@verdandi
Obwohl ich versuche, mir gerade vorzustellen, wie Du wohl lebst, ob Du tatsächlich bei allem, mit dem Du Dich umgibst, was Du kaufst, ge- und verbrauchst, Deine hohen Ansprüche voll erfüllen kannst. Neugierig wäre ich darauf schon. Aber es geht mich letztlich nichts an, ob es bei Dir einen Widerspruch zwischen Anspruch und Realität gibt – das wäre wohl zu persönlich. Jedenfalls wünsche ich Dir, dass Du das schaffst und nicht allzu sehr darunter leidest, falls Du hier und dort doch vorerst mit Kompromissen leben musst.

Diesen Widerspruch gibt es doch bei Jedem und wenn die von mir erwähnte Bezeichnung eines Produktes MIT Label nicht angeboten wird, gibt es nur die Entscheidung für einen Kauf ohne Label oder gar keinen Kauf abzuschliessen.

Die Frage wäre also, weshalb dieses Angebot gar nicht existent ist.

Es geht nicht darum, ob ICH oder DU das schaffen würden einem solchen
Label Bedeutung und Kraft zu verleihen, sondern, ob es DIE MENSCHHEIT schaffen wird dies so zu bewerkstelligen.
Was soll er tun der Mensch um es Realität werden zu lassen? Dies wäre die filosofische Frage dazu.

@ filofaxi
Wenn nun Jemand helfen will, der gar nicht helfen kann, indem er für Menschen, die auch nicht helfen können, ein aufklärendes Spektakel aufführt, womit er Diejenigen betroffen stimmt, die gar nicht betroffen sind, während die Verursacher der Misere nicht aufgeklärt werden müssen, weil sie genau wissen, was sie da tun........

Es geht, wie ich schon erwähnt habe, um Etwas was totgeschwiegen werden soll, hinaus zu beklagen, auch Jenen zu offenbaren die nicht hinschauen wollen, die Zusammenhänge noch nicht erkannt haben.
Richtig, es ist eine Form der Aufklärung weil wir davon eben alle betroffen sind.

@ verdandi
Was die Bedeutung des Selbstwertgefühls betrifft, bin ich nicht Deiner Meinung. Aber vielleicht hast Du mich auch nur missverstanden. Natürlich muss ich die Freiheit und Unversehrtheit anderer achten. Es geht nicht darum, sich strafbar zu machen oder nicht. Die Betonung lag auf „eintreten“, d.h. sich aktiv für andere einzusetzen. Ohne ein gutes Selbstwertgefühl wäre ich dazu kaum in der Lage, weil ich viel zu sehr mit Selbstzweifeln und überhaupt mit mir selbst beschäftigt wäre.

Wie auch schon erwähnt, ist der Selbstwert nicht was wir uns selbst zugestehen oder vorenthalten, sondern eben auch Das was uns Andere an Anerkennung, Hilfe und Kompetenzen einzugestehen bereit sind.
Selbst ein Slumkind hat die Möglichkeit sich schützend vor ein kleineres Kind das bedroht wird hinzustellen oder es seinem Schicksal zu überlassen.
Dabei verliert das ältere Kind beim jüngeren selbstverständlich an Wert, wenn je nach Umstand kein Nutzen (keine Hilfe) von ihm zu erwarten ist.

@ mehusae

Du sagst, es käme nicht auf Dich oder mich an, sondern auf „die Menschheit“ - und dann sagst Du wieder „der Mensch“... Was denn nun? Und woraus besteht denn „die Menschheit“, wenn nicht aus einzelnen Menschen wie Dir und mir? Wie sollte „die Menschheit“ ohne den einzelnen Menschen etwas bewirken können?

Wenn der einzelne auf seine Ohnmacht und stattdessen auf die Zuständigkeit der Gemeinschaft (die aus einzelnen, wie ihm besteht) verweist, hat seine Sache schon verloren. – So handhabt das z.B. auch derjenige, der aus Resignation oder Protest und aufgrund der vermeintlichen eigenen Ohnmacht nicht mehr zur Wahl geht, aber damit zugleich denjenigen, die gegen seine Sache sind, kampflos die Macht überlässt.

Und was den Begriff „Selbstwert“ betrifft, verweise ich nur noch auf die Lexika.
Der Begriff ist schon rein sprachlich selbsterklärend.





@mehusae

…..Es geht nicht darum, ob ICH oder DU das schaffen würden einem solchen
Label Bedeutung und Kraft zu verleihen, sondern, ob es DIE MENSCHHEIT schaffen wird dies so zu bewerkstelligen.
Was soll er tun der Mensch um es Realität werden zu lassen? Dies wäre die filosofische Frage dazu....


Das biblische „Sollen“ spielt in der mosaischen Gesetzgebung die verpflichtende Rolle eines „Müssens“, sofern man unbehelligt von der Rache des beleidigten Gesetzgebers leben will, dessen Gesetze man missachtet und damit den im Stile einer mafiösen Schutzgelderpressung von ihm aufgezwungenen Vertrag gebrochen hat.

Das eher empfehlende „Sollen“ bei der Verabschiedung von „Menschenrechten ohne Pflichten“ hingegen ist da viel unverbindlicher und wird daher auch nur in seiner Möglichkeitsform gebraucht, indem man es als das bezeichnet, was sie idealerweise SEIN SOLLTEN, und nicht als das, was sie tatsächlich SIND – nämlich: nichts, als eine schöne Illusion.

Die dient den herrschenden Gesetzgebern dazu, die Hoffnung auf bessere Zeiten aufrecht zu halten, welche möglichst ein Leben lang bestehen bleibt, damit ihr Volk die gute Laune nicht verliert, wie es auch schon in der Familie praktiziert wird, wo es beim scheinheiligen Vater immer noch heißt: „Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst, hast du nur dann ein Recht auf Grundversorgung, wenn du bedingungslos gehorchst – danach kannst du in deiner eigenen Familie mit dem Vorrecht des wirtschaftlich Stärkeren selber die dort geltenden Gesetze bestimmen!“

...Es geht, wie ich schon erwähnt habe, um Etwas was totgeschwiegen werden soll, hinaus zu beklagen, auch Jenen zu offenbaren die nicht hinschauen wollen, die Zusammenhänge noch nicht erkannt haben.....

Mit dem öffentlichen passivischen Beklagen und dem aktivischen, gerichtlichen Beklagen werden zwei unterschiedliche Ziele verfolgt:

Mit ersterem bettelt man um Verständnis für sein Leid - in der Hoffnung, eine barmherzige Seele zu finden, die Einen mit der schönen Illusion darüber hinwegtröstet, dass das Leiden ja nicht ewig währt, und die vielleicht sogar solange Händchen hält, damit man als Leidender nicht so alleine da steht.

Mit dem anderen nimmt man sein Recht in Anspruch, nicht um Barmherzigkeit bitten zu müssen, sondern sie auch gegen den Willen derer, die sie Einem verweigern wollen, um sich nicht selber dabei zu schädigen, gerichtlich erzwingen zu können.

Eine Aufklärung ist natürlich erst dann von Nutzen, wenn sie – wie Buddha schon sagte - dazu dient, die Ursache des Leidens zu beheben, und nicht, indem man Menschen, die schon soweit durch christliche Indoktrination betäubt worden sind, dass sie den Missstand gar nicht mehr als leidvoll empfinden, bis sie irgendwann tot umfallen, lediglich ihre missliche Lage auf schmerzliche Weise bewusst macht.

….Wie auch schon erwähnt, ist der Selbstwert nicht was wir uns selbst zugestehen oder vorenthalten, sondern eben auch Das was uns Andere an Anerkennung, Hilfe und Kompetenzen einzugestehen bereit sind. ….

Der Selbstwert ist nicht "auch", sondern "ausschließlich" der Wert, den man selber für Andere hat, denn man kann nicht Käufer und Verkäufer, der sich auch noch obendrein als Ware selber wertschätzt und sich dann meistbietend an sich selber verkauft, alles in ein und derselben Person sein - nur, um die Macht zu erlangen, seinen Handelswert beim seinem jeweiligen Handelspartner ganz alleine bestimmen zu können.

Statt dessen muss der Mensch sich wohl oder übel damit abfinden, dass er für Denjenigen, der ihn und seine Leistung nicht braucht, völlig wertlos ist - ganz gleich, wie hervorragend die Qualität dessen, was er anzubieten hat, auch immer sein mag.
Dies dient den herrschenden Gesetzgebern dazu, die Hoffnung auf bessere Zeiten aufrecht zu halten, welche möglichst ein Leben lang bestehen bleibt, damit ihr Volk die gute Laune nicht verliert, ​......

Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, dass die Flut allmählich Vernunft annimmt.
Hans Kasper

Eine Aufklärung ist natürlich erst dann von Nutzen, wenn sie – wie Buddha schon sagte - dazu dient, die Ursache des Leidens zu beheben, .....

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=78807

Ist es nicht die Art und Weise, le ton wie etwas an die Frau/ den Mann und vor allem an das Kind getragen wird, qui fait la musique?

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=73327

Der Mensch verkümmert, sowohl körperlich wie auch seelisch-geistig, wenn er nicht schaffend, schöpferisch tätig sein kann.
Entwicklung mit Frohsinn kann im Menschen nicht auf Befehl geweckt werden aber wenn sie spürbar werden soll, muss ihm dafür den Boden zur Betätigung und Übung bereit liegen.
Wird einem Säugling und Kleinkind nicht zugestanden Bedürfnisse seinem Wesen gemäss befriedigt zu bekommen, wird es sich unwohl und mit Übel damit abfinden müssen und auch dementsprechend geprägt werden, was sich in jedem Fall, zuerst in der Schulzeit und dann im weiteren Verlaufe seines Lebens, unangenehm bemerkbar machen wird.

Machthaber müssen also darum besorgt sein, die entsprechenden Mittel dafür zu budgetieren, was damit beginnt Mindestlöhne so festzulegen, dass eine Ehepartnerin und Mutter nicht gezwungen ist auch noch ausserhäuslich für den Unterhalt der Familie, oft auch unter schlechtesten Bedingungen, beitragen zu müssen.
Familienfrauen-Arbeit muss dringendst auch dem Einsatz der Nichtfamilen-Frauen-arbeit in Form eines Mindestlohnes gleich gestellt werden!
Das ist dann gelebte Prävention die ALLEN Menschen einer Gemeinschaft zugute kommt und nicht nur einem elitären kleinen Kreis vom "liebenden Gott" Bevorzugten.

Und bevor weitere Bankensanierungen vorgenommen werden, steht nun schluss-endlich zuvor die Familiensanierung im Vordergrund.
….Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, dass die Flut allmählich Vernunft annimmt.
Hans Kasper ….


Der Spruch gilt nicht nur für Diejenigen, die sich vor (Natur-)Gewalt fürchten und sich davor schützen, indem sie aktivisch in den warmen Süden flüchten, oder sich passivisch doppelt warm anziehen, wenn der Winter naht, sondern auch für Diejenigen, die die rücksichtslosen, pflichtvergessenen (Steuer-) Flüchter oder (gewinnmaximierenden) Selbstschützer daran hindern wollen, dies auf Kosten Anderer zu tun, die aufgrund von fehlenden Ressourcen den harten Winter nicht alleine überstehen würden.

Die bauen dann eigenmächtig eine Mauer gegen Flüchtlinge von Innen nach Außen, was genauso auf Kosten der Freiheit bestimmter Bevölkerungsgruppen geht, wie die Mauer gegen Flüchtlinge von Außen nach Innen und nennen es demokratisch, oder sogar vernünftig, weil es vor Allem ihrem eigenen Zwecke dient.

Weil aber das, was für den Einen nützlich und daher vernünftig ist, für den Andern schädlich und daher unvernünftig, kann man hier nicht mit dem, was – nach Kant - für Alle gleichermaßen vernünftig ist, argumentieren, denn auch die Flut würde vernünftig handeln, wenn sie bewusst die Dämme einreißen täte, um sich nötigenfalls mit Gewalt – dh auch gegen den Willen der Deichbauer - den Platz zu verschaffen, um sich auf dem Land auszubreiten, wenn das Flussbett nicht mehr genügend Platz für die Wassermassen bieten kann.

Da die Flut jedoch keine vernunftbegabte Person ist, die zielgerichtet und damit sowohl im eigenen Sinne, als auch im Sinne Anderer entscheiden kann, muss sie zwangsläufig im eigenen Sinne handeln, was immer richtig für den eigenen Zweck ist und falsch in Bezug auf andere Zwecke.

Der Mensch hingegen kann nicht nur vernünftig und damit richtig für die eigenen Zwecke entscheiden, sondern auch unvernünftig und daher falsch für die eigenen Zwecke handeln, was aber im Sinne eines Gesetzes, welches für Andere gut ist, für richtig gilt.

Dass die Überschwemmung des Landes durch die Flut für die Deichbauern keinen Sinn macht, weil es nicht in ihrem Sinne ist, heißt noch nicht, dass dies daher völlig sinnlos und damit absurd sei, weil sie ohne die Flut nämlich auch keine Deichbauern sein könnten. Hier dient die scheinbare genauso wie die echte Fremdbestimmung dazu, sinnvollerweise das sein zu können, was man gerade ist, anstatt ewig nach einem Sinn hinter dem Sinn suchen zu müssen, den es gar nicht gibt.

Ein noch besseres Beispiel für den stoischen Umgang mit dem Unvermeidbaren in einer weniger dramatische Alltagssituation ist das mit dem permanenten Wind, den die Einen als amoralisch beschimpfen, während sie ständig gegen ihn ankämpfen und ihn mit magischen Mitteln zu beschwören trachten, während Andere sinnvollerweise Windmühlen bauen, um sich vernünftigerweise seine Kraft zunutze zu machen, was natürlich auch mit dem Wasser geht.

…..http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=78807

Ist es nicht die Art und Weise, le ton wie etwas an die Frau/ den Mann und vor allem an das Kind getragen wird, qui fait la musique?....


Den Gewaltbegriff nur auf körperliche Einwirkungen zu beschränken, weil die optisch am leichtesten nachweisbar sind, wird dem Tatbestand in keinster Weise gerecht. Das, was man psychische Gewalt nennt, beginnt oder endet auch nicht erst beim geräuschvollen und barschen Befehlston, sondern umfasst das ganze Spektrum der eingeschränkten sozialen Bewegungs- und Handlungsfreiheit eines Anderen gegeg seinen Willen, welches bereits mit der Nötigung durch Inaussichtstellung von Belohnung bei Gehorsam beginnt, die gleichzeitig die Androhung von Strafen bei Ungehorsam impliziert, bis hin zum Vollzug derselben.

….. http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=73327 ….

Dass hier auch der Machtloseste – wie in diesem Falle der von den Schülern terrorisierte Lehrer - sich aller verfügbarer Mittel bedient, um sich dem Diktat des Stärkeren zu entziehen und gleichzeitig zu beweisen, dass er doch nicht so machtlos ist, sich Alles widerspruchslos gefallen zu müssen, ist nicht nur einer besonders von elterlicher Gewalt geprägten Kindheit geschuldet, sondern ein ganz natürlicher und damit vernünftiger Impuls zur Lebenserhaltung – selbst wenn dies nicht einmal bewusst, sondern ganz unwillkürlich und spontan geschieht, dass man zurückschlägt, wenn man angegriffen wird – aus der reinen Notwendigkeit des schopenhauerschen Überlebenswillens heraus.

…..Der Mensch verkümmert, sowohl körperlich wie auch seelisch-geistig, wenn er nicht schaffend, schöpferisch tätig sein kann.
Entwicklung mit Frohsinn kann im Menschen nicht auf Befehl geweckt werden aber wenn sie spürbar werden soll, muss ihm dafür den Boden zur Betätigung und Übung bereit liegen. ….


Wie wir schon früher festgestellt haben, funktioniert auch Erziehung als Hilfe zur Selbsthilfe in einem System voller sozial notwendiger und damit auch gerechtfertigter Einschränkungen des Einzelnen zugunsten Anderer am Besten mit der sanften Gewalt der Verführung durch Inaussichtstellung von Belohnung für Wohlverhalten, was allerdings immer noch als Zwang empfunden wird, solange der Betreffende extrinsisch und nicht intrinsisch motiviert wird.

Für den Idealfall wäre es also sinnvoll, ihm zu erklären dass das, was er tun oder lassen sollte, eine Empfehlung darstellt und keinen Befehl, und zu begründen, warum es vor Allem für ihn selber gut ist und nicht nur für Andere. Bei noch kleineren Kindern sollte man die Kunst der Ablenkung anwenden, um sie von ihrem falschen Handeln abzubringen, damit es gar nicht erst zu einem Machtkampf kommen kann, in dem das Kind unweigerlich den Kürzeren zieht.

…..Wird einem Säugling und Kleinkind nicht zugestanden Bedürfnisse seinem Wesen gemäss befriedigt zu bekommen, wird es sich unwohl und mit Übel damit abfinden müssen und auch dementsprechend geprägt werden, was sich in jedem Fall, zuerst in der Schulzeit und dann im weiteren Verlaufe seines Lebens, unangenehm bemerkbar machen wird....

Es gibt auch Kinder, die dabei lernen, sich ins Unvermeidliche zu fügen, und die besonders froh sind, wenn sie später als Erwachsene die Freiheit zugestanden bekommen, selber bestimmen zu dürfen, wie sie mit den eigenen Kindern umgehen wollen – und zwar ohne die vielgehassten Schläge auf den Hinterkopf, die das Denkvermögen angeblich erhöhen sollten, von denen ihnen damals aber nur das Hören und Sehen verging.

…..Machthaber müssen also darum besorgt sein, die entsprechenden Mittel dafür zu budgetieren, was damit beginnt Mindestlöhne so festzulegen, dass eine Ehepartnerin und Mutter nicht gezwungen ist auch noch ausserhäuslich für den Unterhalt der Familie, oft auch unter schlechtesten Bedingungen, beitragen zu müssen.
Familienfrauen-Arbeit muss dringenst auch dem Einsatz der Nichtfamilen-frauen-Arbeit in Form eines Mindestlohnes gleich gestellt werden!
Das ist dann gelebte Prävention die ALLEN Menschen einer Gemeinschaft zugute kommt und nicht nur einem elitären kleinen Kreis vom "Liebenden Gott" Bevorzugten. ….


Zwar SOLLTE der göttliche Vater idealerweise auch tatsächlich gütig sein, um seinen Namen zu Recht zu tragen und der damit verbundenen Ehre, einer Familie vorstehen zu dürfen, würdig zu sein, aber er MUSS es keineswegs, solange er die Macht dazu hat, seinen Schutzbefohlenen auch mit Gewalt seinen Willen aufzwingen zu KÖNNEN, wenn er keine Lust hat, den Unwürdigen Hilfe angedeihen zu lassen und den Sündern gegenüber gnädig zu sein.

…..Und bevor weitere Banksanierungen vorgenommen werden, steht nun schluss-endlich erst die Familiensanierung im Vordergrund. ….

Wo denn? Und von wem denn? Das geht doch nur bei Einem selber, und noch nicht mal da, wo Einem vor lauter zwanghafter Gier die dafür nötige Disziplin fehlt.

Die Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit ist erst dann sinnvoll, wenn man sie auch durchsetzt, denn sonst bleibt sie nur eine schöne Wunschvorstellung, die niemals in Erfüllung geht, weil Diejenigen, von denen sie gewünscht wird, kein Interesse an ihrer Verwirklichung haben, denn sonst müssten sie sich ja unvernünftigerweise selber schädigen.

So müssen wir froh sein, überhaupt noch am Leben und handlungsfähig (schöpferisch tätig) zu sein, wenn wir im stoischen Gleichmut wie Sisyphos jeden Tag aufs Neue unseren Stein den Berg raufrollen (oder wie der Christus sein Kreuz auf uns nehmen, indem wir die Suppe, die wir uns eingebrockt haben, auch wieder auslöffeln) und sollten diese Pflicht der Schuldentilgung als den Sinn unseres Lebens akzeptieren – und zwar möglichst, ohne dabei ständig sinnloserweise davon zu träumen, dass wir die freie Wahl hätten, es auch nicht tun zu müssen, wenn wir es auch verweigern könnten.
Da die Flut jedoch keine vernunftbegabte Person ist, die zielgerichtet und damit sowohl im eigenen Sinne, als auch im Sinne Anderer entscheiden kann, muss sie zwangsläufig im eigenen Sinne handeln, was immer richtig für den eigenen Zweck ist und falsch in Bezug auf andere Zwecke.

Also was jetzt? Wenn die Flut keine Person ist, kann sie weder vernunftbegabt sein noch in irgend einem Sinne handeln.
Ich sehe es eher als ein physikalisches Gesetz. Ein schönes Häusle mit Garten am See kann durchaus Freude bereiten, dass jedoch stilles und auch tiefes Gewässer mit Zufluss in einer Senke auch mal steigt ist bekannt, daher wäre dann vernünftiges Planen vor Baubeginn, vorbeugen statt geschädigt zu werden, besser.
Doch was man unter dem Spruch von Hans Kasper auch noch verstehen kann ist dies:

Es besteht kein Zwang ohn Unterlass über Missstände zu klagen, sich verbissen mit ihnen zu beschäftigen, so, dass andere Gedanken und Unternehmungen kein Platz und keine Bedeutung mehr haben. So verstehe ich übrigens auch den Hamster im Rad oder der Stein von Sisyphus.

Für den Idealfall wäre es also sinnvoll, ihm zu erklären dass das, was er tun oder lassen sollte, eine Empfehlung darstellt und keinen Befehl, und zu begründen, warum es vor Allem für ihn selber gut ist und nicht nur für Andere. Bei noch kleineren Kindern sollte man die Kunst der Ablenkung anwenden, um sie von ihrem falschen Handeln abzubringen, damit es gar nicht erst zu einem Machtkampf kommen kann, in dem das Kind unweigerlich den Kürzeren zieht.

Um Kindern Vorgänge, Abläufe erklären zu können, benötigt man viel, ab und zu auch sehr sehr viel Zeit und Geduld.
Wird einer Mutter und auch einem Vater vor allem Zeit und Raum für ihre unschätzbare und verdienstgerechte Zuwendung an Kinder auch gewürdigt, können sie ihre Aufgaben, wie auch jede/r andere Berufsmann/ Berufsfrau befriedigend erfüllen.

Man könnte beinahe geneigt sein eine Parallele zu den Menschenrechten zu ziehen, die ja eigentlich auch „nur“ Empfehlungen sind. Viele halten sich nicht daran, obwohl die meisten mehrheitlich gute Empfehlungen sind?
Wie sollen Kinder begründete Empfehlungen annehmen können, wenn sie selbst tagtäglich mit ansehen wie sich Erwachsene über Empfehlungen hinwegsetzen?
Ablenkung kann sicher mal gut sein aber dauerhaft angewendet verwirrt es Kinder, werden dem Ablenker gegenüber misstrauisch, in ihren Anliegen und Bedürfnissen nicht ernst genommen und unverstanden zurückgelassen.

Vorallem über Traumen muss gesprochen werden können, wer sie totschweigt, dem Kinde nicht mit Weinen zum Ausdruck zu bringen gestattet, wird Seelenstimmungen gewaltsam unterdrücken und damit nicht nur die eigene Lebensqualität beeinträchtigen, sondern auch die der nachkommenden Generation(en) damit weiterhin belasten.

Es gibt auch Kinder, die dabei lernen, sich ins Unvermeidliche zu fügen, und die besonders froh sind, wenn sie später als Erwachsene die Freiheit zugestanden bekommen, selber bestimmen zu dürfen, wie sie mit den eigenen Kindern umgehen wollen – und zwar ohne die vielgehassten Schläge auf den Hinterkopf, die das Denkvermögen angeblich erhöhen sollten, von denen ihnen damals aber nur das Hören und Sehen verging.

Es kommt immer darauf an, in was sich ein Kind zu fügen hätte. Kindern mit weniger robustem Wesen bedeutet eine Kopfnuss u. U. dass es abgelehnt oder gar gehasst wird. Ein robusteres Kind steckt sie weg und vergisst, allerdings erzählen dann genau Jene nach Jahren ausführlich wie sehr sie selbst den betreffenden Erzieher dafür gehasst haben.
In irrationale Aengste und Nöte kann sich ein Kind am wenigsten dreinschicken, die sind da und quälen es, oft auch bis ins Erwachsenenalter und zeitlebens, wenn sie nicht von besonnenen, verständnisvollen Erwachsenen entkräftet werden.
…...Also was jetzt? Wenn die Flut keine Person ist, kann sie weder vernunftbegabt sein noch in irgend einem Sinne handeln. Ich sehe es eher als ein physikalisches Gesetz. …..

Nun, das war vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt, wenn man davon ausgeht, dass die Flut ja keine handelnde Person ist und auch keine Frau, obwohl sie weiblich ist, schmunzel...

Ebenso wenig ist die Natur eine Person, die Gewalt ausüben oder Gesetze verabschieden kann, sodass man hier besser von natürlichen - weil nicht künstlich vom Menschen bewirkte - Funktionsweisen sprechen sollte, bei denen es lediglich um die automatische - weil notwendige - Folge auf eine Ursache geht, und nicht um die Reaktion auf eine Aktion, die ein handelndes Lebewesen voraussetzt, welches sein Verhalten unbewusst spontan oder bewusst geplant gegen die Umweltbedingungen aussteuern kann, mit dem Ziel, zu überleben, was man dann vernünftig nennt.

Wäre die Flut nun ein denkendes Wesen, könnte sie nichts Vernünftigeres tun, als das, was sie tun muss, sobald das Flussbett zu eng wird: sie muss also notwendigerweise über die Ufer treten, wenn es keine bessere Alternative gibt.

Hier besteht der Zwang der Notwendigkeit in der jeweils am Besten geeigneten Alternative, der man als ein willensbegabtes Lebewesen nur durch unvernünftiges Handeln entgehen kann, wenn man bereit dafür ist, eine unnötige Selbstschädigung hinzunehmen, nur um die Macht zu demonstrieren, dass man dazu in der Lage ist, wenn man es will, was unter Umständen dann auch wieder auf andere Weise vernünftig sein kann, wenns darum geht, sich als willensstärker als Andere zu zeigen. Daher handeln Machtgierige auch nur scheinbar unvernünftig, solange man den tatsächlichen Sinn ihrer Handlungen nicht versteht.

…..Es besteht kein Zwang ohn Unterlass über Missstände zu klagen, sich verbissen mit ihnen zu beschäftigen, so, dass andere Gedanken und Unternehmungen kein Platz und keine Bedeutung mehr haben. So verstehe ich übrigens auch den Hamster im Rad oder der Stein von Sisyphus. ….

Das Jammern und Klagen stillen Kämmerlein dient vor Allem der kurzfristigen Entlastung vom körperlich oder seelisch bedingten Druck, der sich bei einer dauerhaften, geistigen Beschäftigung damit jedoch immer wieder von Neuem aufbaut. Da wäre ein öffentliches Beklagen schon sinnvoller und damit ebenfalls vernünftig, wenn damit der Beistand oder das Mitgehen Anderer im eigenen Leid (Beileid oder Mitleid) bewirkt werden soll, von dem man auch noch erwarten kann, dass es eventuell sogar zur Beseitigung der Ursache des Problems mit beiträgt.

Sisyphos könnte sich eigentlich auch freuen, dass er überhaupt noch in der Lage ist, einen schweren Stein den Berg hochzurollen, um den Beweis für seine ewige Lebendigkeit erbringen zu können, die er dem Herrn des Totenreiches, Thanatos, abgetrotzt hat, auch wenn er dafür noch so sehr unter der Last der Eintönigkeit leidet, welche nur die unvermeidliche Konsequenz seines erfolgreichen Sieges über den Tod war, mit dem ursprünglichen Ziel, auf ewig seinen Reichtum genießen zu können, dessen er niemals überdrüssig zu werden wähnte, und nicht etwa die Strafe irgendwelcher wütender, rachsüchtiger Himmelsmächte, gegen deren Gesetze er vorsätzlich verstoßen hatte.

Als absurd ansehen kann man diesen Prozess also nur, wenn man die schicksalhafte Folgerichtigkeit dieser Funktionen nicht begriffen hat, und infantilerweise meint, man existiere alleine in seiner Fantasiewelt, wo es Alles, was man haben will für umsonst gibt, wie zB Gesetze mit Rechten ohne Pflichten, und man sei nur sich selber gegenüber verantwortlich für seine Untaten, bzw seinem Hirngespenst, weil es die anderen Menschen alle gar nicht mehr gibt, sobald man nur die Augen fest verschließt, sodass man sie nicht mehr sehen kann.

…..Um Kindern Vorgänge, Abläufe erklären zu können, benötigt man viel, ab und zu auch sehr sehr viel Zeit und Geduld.
Wird einer Mutter und auch einem Vater vor allem Zeit und Raum für ihre unschätzbare und verdienstgerechte Zuwendung an Kinder auch gewürdigt, können sie ihre Aufgaben, wie auch jede/r andere Berufsmann/ Berufsfrau befriedigend erfüllen. …..


Kindlicher Undank ist wohl nicht als Lohn (Würdigung) für verdienstvolle und damit auch ehrwürdige Eltern zu betrachten, sondern eher als Bestrafung Derer, die ihre Fürsorgepflicht vernachlässigt haben, denn es geschieht keine Folge ohne Ursache.

Da ein Kind meist unmittelbar auf das Verhalten seiner Eltern reagiert, könnten diese leicht eruieren, was sie falsch gemacht haben, sofern sie dazu bereit sind, einen unbeabsichtigten Fehler einzugestehen, was bei beabsichtigtem Fehlverhalten schon schwieriger ist, denn Eltern meinen ja oft, es sei völlig richtig, sein Kind, was noch nicht begreift, was die Eltern zu ihren Entscheidungen zwingt, prügelnderweise zur Anpassung seines Verhaltens an das ihre zu zwingen, ohne ihnen dabei die natürliche Rache dafür zuzugestehen, sie deswegen auch verprügeln zu dürfen, was sie dann stellvertretend mit ihren jüngeren Spielkameraden tun, um sie zum Gehorsam zu zwingen.

Der Lohn der Geduld – so sollte man den Eltern erklären – liegt nicht im blinden Gehorsam der Kinder, wie es bei Abraham und seinem despotischen Vater beschrieben wird, sondern in einer intakten Freundschaftsbeziehung (die man auch Liebesbeziehung nennt, weil da Beide füreinander liebenswert sind), welche auf gegenseitiger Rücksichtnahme (Respekt) und Hingabe (Fürsorglichkeit) beruht, was sich für die Eltern besonders im Alter, aber auch in allen anderen Zeiten auszahlt, wo das Kind Gelegenheit bekommt, sich für die gute Pflege dankbar zu erweisen.

…...Man könnte beinahe geneigt sein eine Parallele zu den Menschenrechten zu ziehen, die ja eigentlich auch „nur“ Empfehlungen sind. Viele halten sich nicht daran, obwohl die meisten mehrheitlich gute Empfehlungen sind?
Wie sollen Kinder begründete Empfehlungen annehmen können, wenn sie selbst tagtäglich mit ansehen wie sich Erwachsene über Empfehlungen hinwegsetzen?
Ablenkung kann sicher mal gut sein aber dauerhaft angewendet verwirrt es Kinder, werden dem Ablenker gegenüber misstrauisch, in ihren Anliegen und Bedürfnissen nicht ernst genommen und unverstanden zurückgelassen.....


Das seh ich ganz genau so. Die überhebliche Haltung von herrschsüchtigen Eltern, die ihre Kinder wie rechtlose Diener behandeln, kann kein partnerschaftliches Sozialverhalten hervorbringen, sondern nur im besten Falle Experimentatoren, die - ohne jedes „Gespür für Schnee“ - ein Leben lang mit Anpassungsproblemen zu kämpfen haben, indem sie im Umgang mit den eigenen Kindern Partnern und Eltern ständig zwischen zu autoritären und zu unterwürfigem Verhalten hin- und herschwanken, ohne das richtige Maß zu finden.

…..Vorallem über Traumen muss gesprochen werden können, wer sie totschweigt, dem Kinde nicht mit Weinen zum Ausdruck zu bringen gestattet, wird Seelenstimmungen gewaltsam unterdrücken und damit nicht nur die eigene Lebensqualität beeinträchtigen, sondern auch die der nachkommenden Generation(en) damit weiterhin belasten.....

Es geht bei der Traumabewältigung nur in der ersten Phase um die Änderung der aktuellen Seelenstimmung, die man zB damit verbessern kann; indem man verständnisbereit ist, denn meist vertraut sich Jemand sowieso nur Demjenigen an, der auch Interesse an ihm zeigt, während er Denjenigen, die das nicht tun, ein Buch mit 7 Siegeln bleibt.

Daher kann man auch davon ausgehen, dass sich der Traumatisierte seinen Therapeuten selber aussucht, und nicht umgekehrt, und auch, dass das in den meisten Fällen gar kein professioneller Therapeut ist, der ihm für 100 € pro Stunde lediglich eine schöne Stimmung bereitet, und ihn danach wieder seinem Schicksal überlässt, sondern eher Jemand, der nötigenfalls auch mal gratis Überstunden macht, wenn der liebe Gott und sein Stellvertreter bereits Feierabend haben.

Ansonsten hat es keinen Zweck, das Geschehene noch weiter zu leugnen, nachdem der Patient bereits erkannt hat, was geschehen ist, sondern es ist wichtiger, ihm dabei zu helfen, es auch anzuerkennen, um sich später damit abfinden zu können, dass es überhaupt geschehen ist, und gleichzeitig die Angst davor zu überwinden, dass es noch einmal geschehen könnte, indem er aufhört, die Vergangenheit weiter auf die befürchtete Zukunft zu projizieren, und sich statt dessen auf die Gegenwart konzentriert, wo es mit dem neu erworbenen Wissen soweit wie möglich die erhoffte Zukunft selber zu gestalten gilt.

…...Es kommt immer darauf an, in was sich ein Kind zu fügen hätte. Kindern mit weniger robustem Wesen bedeutet eine Kopfnuss u. U. dass es abgelehnt oder gar gehasst wird. Ein robusteres Kind steckt sie weg und vergisst, allerdings erzählen dann genau Jene nach Jahren ausführlich wie sehr sie selbst den betreffenden Erzieher dafür gehasst haben. …..

….Oder dass sie das, was sie nicht umgebracht hat, stark gemacht habe, sodass sie mit ihren Kindern genau so machen, damit sie möglichst stark werden mögen.

…...In irrationale Aengste und Nöte kann sich ein Kind am wenigsten dreinschicken, die sind da und quälen es, oft auch bis ins Erwachsenenalter und zeitlebens, wenn sie nicht von besonnenen, verständnisvollen Erwachsenen entkräftet werden. ….

Die Furcht vor konkreten Nöten beruht immer auf einer konkreten Erfahrung von Gefahr, und kann damit wirkungsvoll bekämpft werden, dass man sich das nächste Mal anders verhält, als vorher, während die Angst keiner konkreten Erfahrung von realer Bedrohung bedarf, und daher als irrational gilt, sodass man sie an Besten mit einer ebenso irrationale Vorstellung von Schutz bekämpft, den es nicht mal tatsächlich geben muss, sondern den es auch einfach nur in der Vorstellung des Betreffenden geben kann.

Sich-Dreinschicken in eine Situation permanenter Bedrohung bewirkt genau so eine Desensibilisierung, wie bei allem Anderen, was man gewohnheitsgemäß immer wieder betreibt, auch, sodass man das Risiko der Vernichtung sogar bereitwillig eingeht, indem man am Hang eines Vulkans seine Felder bebaut, sofern eine reiche Ernte als Lohn dafür winkt.

Dass man zB durch eine Kriegs- oder Hungersnot oder einen schweren menschlichen Verlust traumatisiert wird, sodass man sich Niemandem mehr anvertrauen mag und auch an seinen eigenen Fähigkeiten zweifelt, die bisher dazu taugten, wieder selber aufzustehen, kann Einem auch noch im Erwachsenenalter passieren, sodass man auch alles Andere vorübergehend völlig neu bewertet.

Hier bedeutet Therapie vor Allem, sich wieder auf die alten Werte zu besinnen, sobald wieder Normalität eingetreten ist, und die Tatsache, dennoch überlebt zu haben, als Erfolgsstrategie zu verbuchen, die Einem das nächste Malt tatsächlich zugute kommt, sodass man nötigenfalls sogar auch Anderen noch damit von Nutzen sein kann.
Das Jammern und Klagen stillen Kämmerlein dient vor Allem der kurzfristigen Entlastung vom körperlich oder seelisch bedingten Druck, der sich bei einer dauerhaften, geistigen Beschäftigung damit jedoch immer wieder von Neuem aufbaut. Da wäre ein öffentliches Beklagen schon sinnvoller und damit ebenfalls vernünftig, wenn damit der Beistand oder das Mitgehen Anderer im eigenen Leid (Beileid oder Mitleid) bewirkt werden soll, von dem man auch noch erwarten kann, dass es eventuell sogar zur Beseitigung der Ursache des Problems mit beiträgt.


Das sind sehr schöne Wunschvorstellungen, vor allem von Jenen die täglich unter der Willkür von Trampeltieren leiden und ihnen daher unwillkürlich ein ge-dankliches Nachsinnen darüber entsteht.

Leider ist auch Schadenfreude in jedem Menschen heimisch und wer diese auslebt, an sich erlebt, ist zu bedauern und Letzterer weint wohl eher für sich alleine als sich mit Menschen zu umgeben die ihm mitempfinden und Verständnis in seiner Not nur heucheln.
Floskeln im Nachhinein nützen Keinem was, vor allem dann nicht, wenn Jemand zuvor keine Empathie für die schwierige Situation seines Gegenübers hat zeigen wollen.

Es ist nicht angebracht den Sachverhalt zu verdrehen und den Ohnmächtigen unterstellen zu wollen SIE dächten vermutlich bloss falsch, wenn sie nicht mal verstehen können, weshalb Betrug, Gewalt, Lüge und Hinterhältigkeit belohnt und wohlwollendes und anständiges Verhalten für dumm verkauft werden will.

Wenn der Mensch nicht aufhört im gängigen Konkurrenzdenken, was von Kindesbeinen an - hier wissen wir ja was das bedeutet - bereits tüchtig geschürt wird, zu verharren, wird sich das asoziale Verhalten der Jungen der nächsten Generationen noch verstärken. (Was dies bedeutet, muss kaum speziell erwähnt werden).

Wer kann, wird sich einem solchen Denkstil weiterhin widersetzen, Anderen wird nur noch der Rückzug ins Kämmerlein bleiben, worin dann wohl nicht mehr bloss persönliches Leid beklagt wird, sondern das Leid was Menschen einander antun.

https://www.youtube.com/watch?v=2LvT21HB3Hc
…...Das sind sehr schöne Wunschvorstellungen, vor allem von Jenen die täglich unter der Willkür von Trampeltieren leiden und ihnen daher unwillkürlich ein gedankliches Nachsinnen darüber entsteht. …..

Buddha sprach von den „Anhaftungen“ als dem Hauptübel, unter denen die Menschen leiden, wodurch leicht der Eindruck entsteht, dass sich die anhaftenden Dinge selber an den Menschen anhaften, bzw. seine Aufmerksamkeit auf sich zögen, um für ihn interessant zu sein. Statt dessen ist es der Mensch jedoch selber, der sich aufgrund von real existierenden Bedürfnissen für Etwas interessiert, was dazu dient, sie zu befriedigen, und dann - sobald er damit zu tun bekommt - seine Aufmerksamkeit darauf konzentriert und auch dann noch dauerhaft darauf fixiert, onwohl es mit schmerzhaften Nebeneffekten verbunden ist, was man dann Leiden(sbereit)schaft nennt, die auch zur Sucht werden kann, wenn man sie zwanghaft betreibt.

Diese zwanghaften Fixierungen sollte man lösen – nicht, um sich überhaupt nicht mehr zu konzentrieren, oder sich zu gar nichts mehr dauerhaft verpflichten zu lassen, sondern um auf eine angemessene Weise mit den Dingen umzugehen, denn man kanns auch mit der Untertreibung durch Verzicht auf Befriedigung von Luxusbedürfnissen übertreiben, sodass man am Leben gar keine Freude mehr hat.

So ist die Vorsicht nötig, um nicht am Ende das Nachsehen zu haben, und das Verzeihen ist wichtig, nachdem sich Jemand entschuldigt hat, um es ihm nicht ewig nachtragen zu müssen, dass er Einen überhaupt geschädigt hat, weil es ja nicht rückgängig zu machen ist.

Jemandem aus einer Position der Schwäche heraus jedoch seine Schuld auch dann zu vergeben (erlassen), wenn der gar nicht dazu bereit ist, sich zu entschuldigen, um sich selber wieder mit ihm zu versöhnen, obwohl der Andere es gar nicht nötig hat, und somit den Schaden selber zu tragen, um wieder mit ihm auf einen grünen Zweig zu kommen, ist nicht angebracht, weil man damit nur signalisiert, dass man den Anderen benötigt, und ihm daher vergeben muss, obwohl er Einen vielleicht sogar vorsätzlich geschädigt hat und es auch weiterhin tun wird, weil er auch die Macht dazu hat. Hier wäre eine Vergebung also nur unfreiwillig möglich, weil Einem gar keine andere Alternative bleibt.

Verzeihung (Verzicht auf weitere Schadensausgleichsforderungen) ohne Entschuldigung (Tilgung der Bußschuld zum Schadensausgleich) ist zB auch gegenüber Toten erforderlich, die man nicht mehr zur Verantwortung ziehen kann, und die Einem auch kein Erbe zum Schadensausgleich hinterlassen haben, währen man bei einem lebenden Menschen, der stärker ist, als man selber und es als Herr gar nicht nötig hat, sich mit seinem Diener zu versöhnen, weil er sich jederzeit neue Diener kaufen kann, immer noch drauf hoffen kann, dass er von Jemandem ebenfalls geschädigt wird, der stärker ist, als er, um sich darüber von Herzen zu freuen.

Hier stellt sich nun die Frage, ob man sich die Rache leisten kann, ohne noch mehr geschädigt zu werden, um sein falsches, eitles Selbstbild des Allmächtigen, den man nicht ungestraft schädigen kann, zu reparieren, oder ob es nicht besser ist, von dieser Fixierung auf eine falsche Vorstellung der eigenen Macht abzulassen, und – statt nach einem gerechten Ausgleich zu schreien, den es nicht gibt – lieber zähneknirschend die Zeche selber zu bezahlen, und sich in Zukunft die Kosten von Vorneherein mit seinem Partner zu teilen, bevor mans sich schmecken lässt, damit Jeder von Beiden weiß, woran er mit dem Anderen ist.

…...Leider ist auch Schadenfreude in jedem Menschen heimisch und wer diese auslebt, an sich erlebt, ist zu bedauern …..

„Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!“ gilt besonders für Denjenigen, der sich selber vorher über den Schaden Anderer gefreut hat, weil der für ihn von Nutzen war, sodass die sich folgerichtig an ihm rächen, indem sie es ihm mit gleicher Münze heimzahlen – auch wenn es dabei nur um die Genugtuung geht, den Gegner auch geschädigt zu habe, was ihnen dann als Nutzen ausreicht, weil die teuer erkaufte Schadenfreude die einzige Freude ist, die ihnen – wie oben bereits erwähnt - dann noch bleibt, wo sie schon auf den angemessenen Schadensausgleich verzichten mussten.

Damit kann man zwar eine lebenslange Feindschaft hegen, aber keine Freundschaft, was den einzigen Vorteil hat, dass man beim Feind immer weiß, woran man ist. Beim Freund, der nur vortäuscht, einer zu sein, stellt sich das spätestens in der Notsituation heraus, die er zu seinem Vorteil ausnützt, während umgekehrt ein Feind nur schlecht vortäuschen kann, einer zu sein, weil er dann ja ein verkappter Freund wäre.

…..und Letzterer weint wohl eher für sich alleine als sich mit Menschen zu umgeben die ihm mitempfinden und Verständnis in seiner Not nur heucheln.
Floskeln im Nachhinein nützen Keinem was, vor allem dann nicht, wenn Jemand zuvor keine Empathie für die schwierige Situation seines Gegenübers hat zeigen wollen.....


Um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um einen Freund in der Not handelt, oder nicht, muss man ihm jedoch auch die Chance geben, sich als solcher zu erweisen, und das geht nicht, wenn man seine Not Niemandem offenbart aus Angst, er würde sie für seine Zwecke ausnützen. Natürlich hat der helfende Freund auch Etwas davon, wenn er mit seinem Geschenk den Freund zur Dankbarkeit verpflichtet, und damit die Freundschaft aufrecht erhält – auch wenn der Dank dafür vielleicht nicht sofort, sondern erst später erfolgt.

Die Empathiefähigkeit ist das, was Lebewesen dazu befähigt, nachvollziehen zu können, in welcher Stimmung sich ein Anderer gerade befindet, was aber noch nicht bedeutet, dass sie deswegen auch hellsichtig die Ursache erkennen können, die dazu geführt hat, ohne sich darüber zu informieren, bzw. informiert zu werden.

Insofern würde ich da eher von umfassendem Verständnis reden, was nötig ist, das Richtige zu tun, oder zumindest das Falsche bleiben zu lassen, um effektiv helfen zu können, anstatt nur von Empathie zu reden, die oft auch mit Sympathie verwechselt wird, die man bei Jemandem empfindet, der Einem irgendwie in positiver Weise bekannt vorkommt, sich aber vorwiegend in der eigenen Wunschvorstellung abspielt, die Vater des Gedankens ist, ohne Etwas mit der Realität zu tun haben zu müssen.

Die Chance, zu erklären, warum er nicht helfen konnte, obwohl ers gewollt hat, sodass es bei einer Beileidsbekundung blieb, sollte man Jemandem, der bisher immer da war, wenn man ihn brauchte, jedoch trotzdem gewähren, weil auch Freunde nicht allmächtig sind und auch noch andere Verpflichtungen oder Bedürfnisse haben, die mitunter vorrangig sind, um sich nicht selber unnötig zu gefährden.

…..Es ist nicht angebracht den Sachverhalt zu verdrehen und den Ohnmächtigen unterstellen zu wollen SIE dächten vermutlich bloss falsch, wenn sie nicht mal verstehen können, weshalb Betrug, Gewalt, Lüge und Hinterhältigkeit belohnt und wohlwollendes und anständiges Verhalten für dumm verkauft werden will.....

Nach dem natürlichen Gesetz des Stärkeren darf er Schwächere ungestraft schädigen, wenn diese keine Möglichkeit haben, sich zu wehren oder zu rächen, und Gegenwehr gilt als ungesetzlich und wird daher bestraft – nach dem Motto: “Die kleinen Verbrecher hängt man – die Großen lässt man laufen!“

Ob die Schwachen nun einsehen, oder nicht, dass ihr Stand ausschlaggebend für ihre Rechtslage ist, spielt für die Starken keine Rolle, wenn sie sich einfach auf das Recht des Stärkeren berufen, welches sie sich in ihrer Position auch unbehelligt herausnehmen können.

Sich als Schwächerer dann wenigstens moralisch als den Besseren von Beiden zu betrachten, bedeutet, sich auf ein soziale Wunschvorstellungen dabei zu beziehen, die nicht der sozialen Realität entsprechen, solange diese eine andere ist, als die gewünschte. Dementsprechend ist auch die Forderungen nach Rechten, die für alle Menschen gleichermaßen gelten sollen, absurd (widersprüchlich), weil man nicht gleichzeitig der Stärkere und der Schwächere in ein und derselben sozialen Situation mit einem Anderen sein kann.

…...Wenn der Mensch nicht aufhört im gängigen Konkurrenzdenken, was von Kindesbeinen an - hier wissen wir ja was das bedeutet - bereits tüchtig geschürt wird, zu verharren, wird sich das asoziale Verhalten der Jungen der nächsten Generationen noch verstärken. (Was dies bedeutet, muss kaum speziell erwähnt werden). …...

Da nicht Jeder seine Kinder so misshandelt, wie er selber misshandelt wurde, kann man nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass es doch so sein müsse. Also spielt da eine andere Rechtsauffassung eine Rolle, bei der kulturbedingt auch dem Unwürdigen eine Chance gegeben wird, indem man ihn fördert, bzw. von einer Bestrafung absieht, indem man Gnade vor einem gnadenlosen Gesetz ergehen lässt.

Des Weiteren gibt es auch die Möglichkeit der Verweigerung, den Befehl eines Stärkeren auszuführen, wenn man die entsprechenden Konsequenzen dafür zu tragen bereit ist – nach dem Motto: „Angenommen, es ist Krieg und Niemand geht hin!“, wobei natürlich Alle unter Leitung eines Anführers geschlossen verweigern müssten, um das Vorhaben der Kriegstreiber zu vereiteln.

Hier nötigenfalls voreilig sein eigenes Leben dafür zu opfern, obwohl man weiß, dass jederzeit ein Anderer den Auftrag erledigt, wenn er gut bezahlt dafür wird, scheint ebenfalls absurd, weil von vornherein zum Scheitern verurteilt, sodass den Meisten keine andere Alternative bleibt, als zuzustimmen, wenn sie sich nicht selber unnötig schädigen wollen.

Die sogenannte freie Entscheidung, die frei vom Zwang ist, so zu entscheiden, wie man es nicht will, lässt sich also nur dann treffen, wenn die Umstände entsprechend sind, aber auch dann gibt es keine reale Alternative, gegen die man sich willentlich dabei unter Inkaufnahme inakzeptabler Opfer entscheiden müsste oder könnte, was die Notwendigkeit zum effizienten Handeln begründet.

…...Wer kann, wird sich einem solchen Denkstil weiterhin widersetzen, Anderen wird nur noch der Rückzug ins Kämmerlein bleiben, worin dann wohl nicht mehr bloss persönliches Leid beklagt wird, sondern das Leid was Menschen einander antun......

Am tragischsten ist es wohl, wenn Jemand scheitert, obwohl er sein Bestes versucht hat, nachdem sich die Bedingungen geändert haben, oder geändert wurden, zu denen er hoffnungsfroh einst angetreten ist, weil damals der Weg noch als gangbar angesehen wurde, und der sich später als Holzweg erwies, sodass auch das angestrebte Ziel unterwegs seine Bedeutung verlor, wofür sich die Anstrengung ursprünglich zu lohnen schien.

Da wir jedoch vorher niemals wissen, ob und wann wir scheitern werden, reicht es, erst dann darüber zu klagen, wenn die Chance unwiederbringlich vertan ist, weil man das, was in der Jugend etwa sinnvoll war, als alter Mensch nicht mehr machen kann, und - selbst wenn man es könnte - nicht mehr denselben Erfolg damit hätte, wie es damals der Fall gewesen wäre, indem man zB endlich doch mal ein großes Haus für die Familie baut, was man als alter Mensch ja gar nicht mehr benötigt, nachdem die Kinder flügge geworden sind, und längst eigene Häuser besitzen.

Hier bietet sich dann die Möglichkeit, ihnen anders unter die Arme zu greifen, indem man zB den Enkel versorgt, damit der nicht in irgendwelche anonyme Kinderbetreuungsfabriken abgeschoben wird, während seine Eltern arbeiten müssen, und damit immer noch eine wichtige soziale Aufgabe erfüllen, was Einen für die eigenen Kinder auch dann nicht nur liebens- , sondern zum Lohn dafür vor Allem auch noch versorgungswürdig macht, wenn man selber nicht mehr kann.

...https://www.youtube.com/watch?v=2LvT21HB3Hc....

In dem Beitrag geht es um „Respektlosigkeit“, was richtig übersetzt „Rücksichtslosigkeit“ bedeutet. Das Wort „Respekt“ hingegen wird fälschlich wahlweise mit „Hochachtung“ übersetzt, was viel mehr als nur „Rücksicht“ bedeutet, oder – vollkommen falsch – mit „Angst“, denn Angst hat zum Einen nur der Schwächere vor dem Stärkeren, sodass diese lediglich der Anlass für seine Unterwürfigkeit darstellt, aber nicht für seine hochachtungsvolle Verehrung, wie es bei der Ehrfurcht der Fall ist, die der Despot von seinen frömmelnden Untergebenen verlangt, die ihn auch noch lieben sollen, wenn sie nicht bestraft werden wollen.

Hochachtung gegenüber Mächtigeren ist also keine Rücksichtnahme von Seiten Schwächerer, sondern schlicht Unterwerfung aus Angst vor Strafen, was die Etikette am mittelalterlichen Hofe (Höflichkeit) verlangte, die auch heute noch zwischen Mitgliedern unterschiedlichen Ranges Gültigkeit hat, während das unter gleich Starken nicht der Fall ist, weil das als Unterwerfungsgeste gewertet wird.

Dass Mitglieder des sogenannten schwachen Geschlechts sich gerne schwächer darstellen, als sie es sind, ist eine ihrer Stärken, mit der sie den eitlen Herren um den Finger wickeln und ihm Zugeständnisse entlocken, die er ihnen ohne diese Schmeichelei niemals bewilligen würde.

Wer hier allerdings nicht überzeugend genug täuscht, verhindert mit der gespielten Höflichkeit leicht das angestrebte Ziel, denn auch wenn der Stärkere in seiner Rücksichtslosigkeit gegenüber Schwächeren oft dummdreist wirkt, weil er alle sozialen Regeln bricht – so, als wüsste er es nicht besser - , muss er deshalb noch nicht unbedingt auch eitel und damit so selbstgefällig sein, dass er nicht mehr mitbekommt, wie die Machtverhältnisse tatsächlich sind.

Die exklusive Eigenliebe des Verwöhnten, die man auch Egoismus nennt, verhindert wirksam jedes soziales Verhalten – nicht erst, wenn er eine schädliche Absicht damit verfolgt, sondern weil er grundsätzlich blind für die Belange Anderer ist. Daher kann man asoziales Verhalten auch mit einem Interessenkonflikt begründen, wobei sich Jeder mit seinen eigenen Interessen natürlicherweise selbst der Nächste ist, sodass das Gebot der christlichen Nächstenfürsorge immer erst mal für ihn selber gilt, und auch ein Recht der fürsorglichen Rücksichtnahme auf ihn durch Andere beinhaltet, sofern er deren Hilfe bedarf.

Dass Jemand Probleme im Umgang mit autoritären Autoritäten hat, die er deshalb verweigert, als solche anzuerkennen, weil sie - ähnlich wie einst in der Jugend die Lehrer und Eltern – meinen, ihre Machtposition mit Gewalt behaupten zu müssen, wenn sie nicht mit echten Qualitäten vom Schwächeren ihre Anerkennung zu bekommen, die sie zur Bestätigung der Richtigkeit ihres Handelns benötigen.

Es stellt keinen Mangel an Intelligenz dar, sondern einen Mangel an sozialer Kompetenz (fälschl. auch „emotionale Kompetenz“ oder sogar „emotionale Intelligenz“ genannt), wenn sie feststellen, dass man ihre Sachkompetenz nicht zu würdigen weiß, sodass sie irgendwann sogar der Zweifel befällt, ihren Posten womöglich gar nicht verdient zu haben, sodass sich nur weiter im Sessel halten können, indem sie Etwas vortäuschen müssen, was nicht nur nicht nötig, sondern sogar völlig unnötig ist, um als Organisator ohne Herrschaftsallüren erfolgreich zu sein.

Hier muss man wohl zwischen der Macht, die Jemand hat, und den positiven Eigenschaften, die seine Stärken ausmachen, und seine Kompetenz begründen, unterscheiden. Dass die sozial Kompetenten oft zu schwach sind, sich gegen dummdreiste, inkompetente Machtmenschen durchzusetzen, führt leider immer wieder dazu, dass nicht die Geeigneten (für Alle Guten) die Welt regieren, sondern die Rücksichtslosen (für Alle Schlechten).

Der Wert, den man selber bei Anderen besitzt (tatsächlicher Selbstwert), kann stark von dem abweichen, was man meint, ihnen nun wert sein zu müssen, nachdem man Etwas getan hat, was eine große Anstrengung gekostet hat, aber entweder leistungsbedingt von minderem Wert ist, als erhofft, oder weil es einfach nicht dringend genug benötigt wird, weil es keinen Bedürftigen gibt, bei dem man mit seiner Leistung wenigstens einen Seltenheitswert erlangt, nachdem er keine bessere Alternative gefunden hat.

Einem Kind einzusuggerieren, dass seine Leistung einen übertrieben hohen Wert habe, fördert nicht nur seine Selbstgefälligkeit (Eitelkeit), sondern auch seine zukünftige Anspruchshaltung in Bezug auf die Anerkennung einer nicht vorhandenen Würde mit Standesdünkel, die das Kind später vor Allem bei Schwächeren, die es wegen ihrer tatsächlichen Fähigkeiten und gesellschaftlichen Erfolge beneidet, zunächst mit Aufschneiderei und mit Imponiergehabe, und – wenn das nichts hilft – sogar mit Androhung von Gewalt einzutreiben versucht.

Drogen und Zustimmung durch Gesinnungsgenossen senken die Hemmschwelle für asoziales Verhalten, wozu jedoch schon eine latente Bereitschaft vorhanden sein muss, sodass es nicht an der Droge liegt, sondern an Demjenigen, der sie als Mittel zur Desensibilisierung gegenüber fremdem Leid missbraucht. Dazu gehört auch jegliche Art von menschenverachtender Ideologie, mit der man sein asoziales Verhalten zu legitimieren versucht.

Was die Hemmschwelle des rücksichtslosen Praktizierens von körperlicher Gewalt betrifft, so gibt es heute nicht weniger Vergewaltigungen als früher, weil die Täter mittlerweile weniger gewalttätig sind, als früher, sondern weil es weniger potenzielle Opfer gibt. Die Sensibilisierung ist bei den Opfern entstanden, die sich mittlerweile besser selber zu schützen wissen, nachdem traditionelle Schutzfunktionen in der Gesellschaft weggebrochen sind, weil sich der Stärkere nicht mehr dazu verpflichten lässt, für den Schwächeren mitzusorgen, und nicht etwa bei den Gewalttätern, die sich vom Opferverhalten Leichtsinniger, welche meinen, das Recht auf kompletten Rundum-Schutz beanspruchen zu können, auch ohne ihren eigenen Beitrag dazu leisten zu müssen, weniger zur Gewalttat verführen lassen, als früher.
Diese zwanghaften Fixierungen sollte man lösen – nicht, um sich überhaupt nicht mehr zu konzentrieren, oder sich zu gar nichts mehr dauerhaft verpflichten zu lassen, sondern um auf eine angemessene Weise mit den Dingen umzu-gehen, denn man kanns auch mit der Untertreibung durch Verzicht auf Be-friedigung von Luxusbedürfnissen übertreiben, sodass man am Leben gar keine Freude mehr hat.

Es gibt wohl immer einen begründeten Anlass freiwillig zu fixieren und in eine mehr und weniger unfreiwillige Fixierung zu geraten.
Wir kennen einen solch ähnlichen Mechanismus beim Schmerzgedächtnis. Der reale Schmerz ist längst vergangen, doch gelitten wird noch immer.
Ein weiteres jedoch körperliches Fixierungsproblem zeigt sich während eines Ausnahmezustandes beim Menschen, welches eher weitere Schwierigkeiten schafft statt sie zu vermeiden.

https://www.swr.de/swraktuell/Bundesver ... n-100.html

Jemandem aus einer Position der Schwäche heraus jedoch seine Schuld auch dann zu vergeben (erlassen), wenn der gar nicht dazu bereit ist, sich zu entschuldigen, um sich selber wieder mit ihm zu versöhnen, obwohl der Andere gar nicht nötig hat, und somit den Schaden selber zu tragen hat, um wieder mit ihm auf einen grünen Zweig zu kommen, ist nicht angebracht, weil man damit nur signalisiert, dass man den Anderen benötigt, und ihm daher vergeben muss, obwohl er Einen vielleicht sogar vorsätzlich geschädigt hat und es auch weiterhin tun wird, weil er auch die Macht dazu hat. Hier wäre eine Vergebung also nur unfreiwillig möglich, weil Einem gar keine andere Alternative bleibt.

Unfreiwillig vergeben geht kaum, hier bleibt wohl nur der Rückzug um sich nicht noch mehr schädigen zu lassen.
Vergebung kann nicht erzwungen werden, sie erwächst durch Verständnis und Reue des Schädigers sowie durch die Zeit, die (beinahe) alle Wunden heilt.
Dies natürlich nur wenn nicht fortlaufend darin herumgewühlt wird.

Könnte es sein, dass oft nicht klar kommuniziert wird oder zu eitel ist, einzugestehen, dass man geschädigt worden ist?
Empfindsamkeiten sind ja bei allen Menschen ganz unterschiedlich angelegt.
…..Es gibt wohl immer einen begründeten Anlass freiwillig zu fixieren und in eine mehr und weniger unfreiwillige Fixierung zu geraten. ….

Im Grunde wird Alles automatisch geistig fixiert, was man sich merkt, um es als Wissen später wieder erinnern und nutzen zu können. Solange dies völlig zwanglos geschieht, bedarf es auch keiner besonderen Anstrengung. Erst in dem Falle, wo man dazu genötigt wird, entsteht der Widerwille, der dem Starrsinn entspricht, sich nichts sagen lassen zu wollen, sodass man sich auch Nichts von dem merkt, was man sich merken soll, wie es Jeder noch von der Schulzeit her kennt, sondern wo man sich sogar vorsätzlich aus Protest lieber auf etwas Althergebrachtes fixiert, selbst wenn man genau weiß, dass es Einem vielleicht sogar schadet, anstatt dem Zwang durch Andere nachzugeben.

…..Wir kennen einen solch ähnlichen Mechanismus beim Schmerzgedächtnis. Der reale Schmerz ist längst vergangen, doch gelitten wird noch immer.....

Ich würde hier nicht von realem und irrealem Schmerz sprechen, sondern vom nachklingenden Schmerz, nachdem keine Ur-Sache mehr dafür besteht, weil sie behoben worden ist, oder aus anderen Gründen nicht mehr existiert. Das bedeutet jedoch nicht, dass er deshalb keinen kausalen Grund mehr habe, denn man kann auch unter den Folgen dieser Ursache noch lange weiter leiden, bis auch die sich in Wohlgefallen aufgelöst haben, wie man es nach jeder Operation nachvollziehen kann.

Da das Schmerzempfinden jedoch nicht nur durch totale Betäubung einer Vollnarkose ausgeschaltet werden kann, sondern zB auch aufgrund von Hypnose, bei der der Hypnotisierten von seiner alten Fixierung auf den Schmerz durch eine neue Fixierung seiner Aufmerksamkeit auf einen anderen Punkt abgelenkt wird, wird umgekehrt deutlich, dass schon die zwanghafte Fixierung auf den Schmerz alleine bereits Schmerzen verursacht, obwohl gar keine sonstigen Gründe dafür vorliegen.

….Ein weiteres jedoch körperliches Fixierungsproblem zeigt sich während eines Ausnahmezustandes beim Menschen, welches eher weitere Schwierigkeiten schafft statt sie zu vermeiden.

https://www.swr.de/swraktuell/Bundesver ... n-100.html ….


Die unfreiwilligermaßen eingeschränkte Bewegungsfreiheit aufgrund eines Handicaps oder aufgrund einer Zwangssituation durch Jemanden, der Einen daran hindern will oder muss, dass man sich bei einem epileptischen Anfall selber unnötig verletzt, oder Andere in Mitleidenschaft zieht, ist nur aufzuheben, wenn man auch die nötige Macht dazu hat. Ansonsten wäre es besser, sich in sein Schicksal zu schicken, und sich mit nützlicheren Dingen geistig zu beschäftigen, anstatt mit denen, die sowieso nicht zu ändern sind, weil die Fixierung auf das offensichtlich Unmögliche das Leiden nur noch mehr verstärkt.

…..Unfreiwillig vergeben geht kaum, hier bleibt wohl nur der Rückzug um sich nicht noch mehr schädigen zu lassen. …..

Im Gegensatz zum spontanen, affektiven Bewerten, welches immer unbewusst erfolgt, ist das Vergeben eine bewusste Sache, die willentlich praktiziert wird, und von der ebenso bewussten Bereitschaft dazu abhängt. Die Bereitschaft dazu kann freiwillig und zwanglos aufgebracht werden oder aber auch unfreiwillig und gezwungenermaßen, wenn Einem keine besser Alternative zur Verfügung steht.

Hier spielt es keine Rolle, ob Derjenige, von dessen Gunst man abhängig ist, Einen darum bittet, was dem Vergebenden eine gewisse Genugtuung gibt, doch der Stärkere zu sein, weil er die freie Wahl hat, sie ihm auch zu verweigern, oder ob er es unter Androhung von unangenehmen Konsequenzen sogar verlangt, ihm zu vergeben, weil er es sich als der tatsächlich Stärkere auch leisten kann.

…..Vergebung kann nicht erzwungen werden, sie erwächst durch Verständnis und Reue des Schädigers sowie durch die Zeit, die (beinahe) alle Wunden heilt.
Dies natürlich nur wenn nicht fortlaufend darin herumgewühlt wird. ….


Das sind romantische Wunschvorstellungen Desjenigen, der davon ausgeht, dass jede Schädigung seiner Person nur ein Versehen sein kann, sodass eines Tages der Schädiger seinen Irrtum einsieht, und von selber Abstand von weiteren Schädigungen nimmt, was aber nicht der Fall ist, wenn er Einen erfolgreich mit Absicht geschädigt hat, denn das ist der Beweis für ihn, dass er es auch weiterhin tun kann, ohne unangenehme Folgen durch die Rache seines Opfers befürchten zu müssen.

Da der Hass auf seine Unterdrücker die Voraussetzung dafür ist, dass man sich auch noch viel später ungestraft dafür an ihnen rächt, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet, kann er sogar lebenserhaltend sein, weil damit die Hoffnung darauf verbunden ist, doch irgendwann sein beschädigtes Selbstbild von „Jemandem, den man nicht ungestraft schädigen kann“ zu reparieren.

…..Könnte es sein, dass oft nicht klar kommuniziert wird oder zu eitel ist, einzugestehen, dass man geschädigt worden ist?
Empfindsamkeiten sind ja bei allen Menschen ganz unterschiedlich angelegt. ….


Die geistige Fixierung auf die Idee, von Natur aus zu denen zu gehören, die man nicht nur nicht straflos schädigen darf, sondern auch gar nicht kann, ist für den Eitlen typisch, der in dieses Selbstbild (fälschl. auch „Ego“ genannt) verliebt ist, was man ihm in der Kindheit mal vermittelt hat, so dass er meint, es sei tatsächlich so.

Die Fixierung auf das Ideal, eines Tages so mächtig zu sein, dass man selber verhindern kann, sich ungestraft schädigen zu lassen ist hingegen eher typisch für den Größenwahnsinnigen, der zwanghaft nach der Vormacht strebt, um sich auch notfalls noch später an Denen zu rächen, die ihn an die Zeit seiner realen, peinlichen Unterlegenheit erinnern.

Wer jedoch gelernt hat, mit seinem realen Minderwert für die Einen und Mehrwert für die Anderen zu leben, wird nicht so sehr unter der Abwertung und damit Beschädigung seines überhöhten Selbstbildes leiden, als Jemand, der sich so sehr drauf fixiert hat, dass er nichts Anderes mehr gelten lassen mag – auch wenns ihn sein Leben kostet.
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