Petrus steht - wie üblich - am Himmelstor und passt gut auf.
Es klopft und er öffnet. Draußen steht ein Kerlchen und sagt: "Hallo, ich bin
der Hu!" und ist - pffft - wieder verschwunden.
Petrus schließt das Tor und murmelt "komischer Kerl", als es wieder klopft.
Draußen steht der Kerl von vorhin und sagt: "Hallo, ich bin der Hu!" und
ist - pffft - wieder verschwunden.
Petrus macht das Tor wieder zu, schimpft etwas von "So ein Blödmann", als es
erneut klopft.
Draußen steht, na? Genau! Das Kerlchen von eben. "Hallo, ich bin der Hu!"
und - pffft - weg ist er.
Petrus schlägt wütend das Tor zu, schimpft, dass er sich auch alleine
veräppeln könne, als Gott ihm die Hand auf die Schulter legt: "Reg Dich
nicht auf Petrus. Das war Hubert Scholze. Der liegt auf der Straße und wird
gerade reanimiert."
Ein Ingenieur denkt, dass seine Berechnungen eine Annäherung an die Wirklichkeit sind.
Ein Physiker glaubt, dass die Wirklichkeit eine Annäherung an seine Berechnungen ist.
Ein Philosoph kann sich nicht zwischen Wirklichkeit und Realität entscheiden.
Ein Mathematiker kann die Wirklichkeit vernachlässigen.
Fragt ein Passant einen Informatiker:
„Können Sie mir sagen, wie spät es ist?“
Antwortet der Informatiker:
„Ja, das kann ich.“
Quantentheorie des Humors

Sie mögen Wortspiele? Dann haben Sie schon einmal das Grundverständnis für die Quantentheorie. Nehmen wir zwei Beispiele:
„Bist du per Anhalter gekommen?“ – „Wieso?“ – „Du siehst so mitgenommen aus.“
Oder auch aus dem Englischen:
“Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana.”

Wer kennt nicht die arme Katze vom Erwin Schrödinger. Gleichzeitig tot und lebendig – das ist doch kein Zustand! Aber dem armen Witz geht es ebenso: Die Zweideutigkeit des Begriffs oder der Phrase führt in unserem Gehirn zu einer Art Überlagerung der Bedeutungen. Erst dieser kognitive Überlagerungszustand macht nach Ansicht der Forscherinnen einen wesentlichen Teil des Witzes aus: Gerade weil wir die beiden möglichen Bedeutungen gleichzeitig wahrnehmen können, ist das Wortspiel lustig. Erst am Schluss bricht dann diese Gleichzeitigkeit der möglichen Interpretationen zusammen – ähnlich wie bei einer quantenphysikalischen Messung.

Oder, wie es uns die Forscherin Dr. Gabora erklärt: „Die Lustigkeit eines Wortwitzes ist daher kein präexistierendes Element der Wirklichkeit, das objektiv gemessen werden kann. Stattdessen entsteht es erst durch die Interaktion zwischen dem Wortspiel, dem kognitiven Zustand des Zuhörers und äußeren Faktoren. Genau das macht den Quantenformalismus zu einem exzellenten Kandidaten, um Humor abzubilden.“

Wer sich für die mathematischen Details der „quantum theory of humor (QTH)” interessiert, der sei auf die Originalarbeit verwiesen.
https://www.frontiersin.org/articles/10 ... 00053/full
Jetzt geht mir ein Licht auf. Deshalb verstehen die meisten hier meine eindeutig mehrdeutigen Wortspielereien nicht. Liegt also nicht an mir.
Endlich weiß ich, warum so Mancher über Wortwitze nicht lachen kann.

Ich dachte bisher, sie hätten kein Quäntchen Humor.
Jetzt weiß ich es besser - sie haben keine Ahnung von der Quantentheorie.
Naja, leider haben auch oft die Ersteller*innen von Wortwitzen keine Ahnung von der Quantentheorie ...
Da wir anscheinend alle über einen hinreichenden Kenntnisstand bzgl. Quantentheorie verfügen nochmals eine passende Anekdote.

Prof. Heisenberg ist in Berlin mit dem Auto unterwegs. Er wird von einem Polizisten angehalten.
Polizist: Wissen Sie, wie schnell Sie gefahren sind?
Heisenberg: Nein.
Polizist: Sie hatten 80 km/h drauf!
Heisenberg: Mein Gott, ich hab' mich total verirrt!
Ambe44 hat geschrieben: Naja, leider haben auch oft die Ersteller*innen von Wortwitzen keine Ahnung von der Quantentheorie ...



Und woher willst du das wissen? Verbieten dir deine Vorurteile, jemandem Wissen zuzugestehen, auch wenn das Wissen nicht in der Öffentlichkeit verbreitet wird. Hautsache du hast Ahnung, auch wenn du wohl selbst nicht weisst wovon. Jedenfalls nicht von den Wortwitzersteller/innen.
Oh, fühlt sich da mal wieder jemand ob meiner völlig pragmatischen Feststellung angesprochen? Soooo wichtig bist du nun wirklich nicht, dass immer du gemeint bist.
Nun, rein mathematisch betrachtet, ist die Aussage von Amber nicht unplausibel.

Begründung:
Sei A die Menge der Ersteller von Wortwitzen
Und B die Menge der Menschen, die sich in der Quantentheorie auskennen
Dann ist A\B die Menge der Wortwitzersteller, die nicht in der Quantentheorie bewandert sind. Ambers Behauptung, dass A\B nicht gleich der Leeren Menge ist, erscheint mir korrekt. Mir sind persönlich einige Elemente von A\B bekannt.
Ich möchte noch auf ein häufiges Missverständnis in diesem Zusammenhang hinweisen:

Es liegt keine Quantenverschränkung vor, wenn man die Füße übereinander legt!
Noch ein kleines Beispiel für die „Quantentheorie des Humors“ aus der Semantik. Ein Satz, der gegensätzliche Bedeutungen trägt und bei dem erst durch Erzählen/Hören (die „Messung“) die jeweilige Bedeutung realisiert wird: Heute so und morgen so. Bedeutung:

Konsequenz:
Heute so und morgen so!

Inkonsequenz:
Heute so und morgen so!
Frage: Du hast die Wahl zwischen einem Sandwich und der Ewigen Seligkeit. Wie lautet die logisch korrekte Entscheidung?

Korrekte Antwort: Das Sandwich.

Begründung:
Nichts ist besser als die Ewige Seligkeit.
Ein Sandwich ist besser als nichts
Mathematik ist wie Sex: Sicherlich gibt es auch einige brauchbare Ergebnisse. Das ist aber nicht der Grund, weshalb wir sie betreiben.
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