Shekinah, dem kann ich nur zustimmen. Ich habe die Schmerzen hinter dem Brustbein zuerst als die mir schon länger bekannten Symptome des Reflux gedeutet. Erst das Ausbreiten der Schmerzen und der kalte Schweiss am ganzen Körper hat mich und die Kollegen alarmiert.
Oft sind die Betroffenen und das Umfeld nicht über die Symptome informiert und reagieren dadurch zu späht. Bei einem akuten Infarkt ist der Zeitfaktor entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.
Shekinah, ich habe die genau gegenteilige Erfahrung gemacht. Ich hatte bei meinem Infarkt die gleichen Symptome die auch Männer haben. Ich bin sehr schnell und gut behandelt worden.
Ich glaube alles sind individuelle Erfahrungen und lassen sich nicht so pauschalisieren.
Jule, ich habe nicht aus eigener Erfahrung geschrieben, sondern aus dem medizinischen Nähkästchen geplaudert. Das sind Fakten, die belegt sind. Bin halt ein bisschen berufsgeschädigt und verfüge deshalb über entsprechende Kenntnisse.
Zwei Herzinfarkte, die ich nicht merkte, haben mein Herz getrieben, jeweils einen Ersatzrhythmus aufzubauen. Mit Krafttraining habe ich das überbrückt, ohne Kurzatmigkeit, Schwindel oder Brustenge. Erst ein extrem niedriger Ruhepuls, der krankhaft war, hat mich veranlasst, eine Rhythmusambulanz zu konsultieren.

Nach einigen Fehldiagnosen, die mir Stents oder Bypässe wegen angeblich schwer verkalkter Herzkranzgefäße vorausgesagt haben, wurde mir schließlich ein Wundergerät implantiert: CRTD, d. i. ein 'Cardiales Resynchronisationstherapie-Modul mit Defibrillator'. Darüber hinaus wurden die Herzkranzgefäße mit Katheter ein wenig aufgeblasen (Dilatation). Der Ruhepuls ist mit 60 Schlägen pro Minute wieder normal. Um einen Rehabilitationsaufenthalt kümmere ich mich erst gar nicht, weil ich mich ohne Einschränkungen pudelwohl fühle und mein geliebtes Krafttraining weiterbetreibe. :D :D :D
Ich denke, pauschal kann man keinen Ratschlag zum Herzinfarkt geben. Aber man kann erkennen, was wichtig ist und was man getrost links liegen lassen kann. Mein Herzinfarkt ist bald 4 Jahre her - oh diese Schaltjahre - mit Bypässen, Reha, Stents und anschließendem „Einbau“ eines ICD. Obwohl der Notarzt sehr schnell da war, hat die Klinik über 3 Stunden an mir „herumgedoktert“, bevor sie die Flügel gestreckt haben und mich in die Uni-Klinik überführten. Also kein Paradebeispiel für gelungene Behandlung.
Allerdings bin ich nicht der Ansicht, daß es dem Umstand geschuldet war, daß ich kein Mann bin, ich denke eher, daß es an der Unfähigkeit der Klinik lag und der in diesem Fall negativen Anweisung, daß der Rettungsdienst die nächstgelegene Klinik anfahren muß und nicht die bestmögliche.
Ich fühle mich stark gehandicapt, da ich vieles, was bis Ostern 2016 vollkommen normal war, nun nicht mehr bewältigen kann, aber den Kopf in den Sand stecken kommt nicht infrage, nur wie bereits oben geschrieben, die Prioritäten werden klarer und jeder Tag ist ein Tag zum Lachen und sich freuen.
Alles Gute für die Zukunft!
Vielleicht eben dich, weil du kein Mann bist, denn bei Frauen ist der Herzinfarkt schwieriger zu erkennen. Wer Unfähigkeit erkennen will sollte halt vielleicht gleich sagen, was Sache ist, weil doch soviel fähiger.
Nun, bei mir war von Anfang an die korrekte Diagnose „Herzinfarkt“, durchaus keine Erkenntnis, die sich erst nach einiger Zeit ergab...
Es lag wirklich leider an der eingeschränkten Qualität der Klinik...
cron