Das, was der Mensch wollen sollte, unterliegt dem Gebot der Vernunft und nicht dem von Lust und Laune, weil er letzteres zwar aus dem guten Grund der vorgestellten oder echten Bedürftigkeit heraus wollen mag, aber nicht unbedingt deshalb auch bekommt, wenn es die Umstände oder die Art des (zB widersprüchlichen oder nicht Ziel- oder Zeitgerechten) Wünschens gar nicht zulässt, was man dann als unvernünftiges, weil unrealistisches (nicht in die soziale oder materielle Wirklichkeit umsetzbares) Wünschen bezeichnen kann.

Hat der Mensch eingesehen, dass der Wunsch gerade nicht erfüllbar ist, weil die Umstände es nicht zulassen, hat er oft die Möglichkeit bei der Befriedigung nicht lebensnotwendiger Bedürfnisse ein anderes Mittel oder einen anderen Weg zu wählen, der zum Ziel führt, oder aber auch den zeitlichen Verschub der Bedürfnisbefriedigung zu praktizieren, sodass ers später, nachdem die Umstände, die er selber nicht ändern konnte, sich auch ohne eigenes Zutun in der gewünschten Weise verändert haben, noch einmal versucht.

Hier vor lauter Ungeduld seinem temperamentsbedingten Impuls (Affekt) zu folgen, und dann doch wider alle Vernunft mit dem Kopf durch die stärkere Wand zu wollen, befriedigt zwar das Bedürfnis, sich durch blinden Aktionisms zu beweisen, dass man doch nicht völlig machtlos ist, indem man überhaupt Etwas tut, statt nur untätig dazusitzen, kann aber dazu führen dass man sein Ziel gerade deshalb nicht erreicht, weil es nicht vernünftig (zweckmäßig, und daher unangemessen) ist.

Derjenige, der diesen Kausalzusammenhang nicht begreift, wähnt sich dann von bösen Mächten verfolgt, die ihn fatalerweise ständig am Erreichen seines Glückes, wo Wunsch und Wirklichkeit eins sind, hindern, und die es zu bekämpfen gilt, um dann doch noch ans Ziel seiner Wünsche zu kommen, statt seine eigene Uneinsichtigkeit (Dummheit) zu bekämpfen, die die tatsächliche Ursache seines Scheiterns ist.

Schicksal (also das, worein man sich schicken muss, weil es nicht zu ändern ist, und nicht das, was Einem geschickt wurde, und was man auch verweigern kann, wenns Einem nicht gefällt) vollzieht sich nicht nur aufgrund des vorsätzlichen Einwirkens fremden Willens, sondern auch aufgrund von naturgesetzlicher Fügung von Ursache und Wirkung (Karmagesetz), wonach sich Eins aus dem Anderen logischerweise (folgerichtig) ergeben MUSS.

So gilt: „Was man nicht gesät hat, kann man auch nicht ernten!“, und muss es dem Zufall überlassen, ob man trotzdem Etwas findet, oder nicht, was nicht heißt, dass im Notfall immer ein „Herr“ statt dessen für Einen angepflanzt hat, damit man auch unentgeltlich ernten darf, wie die Vögel im Himmel, die ihrerseits auch nicht danach fragen, ob von dem, was sie ihm an Saatgut wegfressen, denn auch Etwas für den Menschen, der es eigentlich für sich gesät hat, übrigbleibt, sodass dem sein Herr auch nicht mehr helfen kann, wenn er dagegen nicht rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen getroffen hat.

Der Spruch „Hilf dir selbst, so hilft dir Gott“ (nämlich der „Herr des Guten“ oder die personifizierte „Güte“) erweckt den Eindruck, dass die Güte, die man Anderen gegenüber praktiziert, eine willensbegabte Person sei, die auch dem Unwürdigen immer aus der selbstverursachten Klemme hilft, und nicht eine geistige (spirituelle) Einstellung, die nur willensbegabte Menschen praktizieren können, indem sie sie verwirklichen, um einander hilfreich sein zu können und gemeinsam erfolgreich, wenn die eigene Macht, ihre Wünsche selber zu verwirklichen, nicht ausreicht.

So ist das „Sozialsein zum Zwecke der eigenen Wunscherfüllung“ auch keine Sache der Willkürentscheidung mehr, die auch Demjenige noch bleibt, dem die nötigen Macht fehlt, seine Wünsche selber zu erfüllen, sondern eine Lebensnotwendigkeit – besonders was die Befriedigung der Grundbedürfnisse betrifft, ohne die man nicht überleben kann.

Die Tatsache zB, dass die Menschheit bisher überlebt hat, beruht nicht auf der Verwirklichung von Wunschvorstellungen, wie ein Leben idealerweise sein könnte, wo Jeder das bekommt, was er sich wünscht, weil er es braucht, sondern auf der Tatsache, dass sich die Starken schon immer willkürlich auf Kosten der Schwachen bereichert haben, und die Schwachen dabei zugrunde gingen, was man auch als „sozialdarwinistisches Überlebensprinzip innerhalb ein und derselben Art“ ansehen kann, wo nur der Stärkere überlebt und seine Gene und – geistig gesehen – auch seine selbstbezogene Weltanschauung weitervererben kann, damit auch seine Kinder und Kindeskinder überleben.

Zum rechten (zielgerichteten und damit erfolgreichen) Wünschen gehört auch das rechte Bitten (beten), um Denjenigen, der die Macht dazu hat, Einem diese Bitte erfüllen zu können, nicht durch anmaßende oder übertriebene Forderungen zu verärgern, sondern statt dessen seiner Eitelkeit, als grundgütig gelten zu wollen, was ihn für Alle ehrwürdig macht, zu schmeicheln, damit er sich als Lohn dafür von ihnen den Nutzen erhoffen kann, den der erbarmungswürdige Bittsteller selber ihm zum Dank für die "für ihn selber unentgeltliche Barmherzigkeit" nicht erweisen kann.
„Macht der Freiheit“ durch Unabhängigkeit: zum Vorhergehenden Beitrag

Dann folgere ich, dass Abhängigkeiten, mal abgesehen von der scheinbar einseitigen Abhängigkeit vom Arbeitgeber ein ganz „normales“ Konstrukt zu sein scheint.
Daher auch die vielen Versuche eine eigene Unternehmung aufzubauen auch wenn
sie schon nach kurzer Zeit, wegen Selbstüberschätzung beim Konkursamt angemeldet
werden muss.

Es scheint ein unentrinnbarer Wettkampf für Freiheit auf alle Seiten stattzufinden, folglich
auch der versteckte Wunsch selbst herrschen, endlich der eigenen Ohnmacht entrinnen
und selbst in die Position des Machthabers gelangen zu können.
Warum kann hier der Wunsch, es eben NICHT gleich zu TUN so schlecht entstehen?

Der Kampf um die Freiheit durch Macht wird eher als legales Mittel sich gegenseitig tagtäglich
im frostigen Krieg zu begegnen, akzeptiert.

Wer im allgemeinen Machtgehabe nicht mitkämpft, mitkämpfen will oder kann, wird verächtlich
als Versager und Taugenichts abgestempelt.
Heilsam und zur Besinnung lenkend, kann hier wohl nur die eigene Erfahrung von unver-
schuldeten, unglückbringenden Ereignissen, die zu totaler Abhängigkeit und Nacktheit führen, worauf in der Folge die eisige (Herzens) Kälte des Menschen zum Mitmenschen ihren (Aus-) Abdruck findet, sein.
Sie zeigt uns glasklar, wozu der Mensch (un) fähig ist.

Es gibt ja auch „kluge Menschen“, die behaupten, dass die Konkurrenz eine nützliche
Triebfeder zur Leistungserbringung sei.
Zur Überproduktion und Verschwendung von Energie und Menschenkraft auf der einen Seite, zu Lasten eines „Abfallproduktes“ zu welchem der geschwächte, ausgebeutete, (vertriebene) und alte Mensch auch zählt, eher.

Da stellt sich der filosofierende Mensch dann, unter anderen, auch diese Frage immer wieder von Neuem:
“Und welchen Nutzen hätte der Mensch, ob er die ganze Welt gewönne, und verlöre sich selbst oder beschädigte sich selbst?“ Luk 9,25

Was bringt es dem Menschen an Macht und Sicherheit, wenn er nach selbstüberzeugendem Machtgehabe als dementer Mensch nicht mal mehr weiss, wer er war und wer er im Moment noch ist. Schade, oder eher gut, weiss er nicht mehr, was er auch noch hätte sein können?
@mehusae

…..Es scheint ein unentrinnbarer Wettkampf für Freiheit auf alle Seiten stattzufinden, folglich
auch der versteckte Wunsch selbst herrschen, endlich der eigenen Ohnmacht entrinnen
und selbst in die Position des Machthabers gelangen zu können.
Warum kann hier der Wunsch, es eben NICHT gleich zu TUN so schlecht entstehen?...


Weil dieser Wunsch kontraproduktiv ist, und einer Selbstverstümmelung gleichkäme. Sowas können sich nur die Scheinheiligen erlauben, die sich clevererweise ihren Lohn dafür in einem fiktiven Leben nach dem Tode erhoffen, sodass es ihnen das Leiden in dem wirklichen Leben wert ist.

….Der Kampf um die Freiheit durch Macht wird eher als legales Mittel sich gegenseitig tagtäglich
im frostigen Krieg zu begegnen, akzeptiert.....


Man versucht, seine Rücksichtslosigkeit gegen Andere dabei zu legitimieren - nicht indem man damit argumentiert, dass es „normal“ sei, weil es keine Norm gibt, die Rücksichtslosigkeit vorschreibt im Kampf um die Vormacht, sondern dass es ganz „natürlich“ sei im Sinne eines Naturrechts, was die Rücksichtslosigkeit des Stärkeren gegenüber dem Schwächeren legitimiert. Dabei vergisst man gern, dass es nicht die Natur ist, die dies zum Gesetz macht, sondern die Stärkeren selber, weil sie die Macht dazu haben.

Sobald sich die Schwächeren erfolgreich dagegen wehren, übernehmen sie die Vormachtstellung und machens genauso wie die, die sie gerade entthront haben, womit sie ihre scheinheilige Behauptung, sie täten es für die Schwächeren, Lügen strafen.

….Wer im allgemeinen Machtgehabe nicht mitkämpft, mitkämpfen will oder kann, wird verächtlich als Versager und Taugenichts abgestempelt....

Er wird als der Versager abgestempelt, der er wirklich ist, wenn er zB das Ziel, sich selber und seine Anvertrauten (Kinder) mit dem Lohn für seine Arbeit versorgen zu können, nicht errreicht. Wenn er sich daher bescheidet, und gar nicht erst die Vorbedingungen dafür schafft, zB die Pflicht erfüllen zu müssen, für seine Familie zu sorgen, obwohl er es gar nicht kann, indem er erst gar keine Kinder in die Welt setzt, kann es zwar sein, dass er damit dem idealen Menschen in einer Konsum- und Leistungsgesellschaft nicht entspricht, aber er bleibt trotzdem ohne Schuld, weil er damit Keinen schädigt.

Daher gilt: „Schuster bleib bei deinen Leisten und nehme dir nichts vor, was du sowieso nicht erreichen kannst!“

….Heilsam und zur Besinnung lenkend, kann hier wohl nur die eigene Erfahrung von unver-
schuldeten, unglückbringenden Ereignissen, die zu totaler Abhängigkeit und Nacktheit führen, worauf in der Folge die eisige (Herzens) Kälte des Menschen zum Mitmenschen ihren (Aus-) Abdruck findet, sein.....


Wer sich verkalkuliert trotz jeder ihm möglichen Umsicht, kann niemals so sehr scheitern wie der, der niemals Umsicht und Achtsamkeit hat walten lassen, wozu auch gehört, dass er das Risiko, was er eingehen muss, ständig so klein wie nötig hält, um den maximal möglichen Nutzen zu erzielen. Daher drückt den Achtsamen auch das schlechte Gewissen nicht so sehr, wenn er trotzdem scheitert, wie den Leichtsinnigen, der sein Unglück selber mitverursacht hat.

…..Sie zeigt uns glasklar, wozu der Mensch (un) fähig ist.....

Da es auch für Unachtsamkeit gute Gründe gibt, ist es oft die Wahl des kleineren Übels, die Einem übrig bleibt, wenn man nicht beide Ziele gleichzeitig verwirklichen kann, sodass man sich voll auf das Machbare konzentrieren muss, um überhaupt erfolgreich zu sein, wobei Einem dann genau das, was man nicht kann, zum Verhängnis wird.

...Es gibt ja auch „kluge Menschen“, die behaupten, dass die Konkurrenz eine nützliche
Triebfeder zur Leistungserbringung sei.
Zur Überproduktion und Verschwendung von Energie und Menschenkraft auf der einen Seite, zu Lasten eines „Abfallproduktes“ zu welchem der geschwächte, ausgebeutete, (vertriebene) und alte Mensch auch zählt, eher....


Abhängige kann man dadurch zu Höchstleistungen treiben, indem man sie in eine Konkurrenzsituation stellt mit Jemandem, der genauso leistungsfähig ist, wie sie selbst, mit der Drohung, sie dafür unverhältnismäßig geringer zu entlohnen, als den Erfolgreicheren, was man schon als Bestrafung ansehen kann, wenn man diesem Leistungsideal verfallen (also leistungssüchtig und damit beliebig erpressbar) ist.

Ist man jedoch nicht süchtig, kann man die eigene Macht der Bewertung dazu nutzen, auch andere Prioritäten zu setzen, um sein Bedürfnis nach Beachtung und Anerkennung zu befriedigen.

Eifern hingegen zwei Verkäufer um die Gunst von Käufern um die Wette, ist der Käufer der lachende Dritte, der von den billigeren Angeboten profitiert. In diesem Falle belebt Konkurrenz das Geschäft zugunsten des Käufers und Desjenigen, der das für sie günstigere Angebot macht, um den Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen.

Um sich als alternder Mensch nicht in einen Konkurrenzkampf mit Jüngeren zwingen lassen zu müssen, sollte man rechtzeitig selber dafür sorgen, dass man im Alter nicht mittellos dasteht, damit einem dieses bittere Schicksal des Abhängigen gar nicht erst widerfährt.

...Da stellt sich der filosofierende Mensch dann, unter anderen, auch diese Frage immer wieder von Neuem:
“Und welchen Nutzen hätte der Mensch, ob er die ganze Welt gewönne, und verlöre sich selbst oder beschädigte sich selbst?“ Luk 9,25....

„Was hülfe es, wenn man die ganze (materielle) Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele!“ bezieht sich auf das einseitige Streben nach materiellem Nutzen auf Kosten der seelischen Beziehungen zu Anderen, über deren Leichen man gegangen ist, um sich auf ihre Kosten zu bereichern. Von deren Gunst ist man dann abhängig, wenn man über keine materiellen Besitztümer mehr verfügt, um sich ihr Wohlwollen nachträglich kaufen zu können.

Selbst wenn die Dankbarkeit für erwiesene Wohltaten auch nicht ewig hält, und auch Keiner weiß, wann ihm die Stunde schlägt, und ob er jemals in die Verlegenheit kommt, von der Barmherzigkeit Anderer abhängig zu sein, denen man keinen Grund geliefert hat, dankbar für erwiesene Wohltaten sein zu müssen, ist es auf jeden Fall vernünftig, Vorsorge zu treffen, wenn man hier mehr Ehren als Schanden bewirkt, indem man es tunlichst vermeidet, sich auf Kosten Anderer unentgeltlich zu bereichern, denn andernfalls kann man mit Sicherheit nicht mehr damit rechnen, dass sie Einem dann, wenn man ihre Hilfe benötigt, wirklich trotzdem helfen.

...Was bringt es dem Menschen an Macht und Sicherheit, wenn er nach selbstüberzeugendem Machtgehabe als dementer Mensch nicht mal mehr weiss, wer er war und wer er im Moment noch ist. Schade, oder eher gut, weiss er nicht mehr, was er auch noch hätte sein können?....

Die Flucht vor dem schlechten Gewissen in die Demenz ist eher etwas, was Ignoranten praktizieren, aber kein wirklich Dementer, denn Viele von ihnen halten sich ja bereits für schuldig, wenn sie zb nur widerrechtlich ihre Bedürfnisse befriedigt haben, ohne dabei wirklich irgend Jemanden geschädigt zu haben, außer dass sie das eitle Selbstbild ihrer Eltern oder das des Gesetzgebers angekratzt haben, indem sie gegen willkürliche Regel verstießen, die lediglich dazu dienten, ihren Gehorsam und ihre Unterwürfigkeit zu prüfen, wie bei Abraham, dessen Herr von ihm verlangte, seinen eigenen Sohn zu opfern als Beweis für seinen absoluten Gehorsam.
Zwanghaftes Machtstreben zum Zwecke der „Rache für erlittenen Machtmissbrauch“:

Dies noch zu deinem vorangegangenen Beitrag:

Ein das eigene Verhalten reflektierender Mensch, sollte man meinen, tappe nicht in diese
Falle. Weit gefehlt!
Das Verhalten unserer Eltern oder sonstigen in der Kindheit permanent anwesenden
Personen, prägen unser eigenes Verhalten auf subtile Art und Weise.
Filofaxi du hast es anderswo bereits erläutert, fehlt die Vorgabe eines anderen positiv ge-
lebten Verhaltens als Alternative, greift der Mensch auf sein bekanntes eingeprägtes Verhaltensmuster zurück.
Ein Missbrauchsopfer, missbraucht seine Kinder, Partner, Freunde im späteren Leben bedauerlicherweise, oft nicht mal in böser Absicht, genauso, es sei denn, alte Muster, wie
auch immer diese in uns festgesetzt sind, lässt man sich bewusst werden und gibt immer
wieder Gegensteuer.
Dies scheint mir die einzige Möglichkeit der „Genesung“ auf dem Weg zu einem TUN
zu sein, welches ein entspannenderes und fröhlicheres Leben ermöglichen kann.
Therapiestunden in welchen man nicht bereit ist, an sich zu arbeiten und sich auch
dabei helfen lassen, nützen wirklich nur dem Therapeuten etwas.


Die Erfolglosigkeit des Strebens nach Allmacht über Andere, statt über die eigenen Unzulänglichkeiten:

Wer wagt es schon, seinen Vater, seine Mutter vom Podest der Idealisierten hinunter zu
holen?
Welche Eltern lassen dies zu? (Dies gilt auch für andere „angebliche“ Autoritätspersonen.)

Trauerarbeit bedeutet doch, diesen „Kindheitsfilm“ ablaufen zu lassen, ohne dabei die „rosarote
Brille“ (oder graugefärbten Gläser) aufzusetzen, daher auch klar sehen zu wollen, was wirklich
an einem Schlechtes aber auch Gutes angetan wurde.
Ein jahrelanger innerer Prozess, dem der Mensch sich stellen kann oder das Bewusstwerden dessen, was einen ein ganzes Leben lang behindert und ungut beeinflusst, mit noch mehr Kraftaufwand verdrängen, weil man meint, den Schmerz, der diese Erkenntnisse auslöst, nicht auszuhalten zu können und der Kampf um die Macht und der damit verbundenen „süssen Rache“ lohne sich allemal eher.
Wobei der Schaden den er dabei auch noch bei Partnern, Freunden und Familienangehörigen hinterlässt, von ihm meistens gar nicht bemerkt wird oder nicht als seinen eigenen Anteil
zu misslungenen Beziehungen oder zerstörten Freundschaftsbeziehungen, sehen kann und es
möglicherweise auch nicht will.

Dennoch, allen Freunden soll heute ein angenehmer und Fröhlichkeit spendender Tag be-
scheret sein.
@ Mehusae

….Ein Missbrauchsopfer, missbraucht seine Kinder, Partner, Freunde im späteren Leben bedauerlicherweise, oft nicht mal in böser Absicht, genauso, es sei denn, alte Muster, wie
auch immer diese in uns festgesetzt sind, lässt man sich bewusst werden und gibt immer
wieder Gegensteuer.
Dies scheint mir die einzige Möglichkeit der „Genesung“ auf dem Weg zu einem TUN
zu sein, welches ein entspannenderes und fröhlicheres Leben ermöglichen kann.
Therapiestunden in welchen man nicht bereit ist, an sich zu arbeiten und sich auch
dabei helfen lassen, nützen wirklich nur dem Therapeuten etwas. ….

Das ist ganz richtig hinsichtlich des weiteren, wünschenswerten Lebensziels der seelischen Gesundung, jedoch nur insofern, als dass man vorher mal gesund war :

Die ewige Wiederholung des selben Fehlers führt nicht dazu, dass man ihn als solchen erkennt und auch nicht das zufällige Finden einer Alternative, die Einen aus dem „Hamsterrad der ewigen Wiedergeburt des selben Problems, was man nicht gelöst hat (Samsara)“, befreit, sondern nur das Aufgeben der zwanghaften Besessenheit, mit der man es immer wieder aufs Neue versucht, hilft dabei, von der Krankheit des zwanghaften Eiferns oder Sehnens (Sucht) wirklich dauerhaft zu genesen.

Der Versuch, sich gegen das Leid durch die Gewöhnung daran unempfindlich zu machen, ändert ebenfalls nichts daran, wenn man die Ursache des Leidens dabei nicht behebt, sondern nur das Symptom bekämpft, sodass man gleichzeitig das Leiden immer wieder neu erzeugt, statt es wirklich abzustellen.

….Das Verhalten unserer Eltern oder sonstigen in der Kindheit permanent anwesenden
Personen, prägen unser eigenes Verhalten auf subtile Art und Weise. ...

Der wünschenswerte Seelenfrieden zwischen der eigenen Seele und den Seelen Anderer bezieht sich auch auf verinnerlichte (erinnerte) Personen, mit denen man sich sogar noch nach deren Tod auseinandersetzt, um sie zu besiegen, nachdem man zu deren Lebzeiten immer wieder von ihnen besiegt wurde im Kampf um die Vormacht der Selbstbestimmung.

Dazu diente seit jeher der Ahnenkult, bei dem es nicht nur galt, sich das Gedächtnis an seine Vorfahren zu bewahren, um seine gekränkte Eitelkeit durch Rachefantasien zu heilen, weil sie Einem den Dank für erwiesene Wohltaten schuldig geblieben sind, oder denen man seinerseits noch Dank schuldet, den man ihnen zu Lebzeiten nicht vergelten konnte, sodass man es posthum durch symbolische Geschenke noch nachzuholen versucht, obwohl die da ja nichts mehr davon haben, sodass nur das eigene schlechte Gewissen, es nicht zu Lebzeiten getan zu haben, damit beruhigt wird, sondern um auch darüber hinaus Frieden mit ihnen zu schließen, um sich wieder mit ihnen zu versöhnen, auf dass sie Einem noch sein ganzes Leben lang weiter mit gutem Rat zur Seite stehen, sofern man sich an ihr geistiges Erbe erinnern mag.

….Trauerarbeit bedeutet doch, diesen „Kindheitsfilm“ ablaufen zu lassen, ohne dabei die „rosarote
Brille“ (oder graugefärbten Gläser) aufzusetzen, daher auch klar sehen zu wollen, was wirklich
an einem Schlechtes aber auch Gutes angetan wurde....

Das liefe auf die eigenmächtige Milchmädchenrechnung hinaus, bei der - je nach momentaner Stimmungslage - einmal die guten Taten und ein andermal die schlechten Taten höher bewertet werden, sodass man auch hier nicht wirklich aus dem Teufelskreis der Wiedergeburt herauskommt, weil das Bewerten auf zwanghafte Weise geschieht, was einem Missbrauch der „Macht des Bewertens“ zum eigenen Schaden entspricht.

….Ein jahrelanger innerer Prozess, dem der Mensch sich stellen kann oder das Bewusstwerden dessen, was einen ein ganzes Leben lang behindert und ungut beeinflusst, mit noch mehr Kraftaufwand verdrängen, weil man meint, den Schmerz, der diese Erkenntnisse auslöst, nicht auszuhalten zu können und der Kampf um die Macht und der damit verbundenen „süssen Rache“ lohne sich allemal eher....

Die Selbsttäuschung bei der Rache oder bei der ungehemmten Pflege von Rachefantasien zum Zwecke des Reparierens seines „überhöhten Selbstbildes von der eigenen Unverletzbarkeit“ wird ebenfalls immer wieder enttäuscht, weil man nicht wirklich allmächtig ist, um neue Schädigungen verhindern, und auch nicht, um immer einen Schadensersatz vom Schädiger, der mächtiger ist als man selber, durch süße Rache erzwingen zu können, oder nur sich auch nur die Genugtuung verschaffen zu können, dass der Schädiger mit Hilfe des Strafgesetzes auch geschädigt werden kann - und das wenn nötig bis in alle Ewigkeit -, weil dem eitlen Rachsüchtigen seine Rache niemals genug sein kann.


….Wobei der Schaden den er dabei auch noch bei Partnern, Freunden und Familienangehörigen hinterlässt, von ihm meistens gar nicht bemerkt wird oder nicht als seinen eigenen Anteil
zu misslungenen Beziehungen oder zerstörten Freundschaftsbeziehungen, sehen kann und es
möglicherweise auch nicht will....

Buddha meint daher auch: „Jemand, der Einen vorsätzlich schädigt, ist nicht so schwer zu belehren, wie Einer, der es versehentlich tut, weil Letzterer es gar nicht merkt!“

Die Frage bei der Vergeltung durch Schadensersatz für ein Leben, was nicht wünschenswert verlaufen ist, kann nicht dadurch beantwortet werden, dass man sich bemühen soll, alles nachzuholen, was man jemals verpasst hat, einschließlich des Ziels, allmächtig zu werden, und auch nicht, indem man die maßgeblichen Schuldigen zum Schadensersatz verklagt, sondern muss mit der Prüfung beginnen, was denn der Sinn des eigenen Lebens überhaupt ist oder war:

Dieser Sinn ist dreigeteilt: zum einen der Grund oder Anlass (Herkunft), zum zweiten der Zweck oder das Ziel (Aufgabe), und drittens die Bedeutung für Einen selbst und für Andere (Wert).

Die Herkunft bestimmt die Voraussetzungen, die wir mitbringen, sowie den Mangel, der zu beheben ist, und entweder zur ständigen Frustration führt, oder aber zu Höchstleistungen anspornt mit den unausbleiblichen Erfolgen.

Leider scheinen wir das eigene Talent, was wir geschenkt bekommen haben, nicht genügend hoch bewerten und auch nicht genießen zu können, sodass unsere Ziele andere sind, als die, die leicht zu verwirklichen sind, um stolz auf die eigene Leistung sein zu können, welche vor allem mit heldenhaftem Überwinden der eigenen Schwächen zu tun hat, um uns zu beweisen, dass wir trotzdem überlebensfähig sind.

Die Bilanzierung oder Bewertung des bisher Erreichten findet dann überdies meistens in einer Krise statt, wo man vor allem das sieht, was nicht geklappt hat, sodass man die Erfolge herabwürdigt, was nicht dazu angetan ist, dem bisherigen Leben eine positive Bedeutung abzugewinnen – vor allem nicht, wenn man sich zur Aufgabe gemacht hat, ein Ideal zu verwirklichen, was naturgemäß nur die Richtung des Handelns angeben kann, ab er nie wirklich erreichbar ist, denn sonst wäre es ja kein Ideal mehr.

So irren wir ständig zwischen Wollen, Sollen und Können herum, ohne jemals an den Punkt zu gelangen, wo der Seelenfriede des Angekommenseins uns unser Leben verdientermaßen genießen lässt, weil wir die Früchte unserer Bemühungen gar nicht sehen.

Hier wäre das Öffnen der Augen wichtig, um das Sollen und Bereits-Geleistet-Haben gesondert zu erkennen und bewerten, und dann Gnade vor Recht ergehen zu lassen mit der armen Seele, damit man am Ende trotz der Erfolge nicht doch noch in die roten Zahlen gerät, und sein gesamtes Lebenswerk mit einem einzigen Pinselstrich entwertet.
@ filofaxi

Macht und Eitelkeit:
Als Letztes zum Beitrag vom 10.2.16

“Dem Eitlen ist sein falsches Selbstbild, was er von sich selber hat, und was er als „guten Ruf“ bei Anderen hat, eine Menge wert, denn er ist ein Idealist (Idolos griech. = das Bild), für den das Idealbild (Idealvorstellung) von sich selbst, dem er bereits zu entsprechen meint, sowie von der Welt um ihn herum, die dies zu bestätigen scheint, einen wichtigen Teil seiner gesamten, geistig vorgestellten Wirklichkeit ausmacht.“

Bild

Also nicht mehr als eine falsche Darstellung seiner selbst, welche der Mensch durch die Spiegelung von anderen zu „erzwingen“ versucht.
Ein Haus auf Sand gebaut.
Selbsttäuschung und „SCHEINBARE“ Fremdtäuschung?

“Derjenige hingegen, der nicht eitel ist, und dieses Maß an teurer Selbstbestätigung durch Andere gar nicht braucht, weil er genau weiß, was er ihnen wert ist und was nicht, ist auch nicht ausbeutbar und mit Schmeicheleien verführbar und damit korrumpierbar, oder durch Verweigerung der „Anerkennung von Anderen“ dazu erpressbar, mehr zu leisten, als das, was die dafür in Aussicht gestellten Ehren in Form von Ansehen (gutem Ruf und positivem Selbstbild bei Anderen) wirklich wert sind."

Ungeschminkt auf den Punkt gebracht.

Mit Verlaub noch eine Bemerkung in schlichtem Kleide. Etwas eitel ist doch jeder Mensch,
nicht?
Fraglich ist, wo wir auf die Grenze zwischen einer erträglichen Eitelkeit und einer krankhaften
Gier nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Dominanz stossen.
Was kann der Mensch tun, wenn er dieses Heischen an sich feststellt?

“Daß etwas so Augenfälliges wie die Eitelkeit der Welt so wenig bekannt ist, daß es seltsam und überraschend ist, wenn man sagt, es sei dumm, nach Größe zu streben. Das ist erstaunlich.“
Blaise Pascal (1623 - 1662), französischer Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler, Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung
@ mehusae

….Etwas eitel ist doch jeder Mensch, nicht? ….

Eitelkeit ist die Selbstliebe des geltungsbedürftigen Narzissten, die eigentlich seinem vorgestellten Idelbild gilt, von dem er meint, dass er ihm bereits entspräche, sodass es seinem Selbstbild gleicht, was er von sich hat.

Dementsprechend besteht für ihn kein Grund, irgend etwas daran zu ändern. Das weckt den Anschein von Selbstzufriedenheit, wenn nicht trotzdem der Anspruch da wäre, dafür zu sorgen, dass es auch so bleibt, sodass er sich einem enormen Druck aussetzt, um den idealen Anspruch und das, was er bereits zu sein scheint, auch weiterhin in Übereinstimmung zu bringen.

Das macht nicht nur seine Selbstüberschätzung aus, sondern auch seine Selbstüberforderung, bzw auch die scheinbare Überforderung durch Andere, deren verinnerlichten Ansprüchen er meint, genügen zu müssen, weil es ursprünglich auch deren Idealvorstellung war, die er von ihnen übernommen hat (zB die seiner Eltern und Lehrer), um für sie als liebenswert zu gelten.

Je zwanghafter das Bedürfnis wird, dem Idealbilde auch weiter entsprechen zu müssen, um es als vorgestelltes, reales Selbstbild dauerhaft lieben zu können, desto mehr wird die Liebe zur Perfektion zum Teufelskreis der Sucht, bei dem das Rauschmittel, welches mit der Zeit durch Gewöhnung seine Wirkung verliert, immer höher dosiert werden muss, um doch noch seine Wirkung entfalten zu können, bis man aufgrund der Selbstüberforderung durch Überdosierung zusammenbricht.

….Was kann der Mensch tun, wenn er dieses Heischen an sich feststellt? ….

Mit dem „Heischen nach dem Winde“ ist bei Kohelet, dem einzigen biblischen Filosofen, der in seinen Überlegungen ohne eine beseelte, willensbegabte, allmächtige Naturkraft auskommt, das Gieren nach jeglichen Gütern gemeint, die vergänglich wie der Wind sind, sodass es ihr Wert auch ist.

Dabei wird gerne übersehen, dass "Besitz auf Zeit" trotzdem seinen Wert hat(te), wie auch die Macht des Königs Kohelet selber, der sich alle Güter der Welt leisten konnte, und sie vielleicht gerade deshalb gering schätzte, denn der Wert einer Sache liegt meist in der Vorstellung, wie es wäre, wenn man sie besäße, also im vorgestellten, zukünftigen Wert und nicht im gegenwärtigen, realen, und erst recht nicht in dem, den er in der Vergangenheit mal hatte.

So ist es auch mit dem Wert früherer Leben (vergangener Tage), des jetzigen Lebens (des heutigen Tages) und der zukünftigen Leben (noch kommender Tage), die nicht durch Tod voneinander getrennt sind, sondern durch den Schlaf, der der kleine Bruder des Todes ist, und einen Tag vom anderen trennt, und die es jeden Tag aufs neue mit sinnvollen Tätigkeiten zu gestalten gilt, damit sie als gesamtes Lebenswerk einen unvergänglichen Wert bekommen, den man auch im Nachhinein würdigen kann, falls man mal an der Gegenwart verzweifelt, oder meint, man häbe keine Zukunftsaussichten mehr, die ein Weiterleben wünschenswert erscheinen lassen.

Etwas ganz Gewöhnliches, was man im vollen Einverständnis tut, als sei es das Schönste, was man in diesem Augenblick tun kann, kann es bereits zur wertvollsten Sache der Welt machen. Das erfordert „Selbstvergessenheit“ (Nichtbeachten des eitlen Selbstbildes - oder auch falsches Ego genannt -, was Einem dabei im Weg steht, weil es das, was man sich selber wünscht, für wichtiger erscheinen lässt, als das, was die Umstände Einem gerade bieten) und „Hingabe“ (der vollen Konzentration auf sein Werk, und nicht auf das, was man selber zu sein scheint, oder wie man Anderen gerne erscheinen will).

Hiermit wird das ganze Leben zu einer einzigen Meditation und der eigene Lebensweg nicht nur durch das geprägt, was man vorzugsweise tun WILL, sondern durch das, was man sowieso tut, weil man es gar nicht anders kann, und daher tun MUSS. Die Freiheit besteht hier darin, es auch zu befürworten (es auch wirklich zu WOLLEN), statt es zu verweigern, damit man sich nicht selber mit seinem Unwillen dabei im Wege steht, weil man sich aus Eitelkeit zu schade dafür ist, "lediglich“ seine Pflicht tun zu müssen, statt ausschließlich seiner Neigung frönen zu dürfen.

So kann das rechte Wollen oder Wünschen dazu führen, dass so Etwas, wie das Leben, was man mehr oder weniger auf monotone Weise unbewusst und automatisch lebt, zu einem abwechslungsreichen, bewusst gestalteten Lebenswerk wird, und man sich gleichzeitig damit aus den Klauen des unvermeidlichen Schicksals, worein man sich schicken muss, befreit, indem man bereits dadurch, dass man es Kraft seiner "Macht der Bewertung durch die freie Wahl des Bewertungsmaßstabes" befürwortet, zu seinem Mitbestimmer wird, denn die Bewertung hängt immer von dem Zweck des Bewertens ab, und ist kein Selbstzweck.
@ filofaxi
Zu meinem Beitrag vom 14.2.16

Trauerarbeit bedeutet doch, diesen „Kindheitsfilm“ ablaufen zu lassen, ohne dabei die „rosarote Brille“ (oder graugefärbten Gläser) aufzusetzen, daher auch glasklar sehen zu wollen, was wirklich an einen Schlechtes aber auch Gutes angetan wurde.

Das liefe auf die eigenmächtige Milchmädchenrechnung hinaus, bei der - je nach momentaner Stimmungslage - einmal die guten Taten und ein andermal die schlechten Taten höher bewertet werden, sodass man auch hier nicht wirklich aus dem Teufelskreis der Wiedergeburt herauskommt, weil das Bewerten auf zwanghafte Weise geschieht, was einem Missbrauch der „Macht des Bewertens“ zum eigenen Schaden entspricht.

Ich denke nicht, dass es bei der Bemühung die Vorkommnisse in der eigenen Kindheit so zu sehen wie sie wirklich waren, nur zu einer Milchburschenrechnung kommt.
Diese Rückschau kann nicht ohne Einbezug der eigenen Person mit ihren jeweiligen Stimmungen geschehen, das ist richtig, nur, wer forscht schon über sein Leben bis zur Geburt oder gar bis hin
zur Entstehung nach, um schlussendlich die Bilanz gleichermassen verfälscht zu behalten?

Es ist ja keine Eintagesausstellung die man da begeht, sondern eine kontinuierliche Prüfung und Korrektur seines eigenen negativen Verhaltens zu den Kindern und Personen die einem anver-
traut sind, welches man ohne kritische Betrachtung von seinen Eltern oder Bezugspersonen übernommen hat.
Personen, die bereit sind, Pflichten und Freuden miteinander zu teilen, sind fähig, das eigene Handeln und (Ver)Urteilen in Frage zu stellen und sind auch ohne Zwang bereit, es verändern
zu wollen.
Das heisst, dass sie wissen, warum Dieses oder Jenes unter bestimmten Umständen aneinan-
der geschehen kann und bekommen daher auch die Bereitschaft verzeihen und gnädig sein zu können.


Das ist ganz richtig hinsichtlich des weiteren, wünschenswerten Lebensziels der
seelischen Gesundung, jedoch nur insofern, als dass man vorher mal gesund war :


Was ist dieser Zustand der vollkommenen Gesundheit an Leib und Seele überhaupt?
Wissen wir was eine gesunde Seele ist, kann man sich das überhaupt vorstellen?

Wir sind genormt, angepasst in Systemchen und Systeme im Denken so auch im Tun.
Ein Stadtkind welches nie einen Wald, eine Blumenwiese, eine Hügellandschaft gesehen
hat, noch eine Wanderung über Berg und Tal mitgegangen ist, kann nicht erahnen, was
es bedeutet an seine körperliche Leistungs(un)fähigkeit rangekommen zu sein.
Es weiss nicht, was für es selber diesbezüglich möglich ist und was nicht.

Malträtierte Seelen kennen nur das System der Malträtierung, wenn sie sich nicht die
Frage erlauben oder bei Anderen erfahren können, wie gesunde Seelen sonst auch noch
leben und wirken könnten.

Was kann der (einzelne) Mensch hinsichtlich erkrankter Gemeinschaften und Völker zur
Gesundung überhaupt TUN?
:idea:
@everyone
Ich denk, ich habe nicht geträumt.

https://www.youtube.com/watch?v=aO0P9tf ... e=youtu.be

Alles über das Hoffen, Wünschen und TUN offenbart sich am Anfang
nicht im Wort, sondern im DENKEN.

"Es gibt immer Alternativen.
Man muss sich das Gewöhnen abgewöhnen". :wink:
….Trauerarbeit bedeutet doch, diesen „Kindheitsfilm“ ablaufen zu lassen, ohne dabei die „rosarote Brille“ (oder graugefärbten Gläser) aufzusetzen, daher auch glasklar sehen zu wollen, was wirklich an einen Schlechtes aber auch Gutes angetan wurde.....

Die Grundstimmungen des Menschen sind Freude, Wut, Angst und Trauer.

Sie treten auf, wenn Etwas geschieht, womit man einverstanden ist, oder nicht, oder als Zeichen von Ungewissheit, in der man sich befindet, also als Indikator der eigenen körperlichen (wirtschaftlichen), sozialen (seelischen) oder weltanschaulichen (geistigen) Befindlichkeit.

Trauer empfindet man meist bei einem Verlust dessen, was man besessen hatte, oder was man meint, besessen zu haben. So kann man auch traurig sein über den vermeintlichen Verlust von Etwas, was man gar nicht wirklich besitzt, wie zB Rechte, die in Anspruch zu nehmen, gewohnheitsmäßig bisher zwar nicht ausdrücklich erlaubt, aber auch nicht verboten war.

Daher sagt ein chinesisches Sprichwort: „Wirf weg, was du nicht hast!“ und meint damit auch falsche Vorstellungen (Hoffnungen und Befürchtungen), welche Auf Selbsttäuschung beruhen, und demzufolge auch enttäuscht werden können, die man jedoch nicht verlieren kann, wenn man sie gar nicht (mehr) hat.

Die therapeutische Arbeit erfolgt nicht an der Stimmung der Trauer, sondern an der falschen Einstellung und der Denkweise, die sich als auf Selbsttäuschung beruhender Illusion herausgestellt hat, nachdem man durch die Wirklichkeit ent-täuscht wurde.

Hier stimmten vorgestellte (gewünschte) Wirklichkeit nicht mit der tatsächlichen Wirklichkeit überein, worin bereits das wirkliche Unglück besteht, und zwar schon vor der Enttäuschung, die die Stimmung der Tauer bewirkt, nur hat mans vorher eben nicht gemerkt, weil man sich nämlich um der schönen Stimmung der Freude Willen diese Illusion überhaupt erst gemacht hat, damit man die Wirklichkeit, wie sie ist, nicht sehen musste.

Stimmungsmanagement durch Betäubung der Sinnesorgane, was Einen das Leiden nicht mehr so stark oder gar nicht mehr spüren lässt, bewirkt jedoch nur ein Ausschalten der Kontrolllämpchen, die einen Misstand anzeigen, aber nicht den Missstand selber.

Daher ist die Betäubung des Schmerzes nur dann als therapeutische Ersthilfemaßnahme zu empfehlen, wenn der Schmerz der Tauer selber zum Problem wird, weil er jedes vernünftige Denken und damit die Bewusstwerdung der Ursache der Enttäuschung (nämlich die falsche Vorstellung von der Wirklichkeit) unmöglich macht.

Hauptaugenmerk muss auf die Richtigstellung des (geistigen) Irrtums gelegt werden, dass die Welt bereits so sei, wie gewünscht, wenn man es nur will, ohne zu Berücksichtigen, wie sie wirklich ist, und worin die eigene Macht wirklich besteht - auch wenns schmerzhaft ist, und dem eitlen Selbstbild von der eigenen Allmacht schadet, um sie anschließend so mitgestalten zu können, wie es Einem möglich ist, indem man sie ändert oder beibehält.

Diese selbstbezogene, vorgestellte Welt, die man als Erwachsener gegen die wirkliche austauscht, um sie nicht so sehen zu müssen, wie sie wirklich ist, entspricht der magischen, geisterbeseelten Welt eines Kindes, welches die tatsächlichen Ursachen und Wirkungen noch nicht kennt, und ist beim Kinde daher ganz natürlich.

Krisenbedingt kann man die schlagartige Ausblendung der Erkenntnis der leidvollen Gegenwart als natürliche Schockreaktion ansehen, die ein weiteres Funktionieren der Sinne überhaupt möglich macht, wenn Einen die Erkenntnis und Konzentration auf das, was man da ins Unbewusste verdrängt, an jeder normalen, gesunden Reaktion sonst hindern würde.

Therapie heißt also, diese Vertauschung von Wunsch (oder Befürchtung) und der Wirklichkeit wieder rückgängig zu machen, um die tatsächliche Möglichkeit, die der Patient hat, wieder sehen zu können, - so, wie er es vorher bereits schon konnte, und nicht die Implantierung einer speziellen Sichtweise, die als allgemein als erstrebenswert gilt, aber für den Betreffenden gar nicht in Frage kommt, weil seine Umstände eben nicht der allgemeingültigen Norm entsprechen.

….Ich denke nicht, dass es bei der Bemühung die Vorkommnisse in der eigenen Kindheit so zu sehen wie sie wirklich waren, nur zu einer Milchburschenrechnung kommt....

Es kommt automatisch zu dieser Aufrechnung, die man auch als permanentes „jüngstes Gericht“ bezeichnen kann, weils die einzige Möglichkeit ist, sich über die zweckmäßigste Bewertung eines vergangenen Sachverhaltes, wozu auch das eigene Verhalten gehört, Klarheit zu verschaffen, um zu sehen, was wer wem noch schuldet, um das Schuldenkonto auszugleichen, und damit bereits auf Erden seinen himmlischen Frieden zu erlangen.

….Diese Rückschau kann nicht ohne Einbezug der eigenen Person mit ihren jeweiligen Stimmungen geschehen, das ist richtig, nur, wer forscht schon über sein Leben bis zur Geburt oder gar bis hin zur Entstehung nach, um schlussendlich die Bilanz gleichermassen verfälscht zu behalten?...

Die Verfälschung kommt daher, dass man stimmungsbedingt einmal das Eine höher bewertet, als das Andere, und später dann wieder andersrum. Hier erhebt sich die Frage nach einem permanent gültigen Bewertungsmaßstab, den man handhaben kann – egal in welcher Verfassung und Stimmung man sich gerade befindet, so wie es die Gesetze sind, die auch angewendet werden, um Recht zu sprechen, ohne dass die Befindlichkeit des Richters eine Rolle dabei spielen darf.

Allerdings ist dann, wenn man selber sein eigener Richter ist (der eine schiefe Bewertung der Schuld wieder grade richten soll), noch das Interesse wichtig, was man dabei verfolgt, nämlich der eigene Seelenfrieden, der beim vom öffentlichen Gericht bestallten Richter der Volksfrieden ist, in dessen Namen gerichtet wird, weil es den zu erhalten gilt.

...Es ist ja keine Eintagesausstellung die man da begeht, sondern eine kontinuierliche Prüfung und Korrektur seines eigenen negativen Verhaltens zu den Kindern und Personen die einem anver-
traut sind, welches man ohne kritische Betrachtung von seinen Eltern oder Bezugspersonen übernommen hat.....


Die Bewertung der eigenen Kindheit konzentriert sich zunächst auf das wirklich gezeigte Verhalten der Eltern, welches entweder mit dem vom Kind gewünschten übereinstimmte oder nicht. Daraus leitet das Kind als Erwachsener sowohl das Maß seiner eigenen Danksschuld, als auch das Maß der Bußschuld seiner Eltern ab, um den Ausgleich herstellen zu können, indem es sich bei den Eltern bedankt (dadurch, dass es sich um sie kümmert, wie Jene sich auch um das Kind gekümmert haben), oder aber einen Schadensersatz einfordert, womit die Eltern den von ihnen bewirkten Schaden wieder ausgleichen können.

Im Sinne des Ausgleichs (natürliches Karmagesetz) verjährt diese Schuld jedoch nicht, auch wenn man den Schaden längst selber behoben hat, solange der Verursacher, der dabei seine Vertrauenswürdigkeit verloren hat, nicht seinen Teil zur Versöhnung mit dem in seiner Eitelkeit Gekränkten beigetragen hat.

Um das durch die Missachtung beschädigte Selbstbild des Anderen zu reparieren, welches auch den Wunsch nach einem Recht auf Nichtschädigung beinhaltet, schuldet der Schädiger dem Geschädigten also noch den Nachweis, dass er sich seiner Schuld bewusst ist (Anerkenung der Schuld) und dass er den Vorfall bedauert (Reue) sowie das Zugeständnis, es nicht noch einmal tun zu wollen (Zusicherung der guten Absicht), um dem Anderen die Sicherheit für die Zukunft zu gewährleisten, nicht vorsätzlich nochmal von ihm geschädigt zu werden, was versehentliche Schädigungen natürlich nicht ausschließt.

Ist dieser Prozess erfolgt, können beide sich wieder miteinander versöhnen, und sich den entstandenen Schaden im Rahmen einer gemeinsamen Regelung teilen, so, wie sie sich den Nutzen vorher auch miteinander geteilt haben, denn bei jeder Schädigung zum Zwecke des Erwirtschaftens eines Nutzens sind immer Beide mitbeteiligt, sodass der Geschädigte immer der Vorverursacher ist, ohne den der Schaden oder Nutzen durch den Verursacher niemals entstanden wäre.

….Personen, die bereit sind, Pflichten und Freuden miteinander zu teilen, sind fähig, das eigene Handeln und (Ver)Urteilen in Frage zu stellen und sind auch ohne Zwang bereit, es verändern
zu wollen....


Das betrifft Diejenigen, die einander wohlgesonnen sind, weil sie einander in positiver Weise am nächsten stehen (also die Nächsten, die man liebt), und die man auch Freunde nennt, weil sie einander mit kleinen Geschenken erfreuen zum Dank dafür, was sie einander Gutes getan haben, statt den Anderen einseitig mit zu großen Geschenken zu einem Dank zu verpflichten, den er gar nicht leisten kann, sodass er auf ewig dafür zu Dank verpflichtet ist, wenn er ihn nicht ablehnt, und sich damit der Pflicht zur gegenseitigen Dankbarkeit entzieht, was oft automatisch als böswilliger Vertragsbruch bewertet wird, sodass aus Freundschaft Feindschaft wird.

...Das heisst, dass sie wissen, warum Dieses oder Jenes unter bestimmten Umständen aneinan-
der geschehen kann und bekommen daher auch die Bereitschaft verzeihen und gnädig sein zu können....


Das Bewusstsein, dass man sich als Handelspartner miteinander in einem Vertagsverhältnis befindet, sowie die Kenntnis der tatsächlichen Vertragsbedingungen, hilft natürlich sehr, Missverständnissen vorzubeugen.

Dazu kommt noch die hilfreiche Kenntnis, wie man mit Missverständnissen umgeht, ohne die Partnerschaft dabei zu gefährden, indem man sich dabei auf die ursprüngliche Absicht des Vertragens anstatt des Zerstreitens besinnt, und als vernünftiger Mensch dem Anderen auch seine Sünden vergibt (dh seine Bußschuld erlässt, was bedeutet, dass der Andere jedoch nicht schuldenfrei ist, sondern dass er ihm statt dessen einen Dank schuldet, den er später noch einlösen kann).

Das Prinzip der Gnade, die vor Recht ergeht, bezieht sich nur auf ein Recht, was Gnade ausschließt, was es allerdings in keinem Recht wirklich gibt, denn bereits bei dem Bemessen von Strafen als erzwungene Rache für Missachtung des Gesetzes durch den Gesetzgeber, wirkt sich sowohl der fehlende Vorsatz, als auch die Ersttäterschaft oder auch das bereitwillige Eingeständnis der Verursachung (fälschl. auch Schuldeingeständnis genannt) und die freiwillige Bußbereitschaft strafmildernd aus.

Das Verzeihen (Verzicht auf die Forderung weiterer Bestrafung oder Schadensersatzleistungen) erfolgt dann, wenn die Schuld vereinbarungsgemäß getilgt ist, sodass man Niemanden für die selbe Sache zweimal bestrafen oder auf Schadensersatz verklagen darf.


….Was ist dieser Zustand der vollkommenen Gesundheit an Leib und Seele überhaupt?
Wissen wir was eine gesunde Seele ist, kann man sich das überhaupt vorstellen?...


Gesund ist nicht die Seele, die sich wohl fühlt, während sie auf anderen Seelen rumtrampelt, sondern die Seele, die nach einer Krise wieder in der Lage ist, sich selbst sozialverträglich gegen die herrschenden Umweltbedingungen auszusteuern, wie sie es schon vor der Krise bereits konnte.


….Wir sind genormt, angepasst in Systemchen und Systeme im Denken so auch im Tun....

Da die Norm für die Menschen da ist, aus deren Bedürfnisse sie abgeleitet wurde, und nicht die Menschen für die Norm, sollte man sie als nützlich ansehen und nicht als schädlich. Das erfordert allerdings ein Verständnis dafür, wozu sie eigentlich aufgestellt wurde, statt die grundsätzliche Weigerung, sich damit zu beschäftigen, in der Annahme, sie sei sowieso nur eine Beschränkung der eigenen Freiheit (auf Kosten der Freiheit für Andere), und somit lediglich nützlich für die, die schwächer sind, als man selber, um die vor der eigenen Willkür zu schützen.

Tatsächlich kann Freheit, die keine Grenzen hat, auch nicht genutzt werden, wenn man den Freiraum, den man tatsächlich hat, gar nicht kennt, und daher viel Kraft verschwenden muss, um es herauszufinden, damit man nicht ständig im Trüben fischen muss.


...Ein Stadtkind welches nie einen Wald, eine Blumenwiese, eine Hügellandschaft gesehen
hat, noch eine Wanderung über Berg und Tal mitgegangen ist, kann nicht erahnen, was
es bedeutet an seine körperliche Leistungs(un)fähigkeit rangekommen zu sein.
Es weiss nicht, was für es selber diesbezüglich möglich ist und was nicht....

Auch Stadtkinder haben ihre Grenzen, die ihre körperliche Leistungsfähigkeit auf das wirkich Machbare statt auf das Mögliche (was man mag) beschränken, und die liegen weniger in der Umgebung begründet, als viel mehr in der Beschaffenheit des Körpers selber, den man auch in der Stadt trainieren und gesund erhalten kann, damit er seinen Zweck erfüllt.

….Malträtierte Seelen kennen nur das System der Malträtierung, wenn sie sich nicht die
Frage erlauben oder bei Anderen erfahren können, wie gesunde Seelen sonst auch noch
leben und wirken könnten.....

Das Leiden als Indikator für das Existieren eines Mangelzustandes ist auch nicht objektivierbar, weil – je nach Vorbedingung und Ist-Zustand – das Leiden sehr unterschiedlich interpretiert (empfunden) wird, sodass es höchstens eine Verschlechterung oder eine Verbesserung das vorigen Zustandes anzeigt, aber nicht ein leidvolles Leben an sich. Daher bedeutet nach christlicher Auffassung jedes Leben Leiden, weil wir sonst gar nicht spüren würden, dass wir überhaupt lebendig sind.

...Was kann der (einzelne) Mensch hinsichtlich erkrankter Gemeinschaften und Völker zur
Gesundung überhaupt TUN?...


Der einzelne Mensch kann sicher nur sehr wenig für die Menschheit tun, aber für einen Anderen eine ganze Menge, indem er ihm ein guter Spiegel ist, in dem sein Partner überhaupt erkennen kann, wo ihm etwas fehlt, um ein vollwertiges Mitglied der gemeinsamen Partnerschaft mit Einem selber zu werden, damit es Beiden gut geht, und sie lang und gesund gemeinsam miteinander leben mögen auf Erden.
@filofaxi

......... können beide sich wieder miteinander versöhnen, und sich den entstandenen Schaden im Rahmen einer gemeinsamen Regelung teilen, so, wie sie sich den Nutzen vorher auch miteinander geteilt haben, denn bei jeder Schädigung zum Zwecke des Erwirtschaftens eines Nutzens sind immer Beide mitbeteiligt, sodass der Geschädigte immer der Vorverursacher ist, ohne den der Schaden oder Nutzen durch den Verursacher niemals entstanden wäre.

Wie kann ich dies in Bezug zur Schädigung eines heranwachsenden Kindes verstehen?
Ein Kind erhält ja eine Menge an Nützlichem aber auch an Schädlichem von seinen Eltern
mitgeliefert.
Wie kann das Kind Vorverursacher eines Schadens im Sinne einer mündigen Person sein?
Wie kann der dann erwachsen gewordene Mensch, die Beziehung zu seinen Eltern (Schädigern) pflegen, ohne nicht erneut durch sie geschädigt zu werden, wenn keine Einsicht und Reue der
Eltern und daher auch keine Bereitschaft zur Entschuldung gegeben ist?


Da die Norm für die Menschen da ist, aus deren Bedürfnisse sie abgeleitet wurde, und nicht die Menschen für die Norm, sollte man sie als nützlich ansehen und nicht als schädlich. Das erfordert allerdings ein Verständnis dafür, wozu sie eigentlich aufgestellt wurde, statt die grundsätzliche Weigerung, sich damit zu beschäftigen, in der Annahme, sie sei sowieso nur eine Beschränkung der eigenen Freiheit (auf Kosten der Freiheit für Andere), und somit lediglich nützlich für die, die schwächer sind, als man selber, um die vor der eigenen Willkür zu schützen.

Normen können auch nutzlos und gar hinderlich sein, wenn sie den Zweck oder den Bedarf für eine Mehrheit nicht (mehr) erfüllen, weil sich die Umstände dafür gravierend verändert haben.
…...Normen können auch nutzlos und gar hinderlich sein, wenn sie den Zweck oder den Bedarf für eine Mehrheit nicht (mehr) erfüllen, weil sich die Umstände dafür gravierend verändert haben. ….

Eine Norm muss zweckmäßig sein, weil sie das Mittel zum Zweck ist (und kein Selbstzweck), nämlich zB um ein Produkt herzustellen, für das sich der Aufwand lohnt, damit sich die Herstellung überhaupt rentiert. Diese Norm bestimmt nicht Jemand nach Lust und Laune, sondern die Umstände der Beschaffung von Einzelteilen und deren Fertigung, was alles Hand in Hand gehen muss, damit alles zusammen passt.

Das, was für eine Industrienorm gilt, gilt auch für Normen und Regeln, die sich für den Umgang der Menschen miteinander unter bestimmten Lebensbedingungen eingebürgert haben, weil sie sich als zweckmäßig und sinnvoll erwiesen haben, und deshalb als Konvention auch dauerhaft beibehalten werden.

Die sind von Gruppe zu Gruppe verschieden – je nach den Bedürfnissen ihrer Mitglieder, die sich unter dem jeweiligen Motto zusammengefunden haben, um das zu erreichen, was alleine nicht oder nur unter unverhältnismäßig hohem Aufwand erreichbar ist.

Daher ist es für jeden Einzelnen in dieser Gruppe wünschenswert, dass sich auch alle an diese Normen halten, um ein möglichst reibungsloses Miteinander zu gewährleisten.

In einer Familie, die aus Einzelpartnerschaften besteht, gibt es ebenfalls eine sinnvolle Verteilung von Rechten und Pflichten, die vorschreiben, wie sich der Einzelne am besten verhalten soll, um dieses sehr enge Leben unter einem gemeinsamen Dach für alle Beteiligten halbwegs erträglich zu machen.

Da Kinder und Erwachsene unterschiedlich stark und weder gleichverpflichtet, noch gleichberechtigt sind, gilt hier teilweise das natürliche Gesetz des Stärkeren, statt das künstliche Gesetz des Staates, was zwar auch existiert, aber im Privatleben schlecht durchsetzbar ist.

Das beinhaltet auch einen ständigen Wettkampf, um festzustellen, wer gerade der Stärkere ist, und sein Vorrecht durchsetzen kann – besonders in der Partnerschaft, wo es keine demokratisch ermittelbare Stimmenmehrheit gibt.

Da kämpfen Kinder oft sehr erfolgreich mit Verweigerung ihrer Pflichten, indem sie in den Streik treten oder indem sie ihre Freiheiten ausnützen, um anderweitig Schäden zu verursachen, für die die Eltern dann verantwortlich gemacht werden, um sie zu erpressen und ihnen ihren kindlichen Willen aufzuzwingen.

Damit schaffen sie die Ursache für eine entsprechende Gegenreaktion bei den Eltern, und sind oft später ganz verwundert zu erfahren, was für ein renitentes und bösartiges Kind sie doch waren, weil für die amoralischen Vorstellungen des Kindes zB die Rache ein ganz legitimes Mittel war, um sich für vermeintlichen Schaden etwa durch einen Tadel, der eine Kritik am eigenen Verhalten darstellte, zu rächen.

Tut es das als weniger starker Erwachsener immer noch, weil er keine andere Möglichkeit sieht, sich gegen stärkere zu behaupten oder sogar durchzusetzen, wird dieses Verhalten als kindisch bezeichnet – besonders, wenn er fordert, es straffrei tun zu dürfen, indem er ein natürliches Recht des Stärkeren auf Rache in Anspruch nehmen will, was vom Gesetzgeber nicht vorgesehen wird, und als Selbstjustiz ebenfalls bestraft wird.

Als Stärkerer (zb als Elternteil) hingegen hat er die Möglichkeit, sich auch legal gegenüber Schwächeren (den Kindern) durchzusetzen, ohne dass die ihn dafür zur Verantwortung ziehen können, weil er einen Erziehungsauftrag hat, und gewisse Freiheiten, wie ein Recht, das Kind notfalls mit Strafen zum Gehorsam zwingen zu dürfen, wenn es nicht tun will, was man von ihm verlangt, und auch verlangen muss, damit der Familienbetrieb reibungslos funktioniert.

Wenn die Umstände sich geändert haben, wozu auch die Gruppenzusammensetzung gehört, sodass die Normen nicht mehr zweckmäßig sind, werden sie geändert, um weiterhin ein friedliches, gemeinsames Leben zu gewährleisten, oder aber die Gruppe spaltet sich auf gemäß der unterschiedlichen Zielsetzungen ihrer Mitglieder und bildet neue Gruppen mit entsprechenden Gruppennormen.

Derjenige also, der als Außenseiter Anpassungsprobleme hat, weil er unflexibel ist, müsste sich einer anderen Gruppe anpassen, oder aber – wenn er als Kind noch nicht die Möglichkeit hat, weil ihm die Macht zur Unabhängigkeit fehlt – in den sauren Apfel beißen, und bis zum Erwachsenenalter ausharren, und sich in Geduld üben. Hierbei lernt er, auch in schlechten Zeiten, auszuharren und sich anzupassen, was ihm im späteren Leben zugute kommt, wenn er in eine ähnliche Krise gerät, wie es die Kindheit für ihn war.

Alles was uns nicht umbringt, macht uns stark!

...Wie kann ich dies in Bezug zur Schädigung eines heranwachsenden Kindes verstehen?
Ein Kind erhält ja eine Menge an Nützlichem aber auch an Schädlichem von seinen Eltern
mitgeliefert.
Wie kann das Kind Vorverursacher eines Schadens im Sinne einer mündigen Person sein?
Wie kann der dann erwachsen gewordene Mensch, die Beziehung zu seinen Eltern (Schädigern) pflegen, ohne nicht erneut durch sie geschädigt zu werden, wenn keine Einsicht und Reue der
Eltern und daher auch keine Bereitschaft zur Entschuldung gegeben ist?...

Um einen Schaden zu verursachen, muss man weder mündig sein (die Gesetze kennen), noch sich darüber bewusst sein, dass man gerade Jemanden schädigt. Daher heißt es auch: „Unwissenheit schützt nicht vor Strafen (die es ihm bewusst machen, wenn er es nicht anders begreifen will, dass er damit Gesetze missachtet, deren Befolgung unnötige Schädigung Anderer verhindern sollen)“.

Aus diesem Grunde gibt es auch keinerlei Rechtfertigungen, die als Minderung der Pflicht gelten, überhaupt Schadensersatz leisten zu müssen, die man Jemandem schuldet, den man geschädigt hat, sondern höchstens zum Zwecke der Strafmilderung vor Gericht, weil man zb unter fremdem Befehl stand, sodass Derjenige, der den Befehl gab, auch der ist, der diese Schädigung gerichtlich als notwendig, statt als reinen Willkürakt zu verantworten hat, was ihn möglicherweise straffrei ausgehen lässt, ihn aber trotzdem nicht seiner Pflicht enthebt, dem Geschädigten Schadensersatz leisten zu müssen, um seine Schuld bei ihm zu tilgen. Hier kommt oft das Privatrecht des Geschädigten gegenüber dem Strafrecht des Gesetzgebers zu kurz

Kinder sind in dem Sinne also nicht in der Lage, Schadensersatz zu leisten, weil ihnen die Mittel dafür fehlen, was sie aber nicht der Pflicht enthebt, es später nachzuholen, indem sie ihr Schuldenkonto mit guten Taten ausgleichen, um sich mit dem Geschädigten wieder zu versöhnen.

Da die stärkeren Eltern, von denen die Kinder abhängig sind, oft meinen, sie hätten es nicht nötig, sich bei ihren Kindern zu entschuldigen, weil die sich ja auch nicht bei ihnen entschuldigt haben, gehen die Kinder oft leer aus, und rächen sich dann später dafür, indem sie sie mit Missachtung strafen, sobald diese doch mal auf ihre Hilfe angewiesen sind.

Hier wäre eine gute Moralerziehung, die bereits Kindern die gegenseitigen Rechte und Pflichten des Entschuldigungssprozesses - auch im Falle auch einer versehentlichen Schädigung - klar macht, ein gutes Mittel, um Rechtsstreitigkeiten bereits privat verhindern zu können, ohne erst ein Gericht dafür einschalten zu müssen, damit das Ziel der Versöhnung gemeinsam erreicht wird, denn alleine und selbstherrlich über den Kopf des Schwächeren hin geht es nicht.

Die gesetzliche Pflicht des Verzichts auf Schadensersatz für längst verjährten Schaden betrifft nicht die Schädigung des schönen Selbstbildes durch Missachtung und Entwertung der Person, weil man erst gar nicht das Recht dazu besitzt, sodass die Rache für gekränkte Eitelkeit oft erst nach Jahrzehnten erfolgt, indem man Jemandem die Gunst, derer er würdig zu sein meint, aus eben diesem Grunde verweigert.

Daher sitzen heute viele alten Eltern einsam im Altenheim, und die Kinder haben kein schlechtes Gewissen, wenn sie sie im Stich lassen, weil sie sich im Recht wähnen, wenn sie sich damit beweisen, letztlich doch die Stärkeren zu sein, indem sie den Alten ihr Recht auf Beachtung verweigern, wie die es bei ihnen damals als Kind auch taten.

Dass damit die Versöhnung in unerreichbare Ferne rückt, nehmen sie bereitwillig in Kauf, weil sie meinen, die Eltern sowieso nicht mehr zu brauchen, was natürlich ein Irrtum ist, denn versöhnen und damit eventuelle Restschulden tilgen, kann man sich nur mit Lebenden, und nicht mit Toten, weil dann davon ja keiner mehr was hat.

Also ist die Versöhnung mit Denen, die Einem nahe stehen, auch zu jeder Zeit ein wünschenswertes Ziel, denn Niemand weiß, wann wem die Stunde schlägt.
@filofaxi
Hier wäre eine gute Moralerziehung, die bereits Kindern die gegenseitigen Rechte und Pflichten des Entschuldigungssprozesses - auch im Falle einer versehentlichen Schädigung - klar macht, ein gutes Mittel, um Rechtsstreitigkeiten bereits privat verhindern zu können, ohne erst ein Gericht dafür einschalten zu müssen, damit das Ziel der Versöhnung gemeinsam erreicht wird, denn alleine und selbstherrlich über den Kopf des Schwächeren hin geht es nicht.

Wenn mit Moralerziehung die Vorsetzung einer im Wiederspruch zur „guten“ Lebensführung, Wegweisung stehenden erziehungsberechtigten Person und Institution gemeint ist, denke ich, dass der Klerus, durch seine schlechten Taten und Unterlassungen, längst verspielt hat.
Seine Rituale und schönen Reden einer besseren Welt in den „Gotteshäusern“ sprechen noch immer die Sprache des uneinsichtigen, uneingeständigen und zu nicht Wiedergutmachung be-
reiten Sünders.

In den von ihm ausgebeuteten Ländern schreit noch immer die Armut der Unterdrückten zum Himmel, wo ist da eine Entschuld(ig)ung, eine Wiedergutmachung?

https://www.youtube.com/watch?v=B6m9NWy_6Sg

Im Weiteren meine ich, es gäbe im öffentlichen Schulalltag genügend Vorkommnisse, durch welche die Entschuldigung geübt und bei Notwendigkeit auch eine Wiedergutmachung eingeleitet werden könnte, ganz nach dem Motto "learning by doing".
Dafür ist noch nicht mal ein Hochschulstudium Voraussetzung.
Das wäre dann sozusagen eine lohnenswerte gute Schule machende „Firmenkultur“.
Schade, dass Jenen die sich darum täglich bemühen, oft nur eisige Winde zum Rückzug
entgegen pfeifen und Jenen die sich um Rücksichtnahme und um ein gutes Lernklima bemühen,
nur wenig hilfreiche oder gar keine Unterstützung geboten wird.
….Wenn mit Moralerziehung die Vorsetzung einer im Wiederspruch zur „guten“ Lebensführung, Wegweisung stehenden erziehungsberechtigten Person und Institution gemeint ist, denke ich, dass der Klerus, durch seine schlechten Taten und Unterlassungen, längst verspielt hat.
Seine Rituale und schönen Reden einer besseren Welt in den „Gotteshäusern“ sprechen noch immer die Sprache des uneinsichtigen, uneingeständigen und zu nicht Wiedergutmachung be-
reiten Sünders.....


Erzieher, die selber nicht wissen, worin die Moral (Rechtsbewusstsein) bestehen soll, welche sie den ihnen zum Erziehen anvertrauten Kindern vermitteln sollen, müssten eigentlich selber nochmal in die Schule gehen.

Das war früher auch üblich, indem man auch noch als Erwachsener in die Sonntagsschule ging, wo Einem vor allem klar gemacht wurde, was die Pflichten sind, die man gegenüber seinen Nächsten (Partnern und Kindern) hat, nämlich deren Rechte zu achten, auch wenn man der Stärkere von beiden ist, und sich nicht nur – wie es natürlicherweise praktiziert wird, weil es angenehmer ist - dafür zu interessieren, wie man die eigenen Rechte am besten durchsetzt, um der Stärke von beiden zu werden und auch zu bleiben, denn dies führt lediglich zu einer Kultivierung der eigenen Streitsucht (fälschl. auch Streitkultur gemeint), die nichts anderes zu verwirklichen zum Ziel hat, als das VOR-Recht des Stärkeren auf Kosten des Schwächeren.

Die Diskreditierung des Lehrpersonals durch die, die sich partout nicht an die vermittelten Regeln halten wollen, hat dazu geführt, dass sogar der freiwillige Besuch dieser Sonntagsschule nach und nach eingestellt wurde, was zu dem bedauerlichen Resultat allgemeiner Unwissenheit geführt hat, welche auch die Eltern von Kindern betrifft, sodass auch von denen nicht zu erwarten ist, dass sie es richtig wissen und auch nicht vermitteln können – selbst wenn sie die besten Absichten haben.

Dadurch scheint jeder Versuch der Schadensprävention durch Belehrung (Aufklärung) vergebens, wenns sowieso Jedem egal ist, wen er schädigt und ob er Jemandem die Entschuldigung schuldig bleibt, solange er nur der Stärkere von beiden ist, und die Eigenmächtigen werden erst dann in ihrem asozialen Treiben gestoppt, wenn sie straffällig werden, und von den Gerichten eines Besseren (zwangs-)belehrt, sodass sich das Verbrechen, um sich auf Kosten Anderer zu bereichern oder durchzusetzen, nicht lohnt, weil die Strafe dafür zu hoch ist, sodass unterm Strich nix übrig bleibt.

….In den von ihm ausgebeuteten Ländern schreit noch immer die Armut der Unterdrückten zum Himmel, wo ist da eine Entschuld(ig)ung, eine Wiedergutmachung? ….

Die Rücksichtslosigkeit Anderer kann keine Rechtfertigung für die angebliche Notwendigkeit eigener Rücksichtslosigkeit sein, genauso wenig, wie die demokratische Abstimmung Privilegierter eine Rechtfertigung dafür sein kann, Gesetze zu Lasten der Unterprivilegierten zu verabschieden, die man dann im Rahmen der Legalität nach Belieben unterdrücken und ausbeuten kann, weil sie als Sklaven nun mal nicht die selben Rechte haben, wie ihre Besitzer.

Hier wäre es weniger scheinheilig, offen zuzugeben, dass Einen natürlicherweise das Gemeinwohl nicht interessiert, solange man die Macht hat, auch alleine klar zu kommen, statt Wasser zu predigen und heimlich ganz bewusst Wein zu trinken, um sich ein Vertrauen zu erschleichen, dessen man gar nicht würdig ist, indem man Andere immer wieder um ihre zwar zugestandenen aber nicht wirklich gewährten Rechte, die vor allem ein lästige Selbstverpflichtung bedeuten, betrügt.

….Im Weiteren meine ich, es gäbe im öffentlichen Schulalltag genügend Vorkommnisse, durch welche die Entschuldigung geübt und bei Notwendigkeit auch eine Wiedergutmachung eingeleitet werden könnte, ganz nach dem Motto "learning by doing".....

Ohne eine begründete Anleitung, mit der man auch den Sinn des Entschuldigungsverfahrens begreifen kann, um es nicht nur als aufgezwungenes Gesetz ansehen zu müssen, was man befolgen muss, um einer Strafe zu entgehen, herrscht leider das Gesetz des Stärkeren, der nicht bereit ist, seine Macht mit Anderen zu teilen, solange es für ihn nicht von Nutzen ist. Und je öfters er das tut, desto mehr lernt er, dass er auch das Recht dazu hat, solange keiner Anderer ihn dran hindert.

Dass er aus Vorsorge für schlechte Zeiten besser Rücksicht auf Schwächere nehmen sollte, die vielleicht mal die Stärkeren sein werden (wie zB die eigenen Kinder), um es nicht endgültig mit ihnen zu verderben, würde für ihn bedeuten, zugeben zu müssen, dass er langfristig doch nicht der Stärkere sein wird, was dem Größenwahnsinnigen sein eitles Selbstbild schädigen und ihm damit seine ganze Unbeirrbarkeit rauben täte, mit der er sich was Besseres zu sein wähnt, und damit auch das Recht hat, sich über die Interessen Anderer eigenmächtig hinwegzusetzen, indem er seine eigenen Rechte macht.

….Dafür ist noch nicht mal ein Hochschulstudium Voraussetzung.....

Leute, die sich in einer Ellenbogengesellschaft rücksichtslos bis zum Hochulstudium hochgeboxt oder hochgedient haben, praktizieren dieses erfolgreiche, rücksichtlose Machtstreben auf Kosten Anderer auch weiterhin, um sich nicht unnötig selbst zu schädigen. Also ist von ihnen auch keine andere Filosofie (Weltanschauung) zu erwarten, als die eines asozialen Raubtierkapitalisten, der nicht versehentlich naiverweise sich mit einer götzenanbetenden Scheinmoral seine Seelenruhe verschafft, bei der er sich Keinem zu irgendetwas verpflichtet zu sehen braucht, sondern dies ganz bewusst tut, und auch seinen Kindern als Patentrezept für ein eigenes schönes Leben empfiehlt.

….Das wäre dann sozusagen eine lohnenswerte gute Schule machende „Firmenkultur“....

Den Firmeneignern ist das Wohl der Firma eigentlich genauso egal, wie das ihrer Arbeiter, solange es ihnen selber dabei gut geht. Dafür verzocken sie auch gern der Oma ihr klein Häuschen oder entlassen alle Arbeiter, die entbehrlich sind, um die Aktien-Dividende der Firma zu maximieren, deren Hauptanteilseigner sie sind, wenn sie selber schon längst keine für selbstverursachte Schäden haftbar zu machenden Firmeneigner mehr sind. Wen nimmts da schon Wunder, wenns die Eltern als Chefs ihrer Familie mit ihren Kindern genauso machen?

...Schade, dass Jenen die sich darum täglich bemühen, oft nur eisige Winde zum Rückzug
entgegen pfeifen und Jenen die sich um Rücksichtnahme und um ein gutes Lernklima bemühen,
nur wenig hilfreiche oder gar keine Unterstützung geboten wird....


Schade vor allem, dass Diejenigen, die sich selber täglich disziplinieren, um ein gutes Miteinander mit Anderen zu pflegen, auf die sie angewiesen sind, so schamlos von ihnen ausgenutzt werden, indem die ihre Würde mit Füßen treten, wenn sie deren wohlgemeinte Ratschläge in den Wind schlagen, und ihnen auch noch blöde daherkommen, um sich selber zu beweisen, dass sie es doch nicht nötig haben, sich eines Besseren belehren zu lassen, wenn sie mal zu Recht für ihr mieses Verhalten kritisiert werden.

So kann man nicht mal erwarten, dass Gutes wirklich immer nur Gutes bewirkt, was ja beim Schlechten, was nur Schlechtes bewirkt, wesentlich natürlicher zu sein scheint, solange der Mensch selber frei entscheiden kann, ob er die Pflicht, seine Buß-Schuld oder Dankes-Schuld anzuerkennen, befolgt oder nicht, und immer noch sagen kann: „nach mir die Sintflut“, wobei er Denjenigen, denen er was schuldet, die Ent-Schuldigung nach seinem Tode eben schuldig bleibt.

Ein anderes beliebtes Verfahren, dieser Pflicht ohne schlechtes Gewissen bereits zu Lebzeiten schon nicht mehr nachkommen zu müssen, ist es, einfach die Vertragspartner zu wechseln, wenn sie sich nicht mehr widerstandslos um ihre Rechte betrügen lassen wollen, denn im Namen der Freundschaft ausbeutbare, gütige Freunde gibt’s bekanntlich wie Sand am Meer, sodass der Spruch mit den Fischen auch für Freunde in der Not gilt: “Kauf dir einen Freund (Fisch), und du hast Freude (bist satt) für einen Tag! Lerne, dir Freunde zu machen (Fische zu fangen), und du wirst Freude haben (wirst satt sein) ein ganzes Leben lang!“
Was kann der Mensch tun?

Er kann ja Vieles, der Mensch: viel Blödsinn produzieren, mit welchem er die Art-
genossen, die NICHT sehen WOLLEN, womit er sie zumüllt, und vor was er ihre
Augen mit Blindheit schlägt, zu gedankenlosen, degenerierten Monsters verkom-
men lässt.

Es gehört zum täglichen Brot, dass uns in TV-Programmen schon zum Frühstück
auf dem Teller die grausligsten Krimis serviert werden.
Dann wundert man sich, wenn ein Jugendlicher im Nachbarhaus seine Eltern
umbringt.
Das soll Action sein? Warum scheint es so, dass der Mensch solche Spannung
braucht? Hat denn sein Leben nicht mehr Wert und Möglichkeiten, als sich
seinen Kopf und seine Seele mit solchen Schlechtigkeiten zu (ver)stopfen?

https://www.youtube.com/watch?v=lsG39Ai_Fyw
cron