Mein nun doppelter Kommentar gehört unter den von Translation.


Doppelt sollte der Kommentar nicht gesendet werden.
Ich wollte etwas dazuschreiben. War leider nicht möglich.
Figges hat geschrieben:
Patriarch hat geschrieben: Ich sehe es übrigens ähnlich wie Du:
Das Ziel, das man noch erreichen möchte, muss sinnstiftend für die Rest-Lebenszeit sein. Dabei ist es natürlich hilfreich, wenn diese Aufgaben auch hin und wieder Freude bereiten.

Die Projekte, die ich im Rentenalter noch verwirklichen möchte, werden mir mit Sicherheit keinen monetären Nutzen bescheren – das war aber auch nie mein Ziel.
In dem Fall ist mir die Qualität meiner Rest-Lebenszeit wichtiger als die Qualität des Bankkontos :wink:

Ich glaube, indem wir, Menschen im Rentenalter, eine Rente beziehen, aus welcher man einigermassen leben kann (einigermaßen gilt für mich :lol: :lol: ), können wir uns den "Luxus" leisten, das zu machen, was uns Spass macht.

Ich habe im Leben einige Jobs gemacht, welche mir keinen Spass gemacht haben. Ich musste Geld verdienen und hatte damals keine andere Wahl.
Zum Glück muss ich so etwas nicht mehr machen.

Ich werde z. B. ab Sommer bei einem Verein Yoga-Stunden abhalten.
Ich mache es liebend gerne.
Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben und ich weiss nicht, was sie mir zahlen wollen. Ich habe danach noch nicht gefragt und verhandeln werde ich auch nicht........






Hallo @Figges,

Unsere Auffassungen zu dieser Thematik haben eine sehr große gemeinsame Schnittmenge.

Auch ich sehe es als ein absolutes Privileg an, jetzt im Rentenalter endlich das machen zu dürfen und vor allem auch noch zu können, was „früher“ eben nicht möglich war – egal aus welchen Gründen.

Dabei meine ich jetzt nicht nur materielle oder zeitliche Restriktionen, die mich „früher“ an der Verwirklichung der Projekte, die mir so am Herzen liegen, gehindert haben.

Es ist vielmehr so, dass ich erst jetzt „in reiferem Alter“ auch die „nötige Reife“ zur erfolgversprechenden Umsetzung erlangt habe.

Genau deshalb gehe ich mit der verbleibenden Rest-Lebenszeit so achtsam wie nur möglich um – sie wird gewissermaßen mit jedem verstrichenen Tag immer wertvoller….
Wobei man bei der Frage angelangt wäre,

wie geht man mit etwas Wertvollem um ?


Ich habe dazu aber momentan keine Meinung, weil ich darüber noch nicht nachgedacht habe.
Genau das wollte ich mit diesem Thread ansprechen und habe es von Anfang an thematisiert, @Melissa56.

Wie gehe ich mit etwas so ungemein Wertvollem wie der Lebenszeit um, die ich ohne jegliche Gegenleistung geschenkt bekomme und deren wahren Wert ich erst mit zunehmendem Lebensalter entdeckt und zu wert-schätzen gelernt habe.

Und dass es dabei keinen allgemeingültigen „richtigen oder falschen Weg“ geben kann, sondern immer nur den einen ganz persönlich „richtigen“ Weg, steht doch völlig außer Frage.

Ich habe oft genug erst erkannt, wie ungemein wichtig und wertvoll etwas für mich gewesen ist, wenn es bereits zu spät war….
Patriarch hat geschrieben: Ich habe oft genug erst erkannt, wie ungemein wichtig und wertvoll etwas für mich gewesen ist, wenn es bereits zu spät war….

Patriarch, diese "schmerzhafte" Erfahrung haben bestimmt alle von uns schon gemacht.
Und nicht einmal.
Leider kann man das Leben nicht als Probe testen.
Das Leben leben wir in "echt". Und nur einmal.
Korrekturen sind unmöglich.
Aber die gute Nachricht ist: wir können aus unseren Fehlern lernen :lol: :lol:
und leider dauert es endlos bis wir unsere Fehler begriffen haben
(bei mir ist das jedenfalls so).....
vielleicht haben wir deshalb eine immer längere Lebenszeit ?..... :wink:
Vielleicht stellt sich eher die Frage, was (uns) wichtiger ist: Die Lebenszeit oder das, was wir mit ihr anfangen.

Ich plane so wenig wie irgend möglich, denn ich genieße es zu leben! Das heißt für mich, dass ich z.B. spontan die kleine Ratte, die sich in meinem Vogelhaus einnistete und den Vögeln das Futter klaute, fotografierte und dann Überlegungen anstellte, wie ich allen Beteiligten gerecht werden könnte. Ich bin noch nicht fertig!

Aber aufgrund der Wettervorhersage für die nächsten Tage werde ich die Terrasse reinigen und vielleicht ein paar Gartenarbeiten erledigen, es sei denn, es kommt irgend etwas Wichtiges dazwischen...

Das ist doch ganz einfach, oder?
Hallo @Medianne (03.2021, 0:37),

Sicherlich ist es sinnvoll, „den Jahren mehr Leben als dem Leben nur mehr Jahre zu geben“.

Was genau das für den Einzelnen beinhaltet, hängt aber doch vom jeweiligen Lebensentwurf (Wünsche, Aufgaben, Ziele) und den noch vorhandenen Möglichkeiten, ihn auch umzusetzen, ab.

Wie ich bereits mehrfach nachdrücklich betont habe, bin ich gegen jegliche Wertung oder Fremd-Bewertung der jeweiligen Vorstellungen, wie der Einzelne seine Lebenszeit ausfüllt.

Jedes diesbezügliche „Urteil“ wird im Normalfall lediglich ein „Vor-Urteil“ sein, dass zu einer „Ver-Urteilung“ führen kann, wenn sie nicht den eigenen Wertvorstellungen entspricht.
Geld vs. Zeit: Geld kann einem leichter genommen werden als Zeit (Steuern, niedrige Zinsen, Inflation, Rentenbesteuerung) - Vor "Zeiträubern" kann man sich eher schützen.
Ich arbeite immer noch extrem hart und riskiere dabei immer wieder meine Gesundheit (2 Burnouts) - mein Leben ist extrem bescheiden, da ich die Hoffnung (noch) nicht aufgegeben habe, mich von meiner selbst erarbeiteten Rente (inklusive eigener Ersparnisse) über Wasser halten zu können. Meine Freizeit wird genützt, die Energiereserven möglichst preiswert aufzutanken. Reisen, Ehrenamt oder ähnliche Aktivitäten "on Top" wären mir definitiv zu stressig.
Also "Reset" - der Burnout hat mich wohl etwas in die Depression gerissen...neuer Anlauf... ;-)...

Geld vs. Zeit:

Ich setze auf preiswerte Hobbies wie Radfahren, Wandern, Lesen (Bücherei / Online-Bücherei) , Stricken, Kochen, Musik hören, fernsehen, ratschen, Flohmärkte und gegenseitige Treffen mit FreundInnen (sofern sich die Situation mal wieder normalisiert), raus in die Natur, einfach nur da sitzen und "blöd schaun".

Fazit: so lange ich ausreichend Geld zum Überleben habe, setze ich mehr auf den Zeitfaktor.

Bin inzwischen wieder etwas zuversichtlicher, dass sich dies umsetzen lässt...
und ich lebe während dieser Pandemiezeit so verd. billig - da wird es mir ganz schummrig..... :lol:

und weil ich nicht weiß wie ich mein Geld ausgeben soll - habe ich gestern noch aus lauter Verzweiflung Wildblumenpflanzen (Ochsenauge) bestellt ..... :wink:
Gundulabella hat geschrieben: und ich lebe während dieser Pandemiezeit so verd. billig - da wird es mir ganz schummrig..... :lol:

und weil ich nicht weiß wie ich mein Geld ausgeben soll - habe ich gestern noch aus lauter Verzweiflung Wildblumenpflanzen (Ochsenauge) bestellt ..... :wink:


Oh, ich verstehe dich. Irgendwie braucht man ja nichts mehr. Sowohl Zeit als auch Geld haben in meinem Verständnis andere Werte erworben.
Mir ist beides wichtig. Aber es stimmt, während der Pandemie bekommt Zeit einen ganz anderen Stellenwert . Früher wurde mir die Zeit zu knapp, jetzt kann ich welche abgeben.

@Gundulabella
Du weißt nicht, wie du dein Geld ausgeben sollst? Ich würde mich opfern. Gib Bescheid, wohin ich dir meine Kontodaten schicken soll.
Gundulabella hat geschrieben: und ich lebe während dieser Pandemiezeit so verd. billig - da wird es mir ganz schummrig..... :lol:

und weil ich nicht weiß wie ich mein Geld ausgeben soll - habe ich gestern noch aus lauter Verzweiflung Wildblumenpflanzen (Ochsenauge) bestellt ..... :wink:



... wenn du dich damit mal nicht zu sehr verausgabt hast... muss ich mir Sorgen machen? :D :lol:

Nix für unguad :-) und weiterhin viel Spaß beim Gartln (= bei der Gartenarbeit) :-) ... hab mir Salatpflanzerl gekauft - wandern jetzt immer wieder abwechselnd nach draußen und drinnen :-)...