everyone hat geschrieben:              "Nicht Lehre oder Betrachtung, nicht Begeisterung allein kann den Menschen
              wie ein Licht von oben herein, durchwärmen, beleben und beseligen;
              er selbst, von innen heraus, muss sich emporarbeiten". Ernst von Feuchtersleben

......ist der Mensch in der Lage, die eigene Entscheidung in die entsprechende Handlung umzusetzen, dann verfügt er über Willensstärke. Sie ist eine notwendige Bedingung für Selbstbestimmung. In ihr besitzt der Mensch die Freiheit, nicht nur den rationalen Umgang mit Konflikten zwischen den eigenen Wünschen, Überzeugungen und Bedürfnissen zu unterscheiden, sondern auch Bezug auf sich selbst zu nehmen.


Zur Empore und zurück?


@filofaxi

Grundsätzlich ist der Mensch jedoch trotzdem von der Hilfe eines Lehrers abhängig, der ihm den rechten Pfad zeigt, damit er sich nicht auf vielen falschen verirrt, und dabei niemals oder nur versehentlich auf den richtigen gerät, um dauerhaft glückselig zu werden.


Verschiedene Lehrer, verschiedene Methoden.
Aber, trifft die jeweilige Methode auch auf die Bedürftigkeit der Menschen mit den verschiedensten Heilserwartungen zu?

Ich würde gerne wieder zur Basis der Grundbedürfnisbefriedigung zurückkehren, die da wäre,
sich ernähren, kleiden und schützen zu können.
Es bedingt daher, dass wir einer bezahlten Arbeit oder eines geregelten Grundeinkommens ge- wiss sein können.
Dies kann, so vermute ich mal, die Hälfte der Menschheit nicht.
Also sollte diese Tatsache der anderen Hälfte NICHT gleichgültig sein.
Daher gibt es einige Unermüdliche, die mit viel Mühen und Engagement einen Pfad finden WOLLEN, auf welchem heilsame Kräuter, für die Bauchschmerzengeplagten eines überfressenen und doch zu einer gewissen Unterernährung neigenden Bevölkerungsgruppe, gedeihen könnten.

Nun kann man sich natürlich die verschiedensten Methoden für Veränderungen mal ansehen, Berechnungen und Spekulationen anstellen, planen und Versuche im kleinen Rahmen anhand von Anschauungsmodellen abspielen lassen.
Man kann leider auch die ausgeklügelsten Veränderungsabsichten sabotieren mit dem Argument, dass es damals und in ähnlicher Vorgehensweise versagt habe und deshalb nie was taugen würde und zum Scheitern verurteilt sei.

Es ist wohl kein einziger Moment in der Existenz des ganzen Kosmos gleich wie ein anderer, nie herrschen die gleichen Bedingungen, vielleicht ähnliche.
Das Thema hieß: was soll ich tun? was kann ich hoffen?

...um DAS, WAS ICH WILL, zu erreichen oder zu erlangen!

Da nichts beständiger ist, als der Wandel, stellt das Erreichen eines Zieles immer auch gleichzeitig das Ende des Begehrens dar, und dem Strebenden (Handelnden) oder Sehnenden (Hoffenden) muss immer wieder etwas Neues einfallen, wonach er gieren kann.

Dies wird im Sysiphus-Beispiel deutlich, wo der mühevoll den Berg hochwälzte Stein am Gipfel immer wieder herunterrollt.

Auch im Christentum wird die Welt als irdischer Ort des körperlichen Leidens der erleuchteten (bewusstseinsbegabten) Seele (Christus), die ans Kreuz der vier Elemente gefesselt ist, dargestellt, was der Mensch geduldig ertragen lernen muss, um nicht schon vorzeitig an dieser unabänderlichen Tatsache zugrunde zu gehen, indem er sich durch seinen Unwillen und seine Ungeduld über das, was nicht sofort oder gar nicht funktioniert, bei dem, was er tatsächlich tun kann, noch selber im Wege steht, und den ganzen bisherigen Erfolg zunichte macht.

Damit er in seiner Wut darüber nicht noch Andere schädigt, gibt es das Strafgesetz, was den Schwachen vor der Willkür des Starken schützen soll, indem letzterem noch mehr Leiden in Aussicht gestellt wird, als er sowieso schon hat, in der Hoffnung, dass er sich deshalb in Geduld übt, und wartet, bis das Schicksal ihm gnädig ist, oder er die vertraglich vereinbarten Leistungen als Lohn für seine Mühe bekommt, dessen er sich bereits würdig gezeigt hat.

Der israelitische Herr verlangte als Gegenleistung für seine Wunscherfüllung die gehorsame Einhaltung seiner Gesetze, die dazu dienten, dass sich die Menschen nicht gegenseitig übervorteilten, was das Leid des Schwächeren ja noch verstärken würde, wenn sich der Stärkere auf ihre Kosten sein Leid erleichtert, indem er seine Bedürfnisse einseitig auf deren Kosten befriedigt.

Man kann also erwarten (hoffen) - unter der Bedingung, dass der Vertragspartner (der Wunscherfüller) kein Betrüger ist - dass er sein gegebenes Versprechen auch vertragsgemäß einhält.

Sieht man den Gesetzgeber als Denjenigen an, der nicht nur das Strafgesetz, sondern auch Regeln und Verordnungn erlässt, die dem Wohle Aller dienen, die sich dran halten, kann man auch mit gutem Grund hoffen, dass Grundbedürfnisse, die alle haben, mit einiger Sicherheit im Rahmen der Legalität befriedigt werden.

In Ländern mit sozialen Sicherheitssystemen, die nicht im Rahmen der Nächstenfürsorge von den Familien alleine garantiert werden, kann der Bürger zB die Leistungen im Krankheitsfall oder im Falle der betriebs- oder altersbedingten Arbeitsunfähigkeit, wo er sich seinen Lebensunterhalt nicht mehr selber erwerben kann, von der Solidargemeinschaft aller Versicherten erwarten, nachdem er seiner Sozialbeitragspflicht nachgekommen ist.

Wenn nicht mehr genug Gelder mehr in der Kasse ist, müsste er seine Erwartungen auf ein realistisches Maß beschränken, und gleichzeitig hoffen, dass man die Gesetze ändert und die Finanzierung der Sozialleistungen zB aus Steuermitteln finanziert.

Sind die Abgeordneten korrupte Lobbyisten und nicht bereit, diese Gesetzesänderungen zum Wohl der Bedürftigen durchzuführen, müssen sie im Rahmen eines Volksbegehrens sofort abgewählt werden, und nicht erst nach Ablauf einer Legislaturperiode, in der sie ungestraft weiter ihr Unwesen zum Schaden der Allgemeinheit und zum Nutzen einiger Weniger treiben können.

Sofern der Weltfrieden auch ein Bedürfnis des Einzelnen ist – egal unter welchen Umständen er gerade lebt – wäre der allerdings auch nur von begrenzter Dauer, da es immer Einige gibt, die ihre Machtposition auf Kosten Anderer erweitern, und danach erst in Frieden gelassen werden wollen, um in Ruhe ihren Reichtum und die damit verbundene Sicherheit genießen zu können.

So werden auch Staaten einander immer bekämpfen, und Anderen das Schwarze unter den Fingernäglen missgönnen, um selber in eine günstigere Position zu gelangen, die ihnen die Freiheit gestattet, alles zu tun, was ihnen beliebt, damit ihr Seelenfrieden niemals mehr von Anderen gestört werden kann.
Das Thema hieß: was soll ich tun? was kann ich hoffen?
...um DAS, WAS ICH WILL, zu erreichen oder zu erlangen!

Ich leite davon die Frage ab, was der MENSCH, die MENSCHEN tun SOLLTEN,
um das was sie wollen, (z.B. glücklich sein), zu erreichen.

Etwas Grundlegendes dazu sind die Grundbedürfnisse die er stillen MUSS um über-
haupt überleben und um über das was er will, (nicht wollen muss!), nachdenken zu
können.
Deshalb steht zu Beginn des Threads der Link zum Thema wie kann man sein
Geld, welches dazu benötigt wird, auch würde- und sinnvoll verdienen.

Man kann also erwarten (hoffen) - unter der Bedingung, dass der Vertragspartner
(der Wunscherfüller) kein Betrüger ist - dass er sein gegebenes Versprechen auch vertragsgemäß einhält.


Heutzutage ist das leider, vor allem beim Arbeitsvertrag, nicht mehr garantiert.

Zuviele Menschen leben mit ihren Familienangehörigen infolge unangemessenen Löhnen
unter dem Existenzminimum, also an der Armutsgrenze.
Dies auch noch mit selbst finanzierten Fortbildungen und sonstigen weiteren Bemühungen
wie Überstunden usw, während andere auf ihre Kosten und Gesundheit, materielles Gut
häufen. Schande!
Hier ist die Hoffnung zur Hoffnungslosigkeit gesunken, weil die Wunscherfüllung nur noch
einseitig besteht und der Schwächere sich keine Auseinandersetzung leisten kann, dabei
als der Klügere nachgeben MUSS.
Was für den Einzelnen gilt, gilt auch für Alle:

Sie müssen die Voraussetzungen dafür schaffen, was sie haben oder sein wollen, und da, wo ihnen die Macht dazu fehlt, müssen sie fremde Hilfe in Anspruch nehmen, oder warten, bis die Umstände sich auch ohne ihr Zutun geändert haben, sodass sie dem entsprechen was sie wünschen. Hier wären es die Umstände selber, die zum Wunscherfüller werden.

Insofern ist das geduldige Warten ebenfalls ein Tun, selbst wenn man in guter Hoffnung bis zum St Nimmerleinstag wartet, weil sich die Umstände aufgrund von unrealistischen Vorstellungen nicht wunschgemäß ändern, oder aber nicht so bleiben, wie sie gerade sind, sodass das gerade bestehende Glück unweigerlich vergeht, wenn man nichts tun kann, um es zu erhalten.

Da das Tun von der eigenen Macht (Kraft plus Einflussmöglichkeit) abhängig ist, versucht jeder Mensch soviel Macht wie möglich zu erwerben, um möglichst selbstbestimmt leben zu können.

Das bedeutet dann, dass er – wenn er die körperliche Stärke, die ihn zum patriarchialen Herrscher macht, oder die wirtschaftliche Stärke, die ihn zum matriarchialen Herrscher über Andere macht, hat – auch Andere dazu nötigen kann, seine Wünsche zu erfüllen.

Dies geht entweder mit der sanften Gewalt der Verführung, wobei er ihr Einverständnis dazu bekommt, oder mit der brachialen Gewalt der Erpressung, indem er mit Strafmaßnahmen (zB auch Verweigerung der zugestandenen Rechte) droht, wenn sie nicht gehorchen, und diese dann auch gegen ihren Willen vollzieht, um sie zu zwingen, das zu tun oder zu lassen, was er will (zb indem er vor Gericht zieht, und mit dessen Hilfe er sein Recht auf Würdigung eigener Verdienste auch gegen den Willen des Anderen erzwingt).

Macht in Form von physischer Leistungsfähigkeit (als militärische Stärke) oder Macht in Form von Besitz (v om Wissen, wie man herrscht, oder von Wertgegenständen zum Tauschen für das, was man dazu braucht) dient dazu, sich die Freiheit und die Sicherheit zu verschaffen, um sein Glück mit oder ohne die freiwillige oder erzwungene Hilfe durch Andere zu sichern und auszubauen, sodass man es auch möglichst dauerhaft genießen kann.

Daher löst die Abschaffung von Geld als Gegenwert für Arbeitsleistung oder Handelsware das Problem des zwanghaften, suchterzeugende Strebens (durch Eifern oder Sehnen) nach immer mehr Besitz (Habsucht) oder Einflussnahme (Herrschsucht) genauso wenig, als wenn man den Besitz abschafft, um alle Menschen gleich stark bzw schwach zu machen, denn das Spektrum der Talente, die einen Menschen zu besonderen Leistungen auf speziellen Gebieten befähigt, auf denen er besser ist, als Andere, und damit auch über mehr Macht als sie verfügt, lässt sich nicht künstlich reduzieren oder erweitern, weil es erblich vorgegeben ist.

Auch die Gleichbehandlung aller Kinder in Kinderkrippen zum Zwecke der geistigen Erziehung zum sozial denkenden Menschen muss fehlschlagen, wenn man dies statt den machtgierigen Eltern den ebenso machtgierigen Erziehern überlässt, die ihren Erziehungsauftrag auch gegen den Willen der Kinder verwirklichen sollen.

Abgesehen davon gibt es keine Wünsche, die für Alle wünschenswert wären, denn es wollen zwar alle das Selbe, nämlich die Macht über Andere, können es jedoch nicht alle verwirklichen, weils immer Andere gibt, die mächtiger sind, als sie.

Auch die Altersweisheit ist daher oft nur die Altersmilde eines Kränkelnden, die zur Geduld und Nachgiebigkeit zwingt, solange der Zustand der relativen Machtlosigkeit anhält. Geht es dem Kranken wieder besser, ist es schlagartig damit vorbei, und er ist genauso herrschsüchtig und habsüchtig wie vorher, was man besonders gut in Krankenhäusern oder in Altenheimen beobachten kann, nachdem es die Großfamilie nicht mehr gibt, wo die alten Despoten den ganzen Clan tyrannisieren.

Die philosophische Anarchie (Herrschaftsfreiheit) als wünschenswerte Staatsform sollte ursprünglich nur die Möglichkeit begrenzen, aufgrund von statusbedingten Vorrechten, Andere durch Machtmissbrauch unterdrücken zu können.

Leider wurde diese Botschaft missverstanden und dahingehend interpretiert, dass mit Anarchie die Hierarchien abgeschafft werden sollten, ohne die eine Gesellschaft nicht organisierbar ist und damit auch nicht funktionsfähig, sodasss sie dem Chaos anheimfällt, was die gut organisierten Tyrannen wiederum ausnützen, um das oft selbstverursachte Chaos wieder in ihrem Sinne zu ordnen und sich statt derer an die Spitze zu stellen, die vorher das uneingeschränkte Sagen hatten.

Der Gebrauch von Macht ist also nicht per se schädlich für Alle, sondern nur der Missbrauch einiger Weniger auf Kosten der Mehrheit. Daher ist die Abschaffung des Machtmissbrauchs wünschenswert und nicht die Abschaffung von Macht oder gar das Machtstreben selber.
@filofaxi
„Da das Tun von der eigenen Macht (Kraft plus Einflussmöglichkeit) abhängig ist, versucht jeder Mensch soviel Macht wie möglich zu erwerben, um möglichst selbstbestimmt leben zu können.„

Ist dies wirklich bei jedem Menschen und in jeglichem Tun so?
Was ist bei jenem/r (Lebens)KünstlerIn, welche/r eigene Unzulänglichkeiten und habsüchtige Beweggründe bei sich selbst erkennt, sie im Werk, durch veränderliches Schaffen und Um-
kehr bewusst zu machen vermag und dadurch als "Denk mal" unverkäuflich, immer wieder in
seinem Tun statuiert?

Das bedeutet dann, dass er – wenn er die körperliche Stärke, die ihn zum patriarchialen Herrscher macht, oder die wirschaftliche Stärke, die ihn zum matriarchialen Herrscher über Andere macht, hat – auch Andere dazu nötigen kann, seine Wünsche zu erfüllen.

Es kann ja auch sein, dass sich jemand seine eigenen Wünsche erfüllt und dabei andere
Menschen nicht nötigt, sondern sogar damit die Wünsche vieler anderer ebenso erfüllt.

Der Gebrauch von Macht ist also nicht per se schädlich für Alle, sondern nur der Missbrauch einiger Weniger auf Kosten der Mehrheit. Daher ist die Abschaffung des Machtmissbrauchs wünschenswert und nicht die Abschaffung von Macht oder gar das Machtstreben selber.

Wie handelt jedoch ein Machtschaffer der nicht mit Rücksichtslosigkeit seine Kraft einsetzt
und Einflussmöglichkeit erwirkt?
Wie kann es ihm gelingen sich NICHT zur Unterdrückung anderer hinreissen zu lassen?
Was kann er tun?
Könnte man hier vielleicht „Macht plus Einflussmöglichkeiten“ mit Macht und Einfühlungs-
vermögen ersetzen?
@ mehusae

….Ist dies wirklich bei jedem Menschen und in jeglichem Tun so?
Was ist bei jenem/r (Lebens)KünstlerIn weche/r eigene Unzulänglichkeiten und habsüchtigen Beweggründe bei sich selbst erkennt, sie im Werk, durch veränderliches Schaffen und Um-
kehr bewusst zu machen vermag und dadurch als "Denk mal" unverkäuflich, immer wieder in
seinem Tun statuiert?....


Natürlich dient das Streben nach Macht nicht nur dazu, um Andere zu beherrschen, sondern auch, um den eigenen Körper, Seele oder Geist, die nach Befriedigung ihrer Bedürfnisse gieren, damit dies auch erfolgreich geschehen kann. In dem Fall dient das Wissen dazu, die eigenen Stärken richtig einzusetzen, damit Aufwand und Ertrag in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, sodass sich das Geschäft auch lohnt.

...Es kann ja auch sein, dass sich jemand seine eigenen Wünsche erfüllt und dabei andere
Menschen nicht nötigt, sondern sogar damit die Wünsche vieler anderer ebenso erfüllt....


Das kann sowohl beabsichtigt (fremdbestimmt) als auch unbeabsichtigt geschehen, und wird dann für den Wünschenden als ein glücklicher Zufall wirksam, bei dem er dem Wunscherfüller in beiden Fällen einen Dank zum Ausgleich schuldet, worauf der im ersten Fall natürlicherweise auch bestehen wird, jedoch im zweiten Fall eher nicht, wenn er gar nicht weiß, dass er dem anderen nützlich war.

...Wie handelt jedoch ein Machtschaffer der nicht mit Rücksichtslosigkeit seine Kraft einsetzt
und Einflussmöglichkeit erwirkt?
Wie kann es ihm gelingen sich NICHT zur Unterdrückung anderer hinreissen zu lassen?
Was kann er tun?


Er kann den eigenen Machtmissbrauch verhindern, indem er sich bewusst wird, wo der Freiraum des Anderen beginnt, und auch die nötige Bereitschaft dazu aufbringt, ihn zu achten, indem er nicht das Mittel der „Grenzüberschreitung auf Kosten Anderer“ heiligt, um seine Ziele auch gegen ihren Willen zu erreichen. Dies nennt man dann Rücksichtnahme (oder lat. auch „Respekt“).

Das trifft auch auf den Verzicht auf den natürlichen Wunsch nach spontaner, ungezügelter Rache zu, nachdem Derjenige, der Einen geschädigt (und damit Unglück beschert) hat, nicht freiwillig dazu bereit ist, Schadensersatz zu leisten, sodass man ihn (notfalls mit Hilfe des Gerichts) gegen seinen Willen dazu zwingen muss.

Hier würde die Macht, die Jeder hat, zum Zwecke der ausgleichenden Gerechtigkeit eingesetzt, um das karmische Schuldenkonto wieder auszugleichen, was noch kein Machtmissbrauch ist, solange die Rache angemessen erfolgt und damit auch einen gerechtfertigten Gebrauch der eigenen Macht darstellt (Auge um Auge, Zahn um Zahn, und nicht mehr).

...Könnte man hier vielleicht „Macht plus Einflussmöglichkeiten“ mit Macht und Einfühlungs-
vermögen ersetzen?...


Die „Einfühlung“ kann nur hinsichtlich einer Einwirkung auf den EIGENEN Körper von außen oder in Prozesse innerhalb des eigenen Körpers erfolgen, indem man seinen Körper dafür sensibilisiert oder aber betäubt.

Das, was im Anderen vorgeht, wenn er leidet, ist jedoch nur eine „Vorstellung“, die man sich macht, indem man dessen beobachteten Seinszustand dazu benutzt, um sich zu erinnern daran, wie man selber mal gelitten hat, wobei das Ausmaß des eigenen Leidens ein ganz anderes gewesen sein kann, was leicht zu einer anderen – womöglich völlig falschen - Bewertung seines Leidens führt.

Das Verständnis für soziale Zusammenhänge, um darauf angemessen reagieren zu können, bekommt man nur, indem man sich um Einsicht bemüht, und auch um das Wissen darum, was angemessen ist, und was nicht, damit die Rache nicht unverhältnismäßig groß ausfällt, und daher wiederum eine ausgleichende Gegenrache provoziert, die den eigenen Seelenfrieden stört.

Ähnlich ist es auch mit unangemessenem Dank, mit dem der Dankende die Gegenseite zu einem Gegendank verpflichtet, den sie nicht erbringen kann, sodass sie den Schenkenden am Ende dafür hasst, dass er sie mit seinen Geschenken auf ewig zu Dank verpflichtet und mit seiner scheinbaren Großzügigkeit von der eigenen Willkür abhängig gemacht hat, diesen nach Lust und Laune auch gegen ihren Willen einfordern zu können.

Das ist eine Form des Machtmissbauchs, der auch gerne unter Freunden praktiziert wird, wo es eigentlich heißt, dass nur kleine (weil mit Dankbarkeit vergeltbare) Geschenke die Freundschaft dauerhaft erhalten, aber nicht die unmäßig Großen, die dem Anderen peinlich sind, weil er sich nicht dafür revanchieren kann, und die ihm daher auch keine Freude verursachen.


Noch etwas zum klugen und zum dummen Wünschen:

Hiervon handelt nicht nur der Spruch: „Wen die Götter hassen, dem erfüllen sie seine (unbedachten) Wünsche!“ oder „Achte auf das, was du dir wünschst – es könnte in Erfüllung gehen!“, sondern auch das Märchen von den drei Wünschen, die einem armen Bauernpäärchen gewährt werden, wobei der erste spontane Wunsch ein Würstchen war, welches sich die Frau wünschte, und welches der Bauer vor Empörung über den leichtfertig vertanen Wunsch an die Nase der Frau wünschte, sodass er den dritten Wunsch dazu verwenden musste, die Nase wieder von dem Würstchen zu befreien.

Ein anderes berühmtes Märchen ist das vom Fischer und seiner Frau, die immer mehr darstellen wollte, als das, was sie gerade war, weil sie es nicht ertrug, dass ihr Jemand Befehle gab, bis sie am Ende allmächtig sein wollte und wieder in ihre ärmliche Fischerhütte zurückgeschickt wurde, mit der sie am besten zurecht kam, weil sie dieses Leben gewohnt war.

Hier wurde ihr die Tatsache, dass ihre Wünsche nicht mehr erfüllt wurden, zum wirklichen Glück, was man auch herbeiführen kann, ohne erst an seinen unrealistischen Erwartungen scheitern zu müssen, indem man sich vernünftigerweise nur das wünscht, was man wirklich braucht in Abstimmung mit dem, was man bereits besitzt.

Dass Wünsche an die richtige Adresse auf magische Weise in Erfüllung gehen – als Lohn für ehrenhaftes Verhalten -, zeigt das Märchen vom Glücksmariechen und Pechmariechen bei Frau Holle, die das erstere für ihr Wohlverhalten belohnt und das zweite für ihre Faulheit bestrafte.

So sind auch die „Glückwünsche“ zu verstehen, welche man Jemandem gegenüber äußert, mit dem man es gut meint, wobei nicht klar ist, an welche Adresse der Wunsch eigentlich geht, denn es macht wenig Sinn, Jemandem einen Strauß Blumen zu wünschen, wenn man nicht weiß, wo, oder nicht das Geld hat, um ihn zu bezahlen, damit er auch wunschgemäß geliefert werden kann.

Leichter ist es da, dem Anderen sein bereits vorhandenes Glück zu „gönnen“, womit man ihm verspricht, es ihm nicht aus Missgunst zu zerstören, indem man es zB schlechtredet und damit seine Unzufriedenheit weckt, sodass er sich nicht mehr dran erfreuen kann, oder indem man ihm sogar Hindernisse in den Weg legt, um das Erreichen seines Glückszustandes zu verhindern.

Dass man dem Glücklicheren sein Glück neidet, liegt daran, dass man es mit dem eigenen vergleicht, und feststellt, dass er anscheinend mehr davon hat, als man selbst, was noch nicht bedeutet, dass man es ihm deswegen auch missgönnt, sodass auch Freunde, die einander wohlgesonnen sind, neidisch auf den Andern sein können, ohne ihm damit zu schaden.

Die Verwünschung oder Verhexung findet da statt, wo Jemandem eine Suggestion erteilt wird, von der er meint, dass sie der Wirklichkeit entspricht oder entsprechen wird, wie zB die Voraussage, dass ihn ein Unglück treffen wird, auf dessen Verwirklichung er selber dann unbewusst hinarbeitet, während er eigentlich damit beschäftigt ist, es zu verhindern.

Dies nennt man dann fälschlicherweise eine „sich selbst erfüllende Prophezeihung“, weil man meint, man sei es gar nicht selber gewesen, der zum Schmied des eigenen Unglücks wurde.

Hier bedeutet „pro“ nicht „vorher“, sondern „für“, und „Prophezeihung“ bedeutet nicht „Vorhersage“, sondern „Fürsprache“ in dem Sinne, dass man an Stelle eines Anderen spricht, wie es spiritistische Medien zu tun pflegen, die angeblich an Stelle eines Geistes sprechen, um die Verantwortung für das, was sie spontan äußern und Anderen als die zukünftige Wirklichkeit verkaufen wollen, nicht selber übernehmen zu müssen.

Tatsächlich wird der Wunsch oder die Vorstellung dessen, was geschehen soll, in der Magie vor Allem dazu benutzt, um sich richtig auf sein Vorhaben zu konzentrieren,, sodass es sicherer ist, auch langfristig damit erfolgreich zu sein, als wenn sich dabei durch das Verfolgen anderer Ziele ablenken ließe.

Der Begriff „Unerschütterlicher Glaube“ soll dabei eine Gewissheit vorwegnehmen, dass etwas mit einer Sicherheit geschieht, die ebenfalls nur auf Wunschvorstellung beruht, weil die Zukunft ja noch nicht bewirkt worden ist.

Ziel dabei ist es, sich selber zu motivieren, ein hohes Risiko einzugehen, wenn man sich der Ungewissheit anvertraut, auch unter der Gefahr, dabei zu scheitern, welches reduzierbar wäre, wenn man sich vorher vergewissern würde, ob die Umstände oder die Menschen, denen man etwas oder sich selbst anvertraut, denn bisher auch vertrauenswürdig waren.

Damit bezieht sich das Vertrauen, welches man schenkt, vernünftigerweise auch immer nur auf verhältnismäßig sicher zu scheinende Teilbereiche, und nicht auf alle, sodass die totale Pleite vermieden werden kann.
@filofaxi

Aus Christian Felbers
Charakterskizze des autoritär erzogenen Österreichers

Machtstreben und Expansion:
Die (männlichen) Theoretiker des Abendlandes sind von der fixen Idee besessen, daß das Machtstreben im Menschen veranlagt sei (Es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn
sich demnächst ein paar Biologisten auf die Suche nach dem "Macht-Gen" begäben).
Ich denke, daß Machtsucht "lediglich" eine Folge misslungener Erziehung und Beziehung ist.
Der Mensch strebt nach Süßem: Frucht, Liebe, Erkenntnis, Ruhe; nicht nach Macht.
Die Sucht nach Macht erwacht erst, wenn man die innere Ohnmacht nicht annehmen
kann und sie durch das äußere Gegenteil Macht zu verbergen sucht.

In der autoritären Erziehung sind nun so gut wie alle Kinder ohnmächtig gegenüber den allmächtig erlebten Eltern und geraten anschließend in einen sozialen Kontext, in dem das Schwachsein verboten und das Starksein die zwingende Norm ist. Wer Schwäche zeigt, wird sofort niedergepickt weshalb wir lernen, unsere Schwächen zu verbergen:
ein Tabu entsteht.
Das Unbewusste, in das das Angstbesetzte abgeschoben wird, ist aber nur ein Abstellraum,
kein Grab; daher lebt das Ohnmachtgefühl tief in uns weiter und mit ihm die Notwendigkeit,
es zu verbergen, sprich, Macht zu demonstrieren.
Jeder zusätzliche Zentimeter Macht vermindert mein Gefühl der Impotenz und meine Angst davor.
Ich beginne zu erobern:
fremde Länder, Frauen, Gesprächsanteile, Marktanteile. Bei der scheinbar so aktiven Trieb-
feder Machtzuwachs handelt es sich also erneut "nur" um negative Motivation:
Um meinem inneren Gefühl von Hilflosigkeit und Schwäche zu entrinnen, demonstriere ich
nach außen hin Stärke.
Ich vermute daher, daß es ohne die in der autoritären Erziehung häufig und entscheidend
erlebte Ohnmacht, Hilflosigkeit und das Gefühl des Ausgeliefertseins kein Bedürfnis gäbe,
selbst in die Rolle des Überlegenen zu schlüpfen. Wäre es zudem kein soziales Tabu,
schwach und unterlegen zu sein, dann entfiele auch der Drang, seinen Machtbereich
praktisch unbegrenzt auszuweiten.

Folglich sind Wettkampf, Kriege,religiöser Missionseifer, zwanghaftes Wirtschaftswachstum
und Extrembodybuilding ganz logische Phänomene autoritär erziehender Gesellschaften
Weiter zur wünschenswerten Macht:

Die Macht der Verweigerung

Ein weiterer interessanter Aspekt der Macht neben der“gewünschten“ und der „real existierenden“ und der „vorgestellten“ tatsächlichen Macht, die man selber hat, ist die „vorgetäuschte Macht“, die man Anderen demonstriert - nicht nur, um den stärkeren Gegner durch Angeberei oder Drohungen über die tatsächliche eigene Machtlosigkeit hinwegzutäuschen, sondern auch, um sich durch die Verwendung von (Not-)Lügen, mit denen man seine wirklichen eigenen Motive und Pläne verschleiert, vor der Willkür des Mächtigeren in Sicherheit zu bringen, oder um sich ihm gegenüber sogar einen Vorteil zu erschleichen.

Das gelingt dem scheinbar Schwächeren auch mit Untreue, indem er gegebene Versprechen nicht einhält, bzw die Pflicht der zuverlässigen Gefolgschaft (oder auch nur den Gehorsam gegenüber dem Stärkeren) verweigert, um einem anderen Herrn zu dienen, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet, es ungestraft und damit ungehindert zu tun, sodass er für den vorherigen nicht mehr vertrauenswürdig erscheint. Das kann auch schon der Fall sein, wenn er nur dessen Erwartungen nicht erfüllt, was auch schon gern fälschlicherweise als Untreue bezeichnet wird.

Korruption (Zusammenbruch der Bereitschaft, für den Anderen dauerhaft vertrauenswürdig zu sein) erfolgt immer dann, wenn man ein gegebenes Versprechen nicht mehr einhält, weil man eine verführerische Alternative in Aussicht hat, die sich mehr lohnt, als die vereinbarte. Sie ist eigentlich kein „Verrat“, weil dabei kein Geheimnis verraten wird, sondern „Betrug“, bei der der Handelspartner um den vereinbarten Lohn seiner Leistungen betrogen wird, indem man ihn ihm vorenthält. Das tut man meistens dann, wenn man sich keinen besonderen Nutzen mehr davon erhofft, oder sogar einen unverhältnismäßig großen Schaden befürchtet.

Die Macht (Kraft) der „Verführung durch ein besseres Angebot“ kann jedoch noch gar nicht korrumpieren, wenn man noch gar kein Versprechen abgegeben hat (wie zb das Versprechen, seine Macht mit dem Anderen zu teilen, damit beide was davon haben, oder sich auch um Jemanden zu kümmern, wenn Einen keine Not dazu zwingt, sozial zu sein), was man einhalten müsste, um weiterhin als vertrauenswürdig zu gelten, sodass man es demzufolge auch nicht brechen kann, um dem Anderen damit untreu zu werden.

Die Missachtung konventionsbedingter Gesetze (aufgrund von geltendem Gewohnheitsrecht oder allgemeiner guter Sitte), mit denen man sich nicht ausdrücklich einverstanden erklärt hat, die aber trotzdem verbindlich sind, und deshalb auch zum Verlust der Vertrauenswürdigkeit führen, wenn man sie bricht, kann man daher auch als Untreue bezeichnen, wobei deren Unwissenheit nicht vor Konsequenzen schützt.


Macht und Eitelkeit:

Dem Eitlen ist sein falsches Selbstbild, was er von sich selber hat, und was er als „guten Ruf“ bei Anderen hat, eine Menge wert, denn er ist ein Idealist (Idolos griech. = das Bild), für den das Idealbild (Idealvorstellung) von sich selbst, dem er bereits zu entsprechen meint, sowie von der Welt um ihn herum, die dies zu bestätigen scheint, einen wichtigen Teil seiner gesamten, geistig vorgestellten Wirklichkeit ausmacht.

Da es sich aber dabei immer nur um das EIGENE „vorgestellte Idealbild von sich“ handelt, dem er entsprechen WILL, oder dem er bereits zu entsprechen VERMEINT, und nicht um das Bild der ANDEREN von ihm, kann man den in sein Selbstbild verliebten Narzissten auch als Egoisten bezeichnen - selbst wenn Andere zufälligerweise nebenbei auch einen Nutzen davon haben, während er sich nach Kräften um die Aufrechterhaltung seines sogar selber vorgestellten, und nicht nur Anderen zum Zwecke der Vorteilnahme vorgetäuschten, überhöhten (Selbst)Wertes für sie bemüht, um ihnen das, was er als Gegenwert von ihnen dafür haben will, auch wert zu scheinen, bzw auch dauerhaft wert zu bleiben.

Egoistisch ist es deshalb, weil das Motiv selbstbezogen ist, wenn er vor allem Etwas für „seinen eigenen Ruf (Bild) bei Anderen“ dabei tut, indem er den Wert der erbrachten Leistung unabhängig davon, ob sie auch gebraucht wird, selber zu bestimmen versucht, um sich als „Gutmensch“ damit ein Denkmal zu setzen, wenn er scheinbar unentgeltlich Anderen mit einer großzügigen Spende aus der Not hilft, denn es ist vor allem seine eigene Not, über die Maßen beachtet zu werden, die ihn dazu zwingt, auf diese Weise die Aufmerksamkeit zu erlangen, welche nicht nur die damit verbundene „achtsame Rücksichtnahme auf ihn als Schwächeren“, sondern darüber hinaus auch noch eine besondere „Be-achtung und Verehrung (und damit verbundene Ausstattung mit Sonderrechten) als Stärkerer“ für sich garantiert.

Falls es dem Eitlen nicht gelingt, auf positive Weise als stark aufzufallen, um berühmt zu werden, versucht er es gern auch mal auf negative Weise, um wenigstens berüchtigt zu werden, indem er Anderen nicht nutzt, sondern vorsätzlich schadet, und nimmt, um seinen hervorragenden Unwert als Bösewicht bestätigt zu bekommen, als Lohn sogar eine öffentlich vollzogene Strafe in Kauf, was ihm letzten Endes dann doch noch mehr nutzt als schadet, wenn er als Bösewicht in die Geschichte eingeht.

So bezahlt der scheinbar selbstlose, eitle Märtyrer in seiner Unbeirrbarkeit (fälschl. auch als „Glauben“ bezeichnet), die unter Gleichgesinnten nicht als „fanatisch“, sondern als „authentisch“ gilt, oder sogar noch als „wahrhaftig“, weil sie nicht nur vorgetäuscht, sondern wirklich existent ist, im ehrenhaften Kampf (und daher auch „ehrlich“) um eine scheinbar gute Sache - nämlich die eigenmächtige Verwirklichung seiner Wunschvorstellungen von einer idealen, schöneren Welt – auch gern mit seinem eigenen Leben, denn nur ein toter Heiliger wird posthum auch wirklich auf ewig heilig gesprochen, weil er danach seinen „guten Ruf (Image oder Selbstbild) bei den Anderen“ ja nicht mehr durch schlechte Taten zunichte machen kann und somit als glorreicher Held in die Geschichte eingeht.

Doch macht die Eitelkeit des „sein eigenes, künstlich geschöntes und und chronisch überbewertetes Selbstbild Liebenden“ auch unfrei, weil er bei der Bewertung dieses Objektes seiner Begierde (nämlich seines schönen Selbstbildes) von der Gunst Anderer abhängig ist, die es ihm als wertvoll bestätigen, oder als wertlos – je nachdem, ob sie ihm wohlgesonnen sind, oder nicht.

So kann auch der weniger Mächtige dem eitlen Mächtigeren mit der „Macht der Bewertung“ schaden, indem er seine vorgeblichen Heldentaten eben nicht würdigt, sondern sie nachträglich sogar noch abwertet und so dessen vorgestelltes, schönes Selbstbild vom glanzvollen Helden, was der von sich selber hat, durch Minderbewertung beschädigt.

Der Minderwertigkeitskomplex ist demnach keiner, unter dem Jemand leidet, der sich tatsächlich für minderwertig hält, sondern Einer, der sich in seinem Größenwahn für mehr wert hält, als wie Andere ihn (möglicherweise sogar zu Recht) bewerten, sodass er sich chronisch von ihnen unterbewertet sieht, weil sie seine Leistungen nicht genügend würdigen, wie sie es seiner Ansicht nach tun müssten, wenn sie ihn denn so brauchen täten, wie es sich der Eitle, der sich für unentbehrlich hält, wünscht, um anschließend den Wert seiner Leistungen und damit vor allem auch den Gegenwert, den er als Dank dafür verlangen kann, selber bestimmen zu können.

Da jedoch auch eine angemessene Würdigung für wirkliche Heldentaten nicht ewig währt, sondern nur so lange Bestand hat, wie es braucht, um sie vollständig mit Dank zu vergelten, kann sich der Held auch nicht ewig auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern muss der Pflicht genügen, neue Heldentaten begehen zu müssen, die er seinem guten Ruf (seinem Selbstbild für Andere, die es mit besonderem Dank ehren) schuldet, um auch weiterhin als Held gelten zu dürfen, und nicht am Ende nur als Aufschneider und Wichtigtuer dazustehen, der nur scheinbar würdevoll daherstolziert, um die Beachtung als Lohn für seine Verdienste einzufordern, ohne dabei den Insignien seiner angemaßten Würde wirklich zu entsprechen, wie der mächtige Kaiser in seinen unsichtbaren, neuen Kleidern, dessen Eitelkeit die weniger mächtigen Schneider gut für ihre Zwecke auszunützen wussten.

So macht Eitelkeit den Mächtigen (zB Kaiser) auch erpressbar und seinerseits ausbeutbar für weniger Mächtige (zB Priester), indem sie ihm die Gelegenheit geben, mit großzügigen Spenden, die von ihnen nicht mehr Dank verlangen, als ein paar Schmeicheleien im Vorhinein und ein paar Lobhudeleien im Nachhinein, der angedrohten Strafe mit ewigen Höllenqualen für den Fall, dass ers sich mit ihnen verdirbt, zu entgehen, und sich statt dessen die Bestätigung seines „positiven Selbstbildes bei Anderen“ selber erkaufen zu können.

Zum Lohn für seinen erzwungenen Gehorsam darf er darüber hinaus auch schon zu Lebzeiten sein eigenes seliges Himmelreich auf Erden (auf Kosten Anderer) mit priesterlichem Segen (moralischer Zustimmung von höchster Stelle) verwirklichen, statt damit bis nach seinem Tode warten zu müssen, wo er von seinem guten Nachruf (schönen Selbstbild) nichts mehr hat, weils ihn selber da ja nicht mehr gibt, sondern nur sein gutes Werk, von dem dann nur noch die Überlebenden profitieren.

So wird der Eitle, der nach der Macht strebt, um sich die Bestätigung seines „positiven Wertes für Andere“ kaufen zu können, erst dann korrupt, wenn sie ihm ermöglicht, sein Versprechen, auch gut dafür zu bezahlen, dass man ihm schmeichelt, ungestraft zu brechen, nachdem er die weitere Bezahlung dafür verweigert, um nicht weiter hemmungslos ausgebeutet zu werden.

Derjenige hingegen, der nicht eitel ist, und dieses Maß an teurer Selbstbestätigung durch Andere gar nicht braucht, weil er genau weiß, was er ihnen wert ist und was nicht, ist auch nicht ausbeutbar und mit Schmeicheleien verführbar und damit korrumpierbar, oder durch Verweigerung der „Anerkennung von Anderen“ dazu erpressbar, mehr zu leisten, als das, was die dafür in Aussicht gestellten Ehren in Form von Ansehen (gutem Ruf und positivem Selbstbild bei Anderen) wirklich wert sind.


„Macht der Freiheit“ durch Unabhängigkeit:

Die eigene „Abhängigkeit von der positiven Selbstbestätigung durch Andere“ gilt auch für die „Abhängigkeit der Anderen vom eigenen Urteil“, sodass die Abhängigkeit auf Gegenseitigkeit beruht.

Sie wird dann zur totalen Abhängigkeit auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten, wenn man keine Alternative mehr zulässt, weil nur das Urteil dessen zählt, dem man sich anvertraut hat, weil er so glaubwürdig zu sein scheint, und dem man deshalb meint, dieses „Exklusivrecht des Bewertendürfens“ als Vertrauensbeweis dafür zu schulden, dass er Einem immer nur Gutes über Einen gesagt hat, um das schöne (falsche) Selbstbild nicht zu beschädigen.

Vom Eitlen wird somit erst Derjenige als Freund bezeichnet, der ihm die Freude macht, die eigene Eitelkeit zu nähren, inderm er ihm nach dem Munde redet, statt ihm wohlmeinend auch mal was Gegenteiliges zu sagen, um ihn vor verhängnisvollen Vertrauensseligkeiten gegenüber nicht vertrauenswürdigen Schmeichlern zu bewahren, auch wenns seinem schönen Selbstbild schadet.

So gehen viele gute Freundschaften bereits daran kaputt, dass den Eitlen ihr schönes Selbstbild wichtiger ist, als die Partnerschaft mit dem Anderen, der ihnen wohlgesonnen ist, und es damit bereits verdient hätte, ein guter Freund genannt zu werden, auch wenn er in guter Absicht vielleicht mal zuviel des Guten tut und dem Freunde damit mehr schadet, als nutzt, und von ihm deswegen zu Recht als schlechter Geschäfts-Partner beschimpft wird.

Die gegenseitige Abhängigkeit von der positiven Selbstbestätigung durch einen Partner muss jedoch nicht gleich groß sein, sodass Derjenige, der weniger abhängig ist, weil er noch eine andere Alternative hat, als nur den einzigen Partner, um noch eine andere Meinung über sich einzuholen, auch der Mächtigere von Beiden ist, denn wenn der Eine mal ausfällt, hat er immer noch einen Anderen, von dem er sich die positive oder negative Verhaltenskritik holen kann, die er zur Selbsterkenntnis und zur Aussteuerung seines Verhaltens braucht, um angemessen auf den Anderen einwirken und reagieren zu können.

Derjenige, der abhängig ist, wird den Anderen nicht so schnell willkürlich im Stich lassen, wie der, der unabhängig ist, und damit frei entscheiden kann, wem er jeweils seine Gunst schenkt. Daher versucht der (zB wirtschaftlich) weniger Mächtige auch gerne den Mächtigeren durch bestimmte Leistungen von ihm abhängig zu machen (ihn „anzufixen“), sodass der meint, er habe keine Alternative mehr, als nur dieses eine Rauschmittel, welches dann zur Beziehungs-Sucht führt, deren Symptom die „Verliebtheit mit rosaroter Brille“ ist, mit der er das Negative – nämlich seine fehlende Macht der freien Wahl - an der vollständigen Abhängigkeit nicht mehr so deutlich sieht, und damit gerne freiwillig opfert.

Unabhängigkeit bedeutet also nicht den Verzicht auf den Bedarf selber, der gedeckt werden muss, damit man überlebt, weil der immer existiert, wenn man einen real existierenden Mangel beheben muss, sondern dass man sich nicht zwanghaft auf nur ein einziges Mittel zu diesem Zwecke fixiert, als gäbe es keine Alternative, sodass man sein Leiden noch selber verstärkt, wenn die Quelle der Lust einmal auf unvorhersehbare Weise versiegt, oder aber wenn der Spender der Lust wie ein Drogendealer seine Machtposition dazu missbraucht, um die Forderung einer Gegenleistung (Preis) für seine Spenden, die er nach Lust und Laune verweigern kann, beliebig in die Höhe zu schrauben, und damit den Abhängigen total zu versklaven.

Der Wunsch, von Anderen exklusiv begehrt zu werden, impliziert ein Verlangen nach Macht über Jemanden, der Einen so sehr begehrt, weil er meint, es gäbe keine Alternative, weil er das, was er braucht, nur von dem Einen bekäme, den er daher dann auch wirklich lebensnotwendigerweise wirklich braucht, sodass er sich durch diesen Irrtum zusätzlich über den realen Bedarf hinaus noch selber völlig abhängig von dessen Willkür macht.

In sogenannten symbiotischen (Liebes-)Beziehungen zum Zwecke gegenseitiger Bedürfnisbefriedigung sorgt der Absolutheitsanspruch, der als Schutz gegen unerwünschte Konkurrenz vereinbart wurde, dafür, dass eine Sklaverei auf Gegenseitigkeit entsteht, die einen Dauerkrieg um die Vorherrschaft auslöst, welcher am Ende für beide tödlich endet, wenn keiner bereit ist, sich dem Anderen zu unterwerfen, indem er seinen suchtbedingten, übertriebenen Forderungen nach „exklusiver Selbstbestätigung durch immer mehr Aufmerksamkeit“ oder nach anderen, nicht vereinbarten Gegenleistungen (fälschl. Auch „Liebe“ genannt) nachgibt.

Die Gewissheit, nicht nur begehrt (bzw gewollt), sondern auch gebraucht zu werden, gibt dem Herrschenden die nötige Sicherheit, dass der, der ihn begehrt, auch wirklich abhängig von ihm ist, was für ihn eine Bestätigung der real existierenden Machtverhältnisse darstellt, wo er alleine nicht nur jederzeit den Preis bestimmen kann, sondern auch das, was er dafür geben will und was nicht.


Zwanghaftes Machtstreben zum Zwecke der „Rache für erlittenen Machtmissbrauch“:

Der natürlicherweise nach Macht Gierende strebt zunächst nicht nach der Macht der absoluten Freiheit, um völlig unabhängig von Mächtigen zu sein, die ihre Macht zu seinem Schaden MISS-brauchen KÖNNTEN, sondern er wünscht sich vor allem, dass sie ihre Macht in einer für ihn nützliche Weise – - also verpflichtungsbereit und verantwortungsvoll - GE-brauchen.

Erst wenn die natürliche Autorität der Eltern, auf deren Zuverlässigkeit das Kind angewiesen ist, dazu missbraucht wird, um sich gewaltsam gegen den Willen des rebellierenden Kindes durchzusetzen, wobei das Kind den Machtkampf verliert, entsteht im Kinde der Wunsch nach einer Revanche zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es mächtiger (stärker) geworden ist, denn eine verlorene Schlacht ist noch kein verlorener Krieg.

Kinder, die sich immer schon gegen ihre Eltern mit „Verweigerung des Gehorsams“ oder durch „geschickte Verhandlungen“ erfolgreich behaupten konnten, haben diesen zwanghaften Wunsch, immer wieder die Oberhand zu gewinnen, nicht, und dementsprechend auch nicht die Angst, permanent zu unterliegen, sondern wissen sehr genau, wann die Schlacht gewonnen ist, und ziehen sich natürlicherweise zurück, statt sich darüber hinaus noch weiter zwanghaft auf Kosten des Unterlegenen ihre Macht beweisen zu müssen, indem sie auch noch auf ihm herumtrampeln, wenn er bereits am Boden liegt, um sich an ihm ihr Mütchen zu kühlen (sich stellvertretend an ihm zu rächen für all das Leid, was ihm Andere jemals angetan haben).

Daher hat der Unterlegene in der Tierwelt auch keine Probleme damit sich dem Stärkeren zu unterwerfen, ohne sich dabei einen Zacken aus seiner Krone der Eitelkeit zu brechen, weil er die gar nicht hat, wie es bei den Menschen der Fall ist, denen frühzeitig eingeredet worden ist, sie seien von Geburt aus adelig und etwas Besseres als alle Anderen und hätten daher auch das Recht des Stärkeren auf ihrer Seite, ohne dass sie sich ihres Adels mit edlen Taten für Andere würdig zu erweisen brauchten, um auf ehrliche Weise zu ihrer Anerkennung zu gelangen.

Erst wenn ein Kind erlebt hat, dass die eitlen Eltern, denen es auf Gedeih und Verderb ausgeliefert war, ihre Macht vorsätzlich zu seinem Schaden missbraucht haben, um sich ihm gegenüber die Vormachtstellung zu sichern, und ihre anderweitige Machtlosigkeit in Beruf und Partnerschaft bei ihm zu kompensieren, indem sie es ständig mit Willkürentscheidungen schikanierten, die keinen Sinn ergaben, als eben die Unterdrückung Anderer, um sich selbst zu erhöhen, verweigert es ein Leben lang die Bereitschaft, sich freiwillig zu unterwerfen.

Das macht es zu einem chronischen Rebellen, der ständig zwanghaft um die „Macht zur Selbstbestimmung des Maßes von Freiheit kämpft, welches ihn unabhängig von der Willkür Stärkerer macht, und am Ende dazu führt, dass er selber bestimmt, wieviel Macht der Freiheit der Anderen zugesteht, um unbehelligt von deren Machtstreben seine eigene Macht der Freiheit auf Kosten Anderer genießen zu können.

Zwanghaftes Emanzipationsstreben zum Zwecke der Umverteilung der bestehenden Machtverhältnisse nach dem scheinbar selbstlosen Robin Hood Prinzip, was mit der Zeit zur Sucht wird, führt – sobald er diese Macht wirklich erlangt hat – unweigerlich dazu, dass der Freiheitsstrebende selber zum Despoten für Andere wird, der wiederum die eigenen Kinder schikaniert, indem er willkürlich ihren Freiraum festlegt, denn der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, wenn das rechte Vorbild fehlt.


Streben nach „der Macht der Sicherheit“ aufgrund von Misstrauen:

Der solcherart durch Machtmissbrauch Geschädigte unterwirft sich nicht nur nicht mehr freiwillig, sondern nur noch gezwungenermaßen, und vertraut sich auch keinem Anderen mehr freiwillig an, sondern nur noch notgedrungen, was seine chronisch misstrauische Lebenseinstellung ausmacht.

Außerdem bindet er sich auch nicht mehr an Andere durch Versprechungen, die er sich einzuhalten von ihnen verpflichten lässt, was ihn für sie einschätzbar und damit von ihnen beherrschbar machen würde, sondern höchstens nur noch Andere an sich, um die Kontrolle über sie zu behalten, indem er ihnen Versprechen abverlangt (wie zB ihn niemals zu belügen, oder nur ihn alleine zu lieben), an die sie sich auch halten müssen, um sein Vertrauen zu bekommen, was er aber eigentlich gar nicht geben will, weil er ihnen chronisch misstraut, womit ihn diese einseitige, unsoziale Anspruchshaltung seinerseits für Andere ebenfalls nicht mehr vertrauenswürdig macht.

Da hilft es auch nicht, wenn man ihm einzureden (zu überzeugen) versucht, dass die Menschen von Natur aus gut und rücksichtsvoll seien, und nur der eigene schlechte Umgang mit ihnen sie zum Machtmissbrauch verleite, weil es immer so aus dem Wald rausschallt, wie man reinruft, sodass das eigene Sich-Anvertrauen nicht missbraucht wird, solange man selber nur Gutes tut, wenn seine eigenen Erfahrungen ihn etwas Anderes gelehrt haben.

Auch die Feststellung, der Mensch sei gut, und die Welt sei Diejenige, die ihn erst schlecht gemacht habe, ist da kein Trost, denn am Ende ist der Mensch ja tatsächlich schlecht (für den Anderen) – egal aus welchem Grunde.

Die Natur und ihre Gesetze hingegen sind da eher noch weniger gnädig oder barmherzig, als der scheinbar allmächtige Herr und oberste Richter, der bei seinen Dienern nach Lust und Laune Gnade und Barmherzigkeit walten lässt – jenseits aller Rechtlichkeit, weil er die Macht dazu hat, sie auch vor dem Recht ergehen zu lassen, sofern diese seine Vormachtstellung anerkennen, und sich ihm freiwillig unterwerfen - sondern nur berechenbarer, sodass man schon vorher sagen kann, was Einem blüht, wenn man sich nicht daran hält, denn die Natur, bei der der Stärkere die Gesetze macht, an die sich alle halten müssen, ist immer die Stärkere.

Das bedeutet, dass nur ein noch Mächtigerer das Machtstreben eines Eigenmächtigen stoppen kann, und diese Macht von dem Ohnmächtigen erstmal erworben werden muss, um sie zum Wohle aller Unterdrückten walten lassen zu können.


Die Erfolglosigkeit des Strebens nach Allmacht über Andere, statt über die eigenen Unzulänglichkeiten:

Ist der Mächtigere selber eitel und korrumpierbar, und strebt zwanghaft nach der Allmacht, statt sich anzupassen (was anzunehmen ist, denn sonst wäre er nicht so sehr an der Vormacht interessiert, die er sich rücksichtlos auf Kosten Anderer erkämpfen muss) findet lediglich ein Machtwechsel zwischen zwei Despoten statt, sodass der neue Tyrann den Machtmissbrauch seines Vorgängers fortführt. So frisst die permanente Revolution permanent ihre eigenen Kinder.

Damit bleibt der Wunsch nach ewiger Macht genauso unerfüllbar wie der Wunsch nach zeitlich begrenzter Allmacht, das Maß der eigenen (politischen und wirtschaftlichen) Sicherheit frei selbst bestimmen zu können, um sich vor dem Machtmissbrauch Anderer dauerhaft und effizient zu schützen.

Die irre Hoffnung allerdings, dass es doch irgendwann einmal anders werden könnte, wenn mal ein Wunder geschieht, bleibt als Illusion, die man genausowenig niemals endgültig als solche erkennen muss, und damit auch als Trost gegen die Verzweiflung auf ewig erhalten, dh, solange man lebt, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Damit verschafft sie uns auch die Kraft, nach dem Scheitern immer wieder aufs Neue aufzustehen, und das scheinbar Unmögliche zu wagen, selbst wenn dabei nur das Mögliche gelingt, und so beweist uns ein jeder Tag aufs neue, dass das Hoffen (Sehnen) und Streben (Eifern) nach dem Glück (worin es auch immer für den Einzelnen bestehen mag) niemals vergebens ist, solange es nicht auf zwanghafte Weise betrieben wird und zur Sehn-Sucht und Eifer-Sucht wird, welche bekanntlich die schlimmsten aller Süchte sind, und damit auch das größte Unglück.

Hier empfiehlt der Filosof die Beherrschung seines spontanen, unmäßigen Handlungszwanges durch freiwillige Begrenzung des eigenen Sehnens und Eiferns auf ein angemessenes Maß, damit es auf zwanglose Weise zum geplanten Ziel führt, was die höchste Macht bedeutet – nämlich die Macht über die eigene Unzulänglichkeiten, an denen am Ende jeder Mensch zerbricht, wenn er sie nicht ausmerzt, indem er immer weiter dazulernt, wie er das, was er braucht, auf eine den jeweils herrschenden Umständen angemessene Art und Weise erreicht, ohne sich dabei mit seinem unbedachten, übereifrigen Handeln selber im Weg zu stehen.
Folglich sind Wettkampf, Kriege,religiöser Missionseifer, zwanghaftes Wirtschaftswachstum und Extrembodybuilding ganz logische Phänomene autoritär erziehender Gesellschaften

das kann ich nachvollziehen.....

gleichzeitig sehe ich das andere Extrem - die antiautoritäre Erziehung (und Kinder verwöhnen) bringt schwache Menschen hervor, die nie richtig gelernt haben, sich konsequent durchzusetzen....(ich zähle mich selber zu diesen ehemals "verwöhnten" Kindern)....

ist ein Mittelweg erstrebenswert ?
*
Stellungnahme Macht der Verweigerung

1. Abschnitt

Ein etwas schmerzhafter Prozess, dies an sich selbst zu erkennen, um dann auch dement-
sprechend etwas dagegen zu TUN.
Da die Verdrängung solcher Selbsterkenntnisse bedauerlicherweise die Regel ist, so, dass man
irrtümlicherweise meint, die “Welt“ sei so, wie sie sich präsentiert, schon in Ordnung, weil es ja
die MEISTEN so praktizieren. Man traut sich gegenseitig nur noch zum Schein.


2. – 5. Abschnitt

In der Hochkonjunktur scheint es wirklich ein Leichtes zu sein, einem Arbeitgeber, der seine
Kunden oder Angestellten mit verführerischen Versprechungen oder Mogelpackungen an sich
zu binden versucht hat, untreu zu werden.

Wer seine Pflicht gegenüber dem Anderen nach vertraglich festgelegten Versprechungen
nicht einhält, muss mit Konsequenzen rechnen.
Ganz anders sieht es in der Zeit aus, wenn dem Arbeitgeber Aufträge fehlen. Da kommt dann
der gleiche Mechanismus „Rache“ zum Zuge.
Der Mensch wird zum Produkt, welches nicht mehr benötigt wird und somit aus dem Bedarf
(Lohnarbeit) ausgeschieden.
Für die Folgekosten hat dann die „öffentliche Hand“ aufzukommen.

Im herkömmlichen arbeitsvertraglichen Verhältnis ist meistens schon zu Beginn eine "Non- partnerschaftliche Beziehung" festgelegt, weil je nach Willkür der Arbeitgeberseite,
dieses nicht auf der Basis eines wohlwollenden, Treue beabsichtigenden und gegenseitig
längerfristigen Verhältnisses beruhen muss und er daher auch mit fadenscheiniger Begründung,
wie es ihm gerade passt, ArbeitnehmerInnen entlassen kann.
Somit hat er auch die Macht seine Angestellten zu tyrannisieren.
Der Arbeitnehmer ist seiner Willkür ohnmächtig ausgeliefert und auf ihn angewiesen, wenn er
z.B. noch andere Verträge wie, Mietvertrag, Ehevertrag, Leasingvertrag, usw., abschliessen will.

Bei einem gesetzlich geregelten, bedingungslosen Grundeinkommen, kann
diese Willkür wegfallen.



Macht und Eitelkeit

Wie kann eine solch selbstverliebtes und sich selbst täuschendes Gebaren kuriert werden, was können Menschen dagegen tun?
Als Selbstheilung vielleicht eine Definition von (Partnerschaft), Freund(schaft) und Feind-(schaft) anlegen und anhand dessen sein eigenes HANDELN und TUN kontinuierlich einer Prüfung unterziehen?


Weitere Stellungnahme folgt.
@ Mehusae

….Ein etwas schmerzhafter Prozess, dies an sich selbst zu erkennen, um dann auch dement-
sprechend etwas dagegen zu TUN.
Da die Verdrängung solcher Selbsterkenntnisse bedauerlicherweise die Regel ist, so, dass man
irrtümlicherweise meint, die “Welt“ sei so, wie sie sich präsentiert, schon in Ordnung, weil es ja
die MEISTEN so praktizieren. Man traut sich gegenseitig nur noch zum Schein. ...


Die Erkenntns der eigenen Machtlosigkeit verträgt sich nicht mit dem überhöhten "Selbstbild vom Allmächtig-Sein", was der Eitle hat, sodass es lebensnotwendig ist, sie abzuwehren durch Ignoranz, um nicht an ihr zu verzweifeln.


Um Erfolgreich gegen die Verzweiflung zu kämpfen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Entweder man versucht radikalerweise seine Allmacht zu beweisen, indem man sich hoffnungslos überfordert, bis man zusammenbricht;

Oder aber man flüchtet sich genauso kompromisslos weiterhin in die Vorstellung der eigenen Allmacht, indem man die wirklichen Machtverhältnisse ignoriert, bis man irgendwann in der Klappsmühle landet, weil man sich für Napoleon hält und verlangt, auch so behandelt zu werden, und damit als ernstzunehmendes Mitglied der Gesellschaft für die Gemeinschaft nicht mehr (er)tragbar ist.

Dazu gehört auch die endlose Empörung darüber, warum die Welt nicht so ist oder war, wie man sie sich vorgestellt hat, oder wie sie Einem versprochen wurde, zu sein oder zu werden – nur, um bloß nicht seine eitlen Vorstellungen vom eigenen „hohen Selbstwert für Andere“, die man notfalls auch gegen ihren Willen dazu zwingen könnte, Einen so zu bewerten, wie man gerne bewertet (und für seine Leistungen entlohnt) werden will, nicht ändern zu müssen, damit sie mit der Wirklichkeit übereinstimmen.

Diese Selbstüberschätzung findet häufig beim jugendlichem Heldenwahn, oder bei der erfolgloser Suche nach Anerkennung in Familie und Beruf, oder auch beim Altersstarrsinn statt, wo man gewohnheitsbedingt nicht nur nicht einsehen WILL, sondern auch nicht mehr einsehen KA NN, dass die Welt doch anders ist, als man sie sich vorgestellt hat, weil Einem die Flexibilität dafür verloren gegangen ist, aber auch bei fanatischen Idealisten, die meinen, ein Ideal könne tatsächlich verwirklicht werden, und diene nicht nur als Zielvorstellung, um die Richtung des eigenen Handelns zu bestimmen.


….Wie kann eine solch selbstverliebtes und sich selbst täuschendes Gebaren kuriert werden, was können Menschen dagegen tun? ….

Die kirchlichen Sinnstifter (Filosofen) empfehlen hier, auf eine Belohnung für sein Ausharren im Elend aufgrund der gegenwärtigen, realen Machtlosigkeit, etwas daran ändern zu können, bis zum nächsten Leben (in der fernen Zukunft) zu warten, womit man sich gleichzeitig die Macht der Geduld beweist im Kampf mit der eigenen Ungeduld.

Außerdem kann man sich währenddessen realistischerweise solange in der Gegenwart auch noch mit Dingen beschäftigen, die leichter zu verwirklichen sind, um sich zu beweisen, dass man doch nicht ganz ohnmächtig ist.

Dazu gehört z.B. auch, sich mit kleinen Opfergaben erfolgreich vor der „Rache seiner Gläubiger durch Bestrafung für schlechte Taten“ in Sicherheit zu bringen, indem man sie um Gnade bittet, wenn sie nicht bereits im geltenden Recht miteingebaut ist, damit sie Einem dafür die Bußschuld vergeben und in eine Dankesschuld umwandeln, die man dann auch später (im nächsten Leben) noch tilgen kann.

Oder aber die Empfehlung, auch unverdientermaßen um Barmherzigkeit zu bitten, um sich zu beweisen, dass man mit der Macht des Betruges den mächtigeren Herrn doch noch dazu bewegen kann, Einem unentgeltlich in der Not zu helfen, obwohl von vorneherein klar ist, dass man sich dafür nicht bedanken kann oder auch gar nicht will, und der Helfer dabei leer ausgeht, denn bekanntlich kommt in der Not erst das Fressen und dann die Moral.

Hier gewährt der Spruch: „Der allmächtige Herr vergelt´s“ eine scheinbare Absolution für den Betrug von höchster Warte aus, weil der edle Spender selber ja trotzdem dabei um seinen Dank betrogen wird, wenn der Sozialschmarotzer es Anderen überlässt, die Zeche zu begleichen, während er - im guten Gewissen, lediglich legalen Mundraub aus Notwehr begangen zu haben - ohne jedes Schuldbewusstsein und ohne Angst vor Rache für seinen Betrug in aller Ruhe schlafen kann.

Die Rolle des „gütigen Herrn“ haben heute soziale Institutionen übernommen, die jedoch auch nicht unentgeltlich helfen, sondern sich ihre Unkosten von dem Bund der Steuerzahler oder der Gemeinschaft der Beitragszahler der Sozialversicherung erstatten lassen, welche sich mit ihren Beiträgen ihrerseits die „Würde des Geholfenwerdens im Notfall“ käuflich erwerben, sodass sie nicht ganz unentgeltlich ist, auch wenn die Hilfen in keinem Verhältnis zu den geleisteten Beiträgen stehen, und daher trotzdem einseitig zu Lasten der Gemeinschaft erfolgen, solange, wie sie in der Lage ist, diese Kosten aufzubringen.

Ein Bettler jedoch, der wirklich Not leidet, kann sich die Eitelkeit (fälschl. auch Stolz genannt), auf Hilfe zu verzichten, nur um sich zu beweisen, dass er die Macht der Unabhängigkeit hat, und somit auch überlebt, ohne sich dafür zur Dankbarkeit verpflichten lassen zu müssen, gar nicht leisten, weil er sonst verhungert, und muss im Zweifelsfalle sogar seinem Helfer den verdienten Lohn schuldig bleiben.


….Bei einem gesetzlich geregelten, bedingungslosen Grundeinkommen, kann
diese Willkür wegfallen. …..


Die Garantie von bedingungsloser Gnade und Barmherzigkeit ohne Ansehen der Person könnte gesetzlich festgelegt werden, damit sie nicht mehr eine Sache der Willkür von Mächtigen ist, die sie nach Lust und Laune gewähren oder verweigern dürfen, sofern eine Institution dafür die Macht hat, das auch gegen den Willen der Mächtigen durchzusetzen.

In Wirklichkeit gibt’s diese Institution leider nicht, sondern beruht nur auf Wunschdenken, weil selbst bei „demokratischem Mehrheitsbeschlussrecht für die Machtloseren“ solche Entscheidungen durch Lobbyisten trotzdem verhindert werden können.

In der Praxis sieht das so aus, dass ein garantiertes Grundeinkommen nur für Denjenigen gewährt wird, der ständig um dieses Recht kämpfen muss, indem er immer wieder aufs Neue seine Würde nachweisen muss. Die Bewertung der Würde geschieht dann jedoch wiederum von Denen, die sie für wertlos befinden, sodass sein Lohn dafür auf ein Mindestmaß zusammengestrichen wird.

Damit wird das Grundeinkommen zum Höchsteinkommen gemacht, von dem er – wie bei der Sozialhilfe auch – zwar nicht sterben muss, aber auch nicht anständig leben kann – besonders nicht, wenn Andere, die sowieso schon mehr für ihre 8 Stunden Arbeit bekommen, als er, dieses noch zusätzlich erhalten und gleichzeitig in Saus und Braus davon leben können, und die Preise hochtreiben, indem sie gerne mehr für Alles bezahlen, um sich und alle Welt ihre Macht zu beweisen, es sich auch leisten zu können.
Wenn sich jemand nicht hoffen kann , dann ist das traurig. :roll:
Du traust dich hier rein, SPHINX :roll: :?:
:-)
Zwanghaftes Machtstreben zum Zwecke der „Rache für erlittenen Machtmissbrauch“:

Auch hier wieder die Frage:
Was kann er tun der Mensch um nicht „auf den Leim zu kriechen“, sich nicht auf’s brüchige
Eis zu begeben und um nicht dem Zwang dieses kriegerischen Feldzuges, unter Umständen während seines ganzen Lebens, zu unterliegen?

Da scheint mir nicht nur ein kritisches Ver (Ent) halten der Meinung Anderer gegenüber angebracht, sondern auch die Bereitschaft sein eigenes Denken, Tun und Handeln zu hinterfragen.
Also, warum und wozu konstruiert man gerade diese und jene Gedanken im Kopf?
Was ist die Motivation, was ist die Absicht, die ich damit verfolge und sind sie aufbauend
oder zerstörerisch?
Es ist wohl die schwierigste Herausforderung in unserem Leben, dieses „Kleid“, das uns
unsere Eltern/ Erziehungspersonen angezogen haben, in welches wir hineingewachsen sind
und uns möglicherweise in keiner Weise passt, abzulegen.
Wir müssten das Nacktdastehen eine Weile aushalten können, uns die Frage ERLAUBEN,
wo und wie das passende Kleid, welches uns gut stehen würde, uns unseren Atem nicht raubt und uns wirklich bewegen lässt, zu finden ist.
Es kostet in den meisten Leben eine enorme Menge an Bereitschaft sowie Mut, (Selbst- ) Täuschungen und (Selbst-) Betrügereien auch als solche sehen zu können, da sie immer
zur Veränderung auffordern.
Das Vorbild ist auch nur ein Bild das dem Menschen wieder erneut vermittelt werden will.
Der Spiegel ist eine gute Alternative, der ein unverzerrtes Bild von jenem zu zeigen vermag,
der vor ihm steht, allerdings ist das Hinstellen, vorbehaltslos Ansehen und Annehmen
was er uns da zeigt, möglicherweise nichts für Feiglinge (f+m) und DrückebergerInnen.
cron