle glaubwürdigen Bioläden und Biobauern verschwunden sein, weil sie gegen diese Marktbeherrscher keine Chance haben.
Und die Folge: erst werden die "Bio"-Produkte in den Supermärkten teurer, weil sie dann das Angebot konkurrenzlos bestimmen und wenn die Umsätze deswegen dann zurückgehen, verschwinden die Produkte endgültig vom Markt.
Bravo, eine gute Wahl alles zu negieren und negativ zu beurteilen.
Wenn ihr den Discountern nicht glaubt, ok, aber den Bioläden....?
Da gibt es Bauern, die verzichten auf ihren Maximalertrag, verdienen entsprechend weniger als konventionell anbauende Bauern und mit einem Wisch ist alles erlogen und böse und Chaos.
Ein jeder sollte das essen, was es glaubt bekömmlich verarbeiten zu können.
Denkt doch auch mal daran, was das alles mit unserer Seele macht. Die konventionellen Waren, die auf dem Markt, Dicounter oder Supermarkt verkauft werden sind gentechnisch verändert, Anteile sind geschmackverstärkende Pilze, die uns vorgauckeln z.B. Erdbeergeschmack im Mund zu haben..... davon gibt es genügend Beispiele. Der Käse auf der Ferigpizza ist reines Fett mit Käsegeschmack....
Wollt ihr das essen?
Vor dreisig Jahren hieß es, die Weltbevölkerung kann nicht überleben, wenn wir die 6 Milliardengrenze überschreiten, dann waren es 8 Milliarden, jetzt sind es noch mehr Milliarden Menschen, geändert hat sich nichts. Die Armen hungern immer noch, die reichen schmeißen Nahrung weg, aber grundsätzlich reicht das was sich derzeit auf dem Markt Nahrung nennt noch immer für alle.
Warum wohl?
Gut dass in deinem Beitrag keine einzige Negierung enthalten ist. Zwischen dem Produzenten, der knallharte Auflagen einhalten muss und der Labelvergabe liegen Welten. Da werden Label ins Leben gerufen, die weder Hand noch Fuss haben, sondern nur dazu dienen, ewas vorzutäuschen. In diesem Labeldschungel findet sich kaum jemand mehr zurecht, nicht einmal mehr jene, die damit zu tun haben.

Ich wiederhole mich ja nicht gerne, tus aber trotzdem wieder mal - Regen und Wind unterscheiden nicht zwischen den Anbauflächen von biologischem und konventionellem Anbau. Dass bei Kontrollen Produkte aus konventionellem Anbau teilweise weniger Schadstoffebelastung aufwiesen als Bioprodukte ist auch nicht neu.

Dass Bioprodukte soviel teurer sind ist auch nur teilweise gerechtfertigt, denn der Produzent sieht davon kaum je etwas.
"[quote="Soisses"]Na klar ist alles BIO.
Alles, was wächst, ist biologisch.
Ergo: darf alles, was verkauft wird, den Aufdruck "Bio" tragen. Ungestraft."

Stimmt nicht, die entsprechenden Verbände lassen sich die Mitgliedschaft und Beratung fürstlich bezahlen, ohne geht es nicht mehr.

"Wenn Du sicher sein willst, kauf "Demeter"-Produkte
Leider, leider, ist es so, dass dies mittlerweile der einzige vertrauenswürdige ..."

Wie kommst Du darauf, daß Demeter vertrauenswürdig ist?

Es sind die gleichen Hochleistungsrassen wie in der konventionellen Haltung, das alberne Vergraben von irgendwelchen Substanzen in Kuhhörnern auf dem Acker hält sie auch nicht gesund. Auch Demeterhühner leben zu Tausenden in einem Stall, werden selbstverständlich nicht mit Antibiotika behandelt, aber sind chronisch krank.
Man müßte die Haltungsbedingungen grundsätzlich ändern und alte robuste Rassen einsetzten, das würde auch diese hohen Preise rechtfertigen. Tut aber (kaum) einer.

Mir ist beispielsweise Milch von Weidekühen lieber, als die von Biotieren, die nie aus ihrem Stall kommen - man schmeckt sogar den Unterschied, zumindest im Sommer. Antibiotika ist auch in konventioneller Milch nie enthalten, der Bauer, der Milch von einer behandelten Kuh abliefert, wäre für die gesamte Tankladung schadenersatzpflichtig, weil die Weiterverarbeitung zu Milchprodukten gestört wäre. Das ließe sich anhand der regelmäßigen Proben nachweisen.

Bio ist ein gigantisches Geschäft des Handels, die Erzeuger haben davon wenig, wenn sie keine Selbstvermarkter sind. Auch viele "Hofläden" sind Händler, weil nur ein Bruchteil der angebotenen Waren aus eigener Produktion stammt. Oft werden auch die Mitarbeiter der Bio- und Fairtrade - Läden unfair bezahlt.

Mir scheint es manchmal, daß viele Biokonsumenten eine Heile-Welt-Vorstellung pflegen, die aus einem Bauernhof-Bilderbuch zu stammen scheint und ablehnen, mehr darüber wissen zu wollen.

Bio ist genauso Massenproduktion, es gibt 40 erlaubte Spritzmittel und jede Menge Möglichkeiten, Ausnahmegenehmigungen zu bekommen.

Wer gern antikes, verschrumpeltes Gemüse, exotisches, steinhartes Obst aus Übersee zu exorbitanten Preisen von einem kaum bezahlten Praktikanten geliefert bekommen möchte, der bestelle sich eine Gemüsekiste.

Er sollte sich aber abgewöhnen, zu meinen, damit wäre er ein besserer Mensch als ein Supermarktkunde. Es gibt immer mehr Menschen, deren Einkommen nur für den Billigeinkauf reicht.
Rechnet Euch doch mal aus, was vom Mindestlohn nach Abzug von Wohnkosten und Fahrt zur Arbeit noch übrig bleibt - Leiharbeitsfirmen zahlen in der Regel nie mehr als 30 Wochenstunden.

Es gäbe nur eine sinnvolle Möglichkeit, die Haltungsbedingungen von Tieren und die Umwelt- und Bodenbelastungen zu verbessern - mit gesetzlichen Regelungen und deren wirksamen Kontrollen in der gesamten Landwirtschaft.
Die Vergabe von Subventionen müßte - wie vielfach gefordert - an entsprechende Bedingungen gekoppelt werden.

Doch dafür ist derzeit kein wirklicher politischer Wille vorhanden, die Bauern sterben aus, übrig bleiben Konzerne und Kapitalgesellschaften - und die sind durch Lobbyisten erstklassig vertreten.

Also - fragt!
Wieviel verdient der Verkäufer im Bioladen, woher stammt das Sortiment im Hofladen, wie werden die Kartoffeln gegen Krautfäule behandelt, woher kommen die "regionalen" Produkte, wo und wie leben die Tiere, wie viele in einem Stall?!!!
[quote="lupinasolum"]"[quote="Soisses"]Na klar ist alles BIO.
Alles, was wächst, ist biologisch.
Ergo: darf alles, was verkauft wird, den Aufdruck "Bio" tragen. Ungestraft."
Stimmt nicht, die entsprechenden Verbände lassen sich die Mitgliedschaft und Beratung fürstlich bezahlen, ohne geht es nicht mehr.
Ich sprach von der Benennung "Bio". Erst im späteren Text komme ich auf die Verbände zu sprechen. Das Wort "Bio" ist nicht geschützt.


"Wenn Du sicher sein willst, kauf "Demeter"-Produkte
Wie kommst Du darauf, daß Demeter vertrauenswürdig ist?

Schau Dir die Richtlinien an. Und das ist auch meine Antwort auf alles weitere, was du schreibst.


Man müßte die Haltungsbedingungen grundsätzlich ändern.
"Man" und "müsste" ??? Forderungen hat "irgendwen" hat noch nie etwas verändert.

Alles fängt bei einem selbst an. Die Verantwortung ist nicht abschiebbar.

Jeder kann sich selbst informieren und selbst entscheiden, was und wo er kauft.
Fast jeder hat die Möglichkeit, sich Höfe anzuschauen. Ist halt alles nicht so bequem, wie die Verantwortung abzugeben.

Und selbst WENN z.B. Demeter oder Biobauern in meiner Nähe NUR 20 % besser wären in ihren Einstellungen und in dem, was sie tun, würde ich lieber
mein Geld dorthin tragen als es gewissenlosen Lebensmittel-Konzernchefs blind zu Füßen zu legen
.



Mir ist beispielsweise Milch von Weidekühen lieber, als die von Biotieren, die nie aus ihrem Stall kommen -
Genau ! Gesetzt den Fall, dass es wirkliche Weidetiere sind. Das was von bestimmten Herstellern lauthals in Fernsehwerbungen gepriesen wird, stimmt
nicht.
Nach unseren Gesetzen darf von Weidehaltung (Weidemilch etc.) gesprochen werden, wenn die Kühe an wenigen Tagen im Jahr auf der Weide stehen
.

Es gibt immer mehr Menschen, deren Einkommen nur für den Billigeinkauf reicht.
Auch hier hast wieder Recht. Nur bleibst du in deinen Überlegungen an der Oberfläche, am Vordergründigen, hängen.
Sich konsequent gut und gesund, von ebensolchen Lebensmitteln sich zu ernähren, ist eben nicht teurer !
Es ist halt nur nicht so bequem wie Fertigschrott.

Hallo Soisses,

im Gegensatz zu Dir komme ich aus der Praxis und kenne verschiedene Biohöfe und deren tatsächliche Arbeitsweise!

Und ich habe vor vielen Jahren auch selbst eine Landwirtschaft betrieben, nach überwiegend biologischen Grundsätzen und nicht bloß so als Hobby, sondern ich habe damit - zugegeben, sehr mühsam - meinen Lebensunterhalt bestritten.
Du brauchst mich also nicht belehren über Dinge, die Du nur so mal gelesen hast.

Im Allgäu habe ich mir die Kuhherde aussuchen können, von der ich meine Milch holte, in meinem jetzigen Ort gibt es keine Landwirtschaft.
Ich weiß ja nicht, wovon Du lebst, aber ich hätte auch keine Zeit, regelmäßig viele Kilometer zu fahren, um meine Lebensmittel direkt einzukaufen, abgesehen davon, daß dies nicht sehr umweltfreundlich wäre.
Was für ein Auto nutzt Du denn für Deine Einkäufe?
Wie viele Tiere hat "Dein" Demeter Hof? Welche Marktfrüchte baut er an? wie weit fährst Du dorthin?

Das sind doch ziemlich konkrete Fragen, Du mußt ihnen nicht ausweichen.
Hi,
ich versuche möglichst gesund zu leben. Und "möglichst" heißt bei mir überwiegend. Auch ich achte darauf vieles von Demeter, Bioland und Alnatura zu kaufen. Teilweise hat Alnatura auch das Bioland-Siegel drauf. Der Lidl hat jetzt neu schon einiges von Bioland im Sortiment... finde ich klasse! Kam auch letztens ein guter Bericht darüber in Markt (TV). Das Sortiment soll erweitert werden! Auch bei den Bio-Produkten von Wasgau (Supermarkt) finden sich immer öfter die Bioland-Siegel. Hier finde ich aber auch viele regionale Produkte. Da verzichte ich schon mal auf eine "Bio-Garantie", da mir auch der kurze Weg wichtig ist.

Es ist schwer, alles richtig zu machen. Ich versuche einfach eine gute Richtung einzuschlagen. Mir geht es gut dabei.

Grüßle Podenca
Die von unabhängigen Stellen kontrollierten Biosiegel sind ziemlich verlässlich.
In Österreich gibts regelmäßig Stichproben an Rückständen und Spritz- oder Futtermitteln, die die Arbeiterkammer durchführt.

Die deklarierten Bioprodukte schneiden im Vergleich zu konventionellen enorm gut ab.
Im Gegensatz dazu dreht sich bei manchen gar nicht so billigen Produkten beim Lesen der Magen um.
15 verschiedene Spritzmittel in den so schönen Winterhimbeerern - wäh!

Bioproduzenten können besser von ihren Produkten leben, wenn Lebensmittelketten sichere Abnehmer sind.
Die Abnahmegarantie sichert ihnen eine vorausschauende Kalkulaionsmöglichkeit, und die ist viel wert, wenn man z.B. in den Betrieb investieren will.

Diese Sicherheit ist so Manchem das Runtergehen mit dem Preis wert.

Bioproduzenten müssen gut rechnen können, wobei sie besser den Zeitaufwand ihrer Eigenleistung nicht in Stundenlöhnen berechnen sollten.
Soisses,
Demeter steigt bei Lidl ein,dann gibt es Bioprodukte zum Billigpreis.Hat Demeter das nötig?Hier geht's wohl auch um die Gier.....eine Sauerei!!
Ich weiß dass mehrere Biobauern aus dem Vertrag bei Demeter ausgestiegen sind,auch wenn ihre Existenz dran hängt. Sehr konsequent ,wie ich finde.
Denn es ist klar dass Demeter den Preisdruck von Lidl weitergibt und so kann ein Biobauer nicht wirklich seriös produzieren