Der Dax zur Zeit unter 10 600 Punkten

Die charttechnische Linie im Dax bei 11 029 wurde zunächst deutlich unterschritten.
zu Microsoft
damals hatte ich der großen alten Kiste keine neuen Ideen mehr zugetraut und deshalb alles verkauft....

jetzt ist sie auf Allzeithoch - tja - so kann's gehen..... :wink:

im Aktienbrief von Appeltauer ist sie eine der Nachkauf-Empfehlungen....
ist aber schon wieder viel zu gut gelaufen...

ps:
bald ist die Berichts-Saison zu Ende - da könnte ich mir ein größeres Sommerloch vorstellen....von wegen dem einen oder anderen Aktienkauf guter Firmen....

@Frugalist
Nachtrag zu Wirecard....
ich glaube, dass eine AG auch ein Vorteil sein kann, denn wenn die Anleger sauer werden - dann bricht die Aktie dieses Unternehmens ein....
und wenn eine Aktie einbricht, dann schadet das dem Unternehmen.....
heute habe ich gelesen, dass der Vorstand ausgewechselt werden soll.....

ich stehe nach wie vor zu dieser Firma....allerdings sehe ich auch die Grauzone im Geschäftsgebahren mit diesen Dritt-Firmen....
das wird sich wohl in nächster Zeit ändern ...schaunmermal.....
@ Gundulabella

Ich nehme hier gern Informationen (u.a. Wirecard) auf und prüfen sie nach, so gut ich das kann.

Ich halte das Geschäftsmodell von Wirecard für sehr interessant, nachhaltig und ausbaufähig!
Wie man mit diesem Geschäftsmodell konkret belastbare Zahlen ermitteln kann, was ja die Börsen und Anleger verlangen, halte ich für eine schwierige Anlegenheit, was langfristig eigentlich zu vernachlässigen wäre.

Was mich zur Zeit von dieser Aktie abschreckt, ist die sehr extreme Volatilität, die da von außen auf die Aktie einwirkt, wofür aus meiner Sicht das Unternehmen nichts kann.
Ich bewundere Menschen, die solche Aktien im Bestand haben.
Corona-Krise: Industrieproduktion in Deutschland bricht ein

07. Mai 2020, 12:18 Uhr Quelle: dpa

https://www.zeit.de/news/2020-05/07/industrieproduktion-in-deutschland-bricht-ein

Frankfurt/Main (dpa) - Die Corona-Krise hinterlässt immer tiefere Spuren in der deutschen Wirtschaft. ...
Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe sackte zum Februar um 9,2 Prozent ab, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991. Im Vergleich zum März 2019 war der Einbruch mit 11,6 Prozent sogar noch stärker.


Da sollte eigentlich der Dax stärker nach unten reagieren, was er im Moment noch nicht macht.
Charttechnische Linie im Dax bei 10 926 Punkten

Meist täglich lese ich die Chartanalyse zum Dax von Rocco Gräfe. Ich habe inzwischen auch so viel selbst erkannt, so dass ich ab und zu mit meinen ganz einfachen Mitteln versuche, den Dax-Verlauf zu analysieren und mögliche Rückschlüsse für weitere Entwicklungen zu ziehen.

Was schreibt der Profi Rocco Gräfe über den Dax?

Eine Zusammenfassung:
Der steht steht wieder unterhalb einer charttechnische Linie bei 10 926 Punkten. Diese Linie ist erst oberhalb 11 236 bzw. über 11 337 Punkten überwunden und der Dax würde weiter nach oben laufen.

Da der heutige Tagesschluss auch Wochenschluss ist, könnte der Dax-Stand ein interessanter Indikator werden. Bleibt der Dax per Schlusskurs unter
10 926 Punkten, dann wäre die Wahrscheinlichkeit größer, dass er Ziele Richtung 10 426 oder 10 370 Punkten ansteuert.

Wer der Meinung ist, dass es demnächst fallende Kurse gibt, der könnte sich folgenden Tipp ansehen:

Auch mit fallenden Kursen kann man Geld "verdienen". Es gibt Short-ETFs. Das bedeutet, fällt der entsprechende Index um 1 Prozent, dann steigt der Short-ETF um 1 Prozent.

Hier sind zwei Short-Dax-ETFs als Beispiele:
ComStage ShortDAX UCITS ETF; WKN: ETF004; ISIN: LU0603940916
Lyxor Daily ShortDAX x2 UCITS ETF; WKN: LYX0FV; ISIN: FR0010869495

Der 2. ETF (WKN: LYX0FV) wird doppelt gehebelt (x2). Das bedeutet, fällt der Dax um 1 Prozent, dann steigt der ETF um 2 Prozent.

Wichtiger Hinweis:
Diese ETFs machen nur bei fallenden Kursen Sinn.
Der ETF WKN: LYX0FV verliert bei steigenden Kursen doppelt an Wert.
mich interessiert weniger wie der Dax steht oder stehen wird - sondern wo meine einzelnen Aktien stehen....
nach wie vor sehe ich mein Depot gut aufgestellt.....einige Aktien sind zur Zeit am Allzeithoch....u.a. Tencent (darüber), Nestle (wieder auf dem Weg nach ex Dividende), Asml, Bechtle, Mastercard (schöner Aufwärtschart)....
und auf Allianz lasse ich nach wie vor nichts kommen - die hatte ebenfalls ex Dividende....
fast alle guten Dividendenaktien geben nach der Ausschüttung der Dividende etwas nach - später geht es wieder aufwärts, u.a. weil etliche Anleger nach dem Dividendenauszahlungs-Rücksetzer wieder einkaufen/nachkaufen.......

zu Wirecard:
ich kann mir die eine oder andere spekulativere Aktie leisten, weil mein Depot auf guten Füßen steht - dividenden- und defensivmäßig gesehen....

bei mir kommt es auch auf den Einkaufspreis an.....habe ich eine Aktie günstig eingekauft/nachgekauft, dann tendiere ich zum halten....
etwas anderes ist es, wenn ich eine Aktie zu teuer eingekauft habe
(und die dann auch noch wenig bis keine Div. zahlt).....

Prognose nach Berichtserstattungs-Ende zum Sommer hin ?
da könnte ich mir einen größeren Einbruch vorstellen.. ...
noch größer könnte der Einbruch nach einer zweiten Welle ausfallen, falls zu viele Länder zu früh ihre Lockerungen ausgeführt haben....
Wirecard stellt Vorstand neu auf. Hoffentlich hilft es

https://www.onvista.de/news/wirecard-st ... -357161187

Mit dieser schnellen Wiedereröffnung der Wirtschaft habe ich ein ungutes Gefühl. Ob die Leute tatsächlich weiterhin an den Verhaltensregeln fest halten oder es mehr auf die leichte Schulter nehmen. Mit dem schönen Wetter ist die "Corona-Grill-Party" eröffnet, ebenso wie die Börsen-Party nach dem Motto alles wird gut.

Wo sollen die zukünftigen Gewinne her kommen? Wahrscheinlich von denjenigen die arbeitslos (USA) sind oder in Kurzarbeit (BRD), haben schließlich genügend Zeit für den Konsum.

Ich habe gar nichts dagegen, wenn die 2. Abwärtswelle der 1.Abwärtswelle entspricht, das wäre dann mal vernünftige Einstiegskurse.
@ Frugalist

Das sehe ich auch so. Es ist immer wieder überraschend, wo an den US-Börsen der Optimismus her kommt, der zu diesen Kursen führt. Der Dow hat ja einige Börsen im "Schlepptau" wie den Dax.

Daher ist für mich die Charttechnik interessant, wo man sehen kann, wo ein möglicher Wendepunkt liegt. Davon ist eine Anstiegsstrecke bzw. Abstiegsstrecke herleitbar.

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Eine obere Wendemarke könnte jetzt der Bereich von 11.025 Punkten im Dax sein. Ein sogenanntes Überschießen bis 11.700 ist möglich, (aber dafür gibt es Bedingungen,) was nichts an der fallenden Perspektive ändern würde. Hat sich ein oberer Wendepunkt bestätigt, kann die Charttechnik die mögliche Abstiegsstrecke und den Zeitraum bestimmen.

Wer da mal nachlesen möchte, dem empfehle ich den Link 1 zu den Elliot-Wellen und Link 2 zur Dax-Analyse von Rocco Gräfe für den Ausbkick auf die nächsten Wochen.
Gern beantworte ich auch Fragen, soweit ich das mit meinem Laien-Wissen hin bekomme.

1) https://de.wikipedia.org/wiki/Elliott-Wellen

2) https://www.godmode-trader.de/analyse/dax-handel-zwischen-2-zentralen-zonen-dauert-an,8373219
VW muss Arbeit wieder herunterfahren - Absatzflaute

"Das ging relativ schnell: Innerhalb von weniger als drei Wochen nach dem Corona-Wiederanlauf geht Teilen der Wolfsburger VW-Belegschaft die Arbeit aus. Noch sind Schließungen auf Einzelbereiche begrenzt. ..."

Quelle: https://www.freiepresse.de/nachrichten/ ... el10807531
Der Dax war fleißig nach unten unterwegs

Der Dax hat heute ein unteres Ziele mit 10.177 Punkten von oben erreicht und knapp unterschritten.
Damit wurde ein vorläufig Abwärtstrend aktiviert. Kurzzeitige Anstiege sind bis 10.650 Punkten möglich, aber nicht zwingend notwendig.
im Moment haben wir eine kleine Erleichterungs-Rallye....
die Frage ist:
wann wird der Schuss nach hinten losgehen - und wie doll ?

in meinem Kopf sind zwei Szenarien
einmal die, dass die aktuelle Berichts-Saison ihrem Ende entgegengeht und es dann - wie meist - einen Sommerloch-Rücksetzer gibt.....
vielleicht wird der Sommer-Rücksetzer dieses Jahr deutlicher ausfallen, weil die angeschlagene Wirtschaft erst im Nachhinein erfaßt werden kann und dementsprechend Unsicherheit herrscht.....

das zweite Szenario wäre eine zweite Pandemie Welle.....
entweder im Sommer oder im Herbst
und dann würde es richtig runter gehen.....
die sich zaghaftig erholende Wirtschaft würde - weltweit ! - nochmals niedergeknüppelt werden.....
von den vielen Toten gar nicht zu reden !

leider mehren sich die Anzeichen, dass es eine zweite Welle geben könnte.....
die Leute wollen nach dieser Isolation wieder reisen......
und die Zornigen wollen demonstrieren.....
im Corona-Thread hat @jacaranda ein Comic-Bild von Demonstranten mit dem Sensenmann reingesetzt......
leider entspricht das so ziemlich meinem Kopfkino ....

@Frugalist
ich wünsche Dir einen Sommerrücksetzer, damit du gute Titel günstig einkaufen/nachkaufen kannst....

eine zweite Virus-Welle wünsche ich niemandem auf unserer Welt.....

für mich selber wünsche ich mir, dass es nach einer Impfung und nach einem Erholen der Weltwirtschaft wieder aufwärts geht....
denn ich habe noch einige Titel, die ich loswerden will.....
zwar habe ich gegen Ende letzten Jahres mein Depot nochmals gesäubert - war jedoch - im Nachhinein gesehen - nicht konsequent genug....

im Frühjahr habe ich - als es noch nicht Pandemie hieß sondern Epidemie - Aktien von guten Firmen eingekauft/nachgekauft - zu 90 % richtig - obwohl eigentlich zu früh.....
@ Gundulabella

Es gibt immer "einige wenige Perlen" unter den Aktien, die man zu jedem Zeitpunkt kaufen kann.

Deine weitere Einschätzung teile ich völlig. Nach den Wirtschafts- und Unternehmensdaten, die in den letzten Wochen veröffentlicht wurden, ist der Dax für mich viel zu hoch bewertet und das gilt für viele Börsen und vor allem für die amerikanischen, die ja unter Corona viel stärker leiden, wie wir in Deutschland.

Die Charttechnik wird ohne Fundamentaldaten erstellt. Sie kann (muss nicht) wichtige Hinweise geben.

Für den Dax gilt folgendes:

Der Dax befindet sich in einem Bereich der Richtungsentscheidung:
2. Welle nach unten
oder
weiter nach oben.

Die Charttechnik geht bis jetzt von einer 2. Welle nach unten aus. Bis zum 30. Juni sollen 9xxxx Punkte erreicht werden.

Dieses Szenarium ist dann hinfällig, wenn der Dax per Wochenschluss 11.337 Punkte überschritten hat.

Der heutige Handel deutet im Moment einen ersten Stillstand an.

Die Charttechniker werden aber schon vorsichtiger und schließen ein weiteres Steigen nicht mehr aus.

Es ist egal, wie hoch die Börsen noch steigen könnten. Ich befürchte aber, dass es trotzdem bald (vermutlich noch dieses Jahr) eine zweite Welle nach unten geben wird, die mindestens genau so heftig, wie die März-Abwärtswelle ausfallen könnte und damit werden neue Tiefs gebildet.
In meinem Beitrag vom 19.05.2020, 15:41 Uhr hatte ich schon geschrieben, dass: 1) eine charttechnische Marke im Dax mit 13.337 Punkten ansteht und
2) der Charttechniker Rocco Gräfe ein dauerhaftes Überschreiten und damit einen weiteren Anstieg im Dax sieht.

Der Dax hat mit Schlusskurs heute mit 11.505 Punkten die genannte Marke bereits deutlich überschritten und vieles spricht für ein weiteres Steigen.

Am Freitag ist Wochenschluss und Montasschluss. Ist der Schlussstand am Freitag Abend über 13.337 Punkten geht es mit größerer Wahrscheinlichkeit weiter nach oben.

Rocco Gräfe sieht Dax-Ziele bei 11. 679, 12.001 (eher realistisch) und 13.139 Punkten (eher unrealistisch).
Das Zeitfenster soll bis 23. Juni gehen.

Quelle: https://www.sbroker.de/analysen/technis ... Id=8415655


Vor wenigen Handelstagen habe ich einige konservative Aktienfondsanlage prozyklisch gekauft. Damit hatte ich bis jetzt meistens schlechte Erfahrungen gemacht. Ich bin gespannt.
warum hast Du nicht gewartet bis es wieder richtig runter geht - evtl. bis zum Sommer-Rücksetzer ?
was da die letzten Wochen läuft ist eine Erleichterungs-Rallye.....
es wird viel vorweggenommen - doch das dicke Ende wird noch kommen......
erst im 3. und 4. Berichtsquartal wird sich zeigen welche Branchen/Firmen längerfristig geschädigt sind.....
wobei die Weltwirtschaft bereits vor der Krise geschwächelt hat.....

im Moment werden die meisten Aktien als überbewertet angesehen....
die Anleger blenden den USA/China-Konflikt und das Honkong-Problem aus....
um die Krise aufzufangen, wird weltweit noch mehr billiges Geld geflutet....
Länder und Firmen werden gerettet und noch mehr Aktien gekauft....
@ Gundulabella

Ja. Da hast du völlig recht.

Es hat mich im Moment mal "gejuckt" der Charttechnik prozyklisch zu vertrauen. Es sind sehr kleine und sehr konservative Anlagen. Wenn sich plötzlich der "Börsenwind" drehen würde, wäre das auch kein Problem.

Ich stimme mit dir auch überein, dass eine 2. Welle (und vermutlich eine 3. Welle) nach unten kommen wird / werden. Der Abwärtszyklus bis zum tatsächlichen Tiefpunkt kann über zwei bis drei Jahre gehen. Wir haben also noch Zeit.
cron