Ein Hedonist ist ein Mensch, der alles, was ihm nicht guttun oder schaden könnte, meidet.

Er ist kein Egoist - diese Unterscheidung ist wichtig.
Der Egoist stellt sich selbst in den Mittelpunkt - er hatimmer Rtschläge und Erklärungen zur Hand.
Er will schillern.

Der Hedonist haut ab, trinkt ein guts Glas und sieht der Sonne beim Untergehen zu.
Er will seine Ruhe und seinen Frieden.


Um Hedonismus zu verstehen, muss man auch den Altruismus kennen.

Altruisten sind Menschen, die vor allem um das Wohl Anderer bemüht sin.
Sie sind die Helfer, die Kümmer, die "Gutmenschen".
Sie sind die guten Menschen.

Ich glaube, man sollte sich über die Definition der Begriffe einig sein, bevor man darüber redet.

Negative Menschen können einen, vor allem, wenn sie intelligent sind, in Abgründe hinunterziehen.
Ich sehe kein moralisches Vergehen darin, diese Menschen zu meiden.

Sie selbst gehen fröhlich dahin und hinterlassen einen selbst mitt Albträumen und Ängsten.

Oh Göttin - lass fröhliche, kluge und wache Menschen um mich sein!
[quote="Verdandi"]
>>Im philosophischen Sinne ist Hedonismus ohnehin anders – eher neutral bis positiv – konnotiert, als im üblichen Sprachgebrauch. In der Antike begründete der Hedonismus eine philosophische Lehre von der positiven Wirkung der Sinneslust auf das Individuum, im Verhältnis zum Leid und zum Schmerz. Alltagssprachlich wird hiermit heutzutage eher auf ein egoistisches Verhalten abgestellt, dass die persönlichen Genüsse über das Wohl des Anderen stellt.<<



Dieser Gedanke wurde später von einem Schüler von Sigmund Freud wieder aufgegriffen und in eine Reale Lebenspraxis integriert, Es war Wilhelm Reich der mit seiner Orgontherapie den Hedonismus als Therapieform entdeckte.

https://www.google.com/search?ei=waOnXN ... o&gs_ivs=1
@Verdandi
Du schreibst u.a.:
Ein Mensch in meinem fortgeschrittenen Alter weiß langsam aber sicher, was ihm gut tut und was ihm schadet. Den Kontakt mit Menschen zu suchen, die mich in meinem Sosein und meinen Möglichkeiten erkennen und fördern, und wenn es mal notwendig ist, auch kritisieren, in einer konstruktiven Art, ohne zu verletzen oder ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen, ist doch wirklich eine gute Sache. Warum sollte ich mich mit Menschen umgeben, die mich aus destruktiven, oft versteckten Motiven heraus kritisieren und zu schaden beabsichtigen? Mit viel Lebenserfahrung und Menschenkenntnis weiß ich das inzwischen gut zu unterscheiden.

das kann ich gut nachvollziehen....

Danke, Gundulabella. Eigentlich ist es ja fast eine Selbstverständlichkeit. Ich habe nur deswegen darauf hingewiesen, weil es immer wieder Leute gibt, die es einem vorwerfen, wenn man es wagt, einmal "Nein" zu sagen. In unserem Alter haben wir aber keine Zeit mehr zu verschwenden. Ich selbst bin immer froh, frühzeitig zu erfahren, woran ich mit anderen bin. Dann kann ich meine Zeit mit den Menschen verbringen, die mir gut tun und denen ich gut tun kann. :D


Ist ein Hedonist ein Mensch,
der das ‚halbvolle‘ Glas genießt
und es nicht für ‚halbleer‘ hält?

Dann bin ich ein Hedonist.
Ich denke eher nicht. Das ist der Unterschied zwischen Optimist und Pessimist, als eher was Banaleres und keine Lebensfülosofi.

In dem Fall meine ich, würde ein Hedonist, erst mal schauen dass sein Glas etwas Genießbares enthält und würde sich über die darin enthaltenen Mengen überhaupt keine Gedankenen machen, sondern es im Ganzen genießen.
Es kann ja trotzdem etwas
besonders Gutes im Glas sein,
das ich ausgewählt habe,-
sonst wäre es nicht reizvoll...
Also ein Erkennen, Auswählen
und Genießen....
Ein kluge Hedonist trinkt seinen Wein notfalls aus einer Tasse, damit das von den Mächtigeren angeordnete Wassertrinken für die Spießer nicht formell gestört wird
Ein Hedonist
ist ein Hahn am Mist
der ganz oben steht
und wenn der Wind dann geht
sich denkt und sagt
Heut ist ein schöner Tag
es stinkt gar nicht....
Nein Fumaria, einem klugen Hedonisten ist es schnurzegal, wenn sich die Spiesser formell gestört fühlen, sonst wäre es für ihn kein Genuss mehr.
Ein Hedonist freut sich über den Wein in der Kaffeetasse - wenn er gut ist - und ist froh, keinen Kamillentee trinken zu müssen.
Ich finde, dass die Definition wichtig ist.

Aus dem Internet:
"Hedonismus ist allgemein das Streben nach Genuss oder Sinneslust. Alltagssprachlich ist der Gebrauch oft eher abwertend und meint eine egoistische, nach kurzfristigem Genuss strebende Lebensführung.

Der Hedonismus als philosophische Strömung geht darüber hinaus. Zusammengefasst geht es dabei um das Streben nach einem angenehmen Glückszustand. Die antiken Philosophen beschreiben diesen Glückszustand als Ataraxie, die vollkommene Seelenruhe."

Allerdings verstehe ich die TE Dornroeschen54 was sie meint.
Die Einstelleung " sich mit Menschen umzugeben, welche einem gut tun" halte ich auch für oberflächlig und egoistisch (nicht aber unbedingt hedonistisch).

Diese Einstellung kommt von den Ratgebern, wie:
"positiv Denken"
und jeder versteht darunter, was er nur will und was einem passt.

Mir kommt es so vor: Augen zu und durch.
Ein aktuelles Beispiel: die Diskussion um Erhalt dieses Planeten (Friday for Future) ist vielen Menschen unangenehm.
Sie setzen sich lieber auf ihr Motorrad und machen aus momentaner Lust 500 km. Das Wetter ist ja schön.....
@Figges
Du schreibst u.a.:
Die Einstelleung " sich mit Menschen umzugeben, welche einem gut tun" halte ich auch für oberflächlig und egoistisch

das sehe ich nicht so.....

gerade stelle ich mir vor, dass ich - wenn ich eh schon angeschlagen bin - von Menschen, die "angeblich" wissen was gut für mich ist - unter Druck gesetzt werde.....

Menschen, die einem gut tun, das sind Menschen, die einen so akezptieren wie man ist .....
die einen weder erziehen noch verändern wollen....

es sind Menschen, denen man automatisch nachfolgen will, weil man ihren Lebensweg beobachtet und ihn für gut empfunden hat....
Auch ich umgebe mich gerne mit Menschen die mir gut tun.
Und zu dem stehe ich auch immer wieder aufs Neue.

Beruflich kann man sich die Leute nicht aussuchen, da muss man schauen, dass man mit allem halbwegs klar kommt.
Aber privat, brauche ich mir das wirklich nicht antun, da umgebe ich mich sehr gerne mit Menschen die mir gut tun.
Und wenn ich erkenne, dass mir jemand nicht gut tut, habe ich doch die Möglichkeit selbst daran etwas zu ändern - vielleicht diese Begegnungen zu vermeiden oder aufs Minimalste zu reduzieren.

Oberflächlich empfinde ich es auch nicht - bisserl egoistisch - kann schon sein - aber dazu stehe ich - wenn ich erkenne, was mir nicht gut tut, kann doch nur ich selbst daran etwas ändern.
Figges, Ratgeberbücher hab ich vor 40 Jahren vielleicht ein paar gelesen.
Die brauch ich nicht. Bin ich doch selbst mein bester Ratgeber.
Manche dieser Bücher sind sehr beifallshaschend. Sollen sie doch Geld bringen.
Aber ich denke, daß die Kernaussagen oft richtig sind.

Als denkender und fühlender Mensch wäre ich doch bescheuert, mich wissentlich mit Menschen zu umgeben, die mir nicht gut tun. Dazu kommt noch, daß man lernen kann, sich auch aus Situationen rauszuziehen, die einen auf Dauer nicht gut tun.
Wenn mir etwas nicht gut tut, was heißt das ? Daß ich mich selbst schädige.
Hältst du das für richtig ?

Über die Probleme unserer Zeit zu diskutieren oder sich zu engagieren, hat mit diesem Thema nicht das geringste zu tun.
So doof wie du meinst, sind die meisten Menschen dann doch nicht. Sie können schon das eine vom anderen trennen und unterscheiden.

Stellung beziehen und dazu stehen und danach handeln ist noch am ehesten das, was der Gesundheit förderlich ist.