Bitte helft mir bei diesem Problem:
Ich besitze ein Haus, das nach der Trennung von der Ehefrau und Auszug der Kids viel zu groß für mich ist. Für dieses Haus muss ich noch einen Kredit abzahlen, den wir beim Kauf aufgenommen haben, um Steuern zu sparen. Ich will es nun verkaufen.
Ich könnte aber vorher schon die Grundschuld ganz aus den Mitteln in meinem Depot ablösen, das 2015 ca. 0% Ertrag gebracht hat. Dann hätte ich als "Ertrag" die Nicht-Mehr-Fälligkeit der monatlichen Zins-und Tilgungszahlung, aber der Steuervorteil dafür ginge flöten.
Der Makler rät nun: Erst Verkauf des Hauses, dann Neukauf einer Wohnung, die meinen reduzierten Bedürfnissen entspricht. Dann komm ich aber unter Zeitdruck beim Finden meiner neuen Heimat.
Was ist nun sinnvoll?
Danke für Antworten.
Hausverkauf mit der Option für noch ein halbes Jahr Wohnrecht ab Verkaufsdatum. Dann hast Du in
Ruhe Zeit Dir ein neues Domnizil zu suchen. So hat es eine Freundin von mir gemacht.
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Die zu veräußernde Immobilie nicht unter Druck verkaufen. Im not. Kaufvertrag wenn möglich eine Anmietung durch dich selber vereinbaren.

Die Miete sollte großzügig gestaltet sein, suggeriert sie damit auch ein wertiges Objekt.

Evtl. eine max. Mietlaufzeit vereinbaren, falls der Erwerber Eigenbedarf im Sinn hat.

In der momentanen Situation ist die Reinvestition anzuraten. Doch auch hier Hände weg von „nur noch bis…, nur noch eine…!

Man kann kaum schneller Geld vernichten, als bei falschen Immo-Entscheidungen. Man kann jedoch, richtig gemacht auch ein ordentliches Sümmchen wettmachen.
Ich habe mein Haus verkauft,
und habe mir zwei barrierefreie und energieeffiziente ETW á 69m² in der Region Hannover gekauft.
Durch die PV-Anlage und die Wärmepumpe kann ich die eine Wohnung als "warm für kalt" vermieten.
Was soviel bedeute, dass ich die Wohnung für 12,80€ warm (incl. Fußbodenheizung, WW-Aufbereitung und Brauchstrom) vermiete. Mein Mieter zahlt lediglich noch ca. -,60€/mtl. an Energie- und Nebenkosten.
Ich finde das Programm sehr interessant, weil ich dadurch energietechnisch in die Zukunft planen kann, und mich energiepreistechnisch größtenteils unabhängig gemacht habe.
....und von der KfW gab's noch nen Barzuschuss in Höhe von rund 30% des Kaufpreises, weil ich kein KfW Darlehen für 075% aufgenommen habe.
Billiger kann man heute nicht für die Zukunft bauen.
Welchen Steuervorteil (durch Zins- und Tilgungszahlungen) hat man denn in Deutschland bei einem selbst genutzten Haus?
Givago , es ist doch auch in Deutschland wohl üblich , dass bei einem Hausverkauf man
sich einige Monate Zeit ausbedingt das Haus zu räumen !?

Ich hatte - so wie Bodega ja auch schreibt - im Kaufvertrag stehen "Wohnrecht bis maximal ..."
- das waren 6 Monate maximal - minimal 3 Monate !
Ich war nach 3 Monaten ausgezogen ! Ok , das war vielleicht auch Glück !

Eine passende Eigentumswohnung zu finden ist normalerweise wesentlich einfacher , als eine
passende Mietwohnung zu finden - zumindest hier in Salzburg . Wird kaum anders sein in
Deutschland !?
Da ich froh sein musste, den Käufer zu dem Preis zu finden, und der eben direkt nach Ostern umziehen wollte, habe ich mich auf die 3 Monate Auszugsfrist eingelassen. Muss dann ev. Sachen beim Umzugsunternehmen einlagern und ev. erstmal in eine Pension ziehen.
Steuervorteil: Da ich als Selbständiger 20% der Wohnfläche als Arbeitszimmer nutze, kann ich 20% der Kosten für das Haus (Heizung, Strom, Handwerker, Müll, Kreditzinsen (ohne Tilgung), Versicherung usw.) gegenüber dem Finanzamt geltend machen.
Das geht doch sicher auch in einer Wohnung. Mit dem Steuervorteil. Oder ?
Wer selbstständig von zuhause aus arbeitet kann generell einen Teil der Kosten absetzen, auch in Mietwohnungen. Wobei das Büro..soweit ich mich erinnere, kein ´gefangener´Raum sein darf, wo man durch einen Wohnraum durchgehen muss, um reinzukommen..so war es früher..wie es jetzt ist weiss ich nicht.

Wenn man was verkauft, Haus oder Wohnung..ist der Erlös steuerfrei, wenn man lange genug selber drin gewohnt hat. Wenn man sich um den Erlös was neues kauft, vernichtet man erstmal 12-15% des Erlöses, weil man beim Kauf einer Wohnung Makler, Notar, Grunderwerbsteuer, Eintragungsgebühren, bei Bedarf anwaltliche Beratung..bezahlen musss.

Manchmal geht es aber nicht anders, wenn man nach der Scheidung die Hypotheken nicht mehr aufbringen kann.

Da würd ich den Erlös eher bunkern und erstmal was mieten, bis ich wieder wirtschaftlich konsolidiert bin..
Die wirtschaftliche, wie auch die räumliche Übergabe einer verkauften/gekauften Immobilie sind frei verhandelbar und auch demgemäß zu beurkunden.

Das Zeitfenster kann von sofort als auch auf eine sehr lange, beliebige Zeit festgelegt werden. Es muss jedoch ultimativ ein Enddatum enthalten.

Danach bricht immer noch keine Katastrophe aus, denn dann spricht man von Nutzungsentschädigung, schlimmstenfalls von Schadenersatz, welcher in der Regel bei Wohnraum überschätzt wird.
Vielen Dank für eure Ratschläge!
Es ist ganz klar und nicht mehr verhandelbar, dass ich zum 1.4.
aus meinem Haus raus bin.
Für mich schiebt sich grad ziemlich deutlich die Frage in den Vordergrund:
Mieten oder Kaufen der neuen Wohnung? Ist es nicht so, dass ich bei der derzeitigen
Ertragslage von Geldanlagen besser was kaufen würde? Sonst verplempere ich ja einfach
allmählich den Verkaufserlös - oder gibts da einen Denkfehler? - Der Hinweeis auf die 12 -
15% Prozent Verplemperung des Geldes beim Kauf ist sehr nützlich!
und wenn Du einen Teil des Haus-Erlöses für den Kauf einer Wohnung anlegst und den restlichen Teil gesondert anlegst ?

oft bekommt man ja später nicht mehr das, was man für seine Immobilie gezahlt hat......
und wenn der Immobilienmarkt wegen der Niedrigzinsen weiterhin so boomt - gibt es irgendwann wieder ein Überangebot an Wohnungen und die Preise fallen......
Hallo, ich bin erst seit heute hier. Persönlich hätte ich vom Verkauf abgeraten. Es gibt andere Möglichkeiten, wie Zimmervermietung an Studenten oder Turisten, event. auch eine WG wo man
Ansprechpartner , auch mal eine Hilfe hat,wenn die Gesundheit streikt. Oder man kann später mal eine Pflegekraft mit im Haus wohnen lassen, was die Pflegekosten erheblich senkt.
Der Erwerb einer Eigentumswohnung ist mit Risiken verbunden. Erstens, Du hast rechte und Pflichten wie ein Mieter. Du zahlst ein Hausgeld ähnlich wie Miete, und mußt dich an allen Reparaturen und Investitionen beteiligen, auch wenn Du sie nicht willst. Die Mehrheit entscheidet. Es gibt 2016 neue Gesetze zur Haustechnik.
Wichtig: Lass dir mindestens die letzten drei, oder mehr, Protokolle der Eigentümerversammlung geben. Darin ist auch zum Teil der Hausfrieden oder Probleme erkennbar. So zum Beispiel -
Wer sind die Mitbewohner, die kann man nicht kündigen selbst wenn sie das Hausgeld nicht zahlen.
Es gibt auch heute noch einige (deutsche) Geldanlagen die hochrentierlich und doch sicher sind.
Nicht jedoch Beteiligungen am Wald und Holz, wie so oft angeboten.
Leider darf ich hier keine Produktwerbung machen.
Aber Immobilien und Finanzen sind mein Hobby und teilweise auch mein Job.
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