@filofaxi
Die Frage, was, wieviel, wie lange dem Menschen zu hoffen bleibt, wäre also mit der Definition was hoffen und Hoffnung eigentlich ist, kurz mit ALLES, SOVIEL und SO LANGE er will, da sich hoffen von wünschen und glauben wesentlich unterscheidet, beantwortet.

Was er TUN SOLL, hast du in deinem letzten Beitrag beschrieben.
Keiner lebt für sich alleine, wir sind aufeinander angewiesen, ob wir das wollen oder nicht.

Gemeinwohl kann nur dann entstehen, wenn jeder immer das in die Gemeinschaft einbringt und
ihm dies auch JEDERZEIT so gewährt wird (Recht auf Arbeit), wie er es auch leisten
kann und dabei auch seinen ihm zustehenden Lohn erhält, auch dann, wenn dies „nur“ 10%
sind.

Damit der Mensch dies aber auch kann, ist er auf eine garantierte Ver(Um)sorgung angewiesen.
Man versucht ja heutzutage mit den verschiedensten scheinheiligen Projekten den Menschen,
den man aus dem Arbeitsprozess gedrängt hat, auf eine menschenverachtende Art und Weise
mit pseudo integrierenden Massnahmen am psychischen und physischen Überleben zu halten.

Die Gemeinschaft sei wichtig und die Würde sei ihm damit zurückgegeben, posaunt der Politiker
und gleichzeitig wird dem Arbeitslosen, Invaliden und chronisch Kranken der vorhergehende Verdienst schlussendlich um die Hälfte gekürzt, während Verwaltungsräte dieser „karitativen“* Einrichtungen sich das zwanzigfache und mehr, vom Stundenlohn eben diesem zu Integrie-
renden, aus dem Geldtopf schöpfen.

* mitmenschlich, sozial, von Nächstenliebe bestimmt; (bildungssprachlich) human;
(gehoben) barmherzig, mildtätig; (veraltend) wohltätig (Duden)

Nun, was kann der Mensch unter solchen Voraussetzungen, noch tun?

$+$+$+ :arrow: Bild :arrow:
Nachdem ich den WUNSCH (an Andere) von der irrationalen HOFFNUNG zum Zwecke, den Mut nicht zu verlieren angesichts furchteinflößender Aussichten für die Zukunft, unterschieden habe, möchte ich nun die realistische (bzw realisierbare) ERWARTUNG als eine geistig vorweggenommen Vorstellung von der Zukunft näher untersuchen.

Die Frage lautet also: Was kann ich in der Zukunft erwarten? Oder: was sollte ich realistischerweise fürchten und was sollte ich hoffen?

Die Erkenntnis der Wirklichkeit, wie sie bisher geworden ist, bezieht sich auf ihren Zustand in der Vergangenheit, der bis in die Gegenwart hineinreicht.

Die Vorstellung davon, wie die Wirklichkeit in Zukunft sein soll, hängt vom Bedürfnis ab, einen körperlich gefühlten, seelisch empfundenen oder geistig vorgestellten Mangel zu beheben.

Mit Hilfe des „realistischen Erwartens“ versucht man, seine Idealvorstellung mit der zukünftigen Wirklichkeit, die aber noch nicht bewirkt worden ist, sodass man auch davon nur eine Vorstellung hat, möglichst erfolgreich in Übereinstimmung zu bringen.

Die Übereinstimmung beider Vorstellungen hängt nicht nur von der Zielvorstellung dessen ab, was in Zukunft bewirkt worden sein SOLL, sondern vor allem davon, was bereits in der Vergangenheit bewirkt worden IST.

Da man die Vergangenheit jedoch nicht mehr gestalten kann, bleibt dafür nur noch die Gegenwart übrig, die in der Zukunft ja mit zur Vergangenheit gehört. Daraus folgt: "Was du heute säst, wirst du morgen ernten!"

Also stellt sich nicht nur die Frage: „Was SOLLTE ich tun, um meine vorgestellten Bedürfnisse zu befriedigen?“, sondern auch „Was KANN ich tun, um die nötigen Voraussetzungen dafür zu schaffen?“

Hier hat man die Möglichkeit des TUNS, indem man Umstände im Sinne des angestrebten Ziels aktiv beeinflusst, oder des NICHT-TUNS, indem man förderliche Entwicklungen passiv geschehen lässt, ohne sich aktiv einzumischen, um sie zu begünstigen.

Die RICHTIGKEIT des ERWARTENS und auch des anschließenden TUNS oder NICHTTUNS sollte zum Einen folgerichtig sein, und zum Anderen zielgerichtet.

„Folgerichtig“ bedeutet, dass man aus dem gefühlten, empfundenen und vorgestellten Bedarf auf den wirklichen Mangel schließt, indem man der Wirkung die richtige Ursache zuordnet.

„Zielgerichtet“ bedeutet, dass man unter Berücksichtigung dessen, was wirklich wichtig, und dessen, was unwichtig ist, seine Zielvorstellungen nicht aus den Augen verliert, und nicht am Ende im Märchenland der blinden Spekulation landet.

Zu den Umständen, die dabei zu berücksichtigen sind, gehört das „Naturgesetz von Ursache und Wirkung“, wonach Gleiches auch auf gleiche Weise auf eine gemeinsame Ursache reagiert, ohne dass es sich dabei gegenseitig beeinflusst, was man auch das „Gesetz der Synchronizität“ nennt.

Ein weiteres Naturgesetz ist das der „Anziehung der Gegensätze zum Zwecke des Erreichens eines gemeinsamen Ziels“ durch Addition unterschiedlicher Eigenschaften, was beide Pole miteinander zeitweise verbindet.

Nach dem Gesetz der „Abstoßung des Gleichen, welches sich selbst genug ist“ hingegen dulden Gleiche keine Konkurrenz, und solidarisieren sich ebenfalls nur notgedrungen zeitweise miteinander, um einem gemeinsamen Gegner zahlenmäßig überlegen zu sein.

In beiden Fällen gilt: „Einigkeit macht stark, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen“!

Die gerechtfertigte Sicherheit (und nicht nur „Wahrscheinlichkeit“), mit der man davon ausgehen kann, sein Ziel mit der richtigen (folgerichtigen und zielgerichteten) Vorgehensweise auch wirklich zu erreichen, steigt, indem man diese Gesetze in seiner Planung berücksichtigt, und sinkt, indem man sie missachtet.

Je mehr der Mensch dabei den Umständen oder Anderen überlässt, desto mehr gilt: "Wer nicht handelt, wird behandelt!", weil er sich damit selber zum Spielball der Ereignisse macht, gegen die er dann doppelt machtlos ist, wenn sie seinen Erwartungen nicht entsprechen, und er sein Ziel nicht erreicht.
@filofaxi
Die Vorstellung davon, wie die Wirklichkeit in Zukunft sein soll, hängt vom Bedürfnis ab, einen körperlich gefühlten, seelisch empfundenen oder geistig vorgestellten Mangel zu beheben.
Die Übereinstimmung beider Vorstellungen hängt nicht nur von der Zielvorstellung dessen ab, was in Zukunft bewirkt worden sein SOLL, sondern vor allem davon, was bereits in der Vergangenheit bewirkt worden IST.



Um noch deine in Zukunft gerichteten Gedanken in Bezug zu einer menschenfreundliche-
ren Arbeitswelt zu bringen, frag ich mich doch immer wieder, ob es DEM Teil der gekrönten
Schöpfung nicht mehr möglich ist, vom Profitdenken weg, hin zu einem oekonomischen Gemeinwohldenken und Handeln zu gelangen?
Wollen doch die meisten Menschen einer sinnvollen und auch in seelischer und materieller
Hnsicht befriedigenden Arbeit zugewiesen sein.
Dieses Bedürfnis ist im Menschen wohl seit es ihn gibt mitgegeben, bei den einen weniger
bei anderen mehr.
Was aber jeder Mensch, auch wenn es in seinem eigenen Arbeitsumfeld einigermassen
stimmig ist, sehen kann, ist die allgemeine Zerstörung der Natur, worin der Mensch ja nicht
ausgeschlossen ist.

Was geschah und geschieht noch immer in unseren Schulstuben? Keiner wird dahin gehend gefördert, wo seine Stärken liegen und die hat JEDER. Weshalb ist das so und weshalb will
dies scheinbar niemand ändern?
Der Ertrag eines von Leidenschaft für eine Sache getriebenen Menschen leistet vermutlich mehr
als 3 Leute, welche man tagtäglich für die Arbeit erst motivieren muss.

Du schreibst von der Macht des Stärkeren, wieso werden sich die nach Sinnerfüllung Durstenden
und Hungernden ihrer Stärken nicht gewahr? Ist der Mensch schon soweit in seinem Hirn dege- neriert, dass er nur noch schwarz und weiss sehen kann und selbst längst der Resignation anheim gefallen ist?

Mir scheint es schon so und daher werden bedauerlicherweise echte Bedürfnisse des Einzelnen tüchtig mit ersatzbedürfnisbefriedigenden Methoden gestillt.
Eigentlich schade um all die echten potenten Talente, die nie in Kreativität erfüllt werden, weil es Menschen an (Er) Mut (igung), Kraft, Wagnis und Veränderungswillen fehlt.

"Was du heute säst, wirst du morgen ernten!"

Nun, je weniger umsichtige Sorgfalt der Bauer vor, bei und während seiner Aussat und
des Wachstums walten lässt, desto kärglicher wird seine Ernte ausfallen.

Gegen Faulheit und schlechtes Wetter ist allerdings noch kein Kräutchen gewachsen.
@mehusae

….Um noch deine in Zukunft gerichteten Gedanken in Bezug zu einer menschenfreundliche-
ren Arbeitswelt zu bringen, frag ich mich doch immer wieder, ob es DEM Teil der gekrönten
Schöpfung nicht mehr möglich ist, vom Profitdenken weg, hin zu einem oekonomischen Gemeinwohldenken und Handeln zu gelangen?
Wollen doch die meisten Menschen einer sinnvollen und auch in seelischer und materieller
Hnsicht befriedigenden Arbeit zugewiesen sein.
Dieses Bedürfnis ist im Menschen wohl seit es ihn gibt mitgegeben, bei den einen weniger
bei anderen mehr....
.

Das Bedürfnis bestimmt die Vorstellung, was sein SOLLTE, um den zugrunde liegenden Mangel zu beheben. Diese Vorstellung ist zwar zielgerichtet und mag – sofern ein Plan vorliegt, wie das verwirklicht werden SOLL – auch folgerichtig sein, kann aber trotzdem nicht erfolgreich sein, wenn die herrschenden Umstände dabei nicht berücksichtigt werden.

Hauptumstand erfolgloser, weil nicht realisierbarer Utopien von der „Gleichberechtigung aller Menschen“ zB ist die Annahme, es gäbe Jemanden, der stärker sei, als die Mächtigen, die in Wirklichkeit darüber entscheiden, und dass der im Namen der Machtlosen die Mächtigen zur Aufgabe ihrer Machtposition zwingen könnte, sodass sie sich eines Tages in Augenhöhe am selben Tisch mit den nun genauso starken Schwachen gütlich einigen müssten, um nicht selber ins Hintertreffen zu geraten.

Dass der Anführer eines derartigen Umsturzes der bestehenden Machtverhältnisse natürlich in erster Linie selber nach der Macht strebt, und sich das Streben der machtlosen Mehrheit nach mehr Macht, um sich ihre Bedürfnisse selber befriedigen zu können, nur für die eigenen Zwecke nutzbar macht, um es dann selber später genauso zu handhaben, wie die Eigenmächtigen, die er zuvor bekämpft hat, zeigen sämtliche in der Vergangenheit erfolgreichen Revolutionen.

So kann es schon an ein kleines Wunder grenzen, dass zumindest in Deutschland vor 100 Jahren Sozialgesetze durchgesetzt wurden, die das Leiden des Arbeiters und des Arbeitslosen, und damit vor allem Erwerbslosen, erheblich erleichtern.

Ein Wunder ist es jedoch nur für Diejenigen, die es nicht verstehen, wie das wirklich passiert ist. Für Die hingegen, welche die wirklichen historischen, machtpolitischen Ursachen und Wirkungen kennen, ist es noch nicht mal erstaunlich, denn bekanntlich freut sich, wenn sich zwei Mächtige streiten, immer der ohnmächtige Dritte.

Dass der Kommunismus als soziale Wunschvorstellung nicht verwirklicht werden konnte, da – nach Brecht – der Erbauer sein Haus natürlich nicht verlassen wird, sobald es fertig gestellt ist, führte das Modell geradewegs in eine Parteidiktatur, bei dem sich der tatsächliche Verursacher mit dem Vorwand, nur das Gemeinwohl im Sinne zu haben, persönlich unangreifbar hinter der Partei verstecken konnte.

Ähnlich funktioniert auch die reale Machtstruktur in der Großfamilie, wo der Patriarch oder die Matriarchin alleine bestimmt, wessen Bedürfnisse befriedigt werden, und wer hungern muss, wenn er nicht gehorcht. Daher gilt als oberste moralische Maxime nicht, sich vertrauensvoll dem Gutdünken des Mächtigeren auszuliefern, sondern selber die Macht zu erlangen, um zu verhindern, jemals wieder gehorchen zu müssen, wenn man nicht verhungern will.

Der größte Irrtum liegt also darin, zu meinen, ein echtes oder vorgestelltes persönliches Bedüfnis, was man befriedigen möchte, berechtigte Einen schon dazu, dass es auch befriedigt wird.

Im Thread über die Menschenrechte, die aufgrund der Menschenwürde beansprucht werden, welche angeblich jeder Mensch bereits von Geburt an hat, OHNE sich ihrer würdig erweisen zu müssen, wurde bereits über die Gnade und die Barmherzigkeit geschrieben. Solange die leider nicht mit zur einklagbaren Menschenpflicht gehören, gibt es von Seiten der Erbärmlichen auch kein Recht auf Hilfe in der Not, wenn sie sich nicht dankbar dafür erweisen können, um dieser Hilfe wenigstens nachträglich würdig zu sein, denn ohne einen Dank für seine edle Spende gibt Keiner Etwas ab.

...Was aber jeder Mensch, auch wenn es in seinem eigenen Arbeitsumfeld einigermassen
stimmig ist, sehen kann, ist die allgemeine Zerstörung der Natur, worin der Mensch ja nicht
ausgeschlossen ist....


Es gibt keine „allmeine Zerstörung der Natur“, sondern nur eine ganz spezielle, die ganz bewusst vollzogen wird von Denjenigen, die sich kurzfristig daran bereichern, und sich in keiner Weise dazu verpflichtet sehen, die Verantwortung dafür zu übernehmen, weil sie wissen, dass sie nicht ewig leben, sondern nur zeitlich begrenzt, und danach nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden können.

Deshalb kann man sie auch nicht durch die Androhnung von Höllenqualen oder einer Wiedergeburt als Wurm, der jederzeit zerquetscht werden kann als Strafe für seine Untaten im früheren Leben, davor abschrecken, trotzdem den Lebensraum ganzer Völker dabei zu verwüsten.

Für die Zeit gilt es für sie, das Maximum an Sicherheiten und den Himmel auf Erden für sich selber zu schaffen, und dass alles, was nach ihnen kommt, die selbstverursachte Sintflut dahinrafft, ist für sie persönlich uninteressant.

...Was geschah und geschieht noch immer in unseren Schulstuben? Keiner wird dahin gehend gefördert, wo seine Stärken liegen und die hat JEDER. Weshalb ist das so und weshalb will
dies scheinbar niemand ändern?....


Natürlich werden Stärken gefördert, die später ausbeutbar sind, aber keine, die nur dazu dienen, das eigene Wohl zu bewirken. Hier wird klar die Botschaft vermittelt, dass das Allgemeinwohl vor dem Eigenwohl rangiert, wobei das, was angeblich als Allgemeinwohl zu gelten hat, von den Einflussreichen bestimmt wird, die ihr Eigeninteresse dahinter verstecken, und nicht von den Machtlosen, die es gern auch auf Kosten Anderer verwirklichen würden, wenn sie es denn könnten.

...Der Ertrag eines von Leidenschaft für eine Sache getriebenen Menschen leistet vermutlich mehr
als 3 Leute, welche man tagtäglich für die Arbeit erst motivieren muss....


Um diese Leiden(sbereit)schaft des Arbeitenden zu fördern, gibt es ein ausgeklügeltes Belohnungssystem, was den, der mehr leistet, von denen, die weniger leisten, trennt, indem er etwas mehr bekommt, als die anderen, sodass es zu keiner Solidarität mehr unter Gleichschwachen gegen die Starken mehr kommen kann, frei nach dem Prinzip: „Teile (zu!) und herrsche!“

….Du schreibst von der Macht des Stärkeren, wieso werden sich die nach Sinnerfüllung Durstenden und Hungernden ihrer Stärken nicht gewahr? Ist der Mensch schon soweit in seinem Hirn dege- neriert, dass er nur noch schwarz und weiss sehen kann und selbst längst der Resignation anheim gefallen ist?...


Weil freie Sinnerfüllung nicht ohne die Macht funktioniert, die nötig ist, das Leben auch so gestalten zu können, wie man es will. Diese Macht besteht bereits darin, zu wissen, was für Einen machbar ist und was nicht, indem man seine Situation und die bestehenden Machtverhältnisse richtig einschätzt, statt sich was zurechtzuträumen, was sowieso niemals realisiert werden kann.

...Mir scheint es schon so und daher werden bedauerlicherweise echte Bedürfnisse des Einzelnen tüchtig mit ersatzbedürfnisbefriedigenden Methoden gestillt....

Der zeitliche Aufschub einer Bedürfnisbefriedigung und die Befriedigung eines Bedürfnisses mit einem Ersatzmittel sind natürliche Überlebenstrategien, wenn die akuten Bedürfnisse gerade mal nicht befriedigt werden können .

...Eigentlich schade um all die echten potenten Talente, die nie in Kreativität erfüllt werden, weil es Menschen an (Er) Mut (igung), Kraft, Wagnis und Veränderungswillen fehlt......

Es ist in dem Falle weniger der fehlende Wille, der bedauerlich ist, sondern das fehlende Wissen und die fehlende Macht, ihn auch notfalls gegen den Willen Mächtigerer oder gar gegen sinnlos waltende Naturkräfte durchzusetzen.

….Gegen Faulheit und schlechtes Wetter ist allerdings noch kein Kräutchen gewachsen. ….


Faulheit als eine Form der gesetzmäßigen Trägheit kann durchaus auch nützlich sein, wenn es darum geht, nicht förderliche Entwicklungen zu blockieren, indem man die Mitarbeit verweigert. So hat es Gandhi auch geschafft, wirkungsvoll die totale Herrschaft der Engländer über die Inder zu verhindern, indem er die arbeitende Bevölkerung zum passiven Widerstand aufrief, was heute die Gewerkschaften durch einen Streikaufruf noch genauso erfolgreich praktizieren, um die Unternehmer an den Verhandlungstisch zu zwingen.

Beim schlechten Wetter kann man auch sagen, dass es kein Wetter gibt, was schlecht für Alle oder für Alles ist. Wie ein chinesisches Sprichwort sagt: „Wenn die Flut kommt, bauen die Dummen Deiche, doch die Klugen bauen Wassermühlen!“
Wirtschaft erpreßt nicht die Politik und beschädigt die Kultur - ganz im Gegenteil !
(siehe Zeichnung @Mehusae)

Politik, Gerichtsbarkeit und Religion hatten/haben Kontrollfunktionen inne.....

Kontrolle ist wichtig - ganz klar - weil es viele böse und gierige Menschen unter uns gibt....

gleichzeitig haben diese Kontrollfunktionen jedoch schon immer den weltweiten Handel erschwert/behindert/verlangsamt......
was wären wir Menschen heute - seit der Steinzeit - wenn es diesen Fernhandel nie gegeben hätte ?
die alten Karawanenstraßen von Ost nach West und von Nord nach Süd ?

Gewürze, Arzneien, Salz und Zucker gegen Pelze, Fisch, Holz, Bernstein, Rheingold, Seide, Tee, Kaffee.....Silber/Erz aus dem Erzgebirge.....
die Wirtschaft ist das Rad - das die Welt - rund um den Globus - bis heute am Laufen hält...... :wink:

deshalb sage ich:
ganz im Gegenteil - die Wirtschaft hat uns die Kultur gebracht !
u.a. die Bücher - eine unglaublich kostbare Ware früher ......
erst hebräische und arabische Texte - dann aus dem lateinischen ......

(ich komme aus dem Buchhandel und bin stolz darauf)
@ Gundulabella

…..Politik, Gerichtsbarkeit und Religion haben Kontrollfunktionen inne.....

Nein, es sind die Mächtigen und Reichen, die die Kontrollfunktion ausüben, um sich gegen fremdes Machtstreben zu schützen.

….Kontrolle ist wichtig - ganz klar - weil es viele böse und gierige Menschen unter uns gibt....


Gierige Menschen müssen noch nicht bösartig sein, solange sie faire Geschäfte betreiben, OHNE Andere zu übervorteilen.

….gleichzeitig haben diese Kontrollfunktionen jedoch schon immer den weltweiten Handel erschwert/behindert/verlangsamt......


Sie haben nicht den weltweiten FERNhandel kontrolliert, sondern den FREIhandel, der den Habsüchtigen die unbeschränkte Freiheit zugesteht, ihre Gewinne weltweit rücksichtslos auf Kosten Anderer zu machen, die nicht die Möglichkeit dazu haben, und daher auch nicht für ihre Zwecke nutzen können.

...die Wirtschaft ist das Rad - das die Welt - rund um den Globus - bis heute am Laufen hält......


Die Wirtschaft macht garnix, sondern Millionen von Menschen bewirken mit ihrer Arbeitskraft, dass Alle mit dem versorgt sein könnten, was sie zum Leben brauchen.

Wenn nicht mal das gewährleistet ist, nur weil einige Wenige genausoviel Kapital besitzen, wie alle anderen Menschen zusammen, und sie trotzdem den Hals nicht voll genug bekommen, sodass sie nichts von ihrem zu Unrecht erworbenen Besitz abgeben wollen, aus Angst, ins Hintertreffen zu geraten, stimmt etwas nicht mit ihrer Einstellung, was nicht an der Wirtschaft liegt, sondern an den bösartigen Psychopathen, die sie für ihre Zwecke der Machtausübung auf Kosten der Ärmsten missbrauchen.
Die Wirtschaft macht garnix, sondern Millionen von Menschen bewirken mit ihrer Arbeitskraft, dass Alle mit dem versorgt sein könnten, was sie zum Leben brauchen.

genau das ist der Handel - der gleichzeitig als Wirtschaft so verteufelt wird......

der eine hat etwas, das er im Überfluss besitzt und tauscht es ein gegen etwas, das er dringend braucht......und das was er dringend braucht, hat ein anderer im Überfluss......
Muscheln, Perlen, Geld, Schecks - haben diesen Tauschhandel später erleichtert....

und ja - immer wieder wird auf die Firmen und Konzerne geschimpft........ sie sind es jedoch, die den Menschen Arbeit geben.....

der Fernhandel früher wurde behindert durch die vielen Staaten, durch die hindurchgereist werden mußte...wobei jeder Staat eine "Maud" verlangt hat (die Stadtstaaten u.a. an ihren Brücken)......genauso wurde der Fernhandel behindert durch die Reliogionskriege und die religiösen Vorschriften.....
weil Religionskriege enorm Geld verschlungen haben - mußten die durchreisenden Kaufleute Abgaben zahlen....

interessant ist auch, dass alle drei Religionen den "Wucherzins" zwar verboten hatten - dennoch sich jeder "hintenrum" Geld geliehen und Zinsen dafür gezahlt hat.... :wink:

Wirtschaft ist kein Teufelszeug - das sind wir alle, weil jeder von uns etwas schafft (produziert mit Kopf/Händen) - und etwas verbraucht (einkauft/konsumiert).....und wir alle sind nur Menschen ...... :wink:

@Mehusae
@filofaxi
beweist mir, dass ihr zu den 100 %ig Guten gehört - gebt euer ganzes Vermögen den Armen und setzt euch als Bettler auf die Straße.......
nur wer sich in seinem Leben ein Vermögen geschaffen hat - kann den Armen abgeben....
wobei die meisten von uns ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben - um Anderen im Alter nicht zur Last zu fallen !
und gerade unter den ursprünglich "Armen" - die später Vermögen erworben haben - findet man oft die Skrupellosen Machtgierigen.....die müßten es doch eigentlich besser wissen - oder ?
@filofaxi
https://www.youtube.com/watch?v=K4vQKxUodIs

@gundulabella
In diesem Philosophifeforum geht es um die Frage was der Mensch tun kann und was er
hoffen "darf".
Es geht nicht um die Frage wer zu den „Guten“ gehört, sondern darum, was in der Arbeits-
welt vereänderbar ist und zu welchen Bedingungen.

Es geht also darum wie der Mensch Menschen BE HANDELT und wie er menschenwürdiger
handeln könnte.

Bitte sieh dir die Diskussion der Beiden an, ich bin gespannt auf deine sachliche Gegenargumentationen.

https://www.youtube.com/watch?v=Jutbp2wzCMw
@ Gundulabella

….genau das ist der Handel - der gleichzeitig als Wirtschaft so verteufelt wird......

Wer verteufelt denn den Handel als Wirtschaft?

Es geht hier um teuflische Händler, die sich an der Not Derer bereichern, die sie – volkswirtschaftlich gesehen - eigentlich mit Waren versorgen sollten, statt sie um den angemessenen Gegenwert ihrer hergestellten Waren bzw ihrer Arbeit betrügen, und dadurch die Not erst hervorrufen, die sie eigentlich verhindern sollten.

….und ja - immer wieder wird auf die Firmen und Konzerne geschimpft........ sie sind es jedoch, die den Menschen Arbeit geben.....


Der Mensch braucht keine Arbeit, sondern die Mittel, mit denen er seine Grundbedürfnisse befriedigen kann. Dafür bezahlt er mit seiner Arbeitskraft, die Derjenige in Anspruch nimmt, der sie braucht, um das herzustellen, was Jeder braucht, um seine Grundbedürfnisse zu befriedigen.

Der fälschlicherweise als „Arbeitgeber“ bezeichnete Unternehmer ist also in Wirkliechkeit Einer, der die Arbeit Anderer in Anspruch NIMMT (also eine Arbeit- Nehmer), und Derjenige, der seine Arbeit zur Verfügung stellt, ist Einer, der sie ihm GIBT (also ein Arbeit-Geber).

Die zynische Vertauschung der Begriffe soll die Arbeit des Arbeiters abwerten, und die Leistung des Unternehmers aufwerten, um eine geringere Bezahlung des Arbeiters, als die, die er verdient hat, zu rechtfertigen.

Das ist den Polit-Demagogen auch prima gelungen, denn mittlerweile glauben die Arbeiter ja selber dran, dass ihre Arbeit einen Dreck wert ist, und sie froh sein können, überhaupt arbeiten zu dürfen, während clevere Unternehmer derweil die Gewinne, welche aus dem erwirtschafteten Mehrwehrt der vom Arbeiter produzierten Ware und der Minderbezahlung ihrer Arbeit entstanden sind, als eigenen Verdienst deklarieren und sich selber in die Tasche stecken.

Vorteilsdenken (Pro-fit-Denken) zum Nachteil des Geschäftspartners nennt man - ethisch gesehen – Betrug, und wird normalerweise auch bestraft, aber nachdem Geiz als geil erklärt wurde, und der Böse (der Andere gegen ihren Willen schädigt) als gut (für den Schädiger), ist Betrug zum Kavaliersdelikt herabgestuft worden, und stört keinen großen Geist mehr.

...der Fernhandel früher wurde behindert durch die vielen Staaten, durch die hindurchgereist werden mußte...wobei jeder Staat eine "Maud" verlangt hat (die Stadtstaaten u.a. an ihren Brücken)......


Karl Marx irrte sich, als er annahm, dass die Überproduktion der Kapitalisten bei gleichzeitiger Verelendung der Arbeiter, die die Waren kaufen sollten, dazu führt, dass es keine Absatzmöglichkeiten mehr gäbe und daher auch das grenzenlose Gewinnstreben ein natürliches Ende habe, weil es ja noch genug andere weltweite Absatzmärkte für die Reichen gibt, die es sich leisten können.

Ebenso einfach lässt sich ein Arbeitsmarkt so weit unter Druck setzen, indem er zB mit billigen Arbeitskräften aus den Ländern überflutet wird, wo noch schlechtere Lebensbedingungen herrschen, sodass sie als Gastarbeiter bereit sind, für weniger, als für Mindestlohn zu arbeiten.

Das funktioniert so lange, bis die Verelendung Aller, die von ihrer Arbeit nicht mehr leben können, oder arbeitslos sind, weil sie keine Arbeitsstelle mehr finden, die anständig bezahlt wird, ein Maß erreicht hat, welches auch nicht mehr aus den Sozialkassen finanziert werden kann, sodass damit auch der reichste Staat, der diese paar sozialen Sicherheiten zum Schutze der Arbeiters vor der Raffgier der Kapitalisten überhaupt geschaffen hat, sozialwirtschaftlich kaputt ist.

Die „Maut“, die es bei der Durchreise durch ein fremdes Land oder auf Privatstraßen zu entrichten gilt, entspricht bei ausländischen wie inländischen Händlern und Produzenten den STEUERN, damit die sich ihre Gewinne nicht alle in die eigene Tasche stecken, sondern die Allgemeinheit davon mitpartizipieren lassen.

Diese Verpflichtung, ihre Gewinne mit Denen zu teilen, die sie mit ihnen zusammen erwirtschaften, wird von ihnen jedoch erfolgreich umgangen, indem sie im billigeren Ausland produzieren lassen, wo die Lebenskosten niedriger sind, und keine hohen Löhne nötig sind, um die Unkosten zu decken, sodass auch die Gewinne höher sind, wenn die Waren dann dort verkauft werden, wo der Erlös höher ist.

Das nennt man auch Handelsspanne, die umso größer ist, je größer das internationale Wohlstands-Gefälle zwischen Ländern ist, wo es mehr oder weniger Armut oder Reichtum gibt.

Um zu verhindern, dass die Gewinne alle ins Ausland fließen, werden an den Grenzen auf eingeführte Waren Zölle erhoben, damit sich der internationale Handel auf Kosten der Länder, aus denen die Gewinne gezogen werden, nicht mehr lohnt.

Um weiter zu verhindern, dass sich auch auf nationaler Ebene gar Keiner erst auf Kosten Anderer bereichern kann, wäre nicht nur ein Mindeststundenlohn angemessen, sondern auch ein Höchstundenlohn für Unternehmer.

Der Rest sollte – abzüglich einer Sicherheitsreserve für Löhne, für Investitionen zur Werterhaltung der Produktionsmittel und für laufende Kosten – komplett versteuert werden, um nicht nur das Risiko des Arbeiters bei Krankheit oder im Alter, sondern auch das des Unternehmers finanziell abzusichern, falls die schlechte Auftragslage die Existenz des Unternehmens zeitweise bedroht, denn das ist die größte Angst des Unternehmers, die ihn zur paranoiden Gewinmaximierung zwingt.

Ein steuerfinanziertes Sozialversicherungsmodell wäre in dem Fall gegenüber dem Modell der minimalen Sozialabgabe vorzuziehen, und ist auch praktikabel, wie man zB in Skandinavien sieht.

Behinderung des grenzenlosen internationalen Freihandels (zB auch mit Devisen) ist also ein lebensnotwendiges Regulativ, damit die soziale Marktwirtschaft nicht von Zockern und Spekulanten, die sich an dem unterschiedlichen Marktwert von Gütern auf internationaler Ebene (zB an der Börse) bereichern, ohne einen Handschlag fürs Allgemeinwohl dabei zu leisten, um ihre Gewinne zu rechtfertigen, kaputtgemaacht wird.

...genauso wurde der Fernhandel behindert durch die Reliogionskriege und die religiösen Vorschriften.....


Die sogenannten Religionskriege waren allesamt wirtschaftlich motivierte Kriege, um zum Zwecke der eigenen Bereicherung die Herren anderer Länder dazu zu zwingen, ihre Rohstoffe zum Billigstpreis zu verkaufen. Verlierer dieser von herrschsüchtigen Herren vom Zaun gebrochenen Kriege waren immer Diejenigen, die zum Dienst an der Waffe gezwungen wurden, um nicht selber erschossen zu werden, und die arbeitende Bevölkerung, deren Ermordung als Kollateralschaden bei der rücksichtslosen Aneigung der Kriegsbeute billigend in Kauf genommen wurde.

….weil Religionskriege enorm Geld verschlungen haben - mußten die durchreisenden Kaufleute Abgaben zahlen....


Falsch! Kriege werden u.a. von den Gewinnen mitfinanziert, die durch Betrug an der arbeitenden Bevölkerung erzielt werden, welche mit ihrer Arbeit auch für die Herstellung der benötigten Waffen sorgen, sodass jeder Krieg auch eine enorme Motivation darstellt, Menschen mit der Produkion von Waffen zu beauftragen.

Doch auch Kriegsgewinnler teilen ihre Beute nicht mit Denen, die ihnen dabei behilflich waren, sondern benutzen sie lediglich dazu, um ihre Macht noch weiter zu sichern, nachdem sie mit dem gewonnenen Krieg ihren Machtbereich erfolgreich erweitert haben.

….interessant ist auch, dass alle drei Religionen den "Wucherzins" zwar verboten hatten - dennoch sich jeder "hintenrum" Geld geliehen und Zinsen dafür gezahlt hat.... …


Religionen können nichts verbieten oder sich Geld leihen, sondern es sind immer nur machthungrige Individuen, die es im Namen einer rechtsstaatlich organisierten Gemeinschaft tun, deren Ideale sie für ihre selbstsüchtigen Zwecke missbrauchen, indem sie die Gesetze mit Hilfe der Rechtsgelehrten (Pharisäer) so verdrehen, wie es ihnen in den Kram passt.

Dabei sind ihnen die demokratisch gewählten und mit Spenden legal bestochenen Lobbyisten noch am liebsten, weil diese ihnen dabei helfen, den falschen Eindruck der Rechtmäßigkeit ihres Handelns noch zu verstärken.

...Wirtschaft ist kein Teufelszeug - das sind wir alle, weil jeder von uns etwas schafft (produziert mit Kopf/Händen) - und etwas verbraucht (einkauft/konsumiert).....und wir alle sind nur Menschen ......


Die Menschlichkeit, sofern sie einen moralischen Wert darstellen soll, ist kein Argument dafür, sich in ihrem Namen wie ein Unmensch aufzuführen.

Genauso unakzeptabel ist das utilitaristische Argument, dass wenn natürlicherweise Jeder den Anderen ausbeutet, Ausbeutung normal sei (also der NORM entspräche), weil der Zweck angeblich die Mittel heiligt, denn es gibt kein Gesetz, was Betrug im Sinne der "Schädigung Anderer gegen ihren Willen" vorschreibt, sodass er auch als "richtig" im sinne von "rechtmäßig" gelten dürfte.

…..nur wer sich in seinem Leben ein Vermögen geschaffen hat - kann den Armen abgeben....


Falsch: nur wer verzichtet hat, sich auf Kosten Ärmerer zu bereichern, hat im Laufe seines Lebens genug für für die Armen übrig gelassen, damit auch sie ein Leben führen können, welches sie mit ihrer Hände Arbeit verdient haben, und dessen sie auch würdig sind.

Nachträgliche, willkürliche, eigenmächtig gespendete Brosamen für die Amen, mit denen man sich sein schlechtes Gewissen betäuben will, und von denen Niemand weiß, in welche Hände sie geraten, sind weder effektiv, weil sie die wirklich Bedürftigen nicht erreichen, noch gerecht, weil sie höchstens eine Entschädigung darstellen für einen vorher selbst bewirkten Schaden, und daher für die Geschädigten ethisch unakzeptabel und würdelos.

….wobei die meisten von uns ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben - um Anderen im Alter nicht zur Last zu fallen !....

Man arbeitet nicht, um Anderen im Alter nicht zur Last zu fallen, sondern um in der Zeit davor sein Geld zu verdienen, um sich davon ernähren zu können, ohne Anderen dabei zur Last zu fallen.

Fürs Alter SPART man, indem man nicht alles verprasst, sondern auch noch an seine Sicherheit im Alter denkt. Das tut man besonders, weil man Anderen nicht zutraut, dass sie dann für Einen sorgen, weil man möglicherweise richtig annimmt, sie seien genauso schlecht wie man selber, der an Andere ebenfalls nicht denkt, solange es ihm gut geht, nach dem Motto: „Wenn Jeder an sich selber denkt, ist an Jeden gedacht (außer an Diejenigen, die es nicht können, und die dabei leider vor die Hunde gehen)“

...und gerade unter den ursprünglich "Armen" - die später Vermögen erworben haben - findet man oft die Skrupellosen Machtgierigen.....die müßten es doch eigentlich besser wissen - oder ?...


Unsozial denken vor allem Diejenigen, welche die narzisstische Kränkung, einmal bestohlen (übervorteilt) worden zu sein, nicht verwunden haben, sodass sie ihr vorgebliches Recht auf Reichtum, den sie vorher besessen haben, mit aller Gewalt – notfalls auch auf Kosten aller Anderer – wieder einzufordern versuchen.

Dazu gehören heute auch die kleinen Zocker, die vom Gewinn der großen Hauptanteilseigner von Aktien mitprofitieren wollen, indem sie ebenfalls an der Börse spekulieren, und damit die Abwertung der Arbeit und der hergestellten Güter durch inhumane Rationalisierungsmaßnahmen mitbestimmen, um ihre Gewinne zu steigern, ohne sich an der Wertschöpfung durch eigene Arbeit mit zu beteiligen.

Verlassen kann man sich offensichtlich wirklich nur auf die Paranoia seiner verrückten Mitmenschen, was die Hoffnung auf Besserung sozialer Umstände in unendliche Ferne rückt, sodass statt dessen die Befürchtung, dass es eher noch schlimmer wird, in den Bereich der naheliegenden zukünftigen Realität tritt.

Damit ist dies eher ein Beitrag dafür, worauf man NICHT hoffen kann, sondern was man eher befürchten muss, sofern kein Wunder geschieht, und wir nicht doch Alle wider Erwarten schon zu Lebzeiten ins Paradies gelangen, weil ominöse Strahlen aus der Galaxis uns urplötzlich zum Umdenken bewegen, sodass wir auch mal an das Wohl unseres Nächsten denken, statt immer nur an das eigene.
was ich in den philosophishen Diskussionen sehe/lese/fühle - sind diese immer mehr und immer öfters diese erhobenen Zeigefinger, die auf die Mißstände in der ganzen Welt - und bei den Menschen sowieso - hinweisen......

immer mehr drängt sich bei mir in letzter Zeit die Frage auf:
warum dieser krampfhaft erhobene Zeigefinger, der auf sämtliche Mißstände hinweist ?.......

wird er deshalb erhoben, weil man von sich - und seinen eigenen Schwächen - ablenken muss/möchte ?
:wink:
Nein, um die Uneinsichtigen durch wiederholte Belehrung doch noch davor zu bewahren, erst aus Schaden klug werden zu müssen.

Dies ist ein Freundesdienst, für den sie dem Freunde dankbar sein sollten, statt ihm dafür, dass er sie drauf aufmerksam gemacht hat, respektlos vor den Koffer zu scheißen, wie es renitente Jugendliche gerne tun, um ihren Eltern zu beweisen, dass sie die Macht dazu haben, auch selber in ihr Unglück zu rennen, ohne dass sie Jemand dran hindern kann, und es deshalb auch wider besseren Wissens immer wieder tun.

Sowas ist die Definition von Dummheit, gegen die bekanntlich selbst die Götter vergebens kämpfen, aber was auch die echten Narren nicht davon abhalten kann, es trotzdem zu versuchen, um die Welt wenigstens ein bisschen besser zu machen, als sie es gerade ist.
Ich denke, auch unsere Eltern waren froh, als die pubertierende Zeit vorbei war. Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass dies nicht ohne Blessuren abläuft.
Leider hat es Mutter Natur versäumt, den gepeinigten Eltern eine Bewältigungsstrategie
mitzugeben. :wink:

Die Welt etwas besser machen...............nicht so einfach. 
Das fängt in den Köpfen der Menschen an

"Gerecht teilen", das wird schwerlich gelingen, denn gerecht hängt vom Wertekanon, von den Ansprüchen, den Träumen und Erwartungen höchst unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Weltanschauungen ab.
Das gerechte Teilen wird eher zum Kriegsgrund. 

Die Wirtschaft müsste kontrolliert und organisiert werden, in Deutschland und international sind Wirtschaftsakteure so mächtig, dass sie Entscheidungen und Gesetze durch ihre starke Lobby bestimmen. 
Und nicht vergessen, solange die Menschen zufrieden sind, obwohl die Schere zwischen arm und reich immer mehr auseinander klafft, wird sich nichts ändern. 

(Habe nicht alles gelesen, kann also sein "Thema verfehlt"  :(
@ Filofaxi
Danke für deine ausführlichen Erklärungen zu den verschiedenen Begriffen was
das Thema der Gemeinwohl-Oekonomie betrifft.
Oft scheinen Worte ja völlig klar verständlich zu sein und bei näherem Hinschauen
muss man feststellen, dass sie nicht die eigentliche Bedeutung umschreiben oder
die Bedeutung im allgemeinen Sprachgebrauch falsch verwendet wird.
Da kitzelt es im Hirn, was es in einem Philosophieforum auch unbedingt darf und
auch soll.

@sumsum
Die Welt etwas besser machen...............nicht so einfach.
Das fängt in den Köpfen der Menschen an.

Genau, leider denken viele, dass man als einzelner Mensch nichts bewirken könne.

Und nicht vergessen, solange die Menschen zufrieden sind, obwohl die Schere
zwischen arm und reich immer mehr auseinander klafft, wird sich nichts ändern.


Die Menschen sind schon lange nicht mehr zufrieden, der grösste Teil der Menschheit
leidet an Mangelernährung, an Heimatlosigkeit, an Krankheiten durch Luftverschmutzung,
vergifteten Böden und Diskriminierungen, dies nicht, weil sie dies selber verschuldet hätten.

Es ist eine lange erdumspannende Kette von sogenannt legalen Handlungen , die das
alles bewirkt.

Viele von jenen Menschen haben auch ein lebenlang hart gearbeitet, sich ein Haus, eine
Hütte gebaut.
Landwirten, in sogenannt „unterentwickelten“ Ländern, werden von Grosskonzernen, ihres Landes, ihrer Lebensgrundlagen beraubt, sie können sich gegen die Diebe nicht wehren,
ihr bescheidenes Hab und Gut nicht behalten.
(Man trifft sie dann, wenn sie sich eine Reise noch leisten können, in Europa, in deutschen
Landen wieder.)

Wer sich in ihrem Ursprungsland für ihre Rechte einsetzt, wird kaltblütig beseitigt,
erschossen.
Anderen wird durch Erdbeben, Hurrikans und Überschwemmungen von einem
Moment zum anderen, alles zerstört.
Dies können wir uns tagtäglich live, gefilmt zeigen lassen, wir wissen es alle und wir
wissen auch, dass wir, jeder Einzelne, nach seinen Möglichkeiten handeln könnte.
Schon damit, indem wir uns ernsthaft mit den URSACHEN, zum Beispiel von Armut, auseinandersetzen.

https://www.ted.com/talks/david_steindl ... e#t-610680
Noch etwas Grundsätzliches zum Verhältnis zwischen realistischer Erwartung und dem, was getan werden kann:

Je mehr man selber die Voraussetzungen für zukünftige Zustände schafft, desto sicherer kann man sein, dass sie auch eintreten.

Pläne als Handlungskonzepte für die Zukunft beinhalten jedoch immer die Unwägbarkeit von unvorhersehbaren Umständen oder Ereignissen – je weiter man in die Zukunft plant, desto mehr.

Wenn man die wirklichen Ursachen dafür nicht kennt, kann man Ereignisse auch rein phänomenologisch klassifizieren, indem man etwa ihr wiederholtes Auftreten zusammen mit anderen Ereignissen notiert, und einen bestimmten Rhythmus ausfindig macht, was die Vermutung nahelegt, dass sie beim nächsten Mal genauso eintreffen werden, wie bisher.

Hierzu bedarf es nur eines geeigneten Zeitmessers, wie einer Uhr oder eines Kalenders, die als Maßstab dienen, mit Hilfe dessen man sich miteinander sowohl bei der Analyse von Zeitzyklen als auch bei der planerischen zeitlichen Abstimmung des eigenen Handelns darauf, verständigen kann.

Erfahrungsgemäß werfen also die Ereignisse ihre Schatten voraus, und wenn man um den gesetzmäßigen Verlauf von Schicksal weiß, kann man dieses Wissen auch anwenden, um zu ermitteln, was unter den gegenwärtigen Umständen in der Zukunft erfolgt.

Dies erfolgt meist unbewusst (also intuitiv), sodass man – wenn man sich nicht von seinen Hoffnungen und Befürchtungen ablenken lässt – immer schon eine Vorahnung davon, was gleich passieren wird. Dies nennt man „innere Stimme“, die aber auch verinnerlichte falsche Vorurteile beinhalten kann, oder angst- oder hoffnungsbedingt etwas Falsches verkündet.

So ist das scheinbar hellsichtige Genie genauso oft der Narr, der sich irrt mit dem, was er angeblich voraussieht, wenn er das, was er da unmittelbar „ein-sieht“, nicht auch immer wieder der Vernunft zur gefälligen Prüfung überlässt, bevor er das als die Zukunft verkündet, was nur in seiner Fantasie stattfindet, aber niemals Wirklichkeit werden kann.

Magische Praktiken, wie zB die Leberschau geopferter Tiere, oder das Werfen von Glückshölzern, die den selben Gesetzen gehorchen, wie das Glück, oder andere mantische Systeme, mit denen man orakelt, um die Zeitqualität des momentanen IST-Zustandes zu ermitteln, woraus dann zwangsläufig der zukünftige SOLL-Zustand erfolgt, haben den Haken, dass der zukünftige Zustand zwar aus dem jetzigen zwangsläufig folgt, aber nicht unbedingt so, wie er SOLL, sondern so, wie er MUSS.

Hier verhindern Hoffnungen und Befürchtungen ebenfalls die richtige Interpretation dessen, was geschaut wird, sodass es zu Fehlprognosen kommt – nicht weil der Lauf der Welt falsch wäre, sondern das, was man unangemessenerweise erwartet.
Viele Menschen arbeiten immer noch für Hungerlöhne und deutsche Supermarktketten sind durch ihre Preisdrückerei für diese Verletzungen der Arbeitsrechte mitverantwortlich, genau wie die Massentierhaltung und der Klimawandel. Auf Millionen von Hektar Land werden Biospritpflanzen angebaut, Fläche, die auch zum Anbau von Nahrungsmitteln genutzt werden könnte.
Es werden also lieber Tanks statt Mägen gefüllt.
Das ist nichts Neues und es wird dagegen schon eine Menge getan, natürlich nicht genug.

Der Mensch ist ein Egoist, materielle Dinge sind ihm wichtig, während er mit seinem Geisteszustand in der Regel voll zu frieden ist. 

Aber wie sieht es aus, wenn ich ein Unternehmen leite? Sind wirtschaftlicher Erfolg und Ethik überhaupt miteinander vereinbar?
Die Würde des Menschen ist unantastbar, so heißt es, heute immer mehr mit dem Zusatz, "wenn es sich lohnt".