Ich versteh die Frage etwas anders.

"Habt ihr EUER Leben gelebt"
...oder war es fremdbestimmt ...

Kann mich auch irren.
Als ich einmal nach meinem Hobby gefragt wurde, antwortete ich dass ich so viele Dinge mache, ich aber nichts davon explizit als mein Hobby bezeichnen würde. "Aber," meinte der Interviewer, "etwas müssen sie doch besonders gerne machen!", um so aus mir doch noch ein Hobby herauskitzeln zu können. Ich musste dann nicht mehr lange nachdenken und sagte ihm, dass mein Hobby mein Leben ist, so wie ich es bis jetzt lebte und wie ich es gedenke auch weiterhin zu leben..... Keine weiteren Fragen :?:
barbera, ich habe die Frage auch so verstanden. Aber gibt es wohl irgend einen Menschen, der sein Leben wirklich immer so leben konnte, wie er es wollte. Alle werden doch mindestens in Teilbereichen von aussen "gelebt".
Ja, aber

was bedeutet "fremdbestimmt"?

Also ich zur Bundeswehr musste?
Wenn ich arbeiten gehe, weil ich Geld brauche?
Wenn ich auf der Straße rechts fahre, weil mir auf der linken Spur lauter Geisterfahrer entgegenkommen?
Wenn ich mich durch einen Beitrag im Inet zu einer Antwort veranlasst fühle?

Höre ich in solchen Momenten auf, "mein" Leben zu leben?
Ich verstehe die Frage so:
Ob ich nichts ausgelassen habe in meinem Leben oder ob ich nur zu Hause
auf dem Sofa gesessen habe und der Fernseher lief und das Leben draussen an mir vorbeirauschte.
Muss ich wirklich alles mitgemacht haben,
um sagen zu können, ich habe gelebt?
Jeder versteht doch unter "leben" etwas anderes.

Der Eine braucht 1000 Beziehungen und mehr, um zu leben,
die Andere sucht im Leben Ruhm und Glamour.

Und dann gibt es noch die, welche wenig aufhebens um ihre Person machen,
aber mit ihrem Leben, so wie sie es führten, sehr zufrieden sind.
@Nettestierfrau,
so verstehe ich es auch.
Authentisch sein, mein Leben leben, ohne mich zu verstellen,
mit Betonung auf mein..
Aufrecht meinen Weg gehen.

So leb dein Leben...
https://www.youtube.com/watch?v=3YGnHQVNbZM
habt ihr Euer Leben gelebt ?

das ist eine Frage, die man sich wahrscheinlich spät stellt - ganz zum Schluss, wenn es zu Ende geht......

die meisten von uns stehen noch voll im Leben - egal ob schon Rentner oder noch nicht.....

noch können wir unser Leben umgestalten - neu gestalten - neue Wege gehen....auch wenn es uns schwerer fällt als früher !
Unter "fremdbestimmt" meine ich nicht die kleinen Dinge des Lebens.
Ich meine damit große Weichen, die von anderen gestellt werden.

Ich kenne einen begnadeten Musiker, der den elterlichen Hof übernehmen musste.
Jetzt ist er im Konkurs mit seiner Landwirtschaft und für die Karriere als Cellist ist es zu spät.


Ich kenne eine Frau, die sieben Kinder geboren hat und mit 50 ein Sprachstudium begann...
Sie sagt, sie hätte lieber ein anderes Leben geführt.

Und ich kenne einen Priester, der das Amt annehmen musste, weil das in seiner Familie so zu sein hat für den Zweitgeborenen.


Natürlich haben sie alle ihr Leben gelebt - welches denn sonst ?- aber s gibt nicht wenige Menschen, die in ihrem Leben die Träume Anderer zu verwirklichen haben.
Sonnenelb hat geschrieben: Wer von Euch ist fest der Meinung sein Leben gelebt zu haben. Würdet Ihr grundlegend etwas in eurem neuen Leben ändern, den gleichen Beruf ergreifen, das gleiche Leben leben, seit Ihr der Meinung alles war richtig oder hätte ein anderes Leben besser zu Euch gepasst?



Bewusst hatte ich bisher nur dieses eine Leben. Das lebe ich und habe ich gelebt.

Die eher hypothetische Frage, ob ich es so noch einmal leben würde.....stellt sich für mich nicht. Gelebt ist gelebt.....Mit tausenden Dingen, die ich nicht in der Hand hatte und tausenden Dingen, die ich mit entscheiden konnte.

Es war vieles "richtig" und vermutlich genauso vieles falsch.

Es gab auch fremdbestimmte Sequenzen.

An mancher Stelle hätte ich mir( in der Rückschau) andere Möglichkeiten oder Umstände gewünscht aber, dass es sie für mich nicht gab, war eben auch mein Leben...

Jetzt, heute bin ich bewusster in vielen Dingen. Lebe eher nach dem Motto "wenn nicht jetzt, wann dann?". Werde aber, trotz Lebenserfahrung und fast biblischem Alter, bestimmt auch noch ein paar Fehler machen....
Um ehrlich zu sein.Ja,ich lebe noch, sonst hätte ich auch keinen Kommentar schreiben können :lol:
Nein, ich habe mein Leben noch nicht ganz gelebt.
Als ich vor 5 Jahren eine schwere Krankheit überstanden hatte, hab ich mir gedacht: O.k., man will mich "da oben" noch nicht haben, ich habe hier noch eine Aufgabe zu erfüllen.
Das mache ich als Dank für meine Rettung in Form von e.h. Stunden in unserem Pflege- und Betreuungszentrum.
So denk ich auch, barbera.
Früher war Gehorsam den Eltern
gegenüber ein Muß.
Manche, wie ich, konnten die Weichen
später noch neu stellen....
Aber dazu gehören Zielstrebigkeit,
Kraft und Glück.
Mein Leben hat mit 38J. neu begonnen.
Das Thema, bzw. die gestellte Frage, ist ja urkomisch. :lol:

Ich würde sagen: frag mich nochmal, wenn ich tot bin. :P
Sonnenelb hat geschrieben: Wer von Euch ist fest der Meinung sein Leben gelebt zu haben. Würdet Ihr grundlegend etwas in eurem neuen Leben ändern, den gleichen Beruf ergreifen, das gleiche Leben leben, seit Ihr der Meinung alles war richtig oder hätte ein anderes Leben besser zu Euch gepasst?


Und selbst..?

Ein Thema, über das ich mich nur mit guten Bekannten im persönlichen Gespräch unterhalte(n) (würde)!!
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