Nowhere0 hat geschrieben: ....dabei sein ist ALLes.... :lol:

ich guck auf die Uhr
Verdandi hat geschrieben:
@ Filofaxi,

nur weil [color=#FF0000]Du
den Kern der Aussage „Werde, der du bist“, die genauso wie sie dasteht, richtig ist, nicht verstehst, soll sie unsinnig sein? Okay, für Dich funktioniert es offenbar nicht anders. Aber ich bin nicht hier, um Dein eigensinniges Weltbild zu unterstützen, wenn es meinem dermaßen zuwiderläuft. – Da können wir uns im Grunde nur aus dem Weg gehen und jede(r) ihr (sein) Ding machen. Okay?



[/color]



...und zudem....@ Bilderberger, hat es Dir genutzt...und wenn ja, wozu????? :roll:

F U N D S T Ü C K

Von den chilenischen Biologen, Neurowissenschaftlern und Philosophen Humberto Maturana und Francisco Varela, "Der Baum der Erkenntnis" (1987), Schlusskapitel

1. Auszug:
https://www.50plus-treff.de/forum/die-wirklichkeit-das-moegliche-und-das-nichts-t75310-s1050.html#p5270533

2. Auszug (S. 261-263):


>>... Der ganze Satz von Regelmäßigkeiten, die zur Kopplung einer sozialen Gruppe gehören, stellt ihre biologische und kulturelle Tradition dar. Tradition ist nicht nur eine Weise zu sehen und zu handeln sondern auch eine Weise zu verbergen. Eine Tradition basiert auf all jenen Verhaltensweisen, die in der Geschichte eines sozialen Systems verständlich selbstverständlich, regelmäßig und annehmbar geworden sind. Und da die Erzeugung dieser Verhaltensweisen keiner Reflexion bedarf, fallen sie uns erst auf, wenn sie versagen. An diesem Punkt setzt dann die Reflexion ein.

Alles, was wir als Menschen gemeinsam haben, ist eine biologische Tradition. Sie begann mit dem Ursprung der Reproduktion in autopoietischen Systemen und einer kulturellen Tradition, die vor wenigen Millionen Jahren mit der Abstammungslinie der Hominiden ihren Anfang nahm. Dieses gemeinsame biologische Erbe ist die Grundlage für die Welt, die wir menschlichen Wesen gemeinsam durch kongruente Unterscheidungen hervorbringen. Trotz dieser Unterscheidungen ist die Natur für alle dieselbe: Wir stimmen darüber darin überein, dass der Himmel blau ist und dass die Sonne jeden Tag aufgeht. Gleichzeitig gestattet dieses gemeinsame biologische Erbe jedoch, dass die verschiedensten kulturellen Welten hervorgebracht werden.

Menschliches Erkennen als wirksames Handeln gehört also zum biologischen Bereich, aber es wird immer in einer kulturellen Tradition gelebt. Die Erklärung kognitiver Phänomene, die wir in diesem Buch vorgelegt haben, basiert auf der Tradition der Wissenschaft und ist insoweit gültig, als sie wissenschaftlichen Kriterien entspricht. Innerhalb dieser Tradition ist sie jedoch einzigartig, da sie einen grundlegenden begrifflichen Wandel hervorbringt: Erkennen hat nicht mit Objekten zu tun, denn Erkennen ist effektives Handeln; und in dem wir erkennen, wie wir erkennen, bringen wir uns selbst hervor. Zu erkennen, wie wir erkennen, beginnt nicht an einem festen Ausgangspunkt und schreitet von dort mit einer linearen Erklärung fort bis schließlich alles vollkommen erklärt ist. Erkennen, wie wir erkennen, hat vielmehr etwas von dem Knaben in Eschers "Bildergalerie" (Abb.75)[*]: Das Bild, das er anschaut, wird langsam und unmerklich transformiert in ... die Stadt, in der die Galerie und der Knabe sich befinden! Es ist nicht möglich, einen Ausgangspunkt zu lokalisieren: draußen? drinnen? die Stadt? das Bewusstsein des Knaben?

Dass wir uns dieser kognitiven Zirkularität bewusst werden, ist jedoch kein Hindernis für das Verständnis des Phänomens des Erkennens. Ganz im Gegenteil: Davon ausgehend, ist es uns gerade möglich, dass Erkennen wissenschaftlich zu erklären. ...<<


[*]

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Lithograph Print Gallery by M.C. Escher (Wikimedia Commons)





Ursache und Folge bilden eine scheinbar unendliche, ununterbrochene Kette der Kausalität in Raum und Zeit. Das bedeutet, dass man lediglich Spekulationen über die Vergangenheit anstellen kann bezüglich dessen, wie man in die Gegenwart gekommen ist, und ebenso über eine Zukunft, die zunächst erst nur strukturell als eine mögliche existiert, die irgendwann vielleicht zur Realität wird.

Bei der Ermittlung Dessen, was die Ursache für die Folge war, dass man sich nun in genau dieser Realität befindet, und in keiner anderen, kann es sein, dass die eigenen Entscheidungen, welche zunächst richtig, weil zielführend, aussahen, sich später, nachdem man damit gescheitert war, als Voraussetzung für etwas Anderes, was danach kam, allerdings als notwendig für das Richtige erweisen, sodass man letztlich doch noch erfolgreich ist – ohne jedoch den nicht berücksichtigten Umstand, der ausschlaggebend für den Erfolg war, mit eingeplant zu haben.

Hier spielt also nicht nur die letzte Ursache eine wesentliche Rolle, sondern auch die Vor-Ursache, bzw. alle anderen Glieder der Kette, deren Ende die Gegenwart bildet, welche die Voraussetzung dafür wird, was sowohl in der unmittelbaren als auch in der fernen Zukunft geschehen MUSS.

Diese Kette ist jedoch weder rückwärtig noch vorausschauend vollständig erkennbar, was nicht bedeutet, dass es Derjenige eher kann, der wesentlich daran beteiligt war, indem er Kraft seiner Macht mitbestimmt hat, was geschieht, als Derjenige, der sich seinem Willen fügen musste.

Darauf beruhen die sibyllischsen Prognosen, die am Ende angeblich deshalb nicht eingetroffen sind weil das Ende eben noch nicht gekommen ist – nach dem Motto: „Am Ende wird Alles gut für Einen selber (und schlecht für seine Feinde), und wenn es noch nicht gut für Einen (bzw. schlecht für seine Feinde) ist, dann ist es auch noch nicht das Ende!“, wobei man nur die Personen auszutauschen braucht, damit es dennoch mit der gegenwärtigen Realiät übereinstimmt.

Auf der Nicht-Erkennbarkeit ALLER Faktoren, welche die Ursachen für das Scheitern oder den Erfolg bilden, beruht auch die hinduistische „Irrfahrt der Seelen“ (Samsara), die zwar immer wieder aufs Neue mit ihren Unzulänglichkeiten konfrontiert werden, was die ewige Wiedergeburt des selben Problems und damit eine Chance darstellt, daran zu wachsen, aber niemals ein Ende hat, solange man es nicht gelöst hat.

Hier nützt weder der blinde Aktionismus, mit dem man Allen seine Macht zur Schau stellt, die man hat, während man gleichzeitig an seiner Machtlosigkeit an einer anderen Stelle scheitert, noch das resignierende Hinnehmen dessen, was Unabänderlich scheint, nachdem es angeblich ein allmächtiger Vater im Himmel vorausbestimmt hat, der viel mächtiger ist, als damals, als er noch auf Erden weilte.

Der Fatalist, der das „Schicksal“ als Ursache für Alles ansieht, was ohne den eigenen Willen geschieht und nicht geschieht, sodass man sich dreinschicken muss in das, was man nicht ändern oder beibehalten kann, hat hier noch am Ehesten verstanden, dass es nicht darum geht, Alles als schicksalhaft hinzunehmen, sondern sich als Mitgestalter desselben zu verstehen – besonders dann, wenn seine eigenen Entscheidungen zum Schicksal für Andere werden.

Daher sollte er sie mit Achtsamkeit treffen, wie Buddha es formulierte, was natürlich nur dann auch gesellschaftlich positive Folgen für Alle haben kann, wenn Jeder gleichermaßen rücksichtsvoll handelt, und nicht nur Einige wenige Erleuchtete, nachdem er in der Schule gelernt hat, was Rücksichtnahme bedeutet.

Damit bleibt er zwar noch im Kreislauf von Ursache und Folge gefangen, aber er verhindert dadurch unnötiges Leiden für Andere, zu denen er selber - von jedem Anderen aus gesehen - ebenfalls gehört, denn bei politischen Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls ist die Erkenntnis wichtig, dass auch ein Nationalist im Ausland immer als ein Ausländer gilt, der selber von der Toleranz anderer Ausländer lebt - selbst dann, wenn er Garnichts tut, und meint, er befände sich damit bereits im Nirwana des ewigen Nichts, wo er keine Ursachen mehr bewirken kann.
@filofaxi schreibt
>>Auf der Nicht-Erkennbarkeit ALLER Faktoren, welche die Ursachen für das Scheitern oder den Erfolg bilden, beruht auch die hinduistische „Irrfahrt der Seelen“ (Samsara), die zwar immer wieder aufs Neue mit ihren Unzulänglichkeiten konfrontiert werden, was die ewige Wiedergeburt des selben Problems und damit eine Chance darstellt, daran zu wachsen, aber niemals ein Ende hat, solange man es nicht gelöst hat. <<


Das mag ja bis heute für Hindus oder ähnliches Glaubende so gelten. *lach*

Es kommt nämlich m. E. nicht auf das Erkennen ALLER Faktoren an, sondern darauf dass sich künftig nicht mehr Gleiches zu Gleichem gesellen kann. Mit anderen Worten wer sich selbst ändern kann, der verändert damit auch automatisch seine Welt.
@ Fumaria1

…..Es kommt nämlich m. E. nicht auf das Erkennen ALLER Faktoren an, …...


Bei der Ermittlung der Faktoren, die daran beteiligt waren, dass sich Etwas in einem Zustandes befindet oder befunden hat, welcher die Voraussetzung dafür war, dass daraus unweigerlich ein anderer Zustand erfolgte, weil es eben keine Alternative dazu gab, muss man die dafür wesentlichen Faktoren kennen, wodurch notwendigerweise der neue Zustand erfolgte.

Dazu braucht es eine Hypothese, welche das sein könnten, wobei die dialektische Betrachtungsweise, bei der korrekterweise auch alle Faktoren genannt werden müssten, die NICHT unmittelbar daran beteiligt waren, bzw. die gar Nichts damit zu tun hatten, zwar dazu gehören, aber weder alle gekannt, noch benannt werden können, weils einfach zu viele sind.

Die ganzheitliche Methode, mit der man einen Prozess als Bestandteil des gesamten Weltenlaufs ansieht, kann sich also praktischerweise nur auf die Faktoren beziehen, die wesentlich und damit notwendig sind, während alle Anderen nicht nur vernachlässigt werden können, sondern auch müssen, um nicht den Wald vor lauter Bäumen aus den Augen zu verlieren.

Damit kommt man zu einer Aussage, die auf gewissen Toleranzen als Annäherungswerten beruht, innerhalb derer sie als richtig gelten kann, und das ist die Beschreibung der als wesentlich erkannten Ursachen unter ganz konkreten Bedingungen.

Sobald sich jedoch bei einem selber initiierten und damit leichter kontrollierbaren Experiment unter Laborbedingungen das erwartete Ergebnis einer selbstbewirkten Ursache nicht einstellt, war die Hypothese über den speziellen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung (Ursachenzuschreibung) falsch, und nicht die Ursache und die unweigerlich daraus resultierenden Folge selber.

Der Spruch, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings als indirekte Ursache für ein Ereignis am anderen Ende der Welt ausschlaggebend sein kann, ist also nur in dem speziellen Fall richtig, wenn es diesen Zusammenhang auch gibt, was dann allerdings schwer oder sogar gar nicht nachzuweisen ist, weil jedes Ereignis nur ein einziges Mal stattfindet – selbst wenn es viele andere danach gibt, die ihm ähnlich sind.

Die falsche Ursachenzuschreibung erfolgt meist mit der Absicht, zu demonstrieren, dass man richtig vermutet habe, indem man sich notfalls auch einen Zusammenhang versteift, für den es gar keinen Anhaltspunkt gibt, weil andere Faktoren wesentlich plausibler dafür sind, wie sich etwa bei der Wiederholung des Experimentes zeigt, wobei kein Schmetterling beteiligt war, und was dennoch erfolgreich ist.

Das künstliche Imitieren natürlicher Prozesse, um sie sich für die eigenen Zwecke nutzbar zu machen, führt auch innerhalb von akzeptablen Toleranzen meist zu ähnlichen Ergebnissen, wobei man davon ausgehen muss, dass sich bis dahin nichts dafür Wesentliches an den dafür notwendigen Umständen geändert hat, sodass es gar nicht nötig ist, diese Umstände so genau zu kennen.

Führt das Experiment jedoch irgendwann mal nicht zu dem angestrebten Ergebnis, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich an den bisherigen Umständen etwas dafür Wesentliches und damit Notwendiges geändert hat – auch wenn man (noch) nicht weiß, was es im Einzelnen war.

Inwieweit man nun dazu beitragen kann, ob sich Etwas ändert, oder ob es so bleibt, wie es war, hängt von dem eigenen Machtpotenzial ab, welches man real besitzt, und nicht nur von dem, was man zu haben meint, oder was man gerne hätte, um den Lauf der Welt alleine bestimmen zu können, ohne irgendwelche Kompromisse machen zu müssen.

Der Satz „Werde, der du bist“ klingt vielleicht erst einmal paradox und erscheint daher sicher manchen als widersprüchlich:

Zum einen wie eine Aufforderung, die zum Teil noch verborgenen Anlagen zu entdecken und durch adäquates Handeln zu entfalten, um zum Wesenskern vorzudringen und diesem Geltung zu verschaffen. ...

... Zum anderen könnte er implizieren, einen bestimmten von außen zugedachten Status anzuerkennen und diesen zu realisieren (eine gesellschaftliche Rolle zu übernehmen) und sich hierfür der (vermeintlichen) „Flausen im Kopf“, die in andere, (vermeintlich) „falsche“ Richtungen weisen, zu entledigen.

In beiden Fällen wäre das (handelnde) Werden nur Mittel zum Zweck: Es diente entweder der selbst gesetzten (ideellen) „Selbstverwirklichung“ oder der gesellschaftlichen Anpassung.

Eine dritte, m.E. die beste Möglichkeit der Interpretation, besteht darin, das Werden als einen dynamischen, nie endenden Prozess der Entwicklung des (Ich-) Bewusstseins zu begreifen – und zwar auf der Basis dessen, was die Persönlichkeit (Wesen, Psyche, „Seele“) im Ganzen dauerhaft ausmacht. Anstelle der egobezogenen „Selbstverwirklichung“ tritt die Selbstvergessenheit, aus der heraus die Koexistenz mit den anderen positiv gelebt werden kann.

So gesehen erscheint mir das Mit-sich-selbst-ins-Reine-Kommen (als Voraussetzung für das Mit-der-Welt-ins-Reine-Kommen) als ein verheißungsvolles Ziel, wobei es aber keine einmalige Angelegenheit wäre, die ganz am Ende auf einen warten würde. Es hat nichts mit definitiver Anerkennung und Erfolg, sondern mit einem (im positiven Sinne) „undefinierbaren“ Zustand von Authentizität zu tun, einem Zustand meines Seins, in den ich mich jederzeit hineinbegeben kann – so dass es für dieses Werden, das keinen Endpunkt kennt, nie zu spät ist und es diesbezüglich auch kein Scheitern geben kann.


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@filofaxi schreibt
>> Inwieweit man nun dazu beitragen kann, ob sich Etwas ändert, oder ob es so bleibt, wie es war, hängt von dem eigenen Machtpotenzial ab, welches man real besitzt, und nicht nur von dem, was man zu haben meint, oder was man gerne hätte, um den Lauf der Welt alleine bestimmen zu können, ohne irgendwelche Kompromisse machen zu müssen. <<


Es geht doch nicht um eigene Machtpotenziale, sondern darum dass es unter Umständen einfach reichen kann, zu einem persönlichen Schicksal-Zeitpunkt nicht an dem für einen selbst dafür vorgesehenen Schicksal-Ort zu sein. Denn ob etwas Fakt oder nur Schmetterlingsflügelschlag spielt dann keine Rolle mehr. Der Mensch schafft sich sein Schicksal immer selbst und wie heißt es so schön, von Zufall zu reden ist eigentlich Gotteslästerung. * g *
Oder wie Einstein einst sagte: >>Gott würfelt nicht, Gott rechnet<<
Das „goth“ kann weder würfeln, noch rechnen oder planerisch bestimmen, was geistig oder materiell geschieht, weil es keine Person ist.

Der Mensch hingegen kann zwar mitbestimmen darüber, was passiert, und wird auch häufig zur Ursache für das, was geschieht, ohne dass es ihm selber bewusst ist, aber die Dinge, die alle ohne ihn passieren, sind wesentlich zahlreicher, als es sich der Mensch überhaupt vorstellen kann.

Wer hier als Mystiker meint, der stünde unter besonderem Schutz, sodass ihm Nichts widerfahren könne – ganz gleich, wie er sich auch immer verhalten mag – oder wer sich für einen Magier hält, der über besondere Kräfte verfügt, indem er die Naturgewalten beschwört, bzw. seine Mitmenschen manipuliert, damit sie tun, was er von ihnen will, oder aber als Esoteriker denkt, er verfüge über ein besonderes Wissen, mit dem er in die Zukunft schauen kann, weil er angeblich weiß, was die Welt im Innersten zusammenhält, sodass es in Zukunft gar nicht anders kommen kann, als wie es in der Vergangenheit bereits gewesen ist, befindet sich schlicht und einfach im Irrtum – selbst, wenn seine geratenen Prognosen zu 50% zutreffen.

Insofern lassen sich die wissenschaftlichen Methoden zur Prüfung von Voraussagen nur dazu verwenden, um Widersprüche aufzudecken, mit der man ihre Plausibilität schon von vorneherein anzweifeln kann – selbst wenn sie ab und zu aus Gründen, die man nicht kennt, doch eintreffen sollten und der Zweifler als den Irrender dasteht.

Was sogenannte Omen angeht, die Etwas bedeuten, woraus man auf eine Art Zeitqualität schließen kann, wie es Schamanen zu tun pflegen, indem sie auf synchronistische Weise davon ausgehen, dass Gleichgeartetes auf ein und selben Umweltbedingungen auf die gleiche Art und Weise reagieren, erfordern die ein konkretes Bezugssystem, innerhalb diese eine Gültigkeit zugewiesen bekommen, sodass man von die Handhabung der selben nach Vorschrift als professionell beschreiben kann.

Treten jedoch Umstände auf, die mit diesem Bezugssystem nicht beschrieben werden können, ist der Irrtum nicht vermeidbar, denn dann bedeuten die Omen entweder ganz was Anderes, als vermutet, oder aber sogar Garnichts.
Wenn für Euch Philosophie die Abfolge irgendwelcher scheinbaren Aussagenlogiken darstellt, dann läuft sie dann doch Mal Rückwärts zu ihrem Ursprung, vielleicht kommt ihr dann ans Ziel?

Filofaxi, du erscheinst mir als wütender patriarchaler Aussagenlogiker mit einem Hang zur Polarisierung... Berauscht du dich lediglich an deiner Eloquenz oder ist das Ziel auch irgend eine Erkenntnis und wenn ja: ist absehbar welche?

Verdandi: kannst du mir eine Übersicht geben woher und wohin wir in diesem Thread gegangen sind?

Zum Ursprung: Die Wirklichkeit, das Mögliche und das Nichts... Die Wirklichkeit soll wohl das als wahrgenommene real Existierende sein, das Mögliche jedwede vorstellbare Alternative dazu, von der aus meiner Sicht die nicht vorstellbare Alternative oder das Unmögliche abweicht und das aber keinen Gegenpol zu dem Nichts darstellt, das nämlich wiederum eine vorstellbare Alternative zu dem Vorhandenen darstellt und somit möglich ist. Alles was vorstellbar ist, ist möglich, nur seine Verwirklichung möglicherweise nicht... Soweit so gut...

Am Bereichernsten an allen von mir wahr genommenen Posts scheint mir die Aufforderung von verdandi, Realität nicht unipolar zu denken, sondern Alternativen mitzudenken, also eine multicausale Welt.

Filofaxi möchte ich mitgeben, dass es nicht nur das schwarz oder weiß, das entweder oder, Sonden auch das sowohl als auch und das anyway gibt...Du strickst viel an der Form doch unklar ist das Ziel deines Denkens

Quantenlogik zeigt uns doch, dass es das eine und das andere gleichzeitig geben kann.. also die Gesamtheit aller Möglichkeiten... Wohin wir doch nur mit dem Fühlen aber nie mit dem Denken gelangen können.

Deshalb: Fühlt doch lieber, als Euch so geistig zu verwirren.
[quote="filofaxi"]>>Das „goth“ kann weder würfeln, noch rechnen oder planerisch bestimmen, was geistig oder materiell geschieht, weil es keine Person ist.<<

Erzähle dien Unsinn vom Nichtstunkönnen von den Unpersonen einfach mal einem Gewitter.

>>Der Mensch hingegen kann zwar mitbestimmen darüber, was passiert, und wird auch häufig zur Ursache für das, was geschieht, ohne dass es ihm selber bewusst ist, aber die Dinge, die alle ohne ihn passieren, sind wesentlich zahlreicher, als es sich der Mensch überhaupt vorstellen kann.<<

Wie können Dinge denn passieren wenn sie doch gar keine Personen sind??

>>Wer hier als Mystiker meint, der stünde unter besonderem Schutz, sodass ihm Nichts widerfahren könne – ganz gleich, wie er sich auch immer verhalten mag – oder wer sich für einen Magier hält, der über besondere Kräfte verfügt, indem er die Naturgewalten beschwört, bzw. seine Mitmenschen manipuliert, damit sie tun, was er von ihnen will, oder aber als Esoteriker denkt, er verfüge über ein besonderes Wissen, mit dem er in die Zukunft schauen kann, weil er angeblich weiß, was die Welt im Innersten zusammenhält, sodass es in Zukunft gar nicht anders kommen kann, als wie es in der Vergangenheit bereits gewesen ist, befindet sich schlicht und einfach im Irrtum – selbst, wenn seine geratenen Prognosen zu 50% zutreffen.<<

Woher wissen dann z. B. die Schwalben, dass sie spätestens zu "Mariä Geburt" also am 8. September von hier fort fliegen müssen? *LACH*
@ Shanara

….dass es nicht nur das schwarz oder weiß, das entweder oder, Sonden auch das sowohl als auch und das anyway gibt …..

Klar - in der Vorstellung gibt’s sogar Dinge, die es in der Realität nicht gibt, aber man will ja durch die geistige Tätigkeit des Erkennens herausfinden, welche Vorstellungen von der Realität Etwas mit ihr zu tun haben, und welche nicht.

…..Quantenlogik zeigt uns doch, dass es das eine und das andere gleichzeitig geben kann …..

Nein, auch im Quantenbereich gibt es pro Bezugssystem immer nur eine einzige Messung, mit der man NUR entweder das eine oder das andere Ergebnis zustande bringt. Hierbei wird dann gerne außer Acht gelassen, dass zwischendurch schon wieder Zeit vergangen ist, und eben keine Gleichzeitigkeit existiert, und sich an den für das jeweilige Messergebnis notwendigen Voraussetzungen bereits Etwas geändert haben kann, sodass man sich bereits in einem anderen Bezugssystem namens Gegenwart befindet – auch wenn man sich noch nicht vorstellen kann, worin dabei die Andersartigkeit in Bezug zur vorherigen Gegenwart bestehen könnte.

Eine Vermutung, welche die Zukunft oder Vergangenheit betrifft, muss zumindest das formale Kriterium der Folgerichtigkeit erfüllen, um überhaupt aufgrund der darauf beruhenden Plausibilität als möglich gelten zu können.

Ansonsten sind es lediglich geäußerte Befürchtungen oder Hoffnungen, welche zwar der Anlass von wilden Spekulationen über eine mögliche Zukunft oder über das mögliche Entstanden-Sein der Vergangenheit sein können, aber nicht als Grundlage für sinnvolle und damit zielgerichtete - weil praktisch verwendbare - Zukunftsplanung und Hypothesenbildung bezüglich vergangener oder zukünftiger Prozesse taugen.

Es ist also die Plausibilität bei der Aufstellung potenziell möglich erscheinender Inhalte von Plänen oder Hypothesen, mit denen man die Unmöglichkeit aufgrund von fehlender Folgerichtigkeit zumindest teilweise AUSSCHLIESST und damit ihre Möglichkeit auf eine gewiss scheinende Anzahl reduziert, was die Wissenschaftlichkeit einer Prognose oder Metagnose ausmacht – selbst wenn damit noch nicht ihre völlige Übereinstimmung mit der Vergangenheit oder die Gewissheit der Übereinstimmung mit der Zukunft garantiert werden kann.

Dies hat man leider immer erst im Nachhinein, nachdem sie zur Gegenwart geworden ist, weil nur eine einzige der als möglich erscheinenden Alternativen auch die Potenzialität hat, zur Realität zu werden bzw. sie hatte, geworden zu sein, weil es eben nur immer eine einzige sein KANN, und daher auch unweigerlich sein MUSS!
Ich will endlich mal der sein, der ich werden will. Deshalb muss ich meine Quanten in Bewegung setzen. Eine sehr elementare Art von "Quanten"-Logik .
Bei der Sequenzierung des Laufs der Welt in eine endlose Reihe von Zuständen, die voneinander kausal abhängig sind, und die in vergangene und zukünftige Zustände einteilbar sind, gibt es auch nur einen einzigen Zustand davon, der kurzfristig als der gegenwärtige bezeichnet werden kann.

Hier zu folgern, dass es deshalb um viele Gegenwarten ginge, die miteinander eine einzige, ewige größere Gegenwart bilden, welche wiederum von der fernsten Vergangenheit bis in die fernste Zukunft reicht, ist wenig sinnvoll, wenn man die eine von der anderen unterscheiden muss, um aus dem Vergleich der beiden miteinander die Vermutung ableiten zu können, wie die Eine aus der Anderen wohl entstanden sein mag, und anschließend wenigstens diesen letzten Prozess dann als Grundlage für die erfolgreiche Gestaltung zukünftiger Gegenwarten zu verwenden - in der gleichzeitigen Hoffnung, dass sich nichts Gravierendes bis dahin verändern möge, weil sich damit nämlich alle Spekulationen als falsch herausstellen würden.

So ist die Hypothesenbildung, bei der man eine Funktion beschreibt, die unter ähnlichen Umständen bisher immer ähnlich verlaufen ist und innerhalb eines Toleranzraumes auch als akzeptabel gelten kann, dann als richtig zu bezeichnen, sobald sie auch die (bisher) notwendigen Bedingungen für ihr Zutreffen enthält.

Die Freiheit des Wollens oder des Denkens, bzw. des Entscheidens und Handelns bedarf also auch der Benennung ihrer Grenzen, um überhaupt als Freiheit genutzt werden zu können, sodass zB die Herrschaftsfreiheit, mit der eine Entscheidung gefällt wurde, dazu führt, dass Jemand auch für die Konsequenzen seines Handelns haftbar gemacht werden kann, während in dem Falle, wo der Diener den Befehl des Herrn ausführen musste, um nicht sein eigenes Leben in Gefahr zu bringen, dem Herrn die alleinige Haftung dafür auferlegt wird, wie es auch bei jedem ordentlichen Gericht der Fall ist.

Die Freiheit des Denkens hingegen, die noch zu keinen sozialen Konsequenzen beim Entscheiden und Handeln führt, wird lediglich von der Fantasie des Denkenden begrenzt, was Jenem in dem Falle schmerzhaft bewusst wird, wenn er um die Lösung eines Problems ringt, die jenseits seines Vorstellungsbereichs liegt, weil er entweder noch nicht um die dazu notwendige Erfahrung verfügt, oder es eben nicht gelernt hat, wie man sich in diesem Falle am besten verhält, um auf dem Weg zum geplanten Ziele nicht in Fallen am Wegesrand zu tappen, die der Routinierte aus lauter Gewohnheit schon bereits unwillkürlich vermeidet.


@ carlphilipp

….Ich will endlich mal der sein, der ich werden will. Deshalb muss ich meine Quanten in Bewegung setzen. Eine sehr elementare Art von "Quanten"-Logik . ….

Dabei kommt es drauf an, WAS oder WOZU man jeweils werden will, denn die Benutzung seiner Quanten ist z.B. bei der Verbesserung der eigenen sozialen Einstellung gegenüber Anderen überhaupt nicht vonnöten, sondern funktioniert auch dann, wenn man lediglich mal seinen geistigen Standort und damit auch sein Verhältnis zu Anderen ändert.

Erst bei der Demonstration seiner positiven Einstellung durch Wohltaten, mit denen er dadurch zur zukünftigen, mitbewirkten Wirklichkeit beiträgt, erweisen sich die Quanten manchmal als sehr nützlich, was aber auch nicht heißt, dass es nicht auch ohne geht, sofern man sie nicht mehr benützen kann, weil man etwa gelähmt im Rollstuhl sitzt, sodass man die positive Einstellung auf andere Weise zum Ausdruck bringen muss - so wie es Einem gerade möglich ist - , was den Wert der positiven Einstellung für seine Mitmenschen natürlich in keinster Weise mindert.
Carlphilipp hat geschrieben:

Ich will endlich mal der sein, der ich werden will. Deshalb muss ich meine Quanten in Bewegung setzen. Eine sehr elementare Art von "Quanten"-Logik .

Witzig! … Aber leider mit Bart. Will sagen: Den kannte ich schon.

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