Eine Frage an die Partnersuchenden hier:

Da ich konkret eine Partnerschaft (und nicht Freundschaft) suche, achte ich auch darauf, dass mein Gegenüber auch auf Partnersuche ist

Schon 2 mal ist mir dabei Folgendes passiert:

Nach der ersten telefonischen, ausführlicheren und positiven Kontaktaufnahme kam es danach relativ kurzfristig auch zum ersten persönlichen Treffen. Dort setzte sich der positive Eindruck fort, es bestand sofort eine starke, gegenseitige Sympathie.

Da mir auch im Alter körperliche Nähe wichtig ist sprach ich das auch von Anfang an an und besagte Männer betonten, wie wichtig ihnen das auch sei. (Hand in Hand laufen, sich mal spontan umarmen, gerne einfach mal so küssen)
Von Anfang an merkte ich dann aber, dass trotz gegenseitigem Verliebtsein alle Aktivitäten in dieser Richtung mehr oder weniger nur von mir ausgingen, obwohl diese Männer keineswegs schüchtern waren.
Die Beziehungen wurden dann einerseits enger und es kam auch zu schönen sexuellen Kontakten, doch trotzdem blieb es bei dieser eigenartigen, mir völlig fremden Distanz im Alltag. Ich dachte, irgendwann wird sich das schon legen...

Doch das Gegenteil passierte: je inniger die Beziehungen wurden, um so distanzierter wurden dann die körperlichen Kontakte, obwohl ansonsten alles wirklich gut lief. Spaziergänge mit 1m Abstand, keine Umarmungen....usw. Eine Erklärung dafür bekam ich trotz Nachfrage nicht, eher so ein hilfloses Schulterzucken.
Und um es kurz zu fassen, je vertrauter die Beziehung wurde, um so größer wurde diese körperliche Distanz. Während eines Gesprächs dezent den Partner zu berühren war dann plötzlich "viel zu extremes Nähebedürfnis" und ein "ich vermisse Dich" nach 2 Wochen Nichtsehen und 3 Monaten sich Kennen war dann "Extremtempo, dem man nicht folgen konnte".

Eine Recherche im Internet plus das Lesen 2er Bücher ließen dann keine Zeifel mehr: Das sind die typischen Symptome für Bindungsangst/ Nähephobie!
Darauf angesprochen verneinten das beide Betroffenen vehement, wollten von mir aber auch mit keinem Wort wissen, wieso ich das vermutete.

Nachdemm die Beziehungen immer inniger wurden trat dann tattsächlich genau das ein, worauf ich dank der Bücher glücklicherweise vorbereitet war: Die Partner fanden urplötzlich "Haare in der Suppe", suchten regelrecht nach Grund für Beziehungsabbruch.

Da es in beiden Fällen wunderschöne Beziehungen waren tat mir das sehr weh - und ich kann nicht leugnen, dass ich Angst habe, so etwas nochmal zu erleben. Zumal ich das bisher gar nicht kannte.

Kindheitserlebnisse oder schlimme Beziehungserfahrungen sind wohl die Ursache. Vor lauter Angst, nochmal eine Enttäuschung zu erleben oder abgelehnt zu werden können die Betroffenen keine wirkliche Nähe mehr zulassen bzw brechen die Beziehung ab, je enger und besser sie wird.
Sie wünschen sich zwar Nähe - und betonen das auch im Gespräch- aber in der Realität sind sie dazu nicht (mehr) fähig.
Ohne professionelle Hilfe oder zumindest der eigenen Einsicht in die Problematik scheint es da keinen Ausweg zu geben außer tatsächlich Abbruch der Beziehung.

Habt ihr so etwas auch schon mal erlebt? Wenn ja, wie lief es bei Euch ab und wie seid ihr damit umgegangen?

Würde mich freuen, wenn Ihr den Mut habt, Eure Erfahrungen dazu zu erzählen.

Liebe Grüße

Iris
Interessantes Thema

Ich lese aus Deinem Beitrag von Angst... Beziehungsangst nennst Du es.
Schaust Du denn auch bei Dir genau hin , ob es zuviel an Nähe , Zuwendung, von Dir ist? Nicht jeder mag ständig und überall bekuschelt werden, (mein's wärs auch nicht, aber darum gehts ja nicht),
Alles was zuviel ist macht starr, vielleicht Angst. Die Frage wär noch , ob die Beziehungen nur von Deiner Seite inniger , fester wurden . Haben das die Männer genauso gesehen, hast Du sie gefragt?
Das Schulterzucken ist für mich Hilflosigkeit, auch fehlender Mut oder Angst vielleicht, es anzusprechen, ich weiß sehr wohl dass Männer nicht gern über sowas wie Gefühle sprechen.
Und klar , jeder hat schon so seine Erfahrungen gemacht im Leben, mit verlassen werden, das muß aber noch lange keine Nähephobie sein die behandelt werden muß,oder ein Kindheitstrauma, das ist mir zu weit hergeholt.

Warum pressierts denn vielen so, man kann sich doch Zeit geben zum Kennenlernen. Sich rantasten, beobachten, zu schauen wie der andere ist, was ist ihm wichtig u. s.w.
Das kann doch spannend und wunderbar sein.
Vielleicht ging den Männern einfach alles zu schnell.
...Kindheitserlebnisse oder schlimme Beziehungserfahrungen sind wohl die Ursache. ...l
lach, welch ein Unfug!
Mann ist auch Reifer und Selbständiger geworden und muss nicht mehr vor jedem Rock auf die Füße fallen. Diese Unabhängigkeit ist etwas sehr schönes, nach all den Verpflichtungen der vorherigen Jahrzehnte. Ein Mann sucht durchaus Nähe, aber er möchte nicht gleich mit Haut und Haar adoptiert werden. :lol:
Ach Mister....ich würde Dich adoptieren, schon wegen der Haarpracht
Allein die Vorstellung darin zu wühlen macht mich ganz wuschig :lol: :lol:
Weder bin ich ein Kuschelmonster, was ständig auf Tuchfühlung ist noch ist mir die Selbstreflektion fremd.

Ich gehe nur einfach gern Hand in Hand spazieren oder zeige meine Begeisterung/Freude mal spontan in Form einer Umarmung oder eines Kusses.
Und in einem gemütlichen abendlichen Beisammensein vor dem TV oder beim Gespräch empfinde ich dezente Nähe halt als angenehm.

Alles im normalen Rahmen.

Und ja, ich spreche von Angst. Denn sich von jemandem trennen zu müssen, den man lieben gelernt hat - das empfinde ich als eine traurige Erfahrung, die ich nicht nochmal erleben möchte.
Sorry, wollte Dich nicht verletzen.Warum dieser scharfe Ton?
Du wolltest Meinungen? Das war meine, die ja nicht stimmen muß.
Es sollte Dir klar sein dass es unterschiedliche Reaktionen gibt zu einem Thema, ohne dass Du es persönlich nimmst.
Alles ok, war sachlich, nicht scharf gemeint
Es gibt keine Garantien....
das singt schon Marius :D
IrisSu hat geschrieben:
.......
Die Beziehungen wurden dann einerseits enger und es kam auch zu schönen sexuellen Kontakten, doch trotzdem blieb es bei dieser eigenartigen, mir völlig fremden Distanz im Alltag. Ich dachte, irgendwann wird sich das schon legen...
........

Zu sexuellen Kontakten sind viele bereit, aber eben nicht geschaffen dafür, eine feste Beziehung mit allem Drum und Dran zu führen. Sie scheuen die Verantwortung oder haben eventuell Angst davor, dass daraus etwas Dauerhaftes werden könnte.
Es ist wie so oft, da fehlt einfach der Mut, weil sie sich selbst nicht im Klaren sind, ob sie wirklich eine feste Beziehung möchten und dann folgt logischerweise der Rückzug,

Du hast natürlich gehofft, dass sich das legt, doch mit Veränderungen ist das so eine Sache. Das wird nicht gelingen, denn ein einsamer Wolf bleibt ein einsamer Wolf.
Meine Erfahrung ist: Nur wenn der Blitz auf beiden Seiten einschlägt, kann was draus werden.
und manche reden von Partnerschaft und meinen Freundschaft plus.
Ich weiß nicht, da von Beziehungsangst zu sprechen.
Dieses öffentliche zur Schau stellen von Gefühlen ist doch nicht jedermanns Sache.
Es ist auf jedenfall zu respektieren,wenn jemand dies nicht wünscht,
Es wäre eine Horror Vorstellung für mich, wenn jemand auf Schritt und Tritt an mir "kleben" würde.
IrisSu hat geschrieben: Weder bin ich ein Kuschelmonster, was ständig auf Tuchfühlung ist noch ist mir die Selbstreflektion fremd.

Ich gehe nur einfach gern Hand in Hand spazieren oder zeige meine Begeisterung/Freude mal spontan in Form einer Umarmung oder eines Kusses.
Und in einem gemütlichen abendlichen Beisammensein vor dem TV oder beim Gespräch empfinde ich dezente Nähe halt als angenehm.

Alles im normalen Rahmen.

Und ja, ich spreche von Angst. Denn sich von jemandem trennen zu müssen, den man lieben gelernt hat - das empfinde ich als eine traurige Erfahrung, die ich nicht nochmal erleben möchte.


Das fettgedruckte wird dir aber bei einer Beziehung mit Sicherheit nicht erspart bleiben. Jede Beziehung endet irgendwann mit einer Trennung. Hat meine Schwester vor ein paar Tagen gerade erlebt. Der Sensemann hat zugeschlagen und sie von ihrem Mann getrennt. Nur alleine bleiben schützt vor Trennung.
Wenn ich händchenhaltend im Park spazieren gehe, ist das noch lange keine Zurschaustellung von Gefühlen. Dann klebe ich noch lange nicht auf Schritt und Tritt an meinem Partner.
Immer schön Abstand halten, damit die Leute nicht reden, ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Es ist ja nicht jeder Mensch/Mann gleich. Sicher gibt es welche mit Beziehungsangst oder Angst vor Nähe, vielleicht hatte es aber einen anderen Grund. Du kannst nicht nach dem Lesen von zwei Büchern da alles mögliche hineininterpretieren.
Du schreibst, daß die Aktivitäten von dir aus gingen. Ihr hattet einfach ein unterschiedliches Tempo. Das war das eine. Sie fühlten sich von dir "überrollt".

Obwohl inzwischen viele Männern sagen, daß sie es mögen oder tolerieren, wenn die Frauen aktiv werden, steckt es wohl tief drin in den meisten noch, daß sie die "Führenden" sind.
Und ein bißchen Bequemlichkeit ist auch manchmal dabei. Mann denkt sich, wieso etwas ändern, was funktioniert. Also: Wieso mehr Zweisamkeit und mehr Nähe, wenn es bis jetzt auch geklappt hat. Das würde ja nur zu Verpflichtungen führen :-)))


Laß den Männern mehr Luft.
Hallo fragola,

Es waren Beziehungen, in denen der „ Blitz eingeschlagen hatte“.

Und das war ja genau das Befremdliche: je vertrauter wir miteinander wurden, um so größer wurde parallel dazu der Wunsch nach Distanz. Weil - laut Literatur- die Betroffenen Nähe eben als Bedrohung empfinden. Was aber für solche Beziehungängste wohl typisch ist.

Das Problem sehe ich darin, dass Betroffene ihre Angst Vor Nähe gar nicht Bewusst wahrnehmen , im Gegenteil, sich sogar noch ausdrücklich Nähe wünschen.

Erst später zeigt sich dann , dass sie diese gar nicht ertragen können.
Aber dann hängt man emotional selbst schon so in der Beziehung drin, dass die Trennung eben sehr schmerzhaft ist.

Deshalb interessiert es mich einfach, wie andere damit umgegangen sind