Es gibt Menschen die wirklich nicht Seekrank werden.
Aber das sind nur wenige.
Alle Anderen wissen nur, wie die Seekrankheit zustande kommt und was dagegen zu tun ist.

Seekrank wird man, wenn das Empfinden des Gleichgewichtsinnes,
nicht mit dem übereinstimmt was das Auge wahrnimmt.
Wenn der Körper durch das Boot bewegt wird und das offene Auge diese Bewegung nicht sehen kann.

Ein Schiff/Boot ist ständig in Bewegung und der Mensch darauf, bewegt sich mit.
Das spürt der Gleichgewichtssinn.
Wenn man etwas liest, oder sich unter Deck befindet, sieht das Auge die Bewegung nicht.
Und dann wird einem schlecht und man wird/ist Seekrank.

Dabei ist es ganz einfach dem entgegenzuwirken.
Entweder,
Gleichgewichtssinn und Auge bekommen dieselben Wahrnehmungen,
also immer wieder auf etwas schauen was sich bewegt.
(Wasser, Horizont, etc., ist ja bei einer bewegten See nicht schwierig)
oder
man macht, wenn man unter Deck ist und keine Luke zum Rausschauen hat,
immer wieder mal die Augen zu.
Das geschlossene Auge gibt keine gegenteiligen Empfindungen weiter
und die Übelkeit verschwindet wieder,
bzw. entsteht erst gar nicht.

Hoffe, dass dieser Beitrag geholfen hat,
eine mögliche Hürde für Segelneulinge entschärft zu haben.

l.g.HAnna

P.S.: Vielen wird deswegen ja auch beim Autofahren schlecht, weil da das selbe passiert, wenn sie während der Fahrt z.B. lesen.
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Tja 19Hanna57,

super Tips die du hier schreibst - leider helfen sämtliche gutgemeinten und gut klingenden Ratschläge nicht. Jedenfalls bei mir nicht.
Mit Medikamenten habe ich es auch schon versucht - die machen wunderbar müde, mehr nicht.
Wenn "die richtige Welle" unterm Boot herläuft muss ich spucken, egal ob die Sonne scheint oder nicht.

Allerdings bin ich verrückt genug trotzdem immer wieder an Bord zu gehen. Das Gefühl von Freiheit und Naturverbundenheit wiegt alles wieder auf.

Und ich kann doch meinen Seebären nicht alleine fahren lassen. :wink:
..... das tut mir sehr leid für dich.

Bist die Erste, nicht nur hier im Thread, von der ich höre, dass das nix hilft.

Aber es imponiert mir sehr, dass du dennoch dabei bleibst.

Alles Gute

l.g.HAnna
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Hier mal ein Beispiel damit klar ist ab wann mein Engel Seekrank wird.
8) 8)
Allerdings waren wir da mit einer Motoyacht unterwegs

http://youtu.be/O1jAd8qR0j8

und ab dafür :wink:
.... das würde mir gefallen.
Ernsthaft.

Ich mag dass, wenn`s mal etwas heftiger wird.

l.g.HAnna
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21 Jahre bin ich aktiv zur See gefahren. Das mit der Seekrankheit ist so eine Sache. Ich persönlich habe die See mit all ihrer Macht am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Orkan mit Windstärke 12 in der Nordsee auf einem Bergungsschlepper, Taifun im Pazifik mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Knoten auf einem Massengutfrachter, Wirbelsturm in der Karibik mit Windgeschwindigkeiten bis zu 160 Knoten auf einem Containerschiff, Orkan mit Schnee und Eisregen im Nordatlantik mit Windgeschwindigkeiten von 180 Knoten auf einen Autotransporter .
In der Anfangszeit habe ich gedacht es geht nie vorbei, doch der Körper hat sich daran gewöhnt. Doch dann bei spiegelglatter See, ganz leichte langgezogene Dünung, vielleich 1 m hoch, da war es passiert. Ich wurde seekrank auf einem Schiff mit fast 300 m Länge.
Unser 1,Offizier hatte dann die Erklärung dafür: die leichte Dünung lief sichtbar auch durch das ganze Schiff von vorne nach achtern. Man konnte es sehen, wenn man ganz dicht über dem Deck von achtern nach vorne geschaut hat. Die Füße schlurften immer beim Gehen über Deck, d.h. der Körper dachte das das Deck gerade ist, jedoch es bewegte sich unterhalb der Füße beim Gehen.
Jeder Seemann hat sein eigenes Hausmittel, den einen erwischt es gleich, den anderen so gut wie gar nicht. Nur der Gedanke, bow, jetzt werde ich gleich seekrank, der ist meistens der Auslöser.
So und nun immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel
Euer
Druide
protox hat geschrieben: Hier mal ein Beispiel damit klar ist ab wann mein Engel Seekrank wird.
8) 8)
Allerdings waren wir da mit einer Motoyacht unterwegs

http://youtu.be/O1jAd8qR0j8

und ab dafür :wink:



@ oh je... da wird mir schon vom anschauen schwindelig... :wink:
hat ganz schön geschaukelt..und seid Ihr heil angekommen :wink: :?:
gelika57 hat geschrieben:
protox hat geschrieben: Hier mal ein Beispiel damit klar ist ab wann mein Engel Seekrank wird.
8) 8)
Allerdings waren wir da mit einer Motoyacht unterwegs

http://youtu.be/O1jAd8qR0j8

und ab dafür :wink:



@ oh je... da wird mir schon vom anschauen schwindelig... :wink:
hat ganz schön geschaukelt..und seid Ihr heil angekommen :wink: :?:



Aber sicher doch.
Wir wollen doch hier noch ein paar Geschichten erzählen ;-)
@Druide, da sagst du was,

das erste Mal hat mich die Seekrankheit erwischt beim Segeln vor Sonderborg. Wunderschönes Wetter, nur wenig Wind, vor uns Sonderborg in der Abendsonne - wunderschön. Leider lief bei unserm Kurs die Welle schräg von achtern untern Boot her, das gefällt meinem Gleichgewichtssinn gar nicht.

Anschließend 'ne halbe Stund ausgeruht dann geht das wieder weiter.

Kommt die Welle von vorne, oder wir segeln am Wind mit den Relingstützen durchs Wasser - das macht Spass. :D
Ich selber habe keine Last mit diesem Übel. :?
Ich kann nur empfehlen rauf in die Pflicht und den Horizont im Auge behalten.
Und sollte das Malheur trotzdem mal passieren, so kann man immer noch sagen "Tschuldigung...hab leider den Horizont verloren !" :mrgreen:
Das mit dem Horizont stimmt,ich wurde und werde auch noch immer mal wieder seekrank. Allerdings habe ich bemerkt, die Seekrankheit kommt viel schneller wenn ich nichts gegessen habe, oder im Gegenteil eben,nach einem guten Essen kommt sie erst gar nicht.
Das mit dem Essen kenne ich auch. Wenn mir im Magen flau wird, esse ich was. Rechtzeitig, bei dem ersten Anzeichen, wie beim Reffen. Wenn man erstmals daran  denkt... Darum habe ich auch immer Zwieback für mich und die Crew an Bord. Ist ja auch gut, wenn man was im Magen hat, sonst wird es noch schlimmer. Hat es einen von der Crew erwischt, Rettungsweste, ins Cockpit auf die Leeseite, anpicken, Pütz mit Wasser bereithalten. Zum Essen und Trinken zur Not auch nötigen und in Gespräche über schöne Dinge verwickeln. Wenn der akute Reiz weg ist gemütlich hinsetzen, Augen schließen und Entspannung suchen.Hat bis jetzt immer geholfen.  Handbreit Martin  
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