@filofaxi
Hier verhindern Hoffnungen und Befürchtungen ebenfalls die richtige Interpretation
dessen, was geschaut wird, sodass es zu Fehlprognosen kommt – nicht weil der Lauf
der Welt falsch wäre, sondern das, was man unangemessenerweise erwartet.

Wenn sich Juno und Genius gegenseitig ausschliessen oder gar bekämpfen, ist jegliches Unternehmen zum Scheitern verurteilt.
Wir haben es immer mit anderen, ob sie nun männlichen oder weiblichen Geschlechtes
sind zu tun.
Daher sollte man auch den Menschen hinsichtlich seiner verschiedenen Lebensphasen
betrachten können, mit all seinen Facetten von (un)realistischen Wünschen, Hoffnungen
und Befürchtungen.

Mit letzterem sind ja auch verschiedene Erlebnisse, die der Mensch durchlaufen und ge-
prägt haben, verbunden, die jeder für sich näher zu betrachten hätte, damit er eben nicht
an Hoffnungen und Befürchtungen (es könne so geschehen wie damals) hängen bleibt.

Dazu bedarf es immer wieder des Mutes zu schauen, was damals auch WIRKLICH passiert
ist, um das Befürchtungsdenken durch Klarheit dann definitiv vom Tisch zu bekommen und
um das Hoffen, im Sinne eines passiven Ausharrens der Dinge die da kommen werden, in
ein aktives Handeln, unter dem Gesichtspunkt der realistischen Verwirklichungsmöglichkeiten
führen zu können.

Mögliche Fehlprognosen sind ja daher auch immer in eine Planung mit einzubeziehen, weil der Mensch nun einfach mal kein Roboter ist und gleichzeitig schon während seiner Interpretationen
die Veränderungen in der Umwelt stattfinden.

@sumsum
Der Mensch ist ein Egoist, materielle Dinge sind ihm wichtig, während er mit seinem Geisteszustand in der Regel voll zu frieden ist.

Man sollte viel mehr die andere Seite im Menschen, die es auch IMMER NOCH gibt, beleuchten.

Aber wie sieht es aus, wenn ich ein Unternehmen leite? Sind wirtschaftlicher Erfolg und Ethik überhaupt miteinander vereinbar?

Dazu kannst du im Gespräch zwischen Christian Felber und Veit Lindau mehr erfahren.
https://www.youtube.com/watch?v=Jutbp2wzCMw

Die Würde des Menschen ist unantastbar, so heißt es, heute immer mehr mit dem Zusatz, "wenn es sich lohnt".

Niemand wirft sein hart verdientes Geld zum Fenster in den Garten raus, mit der Hoffnung
es wachse und vermehre sich dort.
So ist jede Investition geprägt durch die Erwartung, dafür auch irgendwas zu erhalten.
Ein ganz faires Tauschgeschäft.
Anders, wenn nur Gewinne erwartet werden, egal was für Mühen es den anderen kostet und mit welcher unredlichen Bezahlung er auskommen muss.
DAS ist dann unverdienter Lohn/ Betrug, an Jenen die man dabei auf’s schändlichste ausbeutet.
@Sumum
Aber wie sieht es aus, wenn ich ein Unternehmen leite? Sind wirtschaftlicher Erfolg und Ethik überhaupt miteinander vereinbar?
Die Würde des Menschen ist unantastbar, so heißt es, heute immer mehr mit dem Zusatz, "wenn es sich lohnt".


wenn ich ein Unternehmen leite und damit keinen Erfolg habe - muss ich Insolvenz anmelden und die Mitarbeiter entlassen.....und die Mitarbeiter werden mich hassen....

habe ich Erfolg mit meinem Unternehmen - wird mir der Erfolg geneidet.........

aus diesem Grund habe ich in meinem Leben nur so viel gearbeitet wie ich alleine verkraften konnte und mir selber in der Verantwortung war....

vor Unternehmern wie Bill Gates ziehe ich den Hut.....
leider werden solche Leute übersehen....
mit großem Finger auf die Mißstände in der Welt zeigen - das geht den meisten runter wie Öl.....

als ich das Plaktat von @Mehusae gesehen habe - hab ich nur den Kopf geschüttet .....das ist Dummheit und Hetze - und sonst gar nichts...... :?
Noch etwas zum „Recht auf Glückseligkeit“, die das Ziel allen Wünschens und Hoffens ist:

Der langgehegte Wunsch im Sinne eines intensiv herbeigesehnten, zukünftigen Sollzustandes wird gerne als eine sich von selbst erfüllende Prophezeihung angesehen, weil man davon ausgehen kann, dass man unbewusst alles dafür tut, um den erwarteten Lauf der Dinge durch eigenes Dazutun zu begünstigen. Dazu gehört auch, dass man nichts tut, was dieser Wunscherfüllung im Wege stehen könnte.

Da Wünsche nur von anderen Personen erfüllt werden können, die auch dazu in der Lage sind, also willensbegabt sind, geht der infantile Mensch, der die Welt für beseelt hält, davon aus, dass er auch Naturkräfte an den Verhandlungstisch bringen kann, um sich für ein kleines Entgelt (Opfer) die Zusage (das Versprechen) zu erkaufen, dass als Gegenleistung dafür nicht nur sein Wunsch erfüllt wird, sondern dass er damit auch ein einklagbares Gewohnheitsrecht darauf erwirbt, ihn auch weiter erfüllt zu bekommen, sofern er es sich leisten kann.

So, wie der biblische Hiob sein scheinbares Recht auf Reichtum damit zu erkaufen versuchte, dass er seinem Herrn treu blieb, indem er das ihm selbst gegebene Versprechen, ihm als Zeichen seines Gehorsams immer zu opfern, dauerhaft einhielt, beansprucht der Glücksverwöhnte sein Glück auch als Gegenleistung für das, was er meint, seinem Geschäftspartner (in dem Falle den Schicksalsmächten oder der Gemeinschaft, die es bewirkt haben) wert zu sein, indem er einfach weiterhin so (schön und damit begehrenswert) bleibt, wie er nun mal ist, wenn er sich nicht anders erklären kann, wieso sein Wunsch auch in Erfüllung ging, OHNE dass er dafür eine besondere Leistung erbracht hat.

Die Erwartung ist also für Viele bereits so etwas wie ein Wunsch, der ihnen versprochen wurde, erfüllt zu werden, und worauf sie denken, ein Anrecht zu haben, sodass sie, wenn ihnen dieses eingebildete Recht verweigert wird, und der Wunsch nicht in Erfüllung geht, ihren Partner meinen, vor Gericht zerren zu dürfen, weil er ihnen einen Schadensersatz für entgangenes Gück schuldet, wie auch Hiob es versucht hat, indem er seinen Herrn anklagte dafür, dass ihm das Vieh und die Familie wegstarb und er selber krank darnieder lag. Leider war der Herr nicht zu verklagen, der sich selbst als obersten Richter ansah und somit über dem Gesetz stand, was er selber repräsentierte, sodass er nicht zu belangen war.

Im anschließenden Gespräch wurde dann versucht, die wirklichen Schuldverhältnisse zu ermitteln, sowie die Absichten, die sein Herr wohl damit verfolgte, dass er ihn angeblich vorsätzlich ins Unglück stürzte, wobei man allerdings aufgrund von Unwägbarkeit zu keinem befriedigenderen Ergebnis kam, als davon auszugehen, dass die Wege des Herrn unerforschlich seien, und man nur das tun kann, was im Bereich der eigenen Fähigkeiten liegt, nämlich Vertrauen zu schenken, auch wenn der angebliche Vertragspartner in keiner Weise vertrauenswürdig zu sein scheint, weil er de Erwartungen, die man an ihn stellte, nicht erfüllte.

Der Anteil des Unwägbaren kann durch eigenes Dazutun (eifern oder streben) also minimiert werden, um sich seine Wünsche (durch Selbstbestimmung) anteilmäßig selber zu erfüllen, statt nur drauf warten (sich danach sehnen) zu müssen, dass es von selber geschieht (durch Fügung) oder dass Andere es tun (durch Fremdbestimmung), womit man sich noch mehr von fremder Willkür abhängig macht, als man es ohnehin schon ist.

Der Erfolg beim Wünschen stellt sich als einen Glücksfall dar, bei dem Wunsch und Wirklicheit übereinstimmen, was durch eine fröhliche Stimmung angezeigt wird. Da es beim Gefühlsjunkee eigentlich nur um diese euphorische Stimmung geht, mit der er seinen Frust über seinen Misserfolg betäuben will, ist es ihm egal, wodurch sie bewirkt wird. Daher findet man ihn auch meist beim Glücksspiel wieder, wo er das Glück ständig auf die Probe stellt.

Der Erfolgsverwöhnte kann sich allerdings über sein ständiges Glück nicht mehr freuen, weil er es mit der Zeit als selbstverständlich ansieht, sodass es schon eines besonderen Glückes bedarf, wenn es diese fröhliche Stimmung dennoch bewirken soll. Hier beginnt das zwanghafte Eifern oder Sehnen nach immer mehr Glück, was man auch Eifer-Sucht oder Sehn-Sucht nennt, welche die schlimmsten aller Süchte ausmachen.

Um die zu bekämpfen, bedarf es eines Wunschmanagements, mit Hilfe dessen man seine Wünsche auf ein realisierbares Maß reduziert.

Da der Wunsch jedoch natürlicherweise durch einen Mangel hervorgebracht wird, den es zu beheben gilt, und nicht durch reine Willkür, kann bei den lebensnotwendigen Grundbedürfnissen keine Beschränkung des Wunsches auf ein geringeres Maß durch Mäßigung beim Wünschen erfolgen, sondern nur bei Bedürfnissen, die nicht lebensnotwendig sind, oder bei denen, die nur eingebildet sind, aber in Wirklichkeit gar keinem echten Mangelzustand entsprechen.

Die Bescheidenheit, mit der man der Maßlosigkeit beim Wünschen entgegenwirken kann, muss sich also auf die Bereiche erstrecken, wo sie praktikabel ist, ohne selbst zum Zwang zu werden, der die eigene wirkliche Bedarfslage noch verschlechtert, statt zu verbessern, indem man etwa fastet, bis man umfällt, oder sich die Erfüllung lebensnotwendiger Wünsche versagt, bis man krank (süchtig ) davon wird.

Das hieße dann, den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen, wenn man es mit dem Untertreiben übertreibt, was beides nicht angemessen ist, um Wunsch und Wirklichkeit dauerhaft miteinander in Einklang zu bringen, und sich darüber auch dauerhaft freuen zu können, statt himmelhoch jauchzend immer wieder aufs Neue in Depression zu verfallen darüber, dass die Euphorie leider nicht ewig anhält.


@ Gundulabella

[color=#0000BF]….als ich das Plaktat von @Mehusae gesehen habe - hab ich nur den Kopf geschüttet .....das ist Dummheit und Hetze - und sonst gar nichts......[/color]

Da ein Plakat nicht dumm sein kann und auch nicht hetzen kann, ist davon auszugehen, dass du mehusae als dumm und hetzend bezeichnest.

Ich denke, du solltest dich für diese Entgleisung bei ihr entschuldigen, wenn du noch weiterhin ernst genommen werden willst, mit dem, was du da von dir gibst, denn die Dummheit dessen, der nix verstehen will, mit der Dreistigkeit gepaart, mit der er Diejenige zu diskreditieren versucht, die er seinerseits als dumm bezeichnet, weil ihm keine sachlichen Gegenargumente mehr einfallen, ist wirklich unerträglich!
nein - ich möchte das nicht mehr ......
mache auch keinen der Links mehr auf......
für mich hat das mit Philosophie NICHTS zu tun !

unter Philosophie verstehe ich etwas anderes als diese ständige Anprangerei ......
@filofaxi
Ja, über das Recht auf "Glückseligkeit" könnte man natürlich stundenlang diskutieren.
Sowie sie zu erreichen und zu halten wäre.

Dies ist ja scheinbar die Motivation derjenigen, die den "Himmel auf Erden" verwirklichen möchten.
Das Recht auf ausreichende Belohnung mit der Mann und Frau in Würde leben können, ist nicht gegeben.
Wäre es anders, kämen wir dem „vermeintlichen“ Recht auf Glückseligkeit schon ein wenig näher.
Auch hier finden wir die Gier danach wieder und wie schnell geht dabei das eigentliche Ziel, was den Antrieb zur Handlung gab, verloren.

Dadurch, und dass wir nicht mehr im Geringsten erahnen können, was es bedeuten würde, sich zum Teilen überwinden zu können, hiesse auch, die Nase nicht immer vorne haben zu wollen, auf gewisse Dinge bewusst zu Gunsten Anderer verzichten usw., entfernen wir uns der eigentlichen Glückseligkeit immer weiter.
Es ist das Wesen der Glückseligkeit, dass sie die Gerechtigkeit zur Bedingung macht, sie auch gebührlich geniessen zu dürfen.

Alles Andere ist eitel und ein Haschen nach Wind.

https://www.youtube.com/watch?v=dQvRsySCrUE
wenn das Wörtchen "wenn " nicht wäre könnte im Grunde genommen jeder glücklich sein : man muss einfach nur hinschauen :


Glück

Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist Regen, wenn es heiss ist,
Glück ist Sonne nach dem Guss,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis ißt,
Glück ist auch ein lieber Gruss

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

Clemens Brentano
@sarbre
Mir fällt auf, dass nirgendwo in diesem sehr schönen, beglückenden Gedicht, die Rede
von materiellem Gut zu finden ist.
Alles ist von einem zauberhaften Licht und Duft umhüllt, obwohl es in Strömen gegossen
und man aus tiefster kalten Dunkelheit eben im Sturm überlebt hat.

Das Bewusstwerden der Ereignisse um uns herum und deren Bedeutung für uns selbst,
und auch für Andere, ist ein Geschenk (auch in Anbetracht aller akustischen und visuellen Ablenkungen), egal ob diese uns quälen oder Freude bereiten, meistens ist es ja Ersteres.

Doch eben gerade darin liegt schon das Glück, im Wert dieses Momentes, ihn ohne Abwehr
und Verdrängung geistig fassen zu können, weil er uns die Möglichkeit zur Rückbesinnung
und Veränderung offenbart.
Glückseligkeit ist ein alter Ausdruck für das, wobei die Seele Ruhe findet, nachdem sie vorher ruhelos danach gestrebt oder sich danach gesehnt hat, Glück zu haben, sodass Wunsch und Wirklichkeit miteinander übereinstimmen.

Daher sagt man auch, nachdem man das Glück hatte, seine Wünsche erfüllt zu bekommen und das zugrunde liegende Bedürfnis befriedigt worden ist: „Ich bin jetzt glücklich und zufrieden!“

Zufriedenheit ist also einer der Umstände, wobei die Seele Ruhe findet, weil sie nicht mehr weiter nach dem Glück streben muss, weil sie es bereits erlangt hat.

Ist es also nur diese Seelenruhe, die man sich zum Ziel setzt, kann man sich die Anstrengung, sie zu erlangen, erleichtern, indem man sich dafür am Besten ein leicht erreichbares Ziel sucht, mit dem man Wunsch und Wirklichkeit in Einklang bringen kann, was man auch „Befriedung oder Bescheidung (Beschränkung) der Wünsche auf ein realisierbares Maß“ oder einfach „Bescheidenheit“ nennt.

Hierbei werden nicht das Ausmaß eines Wunsches beschränkt, der einem realen Bedürfnis entspringt, was es zu befriedigen gilt, oder gar auf die Bedürfnisbefriedigung zur Behebung eines realen Mangels selbst verzichtet, wie es manche Buddhisten unrealistischerweise fordern, sondern dem vorrangigen Ziel der Seelenruhe lediglich anderen Ziele, welche leicht zu erreichen sind, als Mittel zum Zweck vorgeschaltet.

Das bedeutet auch, dass man unvernünftige, impulsive zeitliche „Bevorzugung der Befriedigung anderer Bedürfnissen“ bei der „Auswahl aller zu befriedigenen Bedürfnissen nach Dringlichkeit“ zugunsten der „Machbarkeit von Seelenruhe“ durch „angemessenen Verschub der Befürfnisbefriedigung auf ein vernünftiges Maß“ einschränkt.

Wünsche an Andere, welche die eigene ersehens- oder erstrebenswerte Seelenruhe herstellen sollen, erforden, dass man auf nicht-kriegerische, sondern friedliche Weise mit ihnen umgeht, indem man vorher Frieden zwischen Anderen und Einem selber schafft, was ungleich schwieriger ist, als wenn man seinen Seelenfrieden ohne Hilfe Anderer erzeugt.

Hier ist nicht die „vorgetäuschte Selbstzufriedenheit“ als „ein Zufriedengeben mit dem, was man bisher selber geleistet hat“, gemeint, sondern die „Zufriedenheit, die man grundsätzlich selber herstellen kann“, indem man soweit wie möglich die Voraussetzungen fürs eigene Glück schafft, sodass man seinen Teil zur Erreichbarkeit des Ziels der „Zufriedenheit nach Befriedigung seiner Bedürfnisse“ beisteuert, was man auch als „anteilmäßige Selbstbefriedigung“ bezeichnen könnte.

Sieht man den Körper mit seiner Beeindruckbarkeit als Indikator für seelisches (soziales) oder geistiges (weltanschauliches) Wohlbefinden an, wäre neben der Befriedigung körperlicher (wirtschaftlicher) oder geistiger (moralischer) Bedürfnisse natürlich auch die Befriedigung des seelischen Bedürfnisses nach „Frieden mit Anderen“ ein Ziel, welches – nachdem es errreicht wurde, den eigenen Körper im Rausch der Freude darüber leidensfrei macht.

Auf diese Weise muss man sich auch nicht mehr statt dessen mit anderen Rauschmitten betäuben, um am Ende nicht mal mehr zu merken, wann man seine Seelenruhe gefunden hat, oder wenn andere Bedürfnisse befriedigt sind, was es wirklich wert wäre, dass man sich darüber freut.
@Mehusae
Mir fällt auf, dass nirgendwo in diesem sehr schönen, beglückenden Gedicht, die Rede
von materiellem Gut zu finden ist.


so ist es.....@Sarbre setzt weder Wirtschaftsplakate rein noch sonstige aufreißerische und provozierende Links.....
danke @Sarbre
Filofaxi hat geschrieben:

Wünsche an Andere, welche die eigene ersehens- oder erstrebenswerte Seelenruhe herstellen sollen, erforden, dass man auf nicht-kriegerische, sondern friedliche Weise mit ihnen umgeht, indem man vorher Frieden zwischen Anderen und Einem selber schafft, was ungleich schwieriger ist, als wenn man seinen Seelenfrieden ohne Hilfe Anderer erzeugt.

@ Filfaxi

Dazu eine kurze weise Anekdote:

Wie man in den Wald hineinruft…

Vor den Toren der Stadt saß einmal ein alter weiser Mann. Jeder, der in die Stadt wollte, kam an ihm vorbei.
Ein Fremder hielt an und fragte den Weisen: “Sag, wie sind die Menschen hier in der Stadt?”
“Wie waren sie denn dort, wo Ihr zuletzt gewesen seid?”, fragte der Alte zurück.
“Wunderbar. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Sie waren freundlich, großzügig und stets hilfsbereit.”
“So etwa werden sie auch hier sein.”

Dann kam ein anderer Fremder zu dem alten weisen Mann.
Auch er fragte: “Sag mir doch Alter, wie sind die Menschen hier in der Stadt?”
“Wie waren sie denn dort, wo Ihr zuletzt gewesen seid?”, lautete die Gegenfrage.
“Schrecklich. Sie waren gemein, unfreundlich, keiner half dem anderen.”
“So, fürchte ich, werden sie auch hier sein.”

(unbekannt)
@filofaxi
Hier ist nicht die „vorgetäuschte Selbstzufriedenheit“ als „ein Zufriedengeben mit dem, was man bisher selber geleistet hat“, gemeint, sondern die „Zufriedenheit, die man grundsätzlich selber her-
stellen kann“, indem man soweit wie möglich die Voraussetzungen fürs eigene Glück schafft, sodass man seinen Teil zur Erreichbarkeit des Ziels der „Zufriedenheit nach Befriedigung seiner Bedürfnisse“ beisteuert, was man auch als „anteilmäßige Selbstbefriedigung“ bezeichnen könnte.


Echte Selbstzufriedenheit wäre also nicht dadurch zu erreichen, wo versucht wird, eigene innere seelischgeistige Leere durch materielle Güter zu füllen.
Zur so genannten Selbstbefriedigung der eigenen Bedürfnisse kann natürlich auch diejenige
der Rache und des Geltungsstrebens gezählt werden, welche aber niemals zur inneren Glück-
seligkeit führt.
Also hat die von dir gemeinte „anteilmässige Selbstbefriedigung“ auch etwas mit sich selbst disziplinieren, nachdenken, planen, kreieren und kooperieren zu tun.
@mehusae

Da das, was man bereits besitzt, nicht mehr erstrebt werden muss, und daher auch nicht mehr erstrebenswert oder ersehnenswert ist, verlagert sich das Gieren auf ein anderes Mittel, um die Seelenruhe der Glückseligkeit zu erlangen.

Wie du richtig bemerkt hast, geht es hier um ein richtiges Mangement in der Auswahl der Mittel, um das zu bewerkstelligen – ganz unabhangig vom realen Bedarf, der es notwendig macht, bestimmte Grundbedürfnisse zu befriedigen, um nicht etwa zu verhungern.

Hier spielen die Hobbys eine große Rolle, die mit Leiden(sbereit)schaft betreiben werden, und mit denen der Mensch sich die Freude verschafft, die er vielleicht beim Erfüllen seiner täglichen Pflichten nicht hat, denn das, was mit Eifer betrieben wird, gelingt auch eher, als wenn es nur mit mäßiger Begeisterung oder sogar widerwillig verfolgt wird.

So kann zB auch die Sammelleidenschaft zu immer wieder neuer Freude führen, wenn man ein seltenes Stück erwirbt, welches einem in der Sammlung noch fehlte. Zu den sammelnswerten Gütern können auch Erlebnisse gehören, wie man sie zB beim Bereisen ferner Länder hat, wobei besonders die Gier nach Neuem (Neugier) befriedigt wird.

Wenn man jedoch nicht über die nötigen Mittel verfügt, um sich das, wonach man strebt, zu beschaffen und hat auch nichts, was man einem Anderen dafür geben könnte, damit der es einem beschafft, wäre das, wonach man strebt, nicht geeignet, um das Ziel der Seelenruhe zu erreichen, sodass man sich besser etwas Anderes dafür suchen sollte.

Der Verzicht zB auf Geld als Tauschmittel für das, was man erwerben möchte, ändert ja nichts an dem Ziel des Erwerbens selber, sondern lehnt nur das Mittel dazu ab. Denkbar wäre auch ein Entgelt in Form von Gegenleistungen oder Sachgütern, um den Wunsch erfüllt zu bekommen.

Wer sich täglich eine kleine Freude macht, indem er sich einen erfüllbaren Wunsch leistet, kann leicht auch dauerhaft den Zustand der Seelenruhe erzeugen, auch wenn andere tatsächliche oder reale Bedürfnisse vielleicht gerade nicht oder sogar garnicht zu befriedigen sind.


@ sarbre

Natürlich hängt das Bewusstsein immer vom jeweiligen Sein ab, sodass Wünsche nicht losgelöst von der Wirklichkeit gesehen werden können, selbst wenn der tatsächliche physische oder soziale Bedarf ein ganz anderer sein kann, als der geistig vorgestellte.
@ filofaxi
Nun, zu deinen gut begründeten Vorschlägen in Bezug zur selbständigen
ECHTER Bedürfnisbefriedigung:

Die Erfüllung hängt auch davon ab, wie stark ein Individuum bewusst lebt.
Wie es sich selber erfährt, erfahren kann, von Kind her erfahren durfte/ musste
und es sich von daher als Erwachsener in der Gegenwart auch gestatten KANN.

Um ein „gesunder“ Teil unserer Gesellschaft zu sein, bedarf es, wie wir wissen, nicht
„nur“ der materiellen Güter, ansonsten es nicht so viele psychisch Erkrankte und Selbst-
morde gäbe.

Leider versucht man uns, sobald wir den öffentlichen Raum betreten, von allen Seiten
her weise zu machen, dass wir GRUNDSÄTZLICH aus uns selbst heraus NICHT zufrie-
den und glücklich sein können, wenn wir nicht dieses oder jenes Produkt permanent
und möglichst ohne Unterlass konsumieren.

Also, was kann der Mensch in Anbetracht permanenter, manipulativer Machenschaften
von sich aus tun?
Reicht der Mut zur Bedienung des eigenen Verstandes zur ECHTEN Bedürfnisbefriedi-
gung wirklich aus, oder bedarf es zur Veränderung bestehender Missstände und auch
daraus entstehender Unzufriedenheit sowie mangelndem Glücklichsein doch noch etwas
mehr?
https://www.youtube.com/watch?v=H2wb8i8Id-M
             "Nicht Lehre oder Betrachtung, nicht Begeisterung allein kann den Menschen
              wie ein Licht von oben herein, durchwärmen, beleben und beseligen;
              er selbst, von innen heraus, muss sich emporarbeiten". Ernst von Feuchtersleben

......ist der Mensch in der Lage, die eigene Entscheidung in die entsprechende Handlung umzusetzen, dann verfügt er über Willensstärke. Sie ist eine notwendige Bedingung für Selbstbestimmung. In ihr besitzt der Mensch die Freiheit, nicht nur den rationalen Umgang mit Konflikten zwischen den eigenen Wünschen, Überzeugungen und Bedürfnissen zu unterscheiden, sondern auch Bezug auf sich selbst zu nehmen.
@mehusae

….Nun, zu deinen gut begründeten Vorschlägen in Bezug zur selbständigen
ECHTER Bedürfnisbefriedigung:

Die Erfüllung hängt auch davon ab, wie stark ein Individuum bewusst lebt.
Wie es sich selber erfährt, erfahren kann, von Kind her erfahren durfte/ musste
und es sich von daher als Erwachsener in der Gegenwart auch gestatten KANN. ...


Die Frage ist, ob der Mensch sich seiner echten Bedürfnisse von selber bewusst wird, oder ob er es erst lernen muss?

Das selbe gilt für das Unterscheiden zwischen echten und eingebildeten Bedürfnissen, sowie der dazu nötigen Mittel, um sie zu befriedigen.

Und drittens für die Beurteilung, wieviel möglich und wie wenig davon nötig ist, um nicht süchtig (krank) dabei zu werden, indem man es mit dem Konsum übertreibt, nachdem man sich dran gewöhnt hat, die Reizschwelle sinkt und man meint, immer mehr davon zu benötigen, um den Bedarf zu befriedigen, bis ihn die Nebenwirkungen des zwanghafte Missbrauch des Mittels (was den Rausch erzeugt, welcher normalerweise das befriedigte Bedürfnis anzeigt) die Sucht (Krankheit) herbeiführt.

….Um ein „gesunder“ Teil unserer Gesellschaft zu sein, bedarf es, wie wir wissen, nicht
„nur“ der materiellen Güter, ansonsten es nicht so viele psychisch Erkrankte und Selbst-
morde gäbe. ….


Die Befriedigung körperlicher, seelischer und geistiger Bedürfnisse ist grundsätzlich notwendig, um nicht nur am Leben zu bleiben, sondern auch funktionsfähig, dh gesund zu bleiben, um sich gegen die Umweltbediungungen aussteuern zu können (was die Definition für Gesundheit ist).

Hierzu sind bestimmte Vorgehensweisen nötig, die Buddha zB in seinem 8-fachen Pfad definiert hat. Dass sie im rechten Maß erfolgen sollen und nicht auf unmäßige Weise betrieben, soll der Suchtgefahr entgegenwirken, die bei jeder Tätigkeit besteht.

….Leider versucht man uns, sobald wir den öffentlichen Raum betreten, von allen Seiten
her weise zu machen, dass wir GRUNDSÄTZLICH aus uns selbst heraus NICHT zufrie-
den und glücklich sein können, wenn wir nicht dieses oder jenes Produkt permanent
und möglichst ohne Unterlass konsumieren. ….


Die Priester des Hinduismus machten die Menschen in ihren Gemeinden von ihrer Hilfe abhängig, ohne die es keine Befreiung vom Rad des Karmas (Wiedergeburt immer des selben Problems, bis es gelöst ist) gibt, was Buddha beendet hat, weil er den Menschen eine Anleitung zur Selbstbefreiung gab, indem er das Rad der Lehre (Dharma = Das, was man selber tun kann) in Bewegung setzte.

Grundsätzlich ist der Mensch jedoch trotzdem von der Hilfe eines Lehrers abhängig, der ihm den rechten Pfad zeigt, damit er sich nicht auf vielen falschen verirrt, und dabei niemals oder nur versehentlich auf den richtigen gerät, um dauerhaft glückselig zu werden.

….Also, was kann der Mensch in Anbetracht permanenter, manipulativer Machenschaften
von sich aus tun?...


Manipulieren (handhaben) tun wir alle, indem wir handeln. Das bedeutet, dass wir auch von Anderen ständig manipuliert werden, weil die mit zu unseren Lebensumständen dazugehören. Wir können – je nach bestehenden Machtverhältnissen - unseren Freiraum dazu nützen, um unser Leben soweit selber mitzubestimmen, wie es geht.

Das setzt jedoch voraus, dass wir den real existierenden Freiraum überhaupt sehen, statt immer wieder nur nach neuen Räumen zu gieren, oder die bestehenden Grenzen erweitern zu wollen, und uns in sinnlosen Streitereien mit Anderen, die auch Freiräume für sich beanspruchen, aufzureiben.

Streitsucht erfolgt da, wo das zwanghafte Bedürfnis besteht, sich ständig seiner wirklichen momentanen eigenen Stärke und Macht bewusst zu werden, was nicht nur durch den vergleichenden Wettbewerb geht, sondern auch durch den Kampf gegen den Anderen, bis Einer von Beiden unterliegt. Hier wird der Streit zum Selbstzweck.

Die Beschneidung fremden Freiraums, sowie die Enteigung oder Entehrung des Gegeners wird dabei als Vorrecht des Stärkeren und damit als lässliche Sünde gerechtfertigt, um sich die eigene Stärke zu beweisen, sodass das eigene Wohlbefinden keinen Schaden durch schlechtes Gewissen dabei nimmt.

….Reicht der Mut zur Bedienung des eigenen Verstandes zur ECHTEN Bedürfnisbefriedi-
gung wirklich aus, oder bedarf es zur Veränderung bestehender Missstände und auch
daraus entstehender Unzufriedenheit sowie mangelndem Glücklichsein doch noch etwas
mehr? ...


Es ist keine Frage des mangelnden Mutes, sondern lediglich eine Frage der Skrupellosigkeit (Gewissenlosigkeit), mit Hilfe einer Ganovenmoral, bei der der Zweck der eigenen Glückseligkeit jede Schädigung Anderer als notwendiges Mittel heiligt, um sein Glück auf Kosten Schwächerer zu machen, indem man sie um dieses nicht einklagbare Menschenrecht auf eine Gegenleistung für das, was sie Einem Gutes getan haben, betrügt.

Das ist der Grund, warum der Mensch nach Macht strebt, um gegen jede Moral seine Ziele selber zu verwirklichen, ohne Andere darum bitten zu müssen, von deren Machtstreben er sich damit abhängig macht. Das funktioniert jedoch nur solange, wie er selber stärker ist als der Andere.

Erst wenn die eigene Kraft nachlässt, oder ihn das Unglück trifft, muss er klugerweise nachgeben, um überhaupt noch Etwas von Anderen zu bekommen, wenn er sich nicht selber durch seinen Hochmut (fälschl. Auch Stolz genannt) ruinieren und am Hungertuch nagen, oder gänzlich verhungern will.

So schreit der Rücksichtslose im Alter gern nach "sozialen Rechten aufgrund von Barmherzigkeit", wo er sich schon nicht drum verdient gemacht hat, und auch keine angemessene Gegenleistung mehr erbringen kann, um sich auch dann noch die Glückseligkeit auf Kosten von spirituellen Idealisten zu ergaunern, denen er dafür die Gelegenheit bietet, sich als gütiger Mensch zu erweisen.