Tja, SPD und Frauenrechte...

Diese, einst so beliebte Volkspartei, hat es ja geschafft die Partei zu sein, mit den prozentual meisten weiblichen Mitgliedern. Super, das ist ein Grund zur Freude! Frauen „unserer“ Generation waren es schließlich, welche die Selbstbestimmung, die Gleichberechtigung von Mann und Frau, mit all ihren positiven Folgen, mit erstritten hatten.
(Ob ausgerechnet, die verbal oft übergriffige, Andrea Nahles die Vorzeigefrau sein kann, ist anzuzweifeln)

Nur- wo bleibt dieses Engagement der SPD für Frauenrechte, wenn es um die Gleichstellung von Mann und Frau der inzwischen millionenfachen, neuen, muslimischen Einwanderer geht? Dort wird die Überordnung des Mannes gegenüber der Frau als selbstverständlich, naturgegeben und vom Koran unterstützt definiert.

Diese Sichtweise ist nun mal Tradition in der gesamten, islamischen Welt und - dies ist nun mal inzwischen für Deutschland und Europa von Bedeutung - sie wird auch hier von den meisten dieser Neuankömmlinge mit der größten Selbstverständlichkeit so gelebt, und teilweise, sogar bis in die Kindergärten hinein, protzig demonstriert:
Durch kleine Mädchen mit Kopftuch, wo andere Kinder frei toben und spielen können.

Wo bleibt da der Aufschrei?
Sehr richtig MargeSimpson, wo bleibt hier der Aufschrei.
Zu unserem Kulturkreis, was sagten oder erklärten, die Väter ihren Töchtern oder Stieftöchtern denn in den letzten 45 Jahren über Gleichberechtigung.......... und was erklärten denn die Mütter und Stiefmütter in den letzten 45 Jahren, ihren Kindern, Jungen wie Mädchen über Gleichberechtigung von Mann und Frau???

Meine Kinder und Stiefkinder wurden von mir als Vater und Stiefvater, bestmöglichst über Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau aufgeklärt, das gehört einfach zur Allgemeinbildung in der Familie.
Ja ganz genau, wo bleibt der Aufschrei?
Hier bei uns in Deutschland schreien eben nicht alle aufgeklärten, vermeintlich gleichberechtigten deutschen Bürgerinnen und Bürger bei Ungerechtigkeiten auf, sie unterstützen eben nicht die Forderungen nach Gleichstellung und Gleichberechtigung im eigenen Land..

Etliche von ihnen bejammern lieber die untergeordnete Stellung der Frauen in islamischen Ländern, schließen beide Äuglein, und übersehen oder verschweigen ganz und gar,
dass die deutsche Nachbarin nebenan seit Jahren wegen der Veilchen ständig mit Sonnenbrille herumläuft,
dass die deutsche Arbeitskollegin aufgrund der familiären Situation in Minijobs gedrängt und unter Mindestlohn beschäftigt wird.

Scham, die eigene Misere zuzugegeben, macht mundtot, umso lauter entrüstet man sich über Fremde.
Dass sich dadurch gerade Frau, den Ast selbst absägt, auf dem sie sitzt,
wird verschleiert, wird ignoriert.
Nein, ich denke ignoriert ist wohlmöglich das falsche Wort, so manche Frau hält es auch hier für normal, innerhalb der Gesellschaft die zweite Geige zu spielen.
filippa1 hat geschrieben: Tja, Monty. ...
Wer hat den neunjährigen Schüler, für den die Fußgängerampel grün gezeigt hat, daran gehindert, nicht loszugehen, sondern noch mal über die Schulter nach hinten zu schauen und den ganz vorschriftsmäßig auch bei Grün in die vielbefahrene Hauptstraße einbiegenden LKW zu sehen, der ihn dann überrollt hat?
Wien, Landstraßer Hauptstraße, im Januar...
Er kann es uns nicht mehr sagen.
Fahrrad in der Stadt fährst du mit Sicherheit nicht.
Mir fällt schon seit längerem auf, dass du einen Hang dazu hast, die Schuld immer bei den Geschädigten und Schwächeren zu sehen.
Sorry @ all für OT


Fahrrad in der Stadt fahre ich nicht mehr, habe es aber jahrelang getan um am Morgen schneller in den Betrieb zu kommen.
Und auch als Fußgänger gilt für mich: umschauen, bevor ich los gehe...auch Technik ist nicht fehlerfrei. Und genau das habe ich auch meinen Kindern beigebracht, die während ihrer Studienzeiten nur Rad gefahren sind.
Einen Unfall gab es nie.

Ich denke, viele Menschen, Erwachsene wie auch Kinder, verlassen sich zu sehr auf Vorschriften, statt selbst mit zu denken.
Die Gefahr geht und fährt immer mit.

Dein letzter Satz.........naja, was soll ich dazu sagen. :(

Was bedeutet OT ??
@ nettestierfrau, das von mir angesprochene Problem ist nun mal in Deutschland neu dazugekommen, und zwar äußerst massiv! Reflexartigen Ablenken, von den unwürdigen Ungerechtigkeiten gegenüber vielen muslimischen Frauen und Mädchen, führt doch das ganze Thema hier ad absurdum!

Wenn hier über das Thema „Gleichberechtigung“ geschrieben wird, dann darf genau DIESES nicht unter den Tisch gekehrt werden! Immerhin betrifft es ja schon die Kleinen in Kindergärten und Schulen hautnah! Dort werden wieder neue Bilder von Mädchen und Frauen geschaffen, die sämtliche Errungenschaften zur Gleichstellung der Frau über den Haufen werfen.

Ich finde es schade, dass du hier nicht sachlich reagieren kannst und empfinde es fast schon als rassistisch, wenn die geforderte Unterwerfung muslimischen Frauen unter Ehemann (oder Bruder) von Dir mit einem Tabu belegt, und somit mit zweierlei Maß gemessen wird.
Sollten unsere Regeln zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern nur für deutsche Frauen gelten??
MargeSimpson hat geschrieben: @ nettestierfrau, das von mir angesprochene Problem ist nun mal in Deutschland neu dazugekommen, und zwar äußerst massiv! Reflexartigen Ablenken, von den unwürdigen Ungerechtigkeiten gegenüber vielen muslimischen Frauen und Mädchen, führt doch das ganze Thema hier ad absurdum!

Wenn hier über das Thema „Gleichberechtigung“ geschrieben wird, dann darf genau DIESES nicht unter den Tisch gekehrt werden! Immerhin betrifft es ja schon die Kleinen in Kindergärten und Schulen hautnah! Dort werden wieder neue Bilder von Mädchen und Frauen geschaffen, die sämtliche Errungenschaften zur Gleichstellung der Frau über den Haufen werfen.

Ich finde es schade, dass du hier nicht sachlich reagieren kannst und empfinde es fast schon als rassistisch, wenn die geforderte Unterwerfung muslimischen Frauen unter Ehemann (oder Bruder) von Dir mit einem Tabu belegt, und somit mit zweierlei Maß gemessen wird.
Sollten unsere Regeln zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern nur für deutsche Frauen gelten??


@Marge
alle was du schreibst, wie ich etwas empfinde und wie ich reagiere, du mir gar Rassismus oder ein Tabu bzgl. Unterwerfung muslimischer Frauen nachsagst, spielt sich ausschließlich in deinem Kopf ab.

Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter sind mein Ziel und das vieler anderer Mitfrauen auch.
Für uns gibt es hier in Deutschland genug zu tun.

Nicht alles wurde geschafft und tatsächliche Gleichbehandlung von Männern und Frauen allein in Deutschland werde ich vermutlich nicht mehr erleben.
Darum versuche ich Kinder und Kindeskinder mit diesem Thema bekannt zu machen und hoffe, dass sie diesen Kampf weiterkämpfen.

Mit etlichen muslimischen Frauen bin ich in gutem Kontakt. Manche leben eine Partnerschaft auf Augenhöhe andere nicht, also kein Unterschied zu hiesigen Partnerschaften.
Selbstverständlich hat es jede Frau der Welt verdient gleichgestellt durch's Leben zu gehen. Da gibt es Verbände und Initiativen, die solches unterstützen, Mut zusprechen und soweit möglich Hilfestellung geben.

Mein Einfluss und meine Kräfte sind jedoch begrenzt, daher engagiere ich mich hauptsächlich für Frauenrechte in Deutschland..
Im Koran ist die Unterdrückung der Frau nicht festgeschrieben und Jesus hatte zu seiner Zeit revolutionäre Ansichten zur Gleichberechtigung.

Das Patriarchat hat Islam und (katholische) Kirche für seine Zwecke mißbraucht!

Was hier fehlt, ist ein neutraler Religionsunterricht, der sowieso staatsfinanziert, auch von staatlichen Lehren erteilt, aufklären müßte. Auch über die Schuld und Verbrechen der Kirche in deren langer Geschichte und Gegenwart.

Wer dem Islam Frauenfeindlichkeit bescheinigt, sollte die erst einmal in der eigenen Staatsreligion beseitigen!
Was die christlichen Religionen anbetrifft, so stellen sie, was Ehe, bzw. Liebesbeziehungen anbetrifft, die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht in Frage.
Ich halte es für müßig, darüber zu diskutieren, ob es an der Religion liegt, ob Frauen gleichgestellt oder untergeordnet sind. Da findet sich eine zwar reiche, aber doch auch sehr kontroverse Meinungsvielfalt. Katholische Frauen z.b. können kein Priesteramt bekleiden, nicht Papst werden. Also sollte man auch bei dieser Religion sehen, was Menschen daraus machen.

Aber entscheidend ist doch, was gelebt wird.
Die Gleichstellung der Geschlechter hängt ganz stark vom Bildungsstand und von der Kinderzahl ab.
Auch wenn man wie Nettestierfrau muslimische Bekannte hat, wo man gleiche Verhältnisse wie in deutschen Familien hat, ist das nicht die Regel. Man braucht nur die Augen aufzumachen, um zu sehen, dass allein die große Zahl der Kinder verhindert, dass muslimische Frauen wirklich gleichberechtigt ihren Weg gehen können. Ich kenne aus der Flüchtlingsbetreuung einige Beispiele, die mich empören.
Ich erfahre oft , dass viele...was die Gleichstellung der Geschlechter angeht... nicht einmal auf dem Stand sind, wie bei uns die Gesellschaft vor 1968.
Die Frage ist, wie WIR damit umgehen sollen.
Die beste Möglichkeit sehe ich darin, dass WIR vor unserer eigenen Tür kehren, vorbildlich darauf achten, dass Gleichstellung und Gleichberechtigung auch bei uns gelebt werden. Denn da gibt es immer noch so viel zu tun, dass wir damit ausreichend noch die nächsten 100 Jahre beschäftigt sein werden.
Jede muslimische Frau hingegen muss für ihre Rechte im inneren Familienkreis selbst eintreten. Sie wird am meisten davon profitieren, wenn sie gelebte Gleichberechtigung in ihrer Umgebung erfährt. Ohne große Verwerfungen wird das aber nicht abgehen.

Für den Fortgang dieses Threads halte ich es für sinnvoll, die Diskussion nicht weiter abdriften zu lassen. Den zeigefinger sollten wir ruhen lassen, solange es für uns noch genug zu tun gibt.
filippa1 hat geschrieben: Aber entscheidend ist doch, was gelebt wird.

Das ist der springende Punkt.

Man kann niemand zu seinem Glück zwingen, sondern immer nur Beispiel geben.
Wer überzeugend agiert, findet Nachahmer. Aber man darf es auch niemand verübeln, wenn er*sie sich zu einem abweichenden Lebensmodell entschließt.

Man kann lediglich darauf hinwirken, dass Gesellschaft & Gesetz gleiche Chancen bieten. In dem Land, in dem wir gut & gerne leben. Was aus den Chancen gemacht wird, unterliegt der Entscheidung des*der Einzelnen.

Klar kann man Personen unterstellen, sie seien in ihren Entscheidungen nicht frei. Das betrifft aber nicht nur Religionen. Sondern u.a., ganz banal, traumatisierte Geschwister. Und Abhängige aller Art.

Affektierte "Aufschreie" bringen wenig, weil sie polarisieren.
Alle Menschen gleich zu stellen wird nie gelingen , schon allein bedingt durch die unterschiedlichen Bildungsgrade und Charatere wird das nie möglich sein.

Man kann nur das Gerüst bereit halten,
rauf klettern muss jeder für sich allein.
Eines darf man nicht vergessen.
ohne Auifschrei und Protest hätten Frauen weder das Wahlrecht,
noch das Recht auf ein eigenes Konto errungen.
Selbst die Kleidervorschrift, keine Hosen tragen zu dürfen, haben Frauen mühsam durch Widerstand abgeschafft.

Erst wenn niemand mehr Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts befürchten muss, ist m.E. die Entscheidung zum eigenen Lebensmodell wirklich frei.
„Man kann niemand zu seinem Glück zwingen, sondern immer nur Beispiel geben.“, schreibt BilderBerger.

Nein, das genügt eben nicht!

Ohne öffentliche Diskussion , ohne öffentlichen Druck, und ohne Vorschriften und Gesetze gebe es auch in Deutschland keine so positive Entwicklung zur Gleichberechtigung der Frau.

Mit starken Frauen und Männern, durch viel Kraft und laute Stimmen, hat sich deshalb sehr viel getan, in den letzten Jahrzehnten! (Auch wenn es teilweise mühsam war)

- Beispielsweise wurde In den 70-ern trat das neue Eherecht tritt in Kraft. , die „Hausfrauenehe“ wurde abschafft - was für ein Fortschritt! Tatsächlich durfte eine Ehefrau bis dahin nur dann berufstätig sein, wenn ihr Ehemann es gestattete.

- Beim Scheidugsrecht entfiel das Schuldprinzip. Ehefrauen, die ihren "Pflichten" nicht nachgekommen waren, hatten bis dahin keinen Anspruch auf Unterhalt.

- 1980  verabschiedet der Bundestag das Gesetz über die „Gleichbehandlung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz“.

- Seit 1997 (viel zu lange hatte es gedauert) ist Vergewaltigung in der Ehe als Straftat zu ahnden.

- Die Anzahl der weiblichen Politikerinnen hat sich erfreulich erhöht, vor allem in der SPD, und das Bewusstsein für die Gleichstellung der Frau sitzt inzwischen fest verankert in den Köpfen der deutschen Bürger/innen.

Natürlich ist noch nicht alles erreicht, was „wir“ uns für Frauen wünschen. Gleiches Geld für gleiche Arbeit, zum Beispiel - jedoch ist dies ist ein Jammern auf hohem Niveau!

Sich jetzt duckmäuserisches zurückzuhalten, wenn sich Hunderttausende von neu eingewanderten Mädchen und Frauen dem Patriarchat des Islam unterordnen (!) müssen, eine Kultur pflegen, welche den Frauen viele unserer (mühsam erreichten) Rechte verwehrt, passt einfach nicht zu Frauen der heutigen Zeit - und ich frage mich: Wo bleibt da der kritische Blick, gerade von uns Frauen, aufs Geschehen?

Auch hier müsste wieder klar Position bezogen werden, statt feige zu kuschen.
Den Gruppierungen, die jetzt plötzlich die Frauenrechte entdeckt haben, ging es noch nie und geht es auch nicht um die Rechte der Frauen.

Diese Art der "Ritterlichkeit" Frauen gegenüber, die sie genauso wenig leiden können wie ihre Männer, ist nichts anderes als Heuchelei.

Nicht Religionen diskriminieren Frauen, sondern die Fundamentalisten der Religionen und regionale Kultuten.
Wenn die betroffenen Frauen ihre Befreiung wollen, soll man sie dabei unterstützen, aber ich glaube nicht, dass sie eine Zwangsbefreiung glücklich machen würde.

Niemand sollte Opfer für seine popuslistischen Zwecke benutzen - das ist nämlich unmoralisch.
Oh barbera, bitte sachlich bleiben!
Hast du irgendwelche Argumente für diese, persönlich wertende Sichtweise?

Ich kann es wirklich kaum fassen, wie du dich, als Frau unserer Generation, zu solch oberflächlichem Abwatschen eines differenzierten, sachlichen Beitrages herablassen kannst.

Was die „Opfer“ anbetrifft, so durften und (mussten!) sie damals doch erwähnt werden, als die Frauenbewegung anfing! Anders ging es gar nicht. Beispielsweise, als Frauenhäuser notwendig wurden, oder Frauen für ungewollt Schwangere eine legale Abtreibung forderten.
War es auch damals „unmoralisch“, die Opfer zu erwähnen? - Oder ist es das nur heute, wenn es um die neuen Einwanderer geht?

Ich kann es kaum glauben, was du da schreibst, denn dies wäre eine fast rassistische Sichtweise.