Das erklärt, weshalb mich hier so viele nicht leiden können, die können sich selber nicht leiden.
Gundulabella hat geschrieben: ja - Toleranz und Anerkennung gehören zusammen......

doch Duldsamkeit ?
muss ich andere Menschen erdulden, bevor ich sie tolerieren und anerkennen kann ?
setzt die Fähigkeit, andere Menschen zu tolerieren - nicht das eigene innere Gleichgewicht voraus ?



Wo hast Du denn etwas von erdulden müssen gelesen, Gundulabella?

Es geht doch gerade darum, nicht dulden zu müssen....manchmal dulden Menschen auch etwas, und halten das vielleicht fälschlicherweise für inneres Gleichgewicht....und das meinte ich mit Masche.
Fumaria1 hat geschrieben:
Gundulabella hat geschrieben: ja - Toleranz und Anerkennung gehören zusammen......

doch Duldsamkeit ?
muss ich andere Menschen erdulden, bevor ich sie tolerieren und anerkennen kann ?
setzt die Fähigkeit, andere Menschen zu tolerieren - nicht das eigene innere Gleichgewicht voraus ?


Es ist doch nur verlangt den Nächsten wie sich selbst zu mögen, und wenn man sich selbst nicht leiden kann gilt das doch auch für den Nächsten.


das ist klar.....
nur wenn man sich selbst leiden kann - kann man andere akzeptieren und tolerieren ......das meinte ich mit dem eigenen inneren Gleichgewicht....
andere Menschen zu akzeptieren und zu tolerieren erfordert eigene Aktivität und Stärke...

während der Begriff dulden/erdulden für mich passiv besetzt ist und eher negativ......
als wie wenn man ein Opfer und schwach wäre, wenn man andere Menschen akzeptiert und toleriert...

@Freeone
wahrscheinlich haben wir aneinander vorbei geredet....oder ich habe Dich falsch verstanden.....
Weißt Du Gundulabella, mir ist das zu konzeptionell....

So manche Lehrbücher sind voll von solchen Konzepten: Akzeptieren, tolerieren, loslassen...usw....

Wahre Akzeptanz findet auf einer ganz anderen Ebene statt.
Ich akzeptiere und toleriere nicht jede Verhaltensweise!!!
Auf einer tieferen Ebene bin ich mir bewusst, dass es genau SO SEIN SOLL...

....und ich erkenne auch sofort "alte" Schreckgespenster...., die Frage ist nur, ob sie noch Macht haben?! :wink:
leider kann ich Dir nicht ganz folgen.....

ich weiß nur eines:
je mehr ich innerlich zufrieden bin (im Gleichgewicht mit mir bin) - desto besser kann ich andere Menschen akzeptieren.....
auch wenn diese Menschen vielleicht viel anders ticken als ich.... auch wenn sie sich im Verhältnis zu mir und meiner Denke am anderen Ende einer Fahnenstange bewegen......

wenn ich jedoch innerlich unsicher bin - dann fühle ich mich von Menschen, die anders sind als ich, manchmal angegriffen.....
anstatt Toleranz zu praktizieren, schalte ich dann meinen Abwehrmechanismus ein....
Gundulabella hat geschrieben: leider kann ich Dir nicht ganz folgen.....

ich weiß nur eines:
je mehr ich innerlich zufrieden bin (im Gleichgewicht mit mir bin) - desto besser kann ich andere Menschen akzeptieren.....
auch wenn diese Menschen vielleicht viel anders ticken als ich.... auch wenn sie sich im Verhältnis zu mir und meiner Denke am anderen Ende einer Fahnenstange bewegen......

wenn ich jedoch innerlich unsicher bin - dann fühle ich mich von Menschen, die anders sind als ich, manchmal angegriffen.....
anstatt Toleranz zu praktizieren, schalte ich dann meinen Abwehrmechanismus ein....



Schau schau, wer hätte das gedacht, dass du das endlich zugibst. Genau so ist dein Verhalten, und das völlig grundlos.
Das gefällt mir gut: :)

Möglichkeit 3 für meinen Sonntagsgruss an dich - Gundulabella.
Und schreib und bleib wie du bist. :wink:
Angemessenheit

Der verantwortliche Mensch hungert und dürstet nicht nach Rechthaberei.
Wo auch immer er beginnt, wird er stark sein: denn das Aufgeben von Positioniertheit und Ressentiments gibt Kraft.
Dennoch ist es nicht seine Absicht, seine eigene Position zu stärken, sondern durch seinen eigenen Beitrag die Lebendigkeit der Matrix zu steigern.

Wie wird dies erreicht? Einfach durch angemessenes Sein.

Was heißt: „angemessen Sein“? Angemessen Sein, oder angemessen Handeln
bedeutet, zu tun, was in der Situation passend oder geeignet ist. Die Situation ist
allerdings immer im Fluss, bzw. sie verändert sich von Moment zu Moment. Deshalb ist das, was in einem Moment angemessen ist, nicht notwendigerweise im nächsten Moment angemessen. Wie soll man dann das tun, was angemessen ist?

Um angemessen zu sein, dem Tao folgend, muss man im Hier und Jetzt sein.
Angemessenheit ist ein BereitSein für die Situation, wie sie wirklich ist, und nicht, wie man sie sich wünscht. Angemessenheit hat folglich mit Erschaffen/Kreation zu tun und ist tatsächlich immer kreativ. Sie ist selbst dann kreativ, wenn sie nichts kreiert.

Fähig zu sein, das Kreieren zu unterlassen, gerade wenn man in der Position ist, zu kreieren, ist selbst kreativ. Das ist wahre Kontrolle.
Dennoch kann man nicht mit Blick auf das kreieren, was angemessen oder passend war, sondern nur hinsichtlich dessen, was jetzt, von Moment zu Moment, passend ist.

„Standards für Angemessenheit“, „Konventionen“ oder „Richtigkeiten“ von einem
Moment auf den nächsten zu übertragen, bedeutet zu versäumen, einen Moment zu
vervollständigen und eine Barriere aufzubauen, den nächsten Moment zu erfahren. Das führt dazu, dass man sich in eine Form oder Position verrennt und darin feststeckt.
Angemessen ist, jeden Moment abgeschlossen zu haben und immer neu zu beginnen - als Urheber von der Ursache kommend. Jeder Angemessenheits-„Standard“ ist somit ein Rezept für eine Lüge. Angemessenheit kann nicht nach notwendigen oder ausreichenden Bedingungen beurteilt oder gemessen werden, weil letztere nur im Bereich des Tuns und Habens existieren, und ersteres im Bereich des Seins lebt.

Angemessenheit, das Tao, wird enthüllt, während die Unbewusstheit beseitigt wird. Während man anfängt, das Leben vollständig zu erfahren, wird das eigene Verhalten ohne Anstrengung immer angemessener, einfach im Prozess des Lebens selbst.

Angemessenheit in einer Situation und Kontrolle einer Situation ohne Zwang oder Dominieren sind folglich identisch. Angemessenes Handeln tut nichts: es ist weder Unterwerfung noch Widerstehen - und auch nicht „Nichtstun“. Es ist einfach nur Da-Sein.
.
Oft wurde das von alten chinesischen Schriftstellern missverstanden, so zum Beispiel die Tao-Schriftsteller, die für wu wei als Nicht-Handeln eintraten.

Der Autor des Huai Nan Tzu hingegen erklärt: „Einige mögen den Gedanken
aufrechterhalten, dass die Person, die im Geiste des wu wei handelt, gelassen ist und nicht spricht, oder meditiert und sich nicht bewegt …. Eine solche Interpretation von wu wei kann ich nicht zulassen. Der Aufbau der Erde lässt das Wasser (in China) ostwärts fließen, und trotzdem müssen die Menschen Kanäle eröffnen, damit es in Kanälen fließt. Die Getreidepflanzen keimen im Frühjahr, dennoch bedarf es zusätzlich der menschlichen Arbeit, um Wachstum und Reifung zu ermöglichen. Mit wu wei ist gemeint, dass kein persönliches Vorurteil (oder eigener Wille) das universelle Tao stört, und dass keine Begierden und Zwangsvorstellungen den wahren Kurs der
Lebensweise ablenken.“




W.W. Bartley III
Werner Erhard: Die Umwandlung eines Mannes
Der kommt den Göttern am nächsten, der auch dann schweigen kann, wenn er im Recht ist.

Marcus Porcius Cato, der Ältere (Cato Censorius)
(234 - 149 v. Chr.), römischer Staatsmann

*****
schwierig - schwierig...... :P
Gehe aufrecht wie die Bäume,
liebe dein Leben so stark wie die Berge,
sei sanft wie der Frühlingswind,
bewahre die Wärme der Sonne im Herzen,
und der große Geist wird immer mit dir sein.
Indianische Weisheit
Wir müssen die Menschen dort abholen, wo sie stehen, und dorthin rudern, wo sie nicht mehr stehen können.


Aus Friesland
Man muss nie verzweifeln,
wenn einem etwas verloren geht,
ein Mensch, oder eine Freude, oder ein Glück;
es kommt alles noch herrlicher wieder zurück.

Was abfallen muss, fällt ab;
was zu uns gehört, bleibt bei uns;
denn es geht alles nach Gesetzen vor sich,
die größer sind als unsere Einsicht
und mit denen wir nur scheinbar in Widerspruch stehen.

Man muss in sich selber leben,
und an das ganze Leben denken,
an alle seine Millionen Möglichkeiten,
Weiten und Zukünfte,
denen gegenüber es nichts Vergangenes
und Verlorenes gibt.

Rainer Maria Rilke
an Friedrich Westhoff, 29. April 1904
Das schönste, was wir in der Vergangenheit angetroffen haben, ist die Hoffnung.
Jean Paul
(1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge
*****
Hoffnung und Mut sind zwei helle Diamanten in der Krone des Erfolgs.
Aus Indien

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Die Angst hinkt,
der Verstand geht,
die Hoffnung fliegt.
Aus Portugal

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Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.
Thales von Milet
(um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen
Ich habe es in meinem Kampfe oft auch
mit traurigem Herzen erfahren müssen,
die Sonne ist mir oft verloschen,
aber wieder aufgegangen,
und je öfter sie verloschen ist,
desto heller und schöner
ist sie wieder aufgegangen.

Jakob Böhme


Das größte Vergnügen im Leben ist,
etwas zu tun, was man nach Meinung
der Leute nicht erreichen kann.

Walter Bagehot
Das lebhafteste Vergnügen, das ein Mensch in der Welt haben kann ist, neue Wahrheiten zu entdecken; das nächste von diesem ist, alte Vorurteile loszuwerden.

Friedrich II., der Große
(1712 - 1786), preußischer König, »Der alte Fritz«
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