"Heast, Huaba!", ruft der Leitner-Franz,
"i möcht di gern a Rätsel frogn.
Es is net schwer, doch i bin g‘spaunnt,
ob du mir kaunnst die Auntwort sogn."

Der Huber, der am Stammtisch sitzt,
prostet dem Franzl zua.
"So setzt di her und frog mi hoit,
sonst gibst ma eh ka Ruah."

"Wer is des?", locht der Franz gewitzt,
"und hör mia jetzt guat zua.
‘S is net mei Bruada, net mei Schwesta,
doch meina Muatta Bua!"

Der Huber-Bauer, denkt scharf nach.....
und schließlich gibt er 's auf.
"Fraunz, du muaßt ma d' Auntwort sogn.
I kumm oafoch net drauf."

"I hob ma 's eh denkt!", grinst der Franz,
"drum sog i dir 's geschwind.
I bin 's!! Bin net mei Bruada, net mei Schwesta,
doch meina Muatta Kind!"

"I woaß net, bin nur i so deppert?"
denkt sich der Huber leis'.
"I werd heit no mei Oide frogn,
ob sie des Rätsel weiß."

Und wie er dann nach Hause wankt,
denkt er sich. ‘Sapperlot!
Das Rätsel war doch gor net schwer.
Bin ich ein Idiot!‘

Und wia er z’haus die Tür aufsperrt,
da grinst er etwas bled,
weil in der Tür mit finster‘m Blick
sei Oide vor ihm steht.

"Wer is des?", frogt der Huber klalaut
- es ist zwa in der Fruah -,
's is net mei Bruada, net mei Schwesta,
doch meina Muatta Bua!"

Sei Oide, die a rechte Zaungen,
is neigierig grod gnua!
Zunächst amoi keift s‘ mit ihm 'rum,
kommt langsam nur zua Ruah.

"Wer soll des sein?", moant schließlich sie
und schaut noch etwos mies.
"I woaß net! Nau, so sog mir 's hoit.
So sog schon, wer des is!"

"I woaß zwoa net, wieso 's so is,
denn i versteh 's net ganz.
Doch i kaunn dir die Antwort sogn:
Es is der Leitner-Franz!"