Deine Versuche mich einordnen und erklären zu wollen .....also ich weiß einfach nicht was dich dazu treibt.....mir geht so etwas völlig ab....

Angst ist ein Instinkt, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Spezies auf unserer Erde überlebt haben...
@ Gundulabella

Es geht hier nicht darum, dich einzuordnen, sondern einen Sachverhalt zu erklären, wobei ich den Hinweis auf den Instinkt- oder Triebbedingten Reflex so interessant finde, dass es sich lohnt, sich hinsichtlich der Stimmungen noch einmal näher damit zu beschäftigen.

Während durch die Stimmung der Wut unwillkürlich (instinktiv) die kämpferische Verteidigungsbereitschaft ausgelöst wird, ergreifen Mensch und Tier in der Stimmung der Angst ebenso instinktiv die Flucht oder stellen sich tot, was quasi eine „Flucht nach Innen“ bedeutet – ähnlich, wie wenn ein Kind angesichts einer Gefahr einfach die Augen schließt und hofft, dass schon dadurch alleine auf magische Weise die Gefahr nicht mehr existiere.

Ansonsten stellt der unwillkürliche Totstellreflex die Flucht in einen Zustand des passiven Ausharrens dar, in dem man die Krise halbwegs unbeschadet zu überstehen versucht, wenn es keine Möglichkeit gibt, um seine Lage aktiv zu verbessern.

Die Stimmung ist zwar der Auslöser, aber nicht der Ursprung der Instinkt- oder Trieb-Handlung, weil sie selber durch eine Situation ausgelöst wird, die man für gefährlich hält. Diese Bewertung erfolgt durch ein verinnerlichtes Vorurteil, sodass Einem die scheinbare Gefahr schließlich durch die Stimmung, in der man sich befindet, bewusst wird.

Ähnliches passiert auch im Schlaf, wenn man ein körperliches Unbehagen empfindet, und sich dazu eine passende Geschichte ausdenkt, welche die Ursache dieses Unbehagens sein könnte, weil man im Schlaf ja meist nicht weiß, dass man schläft, und der Traum nur in der eigenen Fantasie existiert, bis man schließlich daraus erwacht, und die richtige Ursache erkennt.

Eine geistige Programmierung mit Hilfe falscher Urteile über die Welt, die Jemand mit der Zeit verinnerlicht hat, führt einerseits dazu, dass klare Indizien für eine echte Gefahr nicht mehr richtig erkannt werden, und andererseits, dass eine Situation anhand falscher Anhaltspunkte als gefährlich eingestuft wird, obwohl sie es gar nicht ist, wie etwa, wenn Einem an einem Freitag, dem 13. eine schwarze Katze von rechts nach links über den Weg läuft.

Nun weiter zum Videobeitrag:

....https://www.youtube.com/watch?v=I83VwInV5Gg ......

Was das autoritäre Verhalten von Lehrpersonen betrifft, bei dem den Schülern mit einem lauten Befehlston konkrete Strafen für Ungehorsam angedroht werden, um sie zum kritiklosen Übernehmen einer Lehrmeinung zu zwingen, wird in der Stimmung der Angst jede Bereitschaft, ihren Sinn zu verstehen, verhindert.

Das führt weiterhin dazu, dass die auswendig gelernten Gesetze aus Furcht vor Strafen nur dem Buchstaben nach befolgt werden, aber nicht aus Einsicht in ihren Zweck, welcher ja durchaus sinnvoll für Diejenigen sein kann, die einen Nutzen davon haben, wie etwa, dem Fußgänger zu ermöglichen, gefahrlos eine verkehrsreiche Straße zu überqueren, ohne sich extra umfahren lassen zu müssen, damit die Autofahrer freie Fahrt haben.

Die Weigerung, diese Regeln später anzuerkennen, sobald die Bedrohung durch den Lehrmeister nicht mehr existiert, entspricht dann einer Trotzreaktion, mit der der Betreffende nicht nur Anderen schadet, sondern auch sich selber, weil er es wichtiger findet, sich für die Misshandlung durch Ungehorsam zu rächen, anstatt auf seine eigene Sicherheit zu achten.

Die Idee, eine Kapazität auf ihrem Gebiet müsse sich lautstark Gehör verschaffen, um als solche anerkannt zu werden, führt leider nur dazu, dass sie als autoritärer Schreihals angesehen wird, sodass man hier zwischen der Tätigkeit eines „Erziehers zum Wohlverhalten innerhalb einer Gemeinschaft“ und der eines „Lehrers, der irgendeinen Lehrstoff vermittelt“, unterscheiden muss.

Die Autorität als autonome Eigenmächtigkeit, seinen Willen gegen den Willen Anderer durchsetzen zu können, bedeutet außerdem auch noch keine Eignung zur Anführerschaft, denn die funktioniert höchstens mit ihnen gemeinsam, indem man sich die Anerkennung seiner Gefolgschaft als ein um ihr Wohl besorgter Freund und Helfer erst redlich verdienen muss.

Kinder, die noch nicht wissen, dass sie für ihre eigenes Leben lernen, tun das am besten zwanglos und damit gerne, um ihrem Lehrer zu gefallen, womit sie sich auch schon selber bereits in eine Stimmung der Freude am Lernen versetzen.

Der Einsatz von Distanz und Kontrolle, um über das Kind bestimmen zu können, ähnelt eher der Verteidigungsstrategie eines Löwenbändigers, der in ständiger Furcht lebt, von den Löwen hinterrücks überfallen und gefressen zu werden, nachdem er sie dazu gezwungen hat, durch einen Feuerring zu springen, was ihrer Natur gänzlich widerspricht.

Auch bei der Dressur ist jedoch die sanfte Nötigung durch Verführung effektiver, als die der brachialen Gewalt durch Bedrohung, was nicht bedeutet, dass damit das Ziel nicht mehr darin bestünde, den Dressierten zu Etwas zu bringen, was er von sich aus niemals tun würde.

Das unterscheidet von der Intention her dann auch den Beherrschenden, der seine Untergebenen unterdrückt, um die Macht über sie nicht zu verlieren, von einem Anführenden, der nicht gegen sie, sondern mit ihnen zusammen darum kämpft, ein gemeinsames Ziel, wie den Wissenserwerb möglichst für Alle, zu erreichen.

Die arglistige Täuschung, mit der sich die Diktatoren des letzten Weltkrieges fälschlicherweise als Führer bezeichneten, um das Volk mit sanfter Gewalt dazu zu verführen, für sie gegen fremde Regierungen, Klassen oder Rassen zu kämpfen, bestand darin, dass sie zwar aus dem Volke stammten, aber niemals das Wohl des eigenen Volkes im Sinn hatten.

Es ist allerdings naiv zu meinen, nur weil man die Monachie (Alleinherrschaft) gegen die Oligarchie (Herrschaft mächtiger Kapitalisten) ausgetauscht hat, und sie nun Demokratie (Verwaltung durch eine Partei) nennt, sei das Übel der Gewaltherrschaft beseitigt, denn die asoziale Einstellung gegenüber Schwächeren ist immer noch dieselbe geblieben, und wird sogar im rücksichtslosen Wettbewerb um die besten Noten, welche den Weg in die höchsten Machtpositionen ebnen, nur noch verstärkt.

Die sogenannte antiautoritäre Erziehung, mit der die religiös dauerbekifften Hippie-Eltern in den 70er und 80er Jahren ihre Kinder sich selber überließen, bedeutete jedoch kein Mehr an tatsächlich nutzbarer Handlungsfreiheit für das Kind, sondern lediglich mehr Herrschaftsfreiheit, was unweigerlich eine Desorientierung zur Folge hatte, bei der die Kinder am Ende selber bestimmen mussten, wo es in der Familie lang ging, - ohne jedoch zu wissen, wohin, weil jede Freiheit nur dann optimal nutzbar ist, wenn man auch ihre Grenzen kennt.

Dass Bestrafung bei Nichtbefolgung von Vorschriften angedroht wird, fördert die Einsicht in ihre Notwendigkeit nicht, aber die Inaussichtstellung der Belohung durch Rechte, wenn man seine Pflichten erledigt, und die Verweigerung dieser Rechte in dem Falle, wo man seine Pflichten nicht erledigt, appelliert an die Notwendigkeit eines Ausgleichs, der sich Niemand mit einem vernünftigen Grund entziehen kann.
Beitrag 14.3. 21/ 18:08 Filofaxi

Der Verzicht etwa auf eine Karriere zugunsten der Familie, oder umgekehrt auf eine Familie zugunsten einer Karriere, indem man erst gar keine Familie gründet, wenn man es sich nicht leisten kann, wäre durchaus eine bereits durch die klassische Rollenteilung von Mann und Frau bewährte Alternative, um eine Benachteiligung der Menschen aus dem einen Bereich zugunsten derer aus dem anderen Bereich zu vermeiden.

Nein, sicherlich nicht, solange die Frau in der Familie so minder wertgeschätzt ist, wie dies heutzutage der Fall ist.
Wenn Frau nach Dauerpräsenz in der Familie, egal wie es um sie selbst bestellt ist, für den Nachwuchs Beider Partner da ist und auf Persönliches verzichtet, nach Jahren der intensivsten Betreuung bettelarm da steht, kann es keinesfalls in diese Richtung gehen, denn dies wäre ja genau das, was du, so denke ich mal, eben nicht für gut heissen kannst.

Was immer auch für Notsituationen in einer Familie entstehen, und die bleiben nun mal selten gänzlich aus, ist es nicht mehr als gerecht, wenn zumindest für geleistete Arbeiten innerhalb der Familie ein Grundeinkommen zur Selbstverständlichkeit wird.

Für wen und wofür werden in der Familie Kinder denn grossgezogen?

Diese Frage sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen, wenn im öffentlichen Raum Frauen pauschal verurteilt werden, wenn Kinder nach ihrer Bedürfnisbefriedigung schreien und kaum zu beruhigen sind, oder wenn sich Jugendliche daneben benehmen.
Will sagen, der Undank gegenüber vielen ErzieherInnen, - denn es wird ja selten der Vater und Partner öffentlich an den Pranger gestellt wenn was schief läuft, - ist vor allem der weiblichen Person in diesem Familienkonstrukt, gewiss.

Stellen wir uns doch die Frage, wer am meisten darunter leidet, wenn Frauen in die Unternehmen (aktuell in Krankenhäuser) gerufen werden, wenn Not auch am Manne wäre.
Es ist noch immer hauptsächlich der "Herr" der sozial inkompetent und schwerlich bereit ist, sein Verdienst zugunsten der minder und gar nicht bezahlten weiblichen Arbeitskräfte und gratis leistenden FamilienarbeiterInnen ihr Gehalt schmälern zu lassen.

Es sagte der Clown zum Zirkusdirektor:
"Bei diesem Lohn hört bei mir der Spass auf!"
Schweizer Autorin, Lyrikerin, Sprachspielerin
Brigitte Fuchs (1951*)
….Nein, sicherlich nicht, solange die Frau in der Familie so minder wertgeschätzt ist, wie dies heutzutage der Fall ist.
Wenn die Frau nach Dauerpräsenz in der Familie, egal wie es um sie selbst bestellt ist, für den Nachwuchs Beider Partner da ist und auf Persönliches verzichtet, nach Jahren der intensivsten Betreuung bettelarm da steht, kann es keinesfalls in diese Richtung gehen, denn dies wäre ja genau das, was du, so denke ich mal, eben nicht für gut heissen kannst.....


Es ging mir zunächst mal um die asoziale Selbstüberschätzung in Bezug auf die eigene Leistungsfähigkeit, bei der am Ende Andere die Arbeit, zu der man aufgrund seiner Entscheidung für die eine oder andere Tätigkeit verpflichtet ist, für Einen mit übernehmen müssen, denn der Tag hat nun mal nicht mehr als 24 Stunden.

Insofern nützt es auch Nichts, einem Krankenhausarzt, der sich über sein - im Vergleich zum niedergelassenen Arzt - niedriges Einkommen beklagt, das Doppelte für seine Überstunden zu bezahlen, wenn seine Aufmerksamkeit nach 10 oder 12 Arbeitsstunden erschöpft ist, sondern man muss mehr Ärzte einstellen, um die anfallende Arbeit zu bewältigen.

Das gilt umso mehr für mehrere Teilzeitjobs, die Jemand ausübt, sodass er am Ende eine Haushaltshilfe für das Geld einstellen muss, welches er dadurch mehr verdient, dass er sich seinen beruflichen Tätigkeiten widmet.

Das Modell der Aufgabenteilung zwischen Kinderbetreuung und beruflicher Tätigkeit, bei der sich beide Partner lediglich den Haushalt miteinander teilen, ist organisatorisch leichter zu bewerkstelligen, als die Teilung beider Tätigkeiten miteinander, was nicht nur ein kompliziertes Zeitmanagement erfordert, bei dem jeweils Einer Vormittags und der Andere Nachmittags dort tätig ist, sondern auch eine erhöhte Flexibilität auf Seiten der sogenannten Arbeitgeber, die die Arbeit gegen Lohn in Anspruch nehmen.

Die hierarchische Ordnung eines Patriarchiats oder Matriarchiats, in der der eine Partner der zwar höchgeschätzte (heißgeliebte) aber nicht gewürdigte Sklave des anderen ist, erfordert natürlich auch eine entsprechende Verteilung der Rechte und Pflichten, bei der – wie es bereits im alten Rom üblich war – auch dem Herrn gesetzlich gewisse Pflichten auferlegt werden, damit sich die Ausbeutung in Grenzen hält.

Eine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau jedoch, bei der nur Einer von Beiden die Verfügungsgewalt über die Einkünfte hat, kann genauso wenig funktionieren, wie ein Steuerwesen, bei dem Alle zwar die gleichen Abschreibungsmöglichkeiten zugewiesen bekommen, aber nur die wirtschaftlich Vermögenden - und damit politisch Einflussreichen - auch einen entsprechenden Nutzen damit erzielen, während die Arbeiter trotz gleichen Arbeitsaufwandes gar kein dafür nötiges Einkommen damit erzielen können.

…..Was immer auch für Notsituationen in einer Familie entstehen, und die bleiben nun mal selten gänzlich aus, ist es nicht mehr als gerecht, wenn zumindest für geleistete Arbeiten innerhalb der Familie ein Grundeinkommen zur Selbstverständlichkeit wird.....

In dem Moment, wo sich nur Vermögende eine Familie leisten können, bliebe das Recht auf Familiengründung – sofern es so Etwas überhaupt gäbe – natürlich nur den Reichen vorbehalten, wenn man nicht die Gemeinschaft mit der Finanzierung der Familie des Armen belasten will.

Die Notwendigkeit des Kinderreichtums bei den Armen wurde früher ja damit begründet, dass er den Eltern als Altersvorsorge diente, was jedoch auch nur ein Vorwand war, um seine Kinder bereits mit Kinderarbeit nach Strich und Faden auszubeuten, und damit das Familieneinkommen zu sichern, während man die dafür notwendigen Mehrkosten auch genauso gut zum Ansparen einer Altersvorsorge verwenden könnte.

Es hängt hier maßgeblich nicht von der Lust und Laune ab, wie viele Kinder der Einzelne haben will, sondern davon, wie viele erforderlich sind, um den Fortbestand der Menschheit zu garantieren, sodass es bei einer drohenden Überbevölkerung und der damit verbundenen Gefahr von Hungersnöten nicht mehr förderlich und damit auch nicht mehr moralisch zu rechtfertigen ist, wenn noch mehr Kinder gezeugt werden, die man nicht mehr Alle mit dem Nötigsten versorgen kann

Hier ist auch ein Recht auf Belohnung dafür, dass man Kinder in die Welt gesetzt hat, die man nicht ernähren kann, unangemessen, während es hingegen nach einer Dezimierung durch Krieg durchaus sinnvoll scheint, das Zeugen von mehr Kindern durch wirtschaftliche Maßnahmen zu fördern, sodass es auch Ärmeren möglich ist, ihre Kinder zu ernähren, ohne dass man den Reichen dafür Etwas wegnehmen muss.

Global gesehen, ist es aber dennoch sinnvoller, die Wohlstandsbürger per Gesetz dazu zu zwingen, ihre Ressourcen mit den Ärmeren in anderen Ländern auf zumutbare Weise zu teilen, wenn sie nicht wollen, dass die sich irgendwann mit Gewalt nehmen, was sie zum Überleben brauchen, um nicht zu verhungern, wie es bei den Flüchtlingsströmen aus Ländern mit künstlich erzeugter Armut bereits heute schon sichtbar wird.

….Für wen und wofür werden in der Familie Kinder denn grossgezogen?

Diese Frage sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen, wenn im öffentlichen Raum Frauen pauschal verurteilt werden, wenn Kinder nach ihrer Bedürfnisbefriedigung schreien und kaum zu beruhigen sind, oder wenn sich Jugendliche daneben benehmen?
Will sagen, der Undank gegenüber vielen ErzieherInnen, - denn es wird ja selten der Vater und Partner öffentlich an den Pranger gestellt wenn was schief läuft, - ist vor allem der weiblichen Person in diesem Familienkonstrukt, gewiss.....


Da sowohl Frauen als auch Männer die Nutznießer von Kindern sind, und die Kinder dann, wenn sie erwachsen sind, selber einen Nutzen davon haben, wenn sie gelernt haben, wie man sich sozial verhält, um gemeinsam stärker zu sein, als alleine - was ebenfalls geschlechtsunabhängig der Fall ist – kann man daraus keine Genderdiskussion machen, denn es gibt bekanntlich auch männliche Erzieher die sich speziell um die Erziehung von älteren Jungens beschäftigen, während die der Mädchen von Frauen geleistet wird.

Die Erziehung zum sozial verträglichen Mitglied einer Gemeinschaft, damit nicht die Stärkeren über die Schwächeren herrschen, wie es bei den Tieren der Fall ist, macht sie für eine soziale Kulturgemeinschaft, wie die des Menschen, unverzichtbar, und wenn die misslingt, liegt es natürlich an den Methoden der Erziehern und Erzieherinnen – ganz gleich, obs die eigenen Eltern oder Berufspädagogen sind.

….Stellen wir uns doch die Frage, wer am meisten darunter leidet, wenn Frauen in die Unternehmen (aktuell in Krankenhäuser) gerufen werden, wenn Not auch am Manne wäre.
Es ist noch immer hauptsächlich der "Herr" der sozial inkompetent und schwerlich bereit ist, sein Verdienst zugunsten der minder und gar nicht bezahlten weiblichen Arbeitskräfte und gratis leistenden FamilienarbeiterInnen ihr Gehalt schmälern zu lassen....


In hierarchisch strukturierten Betrieben, in denen die große Mehrheit an der Basis die meiste Arbeit für den geringsten Lohn verrichtet, während die an der Spitze Andere für sich arbeiten lassen, ist ebenfalls keine Genderproblem, sondern eins der Asozialität von Herrschsüchtigen, die das Ausbeutungssystem zum eigenen Vorteil überhaupt erst geschaffen haben, denn so, wie sich die Männer untereinander verhalten, so tuns die Frauen auch.

Hier die unterprivilegierten Frauen gegen ihre ebenfalls unterprivilegierten Männer aufzuhetzen und das „Emanzipation“ zu nennen - nur, weil die Frau sich auch als Arbeiterin ausbeuten lassen „darf“, um von ihrem Manne wirtschaftlich unabhängiger zu sein, ohne jedoch auch für ihre Erziehungsarbeit eine soziale Absicherung in Anspruch nehmen zu dürfen - war ein Meisterstück machtpolitischer Maßnahmen im letzten Jahrhundert, welches vor Allem dazu diente, um von der Asozialität der mit Hilfe ihrer Produktionsmittel herrschenden Kapitalisten abzulenken.

….Es sagte der Clown zum Zirkusdirektor:
"Bei diesem Lohn hört bei mir der Spass auf!"
Schweizer Autorin, Lyrikerin, Sprachspielerin
Brigitte Fuchs (1951*)....


Die ständige Wiederholung des Satzes „Ceteram censio, Karthaginem delendam esse“ durch den römischen, doch ganz einflussreichen Parlamentarier Cato hat ja am Ende mit dazu beigetragen, dass man sich im römischen Parlament endlich dazu entschloss, Karthago endgültig zu vernichten.

Und so hört vielleicht eines Tages nicht nur der Spaß an der uneingeschränkten Ausbeutung von Mann, Frau und Kind auf, sondern auch die Ausbeutung selber, nachdem das Problem der Überbevölkerung durch ein Virus gelöst wurde, bei dem die Ausbeuter in gleicher Weise in Mitleidenschaft gezogen werden, wie die Ausgebeuteten, sodass die aktive Mitarbeit der Stärkeren genauso nötig ist, wie die der Schwächeren, um in mengenmäßig stark reduzierter Form als Menschheit zu überleben.

Ansonsten bleibt nur weiterhin zu hoffen, dass der Albtraum namens Realität, bei der die Diktatur der Starken über die Schwachen nicht nur als Naturprinzip, sondern auch noch als kulturell höchstes Gut mit Klauen und Zähnen verteidigt wird, eines Tages zu Ende geht, und alle Menschen tatsächlich so einsichtig werden, dass sie sich mittels von sozialen Rechten, die ihnen bei asozialem Verhalten zeitweilig auch wieder entzogen werden können, lieber freiwillig zum pflichtbewussten Sozialverhalten verführen lassen, um gar nicht erst durch Gewaltmaßnahmen dazu gezwungen werden zu müssen – auch dann, wenn das bis dahin nur ein echter Traum bleibt.

Und damit man nicht vergisst, wo die Realität endet und wo der Wunschtraum beginnt, ist es wichtig, dass es Satiresendungen gibt, wie z.B. „Die Anstalt“:

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/d ... 1-100.html
Es ging mir zunächst mal um die asoziale Selbstüberschätzung in Bezug auf die eigene Leistungsfähigkeit, bei der am Ende Andere die Arbeit, zu der man aufgrund seiner Entscheidung für die eine oder andere Tätigkeit verpflichtet ist, für Einen mit übernehmen müssen, denn der Tag hat nun mal nicht mehr als 24 Stunden.

Eine Selbstüberschätzung fällt nicht aus heiterem Himmel, sie entsteht über Jahre und dies erstmals von Grund auf, was wiederum bedeutet, dass sie mitgewachsen ist. So wie dies in der demotivierenden Äusserung von Erwachsenen mit den Worten, dass das Kind besser etwas bleiben lassen solle, weil es nicht im Stande sei die Situation zu bewältigen, kann auch Ansporn zu Taten, die für das Kind nicht angemessen und sogar schädlich sind,  aber für die Erzieher doch sehr nützlich, der Grundstein zur dauernden Selbstüberforderungen gelegt werden.

Die Notwendigkeit des Kinderreichtums bei den Armen wurde früher ja damit begründet, dass er den Eltern als Altersvorsorge diente, was jedoch auch nur ein Vorwand war, um seine Kinder bereits mit Kinderarbeit nach Strich und Faden auszubeuten, und damit das Familieneinkommen zu sichern, während man die dafür notwendigen Mehrkosten auch genauso gut zum Ansparen einer Altersvorsorge verwenden könnte.

Zur Erinnerung:
https://www.planet-wissen.de/geschichte ... wahrlosung

Es hängt hier maßgeblich nicht von der Lust und Laune ab, wie viele Kinder der Einzelne haben will, sondern davon, wie viele erforderlich sind, um den Fortbestand der Menschheit zu garantieren, sodass es bei einer drohenden Überbevölkerung und der damit verbundenen Gefahr von Hungersnöten nicht mehr förderlich und damit auch nicht mehr moralisch zu rechtfertigen ist, wenn noch mehr Kinder gezeugt werden, die man nicht mehr Alle mit dem Nötigsten versorgen kann.

Warum den Fortbestand überhaupt garantieren wollen? Um weiterhin in einem System von Ausbeutenden und Ausgebeuteten leben zu wollen oder zu müssen?

Ansonsten bleibt nur weiterhin zu hoffen, dass der Albtraum namens Realität, bei der die Diktatur der Starken über die Schwachen nicht nur als Naturprinzip, sondern auch noch als kulturell höchstes Gut mit Klauen und Zähnen verteidigt wird, eines Tages zu Ende geht, .......

Mit dem Hoffen alleine ist noch lange nichts bewirkt. Es bleibt aber dennoch abzuwarten, wo sich der Einsatz des "zivilen Ungehorsams" lohnt und wo die Kraft nicht bloss ins Destruktive verpufft wird. 
Dann jedoch wird nicht mehr nach dem Hoffen gefragt, geschweige ob Dies und Jenes noch bewirkt werden darf,  dann wird leider nur noch dem persönlichen Frust Luft verschafft.
Das wissen selbst Diejenigen, die brav gelernt haben zu fragen und blind zu gehorchen und schon gegenwärtig miterleben, wie unbeholfen, unwissend und daher auch inkompetent jene grossmauligen Versprecher sind, welche nicht einzuhalten vermögen was sie gelobt haben, und nur noch danach trachten sich ohne Schuldentilgung zu rechtfertigen, sowie den berechtigten Volkszorn nicht völlig eskalieren zu lassen.
….Eine Selbstüberschätzung fällt nicht aus heiterem Himmel, sie entsteht über Jahre und dies erstmals von Grund auf, was wiederum bedeutet, dass sie mitgewachsen ist. So wie dies in der demotivierenden Äusserung von Erwachsenen mit den Worten, dass das Kind besser etwas bleiben lassen solle, weil es nicht im Stande sei die Situation zu bewältigen, kann auch Ansporn zu Taten, die für das Kind nicht angemessen und sogar schädlich sind, aber für die Erzieher doch sehr nützlich, der Grundstein zur dauernden Selbstüberforderungen gelegt werden. ….

Die Überforderung geschieht eigentlich immer von Seiten Derer, die eine hohe Gegenleistung für das verlangen, was sie selber zu bieten haben, wie etwa ihre Gunst.

Das wird dann mit der Zeit von Demjenigen verinnerlicht, der auf sie angewiesen ist, sodass es ihm auch dann noch als Maßstab zur Bewertung der eigenen Leistung dient, wenn sie sich bereits schon im Jenseits befindet, von wo aus sie Garnichts mehr geben oder in Anspruch nehmen können.

Die Erkenntnis, dass er seine Leistungsfähigkeit überfordert, erfolgt jedoch erst dann, wenn dieses tatsächlich der Fall ist, sodass er nur durch permanente Misserfolge zur Einsicht gezwungen werden kann, kürzer zu treten, wenn er nicht eines Tages einen Zusammenbruch erleiden will.

So kann man es als einen fatalen Erbfluch bezeichnen, wenn die mit solcherart falschen Leistungsmaßstäben Ausgestatteten ihrerseits auch noch von Demjenigen, der von ihnen abhängig ist, verlangen, diesen zu entsprechen, sofern er ihrer Gunst des Versorgt-Werdens teilhaftig werden will, was im Falle des eigenen Kindes ja eigentlich auch dann zu ihrer Elternpflicht gehört, wenn das Kind nicht dazu in der Lage ist, den hochfliegenden Plänen seiner Eltern zu genügen.

Im umgekehrten Fall erfolgt die Unterforderung eines Kindes nicht aufgrund der Fehleinschätzung seiner Leistungsfähigkeit durch seine Eltern, sondern eher dadurch, dass die Eltern ihre eigene Leistungsfähigkeit als gering einschätzen, weil sie sich selber entweder nur Wenig zutrauen, oder aber, weil sie tatsächlich nicht in der Lage sind, dem Kind etwa die weiterführende Schule zu finanzieren oder ihnen beim Lernen beizustehen, weil sie selber nicht über einen entsprechenden Schulabschluss verfügen.

Dass Eltern aus Angst vor Blamage oder aus Missgunst den Werdegang ihrer Kinder blockieren, weil sie selber früher nicht die Möglichkeit einer höheren Bildung hatten, mag zwar auch hin und wieder ein Motiv zur Unterforderung von Kindern sein, aber die Vorstellung, seinen Kindern trotz aller Schwierigkeiten einen besseren Start ins Leben ermöglichen zu können, ist auch für die Eltern ein Ziel, welches sich für sie anzustreben lohnt, um stolz darauf sein zu können, ihren Beitrag dazu geleistet zu haben.

…...Zur Erinnerung:
https://www.planet-wissen.de/geschichte ... wahrlosung ......


Der Begriff der „Kinderarmut“ suggeriert, dass Kinder nicht über genügend eigenes Einkommen verfügen, um für sich selber sorgen zu können, was bis zum Jugendalter ja noch Sache ihrer gesetzlichen Vormünder ist, die ihrerseits einer sozialen Förderung bedürfen, um dem Kind die - bei uns als Schulpflicht gesetzlich sogar vorgeschriebene - Mindestausbildung zukommen lassen zu können, damit es später für den Arbeitsmarkt optimal verwendbar ist.

Um ihrerseits eine Familie gründen zu dürfen, haben besonders wenig begüterte Brauteltern früher dem Bräutigam den Nachweis zur Auflage gemacht, dass er die Familie ernähren konnte, bevor sie der Tochter ihren Segen dafür erteilten, mit dem sie gleichzeitig auch ihre Bereitschaft zum Ausdruck brachten, sie in Notfällen so gut wie möglich dabei zu unterstützen.

….Warum den Fortbestand überhaupt garantieren wollen? Um weiterhin in einem System von Ausbeutenden und Ausgebeuteten leben zu wollen oder zu müssen? ….


Dass der Kinderreichtum bei den Bildungsbürgern nachgelassen hat, obwohl sie sich mehr leisten könnten, als die Ungebildeten - bzw. die in höher bewerteten Berufen Ausgebildeten, welche auch besser bezahlt werden, damit die Hackordnung gewahrt bleibt - liegt wohl daran, dass Diese sich nicht mehr um ihre Altersfürsorge durch Zeugung von zukünftigen Beitragszahlern zu kümmern brauchen, sondern ihr Geld vermehrt für Luxusartikel ausgeben können, welche nicht lebensnotwendig für sie sind, wozu Kinder anscheinend auch nicht mehr gehören, sobald es davon schon mehr als genug gibt, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern.

….Mit dem Hoffen alleine ist noch lange nichts bewirkt. Es bleibt aber dennoch abzuwarten, wo sich der Einsatz des "zivilen Ungehorsams" lohnt und wo die Kraft nicht bloss ins Destruktive verpufft wird. …...


Das Hoffen ist eine Tätigkeit, mit der man sich mit Hilfe einer positiven Vorstellung in eine gute Stimmung versetzt, während man passivisch solange drauf wartet, dass sich Etwas zum Besseren ändert, bis man wieder aktiv daran mitwirken kann.

Die Entscheidung, sich aktivisch oder passivisch an einer Sache zu beteiligen, hängt natürlich von einer Art von Macht ab, die diese Entscheidung überhaupt erst ermöglicht, denn behaupten, dass ohne sein eigenes Dazutun die Welt unterginge, kann Jeder, aber sobald er als Einzelner tatsächlich seine Mitarbeit verweigert, stellt sich meist heraus, dass dem nicht so ist, denn bekanntlich sind nur die Menschen in ihrer Gesamtheit für die Menschheit unentbehrlich.

….Dann jedoch wird nicht mehr nach dem Hoffen gefragt, geschweige ob Dies und Jenes noch bewirkt werden darf, dann wird leider nur noch dem persönlichen Frust Luft verschafft. ….

Natürlich geht’s beim Hoffen um Ziele, die vor Allem dem eigenen Wohlergehen dienen, und die man sich immer wieder aufs Neue vorstellt, um sie nicht aus den Augen zu verlieren, was vor Allem dann passiert, wenn man sich seinen Befürchtungen hingibt, dass sie sowieso unerreichbar sein könnten.

Das unbeirrbare „Hoffen“ - was man in dem Falle, dass es darum geht, ob Jemand nicht lügt, sondern die Wahrheit sagt, auch „Glauben“ nennt – ist die scheinbare magische Vorwegnahme einer Zukunft, die man jedoch selber gar nicht vorwegnehmen kann, sodass man lediglich eine positive, geistige Vorstellung davon pflegt.

Ansonsten besiegt man damit auch wirkungsvoll seinen Zweifel am eigenen Vermögen, der sich aus seinen Befürchtungen, es doch nicht zu schaffen, ergeben hat – ganz gleich, wie das tatsächliche Vermögen auch immer beschaffen sein mag.

….Das wissen selbst Diejenigen, die brav gelernt haben zu fragen und blind zu gehorchen und schon gegenwärtig miterleben, wie unbeholfen, unwissend und daher auch inkompetent jene grossmauligen Versprecher sind, welche nicht einzuhalten vermögen was sie gelobt haben, und nur noch danach trachten sich ohne Schuldentilgung zu rechtfertigen, sowie den berechtigten Volkszorn nicht völlig eskalieren zu lassen. ….


Sofern das brave Fragen und der blinde Gehorsam dazu geeignet sind, sich vor der Willkür Stärkerer zu schützen, oder gar durch vorauseilenden Gehorsam ihrer besonderen Gunst teilhaftig zu werden, ist gegen die Anpassung an bestehende Machtverhältnisse durch Unterordnung Nichts einzuwänden.

Will man aber selber an eine Machtposition gelangen, bei der man sich Nichts mehr vorschreiben zu lassen braucht, wird’s problematisch, weils leider immer Jemanden gibt oder geben wird, der Stärker ist, als man selber, sodass der Kampf um die Vorherrschaft mit immer stärkeren Gegnern ausgefochten werden muss.

Zu erwarten (hoffen), dass machtbesessene Despoten freiwillig von ihrer Macht abgeben, um Schwächere als ihre Partner gleichberechtigt neben sich zu dulden, ist daher noch unrealistischer, als zu meinen, man könne als Diener seines Herrn bevorzugt werden, auch ohne dafür seine besondere Gunst erwerben zu müssen.
So kann man es als einen fatalen Erbfluch bezeichnen, wenn die mit solcherart falschen Leistungsmaßstäben Ausgestatteten ihrerseits auch noch von Demjenigen, der von ihnen abhängig ist, verlangen, diesen zu entsprechen, sofern er ihrer Gunst des Versorgt-Werdens teilhaftig werden will, was im Falle des eigenen Kindes ja eigentlich auch dann zu ihrer Elternpflicht gehört, wenn das Kind nicht dazu in der Lageist, den hochfliegenden Plänen seiner Eltern zu genügen.

Wie wir wissen, können Pflichten, einem Kind und Schwächeren gegenüber, daraus bestehen, das dürftige Minimum oder das Bestmögliche für sie zu tun.
In diesem Kontext stehen alle Mitglieder einer Familie, sowie auch die  Mitglieder anderer Gruppen welchen Zusammenhalt und Wohlergehen des Einzelnen wichtig sind.
Da beginnen sich die Beziehungsmuster zu formen, zu festigen. Projektionen bedürfen jedoch der Klärung, ansonsten die Prägungen im Guten wie im Schlechten so schnell nicht mehr loszubekommen sind.

Der Prinz sowie die Prinzessin spielen ihre Rolle meist ein Leben lang und können, wollen nicht erkennen, wie selbstherrlich und dämlich sie sich zum Schaden Anderer durchs Leben mogeln. 
Wenn keine Korrektur folgt werden die Defizite bei den Betroffenen spätestens dann, wenn die Hingabe, die Übereinkunft mit dem Nachwuchs notwendig geworden ist, spürbar.

Da der Fortschritt der (geistigen) Entwicklung des Menschen immer auch davon abhängt in welchen Umständen er erwachsen zu werden hat, und da dies ja nicht auf Kommando geschehen kann, eher fortlaufende Prozesse sind, überschneiden sich diese, das heisst, die Rückbesinnung und Bewusstwerdungsprozesse kommen nicht selten erst in Bewegung, wenn sich bereits Nachwuchs einstellt. Das kann bedeuten, dass  die beiden Erziehungspersonen, der Eine oder sogar Beide, nicht fähig sind zu Gunsten des von ihnen Abhängigen auf persönliche Extras zu verzichten. 
Wo Jemand nicht gelernt hat zu teilen und in entbehrungsreichen Zeiten mit Andern auszuharren und gut zu überstehen, wird diese veränderte Familiensituation schon zu Beginn erheblich zu schaffen machen.
Somit ist der generationenübergreifende Teufelskreis der Überfor-derungen dann auch geschlossen, da der Säugling bereits von Anfang an in diese hineingeboren ist und es für ihn ja kein Entrinnen gibt.

Dass Eltern aus Angst vor Blamage oderaus Missgunst den Werdegang ihrer Kinder blockieren, weil sie selber früher nicht die Möglichkeit einer höheren Bildung hatten, mag zwar auch hin und wieder ein Motiv zur Unterforderung von Kindern sein, aber die Vorstellung, seinen Kindern trotz allerSchwierigkeiten einen besseren Start ins Leben ermöglichen zukönnen, ist auch für die Eltern ein Ziel, welches sich für sie anzu-streben lohnt, um stolz darauf sein zu können, ihren Beitrag dazu geleistet zu haben.

Die Blockade entsteht hauptsächlich am nicht Vorhandensein der benötigten finanziellen Mitteln oder anderen Hilfeleistungen, um die Kinder darin fördern und unterstützen zu können, wo auch ihre persönlichen Stärken zu Gunsten der gesamten Gesellschaft liegen.

Nun ist aber hier ebenfalls das Problem der Gewohnheit, in diesem Falle der Einschränkungen und des Dauerverzichtes, prägend, sodass ver-passte Investitionen, die zu einem altersgemäss reifen Menschen führten, nur noch schwerlich und selten nachgeholt werden (können).

Prävention und Investitionen zu Gunsten der zukünftigen Generation muss, unabhängig vom Status der Eltern, dort und so erfolgen, wo die Stärken der Kinder auch liegen, und die Kinder dort schützen wo sie den hochfliegenden Elternwünsche eben nicht genügen können.

https://www.nifbe.de/component/themensa ... enes-leben
https://www.nifbe.de/component/themensa ... enes-leben ….

Ich will hier mal nicht speziell zu den durchaus vernünftigen Forderungen zur Bekämpfung wirtschaftlicher Kinder- bzw. Elternarmut Stellung nehmen, bei der es bei den Armen zwangsläufig auch zur Vernachlässigung kindlicher Grundbedürfnisse kommt, sondern noch einmal zu der Forderung von Gehorsam als Erziehungsideal zum Zwecke der Wahrung bestehender Machtverhältnisse zwischen Kindern und Eltern:

Die „Pflicht zur Verantwortung seiner Taten“, welche nicht nur in deren Rechtfertigung besteht, sondern auch in der „Dankes- und Bußpflicht als Schadensausgleich zum Zwecke der anschließenden Versöhnung mit dem Geschädigten“, ist wiederum von der „Pflicht zu unterscheiden, freiwillig die Konsequenzen für seine Entscheidungen zu tragen“, anstatt sie einfach auf Schwächere abzuwälzen.

Wenn der Verpflichtete noch nicht in der Lage dazu ist, den Sinn der Pflichten für die Gemeinschaft, der er angehört, zu begreifen, oder aber nicht bereit ist, sie freiwillig zu übernehmen, werden ihm diese üblicherweise unter Strafandrohung auferlegt, welche darin besteht, ihm die dafür zugesagten Rechte zu verweigern.

Es besteht allerdings die Frage, ob es den Unterschied zwischen der Verpflichtung, die man auferlegt bekommen hat, und der Verpflichtung, die man selber eingeht, überhaupt gibt, oder ob nicht vielmehr jede Pflicht unter Zwang auferlegt wird, ohne dass überhaupt eine herrschaftsfreie Entscheidungsmöglichkeit für eine lohnendere Alternative dazu besteht.

Wenn ein ganzes Volk von seinen Herrschern wie ein unmündiges Kind durch Verpflichtungen zum Gehorsam gezwungen wird, um dadurch die bestehenden Machtverhältnisse aufrechtzuerhalten, nimmt es nicht wunder, dass diese Praxis auch in den Familien von den Eltern gegenüber ihren echten Kindern übernommen wird.

Die Frage, ob die Unterdrückung des Kindes in der Familie zuerst da war und erst anschließend die des Volkes durch seine Herrscher, ist in dem Moment irrelevant, wenn sich beide Modelle zu einem einzigen, wirksamen Unterdrückungssystem ergänzen.

Dabei mag für ein Kind noch Grund zur Hoffnung bestehen, eines Tages dem Diktat der Eltern zu entrinnen, ohne den Vater oder die Mutter umbringen zu müssen, um sie zu entmachten, wie es in den Griechischen Sagen beschrieben wird, sondern es reicht, wirtschaftlich so unabhängig von ihnen geworden zu sein, dass es sie nicht mehr braucht.

Da jedoch der politische Weg zur Alleinherrschaft über ein Volk noch weit beschwerlicher ist, als der, eine eigene Familie oder die Mitarbeiter der eigenen Firma zu beherrschen – nur, um ihr nicht dienen zu müssen - , wird von den Meisten aus reiner Bequemlichkeit lieber der letztere beschritten.

Der Unterschied ist allerdings nur graduell, weil in beiden Fällen das Bestreben vorliegt, die Erfüllung der Gehorsamspflicht gegenüber einem Stärkeren zu verweigern, sobald man nicht mehr dazu gezwungen wird, und damit auch keine persönliche Notwendigkeit mehr dazu besteht.

Diese eigene Machtergreifung als natürliche Trotzreaktion auf die Unterdrückung durch Stärkere scheint zwar ein folgerichtiger Schritt zur Erwachsenenreife zu sein, um selber eine Familie gründen zu können, folgt aber keiner sozialen Entscheidung zum Wohle der Gemeinschaft, sondern ist im Kern egoistisch und damit asozial, weil der Betreffende damit lediglich seine eigene Familie dazu missbraucht, um sich stellvertretend an der Gemeinschaft zu rächen, von der er sich bisher unterdrückt wähnt.

Dabei verkennt er, dass er der Gemeinschaft gegenüber zwar Pflichten hat, um auch entsprechender Rechte teilhaftig zu werden, aber dass die Gemeinschaft keine Person ist, an der man sich für eine Misshandlung rächen kann, um sie zum Wohlverhalten zu zwingen sondern immer nur an den Übeltätern selber.

Mit der Personifikation eines angeblichen Gemeinschaftsgeistes, den sie Fitzliputzli nennen, können die Herrscher dann ein ganzes Volk legitim über Jahrhunderte in dessen Namen unterdrücken, wobei sie selber angeblich nur einem fremden Befehl befolgen, um nicht von ihm bestraft zu werden, weil sie ihm gegenüber ebenfalls zum Gehorsam verpflichtet seien, womit sich die angeblich weisungsgebundenen Täter dem Volke erfolgreich selber als bemitleidenswerte Opfer darstellen.

So kommen dann auch Sprüche zustande: „Wer sein Kind liebt, der schlägt es auch notfalls im Namen des Herrn, um es daran zu hindern, sich selber zu schaden“, womit der tatsächliche Zweck des Erzwingens von Gehorsam gegenüber dem Stärkeren durch eine vorgeschobene Begründung geschickt verschleiert wird.

Das gilt jedoch auch für den Herrscher eines Volkes, der durch seine Gegner am Ende durch Mehrheitsbeschluss oder gar mit militärischer Gewalt entmachtet wird, nachdem er es durch seinen Ungehorsam mit Fitzliputzli verscherzt hat, sodass Jener einen anderen zu seinem ersten Diener bestimmt.

Daher besteht auch immer die durchaus realistische Hoffnung, dass sich die bestehenden, ungünstigen Machtverhältnisse eines Tages auch zum Besseren ändern, anstatt nur zum Schlechteren, denn jeder Krug geht bekanntlich auch ohne eine falsche Ursachenzuschreibung nur so lange zum Brunnen, bis er bricht, und dann wird es Zeit, sich einen neuen zu beschaffen, wenn man nicht verdursten will.
Es besteht allerdings die Frage, ob es den Unterschied zwischen der Verpflichtung, die man auferlegt bekommen hat, und der Verpflichtung, die man selber eingeht, überhaupt gibt, oder ob nicht vielmehr jede Pflicht unter Zwang auferlegt wird, ohne dass überhaupt eine herrschaftsfreie Entscheidungsmöglichkeit für eine lohnendere Alternative dazu besteht.

Indem sich der Mensch beherrscht, im Sinne von zügeln und zurückhalten, herrscht er auch über sich selbst, wobei noch geklärt werden müsste was du unter „lohnendere Alternative“ verstehst.

Irgendwann müsste man, deine Frage betreffend, ja mal zum Schluss kommen, dass vor allem die selbst auferlegte Pflicht ja unter reiflicher Überlegung zu Stande gekommen ist und somit zum dannzumaligen Zeitpunkt, zumindest auch für sich selbst das richtige war.
Ich denke jedoch, dass auch beide Arten immer wieder auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft, überdacht und korrigiert werden müssen.
Das Leben besteht ja auch noch aus Freiraum in welchem man darüber Nachdenken und auch zu anderen Schlüssen kommen kann, vor allem dann, wenn Pflichten nur einseitig erfüllt werden.
Ein Unterschied sehe ich darin, dass ein eigens entstandener Entschluss zur Pflichterfüllung eher aus Vernunft und Überzeugung das richtige zu tun entstanden ist, hingegen man sich bei der auferlegten Pflicht mit und ohne Alternative beugen muss.

In der Pflichterfüllung, bei der gegenseitige Übereinkunft auf der Basis gemeinsamer vernünftiger Entscheidungen und Regeln getroffen wird, erwächst wohl eher Genugtuung im menschlichen Dasein, solange sie nicht prinzipiell und bei allen fragwürdigen Bedenken, dennoch unverrückbar aufrecht zu erhalten erzwungen wird.
….Indem sich der Mensch beherrscht, im Sinne von zügeln und zurückhalten, herrscht er auch über sich selbst, wobei noch geklärt werden müsste was du unter „lohnendere Alternative“ verstehst. ….

So, wie der Mensch sich nicht selber ein Vertrauenswürdiger sein, indem er hält, was er sich selber verspricht, sondern nur tun kann, was er sich vorgenommen hat, kann er sich auch nicht selber auf arglistige Weise täuschen, indem er sich selber nicht die Wahrheit sagt, sondern nur die Vorstellung von Dem, was er erkannt hat, mit seiner Idealvorstellung vertauschen, indem er Erstere durch Verdrängung ins Unbewusste ignoriert, wenn sie nicht so schön ist, wie das Ideal, oder aber eben auf Besserung der Umstände hoffen.

Ebenso kann er auch nur andere Menschen beherrschen, indem er sich als ihr Herr aufspielt, um sich einen Vorteil gegenüber seinem Diener zu verschaffen, indem er ihn unterdrückt und ausbeutet, und nicht ein Herr oder Diener sich selber gegenüber sein.

Die Behauptung, er diene seinem Herrn freiwillig, indem er die von ihm auferlegten Pflichten treu befolgt, um in den Genuss der Straffreiheit zu gelangen, geschieht auch nicht aufgrund von Herrschaftsbefreitheit, die es nur unter Gleichstarken gibt, sondern aufgrund von „Nötigung durch Androhung von Strafen“, die es durch die „Wahl des kleineren Übels“ zu vermeiden gilt, wenn „Notwehr durch Gehorsamsverweigerung“ die weniger lohnende und somit schlechtere Alternative darstellt.

….Irgendwann müsste man, deine Frage betreffend, ja mal zum Schluss kommen, dass vor allem die selbst auferlegte Pflicht ja unter reiflicher Überlegung zu Stande gekommen ist und somit zum dannzumaligen Zeitpunkt, zumindest auch für sich selbst das richtige war. ….

Ein Vorhaben, zu dem man sich selber entschließt - wie etwa das Erlangen von bestimmten Rechten, was nur gelingt, indem man entsprechende Pflichten dafür in Kauf nimmt, mit denen man die Rechte sozusagen bezahlt - , geschieht aufgrund von Konventionen, die meist auf einer Anordnung durch einen herrschenden Gesetzgeber beruhen.

Der wird sich natürlicherweise nicht selber damit übervorteilen, indem er sich mehr Pflichten auferlegt, als dass er sich dafür an Rechten zugesteht, weil er damit seiner Macht über seine Diener, die er damit beherrscht, verlustig ginge. (Die Vorstellung, dass sich Jemand damit selber seiner Macht „beraubt“, wie man das umgangssprachlich gerne ausdrückt, ist auch unsinnig, weil man sein eigener Räuber und gleichzeitig Beraubter ebenfalls nicht in ein und derselben Person sein kann).

In dem Falle, wo die Handelskonditionen selber ausgehandelt werden, ist nicht der Schwächere, in der Lage, den Stärkeren zu dessen Nachteil zu übervorteilen, sondern nur der Stärkere den Schwächeren, indem er ihm mehr Pflichten als Preis für seine Rechte aufzwingt, bzw. ihm mehr Rechte für die geforderten Pflichten abverlangt, indem er ihm mit der Verweigerung seiner Rechte droht, sofern seine Pflichten nicht befolgt.

Das ist bei Gleichstarken nicht möglich, sodass sie – falls sie sich nicht miteinander einigen können, - einen Vermittler hinzuziehen müssen, der ihnen dabei hilft, was meist daran scheitert, dass keiner der beiden Streithähne zugeben will, dass er der Schwächere von Beiden ist, sodass man ihnen den Vermittler sogar durch die Macht eines Dritten (über sie Regierenden) gewaltsam aufzwingen muss, der dann als ihr Herr fungiert, dem sie ihm beide als seine Diener gehorchen müssen.

….Ich denke jedoch, dass auch beide Arten immer wieder auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft, überdacht und korrigiert werden müssen. ….

Natürlich muss man immer zusehen, was die bessere Alternative ist, indem man die jeweilige Situation richtig einschätzt, um nicht den Kürzeren zu ziehen, aber sich als der Schwächere einreden zu lassen, man sei gar nicht der Diener eines Herren, der Einem aufgrund seiner Übermacht mehr Pflichten auferlegen kann, als er Einem Rechte dafür zugesteht, sondern selber der Herr, mag zwar nützlich dafür sein, um als Eitler ein falsches, aufgeblasenes Selbstbild zu pflegen, ändert aber an der eigenen realen Machtposition nicht das geringste.

….Das Leben besteht ja auch noch aus Freiraum in welchem man darüber Nachdenken und auch zu anderen Schlüssen kommen kann, vor allem dann, wenn Pflichten nur einseitig erfüllt werden. ….

Da man einem Stärkeren weder Pflichten auferlegen noch ihn mittels von Strafandrohung dazu zwingen kann, sie einzuhalten, kann man als Schwächerer so lange darüber nachdenken, wie man will, ohne daran Etwas zu ändern, solange man die Machtverhältnisse selber nicht ändert.

Wer seinerseits erfolgreich den Gehorsam verweigert, weil er es sich leisten kann, den damit verbundenen Verlust an Rechten dafür in Kauf zu nehmen, ist ja nicht der Schwächere, sondern der Stärkere von Beiden – auch dann, wenn Derjenige, der sich bislang für den Stärkeren hielt, das - ebenfalls aus Eitelkeit - nicht zugeben will.

….Ein Unterschied sehe ich darin, dass ein eigens entstandener Entschluss zur Pflichterfüllung eher aus Vernunft und Überzeugung das richtige zu tun entstanden ist, hingegen man sich bei der auferlegten Pflicht mit und ohne Alternative beugen muss.....

Die Vernunft besteht ja darin, sich nicht selber unnötig mit einer unklugen Entscheidung zu benachteiligen, wobei das kein Vernünftiger vorsätzlich tut, sondern nur, weil er keine Macht hat, das zu verhindern, sodass er sich - ebenso vernünftigerweise - für das kleinere Übel entscheidet.

Das Inkauf-Nehmen eines Kollateralschadens hingegen, mit dem man den damit verbundenen größeren Nutzen rechtfertigt, findet auch bei gleichstarken Handelspartnern statt, ohne dass sie sich dabei gegenseitig um das Recht auf einen maximalen Nutzen betrügen, indem etwa ein europäischer Händler aus der Kolonialzeit bei einem Händler aus Madagaskar Glasperlen gegen Pfeffer eintauschte, wobei Beides für sie im eigenen Land jeweils wertvoller war, als das Produkt, mit dem sie das andere bezahlten.

…. In der Pflichterfüllung, bei der gegenseitige Übereinkunft auf der Basis gemeinsamer vernünftiger Entscheidungen und Regeln getroffen wird, erwächst wohl eher Genugtuung im menschlichen Dasein, solange sie nicht prinzipiell und bei allen fragwürdigen Bedenken, dennoch unverrückbar aufrecht zu erhalten erzwungen wird. ….

Die Genugtuung, als Stärkerer den Schwächeren übers Ohr gehauen zu haben, indem man ihm höhere Pflichten auferlegt, und weniger Rechte dafür zugesteht, als die, die man sich selber dafür herausnimmt, kommt wohl wesentlich häufiger vor, als die Genugtuung darüber, einen fairen Handel mit Gleichstarken abgeschlossen zu haben – auch, ohne dafür die Hilfe eines Dritten in Anspruch nehmen zu müssen.

Das ist dann der Fall, wenn Beide begriffen haben, dass die Vermittlung durch einen Dritten natürlich auch ihren Preis hat, welcher nicht nur im Entgelt für dessen Verdienste besteht, sondern vor Allem im Verlust der Macht, herrschaftsfrei gemeinsam mit seinem Partner darüber entscheiden zu können, wobei das Prinzip der „Gleichberechtigung bei Gleichverpflichtung“, die man dem Anderen gewährt bzw. abverlangt, natürlich auf Gegenseitigkeit beruht, wenn es keinen Diener gibt, der einem Herrn gehorchen muss.

Der Begriff: „Einer gemeinsamen Sache dienen“, ist genauso unpassend, wie „Den eigenen Interessen dienen“, weil eine Sache oder ein Interesse keine Herrinnen oder Herren sind, dem ein Diener dienen muss, um ihr Wohlwollen zu erringen, sondern lediglich eigene oder gemeinsame Vorhaben, die man selber in die Tat umsetzen will, weil sie Einem nützlich sind.
So, wie der Mensch sich nicht selber ein Vertrauenswürdiger sein kann, indem er hält, was er sich selber verspricht, sondern nur tun kann, was er sich vorgenommen hat, kann er sich auch nicht selber auf arglistige Weise täuschen, indem er sich selber nicht die Wahrheit sagt, sondern nur die Vorstellung von Dem, was er erkannt hat, mit seiner Idealvorstellung vertauschen, indem er Erstere durch Verdrängung ins Unbewusste ignoriert, wenn sie nicht so schön ist, wie das Ideal, oder aber eben auf Besserung der Umstände hoffen.

Es sind nicht die Umstände die sich verändern müssten, sondern das was zu den Umständen geführt hat.
Die Vorstellungen wären vorbehaltslos und schonungslos zu überprüfen.
Zwingend muss Zeit, Ruhe und der passende Ort dazu gegeben sein.

https://www.br.de/radio/bayern2/sendung ... e-102.html

Die Behauptung, er diene seinem Herrn freiwillig, indem er die von ihm auferlegten Pflichten treu befolgt, um in den Genuss der Straffreiheit zu gelangen, geschieht auch nicht aufgrund von Herrschaftsbefreitheit, die es nur unter Gleichstarken gibt, sondern aufgrund von „Nötigung durch Androhung von Strafen“, die es durch die „Wahl des kleineren Übels“ zu vermeiden gilt, wenn „Notwehr durch Gehorsamsverweigerung“ die weniger lohnende und somit schlechtere Alternative darstellt.

Hier besteht die Vermutung, dass es auch unter Gleichstarken keine Herrschaftsbefreitheit gibt, da die "Strafe" ja so oder so folgt, sobald das Gleichgewicht des Erstarktseins nicht mehr von Beiden eingehalten werden kann. So gesehen stünde man andauernd unter Verzugzwang.
Daher meine ich, dass solange innerhalb der Toleranzgrenze keine Drohungen herrschen, jener Rahmen nicht willentlich und bei jeder sich bietenden Gelegenheit überschritten werden will, dennoch auch im privaten Bereich zusätzlich eine Abmachung gesetzt sein soll, die den Ausnahmezustand wie, psychische und physische Erkrankungen, Invalidität, Vermissung usw, vertraglich klar regelt.

Da man einem Stärkeren weder Pflichten auferlegen noch ihn mittels von Strafandrohung dazu zwingen kann, sie einzuhalten, kann man als Schwächerer so lange darüber nachdenken, wie man will, ohne daran Etwas zu ändern, solange man die Machtverhältnisse selber nicht ändert.

Ich meine, dass man sich durch falsche Selbsteinschätzung schwächen und durch unnötige Konfrontationen mit scheinbar und tatsächlich Stärkeren erheblich schaden kann und sich daher ein gründliches Nachdenken und Analysieren über das Vorgehen zu eventuell eintretenden Situationen schon lohnt.
….Es sind nicht die Umstände die sich verändern müssten, sondern das was zu den Umständen geführt hat.
Die Vorstellungen wären vorbehaltslos und schonungslos zu überprüfen.
Zwingend muss Zeit, Ruhe und der passende Ort dazu gegeben sein.

https://www.br.de/radio/bayern2/sendung ... e-102.html …..


Da wir vorwärts in der Zeit leben und nicht rückwärts, kann weder von selber Etwas wieder genau so werden, wie es vorher war, noch kann der Mensch im Nachhinein ungeschehen machen, was ihm einmal aufgrund der damaligen Umstände widerfahren ist, und was zur Vorbedingung für die Art und Weise wird, wie er mit ähnlichen Situationen in der Zukunft umgeht.

Hier hilft es, sich bewusst zu machen, dass man sich in der Vergangenheit zB als Kind in einer anderen Situation befand, als ein Erwachsener, welcher sich nun in einer anderen Machtposition befindet, sodass ihm das, was ihm damals widerfuhr, heute nicht mehr widerfahren kann – selbst dann nicht, wenn er sich noch so sehr bemüht, so zu bleiben oder wieder so zu werden, wie ein Kind.

Dass die eigene Machtlosigkeit noch keine totale Ohnmacht bedeutet, erkennt man daran, dass man noch handlungsfähig ist, was im geistigen Sinne bedeutet, immer noch denken zu können, nachdem man im physischen Sinne gar nicht mehr handeln kann.

Sich dabei auf das einwandfreie Funktionieren seiner natürlichen, angelernten und verinnerlichten Abwehrmechanismen zu verlassen, ist insofern ein Gebot der Vernunft, als dass die dazu dienen, sowohl eine Schädigung durch Andere, als auch eine versehentliche Selbstschädigung sogar dann zu verhindern, wenn man nicht ganz bei Sinnen ist.

Das betrifft auch das schmerzhafte Erinnern eines vergangenen Ereignisses, oder auch das Gewahrsein einer Gefahrensituation, welche unausweichlich ist, sodass man sich wie im Inneren eines Zyklons wähnt, wo es bekanntlich völlig windstill ist, um völlig unbeeindruckt davon automatisch das tun zu können, was man überhaupt noch tun kann, bevor es Einen in Stücke reißt.

Hierzu braucht es keinerlei bewusste Absicht, die man trainieren oder pflegen müsste, was beim Umgang mit den Erinnerungen, die Einem zugänglich sind, jedoch völlig anders ist, denn hier lässt sich mit der „guten Absicht“ das eigene soziale Fehlverhalten gut als Unvermögen rechtfertigen, wofür man dennoch eines Rechts auf gnädige Strafverschonung durch seinen Herrn würdig bleibt.

…..Hier besteht die Vermutung, dass es auch unter Gleichstarken keine Herrschaftsbefreitheit gibt, da die "Strafe" ja so oder so folgt, sobald das Gleichgewicht des Erstarktseins nicht mehr von Beiden eingehalten werden kann. So gesehen stünde man andauernd unter Verzugzwang.
Daher meine ich, dass solange innerhalb der Toleranzgrenze keine Drohungen herrschen, jener Rahmen nicht willentlich und bei jeder sich bietenden Gelegenheit überschritten werden will, dennoch auch im privaten Bereich zusätzlich eine Abmachung gesetzt sein soll, die den Ausnahmezustand wie, psychische und physische Erkrankungen, Invalidität, Vermissung usw, vertraglich klar regelt. …..


Der Idealzustand wäre einer, bei dem jeder herrschaftsbefreit selber bestimmen kann, was nur dann geht, wenn man auch der Stärkere ist. Eine Zuständigkeit für einen konkreten Bereich, in dem Einem die Freiheit gewährt wird, wie es Jedem bei den Menschenrechten zugestanden wird, ließe sich bei gleich starken Partnern natürlich auch dadurch verwirklichen, dass sie sich einander dazu verpflichten, zeitweilig auf ihr Recht auf Alleinherrschaft zu verzichten, aber auch das tun sie nur notgedrungen, wenns keine andere Alternative gibt.

Wenn man die bestehenden Machtverhältnisse nicht selber ändern kann, bleibt Einem nur, darauf zu hoffen, dass sie sich selber ändern, sobald der Stärkere einen Fehler macht, wovon man dann als der Schwächerer profitieren kann, um damit kurzzeitig selber der Stärkere sein zu können.

Insofern ist der Kampf um die Vormacht der Selbstbestimmung ein elementarer, der auch dann tobt, wenn sich der nur scheinbar Schwächere dem Diktat des ebenfalls nur scheinbar Stärkeren erfolgreich durch Ungehorsam widersetzt.

….Ich meine, dass man sich durch falsche Selbsteinschätzung schwächen und durch unnötige Konfrontationen mit scheinbar und tatsächlich Stärkeren erheblich schaden kann und sich daher ein gründliches Nachdenken und Analysieren über das Vorgehen zu eventuell eintretenden Situationen schon lohnt. …..

Man kann sich auf jeden Fall selber daran hindern, angemessen zu reagieren, indem man angesichts der irrigen Vorstellung, völlig machtlos zu sein, verzagt, und damit den Mut zur Gegenwehr verliert. Aber tatsächlich machtlos wird man dadurch noch nicht, sodass sich eine regelmäßige Überprüfung dieser falschen Vorstellung allemal lohnt.

Das bewusste Hoffen ist auch kein Zeichen der Ohnmacht, sondern ein gezieltes Nichts-Tun in Hinblick auf eine Entwicklung, die ohne aktives Eingreifen viel leichter vonstatten geht, als durch ziellosen Aktivismus, den man nur deshalb betreibt, um zu beweisen, dass man überhaupt noch handlungsfähig ist.
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