Alles ist „erlaubt“@ acul, solange jede*r bei sich bleibt. Jede*r muss ihren bzw. seinen eigenen Weg gehen. Man kann anderen nur beschreiben, wie und was man denkt. Es wäre vermessen ihnen vorschreiben zu wollen, wie und was sie zu denken haben.

Wahrscheinlich aber liegt hier wieder nur ein Missverständnis vor?

Einen Schritt nach dem anderen zu tun, sich also zunächst etwas bewusst zu machen und zugleich Ordnung im Bewusstsein zu schaffen – und dies dann bei all seinen Schritten beizubehalten – , ist sicher möglich. Also reden wir vielleicht nur von verschiedenen Dingen anstatt von einer „Umkehrung“ (meiner Schrittfolge), von der Du zuerst geschrieben hattest?


" Die Aussage, dass ich mir selbst widerspreche, bedeutet doch nur, dass ich meine Meinung ändern kann." Damaris Wieser * 1977

...es gibt kaum einen Tag (Augenblick ), dass der Mensch nicht zwischen freiheitlicher und autoritärer Lösung zu entscheiden hat. Speziell ist in diesem Freiheitsbegriff auch der Konflikt, der als Widerspruch zwischen Unterdrückung und Freiheit, sowie der inneren Autonomie und der äußeren Abhängigkeit vom Willen anderer auf allen Ebenen der Wirklichkeit auftaucht.
41acul hat geschrieben: @Verdandi,
in dem Gedankenchaos im Bewusstsein braucht es zunächst Ordnung und Können. Das ist halt meine Meinung. Erlaubt?
Jetzt haben wir aber immer noch keine Antwort von unserem Satzbauer.

Felix




...und, was hat das mit Achtsamkeit zu tun?

Jede Meinung, jede Ideologie, jede Überzeugung, stinkt wie alter Käse....und angelesenes enttarnt sich selbst.
everyone hat geschrieben:

" Die Aussage, dass ich mir selbst widerspreche, bedeutet doch nur, dass ich meine Meinung ändern kann." Damaris Wieser * 1977

...es gibt kaum einen Tag (Augenblick ), dass der Mensch nicht zwischen freiheitlicher und autoritärer Lösung zu entscheiden hat. Speziell ist in diesem Freiheitsbegriff auch der Konflikt, der als Widerspruch zwischen Unterdrückung und Freiheit, sowie der inneren Autonomie und der äußeren Abhängigkeit vom Willen anderer auf allen Ebenen der Wirklichkeit auftaucht.

Soweit und solange die grundlegenden Bedingungen des Systems, in dem wir leben, zumindest im Großen und Ganzen demokratisch und rechtsstaatlich sind, selbst wenn es nach Vorstellungen mancher Gruppierungen und Individuen verbesserungswürdig* ist, müssen wir uns nicht vor willkürlichen Eingriffen in unsere Autonomie bzw. einer Unterdrückung unserer Freiheit durch staatliche Autoritäten fürchten.

*Die Unabhängigkeit vom Erwerbseinkommen durch ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre für mich eine mögliche wesentliche Verbesserung.

In einem solchen System wie unserem also, basiert die Abhängigkeit eines mündigen Erwachsenen vom Willen anderer (außerhalb der an das Erwerbseinkommen gebundenen Berufstätigkeit) zumeist auf eine psychische Disposition, deren Klärung von innen her vom Betroffenen selbst erfolgen muss.

Wenn jemand weiß bzw. gelernt hat, zu erfahren und dafür einzustehen, was er wirklich will, kann ihn so leicht kein anderer mehr davon abhalten, ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Sind Einschränkungen der äußeren Lebensumstände damit verbunden, wird eine autonome Persönlichkeit diese eher hinnehmen, als sich fremdbestimmen zu lassen.

Ich würde es also für mich anders formulieren:

In den Phasen von Veränderungen und des Umbruchs, also den Zeiten der Weiterentwicklung eines Menschen, vergeht kaum ein Tag, an dem dieser nicht mit seinen eigenen inneren Widersprüchen zu ringen hätte, sofern und soweit er sich ihrer klar geworden ist, um sich letztlich zwischen seinen potenziellen Möglichkeiten für die zu entscheiden, die für sein weiteres Leben relevant sein sollen, weil sie ihm Authentizität verleihen und seinen wahren Zielen näher bringen können.

Versäumt er das, werden die notwendigen Lebensentscheidungen von außen für ihn getroffen. (So manch einer fühlt sich damit tatsächlich wohler.)



Jede Meinung, jede Ideologie, jede Überzeugung, stinkt wie alter Käse.

Was diese erarbeiteten Schlussfolgerungen - Meinungen, Ideologien, Überzeugungen - mittels Verstand und Erfahrungen zum Stinkekäse macht, das wird für mich für immer unerklärlich bleiben. Sie sind Schutzfunktionen, Orientierungen.
Trotzdem, gratuliere, mehr unverständliche Radikalität geht nicht.
Felix
Ich glaube, ich muss mich hier seltener machen. Steine sollen sprechen, der gesamte mentale Organismus stinkt. Ich wünsche viel Vergnügen.

Was ist das Schöne? Jeder darf in diesem Forum soviel Unsinn schreiben, wie er möchte. Und keiner muss es lesen oder muss sich am Gespräch beteiligen. Wunderbar!

@ acul

Lieber Felix, Du weißt doch nicht erst seit heute, dass es bedauernswerte Geschöpfe gibt, die selbst nix Gescheites zu sagen haben und förmlich darauf angewiesen sind, durch ihre inhaltlich hohlen und blödsinnigen Behauptungen andere aus der Reserve zu locken, bloß um auch mal ein kümmerliches Maß von Beachtung zu finden. Sie sind wie ungezogene Kleinkinder, die mit dem Fuß aufstampfen – mit dem Unterschied, dass sie so alt sind, dass sich zu Recht niemand anderes mehr für sie verantwortlich fühlen wird, als sie selbst.

Solche Personen stehen mit ihren selbstentlarvenden Aussagen allerdings ganz allein dar, wenn man sich nicht darauf einlässt und sie einfach ignoriert. Das ist dann Strafe genug. Steh' doch einfach drüber und lass sie ihren „anrüchigen“ Unsinn verzapfen. Jedes Wort an sie ist reine Verschwendung. Ich weiß, ich habe diese Erfahrung mit dieser Userin, die ich anfangs durchaus ernst genommen hatte, auch erst machen müssen. Aber zwei Mal passiert mir das ganz gewiss nicht.

Also, lieber Felix. Kopf hoch und drüber lachen ist die beste Methode, um auch in solchen Fällen die eigene Ichstärke zu belegen – auch wenn diese nach Deiner Vorstellung nur „Illusion“ sein sollte. :wink: Illusionen können Berge versetzen, wenn man daran glaubt. Und solche Userinnen, wie die eine da oben, sind es mitsamt ihrer Anwürfe einfach nicht wert, sich damit auch nur einen Moment ernsthaft zu beschäftigen. Ich mache das jetzt gerade nur wegen Dir. Jedenfalls solltest Du Dich deswegen hier keineswegs „seltener machen“; ich würde das sehr bedauern! – Und nun wünsche ich Dir noch einen wunderschönen Tag. :D

Liebe Grüße,
Verdandi




Liebe Verdandi,
danke, wie Recht Du hast. Nun schlägt der Optimismus wieder durch..
Liebe Grüße
Felix
41acul hat geschrieben: Jede Meinung, jede Ideologie, jede Überzeugung, stinkt wie alter Käse.

Was diese erarbeiteten Schlussfolgerungen - Meinungen, Ideologien, Überzeugungen - mittels Verstand und Erfahrungen zum Stinkekäse macht, das wird für mich für immer unerklärlich bleiben. Sie sind Schutzfunktionen, Orientierungen.
Trotzdem, gratuliere, mehr unverständliche Radikalität geht nicht.
Felix
Ich glaube, ich muss mich hier seltener machen. Steine sollen sprechen, der gesamte mentale Organismus stinkt. Ich wünsche viel Vergnügen.

Was ist das Schöne? Jeder darf in diesem Forum soviel Unsinn schreiben, wie er möchte. Und keiner muss es lesen oder muss sich am Gespräch beteiligen. Wunderbar!



Ist Dir - angesichts der Achtsamkeit bewusst - wann immer Du Dich selten machen musst?????
41acul hat geschrieben:

Liebe Verdandi,
danke, wie Recht Du hast. Nun schlägt der Optimismus wieder durch..
Liebe Grüße
Felix



:D :D :D


.
@Freeone,
das heißt nicht "angesichts" der Achtsamkeit bewusst, sondern "aus der" Achtsamkeit bewusst.
Ich erwarte jetzt nicht von einer Person, dass sie mir Achtsamkeit und Gewahrsein richtig definiert, zumal sie ihre Meinungen - anscheinend in weiser Selbsterkenntnis - als stinkenden, alten Käse einschätzt.
Felix
Verstehe, es geht hier weniger um das Thema, als vielmehr um Persönliches und um Abrechnungen.
Nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.
:arrow:

Du kannst Dir nicht aussuchen, wer was hier schreibt. Wer thematisch nichts zu sagen hat, bleibt entweder fern oder greift diejenigen an, die etwas zu sagen haben. Das ist in allen Foren gleich. Davon sollte man sich nicht zu sehr beeindrucken lassen, sondern immer wieder zum Thema zurückkehren. Auf diese Weise sind auch hier schon sehr viele gute Beiträge zusammengekommen. Nur das zählt letztlich. Den Rest muss man hinnehmen und ignorieren können.




Bild


Zurück zum Thema!
Mir kam letztens dieser – vielleicht gut hierher passende – Gedanke:



Das Zu-Ende-Denken unserer endlichen Wirklichkeit


Wer sich mit dem sogenannten „Leben nach dem Tod“ beschäftigt und je nach Religion über möglichst qualitätsvolle Reinkarnationen das buddhistische Nirwana oder im monotheistischen Sinne das göttliche Paradies anstrebt, verlässt das Refugium der Wirklichkeit mit all seinen Möglichkeiten, die ihm offenbar so nicht genügen.

Selbst Menschen, die den traditionellen Glaubensinhalten nichts mehr abgewinnen können und wollen, sehnen sich danach, mit ihrem individuellen Ego spirituelle Transformationsprozesse zu durchlaufen, um am anderen Ende ihrer physischen Existenz in eine neue Existenzform eintreten und dadurch das Überleben ihres Ich-Bewusstseins sichern zu können. Solche Ideen entstanden u.a. in Bezug auf das so genannte „Zeitalters des Wassermanns“ in den New-Age-Bewegungen der 80er-Jahre zu Hauf. So einiges davon hat sich bis heute in der Esoterik-Szene halten können.

Menschen, die jede Art von Religion und Esoterik ablehnen (so wie ich), müssen andere Wege finden, mit der Wirklichkeit – nämlich der Tatsache ihrer unwiderruflichen und unabänderlichen physischen wie psychischen Endlichkeit – zurechtzukommen.

Abgesehen von denjenigen, die das Problem bloß verdrängen und in Gefahr laufen, sich auf dem Sterbebett doch noch dem Moloch der Existenzangst hinzugeben und wieder in irgendeiner Weise gläubig zu werden ...

... Also von denjenigen abgesehen, hat es mich schon immer interessiert, von anderen zu erfahren, wie sie damit umgehen. Ob das konsequente Zu-Ende-Denken der Wirklichkeit für sie eine Option ist, oder ob vermeintliche Zweifel und Ungewissheiten ihnen eine umfassende Unentschiedenheit beschert haben, aus der sie sich nur schwerlich befreien können oder auch nur wollen. Erscheint es ihnen weniger leidvoll, sich nicht zu entscheiden, sondern die Dinge in der Schwebe zu halten und die Konsequenzen (vermeintlich) dauerhaft zu umgehen?

Was ist so schlimm daran, das letzte Risiko einzugehen und bis auf den Grund des eigenen Denkens vorzudringen?

Wie denken all diejenigen, die dieses Risiko eingegangen sind und vor nichts mehr zurückschrecken? Wie drückt sich diese radikale Lebens-Wirklichkeits-Auffassung bei ihnen aus?

Falls jemand darauf antworten möchte, bitte ich in diesem Fall nur diejenigen um ihren Beitrag, die ebenfalls weder religiösen noch esoterischen Glaubensinhalten anhängen. Zumindest werde bzw. würde ich mich nur darauf einlassen an dieser Stelle.

Wenn die gewünschten Stimmen hier schweigen sollten, werde ich demnächst allein weiter über diese Dinge nachdenken.





"Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird, zu leben. " Marc Aurel

.....der Tod, als Grenze des Lebens fordert uns auf, auf erfüllte Weise zu leben !
Gäbe es den Tod nicht, müsste man ihn erfinden,oder sich umbringen, um nicht ein unendlich langweiliges Leben zu führen. Es ist die Grenze des Todes, der wir die Freude am Leben verdanken ! Er erinnert uns an die Vergänglichkeit aller Dinge.Er ermöglicht, dass alles immer neu entstehen kann, einzigartig, einmalig und stets wandelbar.
Für den Atheisten gibt es einen simplen Grund, nicht an Gott zu glauben :
" Wegen Mangel an Beweisen."
Zeit, Leben und Energie sind die drei, wegen der Sterblichkeit des Menschen knappen Ressourcen.
Ob Atheist, gläubiger Christ oder andere Religionen....alle sind der eigenen Endlichkeit unterlegen
"" Das macht den vollendeten Charakter aus : Jeden Tag so zu leben, als wäre er der Letzte, und weder erregt noch verkrampft und unecht zu sein ."
Marc Aurel
@ everyone

Ich kann dem im Großen und Ganzen erst einmal zustimmen. – Vielleicht später mehr dazu.

Vielen Dank auf jeden Fall für den Hinweis auf Marc Aurel. Ich habe ein bisschen recherchiert und bin wieder einmal auf Joseph Brodsky (von dem ich bisher hauptsächlich Gedichte kenne) als begnadeten Essayisten gestoßen… – hier: „Hommage an Marc Aurel“


»Die ewige Stadt gleicht einem riesigen alten Gehirn, das vor langer Zeit jedes Interesse an der Welt – als etwas zu leicht Fasslichem – verloren hat und sich nur noch seinen eigenen Rissen und Falten widmet. Während man sich durch seine Engstellen kämpft, wo schon der Gedanke an einen selbst zu beschwerlich ist, oder über die offenen Flächen, wo das Universum schon als Plan belanglos erscheint, fühlt man sich wie einen abgenutzte Nadel, die die Rillen einer ungeheuren Schallplatte abfährt, zur Mitte und wieder zurück, und ihr mit den Sohlen die Melodie entlockt, die die Tage von einst der Gegenwart zusummen. Es ist das wahre His Master’s Voice und verwandelt einem das Herz in einen Hund. Geschichte ist kein Lehrfach, sondern etwas, das einem nicht gehört – was die wesentliche Definition von Schönheit ist.«

(Aus einer Hommage an Marc Aurel und einer Betrachtung der Antike und der Stadt Rom. Aus: „Der Sterbliche Dichter“)

Quelle: http://www.babelsprech.org/rezension-ueber-joseph-brodsky/


Ich habe mir den Essayband „Der Sterbliche Dichter“ vorhin bestellt und bin nun sehr gespannt darauf. :D


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