Es ist immer gut das Leben mit Buntstiften als nur schwarz-weiß zu malen :D
es ist erwiesen, daß jeder lügt, sogar mehrmals am Tage, mal zum Wohle für sich und mal für die andern!

Dann gleicht sichs ja wieder aus! :lol: Notlügen sind erlaubt...sagt der Experte::: :P :wink:
Es gibt eine Ehrlichkeit, die, wenn man sie ausspräche, verletzend für das Gegenüber wäre.
Allerdings ist ja die Warnehmung des/der "Lügenden" auch subjektiv. Ein/e Andere/r beurteilte evtl. das Gegenüber wiederum komplett anders.
Von daher bin ich persönlich der Meinung,dass gewisse Notlügen schon erlaubt sein müssen.
Sind Notlügen an sich überhaupt etwas „Schlimmes“?

Wie der Name schon ausdrückt – sie sind das Produkt einer „Not“.

Entweder will ich den anderen, den ich „belüge“, nicht in „Not“ bringen oder mich selbst nicht (Selbstschutz).

Solange das alles in angemessenem Rahmen bleibt, können Notlügen doch das gemeinsame Miteinander durchaus erleichtern…..


Und dann gibt es wohl noch den Fall, dass man sich selbst mit einer Notlüge belügt (Selbstbetrug). Mir fallen spontan eine ganze Menge Ereignisse ein, bei denen ich mir hinterher das Ganze „schön geredet“ habe.

Problematisch kann es allerdings werden, wenn man irgendwann seinen Selbstbetrug für „bare Münze“ nimmt und seinen eigenen „Notlügen“ Glauben schenkt….
Notlügen? Ja dann muss die Presselandschaft schon arg in Not sein, dass sie so das Blaue vom Himmel runterlügt. In Not kommt sie jetzt sowieso mit ihrer Lügerei. Suche die Wahrheit hinter den Lügen. Glaube nichts, hinterfrage alles, denke selbst!
Ich möchte meinen letzten Beitrag noch kurz ergänzen und speziell auf das Thema „Selbstbetrug“ (= Unehrlichkeit/Notlüge an sich selbst) eingehen:

Sicherlich kennen es die meisten von uns, dass man – insbesondere, wenn etwas nicht wunsch-/erwartungsgemäß verlaufen ist – sich das Ganze dann „passend zurechtbiegt“.

Einfach deshalb, weil es sich angenehmer anfühlt und das eigene Ego nicht gar zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird.

Als eine Art „Selbstschutz“ in vielen Alltagssituationen finde ich das auch ganz in Ordnung.
Immerhin toleriert man gewisse „kleine Notlügen“ anderen gegenüber ja auch, vielleicht werden sie von anderen teilweise sogar erwartet.
Warum sollte man sich nicht selbst auch den Gefallen tun und sich selbst etwas „notbelügen“?

Richtig problematisch wird es aber aus meiner Sicht, wenn man sich selbst „not-belügt“, wenn es um essentielle Lebensbereiche geht. Ich denke da gerade an Frage wie:

Wie zufrieden bin ich mit meinem jetzigen Leben?

Warum ist meine jetzige Lebenssituation so, wie sie jetzt ist – was habe ich selbst aktiv dazu beigetragen?

Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn nicht irgendein Zufall die Weichen anders gestellt hätte?

Was will ich eigentlich erreichen und was bin ich bereit dazu selbst beizutragen?


Bei diesen und vergleichbaren Fragen versuche ich schon, jede Art von Notlügen (Selbstbetrug) so weit wie möglich zu vermeiden. Auch, wenn mein bisheriges Selbstbild da so manchen Riss bekommt.

Selbst-Ehrlichkeit kann manchmal ziemlich unangenehm sein....
Jedes einzelne Wort unterschreibe ich! Man kann sich alles schön reden aber daran wächst man nicht. Man muss nicht über sich hinauswachsen aber ehrlich reflektieren, damit man sich nicht selbst im Weg steht und im Kreis läuft.
ups_undnu hat geschrieben: Jedes einzelne Wort unterschreibe ich! Man kann sich alles schön reden aber daran wächst man nicht. Man muss nicht über sich hinauswachsen aber ehrlich reflektieren, damit man sich nicht selbst im Weg steht und im Kreis läuft.


ja - das war ein guter Beitrag von @Patriarch und trifft es auf den Punkt....
@Patriarch
Du schreibst u.a.
ja - die Ehrlichkeit einem selber gegenüber tut manchmal weh....
deshalb versucht man sie zu vermeiden - zu verdrängen..

Richtig problematisch wird es aber aus meiner Sicht, wenn man sich selbst „not-belügt“, wenn es um essentielle Lebensbereiche geht. Ich denke da gerade an Frage wie:

Wie zufrieden bin ich mit meinem jetzigen Leben?

Warum ist meine jetzige Lebenssituation so, wie sie jetzt ist – was habe ich selbst aktiv dazu beigetragen?

Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn nicht irgendein Zufall die Weichen anders gestellt hätte?

Was will ich eigentlich erreichen und was bin ich bereit dazu selbst beizutragen?


Bei diesen und vergleichbaren Fragen versuche ich schon, jede Art von Notlügen (Selbstbetrug) so weit wie möglich zu vermeiden. Auch, wenn mein bisheriges Selbstbild da so manchen Riss bekommt.

Selbst-Ehrlichkeit kann manchmal ziemlich unangenehm sein....
Schreist du jetz so rot nach der Feuerwehr oder nach der Abrissbirne, weil da doch zu viele Risse erscheinen?
Ach, JEDE/r trägt doch gewisse Risse in sich und mit sich herum.
Die Abrissbirne trägt aber glücklicherweise nicht die Farbe ROT. Die ist der Liebe zugeordnet.
Und ganz ehrlich....ich fand Gundus Beitrag schon nachdenkenswert und JA auch ein wenig liebevoll. :wink:
@All
ich bin voll für den Beitrag von @Patriarch
deshalb habe ich einen Teilbeitrag von ihm nochmals in rot reingesetzt....

nur dieser eine Satz war von mir
"ja - die Ehrlichkeit einem selber gegenüber tut manchmal weh....
deshalb versucht man sie zu vermeiden - zu verdrängen...."
Patriarch hat geschrieben: Ich möchte meinen letzten Beitrag noch kurz ergänzen und speziell auf das Thema „Selbstbetrug“ (= Unehrlichkeit/Notlüge an sich selbst) eingehen:

Sicherlich kennen es die meisten von uns, dass man – insbesondere, wenn etwas nicht wunsch-/erwartungsgemäß verlaufen ist – sich das Ganze dann „passend zurechtbiegt“.

Einfach deshalb, weil es sich angenehmer anfühlt und das eigene Ego nicht gar zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird.

Als eine Art „Selbstschutz“ in vielen Alltagssituationen finde ich das auch ganz in Ordnung.
Immerhin toleriert man gewisse „kleine Notlügen“ anderen gegenüber ja auch, vielleicht werden sie von anderen teilweise sogar erwartet.
Warum sollte man sich nicht selbst auch den Gefallen tun und sich selbst etwas „notbelügen“?

Richtig problematisch wird es aber aus meiner Sicht, wenn man sich selbst „not-belügt“, wenn es um essentielle Lebensbereiche geht. Ich denke da gerade an Frage wie:

Wie zufrieden bin ich mit meinem jetzigen Leben?

Warum ist meine jetzige Lebenssituation so, wie sie jetzt ist – was habe ich selbst aktiv dazu beigetragen?

Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn nicht irgendein Zufall die Weichen anders gestellt hätte?

Was will ich eigentlich erreichen und was bin ich bereit dazu selbst beizutragen?


Bei diesen und vergleichbaren Fragen versuche ich schon, jede Art von Notlügen (Selbstbetrug) so weit wie möglich zu vermeiden. Auch, wenn mein bisheriges Selbstbild da so manchen Riss bekommt.

Selbst-Ehrlichkeit kann manchmal ziemlich unangenehm sein....


ach lieber patriach,ich schätze deine Beiträge, die aus dem" Leben"erzählen" aber bitte machs doch nicht noch komplizierter, als es schon ist...............

"es ist wie es ist, sagt die Liebe" :P

Grußli
swimmy
Ehrlichkeit – Wahrhaftigkeit - Offenheit

Ehrlichkeit ist das, womit man Ehren erlangt, während Derjenige, der nicht lügt, wahrhaftig ist.

Wahrhaftigkeit wird dann geschätzt, wenn man wissen will, wie Jemand denkt, um besser einschätzen zu können, ob er verlässlich ist, oder nicht, indem er tut, was er versprochen hat, und somit auch treu ist.

Ein Recht darauf, dass Einer immer sagt, was er denkt, um zu kontrollieren, ob er die Wahrheit sagt, weil man ihm misstraut, obwohl er bislang immer treu war, steht dem Misstrauischen allerdings nicht zu.

Wahrhaftigkeit wird jedoch auch gerne mit Offenheit verwechselt, mit der der Taktlose das gute Ansehen seiner Gegner öffentlich beschädigt, was ihm auch nicht zur Ehre gereicht.

Niemand lügt übrigens dreister, als der Verliebte, der einem Eitlen einzureden versucht, er sei der Schönste und damit Begehrenswerteste, um ihn dazu zu bewegen, ihm alleine gehören zu wollen.

Andererseits gilt jedoch Derjenige auch als treu und ehrlich - und damit sowohl des Vertrauens als auch der Ehre würdig - , der ein Geheimnis bewahrt, anstatt es auszuplaudern, indem er z.B. das Versteck eines Freundes nicht an dessen Verfolger verrät, und somit auch nicht zum Verräter wird.
„Niemand lügt übrigens dreister, als der Verliebte, der einem Eitlen einzureden versucht, er sei der Schönste und damit Begehrenswerteste, um ihn dazu zu bewegen, ihm alleine gehören zu wollen.“

——

Sehe ich anders. Wenn der Verliebte seine Gefühle äußert, sagt er die Wahrheit, weil er zu seinen Gefühlen steht. Er schenkt mit dieser Äußerung auch Vertrauen. Damit hat er den anderen nicht bewegt, ihm alleine gehören zu wollen, eher das Gegenteil ist der Fall. In dem Moment, wenn der Verliebte seine Gefühle äußert, sagt er „ich gehöre dir“.