Wer auswandern will, soll sich auch überlegen, welche Sprachen er/sie spricht.

In Deutschland un Österreich erwartet man von Zuwanderern, dass sie Deutsch lernen ...

Man soll nicht glauben, dass Auswanderer überall willkommen sind.
Deutsche sind davon nicht ausgenommen.
@Agathe 16, offensichtlich ist deine Meinung über unser Gesundheitssystem eher idiologisch geprägt, denn von der Realität! Ich habe genug Erfahrungen und am eigenem Leibe erleben müssen, wie gut unser Gesundheitssystem ist: gestern war ich in der Notaufnahme …. jetzt suche ich eine Behandlungstermin bei einem niedergelassenen Arzt, vorläufiges Ergebnis: kein Termin vor ca. einem Monat!!! Bis dahin muß ich offensichtlich mit meinen Schmerzen leben!! Oder im Umkreis von 100 km weiter einen Arzt suchen …
Unlängst kam ein Bericht auf Phönix: schwer- und schwerstbehinderte müssen ihre verbrieften Rechte mittels Anwalt einklagen!!! Zwischenzeitlich haben Anwälte erkannt, dass dies ein lukrativer Markt ist und sich auf solche Klagen gegen RVA und Krankenkassen spezialisiert … Bericht kam aber leider nicht zur besten Sendezeit, sondern erst um 23.30 Uhr...
Unser System weist erhebliche Lücken auf und es wird nicht besser!! Die Bürokratisierung unsere GS schreitet weiter voran! nicht zum Besseren für die Patienten.
Ich möchte niemanden provozieren,

aber woanders gibt es nicht mal Notaufnahmen, bzw. hundert oder mehr Kilometer entfernt..

woanders gibt es keine guten Röntgengeräte oder andere Technik,
die bekommen die ausgemusterten von uns..

meine Familie, ich, und ALLE Leute, die ich kenne, haben immer noch die
notwendigen Behandlungen und Medikamente hier in Deutschland bekommen..

gegen die langen Wartezeiten bei Fachärzten wird ja schon dagegengearbeitet.


Wenn man genügend Kohle in der Tasche hat oder ne gute private (Zusatz)Versicherung, dann wird man im Ausland schon eher gut behandelt, sofern man wo ist, wo es die Möglichkeiten dazu auch gibt.

Aber als "armer" Auswanderer ?????
ballerina, genau das beschäftigt mich auch..allerdings erst in ca 2 jahren..
ich hatte vor einigen jahren etliche kontakte die in ungarn leben..alle haben nur positives berichtet, von daher ist das land sicher interessant..zumal es dort sehr viele deutsche gibt. allerdings hatten die meisten meiner kontakte dort eigentum, die mieten sind zwar niedrig, aber in dem bereich konnt mir keiner infos geben..
mach dich einfach mal schlau, im www gibts viele infos zum thema..
Wenn man genügend Kohle in der Tasche hat...............

Genau das hat die TE ja nicht, daher will sie auswandern. Allerdings mit einer chronischen Erkrankung würde ich an Stelle der TE nie auf die Idee kommen,
Deutschland zu verlassen und mich auf Ungewisses einlassen.
@Melissa: Ich kann Dir nur Recht geben!

Mein Mann, schwerstkrank und Kassenpatient bekam ALLES was er brauchte. Seien es Medikamente, Hilfsmittel, Behandlungen.
Facharzttermine wurden meistens gleich vom Hausartzt vermittelt. Dieser kam auch regelmäßig einmal in der Woche, um nach meinem Mann zu sehn.

War ein Notfall, kam er auch in seiner Freizeit.

@Andre: Ich kenne Deinen Fall nur von Deinem Bericht. Aber wenn Du einen Hausarzt hast, dann bekommst Du auch einen Termin. Und bei Dringlichkeit,wird Dich kein Arzt abweisen.

So ist es zumindest hier.
Verena,
ich habe aber schon oft gehört, daß bestimmte Krankheiten bei Wärme, Sonne, Meer, sich deutlich bessern oder gar verschwinden.
Z.B. Atemwegserkrankungen,
Schmerzsyndrome
Rheuma

Das jetzt nur zum Auswandern mit chronischen Krankheiten.

Ob dort ärztliche Versorgung gewährleistet ist, wird wohl von Land zu Land unterschiedlich sein.
Melissa, genau so sind meine Erfahrungen
Bulgarien hat nur im Sommer ein angenehmes Klima.
Im Winter ist es dort genauso kalt wie in D - und das oft ohne funktionierende Heizung.

Buzico
es gibt auch ein sehr interessantes Buch von Hajo Schumacher: "Restlaufzeit". Ist zu empfehlen für Leute, die über das Auswandern im Alter nachdenken. Beschrieben werden weltweit die Bedingungen und die Kosten, ebenso wie die Chancen und Risiken …
Also, einfach mal reinschauen
Das ist ein guter Tipp. Und wahrscheinlich gibt es etliche Internetseiten.
Hab ich aber nicht geschaut, da ich ja nicht auswandere.
Also als Rentner kann man ja grundsätzlich überall in Deutschland leben.
Je kleiner die Stadt desto günstiger kann man mieten.
Wir leben auf dem Lande und vermieten die obere Wohnung in unserem Haus seit das letzte Kind ausgezogen ist.
Vorher hatten wir uns informiert,was man denn so als Miete verlangen kann, wir erhalten für eine 75 QM große Wohnung eine Kaltmiete von 300 Euro, das geht auch mit kleinem Geldbeutel.
So gibt es sicher in ganz Deutschland außerhalb der großen Städte, günstigen Wohnraum.
Ich würde es mir mit dem Auswandern sehr überlegen,die Lebensqualität ist in Deutschland sehr hoch, auf dem Land zu leben hat sicherlich auch seinen Reiz.
Als ich jung war lebte ich drei Jahre im Ausland,ich habe aber immer in deutsch geträumt.
Meine Devise ist sozusagen, ich möchte in dem Land leben, in dessen Sprache ich ich träume und ich am besten meine Gefühle ausdrücken kann.
Ich könnte mir gar nicht vorstellen woanders zu leben, bin hier in Deutschland verwurzelt, in Urlaub fahren jederzeit, aber das "Nachhausekommen" ist das Schönste.
Außer Asien bevölkern unsere Kinder alle Erdteile,sodass Besuche dort regelmäßig stattfinden.
Aber alle kommen auch gerne nachhause.....
Auswandern: vorher nach persönlichen Kriterien sondieren, welches Land in Frage kommt, hinfahren, Zeit dort verbringen, Informationen vor Ort an den massgeblichen Stellen einholen. Sprachkenntnisse auf jeden Fall wichtig.
TV Berichte + Internet verbreiten eine Menge Unsinn.
(20 Jahre Auslandserfahrung ausserhalb Europas, nicht als Tourist)
@ballerina

Speziell Bulgarien ist schwierig für nicht bulgarisch sprechende Deutsche.

Die werden trotz Minirente aus Deutschland als „reich“ betrachtet und abgezogen wo es geht. Knüpfen von seriösen Sozialkontakten ist sprachbedingt praktisch unmöglich

Ich kenne einige, die sich als Single im ‚sonnigen‘ Varna oder Burgos angesiedelt haben: Günstige Miete, Grundnahrungsmittel billig, aber alles importierte sauteuer.

Lebensmittel sind übrigens nirgendwo in Europa so billig wie in Deutschland.

Schwierig wird es bei der ärztlichen Versorgung in Bulgarien, sei es beim Arzt oder im Krankenhaus. Ohne unterstützendes cash geht gar nichts, die Grundversorgung steht nur auf dem Papier. Und wer passt auf deine Wohnung auf, wenn du im Krankenhaus bist. Im Zweifel die Truppe, die dir sie ausräumt ...

Ich würde mir das gut überlegen: Im Alter lieber vermeintlich arm in Deutschland, als mit kleiner Rente und ohne Partner nach Bulgarien ...
Malzmüller, Du hast völlig Recht.

Manchmal kann ich mich nich genug wundern, wie naiv sich die Menschen das Auswandern vorstellen.
Die Verhälnisse von A bis Z wie in Deutschland, aber für den halben Preis. :lol: